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February 28, 2010

Deutschland: Neues Naturschutzrecht tritt zum 1. März in Kraft

Deutschland: Neues Naturschutzrecht tritt zum 1. März in Kraft

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Veröffentlicht: 21:13, 28. Feb. 2010 (CET)
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Berlin (Deutschland), 28.02.2010 – Das Naturschutzrecht und die gesetzlichen Bestimmungen zur Landschaftspflege in Deutschland erhält ein neues Rahmengesetz. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) erhält durch das Gesetz neue Kompetenzen. Das „Gesetz zur Neuregelung des Rechts des Naturschutzes und der Landschaftspflege“ (BNatSchG), das zum 1. März in Kraft tritt, löst das alte Rahmenrecht, zuletzt geändert am 25. März 2002, ab.

Das BfN ist demnach nicht nur für die ständige Überwachung des Zustandes von Natur und Landschaft auf dem deutschen Bundesgebiet zuständig, sondern auch für die Abwehr ökologischer Gefahren durch Tier- und Pflanzenarten, die neu nach Deutschland gebracht werden. Außerdem ist das Amt auch für die Anerkennung von Naturschutzverbänden zuständig, insoweit diesen ein Klagerecht in Naturschutzbelangen zugebilligt wird. Neu geregelt wird auch die Zuständigkeit im Bereich des Meeresnaturschutzes. Das BfN ist nun auch für küstenferne Gebiete der Nord- und Ostsee zuständig. Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Beate Jessel, sagte dazu, das Gesetz mache „nicht mehr Halt an der 12-Seemeilen-Grenze. Dies ist für den Erhalt der vielfältigen und eng miteinander vernetzten Ökosysteme dringend erforderlich, nicht zuletzt zur Erfüllung völker- und europarechtlicher Schutzverpflichtungen.“

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May 18, 2009

Antrag gegen Haltung von Mastkaninchen in Bundestagsausschuss abgelehnt

Antrag gegen Haltung von Mastkaninchen in Bundestagsausschuss abgelehnt

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Veröffentlicht: 17:49, 18. Mai 2009 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 18.05.2009 – Mit den Stimmen der Mitglieder von CDU, CSU, SPD und FDP wurde ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen gestellter Antrag gegen die Haltung von Mastkaninchen im Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz abgelehnt.

Des weiteren wurden weitere Anträge der Grünen, die beispielsweise auf Verbesserungen der Haltungsbedingungen von Zirkustieren oder die Abschaffung von Delphinarien abzielten, ebenso abgeschmettert. Letztere hatten darauf verwiesen, dass der Bundesrat bereits 2003 die Verwendung nicht domestizierter Tiere in Zirkussen gefordert habe. Zudem – so die Grünen – entsprächen die Haltungsbedingungen von Walen und Delfinen nicht den biologischen Bedürfnissen der betroffenen Tiere. Aus Sicht der Grünen sei dies somit ein „Schwarzer Tag für den Tierschutz“.

Die Tierschutzpartei, die den Ausschussmitgliedern Videomaterial zu diesem Thema hatte zukommen lassen, reagierte ebenfalls mit Empörung, bedankte sich jedoch für die Initiative von Seiten der Grünen.

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May 8, 2009

Bundestagsausschuss erhält Video-Dokumentation von Tierschutzpartei

Bundestagsausschuss erhält Video-Dokumentation von Tierschutzpartei

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Veröffentlicht: 11:35, 8. Mai 2009 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 08.05.2009 – Angesichts der Tatsache, dass der Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am 13. Mai tagen wird, hat dieser eine Videodokumentation von der Tierschutzpartei erhalten. Die Grünen hatten hierbei einen Antrag zum Thema Mastkaninchen gestellt.

Dies nahm die Tierschutzpartei wiederum zum Anlass, allen 31 Ausschussmitgliedern Videomaterial zu diesem Thema zukommen zu lassen. Laut Aussagen der Partei sei die Situation der Mastkaninchen „noch prekärer als die der Masthühner“, was im Widerspruch zum Artikel 20a des Grundgesetzes stünde und somit ein Skandal sei. Diese Art der Kaninchenzucht habe schließlich zur Folge, dass die Mortalitätsrate mit zehn Prozent aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen sehr hoch sei.

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August 3, 2008

Reine Luft als Antrieb – Aircar soll 2008 in Serie gehen

Reine Luft als Antrieb – Aircar soll 2008 in Serie gehen

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Veröffentlicht: 22:40, 6. Aug. 2008 (CEST)
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Neu-Delhi (Indien), 03.08.2008 – Indiens größter Autobauer Tata plant in Zusammenarbeit mit Motor Development International (MDI) aus Frankreich noch dieses Jahr ein Auto mit Druckluftantrieb in Serie zu bauen, in Indien und in Europa. Zunächst sollen 6.000 Autos in Indien die Alltagstauglichkeit beweisen.

Luftfahrtingenieur Guy Nègre, der in der Vergangenheit Formel 1-Motoren entwickelte, hat das Konzept des Aircars entwickelt. Ein Chassis aus verklebtem Aluminium trägt eine Karosserie aus Glasfaserverbundstoff und Schaumstoff in Sandwichbauweise. Angeboten werden soll der Onecat als Drei- und Sechssitzer, der Kaufpreis wird laut Ankündigung von 3.500 bis 5.300 Euro reichen. Ab September 2008 soll die Serienproduktion in Frankreich beginnen, danach beginnt die Serienproduktion in Spanien und Indien. In den USA wird der Onecat von ZPM in Lizenz gebaut und unter 15.000 Dollar kosten.

Das Modell „OneCat“ wird mit 15 bis 22 Kilowatt starken Motoren ausgestattet und soll eine Höchstgeschwindigkeit von 90 bis 110 Kilometer erreichen. Die Reichweite wird mit rund hundert Kilometern angegeben. Geplant ist ein Hybridmodell mit einem Flüssigbrennstoffmotor, der 1,5 Liter Kraftstoff verbrauchen soll und die Reichweite auf angekündigte 800 Kilometer erhöht. Die Betankung dauert mit einer Spezialvorrichtung etwa drei Minuten, allerdings müssen solche Vorrichtungen noch gebaut werden. Mit dem eingebauten Kompressor, der über einen 230 Volt-Anschluss betrieben werden kann, z.B. in der heimischen Garage, dauert ein Tankvorgang drei bis sechs Stunden.

Der Kritik von Larry Rinek, Analyst bei der Unternehmensberatung Frost & Sullivan, komprimierte Luft enthalte nicht genügend Energie, begegnet Nègre gelassen. Er hält das Konzept für erprobt. Auch Ulf Bossel, Organisator des „European Fuel Cell Forums“, hält die Idee für durchführbar. Bei Nutzung von Solar- oder Windenergie lasse sich zudem die Energiebilanz noch verbessern. Auch eine Nutzung der entstehenden Wärme könne zu einer besseren Energieausnutzung beitragen, meint Bossel.

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May 12, 2008

China beschließt neue Standards für Plastiktüten

China beschließt neue Standards für Plastiktüten

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Veröffentlicht: 18:37, 12. Mai 2008 (CEST)
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Peking (Volksrepublik China), 12.05.2008 – Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua heute meldet, wurden heute neue Standards für die Produktion und den Verkauf von Plastiktüten in China veröffentlicht, die ab Juni gelten sollen. Danach soll die Ausgabe von farbigen Plastiktüten in Geschäften und Supermärkten ganz verboten werden. Solche Tüten verschmutzten die Umwelt. Zugleich sollen neue Industriestandards für diese Produkte gültig werden. Die Mindeststärke der Plastiktüten wird auf 0,025 Millimeter festgelegt. Damit soll gewährleistet werden, dass die Tüten häufiger wiederverwendet werden können. Bisher waren auch Plastiktüten im Umlauf, die nur eine Dicke von 0,01 Millimeter hatten. Verstöße sollen hart bestraft werden.

Die größte Plastikfabrik in China, Hua Qiang, hatte bereits im Januar aufgrund der bevorstehenden Neuregelung ihre Produktion eingestellt. Hier wurden bisher etwa 250.000 Tonnen Plastiktüten pro Jahr hergestellt. Die Firma stellte hauptsächlich Tüten her, die eine Dicke von weniger als 0,025 Millimeter aufwiesen. 3000 Arbeiter verloren hier ihren Arbeitsplatz. In China werden die Plastiktüten als der „weiße Müll“ bezeichnet und ihr Gebrauch beziehungsweise ihre Entsorgung stellt ein großes Umweltproblem dar. In der Sonderwirtschaftszone der Stadt Shenzhen wurden allein mindestens 1,75 Milliarden Plastiktüten unter die Leute gebracht. Überall verschandeln sie die Landschaft, heißt es in Medienberichten.

Besonders in Afrika und Australien wird das Problem ähnlich gesehen. Australiens neue Labour-Regierung will ein vollständiges Verbot der beliebten Tüten durchsetzen. In den australischen Geschäften werden jährlich vier Milliarden Plastiktüten an die Kunden ausgehändigt. In den ostafrikanischen Staaten Kenia, Tansania, Ruanda und Uganda (seit Ende 2007) sind die wenig haltbaren besonders dünnen Plastiktüten teilweise bereits seit dem Jahr 2005 gesetzlich verboten. Die Plastiktüten hängen in den Nationalparks in den Bäumen, die Menschen in den Armenvierteln in der Nähe von Flussläufen benutzen sie zur Entsorgung ihrer Exkremente. Tiere verenden an den Plastiktüten, weil sie sie für Nahrung halten. Es hapert allerdings noch mit der praktischen Durchsetzung der Gesetzesvorgaben. In Bangladesch wurden die Plastiktüten im Jahr 2000 verboten, nachdem man festgestellt hatte, dass die Tüten die Abflussrohre verstopfen und das Risiko von Überflutungen dadurch steigt. Auch Frankreich will bis 2010 ein gesetzliches Verbot von Plastiktüten auf den Weg bringen. San Francisco beschloss im März 2007 ein Verbot der Tüten, das im September letzten Jahres in Kraft trat. Es wird mit einem Einspareffekt von 1,7 Millionen Liter Öl pro Jahr gerechnet.

In Deutschland sehen die zuständigen Behörden das Problem etwas entspannter. Das Bundesumweltministerium verweist darauf, dass in Deutschland das Problem der Entsorgung durch eine effektive Mülltrennung und ein gutausgebautes Recyclingsystem sich nicht in der Weise stelle wie in anderen Ländern. So stehe Deutschland beispielsweise im Vergleich zu Australien wesentlich besser da, weil in Deutschland statistisch gesehen nur 65 Plastiktüten pro Person und Jahr verbraucht würden, während die entsprechende Kennziffer in Australien bei 161 liege. Daher hält das Bundesumweltamt ein „generelles Verbot der Plastiktüte […] für nicht erforderlich“. Von einem Grünen-Politiker kam in den letzten Monaten allerdings ein Vorschlag, der auf das Ende Plastiktütenkultur orientiert. Der Bremer Umweltsenator Reinhard Loske sagte am 3. März in einem Interview, die Plastiktüten gehörten auf den „Müllhaufen der Geschichte“. Und weiter: „Sie wird mit hohem Energieaufwand hergestellt, verschandelt Landschaften und führt nicht selten zum Tod von Wildtieren, die elendig daran ersticken.“

Weltweit werden jährlich Schätzungen zufolge über 600 Milliarden Plastiktüten hergestellt. In Deutschland sollen es etwa vier Milliarden Stück sein.

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China beschließt neue Standards für Plastiktüten

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Peking (Volksrepublik China), 12.05.2008 – Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua heute meldet, wurden heute neue Standards für die Produktion und den Verkauf von Plastiktüten in China veröffentlicht, die ab Juni gelten sollen. Danach soll die Ausgabe von farbigen Plastiktüten in Geschäften und Supermärkten ganz verboten werden. Solche Tüten verschmutzten die Umwelt. Zugleich sollen neue Industriestandards gültig werden. Die Mindeststärke der Plastiktüten wird auf 0,025 Millimeter festgelegt. Damit soll gewährleistet werden, dass die Tüten häufiger wiederverwendet werden können. Bisher waren auch Plastiktüten im Umlauf, die nur eine Dicke von 0,01 Millimeter hatten. Verstöße sollen hart bestraft werden.

Die größte Plastikfabrik in China, Hua Qiang, hatte bereits im Januar aufgrund der bevorstehenden Neuregelung ihre Produktion eingestellt. Hier wurden bisher etwa 250.000 Tonnen Plastiktüten pro Jahr hergestellt. Die Firma stellte hauptsächlich Tüten her, die eine Dicke von weniger als 0,025 Millimeter aufwiesen. 3000 Arbeiter verloren hier ihren Arbeitsplatz. In China werden die Plastiktüten als der „weiße Müll“ bezeichnet und ihr Gebrauch beziehungsweise ihre Entsorgung stellt ein großes Umweltproblem dar. In der Sonderwirtschaftszone der Stadt Shenzhen wurden allein mindestens 1,75 Milliarden Plastiktüten unter die Leute gebracht. Überall verschandeln sie die Landschaft, heißt es in Medienberichten.

Besonders in Afrika und Australien wird das Problem ähnlich gesehen. Australiens neue Labour-Regierung will ein vollständiges Verbot der beliebten Tüten durchsetzen. In den australischen Geschäften werden jährlich vier Milliarden Plastiktüten an die Kunden ausgehändigt. In den ostafrikanischen Staaten Kenia, Tansania, Ruanda und Uganda (seit Ende 2007) wurden die wenig haltbaren besonders dünnen Plastiktüten teilweise bereits seit dem Jahr 2005 gesetzlich verboten. Die Plastiktüten hängen in den Nationalparks in den Bäumen, die Menschen in den Armenvierteln in der Nähe von Flussläufen benutzen sie zur Entsorgung ihrer Exkremente. Tiere verenden an den Plastiktüten, weil sie sie für Nahrung halten. Es hapert allerdings noch mit der praktischen Durchsetzung der Gesetzesvorgaben. In Bangladesch wurden die Plastiktüten im Jahr 2000 verboten, nachdem man festgestellt hatte, dass die Tüten die Abflussrohre verstopfen und das Risiko von Überflutungen dadurch steigt. Auch Frankreich will bis 2010 ein gesetzliches Verbot von Plastiktüten auf den Weg bringen. San Francisco beschloss im März 2007 ein Verbot der Tüten, das im September letzten Jahres in Kraft trat. Es wird mit einem Einspareffekt von 1,7 Millionen Liter Öl pro Jahr gerechnet.

In Deutschland sehen die zuständigen Behörden das Problem etwas entspannter. Das Bundesumweltministerium verweist darauf, dass in Deutschland das Problem der Entsorgung durch eine effektive Mülltrennung und ein gutausgebautes Recyclingsystem sich nicht in der Weise stelle wie in anderen Ländern. So stehe Deutschland beispielsweise im Vergleich zu Australien wesentlich besser da, weil in Deutschland statistisch gesehen nur 65 Plastiktüten pro Person und Jahr verbraucht würden, während die entsprechende Kennziffer in Australien bei 161 liege. Daher hält das Bundesumweltamt ein „generelles Verbot der Plastiktüte […] für nicht erforderlich“. Von einem Grünen-Politiker kam in den letzten Monaten allerdings ein Vorschlag, der auf das Ende Plastiktütenkultur orientiert. Der Bremer Umweltsenator Reinhard Loske sagte am 3. März in einem Interview, die Plastiktüten gehörten auf den „Müllhaufen der Geschichte“. Und weiter: „Sie wird mit hohem Energieaufwand hergestellt, verschandelt Landschaften und führt nicht selten zum Tod von Wildtieren, die elendig daran ersticken.“

Welweit werden jährlich Schätzungen zufolge über 600 Milliarden Plastiktüten hergestellt.

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Zyklon Nargis: Verlust der Mangroven verschlimmerte die Auswirkungen

Zyklon Nargis: Verlust der Mangroven verschlimmerte die Auswirkungen

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Veröffentlicht: 18:22, 12. Mai 2008 (CEST)
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Singapur, 12.05.2008 – Nach Meinung des Generalsekretärs der Vereinigung Südostasiatischer Nationen (ASEAN) ist die hohe Zahl der Opfer in Myanmar durch den Zyklon Nargis zumindest teilweise auf das Roden des schützenden Mangrovengürtels im Irrawaddy-Delta zurückzuführen. Schuld sei „das Vordringen in die Mangrovenwälder, die als Puffer dienten zwischen den Gezeitenströmen, zwischen großen Wellen oder Stürmen und den Siedlungen“, so Surin Pitsuwan. Somit konnte die Sturmflut ungehindert ins Landesinnere einströmen.

Seit 1924 sind im Irrawaddy-Delta 83 Prozent der Mangroven verschwunden, zunächst um Platz für den Reisanbau zu schaffen und in den letzten Jahren als Quelle für Brennmittel. Allein zwischen 1990 und 2000 nahm die Fläche der Mangrovenwälder im Delta jährlich um etwa 2.000 Hektar ab. Diese Entwicklung ist weltweit zu beobachten. Seit 1980 wurden weltweit 36.000 Quadratkilometer dieser im Grenzbereich zwischen Salzwasser und Süßwasser wachsenden Wälder vernichtet, wobei die Fläche nach Angaben der FAO alleine in Asien um 19.000 Quadratkilometer zurückging. Gründe sind die Anlage von Garnelen- und Fischzuchteinrichtungen sowie die Zersiedelung durch Bevölkerungswachstum und den Tourismus.

Mangrovenbewuchs im Senegal.
Foto: Ji-Elle

Eine Studie der IUCN hat gezeigt, dass in dem durch Mangroven geschützten Ort Kapuhenwala an der Küste Sri Lankas bei dem Tsunami 2004 deutlich weniger Menschen ums Leben gekommen sind als in dem ganz in der Nähe liegenden Wanduruppa, wo es keine solchen Wälder gab. Bereits ein zweihundert Meter breiter Mangrovenstreifen nimmt nach Ansicht der Wissenschaftler Flutwellen drei Viertel ihrer Energie.

Der verheerende Zyklon, der 1970 über das damalige Ostpakistan hinweggerast war und 300.000 bis 500.000 Menschenleben forderte, hat insbesondere in Bangladesch zu einem Umdenken geführt. Die Sundarbans stehen inzwischen unter Naturschutz und sind heute mit einer Fläche von 6.000 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Mangrovengebiet der Welt.

Eine Reihe von Staaten hat inzwischen mit einem Wiederaufforstungsprogramm für Mangrovenwälder begonnen. Auch die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) unterstützt solche Maßnahmen.

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June 3, 2007

Zuckerrohr für Bioethanol bedrängt Kleinbauern und Regenwald in Brasilien

Zuckerrohr für Bioethanol bedrängt Kleinbauern und Regenwald in Brasilien

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Artikelstatus: Fertig 17:21, 3. Jun. 2007 (CEST)
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Zuckerrohr-Monokultur, soweit das Auge reicht in São Paulo. Allein in diesem Bundesstaat wächst auf vier Millionen Hektar Zuckerrohr.

Brasília (Brasilien), 03.06.2007 – In Brasilien steigt die Nachfrage nach Zuckerrohr für Bioethanol weiterhin massiv an – vier von fünf Neuwagen sind mittlerweile mit einem Flex-Fuel-Motor ausgestattet, der wahlweise mit Benzin oder Ethanol betankt werden kann. Die bestehenden 300 Zuckerrohrfabriken können der Nachfrage kaum mehr nachkommen, sodass in den nächsten fünf Jahren 100 weitere hinzukommen sollen. Auch der Export von Biotreibstoffen aus Brasilien soll, in Zusammenarbeit mit den USA, ausgebaut werden. Entsprechend weiten die Großgrundbesitzer ihre Zuckerrohrproduktion aus. Ethanolproduzenten und Regierung streben gar eine Verdoppelung der Anbauflächen von heute sieben Millionen Hektar an.

Ethanol aus Zuckerrohr wird seit den 1970er Jahren von der brasilianischen Regierung als Alternative zu Erdöl gefördert. So muss Benzin von Gesetzes wegen 25 % Ethanol beigemischt werden. Heute ist Brasilien weltweit führend in der Bioethanolproduktion, Ethanol macht die Hälfte des Treibstoffverbrauchs aus. In jüngerer Zeit ist das Interesse am brasilianischen Bioethanol wegen der Diskussionen um Klimaschutz und die Verknappung des Erdöls gewachsen. Die Produktion von heute 17 Milliarden Litern (von denen 14 Mia. im Inland verbraucht werden), wird Schätzungen zufolge bis 2013 auf 35 Mia. Liter steigen, während die Inlandsnachfrage 29 Mia. erreichen wird.

Für die Ausweitung der Zuckerrohr-Bioethanolproduktion mussten und müssen, vor allem im Nordosten Brasiliens, Kleinbauern weichen – die „Zuckerbarone“ vertreiben sie mit Gewalt, um ihre Plantagen zu vergrößern. Die landlos gewordenen Vertriebenen landen oftmals in den städtischen Favelas oder als Arbeiter auf den Zuckerrohrplantagen unter meist schlechten Arbeitsbedingungen. Die Landlosenbewegung MST protestiert deshalb gegen den Ausbau der Bioethanolproduktion aus Zuckerrohr, die zur weiteren Konzentration des Landbesitzes in den Händen Weniger beitrage.

Umweltschützer fürchten auch um den Amazonas-Regenwald. Denn dort weitet sich der Zuckerrohranbau zwar noch nicht aus, da das Zuckerrohr auf den nährstoffarmen Böden schlecht gedeiht. Experten vermuten aber, dass Genetiker bald Zuckerrohrpflanzen züchten werden, die auch auf gerodetem Regenwaldboden wachsen. Ähnlich ist es beim Sojaanbau geschehen, der mittlerweile als eine der größten Gefahren für den brasilianischen Regenwald gilt.

Der Atlantische Küstenurwald, die Mata Atlântica, wurde bereits in der Vergangenheit großflächig für den Anbau von Zuckerrohr, Kaffee und Soja abgeholzt.

Um der wachsenden Kritik am Einsatz von Biotreibstoffen entgegenzukommen, plant die brasilianische Regierung derweil ein Gütesiegel, das eine sozial und ökologisch verträgliche Produktion gewährleisten soll. Ein solches Zertifikat soll in drei bis vier Jahren entwickelt sein.

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May 10, 2007

Bali: Umweltaktivist Ketut Kamar hat sein Ziel erreicht

Bali: Umweltaktivist Ketut Kamar hat sein Ziel erreicht

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Artikelstatus: Fertig 16:28, 10. Mai 2007 (CEST)
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Bali (Indonesien), 10.05.2007 – Der einzige Balinese der Umweltschutzaktion „Schnorchel-Expedition rund um Bali 2007“, Ketut Kamar, hat wieder trockenen Boden unter den Füßen. Er hatte sich dem Projekt mit ein paar Tagen Verspätung angeschlossen und fortan den Initiator Abdullah Saheem und dessen neunjährigen Sohn Gochi begleitet. Der Malediver Saheem wollte mit dieser nicht ganz ungefährlichen Aktion auf die Schutzbedürftigkeit der Meere aufmerksam machen. Wie in Wikinews bereits berichtet wurde, dokumentierten sie auf ihrer mehrwöchigen Schnorchel-Tour den aktuellen Zustand der Gewässer um Bali, nahmen Kontakt zur Bevölkerung auf um für den Umweltschutz zu werben und prangerten den Raubbau am Lebensraum Meer an. Nachdem Saheem und sein Sohn die Inselumrundung geschafft hatten, entschied sich Kamar, die ihm noch fehlenden Etappen als Bannerträger für die gute Sache nachzuholen. Nun hat auch er die zirka 480 Kilometer lange Strecke hinter sich gelassen. Die beiden Umweltaktivisten hoffen, dass sich die zuständigen Behörden mit den ausländischen Kapitalanlegern, im Bezug auf die Umweltschutzproblematik näher kommen. Ihrer Meinung nach könnten entsprechende Gesetze hilfreich sein die Umwelt Balis, Indonesiens und letztendlich der ganzen Welt zu bewahren. Das ausführliche Expeditions-Tagebuch ist auf der Internetseite www.balidivermagazine.com einzusehen.

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April 30, 2007

Bali: Kind schwamm 480 Kilometer für den Schutz der Meere

Bali: Kind schwamm 480 Kilometer für den Schutz der Meere

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Artikelstatus: Fertig 12:20, 30. Apr. 2007 (CEST)
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Jimbaran (Hier waren die Schwimmer am 20. April)

Bali (Indonesien), 30.04.2007 – Gemeinsam mit seinem Vater umrundete der neunjährige Gochi schwimmend die indonesische Insel Bali. Dabei ging es dem Jungen darum, seinen Vater Abdullah Saheem bei einer Aktion zum Schutz der Meere vor Verschmutzung und Raubbau zu unterstützen. Zusätzlich zu ihrer für die Expedition erforderlichen Ausrüstung führten sie ein Transparent mit ihren Gedanken zum Umweltschutz, Foto- und Video-Equipment zur Dokumentation des Projektes und einen Müllsack zum Aufsammeln von Treibmüll mit sich.

Die Insel Bali

Während ihrer Pausen an Land informierten sie die Bevölkerung über die Beweggründe ihres Handelns. In den 46 Tagen, die sie für ihre Expedition benötigten, trafen sie dabei nicht nur auf offene Ohren, sondern unter anderem auch auf Menschen, die ihren Unrat gewohnheitsmäßig im Meer entsorgen sowie auf skrupellose Fischer, die giftige Chemikalien oder Dynamit für den Fischfang einsetzen, wodurch sie großen Schaden im Ökosystem Meer anrichten. Aktuell ist das Team erneut unterwegs, um dem dritten Teilnehmer Ketut Kamar, dem einzigen Balinesen in der Gruppe, ebenfalls die komplette Umrundung „seiner“ Insel zu ermöglichen, da er erst mit ein paar Tagen Verspätung zur bereits laufenden Unternehmung hinzugestoßen war.

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