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May 12, 2011

Veronica Saß, Tochter Edmund Stoibers: Doktortitel aberkannt

Veronica Saß, Tochter Edmund Stoibers: Doktortitel aberkannt

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Veröffentlicht: 16:28, 12. Mai 2011 (CEST)
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Konstanz (Deutschland), 12.05.2011 – Die Universität Konstanz gab gestern bekannt, sie habe Veronica Saß, Tochter des ehemaligen bayrischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU), den Doktortitel aberkannt. Zur Begründung wurde angegeben, „erhebliche Teile ihrer Dissertation“ seien ohne Kennzeichnung der Zitate abgeschrieben. Saß hatte 2008 im Fachbereich für Rechtswissenschaften der Universität Konstanz über das Thema „Regulierung im Mobilfunk“ promoviert. Sie arbeitet an einer Münchner Anwaltskanzlei.

Im Februar, als die Guttenberg-Plagiatsaffäre großen Raum in der medialen Berichterstattung einnahm, waren erste Verdachtsmomente gegen die Doktorarbeit von Veronica Saß aufgetaucht. Im Zusammenhang mit der Doktorarbeit von Saß hatte die Wirtschaftsanwältin Tanja Eisenblätter schwere Vorwürfe erhoben. Die Hamburger Juristin behauptet, Saß habe ein ganzes Kapitel komplett mit allen Fußnoten aus ihrer Arbeit „Regulierung in der Telekommunikation“ übernommen, mit der sie ebenfalls 2008 promoviert hatte. Gegenüber der Welt erklärte die Juristin, „dass Frau Saß in ihrer Dissertation ab Seite 49 bis Seite 61 Wort für Wort bei mir abgeschrieben hat“.

Auch im Internet wurden auf der eigens eingerichteten Seite „VroniPlag Wiki“ zahlreiche Verstöße gegen die wissenschaftlichen Zitiervorschriften nachgewiesen. Neben Zeitungsartikeln und Pressemitteilungen soll Saß auch ganze Absätze aus Wikipedia übernommen haben, ohne sie als Zitate zu kennzeichnen und als benutzte Quellen aufzuführen.

Saß erklärte, sie werde den Beschluss der Universität zur Aberkennung ihres Doktortitels vor Verwaltungsgerichten anfechten. Sie bemängelt, ihr sei nicht Gelegenheit gegeben worden, „persönlich vor dem Promotionsausschuss Stellung zu nehmen“.

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June 5, 2008

Schwere Vorwürfe bezüglich Vorgehens der Polizei bei Großrazzia in Konstanzer Diskothek

Schwere Vorwürfe bezüglich Vorgehens der Polizei bei Großrazzia in Konstanzer Diskothek

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Veröffentlicht: 21:07, 5. Jun. 2008 (CEST)
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Konstanz (Deutschland), 05.06.2008 – In der Nacht von Freitag, den 30. auf Samstag, den 31. Mai 2008 wurde in einer Diskothek in Konstanz, Baden-Württemberg, eine großangelegte Polizeiaktion durchgeführt. An der Aktion, die sich über mehrere Stunden bis Samstag morgens, ca. 7:30 Uhr hinzog, waren etwa 200 Einsatzkräfte der Konstanzer Polizei, des Zolls, der Bereitschaftspolizei, sowie der Schweizer Grenzwacht und der Kantonspolizei Thurgau beteiligt. Die Diskothek, in der ca. 400 Gäste anwesend waren, wurde dabei von den Einsatzkräften gestürmt. Der Aktion lagen laut Presseinformation der Polizei „konkrete Hinweise“ auf Drogenhandel in „erheblichen Umfang“ zu Grunde.

Im Laufe der nachfolgenden Tage wurden von den bei der Aktion anwesenden Gästen schwere Vorwürfe bezüglich des Vorgehens der Polizei geäußert: Die Aktion sei mit unverhältnismäßiger Härte durchgeführt worden. Neben einigen Hinweisen auf ein provokatives und aggressives Verhalten einiger Beamten, geben mutmaßliche Augenzeugen auch an, dass beim Stürmen des Gebäudes mehrere Personen Verletzungen erlitten hätten. Davon wurde zumindest das Vorliegen einer diesbezüglichen Beschwerde einer Frau von der Polizei bestätigt.

Die anwesenden Gäste wurden über mehrere Stunden im Veranstaltungsort festgehalten, das Aufsuchen der Toilette war nach mehreren Aussagen nur mit ganz erheblichen Verzögerungen und im Beisein von Polizeibeamten möglich. Alle 400 Gäste mussten sich im Zuge der Aktion nackt ausziehen, sich einer Leibesvisitation und erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen. Dabei wurden auch Fotos der Personen angefertigt und Informationen aus mitgeführten Mobiltelefonen erhoben.

Der Einsatzleiter und Chef der Konstanzer Kriminalpolizei, Kriminaldirektor Gerd Stiefel sprach hingegen von einem „professionelle[n] Einschreiten der Beamtinnen und Beamten ohne nennenswerte Zwischenfälle“ und wies dem Einsatz eine präventive Wirksamkeit zu. Bei 14 der anwesenden Gäste konnte ein Drogenbesitz nachgewiesen werden.

Unterdessen hat der Inhaber des Veranstaltungsortes eine rechtliche Überprüfung der Verhältnismäßigkeit der Polizeiaktion angekündigt und Betroffene dazu aufgefordert, sich zu melden. Auch einige der mutmaßlich Anwesenden haben in Diskussionsforen rechtliche Schritte angekündigt.

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  • Portal:Polizeieinsätze

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January 31, 2008

Bodensee Geschäftsklimaindex BGKI.net: Konjunktur im Bodenseeraum wird im ersten Quartal 2008 schwächer wachsen

Filed under: Konstanz,Themenportal Wirtschaft,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Bodensee Geschäftsklimaindex BGKI.net: Konjunktur im Bodenseeraum wird im ersten Quartal 2008 schwächer wachsen

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Veröffentlicht: 18:46, 31. Jan. 2008 (CET)
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Konstanz (Deutschland), 31.01.2008 – BGKI.net ist eine wirtschaftswissenschaftliche Studie des Geschäftsklimas rund um den Bodensee. Insbesondere wird untersucht, welchen Charakter die aktuelle Tendenz der Konjunktur hat und in welchen Situationen sich die verschiedenen Subgruppen der Betriebe befinden. Es werden regelmäßig halbjährlich Befragungen von Unternehmen der internationalen Bodenseeregion (Deutschland/Schweiz/Österreich/Liechtenstein) durchgeführt. Die aktuelle Auswertung bezieht sich auf die Herbstumfrage 2007.

Die Indexzahl für die aktuelle konjunkturelle Stimmungslage (viertes Quartal 2007) im Bodenseeraum steht bei 24,47 Punkten. Im Vergleich zur Vorperiode (erstes Halbjahr 2007) ein Rückgang um 1,4 Prozent, das Wirtschaftswachstum hat sich verlangsamt.

Auch für das kommende Frühjahr 2008 erwarten die Bodenseeanrainer einen Dämpfer. Die teilnehmenden Betriebe prognostizieren einen Rückgang des BGKI.net um 22,2 Prozent auf 19,04 Punkte. Die Wirtschaft wird demnach zwar immer noch ein positives Wachstum aufweisen, es wird jedoch deutlich geringer ausfallen. Das Wachstum wird dabei auch von weniger Betrieben getragen. Es ist zu erwarten, dass in Folge der Trendwende die Unterschiede zwischen einzelnen Branchen und Sektoren, jedoch auch verstärkt innerhalb der Branchen und Sektoren zunehmen werden.

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August 27, 2006

Zwei weitere Terrorverdächtige festgenommen

Zwei weitere Terrorverdächtige festgenommen

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Artikelstatus: Fertig 17:27, 27. Aug. 2006 (CEST)
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Konstanz (Deutschland), 27.08.2006 – In Konstanz wurde in den frühen Morgenstunden des 25. August ein weiterer Verdächtiger in Zusammenhang mit den fehlgeschlagenen Bombenanschlägen in deutschen Regionalzügen festgenommen. Fast zeitgleich wurde auch im Libanon ein weiterer Verdächtiger gefasst.

Der in Konstanz festgenommene Student ist laut Generalbundesanwaltschaft dem persönlichen Umfeld des am 19. August festgenommenen Youssef Mohamad El Hajdib aus Kiel zuzurechnen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Libanon

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May 12, 2005

Uralte Steinzeit-Hüte aus Süddeutschland

Uralte Steinzeit-Hüte aus Süddeutschland

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Pestenacker / Landsberg am Lech (Deutschland), 12.05.2005 – Der älteste Hut Bayerns kam bei archäologischen Ausgrabungen im Ortsteil Pestenacker von Weil (Kreis Landsberg) in Oberbayern zum Vorschein. Er wird in die Jungsteinzeit um 3500 v. Chr. datiert. Dieser Hut gilt als das älteste Textilstück Bayerns. Das teilte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege mit. Der rund 5.500 Jahre alte Fund wird jetzt restauriert.

Der Archäologe Dr. Guntram Schönfeld berichtete im Internet, die seltene Kopfbedeckung sei eine runde, zipfelmützenartige, steife Kappe mit Lederfleck als Zipfel. Sie sei “in damals zeitgemäßer Technik” aus Leinen geflochten worden. Besonders apart sähen die langen Baststreifen aus frühlingsfrischem Eichenbast aus. An dem Bast perlten einst Regentropfen gut ab.

Aus der Feuchtbodensiedlung Pestenacker ließ bereits 1992 ein uraltes Kleidungsstück aus der Jungsteinzeit aufhorchen. Damals hatte man einen großen Fetzen eines umhang- oder jackenartigen Kleidungsstückes freigelegt. “Das gemusterte, recht dekorative Fragment lässt Ötzi richtig alt aussehen”, witzelte der Archäologe Dr. Schönfeld.

In Pestenacker hatte man schon 1934 bei Bachkorrekturen eine durch einen Brand zerstörte Siedlung aus der Zeit der Altheimer Kultur (etwa 3900 bis 3500 v. Chr.) entdeckt, die nach dem Fundort Altheim (Kreis Landshut) in Niederbayern bezeichnet ist. An sie erinnerten Reste hölzerner Hüttenböden und beträchtliche Mengen an Hüttenlehm. Das Holz war meistens durch Feuer verkohlt. Vielleicht ist diese Siedlung bei einem Kampf vernichtet worden, schrieb Ernst Probst in seinem Buch “Deutschland in der Steinzeit”.

Die ältesten Hüte der Welt stammen aus der Jungsteinzeit um 4000 v. Chr. Diese etwa 6.000 Jahre alten Kopfbedeckungen wurden in der Seeufersiedlung Hornstaad-Hörnle I bei Gaienhofen-Hemmenhofen (Kreis Konstanz) am Bodensee in Baden-Württemberg entdeckt. Von ihnen blieben an diesem Fundort kegelförmige Vliesgeflechte erhalten, die als spitzhutartige Kopfbedeckungen gedeutet werden. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch “Rekorde der Urzeit”.

Die älteste Darstellung einer Kopfbedeckung ist aus dem Gravettien, einer Kulturstufe der Altsteinzeit vor mehr als 21.000 Jahren, in Frankreich bekannt. Dabei handelt es sich um ein aus Mammutelfenbein geschnitztes Köpfchen aus der Grotte du Pape von Brassempouy in Frankreich, das eine kapuzenartige Kopfbedeckung trägt.

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