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April 7, 2011

Japan: Katastrophenregion von Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert

Japan: Katastrophenregion von Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert

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Veröffentlicht: 22:45, 7. Apr. 2011 (CEST)
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Lage des Hypozentrums vor der japanischen Ostküste

Sendai (Japan), 07.04.2011 – Erneut erschütterte am Donnerstag um 23:30 Uhr Ortszeit (16:30 Uhr MESZ) ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4 den Nordosten der japanischen Insel Honshū. Das Hypozentrum lag 66 Kilometer östlich von Sendai in einer Tiefe von knapp 26 Kilometern. Das berichtet das Institut United States Geological Survey (USGS).

Die Behörden Japans gaben zunächst erneut eine Tsunamiwarnung aus; diese wurde inzwischen wieder aufgehoben. Einwohner der Präfektur Miyagi wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und höher gelegene Landesteile aufzusuchen. Die Behörden rechneten mit einer Tsunamiwelle bis zu einer Höhe von zwei Metern. Die US-Erdbebenwarte (NEIC) hat das Beben inzwischen von 7,4 auf 7,1 heruntergestuft. In weiten Teilen des Landes fiel der Strom aus. Bei Polizei und Feuerwehr gingen zahlreiche Notrufe wegen Bränden und Gaslecks ein.

Am 11. März hatte ein Erdbeben mit der zunächst angegebenen Stärke von 8,9 auf der Momenten-Magnituden-Skala (welche zwischenzeitlich auf 9,0 korrigiert wurde) einen verheerenden Tsunami ausgelöst, dessen Zerstörungen schließlich zu der seit Wochen andauernden Havarie eines Kernkraftwerks bei Fukushima geführt hatten. Mindestens 28.000 Menschen kamen durch das Erdbeben und den anschließenden Tsunami ums Leben. Fast 160.000 Menschen sind nach wie vor in Notunterkünften untergebracht.

Der Eigner und Betreiber des havarierten Kernkraftwerks Fukushima I, TEPCO, erklärte, an dem havarierten KKW seien durch das heutigen Beben keine weiteren Schäden aufgetreten.

Im Kernkraftwerk Onagawa fiel die Stromversorgung aus. Das Kraftwerk wird nun von einem Notstromaggregat mit Elektrizität versorgt. Von einer Unterbrechung der Stromversorgung wird aus dem Kernkraftwerk Higashidōri sowie der Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho berichtet. Beide Anlagen werden nun mit Notstromaggregaten versorgt.

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Quellen

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March 12, 2011

Schweres Erdbeben vor der japanischen Küste löst verheerenden Tsunami aus

Schweres Erdbeben vor der japanischen Küste löst verheerenden Tsunami aus

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Veröffentlicht: 11:55, 12. Mär. 2011 (CET)
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Tōkyō (Japan), 12.03.2011 – Am Freitag, den 11. März um 14:45 Uhr japanischer Zeit (11. März 2011 05:46:23 UTC) hat ein schweres Erdbeben der Stärke 8,9 auf der Momenten-Magnituden-Skala mit einem Epizentrum rund 370 Kilometer nordöstlich von Tōkyō und einem Hypozentrum in zirka 25 Kilometern Tiefe einen schweren Tsunami ausgelöst. Intensitäten bis Stärke 7 auf der JMA-Skala wurden angegeben, Stärke 7 in Kurihara (Präfektur Miyagi), Stärke 6 in zahlreichen Gemeinden im Norden Miyagis, darunter Teile der Stadt Sendai sowie schwache 6 oder starke 5 in weiten Teilen der Pazifkseite Ostjapans, darunter mehrere Bezirke der Präfektur Tōkyō und Teile der Stadt Yokohama (Präfektur Kanagawa).

Die zehn Meter hohe Flutwelle traf Japans Nordostküste zuerst nahe der Großstadt Sendai (130 Kilometer westlich des Epizentrums) und verursachte schwere Schäden. Die Zahl der Toten steigt weiterhin. Die Polizei hat inzwischen bestätigt, dass an einem Strandabschnitt in der Nähe von Sendai zweihundert bis dreihundert Leichen entdeckt wurden. Viele Einwohner würden jedoch vermisst, gaben die Behörden bekannt. Unter anderem hat man keine Kenntnis von dem Verbleib eines Passagierschiffes mit mehr als 100 Menschen an Bord, das vom Tsunami mitgerissen wurde. Vermisst werden auch in den Präfekturen Miyagi und Iwate vier Eisenbahnzüge, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Wie viele Menschen insgesamt vermisst werden, lässt sich derzeit nicht abschätzen

Ersten Berichten aus Tōkyō zufolge erschütterten die Erdstöße minutenlang die japanische Hauptstadt. Es kam in der Stadt zu einigen Bränden. Mindestens vier Millionen Einwohner des Großraumes Tōkyō sind ohne Strom. In der Nähe von Tōkyō brennt eine Ölraffinerie. Der Flughafen in Tōkyō und die U-Bahn haben ihren Betrieb eingestellt. Fahrende Shinkansen-Züge wurden automatisch angehalten. Der Flughafen in Sendai wurde von einer zehn Meter hohen Flutwelle überschwemmt.

Ostjapan mit dem Epizentrum des Erdbebens

KKW Fukushima

Das Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) in Honolulu hat für den gesamten Pazifik eine Tsunamiwarnung der höchsten Stufe ausgegeben. Diese betraf zunächst Japan, die Pazifikküste Russlands, die Marcusinsel, die Nördlichen Marianen, Guam, Wake und Taiwan, wurde jedoch schon bald auf alle Anrainerstaaten des Pazifischen Ozeans erweitert. Es ist das zweite Mal, dass für das gesamte Meeresgebiet zwischen Asien, Australien und Amerika die höchste Warnstufe ausgerufen wurde.

Der Tsunami war wie zuvor in Taiwan und auf den Philippinen an der indonesischen Küste niedrig, die Bewohner haben dennoch höhere Gebiete aufgesucht, denn es herrschte bei der Bevölkerung, die sich noch gut an die Auswirkungen des Seebebens im Indischen Ozean 2004 erinnerten, große Beunruhigung. In Hawaii kam es nach ersten Berichten nicht zu wesentlichen Schäden, doch in Hilo auf Big Island erreichte der Tsunami eine Amplitude von 141 Zentimetern und in Kahului auf Maui 174 Zentimetern. Schon früher am Tag wurden in Pago-Pago auf Amerikanisch-Samoa 34 Zentimetern und in Saipan 65 Zentimeter gemessen. An der Insel Manus in Papua-Neuguinea betrug die Amplitude 93 Zentimeter.

An der Küste Kaliforniens und Oregons erwarteten die US-Behörden eine zwei bis drei Meter hohe Flutwelle. Sie forderten deswegen die Bevölkerung auf, die Strände zu meiden. Auf dem Highway 101 kam es vereinzelt zu Stauungen durch erhöhten Verkehr. US-Präsident Barack Obama betonte in einer Pressekonferenz die Aufforderung an die Anwohner an der Pazifikküste der Vereinigten Staaten, „wenn man ihnen sagt, sie sollen sich in Sicherheit bringen, dann tun Sie, was man Ihnen sagt.“ Die Warnungen des Präsidenten der Vereinigten Staaten nicht ausreichend ernstgenommen haben drei Männer an der Mündung des Klamath Rivers im Norden von Kalifornien. Sie wurden von der Flutwelle erfasst. Zwei von ihnen konnten zurück ans Ufer gelangen und Hilfe herbeirufen, doch der dritte wird bislang erfolglos von der Küstenwache der Vereinigten Staaten mit Hubschraubern gesucht. Vier weitere Personen mussten vor der Küste Oregons aus ähnlicher Lage gerettet werden. Nach den Angaben der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) betrug die Amplitudenhöhe des Tsunamis im nordkalifornischen Crescent City 202 Zentimeter, Santa Barbara 99 Zentimeter und im mexikanischen Manzanillo 145 Zentimeter. Acapulco meldete 77 Zentimeter. Der Gouverneur Kaliforniens, Jerry Brown erklärte für vier Countys im Norden des Bundesstaates den Notstand, da „Bedingungen der extremen Gefahr für die Infrastruktur und die Sicherheit von Personen und Eigentum innerhalb der Countys Del Norte, Humboldt, San Mateo und Santa Cruz“ vorliegen würden. Genaue Berichte über die Höhe der Schäden an der Westküste der Vereinigten Staaten liegen noch nicht vor. Durch die Wellen des Tsunami wurden in der kleinen Küstenstadt Fort Bragg im Mendocino County Hafenanlagen beschädigt, die Einfahrt zum Hafen wurde durch Trümmer blockiert.

Auf Französisch-Polynesien und Australien sowie auf den Hauptinseln Neuseelands wirkte sich der Tsunami mit Amplituden zwischen 20 und 40 Zentimetern aus. Teilweise über einen Meter hoch war der Tsunami noch an der Küste Südamerikas, dessen Südspitze die Flutwelle erst rund 24 Stunden nach dem Erdbeben erreichte. In La Libertad, Ecuador wurde der Tsunami mit einer Amplitude von 123 Zentimetern verzeichnet; auf den zu Ecuador gehörenden Galapagosinseln wurde der Tsunami bereits einige Stunden zuvor mit 177 Zentimetern registriert. An der Küste Chiles wurden die höchsten Amplituden in Caldera mit 141 Zentimetern und in Coquimbo mit 145 Zentimetern gemessen. Beide Städte liegen im Norden des Küstenstaates.

In Tōkyō hat das Erdbeben mehrere Brände ausgelöst.

Laut Medienberichten wurden elf von landesweit insgesamt 55 Kernkraftwerken automatisch heruntergefahren. Die japanische Regierung hat als Vorsichtsmaßnahme einen „atomaren Notstand“ erklärt, weil ein Kühlsystem eines Kernkraftwerks ausgefallen war. Im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi gab es Probleme mit dem Herunterkühlen des Reaktors, weil nicht ausreichend elektrische Energie zur Verfügung stehe. Laut Medienberichten, die sich auf die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) in Köln berufen, lief die Reaktorkühlung des Reaktors in Fukushima Daiichi nur noch mit Hilfe eines Notstromaggregates. Wenn die Stromversorgung ganz ausfallen sollte, drohe schlimmstenfalls eine Kernschmelze, sagte GRS-Sprecher Sven Dokter. Mitarbeiter des Reaktorbetreibers, Tokio Electric Power, bemühten sich um die Wiederherstellung der Notstromversorgung des Werks, um wieder Wasser in die Reaktoren pumpen zu können, in denen der Wasserstand bedrohlich abgenommen hatte. Nach Angaben der japanischen Atomaufsicht wird zurzeit versucht, aus einem anderen Kernkraftwerk eine Ersatzbatterie für den Notbetrieb des Kühlsystems zu beschaffen. Nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Jiji Press ist es in Reaktor Nummer Eins zu einem Druckanstieg gekommen. Konkret bestehe das Risiko eines Strahlungslecks. Um den Druck zu mindern, wurde erwogen, Dampf aus dem Reaktor abzulassen. Dabei könnte Radioaktivität in die Atmosphäre freigesetzt werden.

Zum Zeitpunkt des Bebens waren drei von insgesamt sechs Siedewasserreaktoren des Kraftwerks in Betrieb, die sich dann automatisch abschalteten, als das Erdbeben begann. Die Regierung hat inzwischen die Evakuierung einer Zone von zwei Kilometern um dieses Kernkraftwerk angeordnet. Davon waren zunächst rund 3.000 Menschen betroffen. Zur Unterstützung der Evakuierung schickte die Regierung Armee-Einheiten in die Region. Auch die Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho im Nordosten Japans wird nur noch mit Notstrom gekühlt.

Die Nachrichten von dem Erdbeben haben die Kurse mehrerer Rückversicherer gedrückt. An der Frankfurter Börse fiel der Kurs der Munich Re bei der Eröffnung des Handels um 4,8 Prozent und der Kurs der Allianz um 1,6 Prozent. Auch die Kurse von Swiss Re und Hannover Re fielen um über vier Prozent. Schwächer schlossen auch die Märkte in Asien. Der Hang Seng schloss um 1,6 Prozentpunkte schwächer, die Börse in Shanghai verlor 0,8 Prozentpunkte. An der Tōkyōter Börse ging der Nikkei-Index um 1,7 Prozentpunkte zurück.

Nach den Angaben der US-amerikanischen Erdbebenwarte war das Erdbeben das stärkste, das Japan seit Beginn verlässlicher Aufzeichnungen getroffen hat und das weltweit fünftstärkste seit Beginn des 20. Jahrhunderts.

Pazifischer Feuerring

Die stärksten Erdbeben seit 1900
Ort Datum Stärke
Valdivia, Chile 22.05.1960 9,5
Prince William Sound, Alaska 28.03.1964 9,2
Westlich Sumatra 26.12.2004 9,1
Kamtschatka 04.11.1952 9,0
Japan 11.03.2011 8,9
Vor Maule, Chile 27.02.2010 8,8
Vor der Küste Ecuadors 31.01.1906 8,8
Rat Islands, Alaska 04.02.1965 8,7
Nordsumatra 28.03.2005 8,6
Assam 15.08.1950 8,6
Südsumatra 09.03.1957 8,6
Quelle: USGS National Earthquake Information Center

Wissenschaftler vom Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam rechnen auch in den nächsten Monaten mit weiteren schweren Nachbeben. Als Ursache des Erdbebens machten die GFZ-Forscher Verschiebungen von Erdplatten im Pazifischen Ozean aus. Birger-Gottfried Lühr vom GFZ erklärt das so: „Die Pazifische Platte taucht unter die Eurasische Platte.“ Das Beben in Japan befindet sich in einer Zone rund um den Pazifik, die als „Pazifischer Feuerring“ bekannt ist. Dieser kennzeichnet die Ränder der Pazifischen Platte, an denen sich zahlreiche Vulkane befinden und wo auch immer wieder Erdbeben stattfinden. Die Pazifischen Platte bewegt sich in 100 Jahren um zwölf Meter (Plattentektonik) – genug, um tektonische Spannungen aufzubauen, die sich periodisch in Erdbeben und Vulkanausbrüchen entlang der Plattengrenzen entladen und so Tsunamis verursachen können.

Themenverwandte Artikel

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Tōhoku-Erdbeben 2011“.

Quellen

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December 21, 2010

Magnitude-7,4-Erdbeben bei den Bonininseln

Magnitude-7,4-Erdbeben bei den Bonininseln

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Veröffentlicht: 23:58, 21. Dez. 2010 (CET)
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Lage des Epizentrums des Erdbebens

Tōkyō (Japan) / Denver (Colorado) (Vereinigte Staaten), 21.12.2010 – Östlich der Bonininseln, etwa 1000 Kilometer südöstlich der japanischen Hauptinsel Honshū, ereignete sich am 21. Dezember um 18:19:41 Uhr MEZ (03:19:41 Uhr Ortszeit) ein starkes Erdbeben.

Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) erreichte das Erdbeben eine Intensität von 7,4 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das Hypozentrum lag nach USGS-Angaben in einer Tiefe von 14 Kilometern, was es zu einem flachen Erdbeben machte.

Die Japanische Meteorologische Agentur (JMA) löste für die Bonininseln und die Izuinseln, Tanegashima und Yakushima, die Amamiinseln und die Tokarainseln sowie für die an den Pazifikküsten liegenden Präfekturen Shizuoka, Aichi, Mie, Wakayama, Tokushima, Kochi, Miyazaki eine Tsunamiwarnung aus. Etwa zwanzig Minuten nach dem Erdbeben wurde auf den Bonininseln und den Izuinseln ein Tsunami mit einer Wellenhöhe von rund 30 Zentimetern beobachtet.

Nach dem Erdbeben wurden mehrere Nachbeben registriert, von denen die beiden stärksten eine Intensität von 5,6 auf der Momenten-Magnituden-Skala erreichten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Erdbeben

Quellen

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October 27, 2010

Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Java: 28 Menschen getötet

Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Java: 28 Menschen getötet

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Veröffentlicht: 19:41, 27. Okt. 2010 (CEST)
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Der Vulkan Merapi (Archivfoto)

Karte der Erdbebenregion

Yogyakarta (Indonesien), 27.10.2010 – Der Ausbruch des 2.900 Meter hohen Vulkans Merapi am Dienstag, 25 Kilometer nördlich von Yogyakarta auf der Insel Java, forderte bisher 28 Tote. Wie berichtet wird, sind die meisten Opfer infolge der hohen Temperaturen, die mit dem Ascheregen verbunden waren, verbrannt. Der Merapi gilt als der aktivste auf Indonesien gelegene Vulkan.

Es handelt sich bei dem Vulkanausbruch um die zweite große Naturkatastrophe innerhalb weniger Tage. Am Dienstag hatte ein Tsunami zehn Dörfer an der Westküste der indonesischen Hauptinsel Sumatra verwüstet. Die Wellen waren bis zu drei Meter hoch. Die Zahl der durch den Tsunami getöteten Menschen beläuft sich aktuell auf 175. Nach Behördenangaben werden noch 400 Menschen vermisst.

Vorausgegangen war dem Tsunami ein Erdbeben der Stärke 7,7. Das Beben ereignete sich am 25. Oktober um 14:42 Uhr (UTC) in einer Tiefe von 20,6 Kilometern, etwa 240 Kilometer westlich von Bengkulu (Sumatra).

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Naturkatastrophen

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February 28, 2010

Schweres Erdbeben vor der Küste Chiles – Notstand ausgerufen

Schweres Erdbeben vor der Küste Chiles – Notstand ausgerufen

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Veröffentlicht: 15:02, 28. Feb. 2010 (CET)
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Epizentrum des Erdbebens

Kartographie: USGS

Santiago de Chile (Chile) / Honolulu / Denver (Vereinigte Staaten), 28.02.2010 – Ein sehr starkes Erdbeben, das eine Momenten-Magnitude von Mw=8,8 erreichte, ereignete sich am 27. Februar um 7:34  Uhr mitteleuropäischer Zeit (3:34 Uhr Ortszeit). Für Teile Chiles wurde der Notstand ausgerufen. Mindestens 300 Personen wurden in Chile durch die Auswirkungen des Erdbebens getötet. Die scheidende Staatspräsidentin Michelle Bachelet wies bereits unmittelbar nach den Erdstößen darauf hin, dass mit höheren Opferzahlen zu rechnen sei. In der Zone, die am stärksten von dem Erdbeben betroffen wurde, könnten die Zerstörungen nach ersten Analysen des Systems PAGER die Stufe VIII der erweiterten Mercalliskala erreichen. In diesem Bereich leben nach den Angaben des United States Geological Survey (USGS) rund drei Millionen Menschen. 400.000 Menschen seien ersten Angaben zufolge obdachlos oder betroffen, mindestens 1,5 Millionen Häuser wurden durch das Beben selbst oder die Folgen beschädigt. „Das muss der Weltuntergang sein“, drückte ein Mann im chilenischen Fernsehen seine Gefühle aus.

Das Erdbeben löste auch Brände aus, wie etwa in dieser Fabrik.

Foto: Plinio.!

Die Erdstöße dauerten rund 90 Sekunden. Das genaue Ausmaß der Schäden ist noch nicht bekannt. Nach ersten Angaben örtlicher Fernsehstationen wurden in Santiago de Chile Häuser beschädigt, eine Straßenbrücke über den Río Claro in der Nähe der chilenischen Hauptstadt sei eingestürzt. Offenbar kam es im ganzen Land zu Stromausfällen. In der Hauptstadt stürzte der Kirchturm der Kirche Nuestra Señora de la Providencia ein. Die Trümmer eines Parkhauses begruben mindestens 50 Autos. Der Flughafen wurde in Mitleidenschaft gezogen und vorerst geschlossen. Ankommende Flugzeuge wurden nach Buenos Aires und Mendoza in Argentinien umgeleitet.

In Concepción seien viele Straßen unpassierbar, berichtete ein Reporter eines chilenischen Fernsehsenders. „Es gibt keine Straße ohne Trümmer. Es ist uns noch nicht gelungen, bis zur Stadtmitte vorzudringen.“ Risse ziehen sich durch den Asphalt der Straßen, das Verwaltungsgebäude der Regionalregierung sei wie viele andere öffentliche Bauten in sich zusammengestürzt. Nach den vorläufigen Angaben der chilenischen Regierung wurden durch die Auswirkungen des Erdbebens 500.000 Wohnungen unbenutzbar.

Das Hypozentrum des Bebens lag nach Angaben des USGS etwa 325 Kilometer südwestlich von Santiago de Chile und 115 Kilometer nord-nordöstlich von Concepción in einer Tiefe von 35 Kilometer in der dortigen Triple Junction. Das pazifische Tsunamiwarnzentrum in Honolulu auf Hawaii löste außer für Chile und Peru eine Warnung vor einem Tsunami für 53 Staaten und Gebiete aus. Bereits zwanzig Minuten nach dem Erdbeben erreichte der Tsunami die Hafenstadt Valparaíso mit einer Amplitude von 130 Zentimetern, in Talcahuano 234 Zentimeter. Schiffe und Hubschrauber waren zu den chilenischen Juan-Fernández-Inseln unterwegs, die etwa 600 Kilometer vom Festland entfernt liegen. Die Küste Französisch-Polynesiens wurde nach Berichten der BBC von rund zwei Meter hohen Wellen getroffen. Fünf Personen kamen durch den Tsunami auf den Juan-Fernández-Inseln um, elf weitere Personen sind vermisst.

Später weitete das Tsunamiwarnzentrum auf Hawaii die Tsunamiwarnung für den gesamten Pazifikraum auf die höchste Warnstufe aus. Sie galt zwischenzeitlich für die gesamte Westküste des Doppelkontinents Amerika sowie für die dem Pazifischen Ozean zugewandten Küsten von Australien, Neuseeland, Russland, Japan, Taiwan, die Philippinen, Indonesien, Hawaii, Papua-Neuguinea, Fidschi und die Antarktis. Außerdem schloss die Warnung die Pitcairninseln, Französisch-Polynesien, die Cookinseln, Kiribati, die Kermadecinseln, Niue, Tonga, die Samoainseln, Jarvis, Wallis und Futuna, Tokelau, Palmyra, Tuvalu, Vanuatu, Nowland, Bakerinsel, die Marshallinseln, Midway, Wake, die Marcusinsel, die Nördlichen Marianen, Guam, Palau und Teile Mikronesiens ein. Inzwischen ist sie aber wieder aufgehoben, lediglich für Japan und Russlands Küsten wird sie noch aufrecht erhalten.

Projektion der erwarteten Amplitude

Grafik: USGS

Die Erinnerungen an das Sumatra-Andamanen-Beben, das 2004 ebenfalls einem Tsunami auslöste und zum Tod von über 228.000 Menschen führte, verursachten im Pazifikraum Beunruhigung. Nach den Berechnungen des Tsunamiwarnzentrums sollte die Flutwelle Hawaii gegen 22:00 Uhr MEZ erreichen und etwa 45 Minuten später in Australien eintreffen. Das australische Bureau of Meteorology forderte dazu auf, vor allem zwischen Sydney und Brisbane von den Küsten fernzubleiben. Schaulustige sollten nicht die Flutwelle beobachten. Das Tsunamiwarnzentrum forderte für Hawaii dazu auf, „Leben und Eigentum zu schützen“. Es wies darauf hin, dass die erste eintreffende Flutwelle vermutlich nicht die höchste sein wird. Ab 6:00 Uhr Ortszeit (17:00 Uhr MEZ) heulten auf Hawaii die Sirenen, womit Bewohner tiefergelegener Gebiete aufgefordert wurden, sich in Sicherheit zu bringen. Vor allem am Ufer gelegene Hotels werden evakuiert. An Tankstellen und Supermärkten kam es zu Hamsterkäufen. Berichten auf CNN zufolge gab es Befürchtungen, dass die Welle in Hawaii eine Höhe von bis zu 4,5 Metern erreicht. In Neuseeland und Japan warnten die Behörden die Bevölkerung vor einer Flutwelle, deren Wellenhöhe bis zu drei Meter erreichen könne. Der Bahnverkehr wurde teilweise eingestellt und küstennahe Straßen gesperrt.

Das Tsunamiwarnzentrum gab später bekannt, dass der Tsunami an der Insel Hiva Oa eine Höhe von 179 Zentimetern erreichte. In Pago Pago auf Amerikanisch-Samoa, das erst im vergangenen September von einem Tsunami getroffen worden war, war die höchste Flutwelle 70 Zentimeter hoch. Kahului auf der Hawaiiinsel Maui meldete eine Amplitude von 98 Zentimetern. An der US-amerikanischen Westküste wurden zwischen 13 Zentimetern in San Diego und 53 Zentimetern in Santa Barbara gemessen. An den Ostküsten der japanischen Inseln Honshū und Hokkaidō wurden Maximalwerte von etwa 45 Zentimetern beobachtet. Aus Neuseeland und Australien wurden keine nennenswerten Tsunamiwerte berichtet. Auf den zu Neuseeland gehörenden Chathaminseln wurden allerdings Wellenhöhen von bis zu 150 Zentimetern aufgezeichnet. Die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti verbreitete Angaben eines örtlichen Vertreters des russischen Katastrophenschutzministerium, nach denen der Tsunami an der Küste von Kamtschatka eine durchschnittliche Höhe von 25 Zentimetern erreicht habe. In Alaska kam der Tsunami mit einer Wellenhöhe von 20 bis 60 Zentimetern an. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo wurden an der japanischen Nordküste Flutwellen bis 145 Zentimetern beobachtet, an der russischen Pazifikküste erreichten erste Wellen 80 Zentimeter Höhe.

Beschädigtes Haus in Valparaiso

In Concepción sind unter den Trümmern eines erst vor kurzem fertiggestellten Hauses mit 14 Stockwerken noch 100 bis 150 Bewohner eingeschlossen. Die Rettungsmannschaften konnten bis zum Samstagabend rund 30 Menschen aus den Trümmern dieses Hauses bergen.

Aus einem Gefängnis in Chillán bei Concepción ermöglichten die Erdstöße mehr als 260 Häftlingen die Flucht. Wachleuten gelang es trotz Eröffnen von Schussfeuer nicht, die Häftlinge zurückzuhalten. Dabei wurden drei Häftlinge erschossen, vier weitere starben beim Einsturz der Mauern. Nach Polizeiangaben konnten einige der Geflüchteten bereits wieder festgenommen werden. Die Festnahmen der Restlichen stehen noch aus. Die Flüchtlinge steckten etliche Gebäude in der Stadt in Brand. Die Regierung entsandte Militäreinheiten, um die Sicherheit der Bürger zu wahren.

Das Erdbeben war um ein Vielfaches stärker, als das Erdbeben in Haiti, bei dem weit über 200.000 Menschen ihr Leben verloren. Starke Erdbeben sind in Chile nicht ungewöhnlich; seit 1970 wurde das Land von 13 Erdstößen erschüttert, die eine Magnitude größer als 7,0 hatten. Doch das Bewusstsein über die seismische Aktivität hat vermutlich vergleichbare Verluste an Menschen verhindert, Chile ist durch Bauvorschriften und Übungen des Zivilschutzes gut vorbereitet auf Erdbeben. „Chile ist ein seismisch [aktives] Land. Deswegen müssen wir vorbereitet sein!“ lautet das Motto von Onemi, dem nationalen Notfallzentrum.

Das Erdbeben vom 27. Februar ist eines der stärksten, dessen Intensität jemals gemessen wurde. Das weltweit stärkste Erdbeben seit dem ereignete sich 1960 ebenfalls in Chile. Es erreichte eine Magnitude von 9,5 und war damit weit stärker als das Seebeben im Indischen Ozean 2004. Die Stadt Valdivia wurde damals zerstört und 1655 Menschen kamen um. Der damals ausgelöste Tsunami tötete 140 Menschen noch im weitentfernten Japan. Die Südamerikanische Platte drückt hier die Nazca-Platte unter sich. Beide Platten bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von 80 Millimetern jährlich aufeinander zu.

Innerhalb der ersten zweieinhalb Stunden nach dem Hauptbeben kam es zu elf starken Nachbeben, von denen fünf eine Magnitude von mehr als 6,0 aufwiesen, teilte die US-Erdbebenwarte mit. Die Auswirkungen des Hauptbebens waren noch im brasilianischen São Paulo zu spüren, wo mehr als 100 Notrufe bei der Feuerwehr eingingen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Erdbeben
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September 30, 2009

Schweres Erdbeben in Samoa führt zu Tsunami

Schweres Erdbeben in Samoa führt zu Tsunami

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Veröffentlicht: 23:45, 30. Sep. 2009 (CEST)
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Hypozentrum des Erdbebens

Grafik: USGS

Pago Pago (Amerikanisch-Samoa), 30.09.2009 – Nach einem schweren Beben, das nach inzwischen korrigierten Angaben des United States Geological Survey eine Stärke von 8,0 MW auf der Momenten-Magnituden-Skala erreichte, verwüstete ein Tsunami die niedrig gelegenen Gebiete Amerikanisch-Samoas, Samoas und Tongas. Das Hypozentrum lag etwa 200 km süd-südwestlich von Apia in 18 km Tiefe. Das Beben begann um 6:48 Uhr Ortszeit (19:48 Uhr MESZ) und dauerte nach Augenzeugenberichten drei Minuten an. Dem Beben folgten mehr als 25 Nachbeben mit einer Stärke über 5,0 MW.

In dieser Region kommt es immer wieder zu leichten und mittelschweren Erdstößen, da sich hier die Pazifische Kontinentalplatte mit einer Geschwindigkeit von 86 mm/Jahr unter die Australische schiebt. Doch dieses Mal war es ein außerordentlich starkes Beben, welches an das Sumatra-Andamanen-Beben Weihnachten 2004 erinnerte.

Unmittelbar nach dem Beben hatte das Pacific Tsunami Warning Center für Amerikanisch-Samoa, Neukaledonien, Kosrae, Papua-Neuguinea, Vanuatu, Nauru, die Marshall- und Solomoninseln, Mikronesien, Wake, Pitcairn und Midway sowie Hawaii und Neuseeland eine Tsunamiwarnung ausgelöst. Die Warnung wurde später aufgehoben.

Für Samoa und Amerikanisch-Samoa kam diese Tsunami-Warnung zu spät, obwohl sie unmittelbar nach dem Erdbeben ausgelöst wurde: die Flutwelle erreichte die Inseln innerhalb von Minuten, noch bevor die SMS-Warnungen eingingen. Viele Einwohner hatten deswegen keine Zeit, höher gelegene Stellen aufzusuchen. An der Südküste der Insel Upolu war die Flutwelle drei Meter hoch und macht die Uferbebauung platt. Im Touristenort Lalomanu soll sie sogar elf Meter hoch gewesen sein. Graeme Ansell, ein neuseeländischer Bewohner von Faofao Beach Fales im Südosten der Insel erklärte gegenüber Radio New Zealand, dass dort jedes Gebäude zerstört wurde.

Samoa liegt im südlichen Pazifik, nord-nordöstlich von Neuseeland.

Über Schäden oder Opfer liegen noch keine gesicherten Angaben vor. In Samoa sind dem Sender Radio Neuseeland zufolge mehrere Dörfer durch eine Flutwelle zerstört worden. Die Flutwelle sei in Pago Pago bis zu 100 m weit auf das Ufer vorgedrungen. Teils wurden Personen ins offene Meer gespült. In Samoa kamen mindestens 140 Personen ums Leben, berichtete die Australian Broadcasting Corporation, in Amerikanisch-Samoa starben nach Angaben von Gouverneur Togiola T. A. Tulafono mindestens 24 Menschen. Aus Tonga wurde sechs Tote gemeldet, vier weitere wurden nach der Passage der vier Meter hohen Flutwelle vermisst. Unter den Opfern sollen auch Ausländer sein, darunter Australier, Neuseeländer, Briten und Südkoreaner. Außerdem waren die Hotels allesamt gut besucht, weil in Australien und Neuseeland derzeit Schulferien sind.

Bei Raoul Island, etwa 1.000 km nördlich der neuseeländischen Nordinsel gelegen, erreichte die Flutwelle eine Höhe von einem Meter, am East Cape wurden noch etwa 50 cm registriert. In Rarotonga auf den Cookinseln erreicht der Tsunami eine Höhe von etwa einem Meter. Deutliche Wellen wurden auch auf Niue sowie der Fidschiinsel Suva beobachtet.

Unterdessen hat die australische Regierung eine Herkules-Transportmaschine mit Hilfsgütern und Rettungsteams von Brisbane aus nach Samoa starten lassen. US-Präsident Barack Obama hat inzwischen Amerikanisch-Samoa zu einem Katastrophengebiet erklärt und somit den Einsatz der FEMA ermöglicht. In Amerikanisch-Samoa und Samoa haben zusammen rund 250.000 Einwohner.

Quellen

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April 9, 2007

Nach Erdbeben bei den Salomonen: Gefahr für die Schifffahrt durch neue Riffe

Nach Erdbeben bei den Salomonen: Gefahr für die Schifffahrt durch neue Riffe

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Artikelstatus: Fertig 19:11, 9. Apr. 2007 (CEST)
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Karte der Salomonen

Gizo (Salomonen), 09.04.2007 – Wie ein Sprecher der salomonischen Seerettung heute mitteilte, hat sich der Meeresboden in der Nähe der Salomonen, wo es vor einer Woche ein Erdbeben der Stärke 8,1 gab, gefährlich verändert. Neue Unterwasser-Riffe könnten dort entstanden sein, die die Schifffahrt gefährden. Dies hätten Bootsfahrer berichtet, die die Gewässer in der Nähe der Provinzhauptstadt Gizo befahren haben.

Das Erdbeben hatte eine Tsunami-Welle ausgelöst, der nach Angaben der christlichen Hilfsorganisation World Vision mindestens 39 Menschen zum Opfer gefallen waren, die UNO geht von 33 Todesopfern aus. Die Situation auf den Inseln des Inselstaates der Salomonen wird immer noch durch die Nachwirkungen der Tsunamikatastrophe vor einer Woche bestimmt. Viele Inselbewohner sind aus Angst vor weiteren Flutwellen bisher noch nicht wieder in ihre Häuser zurückgekehrt. Erst heute gelang es Helfern, die entlegeneren Inseln der Inselgruppe zu erreichen, um Hilfsgüter wie Reis, Zelte und medizinische Geräte zu bringen.

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April 2, 2007

Salomonen-Inseln: Mindestens zwölf Tote durch Tsunamiwelle

Salomonen-Inseln: Mindestens zwölf Tote durch Tsunamiwelle

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Artikelstatus: Fertig 19:16, 2. Apr. 2007 (CEST)
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Lage der Salomonen

Honiara (Salomonen), 02.04.2007 – Zwölf Menschen starben am Morgen durch eine bis zu zehn Meter hohe Tsunamiwelle in der Provinzhauptstadt Gizo auf den Salomonen, einer Inselgruppe im Südpazifik. Auf den Inseln Choiseul und Mono soll es ebenfalls Tote gegeben haben. Ursache des Tsunamis war ein Erdbeben der Stärke 8,0, das 40 Kilometer südöstlich von Gizo ausgelöst worden war. Das Epizentrum des Bebens soll zehn Kilometer unter dem Meeresboden gelegen haben.

Nach Aussage des Gouverneurs der Salomonen-Provinz, Alex Lokopio, wurden an der Küste durch die Wucht des Aufpralls der Welle alle Häuser zerstört. Die Wassermassen sollen bis zu 200 Meter ins Landesinnere vorgedrungen sein. In der Stadt Gizo sollen zwei bis dreitausend Menschen obdachlos sein. Augenzeugen sahen viele Leichen im Meer vor der Küste treiben. Tausende Einwohner der Provinz sollen aus Angst vor weiteren Flutwellen in die Berge geflohen sein.

Das Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii hatte um 22.39 Uhr MESZ einen Tsunami-Alarm für große Teile des Pazifik ausgegeben. Australien hatte für seine Ostküste ebenfalls eine Tsunami-Warnung ausgesprochen.

Wie channelnewsasia.com berichtet, wird innerhalb der nächsten Tage mit einem zweiten starken Erdbeben in der Region gerechnet. Professor Kevin McCue, vom Seismologischen Zentrum Australiens, gibt die Wahrscheinlichkeit eines solchen Bebens mit über 50 Prozent an. Diese Annahme stützt sich auf historische Vergleiche. In den Jahren 1971, 1973, 1974 und 1977 folgten solchen Beben in der Region jeweils kurzfristig ebenso starke Beben.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Erdbeben bei den Salomonen 2007“.

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March 25, 2007

Schweres Erdbeben mit 6,9 auf der Richterskala erschüttert Japan

Schweres Erdbeben mit 6,9 auf der Richterskala erschüttert Japan

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Artikelstatus: Fertig 23:07, 25. Mär. 2007 (CEST)
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Lage der Halbinsel Noto

Nanao (Japan), 25.03.2007 – Eine Folge schwerer Erdstöße vor der japanischen Küste hat heute Morgen ab 9:42 Uhr die Bewohner Japans aufgeschreckt. Das Hauptbeben erreichte eine Höhe von 6,9 auf der Richterskala. Zentrum des Bebens war eine unterseeische Region in rund 50 Kilometer Tiefe vor der Küste der Halbinsel Noto, weswegen zunächst auch Tsunamis befürchtet wurden. Die Behörden gaben eine Tsunamiwarnung heraus, die nach einer Stunde jedoch wieder aufgehoben wurde. Nach vorläufigen Angaben wurden etwa 160 Einwohner verletzt, eine Frau starb. In der besonders stark betroffenen Präfektur Ishikawa wurden mindestens 46 Häuser zerstört und viele weitere beschädigt. Der Zugverkehr in der Region wurde eingestellt.

Ein Nachbeben der Stärke 5,3 erschütterte inzwischen Zentraljapan. Ob es hierbei Verletzte oder Tote gegeben hat, ist bislang noch nicht bekannt.

Nach Berichten der Online-Ausgabe des Handelsblatts meldete das australische Geologie-Amt, dass sich nahezu zeitgleich mit dem japanischen Erdbeben nahe der Inselrepublik Vanuatu im Südpazifik ebenfalls zwei Erdbeben mit Stärken von 7,3 und 7,1 ereignet hätten.

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December 27, 2006

Lokale Tsunamiwarnung nach Erdbeben bei Taiwan

Lokale Tsunamiwarnung nach Erdbeben bei Taiwan

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Artikelstatus: Fertig 15:47, 27. Dez. 2006 (CET)
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Basco im Norden der Philippinen

Philippinen

Basco (Philippinen), 27.12.2006 – Nach einem Erdbeben der Stärke 7,2[1] vor der Südküste Taiwans hat das Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) am Dienstag eine lokale Tsunamiwarnung für die Philippinen ausgegeben. Das PTWC sagte zwar, es gebe aufgrund vorliegender Erfahrungen keine pazifikweite Gefahr aufgrund des Bebens, allerdings könnten Erdbeben dieser Stärke örtlich begrenzte Tsunamiwellen in einem Gebiet von 100 Kilometern um das Epizentrum auslösen. Nach Angaben des japanischen Wetterdienstes sollte sich eine ein Meter hohe Flutwelle auf die Philippinen zubewegen. Für die Ortschaft Basco im Norden der Philippinen war eine konkrete Tsunamiwarnung herausgegeben worden. Ein Sprecher des Japanischen Wetterdienstes hob die Tsunamiwarnung jedoch wenige Stunden später wieder auf. Die Gefahr eines Tsunamis für den Norden der Philippinen bestehe nicht mehr.

Das Epizentrum des Bebens lag 23 Kilometer südwestlich der Ortschaft Hengchun im Süden Taiwans und soll in der taiwanesischen Hauptstadt Taipei im Norden der Insel noch spürbar gewesen sein.

Die Angaben über die Stärke des Bebens schwanken je nach Quelle. Während die US-Erdbebenwarte von einer Erdbebenstärke von 7,1[2] sprach, gab der Wetterdienst Taiwans[3] eine Erdbebenstärke von 6,7 an, gefolgt von Nachbeben, die eine Stärke von bis zu 7,0 erreichten.

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Referenzen

  1. PTWC
  2. focus.de
  3. CNN

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