WikiNews de

October 4, 2011

Arktis: Forscher von Ozonloch beunruhigt

Arktis: Forscher von Ozonloch beunruhigt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 06:59, 4. Okt. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Von einer Webcam aufgenommenes Foto vom Nordpol

Nordpol, 04.10.2011 – Nach einer Veröffentlichung im Wissenschaftsmagazin „Nature“ haben Forscher ein Ozonloch über der Arktis von der fünffachen Größe Deutschlands entdeckt.

Wissenschaftler sind beunruhigt. Durch den Mangel an Ozon sind die Menschen und andere Lebewesen einer erhöhten Dosis von ultraviolettem Licht ausgesetzt. Eine Ursache für die Entstehung des Loches soll die extreme, außergewöhnliche Kälte sein. Innerhalb von zwei Wochen sei das Loch über Russland und die Mongolei gezogen.

Zum Mangel von Ozon kommt es insbesondere durch von Menschen freigesetzte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).

Wegen noch extremerer Kälte ist seit Jahren ein Ozonloch am Südpol bekannt. Dort wird es seit Anfang der 1980er Jahre saisonal jeweils im Spätwinter und Frühjahr festgestellt. Laut der Veröffentlichung kann man am Nordpol dieses Jahr erstmals von einem Ozonloch sprechen.

Themenverwandte Artikel

  • Riesiges Ozonloch über der nördlichen Erdkugel entdeckt (03.03.2005)

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 2, 2006

Nominierungen für Grimme Online Award stehen fest

Nominierungen für Grimme Online Award stehen fest

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 23:06, 2. Mai 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Adolf Grimme Institut Marl

Marl (Deutschland), 02.05.2006 – 22 Internetseiten kamen dieses Jahr auf die Nominierungsliste für den „Grimme Online Award 2006“. Dies gab heute das Adolf Grimme Institut in Marl bekannt. Eingereicht wurden in den letzten Monaten über 1.300 Vorschläge für die Kandidatenliste. Hauptkriterium für die Nominierung ist die hohe Qualität deutschsprachiger Websites.

Ins Rennen gehen Internetangebote aus der Musikwelt und dem Fernsehen, und auch das Thema Fußball-Weltmeisterschaft gehört zur Auswahl des Jahres 2006. Einige der Rubriken für die Auswahl des Awards sind „Wissen und Bildung“, „Information“ sowie „Kultur und Unterhaltung“. Darüber hinaus gibt es noch eine Rubrik „Publikumspreis“. Darüber kann jeder Internetnutzer auf der Website des „Grimme Online Award“ mit abstimmen.

Der Preis wird dieses Jahr zum sechsten Mal verliehen. Letztes Jahr erhielt unter anderem die Internetenzyklopädie Wikipedia den Preis in der Kategorie „Wissen und Bildung“. Die Übergabe der aktuellen Preise erfolgt am 2. Juni 2006 in Köln.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 24, 2005

Japanische Wissenschaftler befürchten deutlich mehr Tote durch Vogelgrippe

Japanische Wissenschaftler befürchten deutlich mehr Tote durch Vogelgrippe

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Hinweis: Inhalte des Artikels wurden teilweise von Masato Tashiro dementiert, siehe Diskussion:Dementi Masato Tashiro


Marburg (Deutschland) / Tōkyō (Japan), 24.11.2005 – Der japanische Virusforscher Masato Tashiro hat bei einer medizinischen Fachtagung in Marburg am vergangenen Wochenende von neuesten Erkenntnissen bezüglich der Vogelgrippe in Asien berichtet. Tashiro kam vor wenigen Tagen von einer Reise aus China zurück. Dort hatte er sich im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Überblick über die derzeitige Situation verschafft.

Die Tagung war mit hochrangigen Wissenschaftlern besetzt. Teilnehmer waren unter anderem Professor Hans-Dieter Klenk. Klenk ist an der Marburger Philipps-Universität geschäftsführender Direktor des Instituts für Virologie. Ebenso nahm unter anderem der anerkannte Virologe Dr. Stephan Becker teil.

Tashiro berichtete in Marburg von mindestens sieben Personen, bei denen die Übertragung des Vogelgrippevirus möglicherweise nicht vom Tier aus erfolgte, sondern von Mensch zu Mensch. Die WHO wollte mit ihrem Auftrag an Tashiro überprüfen, ob ihre Annahme richtig sei, dass die Anzahl der betroffenen Personen in China höher sei als von den chinesischen Behörden öffentlich zugegeben wurde. China hatte bis zum Besuch von Tashiro immer nur von drei Vogelgrippe-Toten gesprochen.

Die sieben Personen gehörten zu der Gruppe von rund 300 Toten, die aufgrund des Vogelgrippe-Virus gestorben waren. Weltweit sind bei der WHO insgesamt nur 67 Vogelgrippe-Tote gemeldet worden.

Klenk sieht den Bericht von Tashiro kritisch. Seine Meinung zu den Ergebnissen des Japaners: „Es ist sehr schwer, das genau zu überprüfen.“ Wegen der politischen Lage in China musste sich Tashiro bei seinen Ermittlungen auf einen Informanten berufen, der nicht benannt werden durfte. Klenks Kollege, Dr. Stephan Becker sagte: „Man kann aus dem Bericht nicht schließen, dass eine Pandemie unmittelbar bevorsteht.“

Nicht nur Klenk und Becker reagierten auf den Bericht Tashiros mit Vorsicht, auch andere Wissenschaftler äußerten Bedenken. Letztendlich sei es nicht erwiesen, dass die Übertragung tatsächlich von einem Menschen zum anderen erfolgt ist. Allerdings ist allen Wissenschaftlern klar, dass die Gefahr einer Pandemie besteht, wenn die Aussagen Tashiros zutreffen sollten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Vogelgrippe

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 13, 2005

Wissenschaftler entdeckten schnellsten Stern

Wissenschaftler entdeckten schnellsten Stern

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Erlangen (Deutschland), 13.11.2005 – Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg haben zusammen mit Kollegen der Universität Herfortshire und der Sternwarte Hamburg einen Stern entdeckt, der sich mit der höchsten bisher bekannten Geschwindigkeit durch das All bewegt.

Der Stern mit der Bezeichnung „HE 0457-5439“ hat eine Geschwindigkeit von 2,6 Millionen Kilometern pro Stunde und befindet sich am Rande der Milchstraße, in Richtung einer benachbarten Galaxie, der Großen Magellanschen Wolke. Geschwindigkeit und Lage lassen die Astronomen vermuten, dass die Große Magellansche Wolke ein bisher unbekanntes massives Schwarzes Loch beherbergt, das den Stern auf seine hohe Geschwindigkeit gebracht hat.

Der Stern weist Eigenschaften auf, die zeigen, dass er sehr jung ist. Er befindet sich jedoch im so genannten „Halo“ der Milchstraße, einer Region, in der keine Sterne entstehen und in der sich die ältesten bekannten Sterne befinden. Trotz seiner großen Geschwindigkeit kann der Stern nicht in anderen Regionen der Milchstraße entstanden und zu seiner gegenwärtigen Position geschleudert worden sein, weil er dazu zu jung ist.

Die Astronomen ziehen daraus den Schluss, dass „HE 0457-5439“ in der Großen Magellanschen Wolke entstanden ist und durch einen Vorbeiflug an einem massiven Schwarzen Loch in die Milchstraße geschleudert wurde. Der Stern sei damit ein indirekter Hinweis auf ein solches Schwarzes Loch in der Großen Magellanschen Wolke, das durch andere Beobachtungen bisher nicht entdeckt wurde.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 10, 2005

Größtes Teleskop der Südhalbkugel eingeweiht

Größtes Teleskop der Südhalbkugel eingeweiht

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Kapstadt (Südafrika), 10.11.2005 – In Südafrika ist heute das bislang größte Teleskop der südlichen Erdhalbkugel eingeweiht worden. Das „Southern African Large Telescope“ (SALT) hat einen Spiegel in Wabenform mit einem Durchmesser von elf Metern.

Bei strahlend blauem Himmel konnte heute der südafrikanische Staatspräsident Thabo Mbeki ein technisches Meisterstück der Öffentlichkeit übergeben. Im kleinen Örtchen Sutherland, 350 Kilometer nordöstlich von Kapstadt, fand die Einweihung des 24,6 Millionen Euro teuren und 82 Tonnen schweren astronomischen Instruments statt. Sein Spiegel besteht aus 91 kleineren Spiegeln in Wabenform.

Astronomen bestätigten bereits, dass Südafrika mit SALT seinem Ziel nahekommt, ein erstklassiges Forschungsland zu werden. Das Teleskop soll aktuelle Fragen zur Entstehung von Planetensystemen, schwarzen Löchern und dem Weltall allgemein beantworten helfen.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 6, 2005

Sensation in der Archäologie: Vermutlich älteste christliche Kirche der Welt gefunden

Sensation in der Archäologie: Vermutlich älteste christliche Kirche der Welt gefunden

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche

Megiddo (Israel), 06.11.2005 – Es ist das, was man einen Sensationsfund nennt: Archäologen in Israel haben unter Leitung von Jotam Tepper die vermutlich älteste christliche Kirche der Welt gefunden. Sie entdeckten ein Fußbodenmosaik mit drei Inschriften in griechischer Sprache, geometrische Verzierungen sowie Zeichnungen von Fischen. Die Wasserlebewesen waren das Symbol der ersten Christen. Die Funde datieren die Forscher auf Ende des dritten bis Anfang des vierten Jahrhunderts.

Die Ausgrabungen wurden in den letzten eineinhalb Jahren auf dem Gelände des Gefängnisses auch mit Hilfe der Insassen durchgeführt. Aus Sicht der Religionsforscher ist der Ort auch interessant, weil sich in der Nähe des Fundortes die Stätte der Schlacht bei Megiddo der Ägypter befindet, die vermutlich auch dem Ort der biblischen Endzeitschlacht, dem sprichwörtlichen Armageddon, entspricht.

Bisher galten als älteste Kirchen die Grabeskirche in Jerusalem und die Geburtskirche in Betlehem. Beide stammen sie ungefähr aus dem Jahre 330. Die Wissenschaft erhofft sich nun neue Erkenntnisse über die Anfänge des Christentums. Die Funde würden nach einer ersten Analyse darauf hindeuten, dass die Feier des Abendmahls der ersten Christen an einem Tisch und nicht etwa an einem Altar stattfand.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 3, 2005

Biogas-Gewinnung: Maisfelder ertragreicher als Rapsfelder

Biogas-Gewinnung: Maisfelder ertragreicher als Rapsfelder

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Wien (Österreich), 03.11.2005 – Josef Plank, Biogas-Experte des „Österreichischen Biomasse-Verbandes“, widersprach Ende Oktober einer Studie von E-Control, einem Energie-Regulator für Österreich. Diese habe einige Fehleinschätzungen zum Inhalt, speziell bezüglich der Mengen von Biogas, die in das nationale Erdgasnetz eingespeist werden.

Plank wies in diesem Zusammanhang darauf hin, dass der so genannte Energiegehalt von Pflanzen je nach ihrer Art sehr unterschiedlich sei. Wichtig ist die Kenntnis über solche Dinge bei der Gewinnung von Biogas. Aus einem Hektar Mais kann man rund 40.000 Kilowattstunden produzieren, die gleiche Fläche Raps liefert nur 9.940 Kilowattstunden.

Dieses Ergebnis ist insofern wichtig, als dass in Zukunft versucht werden muss, die Zielvorgabe der EU-Biokraftstoffrichtlinie zu erreichen. Diese sieht vor, den Anteil der Biokraftstoffe am Treibstoffmarkt bis zum Jahr 2010 auf 5,75 Prozent zu erhöhen.

Themenverwandte Artikel

  • Themenportal Mais, Kraut und Rüben

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 29, 2005

Neue Erkenntnisse über den Einfluss von Kondensstreifen auf den Klimawandel

Neue Erkenntnisse über den Einfluss von Kondensstreifen auf den Klimawandel

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 16:38, 30. Okt. 2005 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Oberpfaffenhofen (Deutschland), 29.10.2005 – Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben in einer neuen Studie, die in einem Sonderband der „Meteorologischen Zeitschrift“ veröffentlicht wurde, den Einfluss von Kondensstreifen auf den Klimawandel untersucht.

Die Kondensstreifen selbst üben demnach einen „deutlich geringeren“ Einfluss auf das Klima aus als ursprünglich angenommen. Allerdings tragen die Streifen auch zur Bildung von Zirruswolken bei, deren Beitrag zur globalen Erwärmung den neuen Erkenntnissen zufolge doppelt so groß wie bisher vermutet sein könnte.

Wolken reflektieren zwar die von der Sonne eingestrahlte Energie und sorgen so für ein kühleres Klima, gleichzeitig reflektieren sie aber auch die von der Erde abgestrahlte Energie und sorgen so für ein wärmeres Klima. Bei den Zirruswolken ist der zweite Effekt größer, so dass sie deshalb insgesamt zur Klimaerwärmung beitragen.

Anhand der neuen Studie unter Führung des DLR geht das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) davon aus, dass die Klimawirkung der Kondensstreifen nur ein Drittel des zuvor angenommenen Wertes umfasst. Im Hinblick auf die anderen schädlichen Wirkungen des Luftverkehrs auf das Klima hat das DLR die bisherigen Daten des IPCC aber bestätigt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Klimaerwärmung

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 28, 2005

Österreichische Forscher entwickeln Plasmaantrieb

Österreichische Forscher entwickeln Plasmaantrieb

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 01:18, 11 November 2005 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Wien / Graz (Österreich), 28.10.2005 – Österreichische Wissenschaftler haben eine neuartige Antriebstechnologie entwickelt, die vor allem in der Raumfahrt eingesetzt werden soll. Das Triebwerk zeichnet sich durch einen deutlich höheren Schub sowie Treibstoffeinsparungen von rund 90 Prozent im Vergleich zu gängigen Ionentriebwerken aus und kann damit zu massiven Veränderungen bei künftigen Weltraum-Projekten führen. Wesentliches Merkmal der Technologie ist eine zehnmal höhere Ausströmgeschwindigkeit, die sonst nur durch ein Kernfusionstriebwerk, das (noch) nicht existiert, erreichbar wäre.

Die Grundlage der Technologie sind „Alfvenwellen“, eine Entdeckung des Physik-Nobelpreisträgers Hannes Alfven im Jahr 1942. Jetzt gibt es erstmals eine technische Umsetzung der „Alfvenwellen“, die „eine neue Ära auf dem Gebiet der Antriebstechnologien im Weltall einleiten könnte“, erklärte Projektkoordinator Andreas Grassauer.

Manfred Hettmer, Präsident der österreichischen Mars Society, hatte die Idee zu dieser Technologie bereits vor 20 Jahren. Nun ist dem Wissenschaftler ein Durchbruch gelungen, und der Traum von einer Mars-Mission ist ein Stück näher gerückt. Der hohe spezifische Impuls des neuen Antriebs stellt eine Grundvoraussetzung für Weltraumexpeditionen in weiter entfernte Bereiche des Weltalls dar.

Das neue Triebwerk hat zusätzlich noch weitere Vorteile: Leistung und Schub könnten während des Betriebs variabel gehandhabt werden, und damit steigt die Flexibilität im Einsatz. Es tritt weniger Korrosion auf, weil der Schub durch die magnetische Düse außerhalb des Objekts erfolgt.

An der erfolgreichen Umsetzung der Idee waren Grassauer und Hettmer auch der Experimentalphysiker Norbert Frischauf, der System-Ingenieur Tobias Bartusch sowie Otto Koudelka von der TU Graz beteiligt. An dessen Institut für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation wurde auch der Prototyp des Triebwerks in einer Vakuumkammer getestet, und die Messergebnisse bestätigten die Realisierbarkeit des Projekts. Die gewonnenen Daten wurden vergangene Woche beim Kongress der International Aeronautic Federation (FAI) im japanischen Fukuoka präsentiert.

Die Forscher haben ihre Entdeckung bereits weltweit zum Patent angemeldet, und es liegt ein positiver Prüfbericht des Europäischen Patentamtes vor. Das jetzt neu gegründete Unternehmen Qasar wird die Technologie weiter entwickeln und potentielle terrestrische Anwendungen testen. Man denkt dabei an den Bereich der High-Tech-Beschichtungen, etwa bei der Härtung von Materialien durch das Auftreffen der Plasmastrahlen.

Als mögliche Interessenten für die Technologie sehen die Wissenschaftler den Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, Flugzeugbauer wie Boeing, Hughes Network Systems oder Alcatel Alenia Space sowie Werkstoffspezialisten oder die Automobilbranche.

Themenverwandte Artikel

  • Themenportal Bemannte Raumfahrt
  • Themenportal Unbemannte Raumfahrt

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 27, 2005

Eine Fernsteuerung für Menschen

Eine Fernsteuerung für Menschen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Eine Fernsteuerung für Menschen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 08:37, 28. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Tōkyō (Japan), 27.10.2005 – Japanischen Wissenschaftlern ist es mittels der so genannten Methode der Galvanischen Reizung gelungen, Menschen fernzusteuern.

Dabei tragen die Versuchspersonen Kopfhörer, die ihr Gleichgewichtsempfinden beeinflussen können. Dadurch glauben sie, in eine bestimmte Richtung zu fallen und setzen ihre Füße automatisch entsprechend. Dies kann per Fernsteuerung beeinflusst werden. In Versuchen wurden Menschen erfolgreich auf der Bahn einer überdimensionalen Brezel bewegt.

Mögliche Anwendungen für diese Technik wären Computerspiele oder nichttödliche Waffen im Krieg.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »