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April 19, 2010

Entführung von zwei Deutschen in Nigeria

Entführung von zwei Deutschen in Nigeria

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Veröffentlicht: 18:17, 19. Apr. 2010 (CEST)
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Der Bundesstaat Abia liegt im Südosten Nigerias.

Lagos (Nigeria), 19.04.2010 – Im nigerianischen Bundesstaat Abia wurden am Sonntag, dem 18. April, nach Angaben aus Sicherheitskreisen zwei Deutsche im Alter von 45 und 55 Jahren entführt. Der Zwischenfall ereignete sich an einem Strand am Imo River. Die deutsche Botschaft hat den Vorfall bisher noch nicht bestätigt.

Einer der beiden Entführten soll in Port Harcourt arbeiten, der andere in Lagos, berichtete Agence France-Presse. Bei der Entführung handelt es sich um die zweite innerhalb von zehn Tagen. Bislang hat keine Gruppe eine Lösegeldforderung gestellt.

Seit 2006 wurden in Nigeria hunderte von Ausländern und Einheimische entführt, vor allem in der Erdölgebieten des Niger-Deltas. Die meisten von ihnen wurden nach der Zahlung eines Lösegeldes unverletzt freigelassen. Hintergrund ist, dass Militante einen angemessenen Anteil am Profit des Ölgeschäftes durchsetzen wollen. Eine Art „Waffenstillstand“ endete kürzlich.

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March 8, 2010

Wieder Tote in Nigeria durch religiös motivierte Gewalt

Wieder Tote in Nigeria durch religiös motivierte Gewalt

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Veröffentlicht: 15:20, 8. Mär. 2010 (CET)
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Jos liegt zentral in Nigeria

Lagos (Nigeria), 08.03.2010 – Viele Tote wurden in der kleinen Ortschaft Dogo Nahawa bei Jos im nigerianischen Bundesstaat Plateau gefunden. Der Augenzeuge Peter Jang, der in dem Dorf wohnt, gab an, dass Hirten der Hausa-Fulani gegen drei Uhr morgens Schüsse in die Luft abgegeben hätten und nachfolgend die Menschen, die in Panik aus ihren Hütten flüchteten, mit Macheten abschlachteten.

Gregory Yenlong, der Sprecher des Gouverneurs des Bundesstaates, teilte mit, dass womöglich bis zu 500 Personen ein Opfer des Massakers wurden. Für diese Angabe gibt es noch keine unabhängige Bestätigung. Die Al-Dschasira-Korrespondentin Yvonne Ndege meldete, dass es über die Zahl der Opfer unterschiedliche Angaben gebe. Nach den Angaben der nigerianischen Polizei wurden acht Tote gefunden. Ein Reporter von Reuters habe in dem fünf Kilometer südlich von Jos liegenden Ort 103 Leichen gezählt, doch viele Tote seien über die Felder der Umgebung des Dorfes verteilt. 18 weitere Leichen sollen in der Leichenhalle des Krankenhauses von Jos liegen. Dem Reuters-Reporter zufolge soll es sich bei vielen der Getöteten um Kinder handeln. Nach Angaben des Roten Kreuzes sind fünf- oder sechshundert Bewohner des Dorfes geflohen.

Im Januar war es in Jos zu Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen gekommen, in deren Verlauf nach amtlichen Angaben 325 Personen getötet wurden. Diese hatten sich am Streit über den Bau einer Moschee entzündet. Danach wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Jos liegt an der Grenze der überwiegend von Christen bewohnten Südhälfte des Landes und dem meist muslimischen Norden Nigerias. Deswegen kommt es immer wieder zu Gewaltausbrüchen. Diesen sind 2001 rund 1000 Menschen, 2004 etwa 700 und im Jahr 2008 rund 200 Personen zum Opfer gefallen.

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August 5, 2009

Nigerianischer Islamistenanführer getötet

Veröffentlicht: 12:36, 5. Aug. 2009 (CEST)
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Brennpunkt der Kampfe war Maiduguri im Bundesstaat Borno

Lagos (Nigeria), 05.08.2009 – Der Anführer der islamistischen Gruppierung Boko Haram, Mohammed Yusuf, wurde erschossen. Er war am Abend des 30. Juli im Ziegenstall seiner Schwiegereltern in der Stadt Kernawa verhaftet worden, nachdem ihm zuvor die Flucht aus Maiaguri gelungen war. Infolge der schweren Kämpfe zwischen der nigerianischen Armee und Islamisten im Nordosten Nigerias wurden nach Militärangaben mehr als 700 Menschen getötet. Es ist allerdings unklar, ob dabei die bereits zuvor bekanntgegebenen 400 Opfer berücksichtigt sind oder ob diese Zahl sich auf zusätzliche Tote bezieht. Nach amtlichen Angaben wurden auch zwei Soldaten und 13 Polizisten Opfer der Kämpfe. Diese waren am 26. Juli ausgebrochen und hatten sich auf vier Bundesstaaten ausgeweitet, bevor Staatspräsident Umaru Yar’Adua eine kompromisslose Niederschlagung der Unruhen angeordnet hatte.

Die British Broadcasting Corporation (BBC) berichtete am 2. August darüber, im Besitz einer Photographie zu sein, nach der Yusuf lebte, als er von der Armee gestellt wurde. Polizisten zeigten einige Stunden nach seiner Festnahme der Presse die von Projektilen durchlöcherte Leiche des Islamistenführers. Human Rights Watch hat eine Untersuchung der Umstände verlangt, die zur Tötung Yusufs führten, da es hierzu widersprüchliche Angaben gibt. „Die nigerianischen Behörden müssen unverzüglich handeln, um alle zur Rechenschaft zu ziehen, die für diese rechtswidrige Tötung verantwortlich sind, und alle anderen, die mit der neuesten Gewalt im Norden Nigerias in Verbindung stehen“, erklärte Corinne Dufka, die Abteilungsleiterin für Westafrika der Organisation Human Rights Watch.

„Ich glaube, er wurde erschossen, als er zu fliehen versuchte“, teilte zunächst der Polizeisprecher Usman Ciroma mit. Später bestand der Polizeikommissar des Bundesstaates Borno jedoch darauf, dass Mohammed Yusuf bei einem Schusswechsel während seiner Festnahme Verletzungen erlitten habe, die er nicht überlebt habe. Dem widersprechen die Angaben von Ben Ahanoto, dem Sicherheitschef in der Stadt. Dieser erklärte, er habe Yusuf selbst gefangen genommen und der Polizei überstellt. Der 39-jährige Yusuf habe eine Verletzung am Arm gehabt, die bereits verbunden gewesen wäre. Dieser Verband ist auf dem Photo erkennbar, das die BBC veröffentlichte. Dora Akunyili, die nigerianische Informationsministerin, begrüßte den Tod Yusufs. „Was wichtig ist, ist, dass er aus dem Weg geräumt wurde, um ihn daran zu hindern, Menschen zur Verbreitung von Chaos zu benutzen“, sagte Akunyili. Sie betonte aber, die nigerianische Regierung würde standrechtliche Tötungen nicht unterstützen.

Polizeieinheiten haben zwischenzeitlich weitere 140 Frauen und Kinder aus einem Haus in Maiduguri befreit, in dem sie eingeschlossen waren. Dabei soll es sich um Familienmitglieder von Boko-Haram-Angehörigen handeln, die offenbar gezwungen wurden, sich in der Nähe der Kampfhandlungen aufzuhalten.

Die Toten wurden inzwischen in Massengräbern beerdigt, da die Verwesung bereits eingesetzt hatte, teilte Oberst Ahanotu mit.

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July 31, 2009

Hunderte von Toten bei Kämpfen zwischen Armee und Islamisten im Nordosten Nigerias

Hunderte von Toten bei Kämpfen zwischen Armee und Islamisten im Nordosten Nigerias

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Veröffentlicht: 16:21, 31. Jul. 2009 (CEST)
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Karte der nigerianischen Bundesstaaten

Lagos (Nigeria), 31.07.2009 – Bei heftigen Kämpfen zwischen der nigerianischen Armee und islamistischen Militanten sind seit dem 26. Juli mindestens 300 Personen getötet wurden. Agence France-Press gab die Zahl der Opfer mit mehr als 600 an. Unter den Getöteten soll auch der Stellvertreter der Gruppierung Boko Haram sein. Abubakar Schekau soll nach Polizeiangaben und Augenzeugenberichten unter den etwa 200 Personen sein, die bei einem nächtlichen Angriff der nigerianischen Armee in der Stadt Maiduguri erschossen wurden. Das Haus des Anführers der Gruppe, Muhammad Yussuf, wurde von der Armee ebenfalls bombardiert. Dieser soll mit 300 seiner Anhänger geflohen sein.

Nigerias Staatspräsident Umaru Yar’Adua hatte eine Niederschlagung der Angriffe befohlen. Brigadegeneral Chris Olukolade erklärte gegenüber der Presse, dass die Situation in Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates Borno, nun unter Kontrolle sei und die Militanten nur wenig Gegenwehr leisten würden. „Wir sichteten Dutzende der Mitglieder von Boko Haram auf der Flucht. Sie stoppten kurz, rasierten ihre Haare und Bärte und warfen ihre Dschellabayas weg [und tauschten sie] in T-Shirts und Jeans, bevor sie weitergingen“, berichtete Hamad Bulunkutu, ein Augenzeuge, gegenüber AFP.

Die Kämpfe waren am 26. Juli im nigerianischen Bundesstaat Bauchi ausgebrochen, wo mit Macheten, Messern und selbstgemachten Sprengkörpern bewaffnete Militante die Polizeistation und Regierungsangehörige in der Stadt angegriffen haben. Sie weiteten sich inzwischen auf mindestens vier Bundesstaaten aus. Die oft als nigerianische Taliban bezeichnete Gruppierung kämpft für die Einführung der Scharia im ganzen Land und verlangt die Abschaffung des säkularen Bildungssystems in Nigeria. Bislang gilt das islamische Recht nur in zwölf Bundesstaaten. Die 140 Millionen Einwohner des Landes sind fast gleichmäßig auf den überwiegend christlichen Süden und den weitgehend muslimischen Norden verteilt. 2001 waren mehr als 700 Personen bei religiösen Kämpfen in Jos getötet wurden, weitere 500 fielen 2004 Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Christen in Yelwa zum Opfer. 2008 sollen Polizisten und Soldaten mindestens 113 Menschen bei Unruhen zwischen Christen und Muslimen getötet haben, erklärte Human Rights Watch bei einer Anhörung. Die meisten davon seien junge, muslimische Männer gewesen.

In dem Hauptquartier von Boko Harami hatten sich etwa 1.000 Militante aufgehalten. Nach Angaben des Polizeisprechers Emmanuel Ojukwu befreiten Polizisten 187 Frauen und Kinder, die von den Islamisten in dem Lager festgehalten und von der Außenwelt abgeschirmt worden seien.

Durch die Kämpfe sind nach Angaben von Hilfsorganisationen mindestens 4.000 Menschen geflohen. Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon zeigte sich besorgt über den Gewaltausbruch.

Quellen

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July 30, 2009

Hunderte von Toten bei Kämpfen zwischen Armee und Islamisten im Nordosten Nigerias

Im Entstehen
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Karte der nigerianischen Bundesstaaten

Lagos (Nigeria), 30.07.2009 – Bei heftigen Kämpfen zwischen der nigerianischen Armee und islamistischen Militanten sind seit dem 26. Juli mindestens 300 Personen getötet wurden. Agence France-Press gab die Zahl der Opfer mit mehr als 600 an. Unter den getöteten soll auch der Stellvertreter der Gruppierung Boko Haram sein. Abubakar Schekau soll nach Polizeiangaben und Augenzeugenberichten unter den etwa 200 Personen sein, die bei einem nächtlichen Angriff der nigerianischen Armee in der Stadt Maiduguri erschossen wurden. Das Haus des Anführers der Gruppe, Muhammad Yussuf wurde von der Armee ebenfalls bombardiert. Dieser soll mit 300 seiner Anhänger geflohen sein.

Nigerias Staatspräsident Umaru Yar’Adua hatte eine Niederschlagung der Angriffe befohlen. Brigadegeneral Chris Olukolade erklärte gegenüber der Presse, dass die Situation in Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates Borno, nun unter Kontrolle sei und die Militanten nur wenig Gegenwehr leisten würden. „Wir sichteten Dutzende der Mitglieder von Boko Haram auf der Flucht. Sie stoppten kurz, rasierten ihre Haare und Bärte und warfen ihre Dschellabayas weg [und tauschten sie] in T-Shirts und Jeans, bevor sie weitergingen“. berichtete gegenüber AFP Hamad Bulunkutu, ein Augenzeuge.

Die Kämpfe waren am 26. Juli im nigerianischen Bundesstaat Bauchi ausgebrochen, wo mit Macheten, Messern, und selbstgemachten Sprengkörpern bewaffnete Militante die Polizeistation und Regierungsangehörige in der Stadt angegriffen haben. Sie weiteten sich inzwischen auf mindestens vier Bundesstaaten aus. Die oft als nigerianische Taliban bezeichnete Gruppierung kämpft für die Einfuhrung der Schari’a im ganzen Land und verlangt die Abschaffung des säkulären Bildungssystems in Nigeria. Bislang gilt das islamische Recht nur in zwölf Bundesstaaten. Die 140 Millionen Einwohner des Landes sind fast gleichmäßig auf den überwiegend christlichen Süden und den weitgehend muslimischen Norden verteilt. 2001 waren mehr als 700 Personen bei religiösen Kämpfen in Jos getötet wurden, weitere 500 fielen 2004 Auseiandersetzungen zwischen Muslimen und Christen in Yelwa zum opfer. 2008 sollen Polizisten und Soldaten mindestens 113 Menschen bei Unruhen zwischen Christen und Muslimen getötet haben, erklärte Human Rights Watch bei einer Anhörung. Die meisten davon seien junge, muslimische Männer gewesen.

In dem Hauptquartier von Boko Harami hatten sich etwa 1000 Militante aufgehalten. Nach Angaben des Polizeisprechers Emmanuel Ojukwu befreiten Polizisten 187 Frauen und Kinder, die von den Islamisten in dem Lager festgehalten und von der Außenwelt abgeschirmt worden seien.

Durch die Kämpfe sind nach Angaben von Hilfsorganisationen mindestens 4000 Menschen geflohen. Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon zeigte sich besorgt über den Gewaltausbruch.

[Bearbeiten] Quellen

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Hunderte von Toten bei Kämpfen zwischen Armee und Islamisten im Nordosten Nigerias

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Karte der nigerianischen Bundesstaaten

Lagos (Nigeria), 30.07.2009 – Bei heftigen Kämpfen zwischen der nigerianischen Armee und islamistischen Militanten sind seit dem 26. Juli mindestens 300 Personen getötet wurden. Agence France-Press gab die Zahl der Opfer mit mehr als 600 an. Unter den getöteten soll auch der Stellvertreter der Gruppierung Boko Haram sein. Abubakar Schekau soll nach Polizeiangaben und Augenzeugenberichten unter den etwa 200 Personen sein, die bei einem nächtlichen Angriff der nigerianischen Armee in der Stadt Maiduguri erschossen wurden. Das Haus des Anführers der Gruppe, Muhammad Yussuf wurde von der Armee ebenfalls bombardiert. Dieser soll mit 300 seiner Anhänger geflohen sein.

Nigerias Staatspräsident Umaru Yar’Adua hatte eine Niederschlagung der Angriffe befohlen. Brigadegeneral Chris Olukolade erklärte gegenüber der Presse, dass die Situation in Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates Borno, nun unter Kontrolle sei und die Militanten nur wenig Gegenwehr leisten würden. „Wir sichteten Dutzende der Mitglieder von Boko Haram auf der Flucht. Sie stoppten kurz, rasierten ihre Haare und Bärte und warfen ihre Dschellabayas weg [und tauschten sie] in T-Shirts und Jeans, bevor sie weitergingen“. berichtete gegenüber AFP Hamad Bulunkutu, ein Augenzeuge.

Die Kämpfe waren am 26. Juli im nigerianischen Bundesstaat Bauchi ausgebrochen, wo mit Macheten, Messern, und selbstgemachten Sprengkörpern bewaffnete Militante die Polizeistation und Regierungsangehörige in der Stadt angegriffen haben. Sie weiteten sich inzwischen auf mindestens vier Bundesstaaten aus. Die oft als nigerianische Taliban bezeichnete Gruppierung kämpft für die Einfuhrung der Schari’a im ganzen Land und verlangt die Abschaffung des säkulären Bildungssystems in Nigeria. Bislang gilt das islamische Recht nur in zwölf Bundesstaaten. Die 140 Millionen Einwohner des Landes sind fast gleichmäßig auf den überwiegend christlichen Süden und den weitgehend muslimischen Norden verteilt. 2001 waren mehr als 700 Personen bei religiösen Kämpfen in Jos getötet wurden, weitere 500 fielen 2004 Auseiandersetzungen zwischen Muslimen und Christen in Yelwa zum opfer. 2008 sollen Polizisten und Soldaten mindestens 113 Menschen bei Unruhen zwischen Christen und Muslimen getötet haben, erklärte Human Rights Watch bei einer Anhörung. Die meisten davon seien junge, muslimische Männer gewesen.

In dem Hauptquartier von Boko Harami hatten sich etwa 1000 Militante aufgehalten. Nach Angaben des Polizeisprechers Emmanuel Ojukwu befreiten Polizisten 187 Frauen und Kinder, die von den Islamisten in dem Lager festgehalten und von der Außenwelt abgeschirmt worden seien.

Durch die Kämpfe sind nach Angaben von Hilfsorganisationen mindestens 4000 Menschen geflohen. Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon zeigte sich besorgt über den Gewaltausbruch.

[Bearbeiten] Quellen

[Datuim=30.07.2009“ englischsprachige Quelle

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April 24, 2007

Wahlergebnis in Nigeria: Präsident jubelt, Opposition tobt

Wahlergebnis in Nigeria: Präsident jubelt, Opposition tobt

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Artikelstatus: Fertig 17:11, 24. Apr. 2007 (CEST)
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Lagos (Nigeria), 24.04.2007 – Der offizielle Sieger der Präsidentschaftswahlen vergangenen Samstag, dem 21. April, in Nigeria heißt Umaru Yar’Adua, der Favorit des amtierenden Präsidenten Olusegun Obasanjo und Kandidat der People’s Democratic Party (PDP). Es könnte der erste Machtwechsel sein, der durch Wahlen entschieden wird, seitdem das Land 1960 von Großbritannien unabhängig wurde. Aber Nigerias Weg zur Demokratie führt offenbar über steinige Pfade: Gewalt, Korruption und Betrug lauten die Vorwürfe. Unabhängige einheimische Beobachter stellen das Ergebnis in Frage wie auch ihre Kollegen aus dem Ausland.

„Ich bin sehr besorgt“, sagte Max van den Berg. Er beobachtete mit seinem Team die Wahl im Auftrag der EU. Auch die Opposition fühlt sich betrogen: In ihren Hochburgen hätten Wahlzettel gefehlt, andere sollen bereits ausgefüllt gewesen sein; Wahllokale seien gar nicht, zu spät oder nur kurz geöffnet worden; kriminelle Banden sollen Wahlurnen gestohlen haben; die Polizei vereitelte einen Anschlag auf den Sitz der Wahlkommission in der nigerianischen Hauptstadt; Soldaten töteten drei Jugendliche, die wegen verschwundener Wahlzettel randalierten und Autos zerstörten.

Der nigerianische Vizepräsident Atiku Abubakar sprach von „Einschüchterung, Betrug und geringer Wahlbeteiligung“. Seine Kandidatur für den Action Congress (AC) war noch kurz vor der Wahl strittig: Die Regierung warf ihm Bestechung und die Veruntreuung von 125 Millionen US-Dollar aus der Staatskasse vor. Daraufhin wurde er als Kandidat ausgeschlossen. Ein Gericht hob den Beschluss rechtzeitig vor der Wahl auf. Abubakar hatte sich mit dem amtierenden Präsidenten Obasanjo zerstritten, nachdem dessen Antrag, für weitere vier Jahre gewählt zu werden, im Parlament gescheitert war. Wie der Präsident der Vereinigten Staaten darf auch der Präsident Nigerias nur acht Jahre im Amt bleiben.

Opposition und unabhängige Wahlbeobachter fordern inzwischen neue Wahlen: „Man kann einen neuen Präsidenten nicht auf der Grundlage von Ergebnissen aus dem halben Land ausrufen“, sagte Innocent Chukwuma, Leiter der TMG, der größten Gruppe der einheimischen Wahlbeobachter.

Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas, Mitglied der OPEC und Afrikas größter Erdölproduzent. Mehr als 90 Prozent der Einnahmen aus dem Erdölgeschäft fließen in die Staatskasse. Korruption und Vetternwirtschaft sorgen dafür, dass von Nigerias Ölreichtum nur wenige profitieren. Die Antikorruptionsbehörde schätzt, dass seit 1960 mehr als 380 Milliarden Euro verschwunden sind – aus der Staatskasse in den privaten Geldbeutel von Politik und Wirtschaft.

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  • Portal:Wahlen

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December 28, 2006

Viele Tote bei Explosion einer Treibstoff-Pipeline in Nigeria

Viele Tote bei Explosion einer Treibstoff-Pipeline in Nigeria

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Artikelstatus: Fertig 20:44, 28. Dez. 2006 (CET)
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Lagos (Nigeria), 28.12.2006 – Bei der Explosion einer Treibstoff-Pipeline, die von der staatliche Gesellschaft „Nigeria National Petroleum Corporation“ betrieben wird, sind vorgestern viele Menschen ums Leben gekommen. Das Rote Kreuz berichtete zu diesem Zeitpunkt von etwa 200 Toten, deren Zahl aber gemäß Ige Oladimeji vom nigerianischen Roten Kreuz noch steigen könnte. Der Unglücksort befindet sich in Abule Egba, einem mit vielen Menschen besiedelten Wohnort bei der nigerianischen Hafenstadt Lagos. Augenzeugen berichteten, an besagter Stelle hätten unzählige bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Leichen gelegen. 60 Menschen seien mit starken Verbrennungen in Krankenhäuser eingeliefert worden.

Die Unglücksursache könnte das Wirken von Treibstoffdieben gewesen sein, die nachts die Leitung angezapft hätten. Noch Stunden nach dem Unglück waren über dem Wohnort dichte Rauchwolken zu sehen.

In der Vergangenheit war es bereits mehrfach zu solchen Unfällen gekommen. Im Mai 2006 kamen bei einem ähnlichen Vorfall 200 Menschen ums Leben.

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May 12, 2006

Explosion einer Pipeline bei Lagos

Explosion einer Pipeline bei Lagos – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Explosion einer Pipeline bei Lagos

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Artikelstatus: Fertig 20:27, 12. Mai 2006 (CEST)
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Lagos (Nigeria), 12.05.2006 – Heute explodierte bei Ilado, einem Dorf in der Nähe der Stadt Lagos, eine beschädigte Erdölpipeline. Okon Umoh, ein Sprecher des nigerianischen Roten Kreuzes, sagte, dass ein großes Feuer entstanden sei und einige Menschen gestorben seien. Einwohner der Großstadt Lagos berichten von aufsteigendem dicken schwarzen Rauch. Die Explosion ereignete sich, als Anwohner sich bei der beschädigten Pipeline versammelt hatten, um ausströmendes Erdöl abzuschöpfen. Die Feuerwehr und Helfer des nigerianischen Roten Kreuzes befinden sich vor Ort, um das Feuer zu löschen und Verletzten zu helfen.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf das nigerianische Rote Kreuz davon, dass Diebe ein Loch in die Pipeline gebohrt haben. Benzin und Erdöldiebstahl soll laut Reuters in Nigeria häufig vorkommen. Abiodun Orebiyi, Generalsekretär des nigerianischen Roten Kreuzes, rief die Bevölkerung strengstens dazu auf, dieses gefährliche Vorgehen zu unterlassen. Seinen Angaben zufolge wurden am Unglücksort Reste von etwa 500 Kanistern gefunden, in die das Erdöl abgefüllt werden sollte. Emmanuel Adebayo, ein Kommissar der Polizei des Bundesstaates Lagos, schätzt, dass bei dem Brand zwischen 100 und 200 Menschen ums Leben gekommen sind. Viele der Toten können nicht identifiziert werden, einige wurden ins Meer geschwemmt. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP, der sich vor Ort befand, berichtet von verbrannten Überresten eines Bootes, in dem sich tote Menschen befanden. Das nigerianische Fernsehen zeigte keine Bilder vom Unglücksort. Auch wollten die Behörden den Brand zuerst nicht bestätigen.

Die Erdölpipeline, die dicht unter der Oberfläche des Inagbe-Strands verläuft, befindet sich im Besitz des staatlichen Unternehmens „Nigerian National Petroleum Corporation“ (NNPC). Die Pipeline beliefert das „Atlas Cove Depot“, das den Südwesten Nigerias mit Erdöl versorgt. Das Gebiet am Strand ist unbewohnt. Im letzten Jahr starben in Ilado bei einem ähnlichen Unfall 50 Menschen. Nigeria zählt zu den größten Erdölproduzenten der Welt. Dennoch lebt ein Großteil der Bevölkerung des Landes in Armut. Im erdölreichen Nigerdelta im Osten Nigerias kommt es häufig zu Unruhen.

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October 23, 2005

Boeing 737 mit 114 Menschen an Bord in Nigeria abgestürzt

Boeing 737 mit 114 Menschen an Bord in Nigeria abgestürzt

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Artikelstatus: Fertig 23:10, 27. Okt. 2005 (CEST)
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Abuja (Nigeria), 23.10.2005 – Eine Boeing 737 der nigerianischen Fluggesellschaft „Bellview Airlines“ mit 114 Menschen an Bord ist gestern Abend gegen 19:00 Uhr (Ortszeit) in Nigeria abgestürzt.

Die Maschine befand sich auf dem Weg von Lagos nach Abuja, als sie etwa drei Minuten nach dem Start in Lagos von den Radarschirmen der Fluglotsen verschwand. Nachdem die Maschine mehrere Stunden als vermisst galt, wurde sie mitten in der Nacht nach einer großangelegten Suchaktion per Hubschrauber gefunden. Zum Zeitpunkt des Absturzes herrschte in der Umgebung von Lagos schlechtes Wetter.

Unter den 108 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern der Boeing befanden sich nach ersten Vermutungen auch hochrangige Politiker Nigerias. Die Bergung der Toten kann erst nach Tagesanbruch beginnen. Erst dann wird Gewissheit bestehen, wer dabei ist.

Die Fluggesellschaft „Bellview Airlines“ hatte bisher in Nigeria einen guten Ruf in Bezug auf die Sicherheit ihrer Flugzeuge. Bellview gehört einem privaten Luftfahrtunternehmen und bedient Strecken in Westafrika. Zur Flotte Bellviews gehören überwiegend Boeing-Maschinen des Typs 737.

Die Ermittlungen zur Feststellung der Absturzursache sind angelaufen.

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  • Portal:Luftfahrt
  • Themenportal Boeing

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