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February 28, 2011

Estland: 26 Kilometer über die Ostsee – 30 Zentimeter Eis unter den Rädern

Estland: 26 Kilometer über die Ostsee – 30 Zentimeter Eis unter den Rädern

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Veröffentlicht: 18:18, 28. Feb. 2011 (CET)
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Rohukula (Estland), 28.02.2011 – Die Eisstraße zwischen dem Festlandhafen Rohukula und der Insel Hiiumaa wurde am Freitag, den 18. Februar 2011 durch die Autobahnbehörde von Estland freigegeben. Diese besondere Straße, die nur kurze Zeit im Jahr mit Kraftfahrzeugen genutzt werden kann, führt 26 Kilometer über die zugefrorene Ostsee. 150 Minuten dauert die Überfahrt mit der Fähre, mit dem Auto auf dem Eis ist man 30 Minuten unterwegs. Nur alle drei Minuten darf ein Fahrzeug aufs Eis, ein großer Sicherheitsabstand muss bei der Überfahrt eingehalten werden. Vor allem am Wochenende wird die Möglichkeit, auf dem mindestens 30 Zentimeter dicken Eis zu fahren, rege genutzt. Auf der Insel Hiiumaa leben 10.000 Menschen.

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December 31, 2010

Ostsee: heuer sehr frühe Vereisung

Ostsee: heuer sehr frühe Vereisung – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Ostsee: heuer sehr frühe Vereisung

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Veröffentlicht: 00:51, 31. Dez. 2010 (CET)
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Kattegat und Skagerrak

Schweden, 31.12.2010 – Der Winter 2010/2011 führte in Skandinavien zu einer außerordentlich frühzeitigen und weit nach Süden reichenden Vereisung der Ostsee. Besonders außergewöhnlich ist, dass bereits nach einem Drittel des Winters alle Meeresstraßen zwischen Hamburg und St. Petersburg in Russland großflächig mit Eis bedeckt sind: Kleiner Belt, Großer Belt, Öresund, Kattegat, Bottnischer Meerbusen, Finnischer Meerbusen und Rigaer Bucht haben Eisbrücken zwischen angrenzendem Festland gebildet. Weiters ist die Südküste der Ostsee fast durchgängig von Dänemark bis Klaipėda in Litauen vereist und die drei Haffe und die Danziger Bucht in Polen sind vollständig gefroren.

Im Kattegat verbindet das Eis die schwedische und die dänische Küste mit einer bis zu zwölf Zentimeter dicken Schicht aus dichtem Packeis. Um zu Fuß alle diese Meeresstraßen zu überqueren, ist das Eis allerdings noch nicht dick genug, ausgenommen den Finnischen Meerbusen, den man von Helsinki nach St. Petersburg trockenen Fußes überqueren kann.

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March 2, 2010

Kattegat zugefroren

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Kattegat zugefroren

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Veröffentlicht: 14:05, 2. Mär. 2010 (CET)
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Kattegat und Skagerrak

Pfannkucheneis

Schweden, 02.03.2010 – Der harte Winter 2010 in Skandinavien führt dazu, dass erstmals seit 1996 das Kattegat und der nördliche Teil des Skagerrak größtenteils zufrieren. Das Eis verbindet die schwedische und die dänische Küste in einer bis zu 10 Zentimeter dicken Schicht. Des Weiteren sind der Bottnische Meerbusen vollständig und der Finnische Meerbusen größtenteils sowie die Rigaer Bucht vollständig zugefroren. Das Meereis breitet sich in der Ostsee entlang der ostschwedischen Küste nach Süden bis kurz vor Karlskrona aus.

Das Meereis des Kattegat ist von besonderer Beschaffenheit und wird aufgrund seines Aussehens Pfannkucheneis genannt. Dieses entsteht, wenn salzarmes Wasser der Ostsee, dessen Temperatur knapp über dessen Gefrierpunkt von -0,8 Grad Celsius liegt, an der Oberfläche nach Norden in das Kattegat strömt und vom darunterliegenden kälteren, salzreicheren Wasser der Nordsee unter den Gefrierpunkt abgekühlt wird. Das Eis bildet sich in zwei bis drei Metern Tiefe und steigt an die Oberfläche, wo sich die Eisschollen verbinden.

Themenverwandte Artikel

  • Über 100 Kältetote in Europa (27.01.2010)
  • Harter Winter auf der Nordhalbkugel (08.01.2010)
  • Portal:Wetter

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July 6, 2008

Raumordnungsplan für Ausbau von Offshore-Windparks in Deutschland vorgelegt

Raumordnungsplan für Ausbau von Offshore-Windparks in Deutschland vorgelegt

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Veröffentlicht: 20:27, 6. Jul. 2008 (CEST)
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Raumordnungsplan für Ausbau von Offshore-Windparks in Deutschland vorgelegt
Wir setzen auf regenerative Energien und nicht auf Atomkraft.
Raumordnungsplan für Ausbau von Offshore-Windparks in Deutschland vorgelegt

– Wolfgang Tiefensee, lt. spiegel.de

Windkraftanlage

Berlin (Deutschland), 06.07.2008 – Vor dem Hintergrund weltweit steigender Energiekosten und der Diskussion um die Erreichung der klimapolitischen Ziele der deutschen Bundesregierung gab Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) heute in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ die Fertigstellung eines Raumordnungsplans durch sein Ministerium bekannt, der bis zum Jahr 2030 den Bau von bis zu 30 Windparks mit einer Gesamtkapazität von 25.000 Megawatt vorsieht.

Die Anlagen sollen vor allem vor der deutschen Nord- und Ostseeküste errichtet werden. Die Windkraftanlagen können nach Angaben des Ministers einen Beitrag dazu leisten, Deutschland unabhängiger von der Lieferung fossiler Energieträger wie Erdgas und Erdöl aus dem Ausland zu machen. Um den Anforderungen des Naturschutzes und dem Anliegen der Tourismuswirtschaft Rechnung zu tragen, sollen die Großanlagen relativ weit von der Küste entfernt – jenseits der Zwölf-Seemeilen-Grenze – in einem Gebiet errichtet werden, in denen Wassertiefen von 30 bis 40 Metern vorherrschen. Die Investitionskosten für den Bau solcher Großanlagen werden mit einer Milliarde Euro pro Anlage veranschlagt. Hinzu kommen die Kosten für die Verlegung von bis zu hundert Kilometer langen Kabeln, die die Verbindung zum Festland herstellen.

Tiefensee sagte, die Bundesregierung sei sich im Hinblick auf die Frage der Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen mit der Energiewirtschaft einig: „Die zahlreichen Anträge der Investoren belegen die Wirtschaftlichkeit.“

Nach Angaben des Bundesverbandes WindEnergie e.V. (BWE) beträgt die installierte Leistung der zurzeit in Deutschland vorhandenen 19.460 Windkraftanlagen 22.247 Megawatt. Diese installierte Leistung kann jedoch nicht jedes Jahr im gleichen Umfang abgerufen werden, da das Naturphänomen „Wind“ je nach Wetterlage unterschiedlich stark und mit unterschiedlicher Dauer zur Verfügung steht. Der Anteil der Windkraft an der Stromerzeugung in Deutschland liegt dem Verband zufolge bei 7,2 Prozent (Stand: Ende 2007). Im Vergleich mit anderen regenerativen Energiequellen hat die Windkraft inzwischen die Stromerzeugung durch Wasserkraft überholt.

Am 6. Juni hat der Bundesrat ein vom Deutschen Bundestag bereits verabschiedetes Gesetzespaket zum Klimaschutz verabschiedet, das mehrere gesetzgeberische Maßnahmen umfasst. Ziel ist es, bis 2020 den Anteil erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung und am Wärmemarkt zu verdoppeln. Neben der Stromerzeugung aus Windenergie soll die Energiegewinnung aus Sonnenlicht, Biomasse und Geothermie gefördert werden. Der Windenergie erfährt dabei die größte Unterstützung von Seiten der Politik.

Von der Linkspartei, den Grünen und Umweltschützern wurde das Klimaschutzpaket der Bundesregierung indessen als nicht weitreichend genug kritisiert. Greenpeace befürchtet, Deutschland werde nach den beschlossenen Maßnahmen des „Klimapakets“ die gesteckten ehrgeizigen klimapolitischen Ziele nicht erreichen können, die eine Verringerung des Ausstoßes an Treibhausgasen in Deutschland um 40 Prozent bis 2020 vorsehen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Energiepolitik

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March 12, 2008

Kanada gibt 275.000 Robben zur Jagd frei

Kanada gibt 275.000 Robben zur Jagd frei

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Veröffentlicht: 23:04, 12. Mär. 2008 (CET)
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Junge Sattelrobbe

Ottawa (Kanada), 12.03.2008 – Die kanadische Regierung hat kurz vor dem Beginn der diesjährigen Jagdsaison 275.000 Sattelrobben zur Jagd freigegeben. Fischereiminister Loyola Hearn sagte zur Begründung: „Die Robbenjagd ist eine wirtschaftliche Stütze für unzählige ländliche Gemeinden in den atlantischen Provinzen, Quèbec und dem Norden.“ Das Fischereiministerium teilte außerdem mit, die Robbenjagd werde durch die Anwendung neuer Regeln weniger brutal. Die neuen von Tierärzten empfohlenen Regeln sollen gewährleisten, dass die erlegten Tiere wirklich tot sind, bevor ihnen das Fell abgezogen wird. Dazu sollen die Pupillen der Tiere auf Reflexe geprüft werden.

Die kanadische Regierung gibt den Bestand an Sattelrobben in Kanada mit gegenwärtig 5,5 Millionen Tieren an. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Abschussquote damit um zwei Prozent an. Im Vorjahr durften bei der Robbenjagd 270.000 Tiere getötet werden, im Jahr 2006 lag die Quote bei 335.000 Tieren. Tierschützer kritisieren die Erhöhung der Abschussquote. Ralf Sonntag von der deutschen Sektion des Internationalen Tierschutzfonds (IFAW) nannte die Entscheidung verantwortungslos. Er wies darauf hin, dass 2007 im Sankt-Lorenz-Golf über 200.000 neugeborene Robben schon wegen des fehlenden Packeises starben, bevor die Jagd überhaupt begonnen hatte. Nach Angaben des IFAW waren von den 224.000 im Jahr 2007 getöteten Robben nahezu alle Jungtiere unter drei Monaten.

Die Jagdsaison in Kanada beginnt Ende März. Neben der Nachfrage nach Produkten aus Robbenfell steigt auch die Nachfrage nach Robbenöl, welches reich an Omega-3-Fetten ist.

In mehreren europäischen Ländern gibt es bereits Einfuhrverbote für Produkte aus Robbenfell, auch in Deutschland gibt es bereits einen entsprechenden Plan.

Im Ostseeraum stehen die Robben bereits auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Wegen des warmen Winters fehlt die zur Fortpflanzung der Robben wichtige Eisdecke. Im Ostseeraum wird der Bestand auf 7.000 bis 10.000 Tiere geschätzt.

Themenverwandte Artikel

  • Robbenjagd in Kanada geht in die zweite Etappe (05.04.2006)
  • Robbenjagd: Kanadische Regierung wehrt sich gegen angebliche „Mythen“ (06.04.2006)
  • Portal:Tiere

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November 2, 2006

Sturmschäden in Deutschland

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Sturmschäden in Deutschland

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Artikelstatus: Fertig 01:16, 2. Nov. 2006 (CET)
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Berlin (Deutschland), 02.11.2006 – Sturmtief „Britta“ ist an Allerheiligen mit Geschwindigkeiten von bis zu 156 Kilometern in der Stunde über Deutschland hinweggefegt und hat den Winter in einigen Teilen des Landes einziehen lassen. Besonders der Norden war vom Sturm betroffen, in Hamburg wurde mit Hochwasser gerechnet. Die Flutpegel waren so hoch wie in den letzten 100 Jahren nicht mehr. Durch die Sturmflut bestand jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung. Dennoch wurde im Hafen ein Schiff losgerissen.

Auf der Nordsee gerieten mehrere Schiffe in Seenot. Der Fährbetrieb zu einigen Nordseeinseln wurde sicherheitshalber eingestellt. Bei dem Versuch, einem Havaristen zu Hilfe zu eilen, ist ein Schiff der niederländischen Seenotrettung gekentert. Die vier Besatzungsmitglieder wurden zunächst vermisst und von einem Seenotkreuzer der „Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ bei Borkum gesucht. Im Landkreis Friesland fielen am Mittwoch die Schulen aus. Hier waren wie überall an der deutschen Nordseeküsten zahlreiche Bäume umgeworfen worden. Bei Norwegen wurde eine Bohrinsel losgerissen, die zunächst frei im Meer trieb. An Bord waren 75 Besatzungsmitglieder.

Im weiteren Verlauf soll der Sturm nach Osten wandern und hier besonders die Küsten von Mecklenburg-Vorpommern sowie die Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt treffen. Für die kommenden Stunden wird an der Ostsee mit einer Sturmflut gerechnet.

In den Mittelgebirgen fiel der erste Schnee für diesen Winter. So wurden im Harz drei Zentimeter Neuschnee gemeldet, auf dem Brocken fielen sogar fünf Zentimeter. Auch auf dem Kahlen Asten in Nordrhein-Westfalen fiel Schnee, der jedoch wegen des warmen Bodens nicht liegen blieb. Auch aus Bayern wurden heute morgen Schneefall und Frost gemeldet.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Wetter

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October 25, 2006

EU senkte Fangquote für Ostsee-Kabeljau

EU senkte Fangquote für Ostsee-Kabeljau

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Artikelstatus: Fertig 23:37, 25. Okt. 2006 (CEST)
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Ostsee – Satellitenbild

Luxemburg (Luxemburg), 25.10.2006 – Die Europäische Union hat heute – gegen die Stimme Polens – eine Senkung der Fangquote für die überfischten Bestände des Kabeljaus in der Ostsee beschlossen. Die neue Fangquote, die ab 2007 gelten soll, liegt zehn Prozent unter der jetzigen Quote im östlichen Teil der Ostsee. In den westlichen Fanggebieten ist eine Senkung von lediglich sechs Prozent vorgesehen, weil die Bestände hier nicht so stark bedroht seien. Gegenwärtig beträgt die Fangquote in der östlichen Ostsee 45.339 Tonnen pro Jahr, in ihrem westlichen Teil 28.400 Tonnen. Der WWF Deutschland kritisierte den Beschluss der zuständigen EU-Minister als „eine Katastrophe für den Dorsch in der Ostsee“, weil so ein Zusammenbruch der Bestände nicht zu verhindern sei.

Außerdem wurde die Quote für Lachs um fünf Prozent gesenkt, die Fangquoten für den Hering blieben unverändert. Zum Ausgleich dürfen aber acht Prozent mehr Sprotten gefangen werden. Der Ministerbeschluss blieb hinter den Forderungen der EU-Kommission zurück, die eine Senkung der Fangquoten um 15 bis 20 Prozent vorgeschlagen hatte.

Noch bis in die 70-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts galt der Kabeljau als eine der häufigsten Fischarten der Erde. Jetzt ist er nach Ansicht von Wissenschaftlern vom Aussterben bedroht. Nach Angaben des WWF ist der Dorschbestand in der östlichen Ostsee auf ein Drittel geschrumpft. Der WWF bezieht sich auf den „Internationalen Rat zur Erforschung der Meere“ (ICES), der ein Fangverbot für die bedrohte Fischart gefordert hatte. Der WWF fordert ein Maßnahmenpaket zur Erhaltung der Dorschbestände, das drei Bestandteile hat: „die sofortige Beendung der Überfischung, die Verringerung der Überkapazität und ein nachhaltiges Fischereimanagement“.

Nach Ansicht der WWF-Fischereiexpertin Heike Vesper hat die EU mit ihrer heutigen Entscheidung „kurzfristige wirtschaftliche Interessen“ über die Notwendigkeit des Schutzes der „Zukunft unserer Fischbestände“ gestellt. Für die Zukunft der Kabeljau- beziehungsweise Dorschbestände sieht der WWF nur geringe Hoffnung, insbesondere da gleichzeitig mit der Fangquotenregelung die Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen für den Fischfang in der Ostsee geschwächt worden seien. Die illegale Fischerei ist nach wissenschaftlichen Schätzungen ein ernstzunehmendes Problem in der Ostsee. Außerdem hielten sich viele Länder nicht an die vorgeschriebenen Fangquoten und holten 50 bis 100 Prozent mehr Fische aus der Ostsee als erlaubt. Im Jahr 2004 seien 69.000 Tonnen Dorsch gefangen worden, das war die fünffache Menge des offiziell Erlaubten. Mit der illegalen Fischerei zusammen genommen, so schätzt Vesper, kommen die Zahlen für 2004 sogar auf 100.000 Tonnen gefangenen Kabeljau.

Als warnendes Beispiel weist der WWF auf die Entwicklung der Situation in Kanada hin. Dort brach der Kabeljaubestand 1992 wegen fehlender Schutzmaßnahmen kurzfristig zusammen. 40.000 Menschen, deren Arbeitsplätze vom Kabeljaufang abhingen, wurden daraufhin arbeitslos.

Themenverwandte Artikel

  • WWF: „Um die Zukunft der Nordsee ist es schlecht bestellt“ (04.05.2006)
  • Portal:Europäische Union
  • Portal:Umwelt

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August 9, 2006

Blaualgen bedrohen das Ökosystem der Ostsee

Blaualgen bedrohen das Ökosystem der Ostsee

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Artikelstatus: Fertig 12:33, 9. Aug. 2006 (CEST)
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Hamburg / Travemünde (Deutschland), 09.08.2006 – Während die Behörden für die Badegäste an der Ostsee Entwarnung geben – „Die Algenplage ist vorbei“, so die Kieler Nachrichten –, beschäftigt dieses Thema die Umweltverbände noch weiter. Der „Jahrhundertsommer“ 2006 sowie die intensive Landwirtschaft bedrohen die Ökosysteme der Ostsee. Auf den Zusammenhang zwischen den hohen Sommertemperaturen und dem Eintrag von Düngemitteln in die Ostsee aus den Anrainerstaaten einerseits und dem vermehrten Algenwachstum, vor allem von Blaualgen, andererseits wiesen gestern die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) hin.

Unter diesen Bedingungen komme es zu einer besonders starken Vermehrung von Cyanobakterien, auch Blaualgen genannt, deren Name von der in ihren Zellen enthaltenen hochgiftigen Blausäure herrührt, die beim Absterben der Algen teilweise freigesetzt wird. Nach der rasanten Vermehrung der Blaualgen kommt es zu deren Absterben und Absinken auf den Meeresgrund, wo die Algen unter Sauerstoffverbrauch abgebaut werden. Dies führt zur Verknappung des Sauerstoffs im Wasser und damit zur Schädigung der Meeresfauna. Die tiefen Regionen der Ostsee seien schon jetzt ökologisch tot, erklärten die Umweltschutzorganisationen. Auch die grün-braunen Fadenalgen vermehren sich unter den gegenwärtigen Bedingungen besonders stark, wodurch das Problem weiter verschärft wird. Eine Begleiterscheinung des gestörten ökologischen Gleichgewichts in der Ostsee ist außerdem eine außergewöhnliche Vermehrung von Quallen. Der Sauerstoffmangel in der Ostsee führt zum Absterben von Miesmuscheln, Seepocken und Krebsen. Am Ende der Nahrungskette sind schließlich auch Fische und die in der Ostsee noch vorkommenden Schweinswale betroffen. „Für den Schweinswal in der Ostsee können vergiftete Fische lebensbedrohlich werden“, sagte Petra Deimer von der GSM.

Die beiden Organisationen fordern ein Umdenken in der Agrarpolitik auf EU-Ebene.

Am Wochenende galt in vielen Ostseebädern Badeverbot. Die Tourismusbranche klagte über Einnahmeverluste. Auch für Menschen stellen die Algenteppiche ein gesundheitliches Risiko dar. Seit Montag, 13:00 Uhr darf wieder gebadet werden – vorerst.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Umwelt

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May 5, 2006

Internationales WWF-Zentrum für Meeresschutz eröffnet in Hamburg

Internationales WWF-Zentrum für Meeresschutz eröffnet in Hamburg

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Bremen / Hamburg (Deutschland), 05.05.2006 – Die deutsche Basissektion des World Wide Fund for Nature (WWF) verlegt ihren Stammsitz von Bremen nach Hamburg. Standort wird die Hamburger Speicherstadt werden. Die offizielle Bezeichnung der neuen Hamburger Einrichtung lautet „Internationales WWF-Zentrum für Meeresschutz“. In Bremen war der Fachbereich „Meere und Küsten“ angesiedelt, daraus wurde nun das Meeresschutzzentrum. Eröffnet werden soll das neue Zentrum am Mittwoch 24. Mai 2006 mit einem Festakt.

Am 3. Mai 2006 stellte sich der WWF in Hamburg bereits vorab schon der Presse vor. Ein erster symbolischen Begrüßungstreff auf den St.-Pauli-Landungsbrücken fand gestern statt. Die Gäste wurden auf das Museumsschiff „Rickmer Rickmers“ geladen.

Der WWF Deutschland kämpft rund um den Erdball für den Aufbau von Meeresschutzgebieten, für den Schutz von Tiefseelebensräumen, gegen Umweltgifte und Überfischung in den Meeren. Die Organisation zählt zu den größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Alle geplanten Aktivitäten des deutschen WWF-Bereiches sollen künftig von Hamburg aus gesteuert werden. Die Hamburger Mitarbeiter beschreiben ihre Ziele wie folgt: „Die Auswirkungen des globalen Tourismus, nachhaltige Fischerei, die Errichtung und Erhaltung regionaler Meeresschutz-Gebiete sowie Möglichkeiten regionaler Raumplanung, das sind unsere Hauptthemenbereiche. Von hier aus kämpft der WWF mit Geduld und Phantasie für die Rettung der Weltmeere.“ Besonders liegt dem WWF Deutschland jedoch der Schutz der Nord- und Ostsee am Herzen. Die Meere, die direkt vor Deutschland liegen, sollen für unsere Nachkommen erhalten bleiben.

Ein Umzug der Bremer Station stand sowieso bevor. Ursprünglich dachten die Verantwortlichen daran, vom bisherigen Standort aus der Umgebung Bremens in die Innenstadt Bremens zu ziehen. Dann fiel jedoch die Entscheidung für Hamburg: zum einen, weil in Hamburg wesentlich mehr Medien angesiedelt sind als in Bremen, und zum anderen, weil in Hamburg viel mehr Förderer des WWF zu Hause sind als anderswo. Bisher zählt der WWF in Hamburg über 12.000 Förderer. Zu Anfang sind neun Mitarbeiter im neuen Meereszentrum in Hamburg beschäftigt. An eine Ausweitung der Kapazitäten wurde bereits gedacht.

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January 20, 2006

Finnwal zu Besuch in Berlin

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Berlin (Deutschland), 20.01.2006 – In einer Aktion der Umweltschutzorganisation Greenpeace wurde am Donnerstag, dem 19. Januar, ein toter Finnwal mit einem Tieflader zur japanischen Botschaft in Berlin transportiert. Inzwischen ist der Kadaver auf dem Weg zum Stralsunder Meeresmuseum, dem ursprünglichen Zielort. Dort soll der Wal von Meeresbiologen untersucht werden. Der etwa 20 Tonnen schwere Finnwal war am Wochenende in der Ostsee verendet.

Greenpeace demonstrierte mit der Aktion gegen den Walfang Japans aus angeblich wissenschaftlichen Gründen. Die Umweltschutzorganisation wirft Japan vor, Walfang aus kommerziellen Interessen zu betreiben. Nach Angaben von Greenpeace will Japan in diesem Jahr 935 Zwergwale und zehn Finnwale fangen. Derzeit befinden sich zwei Schiffe der Umweltschutzorganisation in der Antarktis, wo sie die japanischen Walfangschiffe bei ihrer Arbeit behindern wollen.

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