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February 25, 2012

Deutschland: Geheimdienste überwachten deutlich mehr E-Mailverkehr

Deutschland: Geheimdienste überwachten deutlich mehr E-Mailverkehr

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Veröffentlicht: 17:16, 25. Feb. 2012 (CET)
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Berlin (Deutschland), 25.02.2012 – 37.292.862 ist eine gigantische Zahl. Exakt so viele E-Mails und Datenverbindungen wurden durch die Geheimdienste im Jahr 2010 in Deutschland kontrolliert. Das meldete die Bildzeitung unter Berufung auf zwei neue Berichte des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages (PKG).

Die Schlapphüte interessierten sich dabei für Nachrichten, in denen verdächtige Schlagwörter vorkamen. 2.000 Schlagwörter soll es zum Thema Terrorismus und 300 zur illegalen Schleusung gegeben haben; weitere 13.000 zum Thema Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen und ihren Trägersystemen oder Baupläne. In 0,0006 Prozent der Fälle (213 mal) stießen die Dienste auf brauchbare Hinweise. Im Jahr 2009 waren 6,8 Millionen Internet- und sonstige Kommunikationen überwacht worden. Hintergründe der massiven Steigerung sowie Zahlen aus 2011 wurden bisher nicht bekannt.

E-Mailpostfach

Die Geheimdienste in Deutschland sind das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), der Bundesnachrichtendienst (BND) und der Militärische Abschirmdienst (MAD).

Das Auskunftsrecht der Polizei und der Geheimdienste gegenüber den Betreibern von Telekommunikationsdiensten soll nun nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 24.02.2012 beschränkt werden. Die Rechtsgrundlagen für die Erhebung solcher Daten sind im Telekommunikationsgesetz enthalten und ermöglichen es den Ermittlern, an Passwörter und PIN-Codes von Handys oder E-Mailpostfächern zu kommen. Auch Auskünfte über den Nutzer einer IP Adresse oder den Anschlussinhaber eines Telefonanschlusses können so erhoben werden. Die Regelungen im Telekommunikationsgesetz zur Speicherung und Herausgabe von Nutzerdaten wurden durch das Urteil zum Teil als Verstoß gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung gesehen. Der erste Senat des Bundesverfassungsgerichts setzte dem Gesetzgeber eine Frist bis zum 30. Juni 2013, um eine neue Regelung zu schaffen. Bis dahin gelten die Bestimmungen mit Einschränkungen weiter.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Bundesverfassungsgericht
  • Portal:Verfassungsschutz

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June 29, 2011

Computervirus: Warnung vor McDonald’s E-Mail-Einladung zum Frühstück

Computervirus: Warnung vor McDonald’s E-Mail-Einladung zum Frühstück

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Veröffentlicht: 06:31, 29. Jun. 2011 (CEST)
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Deutschland, 29.06.2011 – Seit kurzer Zeit wurden im Internet gefälschte E-Mails festgestellt. Als Absender ist die Adresse information@mcdonalds.com angegeben. Wird der Anhang der Mail geöffnet, fängt man sich einen Computervirus ein.

In der E-Mail wird der Empfänger aufgefordert den Anhang mit der Bezeichnung „Invitation-Card“ zu öffnen. Damit erhält ein Computervirus Zugang zum Rechner. Die aktuellen Virenscanner sind derzeit noch nicht in der Lage den Schädling abzuwehren. Welche Schäden der Virus anrichtet, ist noch nicht bekannt.

Die Firma McDonald’s Deutschland Inc. hat eine Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.

Themenverwandte Artikel

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March 3, 2010

CeBIT: Deutsche Post stellt eigenes Konzept für sichere E-Mail vor

CeBIT: Deutsche Post stellt eigenes Konzept für sichere E-Mail vor

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Veröffentlicht: 23:36, 3. Mär. 2010 (CET)
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Hannover (Deutschland), 03.03.2010 – Die Deutsche Post nutzt die Computermesse CeBIT, die zurzeit in Hannover stattfindet, um ihr neues Konzept für die sichere E-Mail-Kommunikation vorzustellen. Danach soll die E-Mail einen höheren Grad an Rechtsverbindlichkeit bekommen. Dem dient vor allem eine elektronische Identifizierung von Absender und Empfänger durch einen Personalausweis-Scanner, der am absendenden Computer erfolgen soll.

Das Konzept ist eigentlich nicht neu, sondern wurde bereits von der Bundesregierung im Rahmen des Projekts DE-Mail favorisiert. DE-Mail läuft bereits seit einem halben Jahr als Pilotprojekt in der Bodenseestadt Friedrichshafen. Auf der CeBIT wurde eine positive Bilanz des Tests gezogen. Neben Privatpersonen interessieren sich vor allem Behörden und Unternehmen für die neue Form der sicheren elektronischen Kommunikation, da auf dieser Weise erhebliche Einspareffekte durch den Verzicht auf die Papierpost erwartet werden.

DE-Mail verspricht darüberhinaus auch einen erhöhten Sicherheitsstand bei der Übermittlung der versandten Inhalte. Diese seien nicht mehr ohne Weiteres, wie bei der herkömmlichen E-Mail-Kommunikation, für jedermann lesbar. Weitere Sicherheit entsteht durch ein formelles Akkreditierungsverfahren. Anbieter von DE-Mail müssen sich beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) akkreditieren. Hinzu kommen Verschlüsselungs- und Archivierungsverfahren.

Die Deutsche Post erwartet durch die Einführung der sicheren DE-Mail drastische Einbrüche bei der normalen Papierpost. Im Jahr 2009 verlor die Post im Bereich der Papierpost fünf Prozent des Umsatzes. Daher will sie ihr Geschäftsmodell jetzt selbst an die neuen Bedingungen anpassen. Ursprünglich arbeitete die Deutsche Post in einem Konsortium gemeinsam mit anderen Interessenten an einem DE-Mail-Konzept. Dazu gehörten ursprünglich das deutsche Bundesinnenministerium, die Telekom und weitere Unternehmen. Im März 2009 beendete die Deutsche Post jedoch diese Zusammenarbeit. Sie suchte sich neue Partner. Dazu gehören jetzt der ADAC, LOTTO Hessen, die BIG Direktkrankenversicherung, die DekaBank, die Zurich Versicherung und das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe.

Die Post erwartet von ihrem Angebot im Bereich der sicheren DE-Mail Umsätze im dreistelligen Millionenbereich. Marktstart ist der Sommer 2010.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Deutsche Post

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February 14, 2010

Botnetze versenden weltweit Spam-Mails: 95 Prozent aller E-Mails sind Spam

Botnetze versenden weltweit Spam-Mails: 95 Prozent aller E-Mails sind Spam

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Veröffentlicht: 15:57, 14. Feb. 2010 (CET)
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Berlin (Deutschland), 14.02.2010 – Wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) mitteilte, sind 95 Prozent aller weltweit versandten E-Mails unerwünscht (Spam). Dies geht aus einer Umfrage der Europäischen Agentur für Internetsicherheit (Enisa) hervor.

92 E-Mail-Anbieter aus 30 Ländern wurden gebeten, zu dem Problem der Spam-Mails Auskunft zu geben. Die E-Mail-Provider filtern bereits vor der Zustellung der Mails an die jeweiligen Adressaten 80 von 100 verschickten Mails als reine Werbemails heraus. Von den ankommenden 20 Prozent Mails sind immer noch 15 unerwünscht. Die Mehrzahl der Versender solcher Spam-Mails sind durch schärfere Gesetze kaum zu treffen, wie Bitkom-Präsidiumsmitglied Dieter Kempf betont. Die Spam-Mailer sitzen meist im Ausland und vertreiben ihre Spam-Mails über automatisierte Botnetze. Darunter versteht man so genannte ferngesteuerte Roboter-Netzwerke, die zahllose Rechner im Internet für ihre Zwecke missbrauchen. Die Anwender, denen dieser Computer gehören, merken meist nichts davon.

Jeder dritte E-Mail-Provider gibt laut Enisa-Studie jährlich rund eine Million Euro für die Ausfilterung von Spam-Mails aus. Mit Hilfe so genannter Schwarzer Listen von Spam-Versendern wird versucht, die Spam-Mails auszufiltern. Hinzu kommen Virus- und Spamfilter, die die Mails nach weiteren Kriterien durchsuchen. Ein Teil der Verantwortung liegt laut Kempf auch beim Anwender, der über die Sicherheitseinstellungen seines E-Mail-Programms die Arbeitsweise der Spamfilter kontrolliert.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Computer

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January 10, 2007

Vorsicht vor gefälschten 1&1-Rechnungen

Vorsicht vor gefälschten 1&1-Rechnungen

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Artikelstatus: Fertig 02:15, 10. Jan. 2007 (CET)
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Montabaur (Deutschland), 10.01.2007 – Die Sicherheitsinitiative naiin („no abuse in internet“) warnt vor dem Trojanischen Pferd Backdoor.Win32.agent.abf. Nach Angaben von F-Secure handelt es sich jedoch um Haxdoor.LQ. Seit vergangenen Samstagabend werden millionenfach falsche Rechnungen des Internetdienstanbieters 1&1 als E-Mail verschickt, die als Dateianhang diesen Computerschädling enthalten, der zum Ausspionieren und Steuern fremder Computer benutzt wird.

Besonders perfide ist – ähnlich wie beim Phishing von Bankdaten – die Vorspiegelung einer seriösen und wichtigen Nachricht von einem bekannten Unternehmen. Dies dürfte vor allem zur Schädigung von 1&1-Kunden, gleich welcher Art, führen. Fachleute empfehlen die umgehende Löschung dieser E-Mail. Der Anhang sollte auf keinen Fall geöffnet werden.

Der Inhalt der gefährlichen E-Mail lautet wie folgt:

„Anbei erhalten Sie Ihre Rechnung vom 29.12.2006. Die Gesamtsumme für Ihre Rechnung im Monat Dezember beträgt 59,99 Euro. Gemäß der erteilten Einzugsermächtigung werden wir den Betrag in den nächsten Tagen von Ihrem Konto einziehen. Ihre Rechnung finden Sie als Anhang im PDF-EXE-Format…“

Haxdoor.LQ gilt als gefährlich. Zur Entfernung des Computerschädlings wird der Einsatz eines Antivirenprogramms empfohlen.

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November 23, 2005

Sober als BKA-E-Mail getarnt im Netz unterwegs

Sober als BKA-E-Mail getarnt im Netz unterwegs

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Wiesbaden (Deutschland), 23.11.2005 – Am Montag teilte das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden mit, dass sich seit kurzem eine E-Mail mit BKA-Absender und einem Virus im Anhang im Internet verbreitet.

Die E-Mail hat den Betreff „Sie besitzen Raubkopien“. Daraufhin werde in der E-Mail gesagt, dass der Inhalt des Rechners als Beweismittel sichergestellt und gegen den Empfänger der Mail ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sei.

Das BKA warnt davor, den Mailanhang zu öffnen, da dadurch die E-Mail an alle E-Mail-Adressen im Adressbuch weitergesandt wird. Der Mailanhang sollte sofort und ungeöffnet gelöscht werden. Danach sollten die Betroffenen einen Virenscanner über ihren Rechner laufen lassen. Der Virus gehört wahrscheinlich zur Sober-Familie.

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September 17, 2005

Union betreibt Wahlwerbung per E-Mail

Union betreibt Wahlwerbung per E-Mail – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Union betreibt Wahlwerbung per E-Mail

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Artikelstatus: Fertig 17:27, 20. Sep. 2005 (CEST)
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Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Berlin (Deutschland), 17.09.2005 – Vier Millionen E-Mails mit Wahlwerbung für die CDU sind in den vergangenen Tagen gesendet worden. Das berichtet die Netzeitung.

Der in Großbritannien ansässige Anbieter „AIDA Media Limited“ hat etwa vier Millionen E-Mail-Adressen angeschrieben. Steffen Fiedler, ein Vertreter des Unternehmens, gab an, je zwei Millionen E-Mails seien geschickt worden, eine am vergangenen und eine weitere am gestrigen Freitag. Alle Empfänger hätten per „Double Opt In“ Verfahren ihre Adressen eingetragen und dabei angegeben, an Politik interessiert zu sein. Auch die SPD sei an sie herangetreten, habe aber einen Rückzieher gemacht.

Die CSU hat nach eigenen Angaben 300.000 E-Mails verschickt. Nach der Ankündigung am Dienstag, den 13. September, wurde die Kommentarfunktion des Partei-Blogs „blog4berlin.de“ abgeschaltet, nachdem sich über 100 Besucher kritisch zu der Aktion geäußert hatten. Viele Nutzer drohten auch mit rechtlichen Schritten, sollten sie „Spam“ von der CSU erhalten – nach Entscheidungen des Landgerichts Rostock und des Oberlandesgerichts München ist unverlangte Wahlwerbung per E-Mail unzulässig.

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  • Portal:Deutsche Bundestagswahl 2005

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June 23, 2005

Italien: Austici und Inventati ein Jahr lang unbemerkt von Polizei überwacht

Italien: Austici und Inventati ein Jahr lang unbemerkt von Polizei überwacht

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Arezzo (Italien), 23.06.2005 – In einer Blitzaktion gegen den „Autistici-Server“ beschlagnahmt ein Team der „Polizia Postale“ (Polizei für die Post- und Telekommunikationsdienste in Italien) die Post des Vereins „Autistici“. Tausende Emails standen dabei unter Überwachung – von den Anarchisten bis zu den G8-Anwälten.

Am 15. Juni 2004 durchsuchte die Polizei die Räumlichkeiten des Providers Aruba in Soci, Provinz Arezzo (Toskana). Sie klopfen bei dem Unternehmen an und verlangen Zugang zu einem Computer des Vereins Investici, Domaininhaber von autistici.org und inventati.org. Das Projekt umfasst 500 Webseiten, 600 Mailinglisten mit 30.000 Mitgliedern und 5.000 Mailboxen.

Investici – ein Verein zum Schutz der Privatsphäre

Bei Investici handelt sich um einen Verein ohne finanzielle Interessen, der sich im Bereich des digitalen Wissens und des Schutzes der Privatsphäre engagiert. Im Unterschied zu kommerziellen Providern, wo die Kommunikation unverschlüsselt stattfindet und die Daten der Nutzer daher öffentlich sind, bietet Investici durch SSL verschlüsselte Kommunikation an. Deswegen wurden die beiden Adressen die zentrale Anlaufstelle für Aktivisten und Anwälte, Journalisten und Universitätsgruppen, humanitäre Initiativen und Gewerkschafter.

Die Polizia Postale besuchte Aruba schon einmal im Juni 2004, wegen einer Mailbox des anarchistischen Kollektivs Crocenera. Aruba stimmte auch hier stillschweigend zu. Sie stellte die Maschine ab und gestattete der Polizei die Anfertigung einer Kopie des Inhalts. Im vorauseilenden Gehorsam belog Aruba die Kunden: Nachdem sich Investici beklagte, weil der Server nicht funktionierte, antwortete Aruba, dass es sich um ein Problem mit dem “Stromanschluss” handele. Fast ein Jahr lang ist alles still. Im Mai 2005 werden sieben Personen, die Crocenera nahe stehen, zwischen Rom und Bologna festgenommen. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt die Mailbox und die Website, die bei ecn.org untergebracht sind, weil sie angeblich Materialien enthalten, die für gewaltsame Subversion gut sein sollen. “Es war aber gar nichts derartiges vorhanden, sondern nur theoretische Texte zum Thema Haft” erklärt der Anwalt von ecn.org Gilberto Pagani, der bereits Antrag auf Rückgängigmachung der Beschlagnahme bei Gericht eingereicht hat. Das Gericht hat derweil die Verhaftungen annulliert, weil sie “unbegründet” waren. Mit der Beschwerde von ecn waren daraufhin die Ermittlungsakten zugänglich, ungefähr fünfzig Seiten, welche die Phasen der Ermittlungen beschreiben.

Erst dann erfährt der Verein Investici, dass er seit einem Jahr vor der Polizia Postale völlig transparent war, die durch die Anfertigung von Kopien des Servers Daten angesammelt hat, die potenziell die Grundlage für eine Massenkartei liefern können „Sie haben die Sicherheitszertifikate entnommen und das Ssl-Protokoll nutzlos gemacht. Aber der gesamte Traffic ist zum Risiko geworden“, erklären Investici. „Wir können nicht wissen, welche Daten mitgenommen wurden und auch nicht, was sie damit gemacht haben“. Jede Kommunikation über Autistici und Inventati könnte überwacht worden sein. Pagani meint, dass es sich „auf den ersten Blick um eine Art Patriot Act auf italienische Art handelt, jedoch ohne jede rechtliche Grundlage“, weil die Polizei eine Befugnis hatte, die Kommunikation von Crocenera zu überwachen, nicht aber auf den Server einzuwirken.

Investici vermutet in dem Vorgang das faktische Ende der digitalen Privacy in Italien. Der Verein protestiert gegen die von Aruba unterlassene Benachrichtigung: „die Anwesenheit von unseren Anwälten hätte die Verletzung der Privatsphäre von Tausenden von Nutzern verhindert“. Die Grünen Bulgarelli und Cento haben eine an den Telekommunikationsminister gerichtete parlamentarische Anfrage über das Verhalten des toskanischen Providers eingereicht, “das die Interessen von Investici und das Recht auf Privatsphäre auf schwerwiegende Weise verletzt hat”. Der Verein wird Rechtsmittel einlegen, er bereitet zudem eine Beschwerde für den Datenschutzbeauftragten vor und den Umzug zu einer sauberen Maschine. Außerdem arbeitet er “seit einem Jahr an einem Umgestaltungsprojekt, um unsere Dienste gegen die Angriffe widerstandsfähiger zu machen. Die Lehre ist aber endgültig: “Es gibt keine politische Struktur und kein technologisches Instrument, das in der Lage ist, die Privatsphäre zu sichern, die einzige Lösung ist starke Verschlüsselung, etwa mit GPG”.

Die Operation der Polizia Postale trifft auch das „Genoa Legal Forum“: die Mailboxen und die Koordinationslisten der Anwälte und der technischen Sachverständigen in den Verfahren wegen dem G8 in Genua sind bei inventati.org untergebracht. Supportolegale weist darauf hin, dass “die Verteidigungsstrategie des GLF nach der Beschlagnahme der Laptops von zwei Sachverständigen im vergangenen März zum zweiten Mal für die Staatsanwaltschaften verfügbar gemacht wurde: noch nicht vor Gericht verwendete Dokumente, Analysen und Beweisstücke. Geheimhaltungspflicht in schwebenden Verfahren und der Rechte der Verteidigung in allen Ehren”.

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May 5, 2005

Bestätigungs-E-Mail von Ticketbestellungen für WM 2006 ist getarnter Computerwurm

Bestätigungs-E-Mail von Ticketbestellungen für WM 2006 ist getarnter Computerwurm

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Frankfurt am Main (Deutschland), 05.05.2005 – Seit Anfang dieser Woche führt ein neuer Computervirus Internetbenutzer in die Irre. Er versendet E-Mails und verspricht den Gewinn von Tickets für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

Der Virus Sober.O, eine neue Variante des Sober-Computerwurms, ist nicht nur auf PCs von Privatanwendern zu finden. Kurz nach Erscheinen infizierte er auch das Kommunikations-System des Organisationskomitees der WM in Frankfurt und Firmen-PCs.

Öffnet der Empfänger der Mail den Anhang, verbreitet sich der Virus über die im E-Mail-Programm gespeicherten Adressen weiter. In den Betreffzeilen der Mails stehen Texte wie: „Ihr Passwort.msg“, „Glueckwunsch: Ihr WM Ticket”“oder „WM-Ticket-Auslosung“. In einigen Fällen steht dort auch: „Ich bin’s, was zum Lachen“,„Mail-Fehler“, „Ihr Passwort“ und „Ihre E-Mail wurde verweigert“ möglich.

Das WM-Organisationskomitee gab bekannt, niemals Mails mit Anhang zu verbreiten. Es wird dazu geraten, diese Mails ungelesen zu löschen.

Nach ersten Experteninformationen richtet der Virus aber keinen weiteren Schaden auf den PCs an. Er sorgt nur dafür, dass Server durch Mail-Staus blockiert und damit langsam werden. Dadurch ist ein erheblicher Bereinigungsaufwand und somit hohe Kosten für manche Firmen notwendig um alle infizierten Rechner wieder sauber zu bekommen.

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April 28, 2005

Neuer Papst hat eigenen E-Mail-Briefkasten

Neuer Papst hat eigenen E-Mail-Briefkasten

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Vatikan (Vatikanstaat), 28.04.2005 – Auf Joseph Kardinal Ratzinger kommt als Papst Benedikt XVI. viel Arbeit zu. Er ist Besitzer einer eigenen E-Mail-Adresse. In dem Briefkasten befanden sich kurz nach Amtsantritt bereits über 56.000 E-Mails.

Seit der Aktivierung der Adresse nach der Wahl trafen bis zum nachfolgenden Freitag bereits 56.191 E-Mails mit Glückwünschen aus der gesamten Welt ein. Von diesen Mail waren 30.844 in englischer Sprache, 12.621 in italienischer, 6.024 in spanischer und 2.961 in deutscher Sprache. Der Vatikan hat einige dieser Schreiben veröffentlicht. Die Absenderdaten wurden jedoch vorher gelöscht.

Die E-Mail-Adresse des neuen Papstes ist auf einer Unterseite der offiziellen Homepage des Vatikans www.vatican.va unter „Glückwünsche für den Papst“ verlinkt und lautet: benediktxvi@vatican.va.

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