Borussia Dortmund: Ermittlungsverfahren gegen Meier und Niebaum

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Artikelstatus: Fertig 12. Mär. 2005 (CET)
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Westfalenstadion Dortmund

Dortmund (Deutschland), 12.03.2005 – Ende Februar erging eine Strafanzeige einer Münchener Anwaltskanzlei gegen den ehemaligen BVB-Präsidenten und Geschäftsführer Dr. Gerd Niebaum und Vereinsmanager Michael Meier wegen Kapitalanlagebetrugs und Kurspreismanipulation. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat nun ein Ermittlungsverfahren aufgenommen. „Nach dem Eingang der Strafanzeige bleibt uns kaum etwas anderes übrig“, sagte Oberstaatsanwalt Heiko Oltmanns. Über den Abschluss der Ermittlungen könne noch nichts gesagt werden.

Gerade jetzt kann der schwarz-gelbe Traditionsverein keine negative Presse brauchen. Am kommenden Montag werden 5.800 Zeichner des Stadionfonds MOLSIRIS über die Zukunft des Vereins entscheiden. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke glaubt, der Verein stehe vorm „schwierigsten Tag“ seiner Geschichte.

Wenn die Anteilseigner dem Sanierungskonzept zustimmen werden, kann der Verein wohl weiterhin in der Bundesliga spielen, wenn die Borussia die Lizenz erhält und nicht sportlich absteigt. Sollte der Plan keine Zustimmung erhalten, wird die Borussia Insolvenz beantragen müssen. 15 Prozent der Zeichner müssen am Montag erscheinen und drei Viertel von ihnen dem Sanierungsplan zustimmen. „Die Chancen stehen fifty-fifty“, sagte der Geschäftsführer dem Sportinformationsdienst.

Sollte es am Montag zur Zustimmung kommen, würde die Liquidität bis zum Saisonende mit neun Millionen Euro aus dem Bardepot gesichert werden. Weitere 42,8 Millionen Euro würden zum Rückkauf des Westfalenstadions zur Verfügung stehen. Das Westfalenstadion wurde Ende 2002 zu 94 Prozent an MOLSIRIS verkauft und für 17 Millionen Euro pro Jahr gemietet.

Bei einer Zustimmung könnte sich die Gesamtlage des Vereins verbessern. Die Großaktionäre und der türkische Investor Sadettin Saran haben eine Aufstockung ihrer Anteile in Aussicht gestellt. Darüberhinaus bringt das Engagement des neuen Sponsors GoYellow bis zum 30. Juni 2007 etwa zwei Millionen Euro in die chronisch leere Vereinskasse.

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Quellen