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February 10, 2006

Staatsakt und Trauergottesdienst für Johannes Rau in Berlin

Staatsakt und Trauergottesdienst für Johannes Rau in Berlin

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Artikelstatus: Fertig 11:13, 10. Feb. 2006 (CET)
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Johannes Rau 2003

Berlin (Deutschland), 10.02.2006 – Am Dienstag fand im Berliner Dom für den ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau (SPD) ein Trauergottesdienst statt. Rau war am 27. Januar gestorben. In ganz Deutschland war Trauerbeflaggung angeordnet worden.

Im Berliner Dom hatten sich 1.500 Trauergäste eingefunden. Neben seiner Frau und den drei Kindern kamen aus den EU-Ländern viele Staatspräsidenten, auch das europäische Ausland erwies Rau die letzte Ehre. Viele ehemalige politische Begleiter Raus nahmen teil, unter Anderem die beiden Altkanzler Gerhard Schröder und Helmut Schmidt.

Den Trauergottesdienst für Rau hielt der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Huber. Weitere Redner waren Bundespräsident Horst Köhler, der frühere SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel sowie der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer. Bundeskanzlerin Merkel war ebenso anwesend wie Mathias Platzeck.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand vor dem Dom ein Staatsakt statt. An dem Staatsakt nahmen höchste Repräsentanten der Bundesrepublik, des europäischen Auslands und der Europäischen Union teil. Die Beerdigung erfolgte nach dem Staatsakt in privater Runde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte statt.

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January 28, 2006

Tod von Johannes Rau: Trauer und Bestürzung in Deutschland und der Welt

Tod von Johannes Rau: Trauer und Bestürzung in Deutschland und der Welt

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Artikelstatus: Fertig 19:00, 28. Jan. 2006 (CET)
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Johannes Rau 2003

Berlin (Deutschland), 28.01.2006 – Der am Freitag gemeldete Tod von Deutschlands früherem Bundespräsidenten Johannes Rau hat in der ganzen Welt zu Trauer und Beileidsbekundungen geführt. In Deutschland haben Bürger die Möglichkeit, sich in verschiedene Kondolenzbücher einzutragen. Diese wurden unter Anderem in der Villa Hammerschmidt in Bonn und im NRW-Landtag in Düsseldorf ausgelegt. Der derzeitige Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel trugen sich am Samstag Vormittag mit als erste in das im Schloss Bellevue in Berlin ausgelegte Kondolenzbuch ein.

Aus aller Welt gingen Nachrufe und Trauernoten ein. Der französische Präsident Jacques Chirac erklärte, dass Rau positiven Einfluß auf die Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland gehabt habe. Rau habe „ein modernes, wiedervereintes Deutschland“ verkörpert. Im Namen der US-Regierung sprach Sean McCormack, Sprecher des US-Aussenministeriums: Er sagte, dass Rau ein Vorkämpfer für Menschenrechte gewesen sei und sich positv für die Versöhnung zwischen Ost und West eingesetzt habe. Er lobte ihn als wichtige Stimme des moralischen Gewissens Deutschlands. Der israelische Staatspräsident Mosche Katzav bezeichnete Rau als großen Freund des Staates Israel und des jüdischen Volkes, der viel zu den Beziehungen zwischen Deutschland und Israel beigetragen habe. Der Tod von Rau, über den er Beileid gegenüber seiner Familie wie dem Deutschen Volk ausdrückte, erfülle Katzav nach Angaben seiner Sprecherin mit Schmerz.

Auch der Schweizer Bundespräsident Moritz Leuenberger lobte die moralischen Werte Raus und würdigte seine Verdienste für Deutschland und Europa sowie seinen Einsatz für religiöse Werte. Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker drückte seine Trauer in einen Schreiben an Christina Rau, Witwe von Johannes Rau, aus. Er schrieb: „Wir alle werden Johannes Rau als einen großen Staatsmann und eine herausragende politische Persönlichkeit in Erinnerung behalten“. Weitere Kondolenzschreiben und Trauernoten gingen unter anderem aus Österreich und Polen ein.

In Deutschland beklagten Vertreter aller Parteien und Organisationen den Tod von Johannes Rau. Bundespräsident Köhler sagte im Schloss Bellevue: „Deutschland hat einen prägenden Politiker, einen großen Bundespräsidenten und einen Mann verloren, der die Welt menschlicher gemacht hat“. Er sei ihm ein Beispiel gewesen. Bundeskanzlerin Merkel sprach davon, dass Deutschland eine außergewöhnliche Persönlichkeit und ein leuchtendes Beispiel im Engagement für Menschenrechte und Demokratie verloren habe. SPD-Chef Matthias Platzeck sagte, die SPD habe einen unersetzlichen Freund verloren und Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder sprach von einem „Präsidenten des Volkes und der Herzen“.

Johannes Rau war am Freitag im Alter von 75 Jahren nach längerer Krankheit in seiner Berliner Wohnung verstorben. Aus gesundheitlichen Gründen hatte Rau bereits am 16. Januar 2006 nicht an den zu seinem 75. Geburtstag angesetzten Feierlichkeiten im Schloss Bellevue teilnehmen können. Auf dieser Feier sollte unter anderem Raus politisches Lebenswerk gewürdigt werden. Rau war 1952 mit dem Eintritt in die damalige Gesamtdeutsche Volkspartei (GVP) erstmals politisch aktiv geworden. Nach deren Auflösung 1957 trat er im Alter von 26 Jahren in die SPD ein und wurde bereits im nächsten Jahr Vorsitzender der Wuppertaler Jungsozialisten.

Weitere Meilensteine in Raus politischem Werdegang sind der Vorsitz der NRW-SPD-Fraktion (ab 1967) und die Zeit als Oberbürgermeister von Wuppertal (1969 bis 1978). Nach seiner Zeit als NRW-Minister für Wissenschaft und Forschung (ab 1970) wurde Rau 1977 SPD-Landeschef und 1978 Ministerpräsident. Auf beiden Positionen verblieb er etwa 20 Jahre. Bereits 1994 wurde Johannes Rau von der SPD als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten aufgestellt, er unterlag aber gegen Roman Herzog. Doch nachdem er 1999 erneut für diese Position nominiert wurde, wurde Rau im zweiten Wahlgang zum Bundespräsidenten gewählt und verblieb für eine Amtszeit (fünf Jahre) in dieser Position, um von Horst Köhler (CDU) abgelöst zu werden.

Kurz vor Ende seiner Amtszeit erregte Rau noch einmal auch international Aufsehen, da er in seiner sogenannten „Berliner Rede 2004“ sehr klare Worte gegen die persönliche Vorteilsnahme von Managern und die allgemeine schlechte Stimmung in Deutschland wählte. So sagte er, dass ihm kein anderes Land bekannt sei, „in dem so viele Verantwortliche und Funktionsträger mit so großer Lust so schlecht, so negativ über das eigene Land sprechen, wie das bei uns in Deutschland geschieht“. Er forderte, dass „Manager in erster Linie an das Unternehmen, seine Anteilseigner und Beschäftigten, denken und nicht an ihre eigenen Abfindungen oder Aktienoptionen“.

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Altbundespräsident Johannes Rau ist tot

Altbundespräsident Johannes Rau ist tot

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Artikelstatus: Fertig 11:46, 28. Jan. 2006 (CET)
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Johannes Rau 2003

Berlin (Deutschland), 28.01.2006 – Der ehemalige deutsche Bundespräsident Johannes Rau (SPD) ist wenige Tage nach seinem 75. Geburtstag gestorben.

Rau, wegen seiner Bibelfestigkeit auch „Bruder Johannes“ genannt, war 20 Jahre lang Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und von 1999 bis 2004 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. In seiner Amtszeit hielt er unter anderem eine Rede vor der israelischen Knesset. Für eine zweite Amtszeit stellte er sich nicht zur Wahl.

In den letzten Jahren musste sich der gebürtige Wuppertaler mehreren Operationen unterziehen. An den Feiern zu seinem eigenen 75. Geburtstag am 16. Januar konnte er schon nicht mehr teilnehmen. Er starb am Morgen des 27. Januars um 08.30 Uhr in seiner Berliner Wohnung im Kreis seiner Familie.

Die Bürger haben die Möglichkeit, sich in Kondolenzbücher einzutragen, welche noch bis Montag im Berliner Schloss Bellevue und in der Bonner Villa Hammerschmidt ausliegen.

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January 17, 2006

Die Geburtstagsfeier Johannes Raus fand ohne den Jubilar statt

Die Geburtstagsfeier Johannes Raus fand ohne den Jubilar statt

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Artikelstatus: Fertig 23:30, 17. Jan. 2006 (CET)
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Johannes Rau

Berlin (Deutschland), 17.01.2006 – Der Altbundespräsident und frühere nordrhein-westfälische Ministerpräsident Johannes Rau wurde gestern 75 Jahre alt. An seinem Geburtstagsempfang im neu renovierten Schloss Bellevue konnte der Jubilar nicht teilnehmen. Gastgeber war Bundespräsident Horst Köhler.

Der derzeitige Gesundsheitszustand Raus hatte eine Teilnahme unmöglich gemacht. Der Empfang fand trotzdem statt. Die drei Kinder des Altpräsidenten, Anna, Laura und Philipp Rau, hatten in Vertretung ihrer Eltern teilgenommen. Bundespräsident Horst Köhler erklärte den rund 150 Gästen: „Seine Tagesform lässt es nicht zu, heute mit uns zu feiern.“ Köhler hielt zu Ehren Raus eine Dankesrede, die aufgezeichnet wurde. Diese Aufzeichnung wird Rau in Kürze erhalten.

Unter den prominenten Gästen der Feier wurde unter anderem auch Altbundespräsident Walter Scheel gesichtet. Ein weiteres Geburtstagskind war ebenfalls anwesend: Franz Müntefering (SPD) – er wurde gestern 66 Jahre alt.

Nicht teilgenommen hatten an dem Empfang Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef Matthias Platzeck. Beide Politiker gratulierten Rau schriftlich.

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February 27, 2005

NRW-SPD fordert Investitionsanreize

NRW-SPD fordert Investitionsanreize – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

NRW-SPD fordert Investitionsanreize

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Düsseldorf (Deutschland), 27.02.2005 – Harald Schartau, Vorsitzender des SPD-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, hat an die Bundesregierung appelliert, mehr für die Stärkung des Wirtschaftswachstums zu tun. Dem „Tagesspiegel am Sonntag“ sagte Schartau: „Wir brauchen zusätzliche Anreize für mehr Investitionen“. Schartau forderte, „alle Möglichkeiten zu prüfen, um Investitionen von Unternehmen und Kommunen zu fördern und damit mehr Beschäftigung zu schaffen.“ Er sieht „riesige Investitionsbedarfe“ und glaubt, „wir müssen jetzt den Pfropfen aus dem Flaschenhals bekommen, damit diese Investitionen auch getätigt werden. “

Erst vergangenene Woche hatte die Bundesregierung ein angebliches Konjunkturprogramm in Milliardenhöhe dementiert. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen wird am 22. Mai ein neuer Landtag gewählt. Seit 1995 wird das Land von einer rot-grünen Koalition regiert, zunächst unter Ministerpräsident Johannes Rau, 1998 und 2002 unter Wolfgang Clement, jetzt unter Peer Steinbrück. Nach dem Fall der rot-grünen Mehrheit in Schleswig-Holstein ist Nordrhein-Westfalen das einzige Bundesland, in dem Rot-Grün über eine Mehrheit verfügt.

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