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December 3, 2015

Chefredakteur der regierungskritischen türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ wurde verhaftet

Chefredakteur der regierungskritischen türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ wurde verhaftet

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Veröffentlicht: 00:21, 4. Dez. 2015 (CET)
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Can Dündar

Ankara (Türkei), 03.12.2015 – Drei Tage vor dem EU-Sondergipfel, auf dem mit der Türkei über die Flüchtlingskrise verhandelt werden sollte, wurden Can Dündar, Chef der türkischen Tageszeitung Cumhuriyet, und Erdem Gül, sein Hauptstadtkorrespondent, verhaftet. Die Zeitung hatte Fotos von Waffenlieferungen veröffentlicht.

Einen Tag vor dem Sondergipfel wurde bekannt, dass die beiden Journalisten aus dem Gefängnis einen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatschef François Hollande und den britischen Premierminister David Cameron geschrieben hatten. In dem Brief fordern sie, „die westlichen Werte wie Bürgerrechte, Meinungs- und Pressefreiheit hoch zu halten und sie zu verteidigen“.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Türkei

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June 8, 2015

Parlamentswahl in der Türkei: AKP verliert absolute Mehrheit

Parlamentswahl in der Türkei: AKP verliert absolute Mehrheit

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Veröffentlicht: 19:33, 9. Juni 2015‎
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Ankara (Türkei), 08.06.2015 – Bei der Wahl am 7. Juni hat die bisher regierende islamisch-konservative Partei AKP von Präsident Erdoğan nach 13 Jahren die absolute Mehrheit verloren. Sie war mit zuletzt 312 von 535 Abgeordneten stärkste Fraktion im Parlament, das wörtlich übersetzt „Große Nationalversammlung der Türkei“ heißt. Dieses Mal erhielt die AKP nur noch 256 Sitze von 550. Sie verfehlte ihr Ziel mehr Mandate als 2011 zu erreichen, so dass die geplante Verfassungsänderung wohl nicht stattfinden kann. Politische Gegner der AKP fürchteten im Falle einer Verfassungsänderung eine weitere Machtkonzentration in den Händen Erdoğans und sprachen von einer „möglichen Diktatur“. Außerdem wurde das Verhalten von Erdoğan gegenüber den Oppositionsparteien im Wahlkampf kritisiert.

2011 hatte die AKP bereits rein rechnerisch mit 49,8 Prozent die absolute Mehrheit verfehlt, aber aufgrund des Systems der Sitzverteilung fast 60 Prozent der Plätze bekommen. Seitdem hatte es Aus- und Übertritte von AKP-Abgeordneten gegeben. Durch die Sperrklausel von 10 Prozent haben viele kleine und neue Parteien geringe Chancen. Im Jahre 2012 entstand die neue „Demokratische Partei der Völker“ (HDP), der sich mehrere prominente Abgeordnete anschlossen. Sie erreichte jetzt einen Achtungserfolg aus dem Stand heraus mit 13 Prozent. Auch die stark rechtsgerichtete „Partei der Nationalistischen Bewegung“ (MHP) konnte Zugewinne verzeichnen und bekam rund 16 Prozent. Zweitstärkste Kraft blieb die „Republikanische Volkspartei“ (CHP), sie erhielt 25 Prozent.

Zwölf Abgeordnete waren bisher fraktionslos. Ihre Zahl hatte sich seit 2011 verdoppelt. Die bisherige Anzahl an weiblichen Abgeordneten belief sich auf 77. Die türkische Verfassung sieht vor, dass nach dem Wahltermin innerhalb von 45 Tagen eine neue Regierung gebildet werden muss. Hierfür gibt es verschiedene Optionen. Zudem kann sich die Zusammensetzung der Fraktionen im Laufe der Zeit durch Aus- und Übertritte verändern.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Großveranstaltung von „Milliyetçi Hareket Partisi“ in Oberhausen (30.04.2015)

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March 30, 2015

Vor 100 Jahren begann der Völkermord an den Armeniern

Vor 100 Jahren begann der Völkermord an den Armeniern

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Veröffentlicht: 12:18, 30. März 2015 (CET)
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Armenier werden in ein Gefangenenlager geführt – Foto eines deutschen Reisenden vom April 1915

Ankara (Türkei), 30.03.2015 – Am 27. Mai 1915 – also vor fast 100 Jahren – erging der offizielle Befehl zur Deportation der Armenier. Es war ein Markstein in der Geschichte: Der erste Völkermord im 20. Jahrhundert. Erste Drangsalierungen begannen jedoch schon vorher. Die Wochenzeitung Jüdische Allgemeine betont, dass auch Deutschland daran eine Mitverantwortung trage. So seien Berichte der deutschen Konsularbeamten aus Konstantinopel vor der Drucklegung manipuliert worden. Das in der Berichterstattung verwendete Bild stammt aber wahrscheinlich schon aus dem Jahre 1899, als es erste Fluchtbewegungen in der Folgezeit der Massaker von 1894–1896 gab.

Nach den Griechen waren Armenier die zweitgrößte christliche Minderheit im damaligen Osmanischen Reich. Wachsender Nationalismus verstärkte Ende des 19. Jahhrunderts auch die Spannungen zwischen Armeniern und Kurden, wobei schließlich türkische Regierungstruppen eingriffen und hauptsächlich Armenier zu den Opfern gehörten. Von türkischer Seite wird das Vorgehen gegen die armenische Minderheit bis auf den heutige Tag immer wieder damit gerechtfertigt, dass es darum gegangen sei, aufständische und kriminelle bzw. terroristische Bestrebungen zu bekämpfen und die Sicherheit im Land zu wahren. Einige Stimmen bestreiten gar die kulturelle, religiöse oder ethnische Identität der Armenier.

Dieses Bild stammt aus dem Jahre 1899 und nicht wie aktuell behauptet aus dem Jahre 1915

1913 kam mit einem Staatsstreich eine diktatorische Regierung in der Türkei an die Macht. Im Ersten Weltkrieg war die Türkei Verbündeter des Deutschen Reiches. Gemeinsamer Hauptgegner war Russland. Einige Armenier unterstützten die russische Armee, armenische Freiwillige kämpften auf russischer Seite. Zunächst entwaffnete die türkische Regierung die armenischen Soldaten, ließ sie hinrichten oder zu Zwangarbeit verurteilen. Es folgten im Februar und April die ersten Deportationen in Anatolien. Schließlich kam es zu einem Aufstand in der Provinz Van, wo die Bevölkerung bis 1914 mehrheitlich aus Armeniern bestanden hatte.

1916 erschienen die ersten Berichte von Johannes Lepsius über die Lage des Armenischen Volkes in der Türkei. Heutige Forscher schätzen, dass nur ein Drittel der Armenier die Deportationen überlebten. Parallel dazu betrieben türkische Behörden eine Zwangsislamisierung. Die deutsche Regierung hielt sich mit Kritik zurück, um den Bündnispartner nicht zu vergraulen. Der Großwesir des Osmanischen Reiches gestand die Verbrechen am 11. Juni 1919 öffentlich ein. Die Gründung der Armenischen Sozialistischen Sowjetrepublik im Jahre 1920 war ein erster Schritt für das armenische Volk auf dem Weg in die Unabhängigkeit. Durch den Zweiten Weltkrieg 1939-1945 und den anschließenden Kalten Krieg gab es für die Armenier kaum Möglichkeiten, ihrem Anliegen international Geltung zu verschaffen. Noch heute müssen innertürkische Kritiker der offiziellen Sichtweise mit juristischer Verfolgung rechnen. Als Frankreich und die USA den Völkermord an den Armeniern ausdrücklich als solchen bezeichneten, kam es zu diplomatischen Auseinandersetzungen. Im Februar diesen Jahres hat schließlich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan angekündigt, er wolle die Ereignisse von 1915 wissenschaftlich untersuchen lassen.

Themenverwandte Artikel

Wikinews-logo.svg   Verstimmung der Türkei über Völkermord-Resolution des US-Kongresses (05.03.2010)

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March 18, 2015

Kampf gegen die Terror-Organisation IS weitet sich aus

Kampf gegen die Terror-Organisation IS weitet sich aus

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Veröffentlicht: 00:09, 19. März 2015 (CET)
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Ankara (Türkei), 18.03.2015 – Am 11. März wurden erstmals Kämpfe der islamistischen Terror-Organisation IS nahe der türkischen Grenze gemeldet. Schwer bewaffnete IS-Kämpfer griffen kurdische Dörfer im Nordosten Syriens an. Es handelt sich um zwei Orte südlich von Ras al-Ain, einer Stadt mit 50.000 Einwohnern. Die Zahl der bewaffneten Extremisten wird auf rund tausend geschätzt. Die Türkei hat daraufhin die Grenzkontrollen verschärft.

Nach Ansicht von James R. Clapper, dem Direktor der US-Nachrichtendienste, hat die Türkei trotz der Bedrohung andere außenpolitische Prioritäten und würde sich nicht stärker an einer Anti-Terror-Koalition beteiligen, als es für die Sicherheit des eigenen Landes erforderlich wäre. Ende Januar hatte der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu erklärt, es gäbe keinen „islamischen Terror“. Allerdings wird der Vorwurf der Untätigkeit hinsichtlich des Terrorismus seitens der türkischen Regierung zurückgewiesen. Es gibt inzwischen nach Auskunft des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu eine Liste mit fast 20.000 Terrorverdächtigen. Bisher wurden 1.154 Einreisende in der Türkei gefasst, die meisten von ihnen wollten nach Syrien.

Gegenwärtig spitzen sich die Kämpfe vor allem um die irakische Stadt Tikrit, den Geburtsort von Saddam Hussein, zu. Die Zerstörung seines Mausoleums durch die Terror-Organisation IS hat symbolische Bedeutung. Die Stadt, die im Jahre 2003 rund 250.000 Einwohner hatte, wurde im Juni vergangenen Jahres von der IS erobert. Regierungstruppen versuchen seit zwei Wochen, das Gebiet zurückzugewinnen – es ist nunmehr der vierte Versuch seit Sommer 2014. Am Nachmittag des 17. März ist bekannt geworden, dass die geplante Offensive seitens der irakischen Regierung abgebrochen wurde.

Themenverwandte Artikel

Wikinews-logo.svg   Portal:Islam

Quellen

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March 27, 2014

Türkei schießt syrisches Kampfflugzeug ab

Türkei schießt syrisches Kampfflugzeug ab

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Veröffentlicht: 27.03.2014, 00:16 (CET)
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Ankara (Türkei), 27.03.2014 – Bei einer Wahlkampfkundgebung gab der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan den Abschuss eines syrischen Kampfflugzeuges bekannt. Demnach hätten zwei syrische MiG-Jets sich am vergangenen Sonntag (23. März) dem türkischen Luftraum genähert. Nachdem eine dieser Maschinen in diesen eingedrungen war, obwohl zwei Kampfflugzeuge des türkischen Militärs vom Typ F-16 bereits gewarnt hatten, wurde diese durch einen der türkischen Flieger abgeschossen. Die andere syrische Maschine drehte hingegen frühzeitig ab, so die türkischen Medien.

Das syrische Außenministerium nannte die „türkische Aggression“ derweil „beispiellos“. Syrischen Medienberichten zufolge konnte sich der Pilot der abgeschossenen Maschine mit dem Schleudersitz retten, das abgeschossene Flugzeug zerschellte noch auf syrischem Gebiet und war durch eine Rauchsäule schon aus der Ferne erkennbar.

In der syrischen Gegend Kasab in der Nähe des Vorfalls toben seit Freitag heftige Kämpfe zwischen Rebellen und Regierung um die Kontrolle des Grenzgebietes. Aus welchen Gründen sich die Maschinen auf türkischem Gebiet befanden, ist unklar.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Weiterführende Portale: Türkei, Syrien

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April 8, 2012

Albanien und die Türkei rücken enger zusammen

Albanien und die Türkei rücken enger zusammen

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Veröffentlicht: 12:33, 8. Apr. 2012 (CEST)
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Ankara (Türkei), 08.04.2012 – Der albanische Ministerpräsident Sali Berisha besuchte am Donnerstag seinen türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan. Erdoğan bezeichnete die Beziehungen zwischen den beiden südosteuropäischen Ländern als sehr gut und nannte Albanien als strategischen Verbündeten der Türkei auf dem Balkan. Die Türkei werde in Zukunft vermehrt in die Wirtschaft Albaniens investieren und nannte die bisherigen wirtschaftlichen Kontakte erfolgreich. Derzeit betrage das gesamte Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern über 400 Millionen US-Dollar. 30 große türkische Unternehmen investierten in den letzten Jahren über 1 Milliarde US-Dollar in das Mittelmeerland. Auch weiterhin werde die albanische Wirtschaft für Firmen aus Kleinasien anziehend sein, unter anderem weil Albanien in der internationalen Wirtschaftskrise so gut wie gar nicht gelitten habe.

Auch in der Außenpolitik bekräftigten die beiden Premierminister den gemeinsamen Kurs der beiden Nato-Länder. Albanien teile laut Berisha in der Syrien-Thematik die kritische Meinung mit seinem Partner und werde die Türkei bei der Mitgliedschaft im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit seinem Votum unterstützen.

Berisha erwähnte zuletzt die historische Verbindung zwischen den beiden Ländern und bemerkte mit Humor: „Herr Ministerpräsident, ich danke Ihnen von Herzen für den brüderlichen Empfang; ich nenne es so, weil wir eine Blutsverwandtschaft haben. Von jeder türkischen Delegation, die ich treffe, will ich wissen, ob es zwischen ihnen eine Person mit albanischer Abstammung gibt. Diese Frage werde ich auch dem Ministerpräsidenten Erdoğan stellen“.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Albanien
  • Portal:Türkei

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October 23, 2011

Erdbeben in der Türkei – viele Tote befürchtet

Erdbeben in der Türkei – viele Tote befürchtet

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Veröffentlicht: 23:10, 23. Okt. 2011 (CEST)
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Die tektonische Situation am Erdbebenort

Ankara (Türkei) / Denver (Colorado) (Vereinigte Staaten), 23.10.2011 – Ein schweres Erdbeben mit einer Momenten-Magnitude von 7,2 MW hat den Osten der Türkei erschüttert. Das meldete die Erdbebenwarte des United States Geological Survey (USGS). Nach Angaben türkischer Seismologen lassen die Intensität und die geringe Herdtiefe des Erdbebens von 20 Kilometern befürchten, dass die Zahl der Toten über 1.000 beträgt. Derzeit sind ersten Angaben zufolge bis zum Abend 77 Tote geborgen worden.

Das Erdbeben, welches bis in den Nachbarstaat Armenien zu spüren war, ereignete sich um 13.41 Uhr Ortszeit (12.41 Uhr MESZ). Das Epizentrum liegt in der Nähe der iranischen Grenze in der Nähe von Tabanli. Dort wurden zahlreiche Häuser zerstört.

Besonders betroffen ist auch die Umgebung von Erciş in der Provinz Van. „Es sind so viele tot. Mehrere Gebäude sind eingestürzt, da ist zuviel Zerstörung“, sagte Zulfikar Arapoglu, der Bürgermeister der 70.000 Einwohner zählenden Stadt dem türkischen Fernsehsender NTV. Mindestens zwei mehrstöckige Häuser sind eingestürzt. Viele Menschen rannten auf die Straßen und liefen umher. Panik brach aus. Bis zum Abend wurden dort 50 Leichen gefunden und nach Angaben des staatlichen Krankenhauses der Stadt sind 1.000 Verletzte eingeliefert worden. Einwohner warfen der Regierung vor, dass sie nicht schnell genug helfe. In der Provinzhauptstadt Van wurden durch das Beben 10 Gebäude dem Erdboden gleichgemacht, darunter auch ein siebenstöckiges Schülerheim.

Die Türkei liegt in einer seismisch aktiven Zone zwischen der Afrikanischen und Eurasischen Platte und ist häufig Schauplatz von Erdbebenkatastrophen. 95 Prozent der Türken leben in erdbebengefährdeten Gebieten. 1976 hatte ein Erdbeben mit Zentrum in der Provinz Van rund 4.000 Opfer gefordert. Das heutige Erdbeben ereignete sich allerdings in einer Gegend, in der die Arabische Platte mit der Eurasischen Platte kollidiert.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Erdbeben in Van 2011“.
  • Portal:Türkei
  • Portal:Erdbeben

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September 23, 2011

Tote und Verletzte bei Bombenanschlag in Ankara

Tote und Verletzte bei Bombenanschlag in Ankara

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Veröffentlicht: 04:57, 23. Sep. 2011 (CEST)
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Ankara (Türkei), 23.09.2011 – Mindestens drei Personen wurden in der türkischen Hauptstadt Ankara durch die Explosion eines Autos, welches auf dem Parkplatz unmittelbar vor einer Schule abgestellt war, getötet. Dies bestätigte Innenminister İdris Naim Şahin. Nach Medienangaben wurden 24 weitere Personen verletzt, fünf davon seien Schwerverletzte. Gegen 11 Uhr Ortszeit war in der Nähe des Amtssitzes von Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan im Stadtbezirk Cankaya ein gasbetriebener Kleinbus explodiert. Eine Frau soll als tatverdächtig festgenommen worden sein.

Bei zwei der Toten handelt es sich um zwei Männer im Alter von 18 und 22 Jahren.

Über den Hergang gab es widersprüchliche Angaben. Wie der Innenminister und stellvertretende Ministerpräsident Bülent Arınç im Fernsehen sagte, gebe es Hinweise, dass die Explosion durch eine Bombe ausgelöst wurde. Gouverneur Alaaddin Yüksel und Bezirksbürgermeister Bülent Tanik sagten hingegen, dass nach Augenzeugenberichten jemand einen brennenden Benzinkanister auf das Fahrzeug geworfen habe. Inzwischen soll laut Informationen des türkischen Innenministers Idris Naim Sahin ermittelt worden sein, dass es sich um eine Autobombe gehandelt habe. Die Staatsanwaltschaft Ankara habe Ermittlungen aufgenommen und sei dabei, die Aufzeichnungen der Überwachungskameras auszuwerten.

Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül, der sich derzeit auf einem Staatsbesuch in Deutschland aufhält, um für den Beitritt der Türkei in die Europäische Union zu werben, bezeichnete in Osnabrück den Anschlag als „Terror auf die Zivilbevölkerung“.

Das türkische Fernsehen zeigte eine über der Stadt stehende Rauchsäule. Mehrere Fahrzeuge in der Nähe gerieten in Brand, zahlreiche Fensterscheiben zerbrachen. Vom betroffenen Auto blieb nur noch ein Klumpen übrig. Die Umgebung des Tatortes wurde aus Furcht vor weiteren Anschlägen evakuiert.

Die kurdische Terrororganisation TAK hat sich zu dem Anschlag bekannt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Terrorismus
  • Portal:Türkei

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September 22, 2011

PKK erschoss entführten Zivilisten

PKK erschoss entführten Zivilisten – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

PKK erschoss entführten Zivilisten

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Veröffentlicht: 00:03, 22. Sep. 2011 (CEST)
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Ankara (Türkei), 22.09.2011 – Kämpfer der verbotenen Untergrundorgansation PKK errichteten auf der Straße von Eruh nach Şırnak eine Straßenblockade. Sie hielten den PKW eines Zivilisten an und fragten nach der Identität der Passagiere. Der Fahrer wurde entführt und seine Leiche später durch Einheiten der Jandarma gefunden. Die Leiche wies eine Schussverletzung auf.

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June 9, 2011

Türkei erwartet eine große Zahl von Flüchtlingen aus Syrien

Türkei erwartet eine große Zahl von Flüchtlingen aus Syrien

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Veröffentlicht: 23:56, 9. Jun. 2011 (CEST)
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Ankara (Türkei), 09.06.2011 – Angesichts der anhaltenden Gewalt syrischer Sicherheitskräfte gegen die Bevölkerung im eigenen Land, die ein Ende des Regimes von Baschir al-Assad fordert, stellt sich das Nachbarland Türkei darauf ein, dass möglicherweise hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien über die Grenze in die Türkei fliehen, um hier Schutz vor den Angriffen des syrischen Militärs zu finden. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kamen nach türkischen Angaben bereits tausend weitere Flüchtlinge aus Syrien über die Grenze.

Die Gesamtzahl der Flüchtlinge aus Syrien liegt inzwischen bei rund 1.600 Personen. Bis zu einer Million Menschen könnte ihnen noch folgen, fürchten die türkischen Behörden. An den Grenzen werden Krankenwagen bereitgestellt und provisorische Zeltstädte errichtet, um die Flüchtlinge aufzunehmen, hieß es in türkischen Presseberichten. Ein Auffanglager für 5.000 Personen wurde in der Nähe der türkischen Stadt Yayladağı eingerichtet, ein weiteres bei Altınözü soll folgen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Syrien

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