WikiNews de

March 5, 2012

Weitere Tornadoserie in den Vereinigten Staaten – viele Tote

Weitere Tornadoserie in den Vereinigten Staaten – viele Tote

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 23:52, 5. Mär. 2012 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Neben Hagel und Sturmböen verzeichnete der National Weather Service (NWS) am 2. März 95 Tornados (rot).

Atlanta (Vereinigte Staaten), 05.03.2012 – Mindestens 39 Menschen starben während einer Tornadoserie in den Bundesstaaten Indiana, Kentucky, Ohio und Alabama. Viele Menschen in den betroffenen Regionen wurden mit Verletzungen und aufgrund erlittener Schocks in Krankenhäusern behandelt. Insgesamt wurden am Freitag und Samstag in zwölf Bundesstaaten im Mittleren Westen und im Süden der Vereinigten Staaten mehr als 100 Tornados beobachtet. 20 Personen kamen durch Tornados in Kentucky ums Leben, dreizehn in Indiana, drei in Ohio und jeweils einer in Alabama und Georgia. Insgesamt 17 Millionen Bewohner leben in den von der Tornadoserie betroffenen Gebieten.

Mit am schwersten getroffen hat es die im Süden des Bundesstaates Indiana liegende Stadt Henryville. Ein Tornado der Kategorie EF-4 der erweiterten Fujita-Skala war auf eine Schule getroffen. Die meisten der Schüler waren vorzeitig nach Hause geschickt worden, doch rund vierzig Grundschüler harrten im Bürobereich des Schulkomplexes aus. Sie kamen mit dem Schrecken davon. Andere Bewohner des Ortes, der am Samstag von zwei Tornados getroffen wurde, hatten nicht so viel Glück. Nur unweit der Schule wurde ein 64-jähriger Mann getötet. Seine Frau wurde etwa zehn Meter weiter schwerverletzt aufgefunden. Das Ehepaar hatte vergeblich im Innern seines Wohnhauses Zuflucht gesucht. Östlich der Stadt fanden Retter in einem Feld unweit ihres völlig zerstörten Hauses die Leichen eines vierjährigen Kindes und dessen Großeltern. Wie Joe Sullivan vom National Weather Service (NWS) sagte, zog dieser Tornado eine etwa 84 Kilometer lange und 140 Meter breite Schneise der Zerstörung. Nur etwa zwei Prozent der allgemein beobachteten Tornados erreichen eine ähnliche Intensität. In der Kategorie EF-4 werden Tornados eingestuft, deren Windgeschwindigkeiten zwischen 267 und 322 km/h liegen.

Vollständig zerstört wurde nach Angaben des Sheriffs des Clark Countys auch die Stadt Marysville, ebenfalls im Süden von Indiana. „Wir sahen dies kommen“, sagte Sheriff Danny Rodden. „Wir beobachteten das Wetter, wie alle anderen. Es war das schlimmstmögliche Szenario, das eintrat. Man kann sich darauf nicht vorbereiten.“

Dieses Luftbild zeigt West Liberty, Kentucky, wo am 2. März ein Tornado der Kategorie EF-3 der erweiterten Fujita-Skala durchgezogen war.

Foto: Allen Bolling, NOAA

Die Stadt West Liberty in Kentucky wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Insbesondere an der Hauptstraße des Orte wurden zahlreiche Gebäude völlig plattgemacht, Autos wirbelten durch die Luft. „Da ist gar nichts mehr übrig von dieser Stadt. Es ist wirklich eine Tragödie“, sagte David Wilson, ein Einwohner der Stadt.

Im Washington County Indianas starben ein junges Ehepaar und zwei ihrer drei Kleinkinder. Ein 14 Monate altes Mädchen wurde nach dem Tornado in einem Feld in der Umgebung gefunden. Es wurde in kritischem Zustand in ein Kinderkrankenhaus in Louisville gebracht, wo es am Sonntag seinen schweren Verletzungen erlag. Die Familie war von dem Luftwirbel erfasst und etwa einhundert Meter weit mitgerissen worden.

Jeremy Heidt, ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde von Tennessee, teilte mit, dass in dem Bundesstaat aus neun Countys Berichte über gesichtete Tornados eingegangen sind, 29 Personen wurden in Tennessee durch die Unwetter verletzt.

In Alabama verzeichnete der NWS mindestens sechs verschiedene Tornados, mindestens zweihundert Häuser wurden zestört oder schwer beschädigt. Ein EF-2-Tornado in der Stadt Harvest nahm fast genau denselben Weg wie ein Tornado der höchsten Kategorie bei der Tornadoserie vom 27. April 2011. „Es ist schwer, aber ich werde mein Haus wiederaufbauen“, sagte Vince Thompson, dessen schwer beschädigtes Haus nach dem Durchgang der Windhose vor zehn Monaten abgerissen werden musste. „Ich hätte nie darauf gewettet, dass dies noch einmal geschehen könnte.“ Seine Nachbarin Tonya King bezeichnete die Katastrophe als niederschmetternder als beim ersten Mal, „weil man nicht wirklich genug Zeit hatte, über das erste Mal hinwegzukommen, es war noch zu frisch. Wir hatten unser neues Haus erhalten und bereiteten Einzugspartys für unsere Freunde vor, die alle gerade in ihre Häuser gezogen waren, und dann passiert dieser Schaden von neuem.“

Der Bundesstaat Georgia war vor allem im Norden betroffen, doch zwei dieser Tromben wurden im Lanier County, etwa fünfzig Kilometer nördlich der Grenze zu Florida beobachtet. Im Paulding County wurden zwei Grundschulen, ein Regionalflugplatz sowie mehrere Häuser beschädigt, teilte Ashley Henson vom Büro des Sheriffs mit. Henson bezeichnete es als Wunder, dass trotz der Schäden im Paulding County keine Person selbst zu Schaden gekommen sei, doch ein Todesopfer wurden den Behörden Georgias aus Alpharetta gemeldet, einem Vorort nördlich von Atlanta.

In der Nähe von Charlotte, North Carolina zog ein Tornado eine sechs Kilometer lange und 60 Meter breite Spur der Verwüstung durch das East Mecklenburg County und das benachbarte Cabarrus County. Mindestens 20 Häuser wurden hier beschädigt, sechs von ihnen erheblich. Drei Personen wurden verletzt. In Ohio wurden durch die Auswirkungen der Wirbelstürme zwei Personen in Bethel und eine weitere in Moscow getötet. Beide Ortschaften liegen im Clermont County im Südwesten des Bundesstaates.

Der neuerliche Ausbruch ereignete sich nur zwei Tage nach einer Tornadoserie, bei der am Dienstag und Mittwoch in den Bundesstaaten Kansas, Missouri, Illinois und Tennessee zwölf Personen starben und in deren Verlauf die Stadt Harrisburg in Illinois weitgehend dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Wetter
  • Zwölf Tote nach Tornados im US-Mittelwesten (02.03.2012)
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Tornado Outbreak vom 2./3. März 2012“.

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 2, 2012

Zwölf Tote nach Tornados im US-Mittelwesten

Zwölf Tote nach Tornados im US-Mittelwesten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:42, 2. Mär. 2012 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Für sechs Bundesstaaten westlich der Appalachen hat der Wetterdienst Tornadowarnungen ausgesprochen (lila). In Teilen der Bundesstaaten Kansas und Illinois wurde der Notstand ausgerufen (gelb) und in Missouri im Mittleren Westen wurde der Ausnahmezustand erklärt (rot).

Atlanta (Vereinigte Staaten), 02.03.2012 – Mindestens zwölf Tote haben verschiedene Tornados in den US-Bundesstaaten Illinois, Kansas und Missouri gefordert. Betroffen waren sechs Bundesstaaten des US-amerikanischen Mittelwestens. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben die Behörden mindestens 16 dieser gefährlichen Wirbelstürme verzeichnet. Beim schwersten Zwischenfall, einem Tornado, der vorläufig in der Kategorie F4 der erweiterten Fujita-Skala eingestuft wurde, starben in Harrisburg, Illinois, sechs Menschen; hunderte weitere wurden verletzt.

In Missouri wurde der Ausnahmezustand erklärt. Erst im Mai 2011 war Missouri von einem noch schwereren Tornado der Kategorie F5 getroffen worden. Für Teile von Kansas und Illinois wurde der Notstand ausgerufen, und die Bevölkerung in den Bundesstaaten Mississippi, Alabama, Tennessee, Kentucky, West Virginia und Ohio wird gewarnt, da die Stürme sich in östlicher Richtung bewegen.

In Illinois wurde ein ganzes Haus in die Luft gewirbelt, zwei Einkaufszentren zerstört, und die Stürme demolierten sogar die Außenwand eines Krankenhauses in Harrisburg. Eine Krankenschwester des Krankenhauses sagte dem Fernsehsender Cable News Network (CNN): „Es hörte sich an wie eine Explosion, als die Fenster und die Wand plötzlich weggerissen wurden.“ „Ich wachte heute morgen auf und sah heraus und sah zerstörte Häuser“, sagte Steven Scharmanzer aus Branson dem Sender. „In den 20 Jahren, die ich hier lebe, habe ich so etwas noch nie gesehen.“ Die Schneise der Zerstörung sei mehrere Kilometer lang und drei bis vier Fußballfelder breit, bemerkte der Bürgermeister von Harrisburg Eric Gregg gegenüber CNN.

Eine zerstörte Tankstelle in Harrisburg, Illinois

Das Zentrum für Sturmvorhersagen der Vereinigten Staaten hatte anschließend seine Vorwarnung für kommendes Unwetter für den Südosten der Vereinigten Staaten und die Mittelatlantikstaaten der Vereinigten Staaten von „moderat“ auf „leicht“ reduziert; die Gefahr für Tornados bis gestern Morgen betrug demnach nur fünf Prozent. Im Januar 2012 hatte der nationale Wetterdienst (NWS) 95 Tornados verzeichnet, gegenüber 16 im gleichen Zeitraum 2011.

Der CNN Metereologe Sean Morris erklärte, die Tornados entstünden durch warme, feuchte Luft vom Golf von Mexiko, die mit kalter Luft aus Kanada kollidiere; starke Winde in den oberen Windebenen, die mit der Höhe die Richtung und Geschwindigkeit wechselten (Windscherung), würden günstige Bedingungen für Tornados schaffen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 23, 2011

Troy Davis durch Giftspritze hingerichtet

Troy Davis durch Giftspritze hingerichtet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 05:02, 23. Sep. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Injektionsraum von St. Quentin (Archivbild von 2010)

Atlanta (Vereinigte Staaten), 23.09.2011 – Die umstrittene Hinrichtung des angeblichen Polizistenmörders Troy Davis, eines 42-jährigen Schwarzen, ist im Bundesstaatsgefängnis von Jackson in Georgia am gestrigen Mittwoch um 23.08 Uhr Ortszeit (05.08 Uhr MESZ) durch die Giftspritze trotz massiver Proteste aus der Bevölkerung vollstreckt worden. Zwanzig Jahre lang saß er vermutlich völlig zu Unrecht in einer Todeszelle und hatte auch stets seine Unschuld beteuert.

Der Afroamerikaner soll 1989 in Savannah einen jungen weißen Polizeibeamten umgebracht haben, doch die tatsächliche Schuldfrage erscheint ungeklärt. Eine Tatwaffe, DNA-Spuren oder Fingerabdrücke, die auf ihn als Täter hingedeutet hätten, wurden nie gefunden.

Sieben von neun Zeugen, die ihn als Täter genannt hatten, zogen ihre Aussagen später zurück. Einige von ihnen sagten, sie seien von Polizisten zu den Aussagen gezwungen worden. Davis′ Anwalt Brian Kammer hatte in seinen Anträgen an die Gerichte geschrieben, dass neue Beweise zur Entlastung seines Mandanten vorlägen. Heinz Patzelt, Generalsekretär von Amnesty International Österreich, sprach in einem Interview mit dem ORF von einem „rassistischen Urteil“.

Zwei Versuche, durch die neuen Beweise eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen, wurden aus verfahrensrechtlichen Gründen von den zuständigen Bundesgerichten abgelehnt. 2009 wandte Davis sich direkt an das oberste Bundesgericht. Dieses genehmigte eine Anhörung vor dem zuständigen Bundesbezirksgericht. Angesichts der Beweislast, durch „klare und überzeugende Beweise nachzuweisen, dass kein vernünftiger Juror ihn unter Berücksichtigung der neuen Beweise verurteilen würde” scheiterte diese Berufung. Der Begnadigungsausschuss des Bundesstaates Georgia, der an diese Beweislast nicht gebunden ist, weigerte sich am Dienstag ebenfalls, Davis zu begnadigen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Vereinigte Staaten

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 28, 2011

Verheerende Stürme in den USA: Über 220 Tote

Verheerende Stürme in den USA: Über 220 Tote

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 23:15, 28. Apr. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Lage von Alabama in den Vereinigten Staaten

Atlanta (Vereinigte Staaten), 28.04.2011 – Bei der schlimmsten Sturmkatastrophe der letzten 40 Jahre suchten heute über 160 Wirbelstürme den Süden der Vereinigten Staaten heim. Sie hinterließen ein Bild der Verwüstung. Autos wirbelten durch die Luft, tausende Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht, Bäume entwurzelt und auf Hochspannungsleitungen geschleudert. Die New York Times meldet 200 Todesopfer in der betroffenen Region. Andere Medien gehen von bis zu 230 Toten aus. In mehreren Bundesstaaten (Alabama, Arkansas, Kentucky, Mississippi, Missouri, Tennessee und Oklahoma) wurde der Notstand ausgerufen. Mehrere Gouverneure riefen die Nationalgarde zu Hilfe. Der nationale Wetterdienst der USA warnt vor weiteren Tornados, Hagel, Überschwemmungen und Blitzschlag in einem Gebiet, das vom Golf von Mexiko bis zu den Großen Seen im Norden und zur Atlantikküste reicht.

Die größten Schäden gab es in Alabama, hier insbesondere in der Stadt Tuscaloosa, die rund 95.000 Einwohner hat. Bürgermeister Walter Maddox sagte gegenüber CNN, ein Tornado habe „Häuserblock für Häuserblock ausradiert“. Er sprach von einer elf Kilometer langen Schneise der Zerstörung quer durch die Universitätsstadt. Die New York Times meldet allein in Alabama im Verlauf des Donnerstags 131 Tote. Laut Associated Press gab es im Bundesstaat Mississippi 32 Tote, 13 in Georgia, 16 Tote in Tennessee und 8 in Virginia sowie ein Todesopfer in Kentucky. Die Zahl der Toten, die von den Medien verbreitet werden, stieg den ganzen Tag über ständig an. Zwischen Tennessee und Mississippi sind hunderttausende Menschen ohne Strom. Der Sturm zerstörte tausende Häuser und entwurzelte Bäume. Im Bundesstaat Missouri traten Flüsse über die Ufer. Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

KKW „Browns Ferry“ am Tennessee River

Nahe Athens im Bundesstaat Alabama wurde die externe Stromversorgung des Kernkraftwerks Browns Ferry wegen zerstörter Hochspannungsleitungen unterbrochen. Alle drei Reaktorblöcke des Kernkraftwerks am Tennessee River wurden automatisch heruntergefahren. Die für den Notstrom vorhandenen Dieselgeneratoren übernahmen die Kühlung der Kernbrennstäbe des Kernkraftwerks, das 2,6 Millionen Haushalte mit Strom versorgt. Wann das Kraftwerk wieder ans Netz gehen kann, ist noch unklar. Die US-Atomsicherheitsbehörde stufte den Vorfall in die niedrigste Gefahrenkategorie ein.

Den Menschen in den Vereinigten Staaten stehen im Sommer weitere schwere Unwetter bevor. Die Hurrikan-Saison beginnt am 1. Juni und dauert bis zum 30. November.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 26, 2008

Boeing will Reichweite eines 777-Modells vergrößern

Boeing will Reichweite eines 777-Modells vergrößern

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:04, 26. Mär. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Atlanta (Vereinigte Staaten), 26.03.2008 – Die Firma Boeing will die Reichweite eines Modells ihrer 777-Modellfamilie vergrößern. Grund für diese Maßnahme ist, dass Airbus mit dem „A350-900R XWB“ ein Konkurrenzmodell entwickelt, das im Jahr 2016 auf den Markt kommen soll. Durch den Einsatz einer neuen Ausbaustufe der GE90-Triebwerke und die Erhöhung des Tankvolumens soll es für die 777-200LR möglich werden, größere Strecken ohne Zwischenlandung zu fliegen. Die Reichweite des Modells soll so um 12 bis 15 Prozent steigen.

Die 777-200LR hat 2005 ihren Jungfernflug absolviert. Delta Air Lines hatte sich kürzlich eine Erhöhung der Reichweite gewünscht. Am 29. Februar dieses Jahres wurde das erste Modell einer 777-200LR an die Fluggesellschaft ausgeliefert. Insgesamt hat Delta Air Lines acht Maschinen bestellt. Der Heimatflughafen ist Atlanta.

Am 10. November 2005 stellte eine Maschine dieses Typs einen neuen Weltrekord auf. Bei einem kommerziellen Non-Stop-Flug legte sie 21.601 Kilometer zurück. Sie startete in Hongkong und landete in London Heathrow. Der Flug dauerte 22 Stunden und 42 Minuten.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 17, 2008

Tornado wütete in Atlanta

Tornado wütete in Atlanta – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Tornado wütete in Atlanta

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:43, 17. Mär. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Die Straßen Atlantas sind mit Scherben und Trümmern übersät. Foto: Scott

Atlanta (Vereinigte Staaten), 17.03.2008 – Ein Tornado hat am Freitagabend gegen 21:40 Uhr Ortszeit die Innenstadt von Atlanta im US-amerikanischen Bundesstaat Georgia und die nähere Umgebung verwüstet. Mehr als zwei Dutzend Personen wurden verletzt, vor allem durch Schnittwunden. Bei einem weiteren Tornado wurden am Samstag morgen im Polk County und im anliegenden Floyd County an der Grenze zu Alabama zwei Menschen getötet.

Das Dach des Georgia Dome, in dem zum Zeitpunkt des Ereignisses gerade ein Basketballspiel zwischen den Mannschaften der Mississippi State University und der University of Alabama stattfand, wurde beschädigt. „Ich dachte, es ist ein Tornado oder ein Terroranschlag“, äußerte sich Ben Hansbrough, einer der Spieler. Die rund 18.000 Zuschauer waren offenbar vor dem Zwischenfall nicht gewarnt worden. Das Spiel war in der Verlängerung, als es beim Stand von 64:61 angehalten wurde. Nach einer etwa einstündigen Unterbrechung gewann Mississippi State mit 69:67.

Beschädigte Fassade des Omni Hotels

Besonders schwer hat es das historische Stadtviertel Cabbagetown getroffen, wo etwa zwanzig Wohnhäuser zerstört wurden. Das CNN Center wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen, ebenso wie ein Studentenwohnheim der Georgia State University. Im Olympiapark wurden zwei große Statuen umgeworfen. In dem neben dem CNN-Gebäude liegenden Omni Hotel, das völlig ausgebucht war, zerbrach der Tornado viele Fenster. Durch den Sog wurden Möbelstücke und Gepäck aus den Zimmern gezogen. Die meisten Hotelgäste befanden sich zu dem Zeitpunkt außerhalb des Hotels und verfolgten die Sportveranstaltungen.

Zunächst war unklar, ob es sich um einen Tornado handelte, eine Tornadowarnung wurde erst acht Minuten vor dem Tornado ausgegeben. Die Parade zum St. Patrick’s Day am Samstag wurde abgesagt. Zum einen war ein großer Teil der Innenstadt mit Trümmern übersät, zum anderen warnte der Wetterdienst für den Tag vor weiteren Tornados und vor Hagel.

Schaden am Dach des CNN Centers. Foto: Scott

Die Zone der Zerstörung hat eine Länge von etwa zehn Kilometern und eine Breite von knapp zweihundert Metern. Sie verläuft von Nordwesten nach Südosten. In diesem Bereich wurden Autos durch die Luft gewirbelt und Dächer abgedeckt. „Es sieht aus, als sei eine Bombe losgegangen, es sieht aus wie der Dritte Weltkrieg“, sagte der Maler und Bildhauer Mahsud Olufani, dessen Studio neben den völlig zerstörten Fulton Cotton Mill Lofts liegt.

Der Sachschaden wird auf mindestens 150 bis 200 Millionen US-Dollar geschätzt. Alleine die Schäden am Kongresszentrum sollen 100 Millionen US-Dollar betragen. Georgias Gouverneur Sonny Perdue hat das betroffene Gebiet zum Katastrophengebiet erklärt. Die Bürgermeisterin von Atlanta, Shirley Franklin, hat um Bundeshilfen ersucht. Nach Angaben des Stromversorgers Georgia Power waren in der betroffenen Region etwa 19.000 Kunden ohne Strom.

Durch den National Weather Service wurde die Intensität der Windhose in die Stufe F2 der Fujita-Skala eingestuft. Weil Tornados selten in großen Städten auftreten, wird oft fälschlich angenommen, dass dies nicht möglich sei. Nach den Angaben der National Oceanic and Atmospheric Administration hat am 11. Mai 1953 ein Tornado in Waco, Texas 114 Personen getötet, der letzte bestätigte Tornado im Zentrum einer größeren Stadt wurde am 12. August 2004 in Jacksonville, Florida verzeichnet.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Naturkatastrophen

Weblinks

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Atlanta Tornado Outbreak“.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 26, 2006

Soul-Legende James Brown ist gestorben

Soul-Legende James Brown ist gestorben – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Soul-Legende James Brown ist gestorben

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 13:18, 26. Dez. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Atlanta (Vereinigte Staaten), 26.12.2006 – Der Soul-Musiker James Brown ist tot. Er starb am 25. Dezember in einem Krankenhaus von Atlanta an Herzversagen. Brown wurde 73 Jahre alt. Bekannt wurde er durch Hits wie „Sexmachine“ und „I Got You“.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 28, 2006

Privatarchiv von Martin Luther King verkauft

Privatarchiv von Martin Luther King verkauft

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 18:48, 28. Jun. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Martin Luther King – Marsch nach Washington

Atlanta (Vereinigte Staaten), 28.06.2006 – Das Privatarchiv von Martin Luther King wurde am 23. Juni verkauft. Am 30. Juni sollte eine Auktion bei Sotheby’s in New York stattfinden, die jetzt aber nicht mehr zustande kommen wird.

Im Archiv des amerikanischen Bürgerrechtlers, der im Jahr 1968 ermordet wurde, befindet sich unter anderem das Manuskript seiner weltberühmten Rede „I have a dream“, die er am 28. August 1963 beim „Marsch auf Washington“ hielt. Käufer des Archivs ist die Universität, an der King studiert hat, das „Morehouse College“ in Atlanta (im US-Bundesstaat Georgia). Die Verkäufer sind Kings Kinder. Die Bürgermeisterin von Atlanta, Shirley Franklin, sagte, dass das private Aktionsbündnis, das die Transaktion möglich gemacht habe, einen fairen Preis für die unschätzbare Sammlung bezahlt habe. Nach Angabe der Stadt beträgt die Kaufsumme 32 Millionen US-Dollar. Der Verkauf wird von den amerikanischen Medien sehr kritisch betrachtet, da den Kindern Kings mehr Interesse am Geld nachgesagt wird und es ihnen angeblich nicht um die geistigen Inhalte des Geschriebenen gehe. Diese Annahme unterstreicht ein Copyright, das die Kinder auf die Schriftstücke gelegt haben. Sie würden also an weiteren Verkäufen verdienen.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 29, 2005

Notlandung einer Boeing 767 in Zürich

Notlandung einer Boeing 767 in Zürich – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Notlandung einer Boeing 767 in Zürich

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 17:57, 29. Dez. 2005 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Zürich (Schweiz), 29.12.2005 – Rund 19 Minuten nach dem Start musste gestern Morgen eine Boeing 767 in Zürich notlanden. Gestartet war die Maschine der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines mit 158 Passagieren und elf Besatzungsmitgliedern an Bord um 10:00 Uhr auf dem Flughafen Zürich. Ihr Ziel war der Flughafen Atlanta in den USA.

Unmittelbar nach dem Start bemerkte der Pilot Probleme mit einem Triebwerk. Er entschloss sich zur Umkehr. Die Flughafenfeuerwehr erwartete die Maschine auf dem Rollfeld. Das Flugzeug landete um 10:19 Uhr in Zürich. Es setzte problemlos auf der Landebahn auf, allerdings erhitzten sich die Bremsen durch das starke Abbremsen ungewöhnlich stark. Die Feuerwehr musste eingreifen und die Bremsen abkühlen. Da alle verfügbaren Feuerwehrkräfte durch die Notlandung gebunden waren, musste der sonstige Flugverkehr eingestellt werden.

Die Flugzeuginsassen konnten die Boeing über die Treppen verlassen. Sie wurden mit Bussen zum Flughafengebäude transportiert. Es gab keine Verletzten.

Um 10:44 Uhr wurde der Flughafen für den normalen Flugverkehr wieder geöffnet. Ermittlungen zur Klärung des technischen Defekts wurden eingeleitet.

Themenverwandte Artikel

  • Notlandung in Zürich-Kloten (08.06.2005)
  • Portal:Luftfahrt
  • Themenportal Boeing

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 16, 2005

Delta Air Lines droht Insolvenz

Delta Air Lines droht Insolvenz – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Delta Air Lines droht Insolvenz

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche

Delta Boeing 757-232 am LAX im August 2003

Atlanta (USA), 16.08.2005 – Der drittgrößten US-amerikanischen Fluggesellschaft Delta Air Lines mit Sitz in Atlanta, Georgia, droht die Insolvenz. Das bestätigte das Unternehmen am heutigen Dienstag. Ende Juni verfügte man noch über Barreserven von 1,7 Milliarden Dollar (rund 1,37 Milliarden Euro) – dem stünden allerdings Verpflichtungen von zwei Milliarden Dollar (rund 1,61 Milliarden Euro) bis Jahresende gegenüber. Delta muss also aller Voraussicht nach einen beträchtlichen Verlust ausweisen.

Delta überlegt daher, sich unter den Gläubigerschutz nach Kapitel 11 (Chapter eleven) des US-amerikanischen Konkursrechtes zu stellen. Das Konkursrecht erlaubt US-Unternehmen die Sanierung bei laufendem Betrieb, ohne Gläubiger bedienen zu müssen.

Im vergangenen Herbst konnte Delta die Insolvenz nur durch einen Sanierungsplan abwenden, der Einsparungen von fünf Milliarden Dollar (rund 4,03 Milliarden Euro) bis Ende 2006 umfasst. Seit Beginn der schweren Luftfahrtkrise durch die Terroranschläge vom 11. September 2001 wurden überdies bereits mehr als 20.000 Stellen abgebaut. Weitere 7.000 Arbeitsplätze wurden zusätzlich im Frühjahr zur Disposition gestellt.

Neben Delta Air Lines haben auch andere US-Fluggesellschaften große Schwierigkeiten. Die zweitgrößte amerikanische Fluggesellschaft United Airlines fliegt bereits seit Ende 2002 unter Gläubigerschutz. Auch Northwest Airlines gilt als Kandidat.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »