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January 15, 2010

Mehr als einhundert Tote bei Massenpanik in Indien

Mehr als einhundert Tote bei Massenpanik in Indien

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Veröffentlicht: 18:20, 15. Jan. 2011 (CET)
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Kochi (Indien), 15.01.2010 – Bei einer Massenpanik in dem indischen Wallfahrtsort Sabarimala im Bundesstaat Kerala im Südwesten Indiens sind mindestens einhundert Menschen zu Tode gekommen. Nach Angaben eines Sprechers der Tempelverwaltung wurden 109 Personen getötet, rund 50 weitere wurden verletzt. Zwölf Personen würden noch vermisst, sagte der Sprecher gegenüber der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. Das Unglück ereignete sich am Freitagabend, dem 14. Januar, kurz nach 20:00 Uhr Ortszeit, als sich zehntausende von hinduistischen Gläubigen auf dem Pulmedu, einem Berggipfel im Periyar-Nationalpark, eingefunden hatten. Durch die Abgelegenheit des Ortes und durch zehntausende von Gläubigen, die den Zugang erschwerten, seien Hilfsmannschaften erst nach zwei Stunden eingetroffen.

Pilger in Sabarimala (2007).

Archivbild: Ragesh Vasudevan

Nach Polizeiangaben enstand die Massenpanik im Zusammenhang mit dem Unfall zweier Autorikschas, die zwischen Vandiperiyar und Uppupara illegal Personen auf einem der Zugangswege zu dem abgelegenen Wallfahrtsort befördert haben sollen. Die Fahrzeuge seien wegen Überfüllung umgestürzt. Die Insassen beider Fahrzeuge seien dann handgreiflich geworden. Dies und ein Rückstau weiterdrängender Pilger auf dem nur durch Fackeln beleuchteten Dschungelpfad habe die Stampede ausgelöst.

In einer anderen Version soll ein Jeep mehrere Personen angefahren haben. Angehörige der angefahrenen Pilger sollen mit den Insassen des Fahrzeuges in Streit geraten sein. In dem entstandenen Chaos habe sich dann das Gerücht verbreitet, wilde Tiger und Elefanten bewegten sich auf die Menschenmenge zu. Schließlich sei es zur Panik gekommen.

Die Regierung des Bundesstaates hat eine Untersuchung angeordnet. Die Massenpanik hat Zweifel an den Sicherheitsvorkehrungen für die Pilgerveranstaltungen aufgeworfen. Es handelte sich hierbei um das dritte Unglück in Sabarimala in den letzten fünf Jahrzehnten. Der Zugang zu dem Tempel ist nur während der Makaravilakku-Pilgerfeierlichkeiten möglich und die Wege sind kaum befestigt und beleuchtet. Polizeikräfte und Sicherheitsmaßnahmen waren offenbar auch nicht auf den Ansturm von Pilgern vorbereitet, mutmaßte die indische Tageszeitung The Hindu.

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June 25, 2006

Indien: Protest wegen fehlenden vegetarischen Essens an Bord

Indien: Protest wegen fehlenden vegetarischen Essens an Bord

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Artikelstatus: Fertig 21:58, 25. Jun. 2006 (CEST)
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Neu-Delhi (Indien), 25.06.2006 – Indische Fluggäste der staatlichen Fluggesellschaft Air India hatten am Sonntag, dem 28. Mai 2006, aus Ärger über die Verpflegung im Flugzeug protestiert. Es handelte sich allesamt um Vegetarier. An Bord gab es nur fleischhaltige Menüs, mit denen sie nicht einverstanden waren. Sie lehnten das Essen ab.

Aus Protest besetzten 55 Passagiere nach der Landung in Neu-Delhi ihr Flugzeug. Sie weigerten sich auszusteigen. Die Maschine kam aus Kuala Lumpur und war viereinhalb Stunden unterwegs. Stunden, in denen die Inder nichts essen konnten.

Nach langen Verhandlungen der Verantwortlichen der Fluggesellschaft mit den Passagieren verließen die Inder die Maschine. Im Anschluss an die Besetzung der Maschine forderten die Vegetarier von Air India die Erstattung des Flugpreises oder zumindest eine Entschädigung für den Ärger. Air India lehnte die Verantwortung für den Zwischenfall jedoch ab. Der Reiseveranstalter habe keine Informationen über die Essensgewohnheiten der Fluggäste übermittelt. Fleischloses Essen an Bord wäre jedoch möglich gewesen, da bekannt ist, dass Hindus wegen ihrer Religion kein Fleisch essen. Dafür gibt es nach Angaben von Air India eigens vegetarische Pauschalreisen, welche aber vorher gesondert angemeldet werden müssten.

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October 29, 2005

Bombenanschlag in indischer Hauptstadt

Bombenanschlag in indischer Hauptstadt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Bombenanschlag in indischer Hauptstadt

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Artikelstatus: Fertig 10:41, 30. Okt. 2005 (CET)
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Neu-Delhi (Indien), 29.10.2005 – In Neu Delhi, hat sich abends um 17:40 Uhr Ortszeit (14:10 Uhr MESZ) eine schwere Bombenanschlagsserie ereignet. Die indische Regierung vermutet einen Terrorakt. Die indischen Behörden riefen alle Bürger hier dazu auf, belebte Gegenden zu verlassen und zu Hause zu bleiben.

Wie gemeldet wird, soll es bis zu vier Sprengstoffanschläge an verschiedenen Orten gegeben haben. Drei wurden seitens der Behörden bereits bestätigt.

Die erste Explosion ereignete sich im Stadtzentrum in der Nähe des Hauptbahnhofs auf dem von vielen Touristen besuchten „Connaught Place“. Dort sind stets tausende Menschen unterwegs. Eine weitere Explosion habe sich gegen 18:00 Uhr Ortszeit im Süden der Stadt in „Sarojini Nagar“ ereignet. Kurz darauf gab es eine dritte Explosion in „Okhla“, einer Geschäftsgegend im Süden Delhis. Auch eine vierte Explosion soll es gegeben haben.

Mindestens zehn Tote seien zu beklagen; über 40 Menschen seien nach der ersten Detonation verletzt in Krankenhäuser eingeliefert worden. Es wird angenommen, dass die Opferzahl noch erheblich ansteigen wird. Die Anschlagsserie ereignete sich im Vorfeld des „Divali“-Lichterfestes, einem der höchsten Feiertage des Hinduismus.

Quellen

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