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October 16, 2006

Kontrovers diskutiertes Element 118, bisher schwerstes bekanntes Atom, endgültig entdeckt

Kontrovers diskutiertes Element 118, bisher schwerstes bekanntes Atom, endgültig entdeckt

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Ununoctium, so der vorläufige Name des Elements 118, im Periodensystem der Elemente

Dubna (Russland), 16.10.2006 – Das Element 118 wurde bei Experimenten hergestellt, die am Flerov Laboratory of Nuclear Reactions in Dubna, Russland von Wissenschaftlern des russischen Institute for Nuclear Research und des Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien durchgeführt wurden.

Das Element 118 ist das schwerste Element, das bisher gefunden wurde, und entstand durch Kollisionen, bei denen Californium- und Calcium-Atome verschmolzen. Obwohl das Element 118 zu instabil ist, um es direkt nachweisen zu können, gab das Auftreten von Folgeelementen, die beim Zerfall des Elements 118 entstehen, Hinweise auf seine flüchtige Existenz.

Wissenschaftler am Lawrence Berkeley National Laboratory hatten im Jahr 1999 bereits von einer Synthese des Elements 118 berichtet, dann ihre Ergebnisse später aber wieder zurückgenommen, als nachfolgende Experimente ihre Entdeckung nicht bestätigen konnten. Es wurden Anschuldigungen vorgebracht, nach denen einer der führenden Forscher, Victor Ninov, experimentelle Daten fabriziert haben sollte, die auf das Entstehen von drei Element-118-Atomen hingewiesen hätten.

Die Entdeckung wurde am 9. Oktober 2006 im Physical Review C Journal der American Physical Society bekannt gegeben.

Es wird erwartet, dass das Element den Namen Dubnadium (Dn), nach der Stadt Dubna, erhalten wird.

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 14.10.2006

Quellen

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March 25, 2005

BlueGene/L: Neuer Rekord bei Supercomputern

BlueGene/L: Neuer Rekord bei Supercomputern

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Lawrence Livermore National Laboratory

Boston (USA), 25.03.2005 – Der vom US-Konzern IBM entwickelte Supercomputer BlueGene/L hat seinen eigenen Rechenrekord gebrochen.

Einer Mitteilung des US-Energieministeriums zufolge, in dessen Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) der Höchstleistungsrechner eingesetzt wird, stellte BlueGene/L mit einer Leistung von 135,3 Teraflops eine neue Bestleistung auf. BlueGene habe damit seinen eigenen Rekord von 70,7 Teraflops aus dem Vorjahr annähernd verdoppelt, mit der er bereits den bis dorthin führenden NEC Earth Simulator auf Platz zwei verwiesen hatte. Aber damit muss noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein: Die theoretische Leistung der Maschine liege bei 360 Teraflops. Die Leistungssteigerung sei durch Verdopplung der Rackanzahl auf 32 erreicht worden, heißt es in einer Mitteilung. Jedes Rack ist demnach mit 1024 Dual-Prozessoren bestückt, die sich von denen normaler PCs nicht unterscheiden.

Der weitere Ausbau solle unter anderem dazu dienen, unterirdische Atomtests überflüssig zu machen, weil deren Ergebnisse dann durch entsprechend zuverlässige Berechnungen ersetzt werden könnten, wie man sich erhofft.

Mit der neuen Bestleistung übertrifft BlueGene auch einen von Silicon Graphics (SGI) für die NASA entwickelten Supercomputer, der im November 2004 auf 51,9 Teraflops (Trillion floating-point operations per second – Rechenschritte pro Sekunde) kam. Zum Vergleich: Der Superrechner der 70-er Jahre schlechthin, der legendäre Cray-1 für das Los Alamos National Laboratory (Ersteinsatz 1976), brachte es gerade einmal auf 80 Megaflops, was damals schier überwältigend war.

Die schnellsten Supercomputer der Welt derzeit:

  • 1. Blue Gene/L, USA
  • 2. Columbia, USA
  • 3. Earth Simulator, Japan
  • 4. MareNostrum, Spanien
  • 5. Thunder, USA

Supercomputer werden unter anderem für die Lösung komplexer wissenschaftlicher Probleme eingesetzt, etwa in der Chemie zum besseren Verständnis von Molekülstrukturen, bei Wetter- und Klimastudien, bei denen meist ungeheure Datenmengen anfallen – so zum Beispiel um eine besonders aktuelle Anwendung zu nennen, bei der Tsunami-Vorhersage. Mehr und mehr kommen sie allerdings auch bei der Bewältigung eher alltäglicher Aufgaben zum Einsatz, beispielsweise in der Verkehrsplanung.

IBM hat jedoch unlängst eine Abteilung gegründet, die die Anwendungsgebiete auch ins Geschäftliche ausdehnen soll. So kann man die Rechenkraft jener Computer in Neuseeland, die die künstlichen Charaktere und Landschaften – zum Beispiel Gollum, Balrog und Mittelerde – für die Verfilmung von Der Herr der Ringe schufen, mittlerweile auch mieten – auf Stundenbasis und pro eingesetztem Prozessor.

Quellen

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December 10, 2004

Physiknobelpreis für Pioniere der Quarksforschung

Physiknobelpreis für Pioniere der Quarksforschung

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Die Zeremonie fand im Konzerthaus Stockholm statt

Stockholm (Schweden), 10.12.2004 – Für ihre Pionierarbeit in der Erforschung der Quarks, der kleinsten Teile der Materie, erhielten die Amerikaner David Gross, David Politzer und Frank Wilczek heute in Stockholm den Nobelpreis für Physik.

Gross und Politzer erforschten die so genannte „asymptotische Freiheit“ der Elementarteilchen. Diese Freiheit entsteht bei Annäherung der Teilchen aneinander, wobei die Kernkraft zunehmend abnimmt.

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Quellen

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