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October 16, 2014

Fotostrecke: U21-Fußballnationalmannschafts-Freundschaftsspiel Österreich – DR Kongo

Fotostrecke: U21-Fußballnationalmannschafts-Freundschaftsspiel Österreich – DR Kongo

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Veröffentlicht: 07:08, 16. Okt. 2014 (CEST)
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Bad Erlach (Österreich), 16.10.2014 – Am 12. Oktober 2014 fand in der Sportarena Bad Erlach vor 600 Zuschauern das Debüt der österreichischen U21-Nationalmannschaft der Jahrgänge ab 1994 gegen das Team der Demokratischen Republik Kongo statt. Nach einer roten Karte für Rudy Kitumba (DR Kongo) siegte Österreich in Überzahl mit 3:0. Die Tore erzielten Kevin Friesenbichler (25.), Sinan Bytyqi (37.) und Florian Grillitsch (46.).

Quellen[Bearbeiten]

Wikimedia Commons
Wikimedia Commons hat Inhalte zu U21 Austria – DR Congo, 2014-10-12.

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October 17, 2011

Obama entsendet 100 US-Soldaten als Militärberater nach Uganda

Obama entsendet 100 US-Soldaten als Militärberater nach Uganda

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Veröffentlicht: 06:38, 17. Okt. 2011 (CEST)
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Kampala

Kampala (Uganda) / Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 17.10.2011 – Mit der Entsendung von 100 bewaffneten Militärberatern greift der amerikanische Präsident Barack Obama in den Bürgerkrieg in Uganda ein. Die Berater sollen die Regierungstruppen beim Kampf gegen die paramilitärische Gruppe Lord’s Resistance Army (LRA) unterstützen. Ein Ziel ist es, den Führer der LRA Joseph Kony zu fassen.

Über die Entsendung der Berater informierte Obama den Kongress am Freitag, dem 14.Oktober, in einem Brief. Bereits am Mittwoch (12. Oktober) waren Teile des Kontingents aufgebrochen. Die US-Soldaten sollen lediglich beraten und nicht in die Kämpfe eingreifen; sie werden sich jedoch, wenn nötig, selbst verteidigen. Einsätze in anderen afrikanischen Staaten wie dem Südsudan, in der Zentralafrikanischen Republik und der Demokratischen Republik Kongo sind denkbar.

Joseph Kony wird vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht. Die LRA, übersetzt die „Gottesarmee“, gilt als eine der brutalsten der Welt. Zuerst trat sie Ende der 1980er Jahre im Norden Ugandas auf, jetzt liegt ihr Schwerpunkt in Zentralafrika. Das US-Außenministeriums bilanziert die direkten Folgen des Handelns der LRA, 2400 Personen getötet und 3400 verschleppte, allein 2008. Die Vereinten Nationen sprechen von 380.000 Personen, die vor der Gewalt der Miliz geflüchtet sind. Tausende Frauen wurden vergewaltigt und zehntausende Kinder zu Soldaten gemacht.

Dem Manifest von Kony zufolge, das durch Aussagen von Mitgliedern wiederholt wird, kämpft die Organisation für den Sieg über die ugandische Regierung von Präsident Museveni und für die anschließende Errichtung eines Gottesstaates auf Basis der zehn Gebote.

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Quellen

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May 5, 2011

Oberlandesgericht Stuttgart: Verhandlung gegen FDLR-Führungskader wegen Kriegsverbrechen in Afrika

Oberlandesgericht Stuttgart: Verhandlung gegen FDLR-Führungskader wegen Kriegsverbrechen in Afrika

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Veröffentlicht: 13:48, 6. Mai 2011 (CEST)
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Stuttgart (Deutschland), 05.05.2011 – Vor dem Oberlandesgericht Stuttgart begann am 4. Mai 2011 die Verhandlung gegen zwei Männer, denen die Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung Forces Démocratiques de Libération du Rwanda (FDLR) vorgeworfen wird und die zahlreiche Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Kongo angewiesen haben sollen. Die beiden Angeklagten, die sich schon länger in Deutschland aufhielten, sollen die Taten von Baden-Württemberg aus gesteuert haben.

Dr. Ignace Murwanashyaka kam bereits 1989 nach Deutschland. Er studierte in Bonn und wurde in Köln promoviert. Er zog nach Mannheim, wo er eine Deutsche heiratete und mit ihr mindestens zwei Kinder hat. Im Jahr 2000 beantragte Murwanashyaka erfolgreich Asyl. Die vergangenen Jahre lebte er von Hartz IV. Murwanashyaka wird vorgeworfen, Rädelsführer der FDLR zu sein und per Telefon und Internet seine Anweisungen zu den grausamen Verbrechen gegeben zu haben.

Einen ähnlichen Lebensweg hat der zweite Angeklagte Straton Musoni, der von Mitte der 1980-er bis Mitte der 1990-er Jahre in Deutschland studierte, eine Deutsche heiratete und Vater wurde. Seit 2004 soll er Murwanashyakas Stellvertreter als FDLR-Führer gewesen sein. Er lebte in Neuffen.

Den beiden aus Ruanda stammenden Angeklagten werden 26 Verbrechen gegen die Menschlichkeit und 39 Kriegsverbrechen zur Last gelegt, die nach ihren Anweisungen handelnde Milizionäre 2008 und 2009 im Kongo begangen haben. Dabei wurden mehr als 200 Menschen getötet, zahlreiche Frauen vergewaltigt, Zivilisten als Schutzschild gegen Angriffe missbraucht und Kinder in die FDLR-Miliz gezwungen. Seit 2009 befinden sich die beiden Männer in Untersuchungshaft. Erstmals in Deutschland wird eine Anklage des Generalbundesanwalts nach dem seit 2002 geltenden Völkerstrafgesetzbuch verhandelt.

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October 13, 2009

Alternative Nobelpreise 2009: Politisches und soziales Engagement zum Wohle der Menschen gewürdigt

Alternative Nobelpreise 2009: Politisches und soziales Engagement zum Wohle der Menschen gewürdigt

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Veröffentlicht: 17:48, 13. Okt. 2009 (CEST)
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Bekanntgabe des Preises durch Ole von Uexküll

David Suzuki erhält den Ehrenpreis

Bekanntgabe im Pressezentrum des schwedischen Außenministeriums

Stockholm (Schweden), 13.10.2009 – Der sogenannte alternative Nobelpreis, der seit 1980 auf Initiative Jakob von Uexkülls vergeben wird und offiziell „Right Livelihood Award“ heißt, geht in diesem Jahr an vier Personen aus Kanada, dem Kongo, Neuseeland und Äthiopien. Mit dem Preis wird ihr besonderer Einsatz für drängende Probleme regionaler oder globaler Art gewürdigt.

Den undotierten Ehrenpreis erhält David Suzuki aus Kanada, von Beruf Zoologe und Fernsehmoderator, für sein Lebenswerk. Der 1936 in Japan geborene Suzuki rief 1979 das Wissenschaftsmagazin „The Nature of Things“ (Die Natur der Dinge) ins Leben, das inzwischen in über 80 Ländern ausgestrahlt wird und in dem er unermüdlich vor den Gefahren des Klimawandels warnte. Ole von Uexküll von der Stiftung, die den Preis jedes Jahr vergibt, sagte über den Preisträger: „Suzuki hat vielleicht noch intensiver als Friedensnobelpreisträger Al Gore mit seinem berühmten Film über den Klimawandel aufgeklärt.“

Für seinen Einsatz für die Erhaltung des Regenwaldes in seiner Heimat, dem Kongo, wurde René Ngongo ausgezeichnet. Der 1961 in Kisangani geborene Biologe gründete 1994 die Umweltorganisation „Ocean“ (Organisation Concertée des Ecologistes et Amis de la Nature), die sich mit vielfältigen Aktionen gegen die Abholzung der Regenwälder im Kongo einsetzt. Wie er dazu kam, sich für den Schutz des Regenwaldes zu engagieren, beschreibt er in einem Interview, das er Greenpeace 2007 gegeben hat so: „Ich denke, jeder von uns hatte ganz besondere und ganz eigene Schlüsselerlebnisse. Für mich war das der Augenblick, als man mir eine Satellitenkarte des Kongos zeigte und ich selbst sah, wie weit die Entwaldung schon fortgeschritten war. Ich habe gemerkt, dass es schon auf allen Ebenen und in sehr vielen Richtungen Firmen gibt, die sich des Holzes bemächtigen und was das für die Bevölkerung bedeutet.“

Alyn Ware (47) stammt aus Neuseeland. Er erhält den Preis für „seinen Einsatz und seine internationalen Initiativen über zwei Jahrzehnte zur Stärkung der Friedenserziehung und Schaffung einer atomwaffenfreien Welt“. Ware ist einer breiteren Öffentlichkeit kaum bekannt und wirkt mehr im Hintergrund. Er hat mehrere friedenspolitische Initiativen ergriffen und wirkt in mehreren Organisationen mit. So ist er Mitbegründer und Koordinator des Parlamentarischen Netzwerks für Nukleare Abrüstung und Nichtverbreitung (PNND). Dabei handelt es sich um ein Forum für Politiker, die Strategien für die nukleare Abrüstung entwickeln wollen. Das Netzwerk berät Abgeordnete bei Gesetzesinitiativen in ihren Parlamenten. Außerdem arbeitet Ware in der „Peace Foundation“ mit, die sich der Verbreitung einer Friedenspädagogik für Kinder verschrieben hat, und berät das „Anwaltskomitee für Atompolitik“ (USA) und die „Internationale Organisation der Anwälte gegen Atomwaffen“. Ware gehört auch zu den Unterstützern des weltweiten Marsches für Frieden und Gewaltfreiheit, der am 2. Oktober 2009 begann und zu dem auch von vielen anderen bedeutenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aufgerufen wird.

Vierte Preisträgerin ist die australische Ärztin Catherine Hamlin (85), die seit 1959 in Äthiopien als Hebamme und Gynäkologin arbeitet. Zusammen mit ihrem Mann entwickelte sie eine Behandlungsmethode zur Behandlung von Frauen, die bei der Geburt ihrer Kinder innere Verletzungen der Blasenwand erlitten, einer in Europa kaum bekannten Krankheit. In Afrika leiden tausende Frauen unter dieser Krankheit. Hamlin gründete ein eigenes Hospital zur Behandlung der Krankheit und kann so bis zu 3.000 Mütter jährlich behandeln. Ein Drittel ihrer Patientinnen stammt aus Äthiopien. In der Begründung für die Verleihung des Preises heißt es, sie erhalte den Preis, weil sie sich „seit 50 Jahren der Behandlung von Patientinnen mit Geburtsfisteln widmet und dabei die Gesundheit, Hoffnung und Würde von Tausenden ärmster afrikanischer Frauen wiederhergestellt hat“. Das von ihr gegründete Krankenhaus wird ausschließlich durch Spenden finanziert.

Hamlin, Ware und Ngongo teilen sich das Preisgeld von 150.000 Euro. Die Preisverleihung findet am 9. Dezember im schwedischen Parlament statt. Der alternative Nobelpreis definiert sich in Abgrenzung zum offiziellen Nobelpreis, der vor allem Preisträger aus der westlichen Welt auszeichnet und an feste Kategorien gebunden ist. Für den alternativen Nobelpreis kann jeder Vorschläge einbringen. Ausgezeichnet werden Menschen, die sich durch besonderes Engagement bei der Lösungen von Problemen auszeichnen und dafür praktische Lösungen anbieten. Die Jury begründete ihre Wahl mit den Worten, es würden dieses Jahr Menschen ausgezeichnet, die sich Verdienste dabei erworben hätten, um „den Klimawandel zu begrenzen, die Welt von Atomwaffen zu befreien und um lebenswichtige medizinische Behandlung auch für die Armen und Benachteiligten bereitzustellen“.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Nobelpreise

Weblinks

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Category:The Right Livelihood Award 2009“.

Quellen

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January 30, 2009

Kongolesische Flüchtlinge im Sudan

Kongolesische Flüchtlinge im Sudan – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Kongolesische Flüchtlinge im Sudan

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Veröffentlicht: 08:08, 30. Jan. 2009 (CET)
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Karte der Demokratischen Republik Kongo.png

Goma (Demokratische Republik Kongo), 30.01.2009 – Nach Mitteilungen der Vereinten Nationen wurden bei Angriffen auf das Dorf Tora im Nordosten der Orientale Provinz der Demokratischen Republik Kongo am 16. Januar mehr als 100 Personen durch Rebellen der Lord’s Resistance Army (LRA) getötet. Die Übergriffe der LRA waren offenbar eine Vergeltungsmaßnahme nach Angriffen der Armee auf die Rebellen.

Präsident Joseph Kabila hatte zuvor den Streitkräften von Uganda und Ruanda erlaubt in der Demokratischen Republik Kongo Rebellen der Forces Démocratiques de la Libération du Rwanda (FDLR) und der LRA zu verfolgen. Der UN-Sonderbeauftragte für Binnenvertriebene, Walter Kälin, äußerte die Befürchtung, dass ohne Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung Angriffe auf die Rebellen zu umfangreichen Vertreibungen in der Zivilbevölkerung führen könnten.

Ein UNHCR-Team fand Flüchtlinge der Auseinandersetzungen im sudanesischen Dorf Lasu, 50 Kilometer von der Grenze der Demokratischen Republik Kongo entfernt, die meisten aus dem Dorf Aba. Gezählt wurden 680 Flüchtlinge; die Gesamtzahl der Flüchtlinge wird auf 2000 geschätzt. Flüchtlinge in der Region leben zum Teil unter freiem Himmel und werden durch das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen versorgt, da die Lebensmittelreserven in der Region zu gering sind. Dem Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) zufolge sind seit September 130.000 Menschen vetrieben worden.

Die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Navanethem Pillay, äußerte, dass die Menschenrechtsverletzungen der LRA schockierend seien, gab aber zu bedenken, dass Maßnahmen gegen die Rebellen zu weiteren Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung führen könnten, die zwischen den Parteien gefangen sei. Die Militäroperationen hätten bereits die Möglichkeit der Mission de l’Organisation des Nations Unies en République Démocratique du Congo (MONUC) und anderer UN-Einrichtungen und Hilfsorganisationen die Zivilbevölkerung zu beschützen und zu versorgen beeinträchtigt.

Die Hohe Kommissarin begrüßte Vorschläge den Nationalkongress zur Verteidigung des Volkes (CNDP) wieder in die Streitkräfte der Demokratischen Republik Kongo Forces Armées de la République Démocratique du Congo (FARDC) zu integrieren, mahnte aber an, dass es zwingend sei, die Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen des CNDP unter der Führung von Laurent Nkunda und Bosco Ntaganda in diesem Prozess zu beachten.

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Quellen

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January 27, 2009

Kongolese Thomas Lubanga ist erster Angeklagter vor dem Internationalen Strafgerichtshof

Kongolese Thomas Lubanga ist erster Angeklagter vor dem Internationalen Strafgerichtshof

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Veröffentlicht: 23:38, 27. Jan. 2009 (CET)
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Gebäude des IStGH in Den Haag

Den Haag (Niederlande), 27.01.2009 – Der frühere kongolesische Milizenchef, Thomas Lubanga, steht ab 26. Januar 2009 vor dem zur Klärung von Kriegsverbrechen im Jahre 2002 gegründeten Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag. Lubanga soll im Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo in den Jahren 1998 bis 2003 unrechtmäßig ungefähr 30.000 Minderjährige zu Kämpfern herangezogen haben. Ihm wird vorgeworfen, sie sowohl seelisch als auch körperlich misshandelt und als Sklaven missbraucht zu haben. Lobango erklärte sich Medienberichten zufolge für „nicht schuldig“.

Das sieht der Chefankläger Luis Moreno Ocampo ein wenig anders. Er sagte: „Sie [die Kindersoldaten] können den Terror nicht vergessen, den sie erlebt und den sie anderen gebracht haben. Die können den Lärm der Maschinengewehre nicht vergessen, und vergessen, dass sie getötet haben. Sie können nicht vergessen, dass sie vergewaltigten und vergewaltigt wurden.“

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Demokratische Republik Kongo
  • Portal:Niederlande
  • Portal:Kriegsverbrechen

Quellen

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May 25, 2008

Ehemaliger Vizepräsident der Demokratischen Republik Kongo, Jean-Pierre Bemba, in Belgien verhaftet

Ehemaliger Vizepräsident der Demokratischen Republik Kongo, Jean-Pierre Bemba, in Belgien verhaftet

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Veröffentlicht: 19:16, 25. Mai 2008 (CEST)
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Karte der Demokratischen Republik Kongo

Brüssel (Belgien), 25.05.2008 – Der ehemalige Vize-Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Jean-Pierre Bemba, der seit dem April 2007 im Exil in Portugal lebt, wurde am Samstagabend in der Nähe von Brüssel verhaftet. Grundlage der Verhaftung ist ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) vom 23. Mai in Den Haag, der aus fahndungstaktischen Gründen bisher geheim gehalten worden war. Bei dem Haftbefehl handelt es sich um den ersten Haftbefehl des IStGH mit Bezug zur Zentralafrikanischen Republik.

Dem Mitbegründer des Mouvement de Libération du Congo (MLC) werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen, die er in der Zentralafrikanischen Republik zwischen dem 25. Oktober 2002 und dem 15. März 2003 begangen haben soll. Die von ihm geführte MLC soll in dem Nachbarland der Demokratischen Republik Kongo systematische Angriffe gegen die Zivilbevölkerung geführt und mehrere Städte geplündert haben, um einen Staatsstreich gegen die Regierung von Ange-Félix Patassé zu verhindern. Im Rahmen dieser Auseinandersetzungen sollen laut dem Chefankläger des Internationalen Strafgerichts, Luis Moreno Ocampo, Folterungen und Vergewaltigungen „von unbeschreiblicher Brutalität“ von den Kämpfern der MLC begangen worden sein. In zwei Fällen soll Bemba persönlich an Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Vergewaltigung und Folter) und in vier Fällen an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen sein. Ähnliche Verbrechen werden Bemba und dem MLC auch im Kongo zur Last gelegt.

Bei der Präsidentschaftswahl in Kongo im Jahr 2006 war Bemba dem jetzigen kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila unterlegen, hatte das Wahlergebnis jedoch zunächst nicht anerkannt. In der Folge war es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Armee und den Anhängern Bembas gekommen. Seit dem 23. März 2007 wird Bemba wegen eines erneuten Ausbruchs von Feindseligkeiten von der Demokratischen Republik Kongo wegen Hochverrats gesucht.

Bemba soll zunächst in Belgien einem Haftrichter vorgeführt werden. In zwei bis drei Monaten wird dann mit einer Auslieferung in die Niederlande gerechnet, wo sich der Internationale Strafgerichtshof befindet.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Demokratische Republik Kongo

Quellen

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April 17, 2008

Flugzeugabsturz in der Demokratischen Republik Kongo: Mindestens 40 Tote

Flugzeugabsturz in der Demokratischen Republik Kongo: Mindestens 40 Tote

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Veröffentlicht: 15:01, 17. Apr. 2008 (CEST)
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Goma (Demokratische Republik Kongo), 17.04.2008 – Beim Start in Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist am Dienstag gegen 14:30 Uhr MESZ eine DC-9 der Fluggesellschaft Hewa Bora verunglückt. Die Zahl der Todesopfer ist noch unklar. Nach offiziellen Angaben waren an Bord der 31 Jahre alten Maschine 79 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder.

Provinz-Gouverneur Julien Paluku teilte mit, die Maschine sei in ein Wohngebiet gestürzt. Angaben über die Zahl der Geretteten sind noch widersprüchlich. Zunächst war von sieben Überlebenden die Rede, später wurde bekanntgegeben, 53 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder seien in Krankenhäuser gebracht worden. Inzwischen heißt es, unter Beteiligung von Truppen der UN-Mission MONUC hätten alle Personen an Bord gerettet werden können.

Bislang bestätigt wurden 40 Todesopfer und 111 Verletzte; viele davon waren Bewohner des Viertels Birere.

Über den Hergang und die Ursachen des Flugunfalls gibt es keine verlässlichen Informationen. Die Maschine war entweder unmittelbar nach dem Start in ein Wohnviertel gestürzt oder beim Startversuch von der Landebahn abgekommen und in einen angrenzenden Markt gerast. Ein überlebender Passagier und Ex-Pilot sprach von einem geplatzten Reifen, die Fluggesellschaft machte Aquaplaning verantwortlich. Beim Startversuch regnete es stark. Einer der beiden überlebenden Piloten sprach vom Ausfall eines Triebwerks.

Die Landebahn in Goma ist auf 2000 Meter verkürzt, seit bei einem Ausbruch des Nyiragongo 2002 die Lava einen Teil der Landebahn verschüttete.

Um das Thema Flugsicherheit ist es in dem afrikanischen Land schlecht bestellt. Viele der mehr als 50 privaten Fluggesellschaften stehen auf der Schwarzen Liste der Europäischen Union und haben in Europa Flugverbot. Dazu gehört seit kurzem auch die Fluggesellschaft der Unglücksmaschine.

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February 4, 2008

Erdbeben in Ruanda: Tote und viele Verletzte

Erdbeben in Ruanda: Tote und viele Verletzte

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Veröffentlicht: 12:58, 4. Feb. 2008 (CET)
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Erdbebenregion bei den Großen Afrikanischen Seen

Kigali (Ruanda), 04.02.2008 – Bei zwei Erdstößen in der Region um den Kiwusee wurden mindestens 40 Personen getötet. Das erste Erdbeben hatte sein Epizentrum im Osten der Demokratischen Republik Kongo, etwa 20 km von der Stadt Bukavu entfernt. Es ereignete sich am 3. Februar um 08:34 Uhr MEZ und hatte eine Magnitude von 6.0 auf der Richterskala. Ein zweiter Erdstoß dreieinhalb Stunden später erreichte eine Magnitude von 5.0. Das Epizentrum dieses zweiten Bebens lag im Südwesten Ruandas. Später traten noch einige Nachbeben auf.

Im ruandischen Rusizi stürzte eine Kirche ein, in der Gläubige an einem Gottesdienst teilnahmen. Radio Ruanda meldete, im Westen des ostafrikanischen Landes seien 34 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 250 hätten in Krankenhäusern behandelt werden müssen, zumeist wegen Knochenbrüchen.

Jacqueline Chenard, eine Mitarbeiterin der UN-Friedensmission vor Ort, sagte, dass viele Häuser völlig zerstört seien. Nach Meinung der stellvertretenden Polizeichefin Ruandas, Mary Gahonzire, seien noch viele Personen verschüttet, so dass die Opferzahl noch steigen könne.

Der Rundfunk der Demokratischen Republik Kongo berichtete von sechs Toten in der Provinz Süd-Kivu. Im benachbarten Burundi verursachte das Erdbeben einen Stromausfall.

Die Erdbebenregion liegt im Bereich des ostafrikanischen Grabenbruchs. Bereits in der Vergangenheit hatten sich in der Region schwere Erdbeben ereignet. 1966 hatte ein Erdbeben im Westen Ugandas 157 Afrikaner getötet und mehr als 1300 verletzt. Das letzte schwere Beben ereignete sich im Dezember 2005.

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October 5, 2007

Flugzeug auf Marktplatz in Kinshasa gestürzt

Flugzeug auf Marktplatz in Kinshasa gestürzt

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Veröffentlicht: 14:16, 5. Okt. 2007 (CEST)
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Antonow, Typ An-26

Kinshasa (Demokratische Republik Kongo), 05.10.2007 – Im Osten der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa ist gestern ein Flugzeug auf ein Wohngebiet gestürzt. Dabei handelte es sich um eine Frachtmaschine vom Typ Antonow-26 der Fluggesellschaft „Africa One“. Sie war auf dem Weg vom Flughafen Kinshasa nach Tshikapa (Provinz Ost-Kasai).

Nach ersten Berichten hat es nach dem Aufschlag auf einem Marktplatz mindestens fünf Tote gegeben. Nach Angaben des Informationsministers Toussaint Tshilombo Send war gestern nachmittag noch nicht bekannt, wie viele Opfer es am Boden gegeben habe. Zur Zahl der toten Passagiere und Besatzungsmitglieder gibt es unterschiedliche Angaben. Offiziellen Angaben zufolge starben alle Insassen des Transportflugzeugs. Laut MONUC-Angaben (ein friedenssichernder Einsatz von UN-Truppen der Demokratischen Republik Kongo) sollen jedoch zwei Insassen, ein Mechaniker und eine Stewardess, den Absturz überlebt haben; 25 Personen seien getötet worden. Die Monuc beruft sich dabei auf einen örtlichen Behördenvertreter. Ein Mitarbeiter der russischen Botschaft im Kongo gab an, die Besatzung der Maschine habe aus Russland gestammt.

Überblickskarte: Lage der DR Kongo

Das Unglück soll sich unmittelbar nach dem Start der Maschine ereignet haben. Die Maschine stürzte dann in das im Osten gelegene Armenviertel „Masina“ und brannte danach völlig aus. Bei der Bruchlandung ist laut Augenzeugen eine „Schneise der Zerstörung“ entstanden; viele Häuser seien zerstört worden oder stünden in Flammen.

„Africa One“ war von der Europäischen Union bereits vor dem Vorfall auf die Liste der unsicheren Fluggesellschaften gesetzt worden. Die Propellermaschine vom Typ Antonow 26 stammt aus den 60-er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Mit Ausnahme von Hewa Bora Airways, bei der nur ein Flugzeug (9Q-CHC (Seriennr. 193H-1206)) des Typs Lockheed L-1011-385-3 TriStar 500 erlaubt ist, stehen wegen Sicherheitsbedenken alle privaten Fluggesellschaften des Landes auf der schwarzen Liste der EU und dürfen daher in Europa nicht landen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Demokratische Republik Kongo

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