WikiNews de

January 25, 2009

Papst holt Lefebvre-Bischöfe in katholische Kirche zurück – darunter ein Holocaustleugner

Papst holt Lefebvre-Bischöfe in katholische Kirche zurück – darunter ein Holocaustleugner

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:43, 25. Jan. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Vatikanstadt, 25.01.2009 – Nach einem Bericht der italienischen Zeitung „Il Giornale“ soll Papst Benedikt XVI. ein Dekret bereits unterschrieben haben, das den Ausschluss von vier Bischöfen der von Marcel Lefebvre gegründeten ultrakonservativen Priesterbruderschaft St. Pius X. aus der katholischen Kirche rückgängig machen soll.

Von der Entscheidung betroffen ist unter anderem der Holocaust-Leugner Richard Williamson. Williamson ist der Meinung, dass zwei- bis dreihunderttausend Juden in Nazi-Konzentrationslagern umgekommen seien. In einem Fernsehinterview hat der britische Bischof auch die Existenz von Gaskammern unter der Hitlerherrschaft bezweifelt. Die Äußerungen Williamsons waren insbesondere bei jüdischen Organisationen auf Unverständnis gestoßen. Der Rabbiner David Rosen wird von der italienischen Nachrichtenagentur ANSA mit den Worten zitiert, Williamson sei eine „klar antisemitische Person“ und die Rücknahme der Exkommunikation sei „ein Schritt, der die gesamte Kirche verseucht.“ Auch die Priesterbruderschaft Pius X. hat sich von den Äußerungen Williamsons distanziert. Der Distriktobere der Bruderschaft von Deutschland, Franz Schmidberger, erklärte: „Es ist klar, dass für Äußerungen, wie sie Bischof Williamson angeblich gemacht hat, nur der Urheber selbst verantwortlich ist und diese nicht die Haltung der Priesterbruderschaft St. Pius X. widerspiegeln.“

Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat gegen Williamson ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil die umstrittenen Äußerungen während eines Aufenthaltes des Bischofs beim Besuch eines Priesterseminars der Bruderschaft Pius X. im Ortsteil Zaitzkofen des Marktes Schierling im Landkreis Regensburg stattgefunden hatte. Holocaustleugnung steht in Deutschland unter Strafe.“ N-tv.de zitiert einen Vatikansprecher mit folgenden Worten: „Über die Äußerungen Williamsons zum Holocaust müsse auf anderer Ebene gerichtet werden.“ Bei der Entscheidung des Papstes gehe es ausschließlich darum, die Anhänger der Bruderschaft Pius X. wieder zu integrieren.

Die NZZ berichtet unter Berufung auf katholische Theologen, dass die Leugnung des Holocausts nach dem katholischen Kirchenrecht kein Grund für eine Exkommunikation sei. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi bezeichnete die in der vergangenen Woche bekannt gewordenen Äußerungen des Bischofs als „in keiner Weise akzeptabel“. Die Aufhebung der Exkommunikation habe mit den Äußerungen des Bischofs jedoch nichts zu tun.

Sitz des Priesterseminars in Ecône, Schweiz

Die vier Bischöfe waren 1988 von dem 1991 verstorbenen, ehemaligen Erzbischof Marcel Lefebvre illegal geweiht worden und daraufhin aus der katholischen Kirche ausgeschlossen worden. Erzbischof Lefebvre opponierte gegen den von der katholischen Kirche mit dem 2. Vatikanischen Konzil (zwischen 1962 und 1965) eingeleiteten Reformkurs. Ein von ihm 1970 in Ecône gegründetes Priesterseminar wurde zu Beginn von der Kirchenführung toleriert. 1976 ignoriert Lefebvre jedoch ein päpstliches Verbot, Priester und Diakone zu weihen, was seine Suspendierung zur Folge hat. Die Bischofsweihe von 1988 führt dann zur Exkommunikation Lefebvres und der vier geweihten Bischöfe aus der römisch-katholischen Kirche durch Papst Johannes Paul II. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. (lateinisch: Fraternitas Sacerdotalis Sancti Pii X. (decimi), abgekürzt FSSPX) weist auf ihrer deutschsprachigen Homepage darauf hin, dass sie ordnungsgemäß in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der römisch-katholischen Kirche gegründet worden sei und dass diese Zulassung vom Papst nie wieder aufgehoben worden sei. Daher betrachtet die Priesterschaft auch die Suspendierung Lefebvres als ungültig, da sie nicht auf einer rechtlich unzweifelhaften Grundlage beruhe. Die Priesterbruderschaft ist inzwischen stark angewachsen; Priesterseminare wurden in vielen Ländern, unter anderem in Deutschland, Frankreich, Australien, den Vereinigten Staaten und Argentinien gegründet. Der Priesterbruderschaft gehören nach eigenen Angaben heute „417 Priester, 62 Brüder und ebenso viele Schwestern sowie 183 Seminaristen“ an.

Nach der Papstkrönung Benedikts XVI. kam es zu einer Entspannung zwischen der offiziellen Papstkirche und den abtrünnigen Lefevbre-Anhängern insbesondere durch die päpstliche Entscheidung vom März 2007 Latein wieder als offizielle Sakralsprache der katholischen Liturgie zuzulassen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Papst

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 7, 2008

Kommandant der Schweizergarde tritt zurück

Kommandant der Schweizergarde tritt zurück

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:45, 7. Mär. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Vatikanstadt, 07.03.2008 – Der aus St. Gallen stammende Elmar Mäder hat seinen Rücktritt vom Kommandantenposten der Schweizergarde in der Vatikanstadt gegenüber der Schweizer Depechenagentur nach einem vorhergehenden Bericht von Radio Vatikan bestätigt. Nachdem Mäder vier Jahre lang Stellvertreter des ehemaligen Kommandanten Pius Segmüller war, trat er 2002 seine Nachfolge an. Der Papst wird nun in Zusammenarbeit mit dem vatikanischen Staatssekretariat den Nachfolger bestimmen.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 14, 2006

Sechs Millionen Zuschauer sahen Interview mit Papst Benedikt XVI.

Sechs Millionen Zuschauer sahen Interview mit Papst Benedikt XVI.

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 17:16, 14. Aug. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Papst Benedikt XVI.

Bonn / Köln / Mainz (Deutschland) / Castel Gandolfo (Italien) / Vatikanstadt, 14.08.2006 – Am gestrigen Sonntag wurde auf ARD, ZDF, der Deutschen Welle und Radio Vatikan ein Interview mit Papst Benedikt XVI. ausgestrahlt. Im Fernsehen erreichte das Interview 6,08 Millionen Zuschauer, wobei auf ARD um 19:20 Uhr 2,94 Millionen und auf ZDF um 22:00 Uhr 3,14 Millionen Menschen zugeschaut haben. Das Interview wurde am 6. August in der Sommerresidenz auf Castel Gandolfo aufgezeichnet. Dabei stellte sich der Papst den Fragen von vier Moderatoren, je einem pro Sender. Für die ARD war Gerhard Fuchs vom Bayerischen Rundfunk, für das ZDF Thomas Bellut, für die Deutsche Welle Christoph Lanz und für Radio Vatikan der Leiter der deutschsprachigen Abteilung, Eberhard von Gemmingen SJ, anwesend.

Das Interview wurde angesichts des im September anstehenden Papstbesuches in Süddeutschland aufgenommen. Es ist das erste Interview seiner Art mit einem Papst.

Papst Benedikt stellte fest, dass er sich ein bisschen wie vor einem Gericht gefühlt habe. Die vier Moderatoren stellten ihm Fragen zur Aktualität der Kirchenstruktur, dem Frauenpriestertum, Homosexualität, Verhütung und Abtreibung. Aber auch aktuelle Themen wie die Ökumene und der Nahostkonflikt waren Themen des halbstündigen Interviews. Gerade beim Nahostkonflikt wies der Papst darauf hin, dass der Vatikan keinerlei politische Macht habe, um einzugreifen (er strebe auch keine solche an), dennoch wies er darauf hin, dass Krieg für alle die schlechteste Lösung sei: „Er bringt für niemanden etwas, auch für die scheinbaren Sieger nichts […]“. Der Papst wies im Zuge der Frage nach der Aids-Problematik und des Problems der Überbevölkerung darauf hin, dass neben der technischen Lösung auch eine geistige existieren müsse. Es reiche nicht, wenn der Mensch wisse, wie er ein Kondom benutzen müsse. „[…] Wir brauchen zwei Dimensionen, es muss die Bildung des Herzens, wenn ich’s so sagen darf, mit dazukommen, durch die der Mensch Maßstäbe gewinnt und dann auch seine Technik richtig gebrauchen lernt.“

Im Bezug auf die Ökumene hat sich vor Ausstrahlung des Interviews der evangelische Bischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, negativ zu den ökumenischen Bemühungen des Papstes geäußert. Er kritisierte den Papst, dass dieser bei seiner Amtseinführung zwar der Ökumene eine große Rolle zugesprochen habe, aber nach seinem ersten Amtsjahr keine Fortschritte im Miteinander der zwei großen deutschen Kirchen zu sehen seien. Der Papst sagte in dem Interview, welches vor der Aussage aufgenommen, aber erst danach gesendet wurde: „Vielleicht ist es wichtig, zunächst einmal zu sagen, dass die evangelische Kirche ja sehr vielgestaltig ist.“

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Papst
  • September 2006: Papstbesuch in Deutschland (14.08.2006)

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 16, 2006

Frederico Lombardi zum neuen Leiter des vatikanischen Pressebüros ernannt

Frederico Lombardi zum neuen Leiter des vatikanischen Pressebüros ernannt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 16:03, 16. Jul. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Vatikanstadt, 16.07.2006 – Am 11. Juli verkündete der Vatikan den Rücktritt seines bisherigen Pressesprechers Joaquín Navarro-Valls. Als Nachfolger wurde der Generaldirektor von Radio Vatikan, Padre Federico Lombardi, benannt.

Joaquín Navarro-Valls, ein Mitglied des Opus Dei, wurde von Papst Johannes Paul II. im November 1984 als Pressesprecher in den Vatikan gerufen. Vor seinem Ruf hatte der Spanier bereits viele Jahre als Auslandskorrespondent für die spanischen Zeitungen ABC und Nuestro Tiempo gearbeitet. Navarro-Valls, der Medizin, Psychiatrie und Journalismus studiert hat, war von 1974 bis 1977 auch als Sprecher des Opus Dei tätig. Bei dem polnischen Kardinal Karol Józef Wojtyła, dem späteren Papst, beschwerte er sich einmal über die „Geheimniskrämerei“ des Vatikans. Navarro-Valls begleitete den polnischen Papst auf all seinen Reisen. Nach dem Tod des früheren „Chefs“ bat er seinen Nachfolger mehrfach um die Erlaubnis seines Rücktrittes, die ihm nun gewährt wurde.

Sein Nachfolger ist der Jesuit Padre Federico Lombardi, Generaldirektor des Senders „Radio Vatikan“ und Direktor des vatikanischen Fernsehzentrums „Centro Televisivo Vaticana“ (CTV). Der 63-Jährige sammelte bereits als stellvertretender Chefredakteur der Jesuitenzeitung „Civilta cattolica“ erste Erfahrungen. 1991 wurde er Programmdirektor von Radio Vatikan und 2005 dessen Generaldirektor. 2001 übernahm er zusätzlich das Amt des Direktors von CTV. Diese Ämter wird er auch weiterhin bekleiden.

In einem Brief würdigte Lombardi die Arbeit seines Vorgängers und dankte dem Papst für seine Ernennung.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Vatikanstadt

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 2, 2006

Beziehung zwischen Vatikan und China stark angespannt

Beziehung zwischen Vatikan und China stark angespannt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 18:02, 2. Mai 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Peking / Hongkong (China) / Vatikanstadt, 02.05.2006 – Vor einigen Wochen wurde erstmals offiziell bestätigt, dass es zwischen dem Vatikan und der chinesischen Regierung Gespräche gebe. Doch nun sind diese langsam aufgebauten Brücken in Gefahr. Die offizielle katholische Staatskirche Chinas, die Chinesische Katholisch-Patriotische Vereinigung, hat gegen den Willen des Vatikans Joseph Ma Yinglin zum Bischof geweiht. Der Vatikan begründete seine Ablehnung mit der geistigen Unreife Ma Yinglins für das Amt des Bischofs. Die Volksrepublik China hingegen steht jedoch auf dem Standpunkt, die Staatskirche Chinas habe das Recht, eigene Bischöfe zu ernennen. Auch ein Aufruf des frisch ernannten Kardinals Joseph Zen Ze-kiun, die Weihe nicht durchzuführen, verhallte vor den Toren der Kirche. Zur Weihe selbst waren nur geladene Gäste zugelassen, ansonsten war die Zeremonie durch die chinesischen Sicherheitsbehörden gut abgeschirmt.

Wie der Vatikan nun auf die Provokation seitens Chinas reagieren wird, ist bislang unklar. Keine Reaktion würde als Unterwerfung unter das kommunistische Regime gesehen werden. Reagiert die römische Kirche aber zu hart, könnte dies zu einer schweren Belastungsprobe für die Beziehungen mit China werden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Vatikanstadt

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 18, 2006

Zwischen dem Vatikan und China gibt es Gespräche

Zwischen dem Vatikan und China gibt es Gespräche

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 23:52, 18. Apr. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Peking (China) / Vatikanstadt, 18.04.2006 – Wie am Sonntag, den 2. April vom Direktor der staatlichen Behörde für Religionsangelegenheiten, Ye Xiaowen, gegenüber der Zeitung „China Daily“ bestätigt wurde, gibt es seit einiger Zeit Gespräche zwischen der chinesischen und der vatikanischen Regierung. Dies berichtet die Zeitung in ihrer Montagsausgabe vom 3. April. Laut Aussage von Beobachtern könnten bald Botschafter ausgetauscht werden, jedoch müssten dazu noch einige Meinungsunterschiede ausgeräumt werden. So will die Regierung in Peking eigene Rahmenbedingungen für Bischofsernennungen und Priesterweihen vorgeben, und der Vatikan soll seine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abbrechen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 27, 2006

Neue Kardinäle und geplante Veränderungen im Vatikan

Neue Kardinäle und geplante Veränderungen im Vatikan

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 16:47, 27. Feb. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Vatikanstadt, 27.02.2006 – Papst Benedikt XVI. hat angekündigt, 15 neue Kardinäle zu ernennen. Darunter wird der Bischof von Hongkong, Joseph Zen Ze-kiun, sein, der China vor allem wegen der mangelnden Religionsfreiheit öffentlich angeklagt hat. China hatte auf Grund dessen dem Bischof verboten, in das chinesische Kernland zu reisen. Beobachter des Vatikans hatten erst gedacht, dass er der Träger eines der beiden anonym vergebenen Kardinalshüte des früheren Papstes gewesen sei.

Weiterere Kandidaten sind der ehemalige Privatsekretär Johannes Pauls II. und Krakauer Bischof, Stanisław Dziwisz, Josef Ratzingers Nachfolger in der Glaubenskongregation, William Joseph Levada, und der Bostoner Erzbischof Sean O’Malley. Letzterer wird der Kardinalshut wahrscheinlich als Ehrung für seine Verdienste bei der Aufklärung eines Missbrauchskandals bekommen. Dieser Skandal hatte seinem Vorgänger den Bischofssitz gekostet.

Insgesamt wird der Papst am 24. März 2006 einen Afrikaner, je drei Amerikaner und Asiaten sowie acht Europäer zu Kardinälen ernennen. Zwölf von ihnen sind unter 80 Jahre alt und könnten somit noch zum Papst gewählt werden. Es werden kein Deutscher und nur zwei Kurienmitglieder zum Kardinal ernannt.

Für den Tag vor der Ernennung lud Papst Benedikt XVI. alle Kardinäle in den Vatikan ein. Hierbei soll nach Angaben der englischen katholischen Wochenzeitung „The Tablet“ über die Zusammenlegung mehrerer Laienräte sowie der Kommunikationsstellen des Vatikans gesprochen werden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Vatikanstadt

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 11, 2006

Georgisches Außenministerium bestellt vatikanischen Botschafter ein

Georgisches Außenministerium bestellt vatikanischen Botschafter ein

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 13:12, 11. Jan. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Tiflis (Georgien), 11.01.2006 – Am Dienstag wurde der vatikanische Botschafter in Georgien, Claudio Gugerotti, vom georgischen Außenministerium einbestellt. Grund dafür war ein Besuch des Botschafters in der abtrünnigen Teilrepublik Abchasien. Bei diesem Ereignis hatte Gugerotti der abchasischen Führung humanitäre Hilfe seitens der Vatikanmitglieder angeboten.

Über den Besuch beklagte sich nun das Ministerium beim vatikanischen Botschafter. Die georgische Regierung teilte mit, dass sie Besuche von Diplomaten in Abchasien nicht verhindern wolle, aber diese Besuche sollten vorher mit der Regierung abgestimmt werden.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

Diplomatische Beziehung zwischen London und Vatikan gestört

Diplomatische Beziehung zwischen London und Vatikan gestört

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 08:39, 11. Jan. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Vatikanstadt / London (Vereinigtes Königreich), 11.01.2006 – Die britische Regierung möchte aus Spargründen ihre vatikanische Botschaft in die englische Botschaft bei der Republik Italien einziehen lassen. Britischer Botschafter ist Francis Campbell, ein 35-jähriger katholischer Jungdiplomat. Die dann leer stehende Residenz in der Villa Drusiana soll verkauft werden. Der Vatikan sieht darin aber einen Bruch der diplomatischen Beziehungen, da nach den Lateranverträgen von 1929 der Vatikan ein eigener Staat ist und eine Zusammenlegung der italienischen und der vatikanischen Botschaft dies in Frage stelle.

Nun soll sich eine Delegation des Londoner Außenministeriums mit Kardinal-Staatssekretär Angelo Sodano und seinen Mitarbeitern treffen und die Situation beschwichtigen.

Seit der Loslösung der Anglikanischen Kirche von Rom im Jahr 1534 durch den „Supremacy of the Crown Act“ durch Heinrich VIII. gab es – von der Unterbrechung unter Maria I. abgesehen – keine offizielle Beziehung mehr zwischen London und Rom über Jahrhunderte hinweg. Anlass war der seit dem 11. Jahrhundert geführte Streit über die Oberhoheit in kirchlichen Fragen, der eskalierte, als Heinrich VIII. die Exkommunikation durch Papst Clement VII. anlässlich der 1533 von Erzbischof Cranmer annullierten Ehe drohte. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts richtete die englische Regierung in der Via Condotti mit Residenz in der Villa Drusiana eine Gesandtschaft beim Heiligen Stuhl ein, welche 1982 zur Botschaft aufgewertet wurde.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.