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September 20, 2011

Japan: Massen-Evakuierung wegen Taifun „Roke“

Japan: Massen-Evakuierung wegen Taifun „Roke“

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Veröffentlicht: 23:20, 20. Sep. 2011 (CEST)
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Prognostizierte Zugbahn

Grafik: Joint Typhoon Warning Center

Tokio (Japan), 20.09.2011 – Ein ganzes Land wappnet sich: Japan wird erneut von einem Taifun bedroht. Am Mittwoch soll „Roke“ um 17:00 Uhr Ortszeit (ca. 10:00 Uhr MESZ) in Zentraljapan auf das Festland treffen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 144 Kilometern pro Stunde wird er sich laut dem japanischen Wetterdienst vermutlich Richtung Nordwesten wenden – dorthin, wo die Atomruine Fukushima liegt. Die Behörden der Stadt Nagoya, wo unter anderem der Hauptsitz von Toyota liegt, hat etwa 80.000 Einwohner, insgesamt rund 30.000 Haushalte, zur Evakuierung angewiesen. Fast eine Million weiterer Einwohner sollen freiwillig die Stadt räumen. Es wird gefürchtet, dass die Flüsse Tenpaku und Shonai über die Ufer treten. Trotz der Warnungen hätten bis Dienstagnachmittag laut CNN erst rund 60 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Die meisten würden wahrscheinlich gegen Abend fliehen, wenn der Sturm sich nähere. Die Stadt hatte bereits beim japanischen Militär um Truppen zum Katastrophenschutz angefragt.

Der Taifun „Roke“ am 17. September

Landesweit seien, so berichtete der Fernsehsender NHK, insgesamt 1,32 Millionen Menschen von den Evakuierungen betroffen. Der Taifun nähert sich der Hauptinsel Honshū. Zu rechnen sei mit starken Überschwemmungen, Dammbrüchen und Erdrutschen. Autobahnen wurden gesperrt, der Zugverkehr teilweise eingestellt. Die Behörden rechnen an einigen Orten mit bis zu 80 Millimetern Niederschlag pro Stunde.

Die Vorhut des Sturms hat bereits zwei Opfer gefordert: Ein neunjähriger Junge sei von einem angeschwollenen Kanal in der Stadt Tajimi fortgeschwemmt worden. In der Stadt Shirakawa soll ein 84 Jahre alter Mann in einen Fluss gefallen sein. Beide werden vermisst. Das berichtet die Mainichi Daily News unter Berufung auf Behörden- und Polizeiangaben. Die Süddeutsche Zeitung meldet ein weiteres Opfer. Der Mann soll beim Versuch, einen verstopften Abfluss freizumachen, umgekommen sein. Es soll sich dabei laut der Nachrichtenagentur Jiji um einen 65-Jährigen aus Nagoya handeln.

Bereits Anfang September hatte der Taifun „Talas“ in Japan gewütet. Rund 100 Menschen kamen dabei um. Die Behörden hatten 46.000 Einwohner zur Evakuierung aufgefordert. „Talas“ sei der folgenschwerste Sturm nach dem Taifun von 2004 gewesen, berichtet Die Welt. Zwischen Mai und November liegt der Höhepunkt der Pazifischen Taifunsaison, in der sich im westlichen Pazifik besonders viele tropische Wirbelstürme bilden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Naturkatastrophen
  • Mehr als 50 Japaner sterben durch Taifun Talas (12.09.2011)
  • Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Taifun Roke (2011)“.
  • Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Pazifische Taifunsaison 2011“.

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September 7, 2011

Japan plant jetzt Atomausstieg

Japan plant jetzt Atomausstieg – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Japan plant jetzt Atomausstieg

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Veröffentlicht: 09.09.2011
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Tōkyō (Japan), 07.09.2011 – Nach der diesjährigen Atomkatastrophe, deren Folgen noch immer nicht abzusehen sind, plant die japanische Regierung jetzt den Atomausstieg. Wie Japans neuer Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie, Hachiro am Montag erklärte, wolle das Land von atomarer Energie unabhängig werden. Das berichteten die japanischen Nachrichtenagenturen Kyodo und Jiji.

Laut der US-amerikanischen Tageszeitung New York Times hatte Premierminister Noda zu Amtsbeginn am 2. September angekündigt, Japan werde seine Kernkraftwerke nur noch bis zum Ende der Laufzeiten betreiben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Japan

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July 24, 2011

Norden Japans von Erdbeben der Stärke 6,4 erschüttert

Norden Japans von Erdbeben der Stärke 6,4 erschüttert

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Veröffentlicht: 23:35, 24. Jul. 2011 (CEST)
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Tōkyō (Japan), 24.07.2011 – Am Samstag, dem 23. Juli gegen 13:34 Uhr Ortszeit (6:34 Uhr MESZ) ist der Norden Japans ein weiteres Mal von einem Erdbeben erschüttert worden. Das Hypozentrum des Bebens der Stärke 6,4 auf der Momenten-Magnitude-Skala habe vor der Pazifikküste der Präfektur Miyagi in einer Tiefe von etwa 36 Kilometern gelegen, teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Das Epizentrum lag demnach 125 Kilometer nordöstlich von Sendai, der Hauptstadt von Miyagi. Die japanische Meteorologie-Behörde gab die Stärke des Bebens mit 6,5 an, die Herdtiefe mit 40 Kilometern. Das in Folge der Katastrophe vom 11. März 2011 havarierte Atomkraftwerk Fukushima I, bei dem letztlich rund 20.000 Menschen den Tod fanden, wurde durch das erneute Erdbeben nach Angaben des Betreibers Tepco nicht weiter beschädigt. Schäden oder Opfer sind zur Stunde nicht bekannt. Eine lokale Tsunamigefahr bestand laut Tsunami-Warnzentrum, jedoch blieb dieser bislang aus.

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May 6, 2011

Japanische Regierung will zwei Reaktoren des Kernkraftwerks Hamaoka stilllegen lassen

Japanische Regierung will zwei Reaktoren des Kernkraftwerks Hamaoka stilllegen lassen

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Veröffentlicht: 17:39, 6. Mai 2011 (CEST)
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Tōkyō (Japan), 06.05.2011 – Zwei Reaktoren des Kernkraftwerks Hamaoka, etwa 173 Kilometer von Tōkyō entfernt, sollen nach Auffassung der japanischen Regierung wegen Sicherheitsbedenken heruntergefahren werden und auf Dauer stillgelegt werden. Der Betreiberfirma Chubu Electric werde laut Medienberichten eine Bitte der japanischen Regierung übermittelt, wonach die Reaktoren Vier und Fünf des Kernkraftwerks abgeschaltet werden sollen.

Zur Begründung wurde darauf verwiesen, dass die Anlage in der Nähe einer tektonischen Verwerfung liege. Der Ministerpräsident stützt sich auf Berechnungen japanischer Regierungsexperten, die für die Region in den nächsten 30 Jahren von einer 87-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine schweres Erdbeben der Stärke Acht ausgehen.

Ein Erdbeben und der nachfolgende Tsunami hatten am 11. März zum Ausfall der Kühlsysteme in dem Kernkraftwerk Fukushima I geführt. Durch nachfolgende Wasserstoffexplosionen war es zur Freisetzung von Radioaktivität in die Umwelt gekommen. Der Kernkraftwerksunfall im KKW Fukushima I wurde in die Stufe 7 der internationalen Störfallskala (INES) eingeordnet, in die auch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl eingeordnet wurde.

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  • Portal:Japan

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April 28, 2011

Datenklau bei Sony: Mehr als 75 Millionen Nutzer betroffen

Datenklau bei Sony: Mehr als 75 Millionen Nutzer betroffen

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Veröffentlicht: 10:37, 28. Apr. 2011 (CEST)
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Tōkyō (Japan), 28.04.2011 – Bei einem Hackerangriff auf die Plattform PlayStation Network des Elektronikkonzerns Sony vor zehn Tagen sind möglicherweise die persönlichen Daten von über 75 Millionen PlayStation-Nutzern gestohlen worden. Sony hat die entsprechenden Server daraufhin herunter gefahren, um weiterem Datendiebstahl vorzubeugen. Möglicherweise handelt es sich bei dem Vorgang um den größten Datenklau in der Geschichte.

Sowohl Namen, Geburtsdaten als auch Kontodaten könnten von den Hackern eingesehen werden. Laut stern.de räumt die Firma Sony ein, dass auch Kreditkarteninformationen und Kontodaten ausgespäht worden sein könnten: „Obwohl es derzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass auf Kreditkarteninformationen widerrechtlich zugegriffen wurden, können wir diese Möglichkeit nicht gänzlich außer Betracht lassen“.

Noch ist jedoch nicht sicher, ob die sensiblen Daten auch kopiert wurden. Sony meldet, dass bis jetzt keine Schäden durch diesen Vorfall gemeldet wurden. Denkbar sei jedoch, dass Schadenersatzforderungen auf den Konzern zukämen. Es wird vermutet, dass die Hackergruppe „anonymus“ für den Vorfall veranwortlich ist. Die Hackergruppe hat das jedoch dementiert. Sascha Pfeiffer, Sicherheitsberater beim Softwareanbieter Sophos, wirft Sony Schlamperei vor: „Dass ein Datendiebstahl in diesem Ausmaß bei Sony möglich war, ist ein Zeichen großer Nachlässigkeit. So etwas kann nur passieren, wenn jemand schlampt.“ Auch dass die Hackergruppe Anonymus für den Angriff auf die Sony-Server verantwortlich ist, bezweifelt Pfeiffer: „Das war ein profitorientierter Angriff. Ich glaube nicht, dass dafür eine Gruppe wie Anonymous verantwortlich ist, die arbeiten anders und sind nicht an Gewinnmaximierung interessiert.“

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  • Portal:Internet

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April 27, 2011

Japan: Wiederaufbau könnte bis zu zehn Jahre dauern

Japan: Wiederaufbau könnte bis zu zehn Jahre dauern

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Veröffentlicht: 20:54, 27. Apr. 2011 (CEST)
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Tōkyō (Japan), 27.04.2011 – Eine von der Regierung Japans eingesetzte Expertenkommission sieht mit dem bevorstehenden Wiederaufbau des Landes nach Erdbeben, Tsunami und Kernkraftswerkskatastrophe eine gigantische Aufgabe auf Japan zukommen. Bis zu zehn Jahre könnte demnach der Wiederaufbau dauern.

Allein drei Jahre veranschlagen die Experten für die Wiederinstandsetzung der zerstörten Brücken und den Bau provisorischer Häuser für die obdachlos gewordenen Japaner in der Tsunami-Katastrophenregion. Durch das Erdbeben und den darauf folgenden Tsunami waren rund 13.000 Menschen getötet und 130.000 obdachlos geworden.

Der durch die Katastrophe entstandene Schaden wird von der japanischen Regierung auf 200 Milliarden Euro geschätzt. Die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) geht von Kosten für den Wiederaufbau des Landes zwischen 20 und 50 Billionen Yen aus (umgerechnet rund 165 bis 421 Milliarden Euro).[1]

S&P senkte aufgrund dieser Einschätzung die Kreditwürdigkeit Japans im Länderrating langfristig auf „negativ“, wenn es der Regierung nicht gelingt, die hohe Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen. Die Staatsverschuldung des asiatischen Landes wird im kommenden Haushaltsjahr nach Einschätzung von S&P auf 145 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ansteigen.

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Quellen

Fußnoten

  1. Tageskurs vom 27.04.2011: 1 Yen = 0,0083 Euro, Quelle: Yahoo! Währungsrechner

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April 22, 2011

Japan plant Nachtragshaushalt von umgerechnet 33 Milliarden Euro für den Wiederaufbau

Japan plant Nachtragshaushalt von umgerechnet 33 Milliarden Euro für den Wiederaufbau

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Veröffentlicht: 19:30, 22. Apr. 2011 (CEST)
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Tōkyō (Japan), 22.04.2011 – Rund 33 Milliarden Euro (4,02 Billionen Yen) will die japanische Regierung für einen Nachtragshaushalt zur Bewältigung der Folgekosten des Erdbebens und Tsunamis sowie der nachfolgenden Kernkraftwerkshavarie vom 11. März des Jahres in den beiden Kammern des Parlaments beantragen. Der Etatentwurf von Ministerpräsident Naoto Kan soll am 2. Mai im Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden. Am 29. April sollen die Verhandlungen mit der Opposition über den Nachtragshaushalt beginnen. Die Opposition erklärte bereits, dem Haushaltsentwurf der Regierung zustimmen zu wollen.

Zur Gegenfinanzierung soll unter anderem die geplante Erhöhung des Kindergeldes gestrichen werden. Die Staatsverschuldung des Landes beträgt 200 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung und liegt damit höher als in allen anderen Industrieländern. Politische Beobachter erwarten, dass der geplante Etat erst den Beginn weiterer finanzieller Lasten darstellt, die durch die Erdbeben- und Tsunamikatastrophe entstanden sind. Der Gesamtschaden der Katastrophe wird von der japanischen Regierung mit umgerechnet rund 300 Milliarden US-Dollar beziffert.

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April 12, 2011

Nachbeben in Japan – Behörden weiten Sicherheitszone aus

Nachbeben in Japan – Behörden weiten Sicherheitszone aus

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Veröffentlicht: 23:58, 12. Apr. 2011 (CEST)
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Tōkyō (Japan), 12.04.2011 – Einen Monat nach dem schweren Erdbeben und dem anschließenden Tsunami wurde mit einer Schweigeminute im ganzen Land der vermutlich 28.000 Opfer gedacht (13.000 bestätigte Tote und ca. 14.600 Vermisste), als ein weiteres Erdbeben der Stärke 6,6 auf der Momenten-Magnituden-Skala das Land just in der Region um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima-Daiichy (landläufig Fukushima 1 genannt) erschütterte. Zuvor war eine Stärke von 7,1 gemeldet worden, was das nationale Erdbebeninformationszentrum (NEIC) als geologischer Dienst der Vereinigten Staaten nach unten korrigierte. Das Hypozentrum lag ersten Angaben zufolge in 13 Kilometern Tiefe (jetzt 10 Kilometer laut US-Kartographiebehörde (USGS)) in einer Entfernung von 88 Kilometern östlich von Fukushima. Am Folgetag um 8.08 Uhr (Ortszeit) hat sich dort ein weiteres Beben der Stärke 6,2 in 13 Kilometern Tiefe nur 77 Kilometer südsüdöstlich von Tōkyō ereignet.

Zuvor hatten die japanischen Behörden die Sicherheitszone von 20 auf 30 Kilometern im Umkreis um das Kraftwerk ausgeweitet. Den 70.000 betroffenen Menschen soll es nicht mehr gestattet werden, im Umkreis von 20 Kilometern Habseligkeiten in ihren unbewohnbaren Häusern sicherzustellen. Am selben Tag wurde laut Betreiber Tepco zum letzten Mal gering radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer geleitet. Am Dienstag hatte die Japanische Atomaufsichtsbehörde die Einstufung des Störfalls im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi hochgesetzt, nachdem im Reaktor vier des Atomkraftwerks nach weiteren heftigen Nachbeben neuerlich ein Brand ausgebrochen war, welcher schnell gelöscht werden konnte. Laut Betreiber Tepco ist das Abpumpen der stark radioaktiv verseuchten Pegel in den Reaktorgebäuden fehlgeschlagen. Die japanische Atomaufsichtsbehörde stufte den Unfall von fünf (Ernster Unfall) auf sieben (Katastrophaler Unfall) hoch. Die Strahlenwerte sollen nicht so hoch sein wie die in Tschernobyl gemessenen. Der Unfall rangiert jetzt auf der selben Gefahrenstufe der internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES), wie der in Tschernobyl. Die Einstufung der Störungsfälle löst derzeit keine international festgelegten Maßnahmen aus.

Bewertungsskala:[Bearbeiten]

7
Katastrophaler Unfall
6
Schwerer Unfall
5
Ernster Unfall
4
Unfall
3
Ernster Störfall
2
Störfall
1
Störung
0
Ereignis ohne oder mit geringer sicherheitstechnischer Bedeutung

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April 1, 2011

Japans Finanzwirtschaft reagiert auf Katastrophe

Japans Finanzwirtschaft reagiert auf Katastrophe

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Veröffentlicht: 15:55, 1. Apr. 2011 (CEST)
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Tōkyō (Japan), 01.04.2011 – Wie der Nachrichtendienst von Dow Jones berichtet, zieht sich die japanische Finanzholding Nomura teilweise aus dem europäischen Aktienmarkt zurück und realisierte mit Verkäufen einige Kursgewinne an der Börse, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Meldung sorgte allerdings bei einigen börsennotierten Unternehmen für Kurseinbrüche. So fielen die Werte von Conergy und Solon jeweils kurzfristig um elf Prozent. Die Aktien, die zum Portofolio von Nomura gehören, sind Anteile an deutschen, spanischen und anderen europäischen Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien. Es handelt sich insgesamt um Wertpapiere, die in einem Volumen von täglich mehreren 100 Millionen Euro an den internationalen Börsen gehandelt werden.

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March 19, 2011

Radioaktives Jod im Trinkwasser der japanischen Hauptstadt

Radioaktives Jod im Trinkwasser der japanischen Hauptstadt

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Veröffentlicht: 20:38, 19. Mär. 2011 (CET)
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Lage der Schilddrüsen

Tōkyō (Japan), 19.03.2011 – Im Trinkwasser der japanischen Hauptstadt Tōkyō wurden jetzt erstmals Spuren eines radioaktiven Isotops von Iod gefunden. Das berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf einen Vertreter des Wissenschaftsministeriums. Auch in weiteren zentraljapanischen Präfekturen wurde radioaktives Iod im Trinkwasser entdeckt. Radioaktives Iod lagert sich insbesondere in der Schilddrüse ein.

Ein Ministeriumsvertreter erklärte gegenüber Medienvertretern jedoch, die Grenzwerte für die zulässige Radioaktivität würden in allen Fällen nicht überschritten. Kontakt mit radioaktivem Iod kann Krebs verursachen. Nach Behördenangaben wurden erhöhte Strahlungswerte auch in Milch und Spinat aus der Präfektur Fukushima sowie der benachbarten Präfektur Ibaraki im Umkreis des havarierten Kraftwerks Fukushima I gefunden. Die gemessenen Strahlungswerte lagen über dem zulässigen Höchstwert. Der Verkauf der Lebensmittel wurde gestoppt. Eine unmittelbare Gefahr für den Menschen bestehe angeblich jedoch nicht.

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  • Portal:Japan

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