WikiNews de

February 28, 2009

Rettungskonzept für Opel in der Diskussion

Rettungskonzept für Opel in der Diskussion

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 23:19, 28. Feb. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Germany location map.svg

Red pog.png

Red pog.png

Red pog.png

Red pog.png

Rüsselsheim

Bochum

Eisenach

Kaiserslautern

Opel-Standorte in Deutschland

Berlin (Deutschland), 28.02.2009 – Im Mittelpunkt der Diskussion um das am Freitag vom Opel-Aufsichtsrat und GM Europe vorgelegte Rettungskonzept für die Standorte in Deutschland steht die Frage nach der Gewährung staatlicher Hilfen für den Autobauer. Die CDU lehnt mehrheitlich ein direktes staatliches Engagement bei Opel ab. Teile der SPD schließen eine direkte staatliche Beteiligung an dem Unternehmen gegenwärtig nicht aus. Entsprechend äußerte sich heute der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD). Bestandteil des am Freitag vorgelegten Rettungsplans für Opel ist eine staatliche Finanzhilfe in Höhe von 3,3 Milliarden Euro.

In der Erklärung von GM Europe wird der Gesamtfinanzbedarf für die Restrukturierung von Opel mit 7,5 Milliarden Euro beziffert: Neben 3,3 Milliarden Euro staatlicher Hilfen sollen weitere drei Milliarden vom Mutterkonzern General Motors kommen und weitere 1,2 Milliarden durch Einsparungen aufgebracht werden. Wie GM seinen Eigenanteil finanzieren will, bleibt allerdings angesichts eigener Milliardenverluste in Höhe von knapp 31 Milliarden Dollar im Jahr 2008 unklar (Wikinews berichtete). Der Plan sieht eine größere Selbstständigkeit für Opel Deutschland, möglicherweise in einem Zusammenschluss mit der GM-Tochter Vauxhall, auf europäischer Ebene vor. Wie diese Selbstständigkeit genau aussehen soll, ist noch offen. In der Erklärung von GM Europe heißt es, Opel bleibe „ein integraler und wichtiger Teil der globalen Operationen von GM, das wird auch in der Zukunft so sein.“

Zur Frage möglicher staatlicher Hilfen, seien dies nun direkte staatliche Finanzhilfen oder Bürgschaften, will sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel noch nicht festlegen. „Ohne eine genaue Prüfung ist eine Hilfe nicht möglich“, erklärte die CDU-Politikerin am Samstag in einem Redebeitrag auf der Landesvertreterversammlung Schleswig-Holstein ihrer Partei in Kiel. Ähnlich äußerte sich CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla. Gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ formulierte er weitere Bedingungen für staatliche Hilfen: „Wenn Opel Deutschland alleine lebensfähig ist und zudem kein einziger Euro von Opel bei GM in Amerika landet, dann halte ich auch eine staatliche Bürgschaft für denkbar.“ Eine direkte finanzielle Beteiligung des Staates lehnte Pofalla ab. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, forderte die Politik zu staatlichen Hilfen zur Sicherung der Arbeitsplätze bei Opel auf. Am Donnerstag hatten 25.000 Opel-Mitarbeiter für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert (Wikinews berichtete).

Auf europäischer Ebene schaltete sich EU-Industriekommissar Günter Verheugen (SPD) in die Debatte ein. Aus ordnungspolitischen Überlegungen heraus steht Verheugen direkten staatlichen Hilfen kritisch gegenüber. Die Situation in der Automobilindustrie sei anders zu sehen als im Bankensektor, wo das Funktionieren eines ganzen Wirtschaftszweiges sicher gestellt werden müsse. Dagegen sei der Zusammenbruch eines Automobilproduzenten kein grundsätzliches Problem für den Automobilbau. Andere Autobauer könnten bei Bedarf einspringen: „In diesem Sinne ist Opel nicht systemrelevant, Porsche ist es nicht und auch nicht Daimler. Das wäre nicht einmal bei Volkswagen der Fall.“ Der Frankfurter Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Metall (IGM) Armin Schild kritisierte am Samstag in Darmstadt die in Deutschland geführte Diskussion; angesichts der Bedrohung der Arbeitsplätze könne es nicht darum gehen, „in dieser Frage ordnungspolitische Grundsatzdebatten zu führen.“ Sollte die Politik nicht handeln, würden weniger Autos in Deutschland, aber mehr in China und Südkorea gebaut, berichtet Reuters. Der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn lehnt Staatshilfen für den Konkurrenten Opel ebenfalls aus ordnungspolitischen Gründen ab: Der Staat dürfe „nicht zur Rettungsgesellschaft für Firmen werden, denen möglicherweise der Bankrott droht“ , sagte er gegenüber dem Spiegel. Bürgschaften für einen begrenzten Zeitraum hält der Manager jedoch für legitim. Anderer Meinung ist der Hauptgeschäftsführer von Ford-Deutschland Bernhard Mattes. Die „Stabilität der Industrie“ müsse gewährleistet werden. Er erklärte weiter, er habe „kein Interesse daran, dass ein großer Anbieter ausfällt. Dessen Bestellungen gehen den Zulieferern verloren und das verursacht große Spannungen in der Hersteller-Lieferanten-Kette.“

Der deutsche Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) sagte in einem Rundfunkinterview, ein über Jahrzehnte gewachsenes Unternehmen wie Opel dürfe nicht einfach verschwinden. Auch er forderte jedoch ein zukunfts- und tragfähiges Konzept von dem Unternehmen als Voraussetzung für staatliche Hilfen. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg warnte vor einer Argumentation mit dem „Nostalgie“-Argument: „Bei Opel geht es nicht um die Frage, ob wir uns an einem romantischen Begriff aus reiner Nostalgie festhalten wollen, sondern darum, ob wir eine Unternehmensstruktur vorfinden, die dauerhaft tragfähig ist.“ Der deutsche Wirtschaftsminister will den heutigen Samstag nutzen, um mit den Regierungschefs der vier Bundesländer mit Opel-Standorten zu sprechen um die Voraussetzungen staatlicher Hilfen für den Autobauer zu klären.

Welche Opel-Standorte im Falle einer Teil-Herauslösung des Unternehmens aus dem Mutterkonzern General Motors erhalten bleiben werden, ist ebenfalls noch weitgehend ungeklärt. Informationen der Financial Times Deutschland zufolge, wird vom Opel-Management ein Verkauf des Werkes in Eisenach (1.700 Beschäftigte), wo das Modell Corsa gefertigt wird, in Erwägung gezogen. Ungewiss sei auch die Zukunft des Opel-Werkes in Bochum (5.000 Menschen produzieren hier den Astra und den Kompakt-Van Zafira. Weitere Standorte von Opel in Deutschland sind Kaiserslautern (3.350 Mitarbeiter fertigen wichtige Fahrzeugkomponenten für Chassis und Karosserie) und der Hauptsitz in Deutschland, Rüsselsheim, mit 16.000 Beschäftigten.

Außerdem werden Fahrzeuge der Firma Opel in weiteren europäischen Ländern gefertigt: Der Astra wird in Antwerpen (Belgien) gebaut, die Modelle Agila, Astra Classic und Zafira im polnischen Gliwice, in Ellesmere Port (Vereinigtes Königreich) werden der Astra und Astravan zusammengebaut, in Luton (ebenfalls Großbritannien) wird der Vivaro, ein Kleintransporter, und im spanischen Saragossa die Modelle Corsa, Corsavan, Meriva und Combo gefertigt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Opel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 20, 2008

VW erwartet 2008 gute Geschäfte auf dem chinesischen Markt

VW erwartet 2008 gute Geschäfte auf dem chinesischen Markt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:06, 20. Apr. 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Wolfsburg (Deutschland), 20.04.2008 – Der Volkswagen-Konzern, einer der großen Sponsoren der Olympischen Spiele im Sommer 2008 in Peking, will in diesem Jahr eine Million Fahrzeuge in China verkaufen. Dies sagte der VW-Vorstandsvorsitzende, Martin Winterkorn, am Sonntag auf der Automesse in Peking. Zugleich betonte er, der Konzern unterstütze die olympische Idee weiter. Die Olympischen Spiele stünden wie kein zweites Ereignis für „Frieden, Dialog und Völkerverständigung“. China ist für VW der größte Absatzmarkt und rangiert noch vor Deutschland.

Auf der Automesse stellt VW mit dem „New Bora“ und dem „Lavida“ zwei Modelle vor, die speziell für den chinesischen Markt konzipiert wurden. Auch die Zukunftschancen auf dem chinesischen Automarkt beurteilt das VW-Management positiv. In zwei Jahren könnte der Umsatz auf 1,5 Millionen Fahrzeuge wachsen.

Im ersten Quartal 2008 hat VW bereits 268.000 Fahrzeuge verkauft und liegt damit um ein Drittel über den Zahlen des Vorjahres.

Volkswagen beschäftigt in China zurzeit 35.000 Mitarbeiter in sieben Werken. Die Produktionskapazitäten im Reich der Mitte sollen bis Ende 2010 durch Investitionen in Höhe von 2,4 Milliarden Euro weiter ausgebaut werden. Eine mögliche Produktionsstätte für die Marke Audi ist in einem gerade fertigstellten Werk in Changchun angedacht.

Bei den olympischen Spielen in Peking ist VW mit 5.000 Fahrzeugen dabei, die der Konzern zur Verfügung stellt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:VW

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 13, 2008

VW erzielte bei Automobilen eine Kapitalrendite von 9,5 Prozent

VW erzielte bei Automobilen eine Kapitalrendite von 9,5 Prozent

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 22:42, 13. Mär. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Wolfsburg (Deutschland), 13.03.2008 – Der Vorstandsvorsitzende von VW, Martin Winterkorn, konnte auf der Bilanzpressekonferenz des Konzerns am Donnerstag auf eine positive Geschäftsentwicklung in allen Sparten verweisen. Ehrgeizige Pläne gibt es auch für die Zukunft. Bis 2011 will der Konzern acht Millionen Fahrzeuge verkaufen. Um dieses Ziel zu erreichen, soll die Produktivität jährlich um zehn Prozent gesteigert werden. Außerdem will sich der Autobauer mit einer stark erweiterten Produktpalette noch besser positionieren. 20 neue Modelle will VW auf dem Markt anbieten, neben den Neuentwicklungen in Kernbereichen vor allem im Bereich der SUVs, Vans und Pickups.

Der Konzern erwirtschaftete nach Steuern einen Gewinn von 4,1 Milliarden Euro nach 2,8 Milliarden Euro im Jahr 2006. Darin sind allerdings höhere Beteiligungsergebnisse sowie Gewinne aus gestiegenen Zins- und Wertpapiererträgen enthalten. Der Konzernbereich Automobile entwickelte sich sehr positiv mit einer Kapitalrendite von 9,5 Prozent nach 2,1 Prozent im Vorjahr. Nicht ohne Stolz konnte Finanzvorstand Pötsch darauf verweisen, dass „alle Marken sowie der Finanzdienstleistungsbereich […] ihr Operatives Ergebnis verbessern“ konnten. Den höchsten Gewinn konnte der Automobilbauer mit der Marke Audi erzielen, die 2,7 Milliarden Euro in die Kassen des Konzerns spülte. Die Marke Volkswagen PKW erzielte einen Gewinn von 1,9 Milliarden Euro. Bei der Marke Seat, die im letzten Jahr noch mit einem Verlust von 159 Millionen Euro zu Buche schlug, werden in diesem Jahr schwarze Zahlen geschrieben, immerhin acht Millionen Euro Gewinn. Auch die Nobelmarken Bentley (155 Millionen Euro Gewinn) und Lamborghini (nach VW-Angaben rund eine Milliarde Euro) trugen zum positiven Gesamtergebnis bei.

Für die Zukunft sieht sich VW durch die Verbindung mit Porsche ebenfalls gut aufgestellt. Winterkorn: „Wir freuen uns auf die bald noch engere Zusammenarbeit.“ Der VW-Chef sieht sogar durch diese Zusammenarbeit „eine völlig neue Ära“ anbrechen. Porsche hält nach dem Fall des VW-Gesetzes 30 Prozent an der Volkswagen AG, plant jedoch eine weitere Aufstockung seiner Anteile auf 50 Prozent.

Umgekehrt besitzt die Volkswagen AG profitable Geschäftsanteile bei den Nutzfahrzeugherstellern MAN und Scania. Auch in der eigenen Nutzfahrzeugsparte konnte VW seine Gewinnmarge nahezu verdoppeln, der Konzern verdiente am Verkauf dieser Fahrzeuge 305 Millionen Euro.

Nach Aussagen des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) trug die positive Gesamtentwicklung in der exportorientierten deutschen Automobilindustrie im Jahr 2007 wesentlich zum Wirtschaftsaufschwung in Deutschland bei. Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes, beziffert die Anzahl der Arbeitsplätze, die durch den Wachstumskurs der Automobilindustrie in Deutschland geschaffen wurden auf 8.000. Sowohl im Inland als auch im Ausland konnten nach seinen Worten Rekordwerte bei den Verkaufszahlen erzielt werden. Rekordzuwachsraten konnten dabei nicht nur in Großbritannien (48 Prozent) und in Frankreich (28 Prozent) erzielt werden, sondern auch in Russland, wohin mehr als doppelt so viele Kraftfahrzeuge exportiert werden konnten als im Vorjahr. Ein weiterer Wachstumsmarkt sei auch China, wo der Absatz um über ein Drittel gesteigert werden konnte. Auf dem US-Markt konnten die deutschen Marken entgegen dem Landestrend um vier Prozent zulegen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 9, 2007

Im VW-Werk Emden sollen bald auch Audi-Modelle vom Band rollen

Im VW-Werk Emden sollen bald auch Audi-Modelle vom Band rollen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 18:26, 9. Apr. 2007 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Lage Emdens

Emden (Deutschland), 09.04.2007 – Wie aus Unternehmenskreisen verlautete, will die Volkswagen AG ihr Werk im ostfriesischen Emden so umrüsten, dass dort bald auch Wagen der Modellreihe Audi vom Band laufen können. Das berichtete die „Automobilwoche“ in ihrer Onlineausgabe vom 7. April.

Zurzeit wird im Emder Werk von VW der Passat (als Limousine und als Variant) gebaut, der einen Quermotor besitzt und demnächst auch der Passat-Coupé (CC). Um dort auch Limousinen mit Längsmotoren zu bauen, wie sie Audi verwendet, ist eine Umstellung in den Produktionsabläufen des Werkes notwendig. Hier soll eine so genannte Flexi-Linie eingerichtet werden, die den Bau unterschiedlicher Modelle des Konzerns ermöglichen soll. Zunächst ist laut Automobilwoche an den Bau des Audi A4 in Emden gedacht.

Die Entscheidung steht offenbar in Zusammenhang mit einer Flexibilisierungstrategie unter dem neuen VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn. Vor kurzem war erst die Entscheidung gefallen, im belgischen VW-Standort Brüssel den Audi-Kleinwagen A1 zu bauen. „Wir wollen unsere Produktionssysteme enger verzahnen“, hatte VW-Chef Winterkorn in einem Interview erklärt. Durch die Umrüstung in Emden soll offenbar das Audi-Stammwerk in Ingolstadt entlastet werden, das anscheinend die Kapazitätsgrenze erreicht hat.

Nach Unternehmensangaben sind am Standort Emden rund 8.100 Arbeitsplätze vorhanden. Das VW-Werk gilt als größter Arbeitgeber der Region.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 4, 2006

Rupert Stadler wird Nachfolger von Martin Winterkorn bei Audi

Rupert Stadler wird Nachfolger von Martin Winterkorn bei Audi

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 00:55, 4. Dez. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Ingolstadt (Deutschland), 04.12.2006 – Wie die FAZ gestern in ihrer Onlineausgabe unter Berufung auf Konzerninsider berichtet, soll der bisherige Finanzvorstand Rupert Stadler in der kommenden Woche zum neuen Audi-Chef avancieren. Er übernimmt damit den Chefsessel von Martin Winterkorn, der nach dem Rücktritt von Bernd Pischetsrieder den Vorstandsvorsitz des Mutterkonzerns Volkswagen AG übernehmen soll. Erneut gilt Ferdinand Piëch als im Hintergrund wirkender Entscheidungsträger bei den Personalfragen im VW-Konzern. Piëch ist Aufsichtsratsvorsitzender bei VW und außerdem der Firma Porsche eng verbunden.

Bernd Pischetsrieder führt formell bis zum Jahresende die Geschäfte beim VW-Konzern, faktisch ist jedoch bereits Martin Winterkorn federführend bei VW, wie aus der Tatsache deutlich wird, dass er bereits bei den Verhandlungen mit dem belgischen Ministerpräsidenten Guy Verhofstadt über die Zukunft des VW-Werks in Brüssel für den VW-Konzern am Verhandlungstisch saß.

Wie die FAZ berichtet, wird Winterkorn bei seinem offiziellen Einzug in der Wolfsburger VW-Zentrale zum Jahreswechsel einen ganzen Mitarbeiterstab von Audi mitbringen. Ungewiss ist noch die Zukunft des bisherigen VW-Markenchefs Wolfgang Bernhard. Gerüchte über einen bevorstehenden Weggang Bernhards vom VW-Konzern machten in den Medien die Runde, denn vor der Ernennung Winterkorns galt er als möglicher Nachfolger Pischetsrieders im Vorstandsvorsitz. Bernhard selbst dementierte diese Gerüchte am Rande der L.A. Autoshow in dem US-Auto-Onlinemagazin „TheCarConnection.com“: „Ich habe keinen Grund, über meine Position zu spekulieren.“

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 17, 2006

Martin Winterkorn zum neuen VW-Chef gekürt

Martin Winterkorn zum neuen VW-Chef gekürt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 22:46, 17. Nov. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Wolfsburg (Deutschland), 17.11.2006 – Erwartungsgemäß hat der Aufsichtsrat des Automobilherstellers Volkswagen aus Wolfsburg heute den jetzigen Audi-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn zum Nachfolger des noch amtierenden VW-Konzernchefs Bernd Pischetsrieder bestimmt, dessen Ausscheiden zum Jahresende am 7. November bekannt gegeben worden war. Wie es hieß, soll Pischetsrieder jedoch weiterhin „Aufgaben im Interesse des Konzerns wahrnehmen“. Pischetsrieder ist im Gespräch als Aufsichtsratschef eines möglichen neuen Zusammenschlusses der Nutzfahrzeughersteller MAN und Scania.

Die Nachfolgefrage im Vorstand von Audi ist noch nicht geklärt.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 8, 2006

Bernd Pischetsrieder räumte den VW-Chefsessel

Bernd Pischetsrieder räumte den VW-Chefsessel

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 22:13, 8. Nov. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Wolfsburg (Deutschland), 08.11.2006 – „Das Präsidium des Aufsichtsrats der Volkswagen AG und der Vorsitzende des Vorstands, Herr Dr. Bernd Pischetsrieder, haben sich einvernehmlich über sein Ausscheiden zum 31.12.2006 verständigt.“ Diese kurze Mitteilung veröffentlichte der VW-Konzern gestern Abend über das Ausscheiden seines Vorstandsvorsitzenden. Nachfolger soll der jetzige Vorstandschef von Audi, Martin Winterkorn, werden. Weitere Erklärungen gab die Konzernspitze zu dem Vorgang nicht ab. Auch der größte Anteilseigner von VW, der Sportwagenhersteller Porsche AG, wollte keinen Kommentar abgeben. In den Medien wird jedoch über die Hintergründe der Personalentscheidung spekuliert.

Die einstimmige Entscheidung des Aufsichtsrates, sich zum Jahresende von dem Vorstandschef zu trennen, kam für Insider zwar nicht völlig überraschend. Bereits im Februar 2006 hatte sich Audi-Chef Winterkorn nach einem Bericht der Welt am Sonntag als Nachfolger von Pischetsrieder ins Gespräch gebracht. Die Information war damals aus dem Aufsichtsrat durchgesickert. Trotzdem war der Abgang Pischetsrieders von den meisten Experten zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erwartet worden.

Offenbar hatte Pischetsrieder jeden Rückhalt im Aufsichtsrat des Konzerns verloren. In dem aus sechs Personen bestehenden Präsidium des Aufsichtsrates, dem unter anderem der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff sowie der ehemalige Vorstandschef Ferdinand Piëch als Vorsitzender angehören, war seit dem Frühjahr an dem Stuhl Pischetsrieders gesägt worden. Der niedersächsische Ministerpräsident galt dabei als stärkster Befürworter des jetzt ausgeschiedenen Vorstandsvorsitzenden. Die Ablösung Pischetsrieders betrieb nach Presseberichten hauptsächlich der Aufsichtsratsvorsitzende Piëch. Als Hauptmotiv für den Wechsel an der Spitze des Automobilkonzerns gilt die zögerliche Umsetzung der Sanierungspläne des Konzerns durch Pischetsrieder. In einem Interview mit dem „Wall Street Journal“, das Anfang März erschien, hatte Piëch die Frage nach der Zukunft des Vorstandsvorsitzenden Pischetsrieder als „offene Frage“ bezeichnet. Mit dieser Äußerung hatte Piëch selbst erhebliche Kritik an seiner Person ausgelöst. Die Kritik galt dabei auch der Machtfülle Piëchs, dessen Familie selbst alle stimmberechtigten Aktien von Porsche besitzt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:VW

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.