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July 5, 2012

Die Rinderseuche Besnoitiose hat die Schweiz erreicht

Die Rinderseuche Besnoitiose hat die Schweiz erreicht

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Veröffentlicht: 18:51, 5. Jul. 2012 (CEST)
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Murnau-Werdenfelser-Rind.jpg

Zürich (Schweiz), 05.07.2012 – Die Rinderseuche Besnoitiose hat bereits viele Rinder in Deutschland, Frankreich und Italien getötet. Nun traten auch die ersten Fälle in der Schweiz auf. Es wurde jedoch teilweise Entwarnung von Experten gegeben.

Die Seuche bereitet den davon befallenen Rindern einen sehr qualvollen Tod. Besnoitiose wird durch Stechfliegen von Tier zu Tier übertragen und macht sich im Körper breit. Im Körper befällt sie das Gewebe und führt zu Hautveränderungen, Ödemen, starken Schmerzen und als letztes zum Tod.

Eine Untersuchung der Universität Zürich hat ergeben, dass vier Rinder, welche aus Frankreich importiert wurden, von dem Parasiten, der für die Seuche verantworlich ist, befallen sind. Hans Wyss vom Bundesamt für Veterinärwesen bestätigte dies gegenüber dem Nachrichtenmagazin „10vor10“.

Der Professor für Parasitologie an der Universität Bern, Bruno Gottstein, gab jedoch teilweise Entwarnung. Der Überträger, die Stechfliege, hat nur einen sehr kleinen Lebensraum, nämlich den in einer Tierherde. Somit ist die Seuche kontrollierbar.

Gottstein sagte: „Rinderzüchter in der Schweiz müssen keine Angst haben. Von diesen wenigen Tieren ausgehend kann es nicht zu einem schnellen Ausbruch kommen wie bei der Maul- und Klauenseuche oder der Blauzungen-Krankheit.“ Der Parasit ist für den Menschen auch nicht gefährlich. Wie der Bund sein weiteres Vorgehen plant, ist noch unklar. Die Züchter in der Schweiz müssen nun mit Rindern, welche aus dem Ausland importiert wurden, besonders vorsichtig sein.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Schweiz

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September 7, 2011

Bosnien und Herzegowina: Stierkampf der anderen Art in Sanski Most

Bosnien und Herzegowina: Stierkampf der anderen Art in Sanski Most

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Veröffentlicht: 16:51, 7. Sep. 2011 (CEST)
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Sanski Most (Bosnien und Herzegowina), 07.09.2011 – Am Sonntag fand im Bereich Sanski Most die jährliche wiederkehrende Korida statt. Es traten 26 Stiere in verschiedenen Gewichtsklassen gegeneinander an.

Bei einer Korida werden zwei Stiere in eine Arena oder einen sonst abgegrenzten Bereich gebracht. Ihr Instinkt sorgt dafür, dass sie versuchen den Gegner zu vertreiben, meist erst durch Imponiergehabe, später indem sie versuchen den Kontrahenten mit dem Kopf, den Hörnern wegzuschieben. Nach wenigen Sekunden oder mehr als einer Stunde gibt einer der Stiere auf und läuft weg, damit ist der Sieger ermittelt.

In Sanski Most traten Stiere von 750 Kilogramm bis 1200 Kilogramm an. Der Austragungsort ist eine große natürliche Mulde, etwa 2000 Quadratmeter sind mit einem Holzzaun abgegrenzt. In diesem Bereich finden die Kämpfe der Stiere statt. Die Tiere werden unmittelbar vor dem Kampf überprüft, besonderes Augenmerk wird dabei auf die Hörner gelegt, sie dürfen nicht zu spitz sein. Einige Sicherheitsleute versuchen zu verhindern, dass ein Stier über den Zaun in den Zuschauerbereich springt. Dies gelang am Sonntag nicht immer. Einer der Stiere stürmte in wilder Panik auf der Flucht vor dem Gegner davon, überwand mühelos den Zaun und wurde dort von den Zuschauern gestoppt. Der Eigentümer holte ihn mit zwei weiteren Mann ab und brachte ihn zu einem schattigen Platz, wo er keine Sicht auf die weiteren anwesenden Stiere hatte, die den Kampf noch vor sich hatten oder sich bereits mit einem Gegner gemessen hatten.

Die Umgebung der Kampfstätte glich einem Volksfest. Zelte waren aufgestellt, dort wurde für das leibliche Wohl der etwa 10.000 Zuschauer gesorgt. Fünf Lämmer drehten sich am Spieß über einem Holzkohlenfeuer. Zum Kilopreis von 15 Euro wurden sie portionsweise verkauft.

Koridas finden in Bosnien und Herzegowina von März bis Dezember an wechselnden Orten statt. Laut Auskunft des Veranstalters gibt es im Land etwa 400 Stiere die nur gehalten werden, um an den Kämpfen teilzunehmen. Auch in Kroatien werden Stiere zu diesem Zweck gehalten. Ein kroatischer Tierhalter nahm mit seinem Stier an der Korida in Sanski Most teil. Nach Auskunft von Einheimischen gibt es diese Veranstaltungen schon mehr als 2.000 Jahre. Wobei sie früher nur einmal im Jahr stattfanden und dabei mehr als 100.000 Zuschauer anzogen.

Eigentümer von erfolgreichen Stieren können bei den Kämpfen hohe Preisgelder im 5-stelligen Bereich gewinnen.

Sanski Most Korida 2011 003.JPG

Bilder[Bearbeiten]

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Stierkampf (Korida) in Sanski Most 2011“.

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Originäre Berichterstattung
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December 2, 2006

Blauzungenkrankheit erstmals in Luxemburg festgestellt

Blauzungenkrankheit erstmals in Luxemburg festgestellt

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Artikelstatus: Fertig 21:16, 2. Dez. 2006 (CET)
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Schafe auf Weide

Luxemburg (Luxemburg), 02.12.2006 – Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, wurde in einem Rinderbetrieb bei Hüpperdingen (auf luxemburgisch Hëpperdang) ein Fall von Blauzungenkrankheit in einem Rinderbetrieb festgestellt. Das infizierte Rind, das zweieinhalb Jahre alt ist, wurde vor kurzem von einer in Belgien liegenden Weide nach Hüpperdingen zurückgebracht.

Die Blauzungenkrankheit ist eine saisongebundene, nicht ansteckende, seuchenhaft auftretende Erkrankung. Als Überträger können Stechmücken (Culicoides), Mosquitos oder Zecken fungieren. Die Blauzungenkrankheit tritt bei Schafen, Ziegen sowie anderen Haustieren und Wildwiederkäuern auf. Für Menschen besteht keine Ansteckungsgefahr – weder durch den Kontakt noch durch den Verzehr des infizierten Fleisches.

Die Krankheit wurde erstmals in Südafrika festgestellt und von dort in andere Teile Afrikas übertragen. Später gab es Seuchenausbrüche in arabischen, asiatischen, europäischen und nordamerikanischen Ländern. In Europa gab es Seuchenausbrüche in Südeuropa (Griechenland, Kroatien, Mazedonien, Italien, Albanien), und in den Jahren 2001 und 2002 wurden Fälle auf dem Territorium des ehemaligen Jugoslawiens, aus Tunesien und aus Singapur gemeldet. Im August 2006 wurden infizierte Schafe in den Niederlanden und in Belgien gemeldet. Im gleichen Monat trat die Krankheit auch zum ersten Mal in Deutschland auf. Der nun aufgetretene Fall ist der erste bislang bekannte Fall in Luxemburg. Die luxemburgischen Gesetze sehen in einem solchen Fall eine provisorische Sperre des infizierten Rinderbetriebes sowie die Ausweisung einer Infektionszone über einen Radius von 20 Kilometern vor. Tiertransporte sind in dieser Zone nur noch unter gewissen Auflagen erlaubt. Das Landwirtschaftsministerium hat angekündigt, die Einfuhr von Tieren künftig strenger zu kontrollieren.

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July 6, 2005

Air-France-Jet rast in Kuhherde

Air-France-Jet rast in Kuhherde – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Air-France-Jet rast in Kuhherde

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Port Harcourt (Nigeria) / Paris (Frankreich), 06.07.2005 – Ein Passagierflugzeug der Air France ist bei der Landung in der nigerianischen Stadt Port Harcourt in eine Kuhherde gerast.

An Bord des Airbus A330 befanden sich knapp 200 Menschen, verletzt wurde niemand. Die Maschine rollte nach der Kollision sicher zum Flugsteig.

Über Verluste in der Kuhherde liegen keine Angaben vor, es sei auch nicht bekannt, wer der Besitzer der Tiere sei. Ein Air France-Sprecher gab bekannt, dies wäre der erste Zwischenfall dieser Art für die französische Fluggesellschaft gewesen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt

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March 18, 2005

Knappe Niederlage für Naturschützer

Knappe Niederlage für Naturschützer – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

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Ölbohrung in Alaska

Juneau (USA), 18.03.2005 – Im Arctic NationalWildlife Refuge, dem nördlichsten Naturschutzgebiet der USA, finden eventuell in Zukunft Bohrungen nach Erdöl und Erdgas statt.

Der US-Senat hat in einer Abstimmung Bohrungen inmitten dieses arktischen Naturschutzgebiets genehmigt. Die Abstimmung ist äußerst knapp ausgefallen. Mit 51 zu 49 Stimmen siegten die Republikaner von US-Präsident George W. Bush am Mittwochabend.

Das positive Ergebnis dieser Abstimmung stellt für Bush einen wichtigen Sieg für seine Energiepolitik dar. Nun kann die Bohrerlaubnis dem Haushaltsentwurf für das kommende Jahr hinzugefügt werden. Die Regierung Bush rechtfertigte die Zustimmung zu den Bohrungen, einerseits damit, dass durch neue Industrien ein Wachstum der US-Wirtschaft erfolgen wird, Arbeitsplätze geschaffen werden und eine Expansion der Erdölproduktionsunternehmen bewirkt werden kann, andererseits sie die USA von erdölreichen Ländern unabhängiger macht.

Seit Jahrzehnten werden in dem Naturschutzgebiet Erdölreserven vermutet. Unter der dortigen Erde werden fünf bis 16 Milliarden Barrel Öl vermutet. Pläne zur Ausbeutung der Öl- und Gasvorkommen existieren seit den 70-er Jahren. Umweltschützer kämpfen seitdem mit einem enormen Aufwand gegen die Bohrungen.

Der Arctic National Wildlife Refuge, ist eine Küstenebene im Nordosten Alaskas mit etwa 80.000 Quadratkilometer Fläche und bietet Millionen von Zugvögeln, Karibus, Moschusochsen, Bären, Wale und anderen Tiere eine Heimat.

US-Umweltschützer haben nach dieser Niederlage im Senat angekündigt, weiterhin für die Erhaltung des Naturschutzgebietes zu kämpfen. Die Entscheidung ist rechtlich nämlich noch nicht endgültig abgesegnet. Abgeordnete der Republikaner erklärten nach der Abstimmung, es könne noch viel Zeit vergehen, bis eine endgültige Entscheidung vorläge. Auch fehle noch eine Einigung der Kongressmitglieder im diesjährigen Haushaltsentwurf. Vorher müssten noch etliche Unklarheiten beseitigt werden.

1960 wurde das Gebiet vom damaligen Präsidenten Dwight D. Eisenhower unter Schutz gestellt. Pläne, die Öl- und Gasvorkommen auszubeuten, scheiterten wiederholt. In den 70-er Jahren erweiterte der damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter das Naturschutzgebiet. In den 90-er Jahren wurde das Naturschutzgebiet nochmals durch US-Präsident Bill Clinton vergrößert. Erst mit dem Amtsantritt Bushs änderte sich diese Strategie zum Nachteil des Naturschutzes.

Themenverwandte Artikel

  • US-Senat blockiert Alaska-Pläne von George W. Bush (26.12.2005)

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