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November 5, 2012

Fliegerhorst in Wunstorf wird leiser

Filed under: Airbus,Flugverkehr,Lärm,Veröffentlicht,Wunstorf — admin @ 5:00 am

Fliegerhorst in Wunstorf wird leiser – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Fliegerhorst in Wunstorf wird leiser

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Veröffentlicht: 00:36, 6. Nov. 2012 (CET)
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Das neue Transportflugzeug Airbus A400M ist größer und leiser

Wunstorf (Deutschland), 05.11.2012 – Seit zwei Jahren dröhnen Militärtransportmaschinen vom Typ Transall C-160 im Tiefflug über die niedersächsischen Ortschaften am Steinhuder Meer. Hintergrund ist der Bau einer neuen Landebahn auf dem Fliegerhorst der Bundeswehr in Wunstorf, damit ab 2014 die neuen, größeren und leiseren Transportflugzeuge Airbus A400M eingesetzt werden können. Daher mussten die Flugzeuge während einer Übergangszeit bei Start und Landung einen anderen Weg nehmen. Anfang September landete erstmals eine Maschine des neuen Typs in Wunstorf, die offizielle Freigabe der neuen Start- und Landebahn soll in Kürze erfolgen.

Auch in anderen Städten Deutschlands beschweren sich Flughafenanwohner seit Jahren über den Lärm der alten Transall-Kolosse, die in den 1960er Jahren entwickelt wurden. Bei der Entwicklung und technischen Abnahme des Nachfolgemodells A400M hatte es einige Verzögerungen gegeben. Demnächst sollen 53 Maschinen an die Bundeswehr ausgeliefert werden, so dass der von Wunstorf ausgehende Fluglärm verringert wird.

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August 17, 2012

Pazifik: Hyperschallflugzeug bei Test abgestürzt

Pazifik: Hyperschallflugzeug bei Test abgestürzt

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Veröffentlicht: 11:02, 17. Aug. 2012 (CEST)
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Edwards Air Force Base

Edwards Air Force Base (Vereinigte Staaten), 17.08.2012 – Am Dienstag, dem 14. August, startete von der Edwards Air Force Base ein B-52-Bomber mit einem besonderen Auftrag. An seiner Tragfläche befand sich das Demonstrationsflugzeug X-51A Waverider (Wellenreiter). Über dem Pazifik löste sich wie geplant das Hyperschallflugzeug für einen Testflug von der B-52. 15 Sekunden später war er vorbei, der Waverider geriet außer Kontrolle und stürzte ab.

Die Boeing X-51A Waverider ist ein unbemanntes Scramjet-Demonstrationsflugzeug, das eine Geschwindigkeit von Mach 6+ erreichen soll. Das entspricht etwa 7.000 Kilometern in der Stunde. Die X-51 ist der direkte Nachfolger der X-43 und wird im Air Force Research Laboratory der Firmen Boeing, Pratt & Whitney, Rocketdyne und der DARPA entwickelt. In Zukunft sollen damit Ziele angegriffen werden können, die zeitnah zerstört werden sollen. Auch Aufklärungseinsätze in Krisenfällen über große Entfernungen hinweg sollen ermöglicht werden. Des Weiteren soll die Technik für den Raumtransport eingesetzt werden.

Ursache für das Scheitern des Testfluges war ein Kontrollruder, bei dem Probleme aufgetreten waren. Nachdem man die Kontrolle über den Waverider verloren hatte, wurde das Fluggerät gezielt gesprengt, bevor es in den Pazifik stürzte. Zur Zündung des Überschallverbrennungs-Staustrahltriebwerk, das für die enorme Beschleunigung verantwortlich ist, kam es nicht mehr. Air-Force-Sprecher Charlie Brink sagte: „Alle unsere Daten zeigten, dass wir die richtigen Bedingungen für die Zündung des Triebwerks geschaffen hatten. Wir waren guter Hoffnung, unsere Testziele zu erreichen.“ Die genaue Ursache des Scheiterns muss noch untersucht werden. Das Waverider-Programm kostet bislang 140 Millionen Dollar. Ob es einen weiteren Testflug geben wird, ist noch nicht bekannt.

Hyperschallflugzeug X-51A Waverider (Wellenreiter)

X-51A Waverider an der Tragfläche eines B52 Bombers

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Afghanistan: Mehrere Tote bei Absturz eines ISAF-Helikopters

Afghanistan: Mehrere Tote bei Absturz eines ISAF-Helikopters

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Veröffentlicht: 18:43, 17. Aug. 2012 (CEST)
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Ein UH-60L „Black Hawk“ der US Army im Irak

Kabul (Afghanistan), 17.08.2012 – Wie die internationale Schutztruppe ISAF mitteilte, starben am gestrigen Donnerstag bei dem Absturz eines ISAF-Helikopters elf Menschen, unter denen sich sieben US-Soldaten, drei afghanische Sicherheitskräfte und ein afghanischer Übersetzer befinden sollen.

Die Ursache des Absturzes ist noch unklar und wird weiterhin untersucht. Hingegen wurde von Seiten der Taliban von einem gezielten Abschuss gesprochen. Nach Angaben des Taliban-Sprechers Kari Jussif Ahmadi soll der Hubschrauber bereits in der Luft in Flammen aufgegangen sein, nachdem er von einer Panzerfaust getroffen wurde, wobei niemand überlebt haben soll. Der Angriff soll sich in der Provinz Kandahar im Bezirk Shah Wali Kot zugetragen haben.

Dschawid Faisal, Sprecher der Provinz Kandahar, bestätigte den Absturz des Helikopters im Bezirk Shah Wali Kot. Er konnte jedoch keinerlei Angaben zur Absturzursache machen. Laut einem ISAF-Sprecher liegen noch keine genaueren Informationen vor. Die einzig genaue Information ist, dass es sich bei dem Helikopter um einen UH-60 Black Hawk handelt. Es wurden schon des öfteren ISAF-Helikopter von den Taliban abgeschossen.

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August 15, 2012

Frankfurt: Zwei Transatlantikflüge nach Bombenalarm gestrichen

Frankfurt: Zwei Transatlantikflüge nach Bombenalarm gestrichen

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Veröffentlicht: 17:16, 15. Aug. 2012 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 15.08.2012 – Zwei Passagierflugzeuge blieben am Dienstag am Frankfurter Flughafen am Boden. In beiden Fällen bestand der Verdacht von Sprengstoff im Waschraum. Die betroffene Fluggesellschaft US Airways bestätigte die Vorfälle am Mittwoch.

Ausgefallen sind deshalb ein Flug nach Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania und ein Flug nach New York. Alberto Friedmann, Trainer des amerikanischen Kampfsportteams US Martial Arts befand sich im Flugzeug, das nach Pennsylvania abheben sollte. Er gab gegenüber Focus online an: „Nachdem wir eingecheckt hatten, hieß es, auf der Bordtoilette sei ein undefinierbares Paket gefunden worden“. Zwei Stunden saßen die Passagiere noch auf ihren Plätzen bis sie zurück ins Terminal durften. In der Maschine nach New York waren Beschädigungen in der Toilette entdeckt worden, weshalb sie auf dem Weg zum Rollfeld gestoppt wurde. 172 Passagiere und neun Crew-Mitglieder mussten das Flugzeug verlassen. Zwei Männer, ein Saudi und ein US-Bürger wurden überprüft und konnten dann wie die weiteren Fluggäste ihre Reise auf anderen Flugzeugen fortsetzen. Einige der Reisenden mussten vorübergehend in einem Hotel untergebracht werden.

Flughafen Frankfurt am Main

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February 15, 2012

Flughafen-Mitarbeiter in Frankfurt streiken: Verspätungen und Ausfälle absehbar

Flughafen-Mitarbeiter in Frankfurt streiken: Verspätungen und Ausfälle absehbar

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Veröffentlicht: 17:33, 15. Feb. 2012 (CET)
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Flughafen Frankfurt – Anzeigetafel im Terminal 1

Frankfurt am Main (Deutschland), 15.02.2012 – Am morgigen Donnerstag könnte es am Frankfurter Flughafen zu massiven Verspätungen kommen: Die dortigen Flugfeld-Kontrolleure wollen von 15 bis 22 Uhr streiken, teilte die Gewerkschaft GdF (Gewerkschaft der Flugsicherung) mit.

Verantwortlich seien vergebliche Tarifverhandlungen mit dem Flughafenbetreiber Fraport. Ein Schlichtungsversuch durch den früheren Hamburger Bürgermeister Ole von Beust (CDU) scheiterte an Fraport. Etwa 200 Vorfeld-Kontrolleure, Verkehrsdisponenten und Flugzeug-Einweiser beteiligen sich an dem Streik. „Wir gehen davon aus, dass der Flugverkehr massiv beeinträchtigt wird’“, so GdF-Tarifvorstand Markus Siebers. Die streikenden Arbeiter seien schwer zu ersetzen.

Seit der Eröffnung einer vierten Landebahn auf Deutschlands größtem Flughafen sei die Arbeit anspruchsvoller geworden, die Entlohnung habe sich dem nicht angepasst. Die Arbeiter fordern bessere Löhne und Arbeitsbedingungen. Insbesondere sollen die Gehälter der Frankfurter Flugkoordinatoren in den nächsten Jahren auf das Niveau ihrer Münchener Kollegen angepasst werden. Fraport kritisierte die Forderungen als “extrem hoch”. In einer Pressemitteilung sagte Herbert Mai, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der Fraport AG: „Die Streikandrohung ist aus unserer Sicht absolut nicht nachvollziehbar. Wer ohne nennenswertes Entgegenkommen auf hohen zweistelligen Forderungen, die insgesamt Anpassungen bei Gehalt, Arbeitszeit und Sonderleistungen zwischen 50 und bis zu 70 Prozent beinhalten, im Wesentlichen beharrt, der handelt unverantwortlich“

Die Lufthansa reagierte auf den Streik mit der Forderung von strengeren gesetzlichen Regeln für kleinere Gewerkschaften in der Verkehrsinfrastruktur. Sie hält den geplanten siebenstündigen Streik für unangemessen. Der Tarifkonflikt einer kleinen Gruppe werde auf dem Rücken der Lufthansa-Passagiere ausgetragen.

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July 9, 2011

Kisangani: Viele Tote bei Flugzeugabsturz

Kisangani: Viele Tote bei Flugzeugabsturz

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Veröffentlicht: 15:30, 9. Jul. 2011 (CEST)
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Hewa Bora Logo.jpg

Kisangani (Demokratische Republik Kongo), 09.07.2011 – Am Freitag stürzte eine Boeing 727 beim Landeanflug auf den Flughafen Kisangani Simisini ab. Auch am Samstagmorgen widersprachen sich die Meldungen über die Zahl der Toten.

Das Flugzeug der Gesellschaft Hewa Bora kam aus Kinshasa und hatte vermutlich wegen des schlechten Wetters die Landebahn verfehlt. Verwirrend sind die Zahlen der Überlebenden und Toten, die gemeldet wurden. Die Fluggesellschaft teilte mit, dass 110 Passagiere an Bord waren. Das kongolesische Transportministerium spricht von 127 Toten, der arabische Sender Al-Dschasira von 51 Personen, die überlebt hätten. Die Fluggesellschaft meldete dagegen 57 Überlebende.

Die Rettungsarbeiten gehen langsam voran, die Unglücksstelle ist im dichten Regenwald.

Die EU-Kommission hatte die Fluggesellschaft Hewa Bora schon länger auf die Schwarze Liste gesetzt, damit durften Maschinen auf Flughäfen der EU-Staaten nicht mehr landen. Hintergrund waren mehrere schwere Unglücksfälle.

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June 30, 2011

Niederlande: KLM führt ersten kommerziellen Flug mit Bio-Kerosin durch

Niederlande: KLM führt ersten kommerziellen Flug mit Bio-Kerosin durch

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Veröffentlicht: 16:50, 30. Jun. 2011 (CEST)
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Haarlemmermeer (Niederlande), 30.06.2011 – Am Mittwochmittag startete vom Amsterdamer Flughafen Schiphol der erste kommerzielle Flug mit Bio-Kerosin. Es handelte sich um einen Flug der KLM nach Paris, der von einem Gemisch aus 50 Prozent Bio-Kerosin und 50 Prozent fossilem Kerosin angetrieben wurde.

Das Bio-Kerosin wurde aus gebrauchtem Frittierfett gewonnen.

KLM plant, noch in diesem Herbst 200 Flüge zwischen Paris und Amsterdam mit diesem Treibstoffgemisch durchzuführen.

Laut KLM-Direktor und Ex-Verkehrsminister Camiel Eurlings, entfielen bei der Verwendung von gebrauchtem Frittierfett wichtige Nachteile von „Standard-Biotreibstoffen”, wie Entwaldung, Wassermangel in Entwicklungsländern, die die Energiepflanzen anbauten, und Nahrungsmittelknappheit.

Nach Schätzungen des Financieel Dagblad könne der gesamte niederländische Vorrat an gebrauchtem Frittierfett allerdings nur 35 Millionen Liter Bio-Kerosin im Jahr liefern, während der jährliche Kerosinverbrauch der KLM bei 2,5 Milliarden Litern liege.

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June 15, 2011

Vulkanasche behindert Luftverkehr in Ostafrika, Australien und Südamerika

Vulkanasche behindert Luftverkehr in Ostafrika, Australien und Südamerika

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Veröffentlicht: 09:29, 15. Jun. 2011 (CEST)
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Asche des Vulkans Nabro (rechte untere Bildecke) zieht nach Nordwesten über Äthiopien in den Sudan (links oben)

Foto: NASA MODIS

Toulouse (Frankreich) / Addis Abeba (Äthiopien) / Melbourne (Australien), 15.06.2011 – Vulkanische Asche durch den Ausbruch des eritreischen Vulkans Nabro – manche Meldungen schrieben den Ausbruch irrtümlich dem benachbarten Stratovulkan Dubbi zu – hat zu Behinderungen im Flugverkehr in Ostafrika geführt. Wie das für Europa und Afrika zuständige Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) von Météo-France in Toulouse mitteilte, wurde durch den Ausbruch des Vulkans Asche des Vulkans bis zu 15 Kilometer hoch in die Luft gestoßen. Zunächst war zwar nur der Luftverkehr in Äthiopien und Eritrea direkt betroffen, doch seien Behinderungen in anderen Staaten wahrscheinlich.

Der Vulkan war am Sonntagabend (12. Juni) um 23:00 MESZ ausgebrochen, und dies dauerte den ganzen Montag an. Die Aschewolke zog zwischen Nordwest und Südwest überwiegend nach Westen. Jean Nicolau von Météo-France schloss jedoch aus, dass es zu einer ähnlich kritischen Situation wie bei dem kürzlichen Ausbruch des isländischen Vulkans Grimsvötn kommen werde, dazu sei der Luftverkehr in der betroffen Region zu unbedeutend. „Falls die Wolke jedoch Ägypten, Israel oder die Arabische Halbinsel erreicht, wären die Auswirkungen auf den Luftverkehr deutlich“, erklärte Nicolau. Derzeit könne man dies jedoch noch nicht abschätzen.

Hillary Clinton brach Staatsbesuch ab

Durch die Aschewolke war die US-Außenministerin Hillary Clinton gezwungen, einen Staatsbesuch in Addis Abeba abzubrechen. Ein Regierungsvertreter erklärte, die Delegation habe die äthiopische Hauptstadt vorzeitig verlassen, „weil die Aschewolke in Richtung Addis zieht und die Stadt bedecken könnte… auf unbestimmte Dauer“. Man habe sich deswegen auf die Empfehlung der US-Luftwaffe verlassen und sei abgereist. Hilton hielt sich in Addis Abeba auf, um mit Premierminister Meles Zenawi zu sprechen und um vor den 53 Mitgliedern der Afrikanischen Union eine Rede zu halten.

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa gab bekannt, dass sie zwei Flüge in die Region abgesagt habe. Nach Angaben eines Lufthansa-Pressesprechers in Berlin betraf dies die Verbindungen Frankfurt–Addis Abeba und Frankfurt–Dschidda–Asmara, wobei letzterer nur zwischen Dschidda und Asmara ausfiel.

Es ist unbekannt, wann der 2218 Meter hohe Vulkan das letzte Mal ausgebrochen war. Innerhalb der letzten 150 Jahre ist kein Ausbruch dokumentiert.

Dieses Satellitenbild der NASA vom 13. Juni zeigt weite Teile Argentiniens und Uruguays unter der Aschewolke

Foto: NASA MODIS
Auch Ban Ki-moon musste Reisepläne ändern

Unterdessen musste auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon seine Reiseroute ändern. Seine Pläne wurden durch die Eruption des Puyehue durchkreuzt. Ban war auf dem Weg in die argentinische Hauptstadt Buenos Aires, musste jedoch in Córdoba im Norden des Landes landen und zu seinem Treffen mit Staatspräsidentin Cristina Kirchner rund 650 Kilometer mit dem Auto weiterreisen. Auch in Uruguay fielen zahlreiche Flüge aus.

Der Puyehue war bereits Anfang Juni ausgebrochen, doch eine Aschewolke war westwärts über den südlichen Pazifik gezogen und hat auch in Australien und Neuseeland zu einem Chaos geführt. Der neuseeländische Luftraum war zwar nicht direkt betroffen, aber zahlreiche Flüge von und nach Australien mussten gestrichen werden. Qantas annullierte während des vergangenen Wochenendes mehr als 110 Flüge, etwa 30.000 Reisende saßen fest. Betroffen waren vor allem die Verbindungen von und nach Tasmanien und Neuseeland sowie alle Flüge von und nach Melbourne. Ähnliche Maßnahmen ergriffen auch die Tochtergesellschaft Jetstar und die Fluggesellschaft Virgin Australia.

In Australien lagen Tasmanien, Victoria und der Süden von New South Wales unter der Aschewolke, in Neuseeland vor allem die Südinsel. Der Luftverkehr von und nach Australien werde von Zeit zu Zeit durch Vulkanausbrüche im Pazifikraum gestört, doch dies sei das erste Mal seit zwei Jahrzehnten, dass vulkanische Asche direkt auf den australischen Kontinent gelange, teilte Andrew Tuppe, der Direktor des zuständigen VAAC beim Bureau of Meteorology in Darwin der Presse mit.

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December 20, 2010

Schneechaos in Europa

Schneechaos in Europa – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Schneechaos in Europa

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Veröffentlicht: 11:14, 20. Dez. 2010 (CET)
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Schneepflug vor dem Kölner Dom (19.12.2010)

Europa, 20.12.2010 – Nachdem in weiten Teilen Europas mehrere Winter in Folge nahezu ausblieben, trat der Winter nun schon zum zweiten Mal auch in den tieferen Lagen Mitteleuropas wieder heftiger ein.

Während die Flughäfen in London (Heathrow und Gatwick) und Budapest am Samstag geschlossen wurden, mussten am Flughafen in Frankfurt am Main „nur“ 233 von etwa 1300 Flügen gestrichen werden. In Paris kam am Wochenende nicht nur der Flugverkehr zum Erliegen; auch die Metro stellte ihren Dienst komplett ein. Einige wenige Busse verkehrten.

Auch in Brüssel, auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle und in Amsterdam fielen viele Flüge aus. In Italien brach neben dem Flug- in manchen Regionen auch der Zugverkehr zusammen. Der Eurostar kann nur noch mit gedrosseltem Tempo fahren, weshalb sich laut Betreibergesellschaft die Fahrten jeweils um 60 Minuten verlängern. In Italien und Großbritannien starben bei Verkehrsunfällen mindestens drei Menschen.

Heute und morgen gilt für das südöstliche Belgien die höchste Warnstufe. Für Großbritannien, Irland, Nordbelgien, die Niederlande, Norddeutschland, Westpolen, Südostspanien sowie für große Teile Nord- und Ostfrankreichs, Ungarn, Osttschechien, die Slowakei und Teile Serbiens und Norditaliens sowie Sardininen hat Meteoalarm für heute und morgen die dritthöchste Warnstufe ausgerufen. In Teilen Deutschlands, Belgiens, Nordfrankreichs, Skandinaviens, Tschechiens, Serbiens, Irlands und im Süden Spaniens gilt die zweithöchste Warnstufe.

Laut Spiegel Online empfahl die Lufthansa Kunden für innerdeutsche Reisen alternative Verkehrsmittel zu benutzen. Mehrere Reisende verschiedener Verkehrsmittel reagierten offenbar mit Unverständnis angesichts der Behinderungen durch die derzeitige, der seit Menschengedenken mehr oder weniger regelmäßig und ausgeprägt auftretenden Jahreszeiten. Verschiedene Medien meldeten am Samstag, dass es am Frankfurter Flughafen zu Tumulten kam, die von der Polizei aufgelöst wurden.

In Europa legt der Winter auch das Geschehen im Fußball lahm. Während in Deutschland alle Spiele der 1. und 2. Fußball-Bundesliga am Wochenende stattfanden und nur die tieferen Ligen von wetterbedingten Spielausfällen betroffen sind, fielen in England alle Sonntagsspiele der Premiere League und vier Partien am Samstag aus.

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December 16, 2010

Blizzard legt Mittleren Westen der Vereinigten Staaten lahm

Blizzard legt Mittleren Westen der Vereinigten Staaten lahm

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Veröffentlicht: 17:36, 16. Dez. 2010 (CET)
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Downtown Minneapolis (Minnesota) am 12.12.2010
Quelle: Flickr

Minneapolis / Chicago (Vereinigte Staaten), 16.12.2010 – Ein Blizzard ist am dritten Adventwochenende (10. bis 12. Dezember) über die Staaten im amerikanischen Mittleren Westen hinweggefegt und hat zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Mindestens 15 Menschen sind durch den Schneesturm gestorben.

In Minneapolis fielen während des Blizzards rund 45 Zentimeter Schnee, andernorts in Minnesota waren es bis zu 70 Zentimeter Neuschnee. Der Flughafen der Hauptstadt des Bundesstaates musste geschlossen werden. Außer Minnesota waren besonders die Bundesstaaten Illinois, Michigan und Wisconsin betroffen. Zahlreiche Interstate-Autobahnen und andere Fernstraßen mussten gesperrt werden. Auf den beiden internationalen Flughäfen von Chicago, O’Hare und Midway, kam es zur Streichung von mehr als 1.400 Flügen. In Chicago wurde zwar geringerer Schneefall als in Minneapolis verzeichnet, doch erreichte der Sturm hier Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometer pro Stunde.

Die New York Giants hätten am Sonntag ein Spiel in der NFL gegen die Minnesota Vikings im Metrodome austragen sollen, doch die Schließung des Flughafens von Minneapolis führte dazu, dass die New Yorker Mannschaft in Kansas City strandete. Das Spiel musste schließlich nach Detroit verlegt werden, weil das Dach des Stadions unter der Schneelast teilweise eingebrochen war. Justin Tuck, ein Defensive Lineman der Giants, kommentierte die Situation mit den Worten: „Es ist, als ob man einen schlechten Weihnachtsfilm nachstellt.“

Der Nationale Wetterdienst gab bekannt, dass die 43,5 Zentimeter Neuschnee in der Zeit von Freitagnacht bis Samstagnacht in Minneapolis die fünftgrößte Schneefallmenge innerhalb von 24 Stunden seit 1891 darstellten. Seit einem dreitägigen Blizzard an Halloween 1991, an dem 72 Zentimeter Schnee gefallen waren, ist in Minneapolis nicht mehr so viel Schnee gefallen.

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