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January 13, 2013

Deutsche Bischofskonferenz stoppt kriminologische Studie zum sexuellen Missbrauch

Deutsche Bischofskonferenz stoppt kriminologische Studie zum sexuellen Missbrauch

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Veröffentlicht: 02:37, 13. Jan. 2013 (CET)
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Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts

Hannover (Deutschland), 13.01.2013 – Im Juni 2011 hatte die Deutsche Bischofskonferenz beschlossen, zusammen mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) eine Studie zum sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche zu erstellen. Am Mittwoch dieser Woche (9. Januar) wurde der Vertrag mit dem Forschungsinstitut gekündigt. Als Begründung wurde auch angegeben, es werde ein neuer Partner für die Studie gesucht.

Das Kriminologische Forschungsinstitut wird seit 2003 von Christian Pfeiffer geleitet, der zuvor Justizminister des Landes Niedersachsen war. Er wirft der Deutschen Bischofskonferenz jetzt vor, die Ergebnisse der Missbrauchsstudie zensieren zu wollen. Außerdem seien wichtige Unterlagen vernichtet worden. Seine Kritik richtet sich insbesondere gegen die Erzbistümer München und Freising. Wegen dieser Vorwürfe hat die Deutsche Bischofskonferenz eine Unterlassungsklage gegen Pfeiffer erhoben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Recht in Deutschland

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June 19, 2012

Augsburg: Katholische Kirche verliert Rechtsstreit wegen Kündigung einer lesbischen Erzieherin

Augsburg: Katholische Kirche verliert Rechtsstreit wegen Kündigung einer lesbischen Erzieherin

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Veröffentlicht: 20:58, 19. Jun. 2012 (CEST)
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Datei:Kindergartenfrankfurt.jpg
Bild einer Kindergartengruppe in Frankfurt am Main

Augsburg (Deutschland), 19.06.2012 – Heute fand die mündliche Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht in Augsburg statt: Verhandelt wurde der Fall einer lesbischen Erzieherin, deren Arbeitsverhältnis von der katholischen Kirche wegen ihrer sexuellen Orientierung während der Elternzeit gekündigt worden war. Das Gericht entschied: Während der Elternzeit steht die Mitarbeiterin unter besonderem Schutz, so dass die Kündigung unwirksam war.

Die 39-jährige Frau war Leiterin eines Kindergartens im Landkreis Neu-Ulm. Als sie wegen der Geburt ihres Kindes ihre Elternzeit beantragte, teilte sie der Pfarrkirchenstiftung als Betreiberin des Kindergartens mit, dass sie in einer Lebenspartnerschaft mit einer anderen Frau lebe. Die Pfarrkirchenstiftung sah hierin einen Verstoß gegen die katholische Glaubens- und Sittenlehre und möchte die Kündigung des Arbeitsverhältnisses aussprechen. Wegen des besonderen Kündigungsschutzes während der Elternzeit, benötigt sie hierzu die Zustimmung des Gewerbeaufsichtsamts, die aber nicht erteilt worden war. Deshalb kam es zum Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht: Die Pfarrkirchenstiftung klagte gegen den die Regierung von Oberbayern auf Erteilung der Zustimmung zu der Kündigung.

Das Verwaltungsgericht Augsburg hat die Klage abgewiesen (Az.: Au 3 K 12.266 vom 19.06.2012). Der Präsident und Pressesprecher des VG Augsburg Ivo Moll führte aus: Auch wenn die Kirche das Verhalten der Frau als schwerwiegenden Loyalitätsverstoß einstufe, so rechtfertige dies nicht die Aufhebung der besonderen Schutzbestimmungen für Mütter in der Elternzeit: „Staatliches Recht kann mit kirchlichem kollidieren“. Die Mitarbeiterin sei seit 13 Jahren als Leiterin des Kindergartens tätig gewesen. Ihr Interesse „an einem kontinuierlichen Erwerbsleben und an der Einhaltung der Kündigungsfrist nach Ablauf der Elternzeit sei höher zu bewerten als das Interesse der Kirche, das Arbeitsverhältnis bereits während der Elternzeit zu beenden.“ Das staatliche Recht sehe Lebenspartnerschaften ausdrücklich vor. Außerdem habe nicht die Mitarbeiterin, sondern die Kirche die Lebenspartnerschaft öffentlich gemacht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bistumssprecher Markus Kremser erklärte hierzu: „Aus Sicht der Diözese handelt es sich um einen so schwerwiegenden Verstoß gegen die Loyalitätspflicht eines Mitarbeiters, dass eine Kündigung keinen Aufschub duldet.“ Bekannt wurde der Kirche die gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft, da die Frau eine Bescheinigung über ihre „Heirat“ abgegeben hatte. Sie war sich dabei bewusst, dass die Kirche, als ihr Arbeitgeber, dies vermutlich nicht dulden würde.

Die kirchenkritische Laienbewegung „Wir sind Kirche“ äußerte sich kritisch zur Kündigung: „Die Moral wird durchgefochten – koste es, was es wolle“.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Römisch-katholische Kirche
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Arbeitsrecht der Kirchen“.

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January 28, 2012

Kardinal kritisiert Schwangerschaftsabbruch bei ungeborenen Kindern mit Down-Syndrom

Kardinal kritisiert Schwangerschaftsabbruch bei ungeborenen Kindern mit Down-Syndrom

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Veröffentlicht: 10:03, 28. Jan. 2012 (CET)
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Junge mit Down-Syndrom

Kardinal Angelo Bagnasco (2005)

Genua (Italien), 28.01.2012 – Kardinal Angelo Bagnasco, Vorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz, kritisierte bei einer Podiumsdiskussion „die wachsende Tendenz“ zu Schwangerschaftsabbrüchen bei Embryonen beziehungsweise Föten mit Down-Syndrom. Tötungen dürften nicht der Preis für eine Gesellschaft der Gesunden sein. Er bezog sich dabei auf dänische Medienberichte. Die Podiumsdiskussion zum Thema „Ethik des Lebens und Sozialethik“ fand am 18. Januar in Genua statt.

Dänemark bietet allen schwangeren Frauen seit 2004 eine kostenlose kombinierte Ultraschall- und Blutuntersuchung zur Erkennung des Down-Syndroms an. 2005 sank in Dänemark die Anzahl Neugeborener mit Down-Syndrom um die Hälfte. Von 2004 bis 2010 sank sie jährlich durchschnittlich um 13 Prozent. Die dänische Zeitung Berlingske schrieb im Juli 2011, dass, wenn sich diese Entwicklung fortsetze, das letzte Kind mit Down-Syndrom in Dänemark im Jahre 2030 geboren würde.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal: Dänemark
  • Portal: Religion

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September 8, 2011

Paraguay: Geldspenden aus dem Kirchturm in die Menge

Paraguay: Geldspenden aus dem Kirchturm in die Menge

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Veröffentlicht: 21:30, 8. Sep. 2011 (CEST)
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Guarambaré (Paraguay), 08.09.2011 – Alljährlich zieht ein großes Spektakel mehr als 10.000 Menschen an. 50 Gemeindemitglieder der katholischen Kirche in Guarambaré warfen am Mittwoch Geldscheine vom Kirchturm auf den Kirchplatz. Dort hatten sich 3.000 Kinder versammelt, um möglichst viele der Scheine zu ergattern. Weitere 10.000 Menschen schauten dem Ereignis zu.

Der Pfarrer Marcos Schultz ist wenig begeistert von dieser alten Tradition: „Wir können dies nicht verhindern“ äußerte er gegenüber Agence France-Presse (AFP). Er fürchtet, dass die alte Kirche bei dem Geremple einstürzen könnte.

Nur die Kinder dürfen sich am Aufsammeln der Banknoten beteiligen. Als Dank an die Mutter Gottes schleppte sich auch ein 99-Jähriger mit Hilfe von Verwandten auf den Turm und ließ Scheine regnen. Er sagte: „Ich werfe mehr Geld herunter, weil ich noch länger leben will.“

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Römisch-katholische Kirche

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July 10, 2011

Deutsche Bischofskonferenz beschließt systematische Untersuchung kirchlicher Mißbrauchsfälle

Deutsche Bischofskonferenz beschließt systematische Untersuchung kirchlicher Mißbrauchsfälle

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Veröffentlicht: 11:18, 10. Jul. 2011 (CEST)
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Bad Gastein Kirche Sankt Preimskirche 03.jpg

Bonn (Deutschland), 10.07.2011 – Die katholische Kirche öffnet die Personalakten. Mitarbeiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) und Kirchenmitarbeiter werden die Akten auf Hinweise von sexuellem Missbrauch durchforsten.

18 der 27 deutschen Diözesen sind von der Aktion betroffen. In neun davon sollen die Akten ab 1945, in den weiteren die letzten zehn Jahre überprüft werden. Die Revisoren werden bei ihrer Arbeit auf mehrere Probleme stoßen. Rechtsanwältin Marion Westphal hatte die Missbrauchsfälle der Jahre 1945 bis 2009 im Bistum München und Freising untersucht. Sie entdeckte dabei systematische Aktenvernichtungsaktionen. Teilweise waren Akten in Privatwohnungen geschafft worden, um den Skandal einzudämmen oder abzuwehren. In den Akten war sexueller Missbrauch in verharmlosenden Worten dargestellt.

Drei Jahre soll die Untersuchung dauern. Es ist geplant, Opfern einen Fragebogen zuzuschicken. Bei Interesse soll es zu ausführlichen Interviews kommen, auch für die Täter gilt das, soweit sie dazu bereit sind.

Weitere Details der Untersuchung wollen die Bischöfe diese Woche vorstellen. Die katholische Kirche will damit vor allem verloren gegangenes Vertrauen bei den Gläubigen zurückgewinnen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Römisch-katholische Kirche

Quellen

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May 3, 2011

Kritik an Merkel-Äußerung: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

Kritik an Merkel-Äußerung: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

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Veröffentlicht: 22:51, 3. Mai 2011 (CEST)
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Kritik an Merkel-Äußerung: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“
Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.
Kritik an Merkel-Äußerung: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

– Angela Merkel auf einer Pressekonferenz am 02. Mai 2011 lt. welt.de (Archivbild)

Berlin (Deutschland), 03.05.2011 – Die von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) öffentlich geäußerte Freude über den Tod des al-Qaida-Führers Osama bin Laden, der am Montag von einem Sonderkommando der US-Streitkräfte in einem Haus in Pakistan getötet worden war, hat vor allem unter Kirchenvertretern in Deutschland Befremden ausgelöst.

Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, sagte in einem Pressegespräch, der Tod des Terroristen könne kein Grund zur Freude sein. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, äußerte sich ähnlich. Er hält die Erleichterung über das Ende des Wirkens einer „Symbolfigur des internationalen Terrorismus“ zwar für nachvollziehbar, kritisierte jedoch, wenn der „Tod eines Menschen mit dem Gefühl der Freude“ verbunden werde. Dies sei „keine Kategorie, in der ich denke.“

Auch der Sprecher der CSU-nahen („ChristSoziale Katholiken“) (CSK), Thomas Goppel, zog eine Grenze: „Von Erleichterung darf man reden, eine Freude zu empfinden, geht mir ein bisschen weit.“ Ähnlich äußerten sich auch andere Politiker innerhalb der Union.

Auch international stieß die Merkel-Äußerung nicht überall auf Zustimmung. Vatikansprecher Federico Lombardi distanziert sich von einem Gefühl der Freude als Reaktion auf den Tod des Terroristen: „Angesichts des Todes eines Menschen freut sich ein Christ nie.“ Ein Richter am UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag äußerte sich anonym gegenüber der Berliner Zeitung. Er sagte, er sei über die Aussage Merkels „höchst befremdet“.

Die Frage nach der rechtlichen Beurteilung der Tötung des weltweit gesuchten Führers des Terrornetzwerks al-Qaida ist noch nicht eindeutig beantwortet. Die Beurteilung hängt davon, ob man die Kommandoaktion als „gescheiterten Festnahmeversuch“ oder als „Vollstreckung eines Todesurteils“ wertet, argumentiert ein Redakteur der Berliner Zeitung. Martin Wenning-Morgenthaler, der Sprecher der Neuen Richtervereinigung, warf Merkel vor diesem Hintergrund einen Mangel an rechtsstaatlichem Bewusstsein vor.

US-amerikanische Zeitungen waren in der Beurteilung der Bin-Laden-Tötung weniger zimperlich. „Verrotte in der Hölle“, titelt die New Yorker Tageszeitung „Daily News“ am Morgen danach. In einem Brief des Herausgebers heißt es weiter: „Das ist ein Moment höchster Freude und nationalen Stolzes.“ Die Tötung Osama bin Ladens sei „ein Moment süßer Rache“ und weiter: „Tot. Er ist tot. Gott schütze Amerika.“

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January 14, 2011

Papst Johannes Paul II. soll seliggesprochen werden

Papst Johannes Paul II. soll seliggesprochen werden

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Veröffentlicht: 21:36, 14. Jan. 2011 (CET)
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Johannes Paul II. (2004)

Rom (Italien), 14.01.2011 – Papst Johannes Paul II. soll am 1. Mai 2011 durch Papst Benedikt XVI. in Rom seliggesprochen werden. Das teilte der Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, Kardinal Angelo Amato, in Rom mit. Der Vorgänger von Benedikt XVI. soll ein Wunder vollbracht haben.

Drei Monate nach dem Tod von Johannes Paul II. hatte Benedikt XVI. bereits das Seligsprechungsverfahren eröffnet. Normalerweise ist die Eröffnung des Verfahrens frühestens fünf Jahre nach dem Tod der Person üblich. Das Verfahren geriet jedoch in der Zwischenzeit ins Stocken, als Zweifel daran aufkamen, ob die französische Ordensfrau Marie Simon-Pierre wirklich durch den Papst von ihrer Parkinson-Krankheit geheilt worden war, was als Wunder gelten würde. Voraussetzung für eine Seligsprechung ist nämlich neben den Bedingungen, „vorbildlich aus dem Glauben heraus gelebt“ zu haben und „Jesus Christus in besonderer Weise nachgefolgt“ zu sein, dass die betreffende Person ein Wunder vollbracht hat.

Die Nonne soll plötzlich von ihrer Parkinson-Krankheit geheilt gewesen sein, nachdem Johannes Paul II. in den Monaten nach seinem Tod in Gebeten um Hilfe angefleht worden war. Die zuständige Medizinerkommission des Vatikan schaute sich, nachdem zunächst Zweifel aufgekommen waren, den Fall noch einmal genauer an und bestätigte am Ende das Wunder.

Am 8. April 2005, als auf dem Petersplatz Millionen Gläubige Abschied von Johannes Paul II. nahmen, hatten sie mit den Ausrufen „Santo subito“ die sofortige Heiligsprechung des Papstes gefordert. Dazu ist jedoch der Nachweis von mindestens zwei Wundern nötig.

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  • Portal:Papst

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November 21, 2010

Papst rückt von striktem Kondom-Verbot ab

Papst rückt von striktem Kondom-Verbot ab

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Veröffentlicht: 22:32, 21. Nov. 2010 (CET)
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Vatikanstadt, 21.11.2010 – Papst Benedikt XVI. ist erstmals vom strikten Verbot des Gebrauchs von Kondomen für Katholiken abgerückt. In einem Interview erklärte er, dass in Einzelfällen zur Vermeidung einer Ansteckungsgefahr der Gebrauch erlaubt sei. Noch auf seiner Afrikareise im letzten Jahr hatte der Papst den bisherigen Standpunkt der Kirche vertreten, dass eheliche Treue und nicht Kondome die Antwort auf die Ausbreitung von AIDS seien. Das Verbot war auch kirchenintern kritisiert worden, so von der Initiative „Wir sind Kirche“ und der Theologin Uta Ranke-Heinemann.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Papst
  • Portal:Römisch-katholische Kirche

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August 10, 2010

Salzburger Weihbischof provoziert mit Aussagen über Opfer des Loveparade-Unglücks

Salzburger Weihbischof provoziert mit Aussagen über Opfer des Loveparade-Unglücks

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Veröffentlicht: 01:28, 10. Aug. 2010 (CEST)
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Salzburg (Österreich), 10.08.2010 – Auf dem Online-Portal kath.net veröffentlichte Aussagen des Salzburger Weihbischofes Andreas Laun über die Opfer des Unglücks bei der Loveparade 2010 in Zusammenhang mit der „Strafe Gottes“ haben ein negatives Presseecho nach sich gezogen. Der Kommentar auf der katholisch-konservativen Seite, die in der Vergangenheit offen homophobe Texte publizierte, bezeichnet die Loveparade als „Aufstand gegen die Schöpfung und gegen die Ordnung Gottes“ und kritisiert die verbreitete Ablehnung, „das Unglück mit Strafe Gottes in Verbindung zu bringen“. Zahlreiche Medien sahen in den Äußerungen Launs Spielraum für Spekulationen über den tatsächlichen Hintergrund seiner Aussagen; diese bezeichnete er in einer daraufhin erschienen „Klarstellung“ als „Macher dieses Aufregungs-Journalismus“.

Zwar erwähnt Andreas Laun, wie „falsch die konkrete, moralische Verurteilung der Toten“ sei, schreibt aber gleichzeitig vom „abstoßenden Erscheinungsbild“ der Loveparade und ihrer Verbindung zu „Sünde“ und „dem richtenden und strafenden Gott!“. Die Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung sah darin einen angedeuteten „Kausalzusammenhang zwischen der Lebensführung der Loveparade-Teilnehmer und der Katastrophe“, Spiegel Online schreibt von einem „verwirrenden Kommentar“ und „radikale[n] Sätze[n]“.

Eine vermeintliche Klarstellung des Weihbischofs vom Samstag enthält in erster Linie Unverständnis gegenüber den Kritikern. „Warum regt Ihr euch eigentlich auf?“, fragt Laun an Atheisten gerichtet, für sie sei er ohnehin „nur ein Märchen-Erzähler“, Kritiker, die ihn für „böse“ halten, könne er „nicht überzeugen“ und schlussfolgert, er müsse es ihnen „noch schwerer machen als bisher“. Er warnt die ihn „Ablehnenden“, dass Muslime auf einen „Angriff vielleicht anders reagieren“ als er selbst. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnet dies als „Vergleich, der leicht schiefgehen kann“, Spiegel Online fragt sich, „was immer Weihbischof Laun damit wieder meint“. Abschließend greift Laun auch Leser seines ursprünglichen Kommentars an, die ihn missverstanden, aber dennoch zugestimmt hatten und wirft ihnen vor, „ungenau gelesen“ zu haben.

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May 8, 2010

Papst entlässt umstrittenen Augsburger Bischof Mixa

Papst entlässt umstrittenen Augsburger Bischof Mixa

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Veröffentlicht: 21:44, 8. Mai 2010 (CEST)
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Walter Mixa

Augsburg (Deutschland) / Vatikanstadt, 08.05.2010 – Wie der Vatikan am Samstagmittag bekannt gab, hat Papst Benedikt XVI. den Augsburger Weihbischof Walter Mixa aus seinem Amt entlassen. Er entsprach damit einem Rücktrittsgesuch des Bischofs vom 21. April des Jahres.

Mixa war wegen Vorwürfen, als Stadtpfarrer von Schrobenhausen (zwischen 1975 und 1996) Heimkinder geschlagen und Gelder einer Waisenhausstiftung veruntreut zu haben, unter Druck geraten. Diese Beschuldigungen hatte Mixa teilweise zugegeben. Inzwischen geht die Staatsanwaltschaft auch Verdachtsmomenten nach, Mixa habe sich des sexuellen Missbrauchs an Schutzbefohlenen schuldig gemacht. Bisher wurden jedoch lediglich Vorermittlungen aufgenommen. Ein Anwalt des Bischofs hat die Vorwürfe in der Augsburger Allgemeinen zurückgewiesen. Diese beziehen sich auf die Zeit, als Mixa Bischof in Eichstätt war (1996 bis 2005).

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, begrüßte die Entscheidung des Papstes: „Die zügige Entscheidung des Papstes schafft die notwendige Klarheit. Sie gibt allen Beteiligten die Chance zum Neuanfang. Ich danke Papst Benedikt für seine Unterstützung der Kirche in Deutschland.“

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