WikiNews de

September 20, 2013

Arbeitslose werden durch Hartz IV ausgegrenzt statt reaktiviert

Arbeitslose werden durch Hartz IV ausgegrenzt statt reaktiviert

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:38, 20. Sep. 2013 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Jena (Deutschland) / Hamburg (Deutschland), 20.09.2013 – Eine neue Studie der Universität Jena bescheinigt den Hartz-Reformen fatale Folgen. „Die Hartz-IV-Logik produziert das Gegenteil von dem, was sie leisten will: Sie erzeugt Passivität, wo sie Aktivierung vorgibt“, sagte der Arbeits- und Wirtschaftssoziologe Klaus Dörre von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Das Stigma Hartz IV sei für die Betroffenen inzwischen vergleichbar mit dem schwarzer Hautfarbe im Süden der USA. Für die qualitative Untersuchung wurden Hartz-IV-Bezieher über einen Zeitraum von sieben Jahren wiederholt befragt. Bundesweit gibt es rund 6,1 Millionen Empfänger. Der Befund der Jenaer Soziologen: Das Beschäftigungssystem hat sich von einer fordistischen Vollbeschäftigungs- zu einer prekären Vollerwerbsgesellschaft gewandelt. Die Um-Jeden-Preis-Arbeiter sind dabei nur eine Gruppe unter mehreren. Es gibt noch den Typus der Als-Ob-Arbeiter. Dörre plädiert dafür, die Sanktionen gegen Hartz-IV-Bezieher aufzuheben und mehr Beschäftigung etwa im Pflege- und Bildungssektor zu schaffen. Hartz IV stellt sich für Klaus Dörre als Teufelskreis dar, aus dem man kaum entrinnen kann, wenn man einmal drin ist. Für kaum einen Befragten hat es Verbesserungen gegeben, den Sprung aus dem Leistungsbezug haben nur ganz wenige aus dem Sample der Studie geschafft. Bei manchen wurden es in den sieben Jahren zehn, zwölf Stationen – Ein-Euro-Job, Praktikum und Ähnliches, am Ende waren sie aber immer wieder im Leistungsbezug trotz enormem Energieaufwand. Es gibt eine größer werdende Gruppe von Menschen, die an oder unterhalb der Schwelle der Respektabilität lebt – das ist Hartz IV – und sie kommen da nicht mehr heraus.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband spricht von einer „Zwei-Klassen-Arbeitsmarktpolitik“: „Die Menschen werden nicht aktiviert, sondern immer weiter ausgegrenzt, nach dem Motto: Du hast versagt“.

Weil eine Mitarbeiterin des Hamburger Jobcenters Hartz IV scharf kritisiert hatte, wurde sie im Jobcenter gemobbt und inzwischen suspendiert. Sie ist dagegen vor Gericht gegangen. In ihren Augen machen die Sanktionen krank und können sogar in den Selbstmord treiben. Ihre wichtigste Forderung ist die sofortige Abschaffung der Sanktionspraxis. Sie spricht sich stattdessen für ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) aus. Außerdem müsse das Personal der Jobcenter aufgestockt und besser qualifiziert werden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 5, 2012

Neue Bahnen für den Jenaer Nahverkehr

Filed under: Jena,Vermischtes,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Neue Bahnen für den Jenaer Nahverkehr – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Neue Bahnen für den Jenaer Nahverkehr

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:10, 5. Okt. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Solaris Tramino – In Jena kommt das Model in den Farben dunkelblau und orange/gelb zum Einatz.

Jena (Deutschland), 05.10.2012 – Die Jenaer Nahverkehrsgesellschaft JeNah plant für das kommende Jahr die Anschaffung von fünf neuen Straßenbahnen. Dabei wurde besonderer Wert auf das neue Design und die technische Ausstattung gelegt.

Bei den neuen Bahnen handelt es sich um das Model Tramino von der polnischen Firma Solaris Bus & Coach. Das Model wurde 2009 vorgestellt und hat sich bei der Ausschreibung durchgesetzt.

Ein Ziel der Neuanschaffung ist die Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit. Für die knapp 22 Millionen Fahrgäste mache die „stadtfreundliche“ Straßenbahn „die Stadt menschlich und lebenswert“. Zur Verbesserung der Bahnen sollen elegantere Formen und eine neue Beleuchtung zum Einsatz kommen. Für eine bessere Information der Fahrgäste sollen Monitore zum Einsatz kommen, über welche Meldungen, Informationen des Nahverkehrs und die Linienführung abgerufen werden können. Eine weitere technische Neuerung sind die neuen Fahrkartenautomaten, an denen eine größere Auswahl an Fahrkarten zur Verfügung steht.

Weiterhin soll eine verbesserte Bedienung der Strecke Winzerla – Burgau – (Alt)Lobeda – Lobeda-Ost erreicht werden. Durch den Ausbau des Klinikums in Lobeda-Ost ist auf dieser Strecke in Zukunft eine höhere Auslastung zu erwarten.

Veränderungen soll es ebenfalls bei den Haltestellen geben, die an die Straßenbahnen angepasst werden. Auch hier sollen Informationen über den Nahverkehr besser abrufbar sein.

JeNah transportiert jährlich rund 22 Millionen Fahrgäste mit bisher 33 Straßenbahnen und 39 Bussen. Die neuen Straßenbahnen werden auf den acht Linien mit einer Streckenlänge von 23,26 km zum Einsatz kommen.

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 12, 2009

Vorläufige Ergebnisse der Jenaer Stadtratswahl 2009 stehen fest

Vorläufige Ergebnisse der Jenaer Stadtratswahl 2009 stehen fest

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 10:05, 12. Jun. 2009 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Jena (Deutschland), 12.06.2009 – Die vorläufigen Ergebnisse der Jenaer Stadtratswahl 2009 stehen fest. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,5 Prozent.

Das Wahlergebnis in Zahlen:

CDU: 19,0 %
DIE LINKE: 20,2 %
SPD: 25,2 %
Bürger für Jena: 10,2 %
GRÜNE: 10,1 %
FDP: 11,0 %
Partei Die Guten: 1,8 %
Freie Wähler Thüringen e.V.: 2,4 %

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 25, 2009

Hausdurchsuchung beim Inhaber der Wikileaks-Domain

Hausdurchsuchung beim Inhaber der Wikileaks-Domain

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:25, 25. Mär. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Wikleaks-Logo

Dresden / Jena (Deutschland), 25.03.2009 – Am Dienstag, den 24. März 2009 durchsuchten mehrere Polizisten die beiden Wohnungen des Inhabers der Domain Wikileaks.de in Jena und Dresden. Dabei wurde der Laptop des Inhabers der Domain beschlagnahmt. Begründet wurde die Durchsuchung mit dem Verdacht auf Verbreitung pornografischer Schriften und der Auffindung und Sicherstellung von Beweismaterial.

Wikileaks verfolgt nach eigenem Bekunden die Veröffentlichung von Dokumenten, welche der Zensur zum Opfer gefallen sind. Dazu zählen auch Listen mit Internet-Domains, die aufgrund staatlicher Vorgaben gesperrt werden.

Zum möglichen Grund der Haussuchung heißt es bei Wikileaks: „Es ist folglich nicht vollkommen klar wieso durchsucht wurde, allerdings hat Wikileaks, in seiner Rolle als Verteidiger von Pressefreiheiten, Zensurlisten aus Australien, Thailand, Dänemark und anderen Ländern publiziert. Diese Listen enthalten unter anderem Links zu pornografischen Seiten.“

Wikileaks war im Februar für die Veröffentlichung eines internen Dokuments der Bahn verantwortlich, das Details zur Beobachtung der Mitarbeiter der Deutschen Bahn durch die private Detektei Network Deutschland GmbH enthielt.

Mittlerweile erklärte ein Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, dass es einen Hinweis „aus dem polizeilichen Bereich” gegeben habe, „der einen Anfangstatverdacht begründete“. Daher sei ein Ermittlungsverfahren wegen Verbreitung kinderpornographischer Schriften eingeleitet worden.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 22, 2008

„Zug der Jenaer Geister“ zum Uni-Jubiläum

„Zug der Jenaer Geister“ zum Uni-Jubiläum

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:44, 22. Mai 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Jena (Deutschland), 22.05.2008 – Die Festwoche zum 450-jährigen Gründungsjubiläum der Jenaer Universität erreichte am 17. Mai ihren krönenden Abschluss mit einem Festumzug durch die Innenstadt, in dem neben etwa 1.000 Jahren Stadtgeschichte insbesondere die vergangenen 450 Jahre der Universität in 39 thematisch gestalteten Bildern zum Leben erweckt wurden.

Das Spektakel, welches auch von vielen lokalen Prominenten unterstützt wurde – Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter etwa stellte seinen Namensvetter, den Leibarzt von Universitätsgründer Johann Friedrich I. dar –, begann mit etwa halbstündiger Verspätung, dafür aber bei herrlichem Wetter.

Neben den Klassikern wie Goethe und Namenspatron Schiller – deren Lebensweg eng mit Jena und Thüringen verbunden ist –, Reformator Martin Luther und Johann Friedrich I. von Sachsen (unter dem Namen „Hanfried“ als Gründer der Universität bekannt) durften auch die drei Bürger, die den Ruf Jenas als Industrie und Wissenschaftsstadt begründeten, nicht fehlen. An der Seite von Carl Zeiß und Otto Schott wurde der Universitätsprofessor Ernst Abbe – der Begründer der modernen, mathematisch berechneten Optik – sogar zweimal von verschiedenen Darstellern in unterschiedlichen Lebensphasen verkörpert.

Etliche der Darsteller nahmen im Anschluss in ihren historischen Kostümen noch an einer historisch inspirierten Theaterveranstaltung auf dem Marktplatz teil, wo unter dem Titel „Der Bierstreit – oder: Wie finanziert man eine Universität“ ein ganz besonderes Kapitel der Stadtgeschichte zum Leben erweckt wurde.

Quellen

Originäre Berichterstattung
Plume ombre.png
Dieser Artikel enthält Journalismus aus erster Hand. Details befinden sich auf der Diskussionsseite.

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 3, 2008

„Jena leuchtet“ – Eröffnungsveranstaltung zur „Stadt der Wissenschaft 2008“

„Jena leuchtet“ – Eröffnungsveranstaltung zur „Stadt der Wissenschaft 2008“

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 16:48, 3. Feb. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Jena (Deutschland), 03.02.2008 – Zur offizielle Eröffnung des Jahres „Stadt der Wissenschaft 2008“ zum Gründungsjubiläum der Friedrich Schiller Universität wurde Jena gestern an vielen Orten in ein farbiges Lichtermeer getaucht.

Von 17:00 Uhr bis Mitternacht wurde an mehreren Stationen Licht- und Toninstallationen unterschiedlicher Künstler gezeigt. Nach der festlichen Eröffnung durch Minister Althaus am Theaterhaus mit einer Tanzshow französischen Straßentheaters wurde der Stadtkern mit verschiedenfarbigen Laser ausgehend vom JenTower illuminiert. Am Ernst-Abbe-Platz fand eine multimediale Show statt, das kürzlich renovierte Phyletische Museum und das Universitäts-Hauptgebäude sowie die THULB wurden mit thematisch ausgewählten Projektionen illuminiert.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 28, 2007

Neubau des Jenoptik-Betriebskindergartens eröffnet

Neubau des Jenoptik-Betriebskindergartens eröffnet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:53, 28. Aug. 2007 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Jena (Deutschland), 28.08.2007 – Am Donnerstag wurde im Gewerbegebiet der seit Anfang des Jahres errichtete Betriebskindergarten „Saaleknirpse“ der Jenoptik AG feierlich eröffnet. Die von Jenoptik mit 2.000.000 Euro bezuschusste Einrichtung steht auch Kindern von Mitarbeitern anderer im Gewerbegebiet ansässiger Unternehmen im Alter von ein bis sechs Jahren offen.

Die Einrichtung ist von 6:00 bis 20:00 Uhr geöffnet und kann somit auch von Vollzeitbeschäftigten genutzt werden. Auf 800 Quadratmetern stehen eine Sauna, multifunktionale Aufenthalts- und Spielhallen, Turn- und Mehrzweckräume sowie etwa 600 Quadratmeter Gartenfläche mit vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Erziehung in der interkulturell offenen Einrichtung erfolgt bilingual in Englisch und Deutsch.

Die Eröffnung am 23. August durch Dr. Michael Mertin, dem Vorstandsvorsitzenden der Jenoptik AG, geschah im Beisein von Kjell Eberhardt, Staatssekretär im Thüringer Kultusministerium, und Jenas Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter. Auch einige der zukünftigen Nutzer sowie ihre Eltern waren anwesend.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 3, 2007

Jena: Gefahrgutübung der Feuerwehr

Jena: Gefahrgutübung der Feuerwehr – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Jena: Gefahrgutübung der Feuerwehr

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 10:25, 3. Apr. 2007 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Jena (Deutschland), 03.04.2007 – Am Samstag, den 31. März ab 14:14 Uhr (Alarmierungszeitpunkt) übten die Jenaer Feuerwehren im Bereich des neuen Lobedaer Autobahn-Tunnels mit Gefahrgut. Ziel des Übung war es nach Angaben der Einsatzleitung unter anderem, die taktischen Einsatzstandards zu überprüfen und die Abstellflächen und Bereitstellungsräume zu testen. Die Einsatzkräfte sollen für Gefahrgut-Unfälle trainiert werden. Es wurde der Zusammenstoß eines Tanklasters mit einem Personenwagen simuliert, in dessen Folge Kraftstoff austrat.

Zum Einsatz kamen etwa 40 Fahrzeuge der alarmierten Berufsfeuerwehr Jena, Feuerwehr Lobeda, Feuerwehr Göschwitz, Feuerwehr Stadtroda, freiwilligen Feuerwehr Wöllnitz, freiwilligen Feuerwehr Burgau, freiwilligen Feuerwehr Maua sowie des Katastrophenschutzes und des Rettungsdienstes.

Michael Koch, Leiter des Amtes für Feuerwehr, Rettungswesen und Katastophenschutz, erklärte direkt im Anschluss die Übung zum vollen Erfolg: „Die Feuerwehr Jena hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie in der Lage ist, einen Gefahrgut-Einsatz zu bewältigen“.

Der neue Tunnel an der Bundesautobahn 4 schließt sich direkt an das östliche Ende der denkmalgeschützten Saalebrücke an und erstreckt sich bis zur Anschlussstelle Lobeda (Kreuzung mit der Stadtrodaer Straße, L 1077). Primär ist er als Lärmschutzmaßnahme für die Anwohner von Lobeda gedacht, die Autobahn wird dort um etwa sieben Meter gegenüber dem Umland abgesenkt.

Beginn der gesamten Baumaßnahmen war – nach vorausgegangener etwa zehnjähriger Planungsphase – 2002, der neue Tunnel selbst wurde ab 2004 gebaut und soll am 5. Mai 2007 im Beisein von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee in Betrieb genommen werden.

Die Zulassung der A 4 in diesem Bereich für Gefahrguttransporte war erst kürzlich Gegenstand langanhaltender Diskussionen im Verkehrsausschuss des Thüringer Landtages.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Feuerwehr

Quellen

Originäre Berichterstattung
Plume ombre.png
Dieser Artikel enthält Journalismus aus erster Hand. Siehe auch die Diskussionsseite für Details.

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 19, 2007

NPD-Anwalt Rieger muss juristische Niederlage einstecken

NPD-Anwalt Rieger muss juristische Niederlage einstecken

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 19:59, 19. Mär. 2007 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Jena (Deutschland), 19.03.2007 – Jürgen Rieger, ein bekannter Anwalt der deutschen Neonazi-Szene und seit dem letzten NPD-Parteitag auch NPD-Vorstandsmitglied, hat eine schwere juristische Niederlage einstecken müssen. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, hat das Amtsgericht Jena dem Anwalt die Besitzrechte über zwei Immobilien in Pößneck (Thüringen) sowie den Heisenhof in Dörverden (Niedersachsen) entzogen. Die Immobilien sollen veräußert werden.

Hintergrund der Entscheidung des Gerichts ist die Abwicklung der „Wilhelm-Tietjen-Stiftung für Fertilisation Ltd.“ mit Sitz in London, die über ein erhebliches Vermögen verfügen soll. Diese Stiftung, mit deren Hilfe Rieger seine Immobilienprojekte für die rechte Szene finanziert hat, ist nach einem Beschluss eines britischen Gerichts am 29. August 2006 aufgelöst worden. Die Stiftung hatte versäumt, einen Geschäftsbericht vorzulegen. Da die Immobilien in Deutschland nicht auf den Namen Riegers eingetragen sind, sondern unter dem Namen der Stiftung firmierten, wurde mit der Löschung der Stiftung auch die Rechtsgrundlage des Besitzes der auf sie eingetragenen Immobilien beseitigt.

Die Stadt Pößneck hatte daher die rechtliche Liquidierung des Besitzes des Pößnecker Schützenhauses beantragt. Auch alle anderen Immobilien, die vormals im Besitz der Stiftung waren, werden nun überprüft, darunter auch der Heisenhof in Dörverden. Dies bestätigte eine Gerichtssprecherin gegenüber AP.

Im Sommer 2006 war die Wilhelm-Tietjen-Stiftung und ihr Geschäftsführer, der Rechtsanwalt Jürgen Rieger, bundesweit in die Schlagzeilen geraten, weil der Versuch des Anwalts, ein Hotel in der Stadt Delmenhorst für Schulungszwecke der rechten Szene zu erwerben, auf den massiven demokratischen Widerstand tausender Delmenhorster Bürger getroffen war, die den Ankauf des Hotels schließlich verhindern konnten.

Die Berliner „tageszeitung“ (taz) hatte zuerst über den Vorgang berichtet.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 24, 2006

Familie in Jena soll wieder ins Vogtland abgeschoben werden

Familie in Jena soll wieder ins Vogtland abgeschoben werden

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 22:44, 24. Dez. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Jena (Deutschland), 24.12.2006 – Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Familie. Doch einen Tag vor Heiligabend veröffentlicht die Thüringische Landeszeitung einen Artikel im Jenaer Regionalteil über eine kurdische Flüchtlingsfamilie, die bisher im Ronald McDonald Haus in Jena untergebracht ist. Die sechsjährige Tochter Jina wird an der Universitätsklinik Jena wegen Leukämie behandelt. Die Familie soll nun aber wieder zurück in ihr Heim ins Vogtland.

Die Leukämie bei Jina war bereits in Syrien, dem Herkunftsland der Familie, ausgebrochen und in Damaskus behandelt worden. Die Familie flüchtete später wegen ihrer kurdischen Abstammung aus dem Land über die Türkei und Tschechien nach Deutschland. Hier wurde die geduldete Familie der Ausländerbehörde im Vogtland zugewiesen. Auf Grund des Leukämierückfalls wurde die Tochter an der Uniklinik in Jena behandelt. Die restliche Familie wurde in Jena in einem sogenannten Ronald McDonald Haus untergebracht. Diese Häuser sind speziell für Familien errichtet worden, deren Kinder längere Zeit im Krankenhaus sein müssen, damit diese ihnen nah sein können. Laut einer Studie genesen die Kinder dadurch schneller.

Nun hat jedoch die Ausländerbehörde von Jena die Familie angewiesen, wieder zurück ins Vogtland zu gehen. Jina muss muss laut Aussage von Professor Felix Zintl, dem geschäftsführenden Direktor der Kinder- und Jugendmedizin, noch zirka eineinhalb Jahre regelmäßig Medizin einnehmen und von der Klinik betreut werden. Eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist wegen der hohen Pilz-, Viren- und Bakterienbelastung für Jina nicht ratsam. Ein Auto oder gar ein Taxi kann sich die Familie aber nicht leisten.

Professor Zintl hat sich gemeinsam mit der Leiterin des Ronald McDonald Hauses in Jena auf die Suche nach einer geeigneten Wohnung für die fünfköpfige Familie gemacht und versucht eine Aufenthaltsgenehmigung bis zum Sommer 2008 in Jena zu erwirken. Die zuständige Behörde im Vogtland hätte dagegen nichts einzuwenden, jedoch beharrt die Jenaer Behörde bislang auf der Rückreise. Eine Anfrage der beiden beim Oberbürgermeister brachte einen Verweis zum Sozialdezernenten ein und dieser verwies wiederum an die Ausländerbehörde.

Wie sich diese Familiengeschichte weiterentwickeln wird, wird sich nun wahrscheinlich erst nach den Feiertagen zeigen.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »