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March 2, 2009

Milliarden für den Wiederaufbau im Gazastreifen

Milliarden für den Wiederaufbau im Gazastreifen

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Veröffentlicht: 23:19, 2. Mär. 2009 (CET)
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Karte des Gazastreifens

Sharm El-Sheikh (Ägypten), 02.03.2009 – Mit 4,5 Milliarden US-Dollar will die internationale Gemeinschaft den Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur, von Wohnungen, Schulen und Kindergärten im Gazastreifen unterstützen, die während der Operation Gegossenes Blei durch die Angriffe der israelischen Armee zerstört worden waren. Das ist das Ergebnis einer Geberkonferenz, die unter internationaler Beteiligung am heutigen Montag im ägyptischen Scharm el-Scheich stattfand. Vertreter von mehr als 70 Staaten waren zu der Konferenz angereist. Die Europäische Union sagte 436 Millionen Euro finanzielle Hilfen zu. Die arabischen Staaten am Persischen Golf wollen in den nächsten fünf Jahren 1,65 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stellen. 900 Millionen US-Dollar werden von den Vereinigten Staaten für die Unterstützung der Palästinenser zur Verfügung gestellt, davon soll ein Drittel in den Gazastreifen gehen. Ägyptischen Angaben zufolge will das Königreich Saudi-Arabien eine Milliarde an Finanzhilfen für die Palästinenser bereitstellen.

Zur Bedingung machten die Geberländer dabei jedoch, dass die Gelder nicht an die im Gazastreifen regierende Hamas gelangen. Hamas erkennt ein Existenzrecht Israels nicht an. Die Außenminister der Vereinigten Staaten und Deutschlands, Hillary Clinton und Frank-Walter Steinmeier, bekräftigten, Ziel müsse ein dauerhafter Friede im Nahen Osten auf der Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung sein. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon appellierte an Israel, die Grenze zum Gazastreifen zu öffnen. Außerdem müsse der Waffenschmuggel von der ägyptischen Seite in den Gazastreifen unterbunden werden. Ban kritisierte, gegenwärtig könnten Hilfslieferungen nicht im erforderlichen Umfang in den Gazastreifen gelangen.

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July 25, 2005

Sharm El-Sheikh: Polizei sucht nach Hintermännern der Attentate

Sharm El-Sheikh: Polizei sucht nach Hintermännern der Attentate

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Sharm El-Sheikh (Ägypten), 25.07.2005 – Zwei Tage nach dem schlimmsten Terroranschlag in Ägyptens jüngerer Geschichte, bei dem 88 Menschen getötet worden waren, sucht die ägyptische Polizei nach den mutmaßlichen Drahtziehern der Attentate.

Ägypten

Eine Spur führt zu fünf Pakistanis, die aus dem Hotel verschwunden sind, auf das der größte Anschlag verübt worden war und das jetzt in Trümmern liegt. Ihre zurückgelassenen Pässe führten auf die Spur der Verdächtigen. Der Sprecher der pakistanischen Botschaft in Ägypten, Muhammad Naeem Khan, hält diese Vermutung für unwahrscheinlich. Die ägyptischen Behörden hätten auch keinerlei Informationen darüber an die Botschaft Pakistans gesandt. „Ich denke, dass da keine Verbindung zwischen diesen neun Pakistanis und der Bombenexplosion in Ägypten besteht“, sagte Khan auf einer wöchentlichen Pressekonferenz. Eine Gruppe, die angeblich in Verbindung zu al-Qaida steht, behauptete inzwischen für die Attentate verantwortlich zu sein.

Die ägyptische Polizei hat nach Durchsuchungen auf der gesamten Sinai-Halbinsel inzwischen über 95 Menschen verhaftet. Allerdings soll es auch Spuren geben, die auf eine Verbindung zu den Bomben von Taba und Ras Shitan am 7. Oktober 2004 hinweisen, ein Ferienort weiter nördlich an der Küste der Sinai-Halbinsel. Damals waren 34 Menschen in einem Ferienhotel, das auch von Israelis besucht wird, getötet worden.

Beobachter vermuten, dass die jetzigen Attentate in Zusammenhang mit den in einigen Wochen stattfindenden ersten Präsidentschaftswahlen stehen, bei denen erstmals auch Gegenkandidaten zugelassen werden sollen. Die Bomben vom 23. Juli sind auch ein Schlag gegen die ägyptische Tourismus-Industrie, die eine wesentliche Einnahmequelle des bevölkerungsreichsten arabischen Landes darstellt. Unter den 200 Verletzten sind auch Touristen. Neun Ausländer waren bei den Anschlägen getötet worden.

Über 700 Einwohner von Sharm al-Shaikh und Ausländer, die in dem Hotel arbeiteten, versammelten sich zu einer improvisierten Friedensdemonstration und riefen: „Wir sind gegen den Terrorismus!“ und „Vereint werden wir siegen.“ Verurteilungen der terroristischen Anschläge kamen aus der ganzen Welt, darunter auch vom UNO-Generalsekretär Kofi Annan, der seine tiefe Sorge und Wut ausdrückte.

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July 23, 2005

Bombenanschläge in Sharm El-Sheikh

Bombenanschläge in Sharm El-Sheikh – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Bombenanschläge in Sharm El-Sheikh

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Lage von Ägypten

Sharm El-Sheikh (Ägypten), 23.07.2005 – Bei mehreren Explosionen im ägyptischen Badeort Sharm El-Sheikh sind in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli 2005 laut offiziellen Angaben mindestens 88 Menschen getötet und über 200 verletzt worden.

Die erste Explosion ereignete sich kurz nach 1:00 Uhr Ortszeit nahe dem alten Markt von Sharm El-Sheikh, einer von zahlreichen Touristen besuchten Gegend. Etwa eine Viertelstunde später gab es weitere Detonationen an der etwa sechs Kilometer entfernten, von zahlreichen Hotels gesäumten Naama-Bucht. Dort sollen zwei Hotels und ein von Urlaubern frequentierter Markt getroffen worden sein. Offenbar explodierten die Sprengsätze in geparkten Autos. Laut Augenzeugenberichten soll ein Vier-Sterne-Hotel schwer beschädigt worden sein. Die Explosionen waren noch in großer Entfernung zu hören, was auf eine sehr hohe Sprengkraft schließen lässt.

Nach Angaben der ägyptischen Polizei sind unter anderem Menschen aus Ägypten, Großbritannien, Katar, Kuwait und den Niederlanden unter den Opfern. Laut Gerhard Schröder sind auch Deutsche unter den Verletzten. Schweizer Opfer sind nach Angaben des Eidgenössischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten keine zu beklagen. Nach Angaben des Vizepräsidenten der Österreichisch-Ägyptischen Gesellschaft sind keine Österreicher unter den Opfern.

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