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June 26, 2006

Italienische Polizei verhaftete Dutzende von Mafia-Bossen

Italienische Polizei verhaftete Dutzende von Mafia-Bossen

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Artikelstatus: Fertig 07:50, 26. Jun. 2006 (CEST)
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Corleone / Palermo (Italien), 26.06.2006 – Die italienische Polizei konnte einen großen Erfolg in der Verfolgung der Mafia und der Cosa Nostra verbuchen. Auf einen Schlag wurden am vergangenen Dienstag bei einem Großeinsatz 45 Mafia-Bosse auf Sizilien verhaftet. Andere Quellen berichten von 52 Verhaftungen. Die Ermittlungen vor diesem Schlag hatten über zwei Jahre gedauert.

Das Abhören von Telefonaten hatte die Ermittler auf die Spur der Clan-Bosse geführt. Dabei waren auch neue Verbindungen der sizilianischen Mafia zur Politik aufgedeckt worden. Vor allem der Name einer Partei fiel dabei immer wieder: Forza Italia, die Partei des ehemaligen italienischen Staatspräsidenten Silvio Berlusconi. Diese Zusammenarbeit soll so weit gegangen sein, dass sogar Mafia-Vertraute für die Kommunalwahlen in Palermo kandidieren sollten.

Den Verhafteten werden enge Kontakte zu Bernardo Provenzano nachgesagt. Provenzano war Anfang April 2006 verhaftet worden. Jetzt fehlen den Behörden noch sieben Mafia-Paten. Nach ihnen wird noch gefahndet.

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April 12, 2006

Italien: Mafiaboss Bernardo Provenzano verhaftet

Italien: Mafiaboss Bernardo Provenzano verhaftet

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Artikelstatus: Fertig 14:14, 12. Apr. 2006 (CEST)
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Corleone (Italien), 12.04.2006 – Der italienischen Polizei gelang es am Dienstagmorgen, einen der wohl berüchtigsten Bosse der sizilianischen Mafia Cosa Nostra nach über 43-jähriger Flucht zu verhaften, wie die Nachrichtenagentur ANSA gestern berichtete.

Bernardo Provenzano ergab sich der Polizei sprachlos und ohne Widerstand, als eine Spezialeinheit ein offenbar leerstehendes Haus neben einer Schaffarm südlich von Palermo in der Nähe seiner Heimatstadt Corleone durchsuchte und dabei auf den Langgesuchten stieß. Zum Verhängnis wurde Provenzano, von dem nur ein Jahrzehnte altes Foto und ein Phantombild verfügbar waren, ein von der Polizei abgehörtes Telefongespräch mit einem Vertrauten, in dem die beiden einen Termin für die Übergabe von sauberer Wäsche abmachten.

Ein DNA-Test bestätigte die Identität des 73-Jährigen mit dem Spitznamen Binnu (= der Traktor – wegen seiner Dampfwalzen-Mentalität), der 1963 untertauchte und nach der Verhaftung seines Rivalen Salvatore Totò Riina 1993 zum unbestrittenen Anführer der Organisation aufstieg. Eine Spur führte die Ermittler unter anderem auch nach Deutschland, wo seine Ehefrau und seine beiden Söhne zeitweise gelebt hatten, die später aber angeblich nach Sizilien zurückkehrten.

Die Verhaftung des Mafiabosses wurde im allgemeinen mit Freude aufgenommen. Der italienische Innenminister Giuseppe Pisanu sagte: „Die Cosa Nostra hat ihren unangefochtenen Kopf verloren.“ Auch Präsident Ciampi gratulierte dem Chef-Mafiajäger Piero Grasso telefonisch zu dem Fahndungserfolg, der die Handlungsfähigkeit des italienischen Staates im Kampf gegen die Mafia unterstrich.

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October 12, 2005

Zuschlag für Bau der Sizilienbrücke erhielt ein internationales Konsortium

Zuschlag für Bau der Sizilienbrücke erhielt ein internationales Konsortium

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Rom / Palermo (Italien), 12.10.2005 – Heute fiel die Entscheidung, wer den Bau der Brücke über das Meer zwischen Sizilien und dem italienischen Festland durchführen wird. Den Zuschlag erhielt ein internationales Konsortium. Die Führung und Verantwortung des Konsortiums liegt bei dem italienischen Bau-Giganten Impregilo. Der Auftrag hat einen Gesamtwert von 4,4 Milliarden Euro.

Zuerst wurde in Italien Jahrzehnte darüber diskutiert, ob diese Brücke überhaupt gebaut werden soll. Erst 2003 hat die italienische Regierung dann endgültig über die Durchführung entschieden.

Die Brücke wird fast vier Kilometer lang sein und somit die längste Hängebrücke der Welt. Es werden Fahrspuren für Autos und Züge angelegt. Spätestens 2011 soll Einweihung gefeiert werden.

Finanzieren möchte Italien den Bau der Brücke mit Hilfe von privaten Investoren. Die laufenden Betriebskosten sollen über eine Maut gedeckt werden. Die Konstruktion der Brücke soll erdbebensicher werden. Erdstöße bis zu 7,1 auf der Richterskala wird die Brücke ohne Schäden überstehen.

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September 18, 2005

Dritte Notlandung eines Flugzeuges in Italien innerhalb weniger Wochen

Dritte Notlandung eines Flugzeuges in Italien innerhalb weniger Wochen

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Palermo (Italien), 18.09.2005 – Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen kam es in Italien nach Angaben der italienischen Luftfahrtbehörden Enac zu einer Notlandung.

Eine Fokker 100 hatte am Freitag, den 9. September 2005, Probleme mit dem linken Motor. Daraufhin entschloss sich der Pilot zur Notlandung in Palermo. Die Maschine mit 52 Passagieren an Bord landete trotz der technischen Probleme sicher. Alle Insassen überlebten die Notlandung unverletzt. Die Maschine gehört der italienischen Fluggesellschaft Alpi Eagles.

Die Bevölkerung Italiens macht sich derzeit Sorgen um die Sicherheit der Passagierluftfahrt. Erst am 6. August 2005 war eine Maschine des Typs „Aerospatiale ATR 72“ von der tunesischen Fluggesellschaft Tunisair vor der sizilianischen Küste in der Nähe Palermos nach einer missglückten Notlandung ins Meer gestürzt. Bei dem Unglück starben 16 Menschen, 23 kamen mit Verletzungen davon.

Am Wochenende vor der Fokker-Notlandung musste eine ATR 42 auf Pantelleria notlanden. Pantelleria ist eine Insel im Süden Italiens, sie liegt im Mittelmeer, die Maschine kam aus Sizilien aus der Stadt Trapani. Die ATR gehört der italienischen Fluggesellschaft Italy First. Auch diese Maschine landete wegen Motorproblemen vorzeitig. Hier gab es ebenfalls keine Verletzten.

Nach dieser dritten Notlandung in kürzester Zeit hat die Enac jetzt umfangreiche Inspektionen für alle ATR-Maschinen im Besitz italienischer Fluggesellschaften angeordnet. Die tunesische Fluggesellschaft, der die Maschine gehörte, die am 6. August ins Meer stürzte, hat von der Enac in Italien mittlerweile ein Flugverbot erteilt bekommen.

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September 12, 2005

Ursache für den Flugzeugabsturz vor Sizilien geklärt

Ursache für den Flugzeugabsturz vor Sizilien geklärt

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Palermo (Italien), 12.09.2005 – Die Ursache für den Absturz einer ATR-72 vor Sizilien am 6. August ist geklärt. Eine der von den Ermittlern als mögliche Ursache genannten Fakten war tatsächlich der Grund für das Unglück: Die Triebwerke sind mangels Treibstoff ausgefallen.

Techniker hatten vor dem Abflug der ATR einen defekten Treibstoffanzeigen aus der Maschine ausgebaut. Anstelle dessen wurde ein neues, elektronisches Anzeigesystem eingebaut. Es handelte sich hierbei jedoch um ein Anzeigesystem, das in der ATR 72 nicht funktionsfähig ist. Das Gerät zeigte den Piloten einen falschen Treibstoffstand im Tank an. Die tatsächlich vorhandene Kerosinmenge wich von der Anzeige im Display stark ab. Aufgrund dessen wurde vor dem Abflug auch nur eine minimale Menge an Kerosin aufgefüllt. Im Moment des Absturzes war der Tank definitiv leer, die Tankanzeige wies jedoch einen Kerosininhalt von 3.000 Kilogramm auf.

Die italienische Flugsicherungsbehörde ENAC hat der Fluggesellschaft Tunisair für Italien ein Flugverbot erteilt. Die ENAC hat nun bei der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) die Genehmigung angefordert, alle Maschinen der Fluggesellschaft überprüfen zu dürfen.

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August 30, 2005

Nach Notwasserung vor Sizilien Vermisste und Flugschreiber geortet

Nach Notwasserung vor Sizilien Vermisste und Flugschreiber geortet

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Palermo (Italien), 30.08.2005 – Drei Wochen nach der Notlandung eines Passagierflugzeuges im Meer nördlich von Palermo wurden heute die Leichen der drei noch vermissten Passagiere auf dem Meeresgrund geortet. Auch die beiden Flugschreiber der Maschine konnten in 1.440 Metern Tiefe gefunden werden.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur „Ansa“ hat das zypriotische Spezialschiff „Edt Ares“ eines der drei Skelette an die Oberfläche gebracht. Auch der erste der beiden Flugschreiber der ATR-72 wurde inzwischen geborgen. Durch die Auswertung der Flugschreiber soll der genaue Unfallhergang geklärt werden.

Die Leichen der geborgenen Opfer sollen nun anhand einer DNA-Analyse identifiziert werden, dies kann jedoch eine Woche dauern.

Als Unglücksursache wird derzeit menschliches Versagen nicht ausgeschlossen. Die Ermittlungen gegen den Flugkapitän sowie gegen die beiden Mitarbeiter des Flughafens von Bari sind bereits in den vergangenen Tagen eingeleitet worden. Sie waren für die Treibstoffversorgung des Flugzeuges verantwortlich.

Die Staatsanwaltschaft von Palermo ermittelt nun auch gegen den zweiten tunesischen Piloten der Maschine wegen fahrlässiger Tötung. Seine Vernehmung ist für die nächsten Tage geplant. Vito Riggio, der Leiter von Italiens ziviler Luftfahrtbehörde, sagte: „Die beiden Piloten haben möglicherweise nicht überprüft, ob genügend Treibstoff im Tank war.“

Mehrere Versionen sind laut Riggio vorstellbar: Neben Treibstoffmangel könnte auch die Treibstoffanzeige nicht richtig funktioniert haben. Des Weiteren wird die Qualität des Treibstoffes genau untersucht, eine Verwässerung des Sprits wird nicht ausgeschlossen.

Bei dem Unglück am 6. August waren 13 der insgesamt 42 Passagiere ums Leben gekommen, der Pilot überlebte verletzt. Nach dem Absturz wurden noch zwei Passagiere und der Bordmechaniker vermisst. Die Maschine war beim Aufprall in drei Teile zerbrochen.

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August 6, 2005

Notlandung misslungen – Air Tunis-Maschine stürzt ins Mittelmeer

Notlandung misslungen – Air Tunis-Maschine stürzt ins Mittelmeer

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Archivbild einer ATR-72

Palermo (Italien), 06.08.2005 – Nahe der sizilianischen Hauptstadt Palermo ist eine Passagiermaschine mit 42 Menschen an Bord ins Meer gestürzt.

Nach Angaben der italienischen Feuerwehr handelt es sich um eine Maschine des Typs ATR-72 der tunesischen Gesellschaft Tunisair. Das Flugzeug startete heute um 14:20 Uhr MESZ mit überwiegend jugendlichen Urlaubern in der süditalienischen Stadt Bari mit dem Zielort Djerba.

Nachdem der Pilot Triebwerksprobleme festgestellt hatte, bat er sofort um Erlaubnis, in Palermo notlanden zu dürfen. Kurz darauf kündigte er an, eine Notlandung im Meer versuchen zu wollen. Dann brach der Kontakt ab, um 15:55 Uhr MESZ stürzte die Maschine rund 30 Kilometer vor Cap Gallo ins Meer. Das Flugzeug schlug mit dem Rumpf zuerst auf und zerbrach in drei Teile.

Ersten Berichten zufolge wurden 24 Passagiere in der Nähe des an der Oberfläche treibenden Flugzeugs gesichtet. Demnach konnten sich mehrere Menschen auf die Tragflügel der Maschine retten und auf Hilfe warten. Etwa 20 Personen konnten bereits lebend gerettet werden, sechs von ihnen sind schwer verletzt. Der Pilot befindet sich unter den Überlebenden. Für 14 Personen, darunter zwei Kinder, kam die Hilfe zu spät. Ihre Leichen wurden im Meer aufgefunden. Sechs Menschen befinden sich noch an Bord des im Meer treibenden Wracks. Es ist noch unklar, ob sie am Leben sind. Einige Menschen werden noch vermisst.

Das Propellerflugzeug ATR 72 wurde erst im März 2005 von der Luftaufsichtsbehörde in Italien überprüft. Damals wurden keine Mängel an der Maschine festgestellt. Die italienischen Behörden haben jetzt ein Ermittlungsverfahren zur Feststellung der Unglücksursache eingeleitet.

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December 11, 2004

Berlusconi-Vertrauter muss wegen Mafiakontakten ins Gefängnis

Berlusconi-Vertrauter muss wegen Mafiakontakten ins Gefängnis

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Palermo (Italien), 11.12.2004 – Einen Tag nach dem Freispruch für Silvio Berlusconi ist Marcello Dell’Utri, ein enger Vertrauter des italienischen Ministerpräsidenten, wegen Mafiakontakten von einem Gericht in Palermo zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter blieben damit unter dem von der Staatanwaltschaft geforderten Strafmaß von elf Jahren.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Dell’Utri zwischen 1974 und 1994 Kontakte zur sizilianischen Mafia gepflegt hat. Ein ranghohes Mitglied der Cosa Nostra, der im Jahr 2002 festgenommen wurde, war der Hauptbelastungszeuge im Prozess. Der Mafioso stütze die schwersten Vorwürfe der Anklage, wonach Dell’Utri der wichtigste Verbindungsmann der Cosa Nostra zu Berlusconis Partei Forza Italia war.

Das Urteil bedeutet für Dell’Utri auch, dass er keine politischen Ämter mehr bekleiden darf. Dell’Utris Anwälte kündigten an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

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