WikiNews de

February 7, 2009

Ein Schiff der Umweltschutzorganisation „Sea Shepherd“ mit japanischem Walfänger kollidiert

Ein Schiff der Umweltschutzorganisation „Sea Shepherd“ mit japanischem Walfänger kollidiert

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 13:02, 7. Feb. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Flagge der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd

Tōkyō (Japan) / Canberra (Australien), 07.02.2009 – Ein Schiff der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd Conservation Society kollidierte gestern in antarktischen Gewässern mit der „Yushin Maru No.2“, einem Walfangschiff aus Japan. Die Tierschützer wollten verhindern, dass die japanischen Walfänger einen toten Wal an Bord hieven. Ein anderes Schiff der Walfangflotte soll nach Angaben von Sea Shepherd versucht haben, den Umweltschützern den Weg abzuschneiden. Dabei seien die beiden Schiffe zusammengestoßen. Das japanische „Institut für Walforschung“ verurteilte das Vorgehen der Umweltschützer. Diese hätten den Zwischenfall absichtlich provoziert.

Seit Dezember versuchen die Aktivisten von Sea Shepherd mit ihrem Schiff „Steve Irwin“ die japanische Walfangflotte bei ihrer Jagd auf Wale zu stören. Mehrfach ist es dabei bereits zu Auseinandersetzungen mit den Walfängern gekommen. Das in Japan angesiedelte „Institut für Walforschung“ warf den Tierschützern vor, sie hätten den Zwischenfall absichtlich herbeigeführt. Japan will in diesem Jahr 935 Zwergwale und 50 Finnwale zu „wissenschaftlichen Zwecken“ fangen. Die Internationale Walfangkommission erlaubt den Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken. Tierschützer gehen jedoch davon aus, dass der japanische Walfang kommerzieller Natur ist und den Walfang zu so genannten wissenschaftlichen Zwecken nur als Vorwand benutzt. Das Verbot des kommerziellen Walfangs besteht seit 1986.

Ende Januar war bekannt geworden, dass die Bush-Regierung in den letzten Tagen ihrer Amtszeit eine Verschärfung des Walfangverbots in die Wege leiten wollte. Der Washington Post lagen Dokumente vor, wonach Japan die Fangquote in antarktischen Gewässern verringern wollte, im Gegenzug aber der kommerzielle Walfang in Japans Küstengewässern wieder erlaubt sein sollte. Ralf Sontag, Meeresbiologe der Lobbygruppe International Fund for Animal Welfare (IFAW, Internationaler Tierschutzfond), kommentierte die Pläne mit den Worten: „Das ist ein Skandal. Die internationale Gemeinschaft sollte Japan, Island und Norwegen auffordern, den Walfang zu beenden, anstatt fragwürdige Absprachen zu treffen, die den Walfang festschreiben und das Walfang-Moratorium faktisch aufheben. Diese Pläne helfen den Walen überhaupt nicht. Der einzige Profiteur davon ist Japan.“ Die Tierschutzorganisation hofft, dass die neue US-Regierung unter Barack Obama den Kurswechsel der US-Politik in der Frage des Walfangmoratoriums rückgängig macht.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Umwelt

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 2, 2007

Bescheidener Erfolg für Walschützer auf der Tagung der Internationalen Walfangkommission

Bescheidener Erfolg für Walschützer auf der Tagung der Internationalen Walfangkommission

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 19:40, 2. Jun. 2007 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Buckelwal

Anchorage (Vereinigte Staaten), 02.06.2007 – Das allährliche Ritual der Sitzungen der Internationalen Walfangkommission (IWC), die dieses Jahr in Anchorage/Alaska stattfand, endete in diesem Jahr mit einem Erfolg der Nationen, die sich für den Schutz der Wale stark machen. Es gelang die Verabschiedung einer Resolution, die den kommerziellen Walfang auch künftig verbietet. Für die Existenz der bedrohten Meeressäuger ändert sich damit praktisch nicht so viel. Resolutionen dieser Art schützen ihr bedrohtes Leben nicht besser als bisher. Das seit 1986 gültige Verbot des kommerziellen Walfangs hinderte die größte Walfangnation, Japan, nicht daran, jedes Jahr rund tausend Wale zu erlegen – für „wissenschaftliche Zwecke“. Diese Begründung bezieht sich auf eine Formulierung des Walschutzabkommens, das von den Walfang betreibenden Nationen genutzt wird, um den kommerziellen Walfang unter diesem Deckmantel fortzuführen. Japan beruft sich bei seiner Argumentation für eine Wiederbelebung des Walfangs auch auf seine kulturelle Tradition. In Japan werde der Walfang seit dem 17. Jahrhundert betrieben und sei daher das Recht der japanischen Küstenbevölkerung.

Dass die Resolutionen der IWC den Walfangländern dennoch ungelegen kommen, zeigt die Drohung Japans, aus der Organisation auszutreten, weil diese kein Konzept für einen „nachhaltigen Walfang“ entwickeln wolle, sondern sich einseitig dem Schutz der Wale verschrieben habe. Konkrete Wirkung zeigt nämlich der ebenfalls gefasste Beschluss, den Verkauf von Walprodukten weiterhin zu untersagen. Damit wurde ein wichtiges Signal für die Konferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens am kommenden Wochenende in Den Haag gesetzt, wo Japan die Aufhebung des Handelsverbots für Walfleisch durchsetzen will. Die gefassten Resolutionen gegen den kommerziellen Walfang beruhten auch auf gegenüber dem Vorjahr veränderten Mehrheitsverhältnissen im IWC. (Wikinews berichtete.) Der IWC hat einige neue Mitglieder – Zypern, Griechenland, Slowenien und Kroatien –, die auf der Seite der Walschützer stehen.

Trotzdem scheiterten wichtige Anliegen der Walschützer. So scheiterte ein Antrag auf Einrichtung eines Schutzgebiets im Südatlantik an der dafür erforderlichen Dreiviertelmehrheit.

Während sich Vertreter der Bundesregierung zufrieden zeigten, so Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU), der die Beibehaltung des Walfangmoratoriums als Erfolg bewertete, äußerten sich Walschützer kritisch. Für einen besseren Schutz der Wale sieht der Internationale Tierschutz-Fond keine Fortschritte. Der WWF spricht von einem „aktuellen dramatischen Ausmaß der Bedrohung für Wale, Delfine und Tümmler“. Dieser Situation werde der IWC in keiner Weise gerecht. Ein WWF-Artenschutzexperte, Volker Homes, sagte: „Die Regierungen müssen endlich ihre Effekthascherei beenden und sich ernsthaft damit beschäftigen, eine Organisation zu schaffen, die in der Lage ist, die wirklichen Probleme dieser Spezies anzugehen.“

Während die Konferenz so oder so bewertete Resolutionen verfasste, gingen in den Weltmeeren insgesamt 3288 Wale und Delfine als Beifang in den Netzen von Fischtrawlern zugrunde. Japan kündigte an, allein in diesem Sommer 50 der als bedroht geltenden Walart der Buckelwale zu töten, für „wissenschaftliche Zwecke“ versteht sich.

Themenverwandte Artikel

  • Walfang-Kommission: Walfang-Befürworter erzielen ersten Teilerfolg (20.06.2007)
  • Walfang-Kommission tagt: Freie Bahn für den Walfang? (16.06.2006)
  • Portal:Tiere

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 28, 2005

Nauru verteidigt Pro-Walfang-Votum

Nauru verteidigt Pro-Walfang-Votum – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Nauru verteidigt Pro-Walfang-Votum

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 28. Jun. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Archivbild: Wal

New York City (Vereinigte Staaten) / Yaren (Nauru), 28.06.2005 – Die nauruische Regierung hat ihr Votum für die kommerzielle Walfängerei durch den Parlamentarier Marcus Stephen auf der IWC-Jahreskonferenz verteidigt. UN-Botschafterin Marlene Moses sagte, die heftige Kritik seitens Australiens an Nauru untergrabe die Souveränität des pazifischen Inselstaates. Moses begründete das nauruische Votum damit, dass Nauru seine Thunfischvorkommen, welche durch Wale bedroht seien, schützen wollte. Die nauruische Wirtschaft und auch die Bevölkerung ist heute größtenteils von der Fischerei abhängig. Gemäß Moses sei die Angelegenheit in der Regierung sorgfältig und verantwortungsvoll behandelt worden, um den besten Ausgang für die eigene Bevölkerung zu sichern.

Nauru hat sehr schlechte ökonomische Zukunftsperspektiven. Es war in der Vergangenheit eines der Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen, als man die Düngemittelreserven (Phosphate) der Insel ausbeutete. Diese sind jedoch nunmehr komplett verbraucht.

Themenverwandte Artikel

  • Walfang-Kommission tagt: Freie Bahn für den Walfang? (16.06.2006)

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.