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May 8, 2010

Osnabrück: Imker protestieren gegen Gentechnik

Veröffentlicht: 19:56, 8. Mai 2010 (CEST)
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Osnabrück (Deutschland), 08.05.2010 – Mit einer Demonstration durch die Innenstadt Osnabrücks demonstrierten am Samstagmittag Imker mit rund 30 Traktoren und anderen Fahrzeugen gegen den Einsatz gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in der Landwirtschaft. Iniatoren der Demonstration waren Initiativen für gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittel aus Osnabrück, Bielefeld und Münster.

Die Imker befürchten, dass über Tierfutter-Importe gentechnisch veränderte Pflanzen in den Nahrungskreislauf gelangen. Durch Freilandversuche mit genmanipulierten Pflanzen werde der Honig verunreinigt. Horst Heemann vom Imkerverband betonte in einem Redebeitrag auf der Kundgebung die Rolle der Bienen als drittwichtigstem Faktor in der landwirtschaftlichen Wertschöpfung. Laut Osnabrücker Zeitung erklärte Heemann weiter: „Die Gen-Industrie führt zur Aufgabe der Bienenhaltung, weil die Imker die hohen Untersuchungskosten nicht bezahlen könnten, die für den Nachweis unbelasteten Honigs wichtig sind.“

[Bearbeiten] Themenverwandte Artikel

[Bearbeiten] Quellen

  • www.neue-oz.de: „Mit dem Trecker gegen “Grüne Gentechnik” demonstriert“ (08.05.2010)
  • www.wdr.de: „Imker protestieren gegen den Einsatz von Gentechnik“ (08.05.2010)
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July 19, 2008

Deutschland: Imkerdemo zeigt Schwächen am Zulassungsverfahren des BVL auf

Deutschland: Imkerdemo zeigt Schwächen am Zulassungsverfahren des BVL auf

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Veröffentlicht: 12:30, 19. Jul. 2008 (CEST)
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Braunschweig (Deutschland), 19.07.2008 – Am Freitag, den 18. Juli fand eine Demonstration vor dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wegen der Wiederzulassung eines Bayer-Pflanzenschutzmittels statt.

Die Demonstration fand vor dem Hintergrund der Wiedereinführung des Pflanzenschutzmittels Clothianidin statt. Dieses als „Pflanzenschutz“ zugelassene Mittel hatte in den letzten Monaten beim landwirtschaftlichen Einsatz in Baden-Würtenberg und am Oberrhein ein Bienensterben von etwa 330 Millionen Einzelindividuen der Honigbiene ausgelöst.

Die Kundgebung fand mit rund 250 Aktivisten vor dem Gebäude des BVL statt. Dabei kamen verschiedene Redner, auch Hobbyimker, zu Wort. Unter anderem führte auch der Präsident des Deutschen Berufs- und Erwerbs-Imker-Bundes (DBIB) Manfred Herderer das Wort. Er machte deutlich, dass er gegen das Pflanzenschutzmittel-Wiederzulassungsverfahren per „richterlicher Klage“ Einspruch erheben wolle. Auch ein Vertreter des französischen Imkerbundes UNAF namens Charles Huck kam zu Wort. Er zeigte wiederum den Gesamtzusammenhang der „Europäischen Bienen“ mit dem „internationalen Bienensterben“ auf. Sein Vorschlag zur Beendigung dieses Misstandes ist die Einreichung eines „Bienen-Schutz-Beschlusses“ bei der Europäischen Union.

Ein Vertreter des BVL machte deutlich, dass Clothianidin enthaltende Pflanzenschutzmittel zugelassen bleiben würden. Er wiederholte den Standpunkt, dass das Bienensterben nur durch unsachgemäßen Gebrauch von Landmaschinen entstanden sei.

Die demonstrierenden Imker verweisen darauf, dass nicht nur die Honigbiene, sondern allgemein alle Insekten der Umwelt betroffen seien. Auch die „allgemeine Giftigkeit“ der Clothianidin enthaltenden Mittel wird in den Vordergrund gerückt. Diese Imker haben darüber hinaus weitere Schritte angekündigt. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Imkerdemo-Seite.

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March 23, 2007

Bienen sterben (aus)

Bienen sterben (aus) – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Bienen sterben (aus)

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Artikelstatus: Fertig 22:25, 23. Mär. 2007 (CET)
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Eine Honigbiene (Apis mellifera) beim Sammeln von Blütenpollen

Veitshöchheim (Deutschland) / Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 23.03.2007 – Von einem Massensterben der Honigbienen berichten zurzeit die Medien. Im besonderen Ausmaß sei dieses Ereignis in den Vereinigten Staaten beobachtet worden, wo in einigen Gegenden bis zu 70 Prozent der Honigbienenvölker kollabiert sind. Die Ursachen für das Colony Collapse Disorder genannte Phänomen sind weitestgehend unklar. Auch aus Deutschland und der Schweiz liegen Berichte über das Bienensterben vor.

Die Spekulationen über mögliche Erklärungen für das Bienensterben reichen von Stress, unter dem die Bienenvölker leiden, über Pestizide, die den Bienen zu schaffen machen, bis hin zum Nachlassen des Hobby-Imkertums. Friedgard Schaper vom Fachzentrum Bienen der „Bayerischen Landesanstalt Weinbau und Gartenbau“ in Veitshöchheim spricht dagegen von einem ausgesprochen vielversprechenden Jahresanfang für die Münchener Imker: „Die Völker waren um diese Zeit noch nie so gut beisammen, seit ich Bienen habe.“

Infolge eines Bienensterbens würde nicht nur der Honig teurer werden. Auch ein anderes Problem entstünde: Es fehlt an Bienen zur Bestäubung.

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February 27, 2007

Rätselhaftes Verschwinden von Honigbienen in 24 US-Bundesstaaten

Rätselhaftes Verschwinden von Honigbienen in 24 US-Bundesstaaten

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Artikelstatus: Fertig 22:31, 27. Feb. 2007 (CET)
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Sacramento (Vereinigte Staaten), 27.02.2007 – In 24 US-Bundesstaaten hat sich die Honigbienenpopulation stark verringert. In den betroffenen Bundesstaaten sind zwischen 30 und 70 Prozent der Honigbienen verschwunden, was Folgen für die landwirtschaftliche Produktion haben könnte. Im Bundesstaat Texas melden Imker die größten Verluste. Außerhalb der Saison gilt ein Verlust von 20 Prozent der Bienen als normal. Die genaue Ursache des Verschwindens der Bienen ist unklar.

Honigbiene beim Pollensammeln

Bienenzüchter sprechen von der ersten nationalen Krise dieser Art. Forscher verwenden für das Phänomen inzwischen die Bezeichnung „Colony Collapse Disorder“. In der Vergangenheit gab es ähnliche Auffälligkeiten, die jedoch regional begrenzt waren. Laut einer Studie der Cornell University bestäuben Honigbienen in den Vereinigten Staaten jedes Jahr Pflanzen und Feldfrüchte im Wert von 14 Milliarden US-Dollar, darunter hauptsächlich Obst, Gemüse und Nüsse. Die aktuelle Krise könnte auch Auswirkungen auf die profitable Ernte der kalifornischen Mandeln haben. Im Bundesstaat Michigan werden beispielsweise 125 verschiedene Nutzpflanzen angebaut – bis zu 65 davon müssen von Bienen bestäubt werden. Neben den möglichen Folgen für die Landwirtschaft gefährdet der Bienenschwund das Einkommen der Imker.

Forscher, die das Phänomen untersuchen, versuchen das Verschwinden der Bienen mit unterschiedlichen Theorien zu erklären. Nach Angaben von Wissenschaftlern ist es wahrscheinlich, dass die Honigbienen in den Feldern sterben. Grund für den Tod der Honigbienen könne Erschöpfung, Orientierungslosigkeit oder Kälte sein. Jerry Hayes, ein Bienenexperte des Landwirtschaftsministeriums von Florida, sagte gegenüber einer regionalen Tageszeitung, die wesentliche Frage sei, warum die Bienen ihre Stöcke verließen. Es wurde beobachtet, wie die Insekten ihre Stöcke verlassen haben, um Blütenstaub und Nektar zu suchen, wonach sie nicht wieder zurückgekehrt sind. Da es sich um Insekten mit einem stark ausgeprägten Sozialverhalten handele, verließen sie nicht ohne Weiteres die Königin und die jungen Insekten, so Jerry Hayes. Andere Forscher sind dagegen der Meinung, dass der Bienenschwund durch Viren, Pilze oder verunreinigte Bienennahrung verursacht wird. Des Weiteren werden Pestizide untersucht, die in der Europäischen Union bereits verboten sind. Diese könnten die Navigationsfähigkeit und den Orientierungssinn der Insekten negativ beeinflussen. Auch könnte das Immunsystem mancher Populationen in Folge einer bestimmten Züchtung geschwächt worden sein. So gibt es Bienenzüchtungen speziell für die Mandelbäume, die im Februar zu blühen anfangen. Derartige Züchtungen leben kürzer. Eine weitere Ursache für das Verschwinden der Bienen könnten Insektizide sein, die gegen Milben eingesetzt wurden, die Bienenstöcke befallen haben. Diese Insektizide könnten die Fähigkeit der Königinnen, Eier zu legen, beeinflussen. Einige Bienenzüchter transportieren ihre Kolonien von Küste zu Küste. Dies könne das Immunsystem der Insekten schwächen und zur Verbreitung von Viren oder Milben beitragen.

Zac Browning, Vizepräsident der Vereinigung amerikanischer Imker, stellt einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden der Bienen und einem zunehmenden Kostendruck her, der auf den Imkern laste. „Es gibt weniger Imker, weniger Bienen, aber mehr Früchte, die bestäubt werden sollen“, wird Zac Browning von „IHT.com“ zitiert. Imker sehen sich veranlasst, im ganzen Land Verträge mit Landwirten zur Befruchtung der Pflanzen zu schließen, weil ihre Einnahmen aus dem Honigverkauf durch Importe aus China und Argentinien stark zurückgegangen sind.

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