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March 30, 2013

Suhl in Thüringen: Geiselnahme im Gefängnis durch Polizei beendet

Suhl in Thüringen: Geiselnahme im Gefängnis durch Polizei beendet

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Veröffentlicht: 13:15, 30. Mär. 2013 (CET)
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JVA in Limburg an der Lahn

Suhl (Deutschland), 30.03.2013 – Am Karfreitag gegen 16 Uhr hatte ein 52-jähriger Strafgefangener in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Suhl-Goldlauter eine 26-jährige Angestellte in seine Gewalt gebracht. In der Nacht zum heutigen Samstag gelang es Beamten eines Sondereinsatzkommandos, die Frau zu befreien. Die Angestellte und der Geiselnehmer wurden bei der Aktion nicht verletzt.

Der Täter ist wegen Gewaltdelikten in Haft. Mit einem Messer hatte er sich der Gefängnisangestellten bemächtigt. Es folgten stundenlange Verhandlungen der Polizei mit dem Straftäter. Am Ende wurde der Mann von einem Spezialeinsatzkommando überwältigt. Thüringens Justizminister Holger Poppenhäger sagte nach dem Ende der Geiselnahme: „Die Forderungen des Geiselnehmers erschienen uns sehr wirr. Wir sind alle sehr erleichtert und froh, dass es beendet ist.“

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February 17, 2013

Indien: 6-jähriges Mädchen vergewaltigt und an den Straßenrand geworfen

Indien: 6-jähriges Mädchen vergewaltigt und an den Straßenrand geworfen

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Veröffentlicht: 09:04, 17. Feb. 2013 (CET)
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Mädchen an einer indischen Schule

Neu-Delhi (Indien), 17.02.2013 – Ein 6-jähriges Mädchen aus einem Vorort von Neu-Delhi wurde am vergangenen Sonntagabend am Straßenrand aufgefunden, sie lag schreiend in ihrem Blut. Ein oder mehrere Täter hatten das Kind entführt und vergewaltigt.

Die Tat wurde bekannt, nachdem örtliche Medien von dem Fall berichtet hatten. Die Zeitung „Times of India“ berichtete, dass möglicherweise mehrere Personen die Tat gemeinsam begangen hätten. Das Opfer war vor der Tat mit einem unbekannten, etwa zwanzig Jahre alten Mann gesehen worden. Die Polizei fahndet intensiv. Ein Polizeisprecher gab bekannt, dass eine Untersuchung die Vergewaltigung bestätigt habe. Die 6-Jährige sei traumatisiert, derzeit können keine Angaben machen, die den Verfolgungsbehörden weiterhelfen würden. Sie sei in einem Krankenhaus und werde dort behandelt. Ein Arzt sagte, schwere Verletzungen im Genitalbereich hätten eine Operation notwendig gemacht, der Zustand des Mädchens sei zunächst kritisch gewesen.

Erst Mitte Februar war es im südindischen Küstenstaat Goa zum sexuellen Missbrauch einer 7-Jährigen in einer Unterrichtspause auf einer Schultoilette gekommen. Tausende Inder hatten sich nach der Tat vor der Deepvihar High School in Vasco da Gama versammelt. Sie forderten die Festnahme eines etwa 20-jährigen Verdächtigen. In Indien wird seit Dezember heftig über die Rechte der Frauen in der Gesellschaft und um die angemessene Bestrafung für Sexualverbrecher diskutiert. Damals war eine Studentin von fünf Männern in einem Bus vergewaltigt und danach aus dem Fahrzeug geworfen worden, sie verstarb wenig später an den Folgen der Tat. Fünf Männer im Alter zwischen 19 und 35 Jahren sind wegen Mordes angeklagt.

Nach Afghanistan, dem Kongo und Pakistan ist Indien das gefährlichste Land für Frauen. Allein in Neu-Delhi wird durchschnittlich alle 17 Minuten eine Frau vergewaltigt, in ganz Indien stiegen die Zahlen von 2007 bis 2011 um fast 17 Prozent. Eine Reuters-Studie besagt, dass allein 100 Millionen indische Frauen in die Hände von Menschenhändlern geraten sind. Durch die gezielte Abtreibung von weiblichen Föten gibt es einen Männerüberschuss von 50 Millionen im Land, dies besagt eine Studie der Thomson Reuters Foundation.

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September 3, 2012

Pakistan: Islamischer Geistlicher wegen falscher Verdächtigung festgenommen

Pakistan: Islamischer Geistlicher wegen falscher Verdächtigung festgenommen

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Veröffentlicht: 06:44, 3. Sep. 2012 (CEST)
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Die Faisal-Moschee in Islamabad bietet bis zu 74.000 Gläubigen Platz.

Islamabad (Pakistan), 03.09.2012 – Hafiz Mohammed Khalid Chishti wurde am Samstag von der pakistanischen Polizei festgenommen. Er soll Seiten aus dem Koran in Papiere gemischt haben, die von der jungen Christin Rimsha verbrannt worden waren. Für die Verbrennung von Koranversen sieht das Blasphemiegesetz als Höchststrafe lebenslange Haft vor. Eine Beleidigung des Propheten Mohammed wird mit dem Tod bestraft.

Rimsha, die geistig zurückgeblieben sein soll und unter dem Down-Syndrom leidet, war vor zwei Wochen festgenommen worden. Hafiz Mohammed Khalid Chishti hatte sie angezeigt. Seit dieser Zeit ist das Mädchen, von dem das exakte Alter nicht bekannt ist, in Haft. Nach der Festnahme war es zu Protesten gekommen (Bild). Mitarbeiter des Geistlichen gaben bei der Polizei an, er habe die Koranverse hinzugefügt. Damit hätte er falsche Beweismittel geschaffen. Nach einem Altersgutachten ist die junge Christin 14 Jahre alt und ihr Fall müsste vor einem Jugendgericht verhandelt werden; dort hätte sie eine niedrigere Strafe zu erwarten. Die Staatsanwaltschaft widerspricht dem Gutachten und erkennt nicht an, dass das Mädchen einen niedrigen Intelligenzquotienten haben soll.

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  • Portal:Islam

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August 16, 2012

Bundeswehrkaserne in Niedersachsen: Junge Soldatin vergewaltigt

Bundeswehrkaserne in Niedersachsen: Junge Soldatin vergewaltigt

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Veröffentlicht: 14:38, 16. Aug. 2012 (CEST)
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Abzeichen der Luftwaffe

Bückeburg (Deutschland), 16.08.2012 – Am Sonntagabend (12. August) wurde in einer Bundeswehrkaserne in Bückeburg in Niedersachsen eine junge Soldatin von einem bislang unbekannten Täter vergewaltigt. Das Opfer soll eine Unteroffizierin sein. Nachdem sie missbraucht worden war, hat sie der Täter geknebelt, gefesselt und in einen Spind eingeschlossen.

Die Soldatin wird psychologisch betreut. Der Täter hatte der Frau ein Handy mit in den Spind gelegt, damit sie später Hilfe holen kann. Ob sich die Frau selbst befreien oder Hilfe holen konnte, ist noch offen, da Polizei und Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nur wenige Informationen herausgaben. Auf die Frage nach dem möglichen Täterkreis sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, es sei nicht auszuschließen, dass sich jemand unbefugt Zutritt zur Kaserne verschafft habe. Die Jägerkaserne in Bückeburg ist gesperrt. Personal, das aus dem Wochenende kam, durfte das Gelände nicht betreten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Bundeswehr

Quellen

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July 11, 2012

Fall Arnold: Anklage gegen Beschuldigerin erhoben

Fall Arnold: Anklage gegen Beschuldigerin erhoben

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Veröffentlicht: 00:34, 11. Jul. 2012 (CEST)
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Darmstadt (Deutschland), 11.07.2012 – Im Fall des vom Vorwurf der Vergewaltigung in einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochenen und kürzlich verstorbenen Lehrers Horst Arnold kommt es nun zur Anklageerhebung gegen seine ehemalige Kollegin Heidi K., die ihn 2001 der Vergewaltigung bezichtigt hatte. Eine entsprechende, 30-seitige Anklageschrift ist beim Landgericht Darmstadt eingegangen. Demnach wird Heidi K. vorgeworfen, Horst Arnold durch eine bewusste Falschaussage ins Gefängnis gebracht zu haben. Diese Strafe hatte Arnold von 2001 bis 2006 vollständig abgesessen. Erst nach seiner Haftentlassung fiel auf, dass Heidi K. häufig Geschichten erfand, die keiner Nachprüfung standhielten, so dass ihre Glaubwürdigkeit massiv erschüttert war. Ins Rollen gebracht wurde der Fall von der Frauenbeauftragten, die ursprünglich für Heidi. K. zuständig war. Sie überzeugte ihren Bruder, den Anwalt Hartmut Lierow, sich der Sache anzunehmen, was sich dieser letztlich unentgeltlich und mit großem Engagement zur Aufgabe machte. Dank seiner Bemühungen kam es 2011 in einer Wiederaufnahme durch das Landgericht Kassel zu einem Freispruch erster Klasse.

Jedoch lebte Arnold auch anschließend als arbeitsloser Hartz-IV-Empfänger weiter, obwohl er nachhaltig eine Rückkehr in seinen Beruf anstrebte. Sein Anwalt kritisierte die Behörden scharf, indem er ihnen Desinteresse am Schicksal seines Mandanten vorwarf. Vor zwölf Tagen starb Arnold unerwartet nahe seiner Wohnung im saarländischen Völklingen. Laut Obduktion erlag er einem Herzinfarkt. Obwohl das Urteil im Februar vom Bundesgerichtshof bestätigt wurde, blieb sein Antrag auf Haftentschädigung bis heute unbearbeitet.

Das Thema beschäftigte zuletzt auch den hessischen Landtag im Rechtsausschuss. Sowohl von der CDU als von der Linken wurde Unterstützung bekundet. Der rechtspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Ulrich Wilken, übte scharfe Kritik daran, wie die hessische Landesregierung mit Justizopfern umgeht, und forderte Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) auf, „die Vorfälle aufzuklären und sich ernsthaft damit zu befassen, wie so etwas künftig vermieden werden kann“. Von dessen Parteikollegin, der ehemaligen Kultusministerin Dorothea Henzler, erhielt Arnold den Hinweis, er müsse sich als Lehrer auf dem normalen Weg bewerben. Sein Anwalt kritisierte dies scharf und sprach von einer moralischen Pflicht zur Wiedereinsetzung Arnolds in seinen Beruf.

Die Studienrätin Heidi K. beharrt immer noch auf ihrem damaligen Vergewaltigungsvorwurf. Ihr drohen bis zu zehn Jahre Haft sowie die Entlassung aus dem Staatsdienst. Zuletzt war die Biologielehrerin vom Unterricht suspendiert und erhielt gekürzte Bezüge.

Die Anwältin von Heidi K. im Juli 2011 nach dem Freispruch für Horst Arnold am Landgericht Kassel: „Zwei völlig unterschiedliche Urteile stehen sich hier gegenüber. Eines von beiden ist falsch.“

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg Alle Artikel zum Thema Horst Arnold

Quellen[Bearbeiten]

Originäre Berichterstattung
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Dieser Artikel enthält Journalismus aus erster Hand. Details befinden sich auf der Diskussionsseite.

Berichtigungsnotiz: ursprünglich wurde im Text das Jahr des Freispruchs falsch mit 2012 angegeben ; Henzler war nicht Justizministerin. Beginn und Ende der Haft waren zuerst falsch angegeben.

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April 16, 2012

Oberpfalz: Polizei beendet familiäre Geiselnahme unblutig

Oberpfalz: Polizei beendet familiäre Geiselnahme unblutig

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Veröffentlicht: 13:19, 16. Apr. 2012 (CEST)
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Postbauer-Heng (Deutschland), 16.04.2012 – Seit Sonntagabend hatte sich ein 45-jähriger Mann mit seiner 31-jährigen Ehefrau, seiner Schwiegermutter und seinen fünf und sieben Jahre alten Töchtern in seinem Haus in Postbauer-Heng in der Oberpfalz verschanzt. Er verständigte gegen 19.30 Uhr selbst die Polizei und teilte mit, dass er bewaffnet sei und seine Familie in der Gewalt habe. Als Polizeibeamte bei dem Haus angekommen waren, konnten sie keinen Kontakt zu dem 45-Jährigen aufnehmen. Nachdem einige Schüsse fielen, zogen sie sich zurück. Spezialeinheiten aus Nordbayern wurden zugezogen und die Verhandlungsgruppe aus Regensburg alarmiert. Feuerwehr, Kräfte des Rettungsdienstes und Angehörige des Kriseninterventionsteams wurden für den Fall einer Eskalation bereitgestellt.

Der Verhandlungsgruppe gelang es, Kontakt mit dem Mann herzustellen und ihn zur Aufgabe zu bewegen. Gegen 00.30 Uhr wurde er festgenommen. Im Haus fanden die Beamten eine Schusswaffe, für die der Tatverdächtige keine Erlaubnis hatte. Alle Personen im Haus blieben unverletzt und wurden nach der Befreiung betreut.

Bild: Nächtliche Szene vor dem Haus

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Polizeieinsätze

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January 23, 2012

Ramallah: Tochter neun Jahre im Bad eingesperrt

Ramallah: Tochter neun Jahre im Bad eingesperrt

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Veröffentlicht: 06:29, 23. Jan. 2012 (CET)
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Qalqiliya (Archivbild)

Ramallah (Westjordanland), 23.01.2012 – In Qalqiliya im Westjordanland konnte eine junge Frau, die neun Jahre lang in einem fensterlosen Badezimmer eingesperrt war, befreit werden. Der Vater der inzwischen 20-Jährigen hatte sie nach der Trennung von ihrer Mutter eingesperrt. Nach ihrer Entdeckung bestätigte er der Polizei, sie habe seit neun Jahren kein Sonnenlicht mehr gesehen.

Nach einem Hinweis durchsuchten Polizisten das Anwesen. Als die junge Frau bemerkte, dass sich Personen im Haus aufhielten, begann sie, um Hilfe zu rufen. Der Vater wurde daraufhin gezwungen, die Tür zu öffnen. Dahinter befand sich die junge Frau mit einem Laken und einer Matratze. Sie wurde auf eine Polizeiwache gebracht, wo sie Kleidung erhielt. Der Vater wurde zur Vernehmung mitgenommen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Afghanistan: 15-jährige Braut fünf Monate in Toilette eingesperrt (30.12.2011)

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November 19, 2011

Gesetzloser Raum in der Sinai-Wüste: Erpresserischer Menschenraub und Organhandel

Gesetzloser Raum in der Sinai-Wüste: Erpresserischer Menschenraub und Organhandel

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Veröffentlicht: 09:01, 19. Nov. 2011 (CET)
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El Arish (Ägypten), 19.11.2011 – Nach Berichten der ägyptischen Menschenrechtsorganisation „New Generation Foundation for Human Rights“ starben tausende von Flüchtlingen seit dem Untergang des Mubarakregimes auf der Sinai-Halbinsel an der Grenze zu Israel. Sie werden entführt, vergewaltigt, Lösegeld wird erpresst. Ärzte aus Kairo kommen mit mobilen Operationszelten, um den Jungen unter den Flüchtigen in Zusammenarbeit mit verarmten Beduinen Organe für den späteren Handel zu entnehmen.

Betroffen sind vor allem Flüchtlinge aus Eritrea und Äthiopien auf ihrem langen Weg in ein „besseres Leben“, auf dem sie die Sinai-Halbinsel durchqueren müssen. Mehr als 200 Menschen aus Eritrea sollen in Höhlen festgehalten werden. Die Angehörigen werden um Lösegeld für die Freilassung erpresst. Es geht um Beträge bis zu 20.000 Dollar. Die Entführten werden in Ketten gehalten und regelmäßig vergewaltigt. Zahlen die Angehörigen nicht, so werden Organe für den Verkauf entnommen. Wertlos für die Täter gewordene Flüchtlinge werden ermordet.


Israelisch-ägyptische Grenze bei Eilat

 

Karte der Sinai-Halbinsel

Bestätigt werden die Aussagen durch einen Bericht der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen, italienische und israelische Menschenrechtler, sowie Zeugenaussagen und Funde ausgeweideter Leichen. Die ägyptische Polizei hat sich seit dem Sturz des Mubarak-Regimes im Februar 2011 weitgehend aus dem Gebiet zurückgezogen, kriminelle Menschen- und Organhändler haben dadurch freie Hand bei der Verwirklichung der menschenverachtenden Taten.

Der CNN strahlte kürzlich eine Dokumentation über die Verhältnisse in den betroffenen Gebieten aus. Als Reaktion wurden hunderte von gefangenen Flüchtlingen durch die Beduinen freigelassen, berichtete Hamdi al Azzazy von der Menschenrechtsorganisation New Generation Foundation for Human Rights.

Nach einem Bericht aus dem Jahr 2005 zahlen wohlhabende arabische Transplantationspatienten 100.000 bis 500.000 Dollar für eine Operation.

Am vergangenen Sonntag töteten Beduinen einen Angehörigen des al Nakhalwa-Clans. Diese Person steht im Verdacht an dem Verbrechen beteiligt gewesen zu sein. Seinen engsten Mitarbeiter nahmen sie gefangen und übergaben ihn der Polizei.

Der illegale Organhandel ist mittlerweile weltweit verbreitet. Laut Interpol handelt es sich um einen schnell wachsenden Bereich krimineller Aktivitäten. „In den entwickelten Ländern mit einer alternden Bevölkerung und einer Zunahme von Diabetes werden immer mehr Organtransplantationen notwendig. Und dieses Verbrechen wird noch lukrativer“, so die Behörde.

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November 12, 2011

Türkei: Geiselnehmer bei Befreiung einer entführten Fähre getötet

Türkei: Geiselnehmer bei Befreiung einer entführten Fähre getötet

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Veröffentlicht: 17:37, 12. Nov. 2011 (CET)
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Marmarameer bei Istanbul (Archivaufnahme)

Istanbul (Türkei), 12.11.2011 – Die von einem Mann mithilfe eines Sprengsatzes an seinem Körper, der zunächst als Attrappe angesehen wurde, gekaperte Fähre „Kartepe“ ist befreit. Der Entführer wurde dabei vom eingesetzten Militär und von Spezialeinheiten der Polizei getötet. Die 18 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder sind unverletzt. Sie waren zwölf Stunden in der Gewalt des etwa 30-jährigen Mannes.

Die für bis zu 400 Passagiere ausgelegte Fähre war zwischen Izmit und Gölcük im östlichen Marmarameer unterwegs, als sie entführt wurde. Zunächst war man von mehreren Tätern ausgegangen. Verbindungen zur Terrororganisation Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) werden vermutet. Der Gouverneur der Provinz Kocaeli, Ercan Topaca, sagte im Staatsfernsehen, dass bei einer Durchsuchung der Wohnung des Erschossenen in Izmit Dokumente der PKK gefunden worden seien. Eine Person sei in dem Zusammenhang festgenommen worden.

Laut dem Gouverneur von Istanbul, Hüseyin Avni Mutlu, war die Erstürmung des Schiffes gut vorbereitet. Man war der Fähre gefolgt, bis ihr 50 Kilometer vor Istanbul der Treibstoff ausgegangen war. Um 4.30 Uhr wurde der Befehl zur Befreiung gegeben. Die Umstände, wie der Täter den Tod gefunden hat, sind unklar. Kam es zu einem Schusswechsel?

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  • Portal:Türkei

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September 14, 2011

Mann soll Tochter 34 Jahre lang vergewaltigt haben

Mann soll Tochter 34 Jahre lang vergewaltigt haben

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Veröffentlicht: 15:03, 14. Sep. 2011 (CEST)
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Nürnberg (Deutschland), 14.09.2011 – Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat Anklage gegen einen Mittelfranken erhoben: Ihm wird vorgeworfen, seine Tochter 34 Jahre lang vergewaltigt zu haben. Außerdem soll er drei Söhne mit ihr gezeugt haben, die alle behindert zur Welt kamen. Seit März sitzt der Rentner in Untersuchungshaft.

Mit 12 oder 13 Jahren soll die heute 46-Jährige erstmals von ihrem Vater zum Geschlechtsverkehr gezwungen worden sein. Er habe sie damals mit Schlägen bedroht. Überhaupt sei der Mann laut der Staatsanwaltschaft sehr autoritär gewesen, habe seine Tochter kontrolliert und ihr den Kontakt zu anderen Menschen verboten. Mehrmals wöchentlich habe es sexuelle Übergriffe im Kinderzimmer und im Schlafzimmer der Eltern gegeben.

Zwei der drei Kinder sollen noch im Kindesalter gestorben sein. Der Fall wurde bekannt, weil das mutmaßliche Opfer die Ehefrau eines Arztes nach dem Tod ihres jüngsten Sohnes erpressen wollte. Sie wurde deshalb zu einer Bewährungsstrafe verurteilt und vertraute sich der Bewährungshelferin an.

Die Staatanwaltschaft erhebt nun unter anderem Anklage wegen Vergewaltigung in 497 Fällen, die noch nicht verjährten. Der Mann selbst gebe sexuelle Kontakte zu seiner Tochter zu, spreche aber von Einvernehmlichkeit. Für den Prozess sind dreizehn Zeugen und drei Sachverständige geladen.

Die Mutter der 46-Jährigen soll zwar einige Übergriffe mitbekommen haben, diese Taten seien aber laut der Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke schon verjährt. Daher wurde ein Verfahren gegen die Frau eingestellt.

Ende August war in Österreich ein neuer Inzest-Fall bekannt geworden: Ein heute 80-Jähriger soll seine beiden Töchter und seine Frau regelmäßig sexuell missbraucht und misshandelt haben. Die Anschuldigungen wurden aber nun zurückgenommen; die beiden Frauen hätten die Vorwürfe gegen ihren Vater nicht bestätigt. Die Taten hätte ein anderer Mann verübt. Problematisch sei bei den Befragungen gewesen, dass die Frauen geistige Defizite aufweisen. Der Mann ist nun wieder auf freiem Fuß; die Anklage wegen Körperverletzung und gefährlicher Drohung bleibe aber bestehen. Die Frauen hatten angegeben, dass der Vater sie geschlagen hatte; es wird momentan geprüft, ob diese Vorwürfe bereits verjährt sind.

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