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November 21, 2012

Petraeus-Affäre weitet sich aus

Petraeus-Affäre weitet sich aus – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Petraeus-Affäre weitet sich aus

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Veröffentlicht: 00:34, 21. Nov. 2012 (CET)
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Washington D.C. / Tampa (Vereinigte Staaten), 21.11.2012 – Die Affäre um den zurückgetretenen CIA-Direktor David Petraeus weitet sich in den Vereinigten Staaten immer mehr aus. Der frühere General und Oberkommandierende der NATO-Schutztruppe in Afghanistan war zurückgetreten, nachdem öffentlich bekannt geworden war, dass er ein außereheliches Verhältnis mit seiner Biografin Paula Broadwell eingegangen war.

General David Petraeus und Paula Broadwell am 13. Juli 2011

Das FBI in Tampa, Florida, hatte gegen Broadwell ermittelt, nachdem eine Bekannte der Familie Petraeus, Jill Kelley, sich wegen belästigender E-Mails an einen mit ihr befreundeten FBI-Beamten gewandt hatte. Dieser ermittelte, dass hinter diesen E-Mails Paula Broadwell steckte. Die weiteren Ermittlungen des Beamten ergaben Beweise, das Broadwell und Petraeus eine Liebesbeziehung miteinander eingegangen waren. Mit den Fakten konfrontiert, ersuchte Petraeus den wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama, ihn von seinem Amt als Direktor der CIA zu entbinden.

Das FBI untersuchte nicht nur den PC Broadwells, auf dem einige als geheim klassifizierte Dokumente gefunden wurden, sondern auch den E-Mail-Verkehr von Jill Kelley und fand „in unangemessener Weise“ ausgetauschte E-Mails im Umfang von mehreren tausend Seiten zwischen ihr und Petraeus’ Nachfolger als Oberkommandierender der ISAF, General John R. Allen, der derzeit für den Posten des NATO-Oberbefehlshaber für Europa (SACEUR) im Gespräch ist. Es ist derzeit unklar, ob und in welchem Umfang Geheimnisse verraten wurden.

Des Weiteren fand die Presse heraus, dass beide Generäle, Petraeus und Allen, im September in einem Sorgerechtsstreit zugunsten von Natalie Khawam, der Zwillingsschwester von Jill Kelley, Schriftstücke eingereicht hatten. Sowohl Petraeus als auch Allen äußern sich in ihren Eingaben dazu, dass sie Khawam während ihrer Dienstzeit auf der MacDill Air Force Base in Tampa kennengelernt haben und den Eindruck gewonnen hatten, dass Khawam eine fürsorgende Mutter sei. In einem früheren Verfahren im Jahr 2011 entschied der Richter unter anderem wegen „extremer persönlicher Defizite auf den Gebieten der Ehrlichkeit und Integrität“ zugunsten eines alleinigen Sorgerechtes des Ehemanns Grayson Wolfe. Dieser war während der Regierung von George W. Bush unter anderem mit den Wiederaufbaubemühungen bei der Export-Import-Bank in der irakischen Hauptstadt Bagdad betraut. Laut den Angaben in Linkedin ist Wolfe Mitbegründer des Unternehmens „Akkadian Private Ventures“ in Washington D.C., doch konnte ein Reporter von Reuters an der angegeben Adresse lediglich ein von Unbeteiligten bewohntes Wohnhaus ausfindig machen.

Medienberichten zufolge sind die beiden Schwestern, die der republikanischen Partei nahestehen sollen, hochverschuldet. Aus öffentlich zugängigen Gerichtsakten gehe hervor, so meldete die britische Tageszeitung „The Daily Telegraph“, dass Jill und Scott Kelley auf unbezahlten Hypotheken und Kreditkartenrechnungen in Höhe von rund vier Millionen Dollar verklagt wurden. Diese Fälle sind noch nicht entschieden. Natalie Khawam, die bei den Kelleys wohnt, hatte sich früher in diesem Jahr mit einer Schuldensumme von 3,6 Millionen US-Dollar bankrott erklärt. Außerdem schuldet Khawam 100.000 Dollar Gerichtsgebühren in Maryland und ist verwickelt in juristische Querelen mit ihrem früheren Arbeitgeber, dem in Tampa praktizierenden Anwalt Barry Cohen. Dieser beschuldigt sie, in ihrer Bankrotterklärung Vermögenswerte, wie einen Diamantring, Nerzpelze und Rolexuhren weggelassen zu haben. Khawam wirft Cohen vor, gegen ihren Arbeitsvertrag verstoßen und nichts wegen ihrer Beschwerde aufgrund sexueller Belästigung unternommen zu haben. Trotz ihres finanziellen Engpasses haben sich die Kelleys prominenten Beistand verschafft. Ihr Rechtsanwalt ist Abbe Lowell, der bereits den Lobbyisten Jack Abramoff und den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten John Edwards vertreten hatte, und als Krisenberaterin holte sich das Ehepaar Judy Smith, die bereits Monica Lewinsky und Kobe Bryant beraten hatte.

Inzwischen wurden auch weitere Fakten über den Ablauf bekannt. Der mit Kelley bekannte FBI-Agent Frederick W. Humphries soll laut New York Times im Laufe der Ermittlungen das Gefühl gewonnen haben, diese würden behindert, um Präsident Barack Obama zu schützen und dessen Wiederwahl nicht zu gefährden. Der FBI-Agent schaltete daraufhin – so die bisherigen Ermittlungen – den republikanischen Kongressabgeordneten Dave Reichert aus dem Bundesstaat Washington ein. Dieser informierte den Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus und somit formal zweiten Mann der Republikanischen Partei, Eric Cantor.

Cantors Büro intervenierte daraufhin bereits am 31. Oktober bei FBI-Direktor Robert Mueller. Petraeus’ Vorgesetzter James R. Clapper, der Direktor der Nationalen Geheimdienste, wurde am Wahltag, dem 6. November, über die Angelegenheit informiert. Er rief am Wahlabend Petraeus an und legte ihm den Rücktritt nahe. Am Tag nach der Wahl informierte Clapper das Weiße Haus. Präsident Obama erfuhr einen Tag später, am 8. November, von den Erkenntnissen des FBIs und bestellte Petraeus ein. Dieser bat ihn bei dem Treffen um seinen Rücktritt, dem Obama am folgenden Tag stattgab.

The Wall Street Journal berichtete unterdessen, dass der mit Kelley befreundete FBI-Agent Humphries inzwischen vom Dienst suspendiert wurde, weil eine zu enge Verknüpfung mit Kelley vermutet wurde. Die Zeitung will herausgefunden haben, dass der FBI-Agent Bilder von sich mit nacktem Oberkörper an Kelley geschickt habe. Die Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Senats, die demokratische Senatorin Dianne Feinstein aus Kalifornien, kritisierte derweil, dass sie nicht über die Ermittlungen des FBIs gegen den CIA-Direktor informiert worden sei. Laut Gesetz ist das FBI verpflichtet, die Ausschussvorsitzende über Ermittlungen auf dem Laufenden zu halten, welche von wesentlicher Bedeutung für die nationalen Geheimdienste sind.

Am 16. November sagte David Petraeus vor den Geheimdienstausschüssen von Kongress und Repräsentantenhaus aus. Er wurde zu dem Terroranschlag auf das US-amerikanische Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi befragt. Bei dem Anschlag waren der amerikanische Botschafter Chris Stevens und drei weitere Amerikaner – darunter auch Angehörige der CIA – ermordet worden. Der CIA und dem Außenministerium der Vereinigten Staaten wird von republikanischen Angehörigen des Kongresses vorgeworfen, zunächst die Öffentlichkeit über die tatsächlichen Hintergründe getäuscht zu haben. So habe man die Tat zuerst als spontane Reaktion auf ein Mohammed-Schmähvideo hingestellt, das in das Internetportal Youtube eingestellt worden war.

Zunächst war gemutmaßt worden, Petraeus habe sein Verhältnis öffentlich gemacht und sei unter diesem Vorwand zurückgetreten, um nicht vor dem Kongress aussagen zu müssen. In der Kritik steht wegen Äußerungen zum Anschlag in Bengasi auch Susan E. Rice, die als mögliche Nachfolgerin für Hillary Clinton im Gespräch ist. Clinton hatte bereits vor einigen Monaten bekanntgegeben, im Falle der Wiederwahl Obamas in der zweiten Amtsperiode nicht mehr für das Amt zur Verfügung zu stehen.

Laut Anthony Romero, dem Direktor der Bürgerrechtsorganisation ACLU, sollte jedoch nicht das persönliche Verhalten der Generäle Petraeus und Allen untersucht werden, wie dieser gegenüber der „New York Times“ sagte, „sondern welche Methoden der Überwachung das FBI angewandt hat, um in ihre Privatleben zu schauen“.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Petraeus-Affäre“.

Quellen[Bearbeiten]

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March 23, 2012

Serienmörder von Toulouse – Kritik an Sicherheitsbehörden

Serienmörder von Toulouse – Kritik an Sicherheitsbehörden

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Veröffentlicht: 13:44, 25. Mär. 2012 (CEST)
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Toulouse (Frankreich) / Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 23.03.2012 – Einen Tag nach der Polizeiaktion, in deren Verlauf Polizeikräfte den mutmaßlichen Mörder von sieben Menschen erschossen, wurde Kritik an den Sicherheitsbehörden laut. Unter anderem wird die Frage aufgeworfen, warum der Inlandsgeheimdienst DCRI, der Mohammed Merah offenbar seit Jahren beobachtet hatte, nicht rechtzeitig Alarm geschlagen hat. Wie bekannt wurde, stand Merah auch auf der Liste der Personen, die von und nach den Vereinigten Staaten sowie auf innerstaatlichen Verbindungen kein Flugzeug besteigen dürfen.

Kritik daran, dass Merah nicht früher verhaftet worden sei, wies der französische Ministerpräsident François Fillon zurück. „Einer salafistischen Organisation anzugehören ist so zunächst kein Verbrechen“, sagte er. Fillon warnte davor, „religiösen Fanatismus mit Terrorismus gleichzusetzen“, trotz der bestehenden jeweiligen Zusammenhänge. Auch der DCRI-Chef wies eine direkte Verantwortung zurück. „Es gab keinen ideologischen Aktivismus, keine Besuche in der Moschee“, beschrieb er die Aktivitäten Merahs. Man habe nichts gefunden was eine Verhaftung gerechtfertigt hätte, der Zusammenhang mit den Morden an den Soldaten sei noch nicht klar gewesen, so Bernard Squarcini.

Die Kritik richtet sich jedoch auch an die politisch Verantwortlichen. Der laufende Präsidentschaftswahlkampf war zunächst unterbrochen worden. Inzwischen warf Marine Le Pen, die Vorsitzende der Front National der Regierung vor, in den letzten Jahren die Gefahr unterschätzt zu haben. Weil man den sozialen Frieden nicht gefährden wollte, habe man in manchen Stadtvierteln die Bildung fundamentalistischer Netze toleriert und ganze Stadtteile den Fundamentalisten überlassen. „Die Regierung hat Angst“, sagte Le Pen im Hörfunksender France Info.

„Der ganze Einsatz scheint wie eine Vorführung der Dummheit“

Die Kritik der Öffentlichkeit richtet sich auch auf den Einsatzleiter und das Team, dass an dem früh am 22. März beginnenden Einsatz beteiligt war. Untersuchungsrichter François Molins verteidigte den Polizeieinsatz. „Er war bewaffnet und hat unaufhörlich auf die Polizisten geschossen, als ob er ein Maschinengewehr gehabt hätte.“ Merah habe mit einem 45er Colt auf die Spezialeinheit gezielt und sich dem Fenster genähert. Er sei dann durch einen Kopfschuß getötet worden, als er vom Balkon gesprungen sei.“ Der ehemalige Anwalt Merahs, Christian Etelin, glaubt es hätte andere Möglichkeiten gegeben, etwa durch eine Fortsetzung des Dialogs zwischen der Polizei und Merah. Der ehemalige Chef der israelischen Polizei-Eliteeinheit, Alik Ron, sagte der Zeitung Maariw: „Wer wartet denn schon 30 Stunden, wenn es keine Geiseln gibt? Der ganze Einsatz scheint wie eine Vorführung der Dummheit.“

Kritik am Ablauf übte auch der Gründer der Groupe d’Intervention de la Gendarmerie Nationale (GIGN), Christian Prouteau, in der in Bordeaux erscheinenden Tageszeitung Sud Ouest. „Man hätte ihn in Tränengas ersäufen müssen“, meint Prouteau. „Das hätte er keine fünf Minuten ausgehalten.“ Dem Einsatz habe ein „klares taktisches Schema“ gefehlt, stellte Prouteau fest und setzte nach: „Wie kann es sein, dass die beste Einheit der Polizei es nicht schafft, einen einzelnen Mann aufzuhalten?“ In 64 Einsätzen der GIGN unter seiner Leitung habe es noch nie einen Toten gegeben. Er kritisiert nicht nur, dass kein Tränengas eingesetzt wurde. Man hätte besser außerhalb der Wohnung überraschend zugreifen sollen statt ihn in seiner Wohnung festzusetzen und ihn durch die Zündung von Granaten psychologisch in einen Kriegzustand zu versetzen.

Die Kritik des GIGN-Gründers an der RAID kommt nicht überraschend, zwischen den Spezialeinheiten der Polizei und der Nationalgendarmerie bestehen seit langem Rivalitäten. „Es ist immer wieder dieselbe Sache! Wenn ein Sondereinsatz vollzogen ist, beginnt die Kontroverse. Oder genauer, sobald die Politik mit einem spektakulären und medienträchtigen Eingriff eine Einheit beauftragt, die nicht die GIGN ist, fängt der Streit an. Dieser wird gewöhnlich von denen begonnen, die glauben, dass die Elite-Gendarmen besser sind als die Elitepolizisten, und speziell von denen, die glauben, dass Letztere in Anti-Terror-Einheiten nichts zu suchen haben“, schrieb Jean Guisnel auf der Website des Wochenmagazins Le Point. „Oder nur, wenn sie nach den Methoden und Mitteln der Gendarmen oder wenn sie unter deren operativen Aufsicht handeln.“

Kritik gab es auch an Innenminister Claude Guéant. Die Opposition fordert nach Medienberichten seinen Rücktritt, weil er durch die Bekanntgabe von Detailinformationen während der Belagerung von Merahs Wohnung seine Kompetenzen überschritten habe.

Einzeltäter oder Terrorzelle?

Unterdessen werden immer mehr Details über den in Toulouse geborenen Merah bekannt. Das französische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass Merah sich zweimal bemüht habe, in die französischen Streitkräfte aufgenommen zu werden. Er wurde jeweils wegen seiner zahlreichen Jugendstraftaten abgewiesen, hauptsächlich Handtaschenraub und Hehlerei. Außerdem heißt es, Merah sei 2010 in Afghanistan, wo er in afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet nach eigener Aussage militärisch trainiert wurde, bei einer Polizeikontrolle aufgegriffen und von den US-Streitkräften nach Frankreich abgeschoben worden. Danach sei er anschließend noch einmal in Afghanistan gewesen, aber wegen einer Hepatitiserkrankung aus eigenem Willen nach Frankreich zurückgekehrt.

Die Ermittler überprüfen auch das persönliche Umfeld des mutmaßlichen Terroristen. So soll Merah den Sohn des Lebensgefährten seiner Mutter regelmäßig im Gefängnis besucht haben. Sabri Essid war 2009 verurteilt worden, weil er Kämpfer für den Einsatz im Irak rekrutiert habe. Die französische Tageszeitung „Le Monde“ will erfahren haben, dass die Polizei bereits 2008 über Kontakte von Mohammed Merah und dessen älteren Bruder Abdelkader zu einer durch einen Syrer geleiteten Gruppe Kenntnis hatte. Abdelkader Merah, dessen Freundin und die Mutter der beiden Brüder wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen und werden verhört. Im Auto des älteren Bruders wurde Sprengstoff gefunden, doch beteuert dieser, über die Attentatspläne seines jüngeren Bruders nicht informiert gewesen zu sein.

Unklar ist nach Angaben der Ermittler auch, wie Merah seinen Lebensunterhalt bestritten hat. Der zuständige Untersuchungsrichter François Molins wies darauf hin, dass das offizielle Einkommen Merahs nur gering gewesen sei. Dennoch habe er mehrere Wohnungen besessen, Autos gemietet und sich ein umfangreiches Waffenarsenal besorgt. Er habe das durch Einbrüche finanziert, hat er nach Angaben aus Ermittlerkreisen während der langandauernden Telefongespräche zugegeben, die im Laufe der 32 Stunden währenden Belagerung der Wohnung des mutmaßlichen Terroristen geführt wurden. Es sei zweifelhaft, ob sich Merah auf diese Weise finanzieren konnte, glauben die Ermittler. Molins erklärte, die Ermittlungen fortzusetzen, bis „alle Komplizen“ gefasst seien. Nach Expertenmeinung müsse Merah zumindest bei der Beschaffung der Waffen – darunter eine Kalaschnikow und eine Uzi-Maschinenpistole – und der Munition Helfer gehabt haben.

Am Donnerstagabend war gemeldet worden, dass eine zu al-Qaida gehörende Gruppierung mit dem Namen „Dschund al-Chilafah“ (deutsch: „Die Soldaten des Kalifats“) sich zu einem der Attentate bekannt hatte. Ein dementsprechendes Bekennerschreiben war auf einer Islamistenwebsite verbreitet worden. Darin hieß es, dass „Jusuf al-Firansi“ („Jusuf der Franzose“) mit dem Attentat vom Montag das „zionistische Kreuzrittertum“ angegriffen habe. Die vor allem in Afghanistan und Kasachstan aktive Gruppierung verlangte von Frankreich ein Ende dessen „feindlicher“ Politik gegenüber Moslems. Die Ermittler konnten bislang keine Verbindung zwischen der Islamistengruppierung und Mohammed Merah nachweisen.

Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat auf einer Wahlkampfveranstaltung in Straßburg angekündigt, künftig unter Strafe zu stellen, falls Franzosen terroristische Ausbildungscamps absolvieren oder den Terrorismus verherrlichende Internetseiten besuchen sollten. Diese Maßnahmen sollen bereits ab Ende April gelten.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Anschlagserie in Midi-Pyrénées“.

Quellen[Bearbeiten]

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February 19, 2012

Verdeckte Ermittler des FBI verhindern Anschlag auf das Kapitol

Verdeckte Ermittler des FBI verhindern Anschlag auf das Kapitol

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Veröffentlicht: 12:35, 19. Feb. 2012 (CET)
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Kuppel des Kapitols

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 19.02.2012 – Am Freitag wurde in der Nähe des Kapitols in Washington ein 29-jähriger gebürtiger Marokkaner festgenommen. Er war im Begriff, einen Selbstmordanschlag gegen das klassizistische Bauwerk zu verüben.

Laut Aussage des Justizministeriums lebte Amine El Khalifi seit zwölf Jahren illegal in den Vereinigten Staaten. Er war verdeckten Ermittlern des FBI ins Netz gegangen, als er Kontakt zu einer bewaffneten extremen Gruppe gesucht habe. Zwei Undercover-FBI-Agenten gaben sich als al-Qaida-Mitglieder aus. Über Monate sei er beobachtet worden, und als er einen Anschlag verüben wollte, bei dem mindestens 30 Menschen sterben sollten, habe man ihn durch einen verdeckten Ermittler mit einer vermeintlichen Sprengstoffweste und einer Schusswaffe ausgestattet. Es handelte sich um harmlose Attrappen. Während der Operation habe niemals Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Die Ermittlungsbehörden verfolgen seit Längerem das Ziel, Verdächtige in fingierte Anschlagspläne zu verwickeln. Unter anderem wurde aus diesem Grund die Anzahl der Undercover-Agenten auf 15.000 erhöht.

Dem 29-jährigen Mann wird ein Versuch des Einsatzes einer Massenvernichtungswaffe gegen das Eigentum der Vereinigten Staaten vorgeworfen. Dafür droht ihm lebenslange Haft.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Terrorismus
  • Portal:Vereinigte Staaten

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November 20, 2011

Bundesstaat Illinois: Cyberattacke auf Wasserwerk vermutet

Bundesstaat Illinois: Cyberattacke auf Wasserwerk vermutet

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Veröffentlicht: 13:22, 20. Nov. 2011 (CET)
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(Symbolbild)

Springfield (Illinois) (Vereinigte Staaten), 20.11.2011 – Bereits am Dienstag vor knapp zwei Wochen fielen die Pumpen im Wasserwerk von Springfield im US-Bundesstaat Illinois aus. Wie jetzt bekannt wurde, untersuchen das Federal Bureau of Investigation (FBI) und das Heimatschutzministerium den Vorfall. Es könnte sich um den ersten Cyberangriff auf ein US-Unternehmen handeln.

Stromversorgung in den Vereinigten Staaten (Archivbild)

Das betroffene Wasserwerk ist ein Teil der Wasserversorgung des Bundesstaates. Das Unternehmen ist zudem ein Stromversorger. Die Washington Post zitiert einen Zwischenbericht des Staates. Demnach ist es naheliegend, dass der Zwischenfall durch einen Angriff aus dem Internet ausgelöst wurde. Zunächst traten Störimpulse auf; diese führten dazu, dass sich die Pumpen an- und ausschalteten. Infolgedessen brannte ein Motor aus. Da genügend andere Pumpen vorhanden waren, kam es aber zu keiner Unterbrechung in der Wasserversorgung.

Angeblich hätten sich die Hacker unberechtigten Zugriff zu dem Unternehmen verschafft, das für die Sicherheitsoftware in dem Werk verantwortlich ist, und hätten dort Nutzernamen und Passwörter ausgespäht, mit denen ins Kontrollsystem eingegriffen wurde.

Peter Boogaard, ein Sprecher des Heimatschutzministeriums, wollte die Berichte nicht kommentieren, sondern erklärte: „Es gibt derzeit keine verlässlichen Anzeichen, dass ein Risiko für kritische Infrastrukturen oder eine Bedrohung der öffentlichen Sicherheit besteht.“

Nach dem Zwischenbericht seien die Angreifer für zwei oder drei Monate in dem System gewesen. Die Internetspur führe nach Russland. Ob der Angriff tatsächlich von dort initiiert sei, könne nicht gesagt werden. Eine Problematik stellt dar, dass man momentan keine Aussage treffen könne, ob und wie viele weitere Versorgungsunternehmen betroffen seien.

Die theoretische Gefahr von Eingriffen auf Steuer- und Kontrollfunktionen von Infrastruktur- und Industrieunternehmen wurde schon lange gesehen. Sollte dies die erste praktische Demonstration dieser Fähigkeit in den Vereinigten Staaten gewesen sein? Angriffe zur Informationsgewinnung, beispielsweise aus Russland und China, sind bereits an der Tagesordnung. Im Jahr 2010 wurde eine iranische Atomanlage mit einem Computerwurm lahm gelegt. Ist der Cyberkrieg damit keine Zukunftsmusik mehr?

Politiker und Experten in den Vereinigten Staaten warnen davor, die Gefahren durch Angriffe auf „Supervisory Control and Data Acquisition“-Systeme (SCADA-Systeme) zu unterschätzen. Sie fordern neue Gesetze zum Schutz gegen den Cyberwar, zum Schutz der heimischen Infrastruktur.

Ein Bericht des Pentagon vom Sommer dieses Jahres spricht davon, dass Gegenschläge im Falle von Cyberattacken auf Weisung des Präsidenten ausgeführt werden sollten. Laut dem Bericht sollen „Möglichkeiten weiter entwickelt werden, im Cyberspace und auf anderen Feldern militärisch antworten zu können.“

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September 30, 2011

Angriff mit einem Modellflugzeug auf das Pentagon vom FBI verhindert

Angriff mit einem Modellflugzeug auf das Pentagon vom FBI verhindert

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Veröffentlicht: 12:54, 30. Sep. 2011 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 30.09.2011 – In der Nähe von Boston im Bundesstaat Massachusetts wurde ein Mann festgenommen, der verdächtigt wird Anschläge auf das Pentagon und den Kongress geplant zu haben. Kurz vor seiner Festnahme am Mittwoch hatte der 26-jährige Rezwan Ferdaus von einem verdeckten FBI-Agenten ungefähr elf Kilogramm angeblichen Sprengstoffs, sechs AK-47 Kalaschnikow-Sturmgewehre und mehrere Handgranaten gekauft. Den Ermittlern zufolge wollte er Modellflugzeuge mit dem Sprengstoff beladen und sie in die zwei Washingtoner Behörden fliegen lassen, um sie dort zum explodieren zu bringen. Laut dem FBI plante er nach dem Angriff auf fliehende Menschen zu schießen.

Den Angaben zufolge wurde der diplomierte Physiker von Ermittlern überwacht, die sich vor ihm als Gleichgesinnte ausgegeben hatten. Von dem verkauften Sprengstoff sei keine Gefahr ausgegangen. Die “nötigen Komponenten” für die geplante Tat soll sich der Mann zwischen Mai und September bestellt haben, darunter das Modell.

Nachdem Rezwan Ferdaus eine Lieferung neuer Waffen bekam, griffen die Polizisten zu. Wie das US-Justizministerium mitteilte, bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr.

Außerdem wird Ferdaus vorgeworfen versucht zu haben, Material zum Bombenbau für Anschläge auf US-Soldaten im Irak weiterzuleiten. Die zuständige Staatsanwältin Carmen Ortiz sagte, dass er Mobiltelefone zu Zündern für das Terrornetzwerk al-Qaida umbauen wollte. Der Verdächtige solle seit langem schon „gewalttätige Akte“ gegen die USA geplant haben, so Ortiz.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal: Vereinigte Staaten
  • Portal: Terrorismus

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April 16, 2011

New York: Ehemaliger Boss der La Cosa Nostra packt vor Gericht aus

New York: Ehemaliger Boss der La Cosa Nostra packt vor Gericht aus

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Veröffentlicht: 13:20, 16. Apr. 2011 (CEST)
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Vincent Basciano

New York (Vereinigte Staaten), 16.04.2011 – Joseph Massino, selbst ehemaliges „Familienoberhaupt“ eines Mafia-Clans, belastete den Angeklagten Vincent Basciano, genannt „Vinny Gorgeous“, in einem Verfahren wegen Mordes schwer. Er bricht damit das Gesetz des Schweigens Omertà der Mafia. Damit ist er der erste New Yorker Boss, der gegen seinen eigenen Clan auspackt. Er wird zum „Pentiti“, so werden Verräter in diesen Kreisen genannt.

Am Bundesgericht im New Yorker Stadtteil Brooklyn trat Massino, genannt „das Ohr“ oder auch „Big Joe“, im Jogginganzug als Zeuge auf. Fünf Stunden saß er im Zeugenstand. Von 1991 bis 2005 war er selbst das Oberhaupt der „Bonanno-Familie“, dann übernahm der jetzt angeklagte Basciano die Führung. Die Bonanno-Familie gehört zu den fünf größten Vereinigungen der italienischen organisierten Kriminalität (IOK) in New York.

Massino gehörte seit 1977 zur La Cosa Nostra und ist seit 2004 wegen siebenfachen Mordes, Brandstiftung, Erpressung und Geldwäsche im Gefängnis, er wurde zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt. 2005 war er zusammen mit dem Angeklagten inhaftiert. Basciano habe, so Massino, damals geprahlt, den abtrünnigen Randolph Pizzolo ermordet zu haben. Das Gespräch wurde durch das FBI aufgezeichnet. Massino hatte sich verkabeln lassen. Nach der Verurteilung wegen eines achten Mordes hatte er begonnen, mit den Behörden zu kooperieren.

Über sich sagte Massino, mit zwölf habe er Brieftauben gestohlen, in den sechziger Jahren habe er sich mit Schutzgelderpressung, Überfällen und schließlich mit Mord beschäftigt. Schnell sei er an die Spitze der Hierarchie des mehrere hundert Mitglieder umfassenden Bonanno-Clans gelangt. Er galt als „letzter Don“. Er schilderte, warum es die Ermittler so schwer hatten, gegen die „Familie“ vorzugehen: „Man redet nie in einem Club, in einem Auto, über Handy oder Telefon. Man redet nie in einem Haus, ich selbst habe meine wichtigen Besprechungen oft in einem begehbaren Kühlschrank durchgeführt oder auf Spaziergängen.“ Er selbst habe die Treffen von Clan-Mitgliedern in Clubs abgeschafft. Viel zu einfach hätte das FBI diese überwachen können.

Bascianos Anwalt bezeichnete den „alten Don“ als pathologischen Lügner. Sein Mandant habe damals behauptet, den Mord begangen zu haben, um einen Freund zu schützen.

Sammy Gravano ein Angehöriger der Cosa Nostra über die Omertà:
  • „Never open your mouth, unless you’re in the dentist’s chair.” – „Öffne nie deinen Mund, außer du sitzt im Zahnarztstuhl.“

Themenverwandte Artikel

  • Portal:New York
  • Portal:Organisierte Kriminalität

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Fußnoten

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March 31, 2011

FBI nutzt web 2.0 für Entschlüsselung in einem Mordfall

FBI nutzt web 2.0 für Entschlüsselung in einem Mordfall

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Veröffentlicht: 13:29, 31. Mär. 2011 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 31.03.2011 – Das Federal Bureau of Investigation (FBI) versucht in einem Mordfall, die neuen Möglichkeiten des Internets für seine Ermittlungstätigkeiten zu nutzen.

Im zugrunde liegenden Fall wurde am 30. Juni 1999 in St. Louis, Missouri (USA), die Leiche von Ricky McCormick gefunden. Nach den bisherigen Ermittlungen starb er eines unnatürlichen Todes und wurde auf einem Feld abgelegt. In der Hosentasche des Opfers wurde ein Zettel mit einer wahrscheinlich verschlüsselten Notiz gefunden, die nach der Auffassung des FBI nicht älter als drei Tage vor dem Todeszeitpunkt ist. Laut der Aussage von Familienmitgliedern verschlüsselte das Opfer seit seiner Kindheit seine Notizen. Allerdings ist nach bisherigen Erkenntnissen weder den Familienmitgliedern noch anderen Personen der Schlüssel für eine Entzifferung der Notizen bekannt. Auch fehlen vergleichbare, vom Opfer zuvor verschlüsselte Texte, deren Inhalt bekannt ist.

Weder die durch die Ermittler hinzugezogenen Spezialisten des FBI der Abteilung „Cryptanalysis and Racketeering Records Unit“ (CRRU) noch Mitglieder der „American Cryptogram Association“ waren bislang in der Lage, die Notiz zu entschlüsseln.

Infolge dessen entschloss sich nunmehr das FBI, sich an die Nutzer des Internets mit dem Aufruf zur Entschlüsselung des Textes zu wenden. Hierzu wurden einige Informationen und Fotos der vermeintlich verschlüsselten Notizen auf den Internetseiten des FBI veröffentlicht. Hierdurch hofft das FBI, mit Hilfe der als web 2.0 genannten Schwarmintelligenz des Internets weitere Lösungsansätze und damit neue Informationen im Ermittlungsfall zu erhalten.

Die heutigen Möglichkeiten der Schwarmintelligenz im Internet im so genannten Zeitalter des web 2.0 hatte beispielsweise auch der Politiker Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg zu spüren bekommen. Nachdem ihm durch zwei Wissenschaftler vorgeworfen worden war, er habe Teile seiner Doktorarbeit wortwörtlich ohne Einhaltung der erforderlichen Zitierregeln von anderen Quellen abgeschrieben, bildeten sich im Zuge der intensiven medialen Berichterstattung und öffentlichen Diskussion im Internet Seiten wie das „GuttenPlag Wiki“, wo dessen Doktorarbeit durch eine Vielzahl von Internetnutzern akribisch nach weiteren Unregelmäßigkeiten durchsucht wurde.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Tötungsdelikte
  • Portal:Internet

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January 20, 2011

USA: Schlag gegen die Mafia

USA: Schlag gegen die Mafia – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

USA: Schlag gegen die Mafia

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Veröffentlicht: 23:04, 20. Jan. 2011 (CET)
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FBI-Siegel

New York (Vereinigte Staaten), 20.01.2011 – Die Bundespolizei der Vereinigten Staaten, FBI, hat in einer großangelegten Razzia 127 mutmaßliche Mitglieder der Mafia (Cosa Nostra) festgenommen. Das FBI bezeichnete ihre heutige Aktion als „den größten eintägigen Einsatz gegen die Mafia in der Geschichte des FBI“.

Die Zahl der Straftaten, deretwegen die Strafverfolgungsbehörden Anklage erheben werden, liest sich wie eine alphabetische Aufzählung aller möglichen Straftatbestände. Beginnend mit B wie Brandstiftung, Einbruch, Erpressung, Hehlerei, illegales Glücksspiel, Kokainhandel, Lohnbetrug, natürlich M wie Mord, Raub, Schutzgeldvergehen bis Z wie Zinswucher. 800 Polizeibeamte waren in New York, Long Island und im Nachbarstaat New Jersey im Einsatz. Die Festgenommenen wurden zunächst auf ein Gefängnisschiff im Fort Hamilton vor der Küste New Yorks verbracht.

Wesentliche Grundlage für den heutigen erfolgreichen Schlag gegen das organisierte Verbrechen waren Aussagen von Mafia-Aussteigern.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Polizeieinsätze
  • Portal:New York
  • Portal:Organisierte Kriminalität

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May 6, 2010

Terroranschlag auf dem New Yorker Times Square vereitelt

Terroranschlag auf dem New Yorker Times Square vereitelt

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Veröffentlicht: 20:21, 6. Mai 2010 (CEST)
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New York (Vereinigte Staaten von Amerika), 06.05.2010 – Einen Terroranschlag mit einer Autobombe konnte die Polizei am Samstagabend vereiteln. In einem geparkten Geländewagen wurde ein Sprengsatz gefunden, der letztlich nicht detonierte. Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg sprach von einem „amateurhaften Sprengsatz“ mit „ordentlicher Sprengkraft“. Auf Grund eines Hinweises eines aufmerksamen T-Shirt-Verkäufers konnte die Bombe bestehend aus drei Propangasbehältern, haushaltsüblichen Feuerwerkskörpern, zwei 19-Liter-Kanister mit Benzin sowie zwei Uhren mit Batterien unschädlich gemacht werden. Gegen 18.30 Uhr Ortszeit wurden die Sicherheitskräfte alarmiert. Das auf der 45. Straße mit eingeschalteter Warnblinkanlage geparkte Auto qualmte. Überwachungskameras überführten den 30-jährigen Faisal Shahzad, der nach einem fünfmonatigen Aufenthalt in Pakistan erst vor kurzer Zeit in die Vereinigten Staaten von Amerika zurückgekehrt war. US-Justizminister Eric Holder gab bekannt, dass der geständige Verdächtige wegen Terrorismus und Verwendung von Massenvernichtungswaffen angeklagt wird. Der Täter wurde am New Yorker Kennedy-Flughafen aus einer startbereiten Maschine nach Dubai geholt. Das FBI untersucht Verbindungen zu Terrorgruppen.

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March 12, 2009

Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Alabama

Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Alabama

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Veröffentlicht: 20:21, 12. Mär. 2009 (CET)
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Lage des US-Bundesstaates Alabama

Geneva County im US-Bundesstaat Alabama

Kinston (Vereinigte Staaten), 12.03.2009 – Bei einem Amoklauf im Südosten des Bundesstaates Alabama der Vereinigten Staaten, im Geneva County, und einer anschließenden Verfolgungsjagd des Amokschützen durch die Polizei tötete ein 28-jähriger Mann am Dienstagabend (Ortszeit) mindestens zehn Menschen. Der Täter erschoss sich nach stundenlanger Verfolgungsjagd durch die Polizei schließlich selbst.

Der Amoklauf begann ersten Ermittlungen zufolge in der Nähe des kleinen Ortes Kinston (Coffee County), wo der Täter, M. McLendon, das Haus seiner Mutter anzündete, nachdem er sie zuvor mit einem Kopfschuss getötet hatte. Die Polizei fand später die Leiche der Frau in der Küche des abgebrannten Hauses. Die Leiche war in Decken eingewickelt, die mit Verdünner getränkt worden waren. Die so vorbereitete Leiche hatte der Täter dann angezündet.

Unweit dieses Ortes, in Samson, erschoss der Mann dann seine Freundin, seine Großeltern, bei denen er als Kind gelebt hatte, sowie weitere Verwandte in der Nachbarschaft – insgesamt sieben Menschen. Unter den ersten Opfern befanden sich auch der stellvertretende örtliche Sheriff, dessen Frau und ein einjähriges Kind der Familie. Danach fuhr der Mann mit einem Auto in die 20 Kilometer entfernte Ortschaft Geneva, wo er nach Medienberichten wahllos auf weitere Menschen in Supermärkten und Geschäften mit einer halbautomatischen Waffe schoss. Auf der rund 20 Kilometer langen Verfolgungsjagd auf dem Highway 52 nach Geneva feuerte der Mann auf andere Autos; dabei starb ein Autofahrer. Dann gelang es der Polizei offenbar, den flüchtigen Amokläufer nördlich der Stadt Geneva zu stellen. Dieser verschanzte sich dort in einer Fabrik für Klimaanlagen (nach anderen Berichten handelt es sich um das Gelände einer Metallwerkstatt, in der der Täter einmal gearbeitet haben soll), wo er die Waffe schließlich gegen sich selbst richtete und sich erschoss. Das Motiv des Schützen ist noch unklar. Aufgrund der zahlreichen Verwandten, die getötet wurden, vermuteten Medien ein Familiendrama als Hintergrund der Tat.

McLendon hatte in einer Wurstfabrik gearbeitet. Bei seinen Nachbarn war er bereits mehrfach unangenehm wegen Schießübungen aufgefallen, die er im Garten veranstaltet hatte. Davon abgesehen nahmen ihn seine Nachbarn und Kollegen als verschlossenen Menschen wahr; ein Firmensprecher seines letzten Arbeitgebers bezeichnete McLendon als „zuverlässigen Teamarbeiter“. Bezirksstaatsanwalt Gary McAliley beschrieb den Amokschützen als Waffennarr. Bei der Durchsuchung des Hauses fand die Polizei später Dutzende Munitionsschachteln und eine große Menge anderen Materials „wie es beim Überlebenstraining eingesetzt wird“, so der ermittelnde Staatsanwalt. Außerdem wurde eine Liste von Arbeitskollegen des Täters gefunden, die Aufzählungen von Vorfällen enthielten, bei denen sich McLendon zurückgesetzt oder beleidigt gefühlt hatte. Auf dem Küchentisch wurden außerdem Entlassungspapiere seiner Mutter gefunden. Diese deuten laut Medienberichten auf einen möglichen wirtschaftlichen Hintergrund der Tat hin.

Seit Mittwochabend ermittelt in dem Fall die Bundespolizei FBI an sechs verschiedenen Tatorten.

Der Amoklauf von Alabama ereignete sich wenige Stunden bevor im baden-württembergischen Winnenden ein 17-jähriger Jugendlicher ein Blutbad unter den Schülern seiner ehemaligen Schule anrichtete. Dabei fand über ein Dutzend Menschen den Tod.

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