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January 22, 2012

Mönchengladbach: Sechs Festnahmen nach Schlägerei verfeindeter Rockergruppen

Mönchengladbach: Sechs Festnahmen nach Schlägerei verfeindeter Rockergruppen

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Veröffentlicht: 09:15, 22. Jan. 2012 (CET)
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Gruppe von Angehörigen der Hells Angles (Archivaufnahme)

Mönchengladbach (Deutschland), 22.01.2012 – In der Nacht zum Sonntag trafen vor einer Diskothek in Mönchengladbach zwei Gruppen von Rockern aufeinander. Es kam zu einer Schlägerei, in deren Verlauf vier Personen verletzt wurden, eine davon lebensgefährlich durch einen Stich. Bei den Rockern handelt es sich um Angehörige der „Bandidos“ und der „Hells Angels“. Sechs der Personen wurden durch die Polizei festgenommen.

Die Hells Angles wurden 1948 gegründet und sind in 32 Ländern aktiv. Durch Behörden und Medien wird der Club immer wieder mit Gewalt- und Drogendelikten, Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und Schutzgelderpressungen in Verbindung gebracht.

Die Bandidos wurden 1966 in Houston, Texas, gegründet. Sie sind in 17 Ländern vertreten. In einigen deutschen Bundesländern wird der Rockerclub wegen seiner Nähe zur Organisierten Kriminalität (OK) durch den Verfassungsschutz beobachtet.

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August 27, 2011

DHB-Herren revanchieren sich bei England und kommen ins EM-Finale

Filed under: Hockey,Mönchengladbach,Themenportal Sport,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

DHB-Herren revanchieren sich bei England und kommen ins EM-Finale

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Veröffentlicht: 15:22, 27. Aug. 2011 (CEST)
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Feldhockeyspiel

Mönchengladbach (Deutschland), 27.08.2011 – Und dann war da noch…

Eine Sportart in der deutsche National- und Vereinsmannschaften immer wieder größte Erfolge feiern, die hierzulande trotzdem aber ein eher unbeobachtetes Schattendasein führt, nämlich das Feldhockey. Obgleich eine der ältesten Vereinssportarten in Deutschland und der Tatsache, dass sowohl die Damen als auch die Herren mehrfach Welt- und Europameisterschaften für sich entscheiden konnten und die Herren den aktuellen Olympiatitel halten, ist nur ein geringes Publikumsinteresse festzustellen.

Aktuell finden in Mönchengladbach die Herren und Damen Europameisterschaften statt. Im gestrigen Halbfinale, das durchaus auch ein Wasserpolospiel hätte werden können, bewies die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) sowohl Geber- als auch Nehmerqualitäten und Geduld. In der Regenschlacht spielte Deutschland, vor 8000 durchweichten Zuschauern im Mönchengladbacher HockeyPark gegen die Auswahl aus England, dem letzten EM-Finalgegener gegen den das Team 2009 eine 3:5 Niederlage kassierte. Im ersten Halbfinale kurz zuvor konnte sich Erzrivale Niederlande (Ähnlichkeiten zum Fußball sind ungewollt und rein zufällig) mit 4:2 (2:2) gegen Belgien durchsetzen. Somit gingen die DHB-Jungs bestens motiviert in die Partie, um den weiteren Weg zum siebenten EM-Titel zu beschreiten.

Durch einen brillanten Techniktreffer Philipp Zellers gingen die deutschen Herren bereits in der 16. Minute in eine verdiente 1:0 Führung. Nun folgte unter immer stärkerem Regen ein verbissener Schlagabtausch in dem nach der Pause die Engländer zunächst die Oberhand gewannen, mit einer gut erspielten Strafecke aber am überragend spielenden deutschen Tormann Max Weinhold scheiterten.

Nun verwandelte sich der Kunstrasen allerdings endgültig in ein Schwimmbecken und die Begegnung musste für etwas weniger als eine Stunde unterbrochen werden, in der der Platzwart und seine Helfer unter weiteren Schauern damit beschäftigt waren die Bespielbarkeit des Platzes wiederherzustellen.

Nach der Wiederaufnahme der Partie blieben noch gute 23 Minuten Spielzeit, in denen die deutsche Auswahl das eindeutig agilere und agressivere Team war. Nachdem zwei weitere Strafecken der gegnerischen Mannschaft nur bis zum Tormann kamen, schoss Oskar Deeke dann in der 61. Minute das befreiende 2:0 und Oliver Korn zwei Minuten später das vorentscheidende 3:0, an dem sich bis zum Ende des Spiels nichts mehr änderte.

Wegen dieses befriedigenden Ergebnisses und der Tatsache, England die Niederlage von 2009 heimgezahlt zu haben, ließen sich Spieler wie Zuschauer zu minutenlangem Jubel hinreißen den auch das nasskalte Wetter nicht unterbinden konnte.

Da das nächste olympische Feldhockeyturnier in England ausgetragen wird, ist die englische Auswahl bereits automatisch qualifiziert, sodass für Titelverteidiger Deutschland bereits die Halbfinalteilnahme ausreichte das Olympiaticket zu lösen, ebenso wie die deutsche Damenmannschaft die am heutigen Samstag, 15 Uhr, ebenfalls gegen die Niederlande, im Finale antritt und sich anschickt ihren dritten EM-Titel zu holen. Das Herren-Finalspiel ist für Sonntag, 15:30 Uhr im Warsteiner HockeyPark, Mönchengladbach angesetzt. Für beide Spiele sind noch Karten zu haben. Außerdem gibt es unter http://tv.hockey.de einen kostenlosen Livestream der aus der TV-Übertragung in Länder mit höherer Feldhockeypopularität gespeist wird. Eine TV-Übertragung im deutschsprachigen Raum findet nicht statt.

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January 28, 2011

Täter stand unter Stress – Mirco war ein Zufallsopfer

Täter stand unter Stress – Mirco war ein Zufallsopfer

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Veröffentlicht: 17:58, 28. Jan. 2011 (CET)
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SOKO-Leiter Ingo Thiel bei der Pressekonferenz

Mönchengladbach (Deutschland), 28.01.2011 – Im Fall des ermordeten 10-jährigen Mirco aus Grefrath am Niederrhein haben Staatsanwaltschaft und Polizei am heutigen Mittag in einer Pressekonferenz weitere Details bekannt gegeben. Der 45-jährige Täter, Olaf H., aus dem nur wenige Kilometer entfernten Schwalmtal sei ein unauffälliger, fürsorglicher Familienvater von drei Kindern, der für den an der Arbeitsstelle aufgebauten Druck ein Ventil gesucht habe. Der Telekom-Mitarbeiter sei am Tatabend von seinem Vorgesetzten „zusammengefaltet“ worden, so Ingo Thiel, Leiter der Sonderkommission Mirco. Auf seinem Heimweg stieß er dann zufällig auf das Opfer, überholte ihn und sprach ihn an. Der offenbar geschockte Junge stieg daraufhin zu Olaf H. ins Auto. Wahrscheinlich ist es kurz darauf in einem nahegelegenen Waldstück zu den Übergriffen gekommen.

In einer dreistündigen Vernehmung gab Olaf H. die Tat zu und führte die Ermittler zum Fundort der Leiche. Dieser befindet sich einige Kilometer nördlich des Suchgebietes, welches die Beamten zuvor mit Hundertschaften, Spürhunden, aber auch mit Tornados abgesucht hatten.

Kommissionsleiter Thiel: „Er hat ihn entführt, entkleidet und versucht, sich an ihm zu vergehen.“ Weitere Details – weder zu dem genauen Tathergang noch zur Todesursache – wollten die Ermittler noch nicht preisgeben, sowohl aus ermittlungstaktischen als auch aus Gründen der Pietät den Eltern des Verstorbenen gegenüber.

Auf die Spur des Täters kamen die Beamten offensichtlich, da sie das Modell des Fahrzeuges seit Ende Oktober recht genau kannten. Dass es dennoch fast drei Monate dauerte, wird zum einen mit der großen Anzahl der in Frage kommenden Fahrzeuge, zum anderen mit der Tatsache begründet, dass der Firmenwagen ein auswärtiges Kennzeichen besaß. Da der Täter von Anfang an in der Nähe vermutet wurde, begann die Suche eben erst mit einheimischen Haltern. Darüber hinaus wurde der Firmenwagen bereits Anfang November abgemeldet. Erst die Wiederanmeldung im benachbarten Luxemburg ermöglichte den Fahndern, den Personenwagen wieder ins Raster aufzunehmen. Der Verkauf des Fahrzeuges war jedoch schon im Vorfeld geplant und stünde in keinem Zusammenhang mit der Tat.

Ein Mitarbeiter der SOKO wohnt in direkter Nähe des Täters. Ihm gegenüber soll er erwähnt haben: „Ich hoffe, ihr kriegt das Schwein.“ Ob Olaf H., der bisher polizeilich nur mit kleineren Verkehrsvergehen bekannt war, bereits früher seinen Stress an schwächeren, unschuldigen Zufallsopfern losgeworden ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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January 16, 2010

Ehemaliger Chefarzt des Wegberger Krankenhauses zu Bewährungsstrafe verurteilt

Ehemaliger Chefarzt des Wegberger Krankenhauses zu Bewährungsstrafe verurteilt

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Veröffentlicht: 21:09, 16. Jan. 2010 (CET)
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Mönchengladbach (Deutschland), 16.01.2010 – Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Mönchengladbach verurteilte den ehemaligen Chefarzt und Klinikbesitzer des Wegberger Krankenhauses am Freitag wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Bewährungsstrafe von 15 Monaten. Zwei weitere mitangeklagte Ärzte wurden freigesprochen.

Der ehemalige Chefarzt hatte bei einer Operation einer über 80-jährige Patientin im März 2006 ohne deren Einwilligung zur Wundbehandlung Zitronensaft eingesetzt. Die Patientin war nach der Operation an einer Infektion der Wunde gestorben.

Nach Auffassung des Gerichts wurden von dem Arzt des Öfteren Wunden mit dieser Methode behandelt. Notiert wurde das von dem ehemaligen Klinikleiter und Chefarzt in den OP-Berichten mit dem Vermerk „Ascorbinsäure“. Die Behandlung damit sei jedoch eine nicht zugelassene Methode, wie der Vorsitzende Richter Lothar Beckers erklärte. Die Patientin hätte über den Experimentalcharakter der Behandlung aufgeklärt werden und auch dieser Methode ausdrücklich zustimmen müssen.

Den Vorwürfen der Anklagevertreter, der frühere Chefarzt und Klinikleiter habe eine unzureichende Diagnose gestellt und Fehler bei der Operation begangen, folgte das Gericht nicht. Von der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach war eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren gefordert worden, die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

Themenverwandte Artikel

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Quellen

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March 16, 2007

Mönchengladbach: Nicht vollstreckter Haftbefehl ermöglichte Doppelmord

Mönchengladbach: Nicht vollstreckter Haftbefehl ermöglichte Doppelmord

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Artikelstatus: Fertig 23:00, 17. Mär. 2007 (CET)
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Lage von Mönchengladbach

Mönchengladbach (Deutschland), 16.03.2007 – Am vergangenen Freitag, den 9. März 2007, um 11:40 Uhr soll ein per Haftbefehl gesuchter 39 Jahre alter Mann nach einer Zivilgerichtsverhandlung seine 38-jährige Frau und eine 19-jährige gemeinsame Tochter erschossen haben. Zwei Stunden nach der Tat stellte er sich der Viersener Polizei. Der mutmaßliche Täter sowie seine Ehefrau waren türkischstämmig mit niederländischen Pässen.

Das getrennt lebende Ehepaar hatte nur kurz zuvor einen Termin beim Amtsgericht zu einem Sorgerechtsprozess, in den auch eine Gewaltschutzgesetzverhandlung gekoppelt war, wahrgenommen. Dabei ging es unter anderem darum, dass der Mann keinen Kontakt mehr zu der Frau und den drei 18, 13 und neun Jahre alten gemeinsamen Kindern herstellen und sich ihnen nicht näher als bis auf 500 Meter nähern sollte. Nachdem die Anwältin der Frau dem Richter mitgeteilt hatte, dass der Ehemann polizeilich gesucht werde, hatte dieser versucht, die Staatsanwaltschaft zu informieren. Statt der für den Haftbefehl zuständigen Staatsanwältin war jedoch nur eine Büroangestellte am Telefon. Diese bestätigte, dass gegen den 39-Jährigen ein Haftbefehl besteht, und gab an, die Polizei zu informieren. Laut Justizsprecher Joachim Banke sei aus ungeklärter Ursache nichts weiter passiert.

Da innerhalb von 30 Minuten keine Polizeibeamten erschienen waren, wollte der Richter den Termin nicht weiter aufschieben und eröffnete gegen 10:30 Uhr die Sitzung. Dem Niederländer wurde vorgeworfen, seine Frau übel zu belästigen. Der 39-Jährige gab jedoch an, es gehe ihm nur um die Kinder. Nach Aussagen der Anwältin des späteren Opfers handelte es sich um „eine völlig normale Auseinandersetzung, wenn es ums Familienrecht geht“. Der Niederländer sei „nicht aggressiv oder so“. Gegen 11:30 Uhr wurde die Verhandlung unterbrochen, da der Richter das Urteil am 23. März sprechen wollte. Danach konnte der in der Türkei geborene Niederländer das Gerichtsgebäude wieder verlassen. Zu dieser Zeit ging Celebi, die Anwältin der Frau, noch davon aus, dass der Haftbefehl vor dem Gebäude vollstreckt würde, „um den Kindern den Anblick zu ersparen, wie ihr Vater verhaftet wird“. Die Anwältin war überrascht, als der Mann einfach wegfuhr. Celebi riet der 38-Jährigen, sofort die Polizei zu rufen, falls ihr Ehemann vor der Wohnung auftauche. Die Frau fuhr eiligst nach Hause, wo jedoch bereits der Mörder – nach Zeugenaussagen der Ehemann – wartete.

Der Ehemann soll sofort aus seinem Wagen gestiegen und auf seine Frau zugegangen sein, um ihr in den Kopf zu schießen. Sie war sofort tot. Anschließend soll er die gemeinsame 19-jährige Tochter an den Haaren gepackt, ihr in die Augen geschaut und sie ebenfalls in den Kopf geschossen haben. Später starb die 19-Jährige, die noch den Notruf wählte, im Rettungshubschrauber. Die jüngere Tochter versteckte sich im Hausflur, während sich ihr Bruder hinter einem Fahrzeug verbergen konnte. Eine Stunde später stellte sich der Ehemann nach einem Fluchtversuch. Nachdem die Polizei bei einer Ringfahndung den mutmaßlichen Fluchtwagen sicherstellen konnte, ging der 38-Jährige in eine nahe Polizeiwache, wo er seine Schusswaffe auf den Tisch legte und sich widerstandslos festnehmen ließ.

Deutschland hat weltweit eine der niedrigsten Mordraten

Die Staatsanwaltschaft Krefeld überprüft derzeit unter anderem, ob ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen Justizangehörige eingeleitet werden kann. Gülsen Celebi gab an, dass ihre Mandantin „große Angst hatte“. Zuerst habe sie nicht damit gerechnet, dass der per Haftbefehl gesuchte Mann zur Verhandlung erscheinen würde. Nach ihren Informationen habe sich dieser in den Niederlanden aufgehalten. Als der 39-Jährige dennoch erschien, übergab sie dem Richter ein Schreiben der Staatsanwaltschaft, das bewies, dass der Haftbefehl existierte. Da ihre Mandantin Angst hatte, habe Celebi „die Verhandlung sogar noch herausgezögert“. Ihre Mandantin sei davon ausgegangen, dass der Richter die Staatsanwaltschaft und Polizei informieren werde. „Ich dachte, dass sie ihn vor dem Gericht festnehmen“, so Celebi im Kölner Stadt-Anzeiger. Nachdem der Niederländer nach der Verhandlung dennoch nicht festgenommen worden war und auch keine Polizei in Sicht war, fuhr das spätere Opfer nach Hause. Dort fielen gegen 11:40 Uhr die tödlichen Schüsse auf Kopf und Oberkörper der Frauen. Die 38-jährige Frau war sofort tot; die 19-jährige Tochter wurde von einem Notarzt wiederbelebt, starb jedoch im Rettungshubschhrauber auf dem Weg ins Krankenhaus an inneren Verletzungen. Die beiden jüngeren Kinder entkamen dem Todesschützen.

Die Staatsanwaltschaft gab am vergangenen Dienstag eine Stellungnahme ab. Darin steht unter anderem: „Besonders betroffen sind wir, weil objektiv die Möglichkeit bestanden hätte, den Tatverdächtigen nach dem Familiengerichtstermin festzunehmen.“ Celebi, die beinahe nur muslimische Frauen vertritt und dort oft mit gewalttätigen Ehemännern zu tun hat, nennt das Ereignis einen Justizskandal. „Diese Morde hätten verhindert werden können, wenn ein per Haftbefehl gesuchter Gewalttäter nicht als freier Mann aus dem Gerichtssaal spaziert wäre.“ „Wäre der Haftbefehl im Polizeicomputer eingetragen worden oder hätte zumindest der Richter den Mann vor Ort verhaften lassen, würden die beiden Frauen noch leben“, so die Vorwürfe der Anwältin. Der Haftbefehl war offenbar nicht in den Fahndungscomputer eingespeist worden. Ein Polizeisprecher gab an, dass „bis zur Tat […] keine Kenntnis von dem Haftbefehl“ vorhanden gewesen sei. Der Fall wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft Krefeld „ganz besonders sorgfältig“ geprüft.

Vor einer Anhörung in Zivilsachen sei es unüblich, dass ein Auszug aus dem Strafregister eingeholt werde, so Joachim Banke gegenüber der Onlineausgabe des Spiegels.

Auch Politiker reagierten auf den Doppelmord. Roswitha Müller-Piepenkötter, die nordrhein-westfälische Justizministerin, kündigte an, die Aufklärung mit Hochdruck vorantreiben. Frank Sichau, der als justizpolitischer Sprecher der SPD-Landesfraktion fungiert, erklärte, dass ein mögliches Justizversagen Konsequenzen haben müsse. Unterdessen verlangen die Grünen, dass sich der Rechtsausschuss des Landtages mit dem Thema befassen soll.

Situation nach der Trennung

Das 39-jährige Opfer hatte sich vor zweieinhalb Jahren vor ihrem Ehemann getrennt. Nach der Trennung terrorisierte er die Frau unter anderem durch Stalking und indem er sie schlug. Mehr als einmal musste sie Zuflucht in Frauenhäusern, unter anderem in Gelsenkirchen, Herne und Krefeld, suchen. Oftmals habe der Mann rund um die Uhr in einem Auto vor der Tür gewartet, so Celebi, die auch angab, dass ihre Mandantin oftmals in Todesangst die Polizei gerufen habe. Die 39-Jährige rief auch einmal, als die Familie vom Ehemann eingesperrt wurde, die Polizei. Die Staatsanwaltschaft leitete anschließend ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Freiheitsberaubung ein, das jedoch eingestellt wurde. Ein Polizeisprecher meinte nun, der Ehemann „konnte und wollte sich mit der Trennung nicht abfinden“. Der Niederländer drohte immer wieder mit Suizid. Im September 2006 zeigte die 39-Jährige ihren Ehemann an, woraufhin er festgenommen, jedoch kein Haftbefehl erlassen wurde. Am 15. Februar 2007 wurde gegen ihn die Untersuchungshaft angeordnet, da er in dringendem Tatverdacht steht, seine Schwägerin vergewaltigt zu haben. Der Haftbefehl wurde jedoch nicht vollstreckt. Am 9. März soll der Gesuchte schließlich nach dem Gerichtstermin seine 39-jährige Frau und die 19-jährige Tochter erschossen haben; die beiden anderen Kinder konnten sich verstecken. Für die beiden Kinder, die zuerst in die Obhut des Jugendamtes kamen, wurde durch Gülsen Celebi neben psychologischer Hilfe auch Polizeischutz veranlasst, da die Familie des mutmaßlichen Doppelmörders nach Celebis Angaben versuchen könnte, die Kinder zu entführen. Die beiden Toten sollen im zentralanatolischen Kayseri bestattet werden.

„Bis es zu spät war“, stellte Celebi fest, seien „die Hilferufe dieser Frau […] nicht ernst genommen worden“.

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July 15, 2006

Israelische Luftangriffe: Offenbar deutsche Familie unter den Opfern

Israelische Luftangriffe: Offenbar deutsche Familie unter den Opfern

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Artikelstatus: Fertig 17:40, 15. Jul. 2006 (CEST)
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Mönchengladbach (Deutschland) / Beirut (Libanon), 15.07.2006 – Offenbar starben auch Deutsche bei den israelischen Luftangriffen auf den Libanon. Mehrere Angehörige und Nachbarn berichteten übereinstimmend gegenüber der Westdeutschen und der Süddeutschen Zeitung, dass von einer vierköpfigen Mönchengladbacher Familie, die in ihrer alten Heimat Urlaub machte, nur der Sohn überlebte. Sein Vater, seine schwangere Mutter und seine 14-jährige Schwester starben, als das Haus, in dem sie sich aufhielten, am Donnerstagmorgen durch einen israelischen Angriff zerstört wurde. Die deutsche Botschaft in Beirut prüft derzeit noch den Sachverhalt.

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May 27, 2006

Jupp Heynckes wird wieder Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach

Jupp Heynckes wird wieder Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach

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Artikelstatus: Fertig 21:07, 27. Mai 2006 (CEST)
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Mönchengladbach (Deutschland), 27.05.2006 – Am Dienstag, den 23. Mai wurde um 15:03 Uhr eine überraschende Trainerverpflichtung bekannt. Jupp Heynckes wird wieder Cheftrainer des Fußballvereins Borussia Mönchengladbach. Er hat einen Zweijahresvertrag bis 2008 abgeschlossen.

Bereits vor 19 Jahren war Heynckes dort Trainer. Heute ist er 61 Jahre alt und möchte es noch einmal versuchen. Bis September 2004 war er Trainer beim FC Schalke 04. Sein Vorgänger in Gladbach war Horst Köppel, dessen Vertrag vorzeitig aufgelöst wurde. Am Samstag hatte Manager Peter Pander Heynckes überraschend angerufen und gefragt, ob er Interesse habe.

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May 14, 2006

Borussia Mönchengladbach trennt sich von Horst Köppel

Borussia Mönchengladbach trennt sich von Horst Köppel

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Artikelstatus: Fertig 20:05, 14. Mai 2006 (CEST)
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Mönchengladbach (Deutschland), 14.05.2006 – Seit dem 19. April 2005 war Horst Köppel der Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach. Einen Tag nach dem letzten Spieltag, am 14. Mai, gab der Verein in Gladbach die Trennung bekannt. Köppels Vertrag wäre ursprünglich noch bis 2007 gelaufen. Laut Vereinsangaben erfolgte die Trennung in beiderseitigem Einvernehmen.

Borussia Mönchengladbach beendete die Saison 2006/2007 auf dem 10. Tabellenplatz.

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  • Horst Köppel wird Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach (18.05.2005)

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October 21, 2005

Suche nach Sexualstraftäter per Hubschrauber

Suche nach Sexualstraftäter per Hubschrauber

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Artikelstatus: Fertig 11:22, 23. Okt. 2005 (CEST)
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Mönchengladbach (Deutschland), 21.10.2005 – In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag dieser Woche hat die Mönchengladbacher Polizei eine Suchaktion durchgeführt.

Ausgelöst wurde diese Aktion kurz vor Mitternacht, nachdem ein Alarmruf einging. Die Anrufer waren Schwesternschülerinnen eines Krankenhauses. Sie hatten Hilferufe gehört, die von einem angrenzenden Park kamen. Da ein sexueller Mißbrauch einer Person nicht ausgeschlossen werden konnte, setzte die Polizei einen Hubschrauber ein und begann die Suche nach dem mutmaßlichen Täter.

Das Parkgelände wurde mittels einer Wärmebildkamera durchsucht. Zusätzlich wurden Polizeihunde zur Suche eingesetzt. Die Aktion verlief jedoch ohne Erfolg.

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June 26, 2005

Jörn Andersen soll Co-Trainer von Horst Köppel bei Borussia Mönchengladbach werden

Jörn Andersen soll Co-Trainer von Horst Köppel bei Borussia Mönchengladbach werden

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Mönchengladbach (Deutschland), 26.06.2005 – Jörn Andersen soll neuer Co-Trainer des deutschen Fußballerstligisten Borussia Mönchengladbach werden. Vor dem 42-jährigen, der seinen Vertrag am Dienstag unterschreiben soll, wurde bereits Uwe Speidel als Co-Trainer verpflichtet. Der Norweger hat bereits Erfahrung als Cheftrainer gesammelt, er war in dieser Position zuletzt für Rot-Weiß Oberhausen tätig. In der Saison 2003/04 verpasste er den Aufstieg nur knapp, in der darauffolgenden Saison verließ er den Verein auf dem 17. Tabellenplatz stehend.

Zur Verpflichtung Andersens wird der Sportdirektor der Borussia, Peter Pander, auf deren offizieller Internetseite wie folgt zitiert: „Wir wollten ein starkes Trainerteam und haben deshalb mit Jörn Andersen Kontakt aufgenommen. Mit ihm haben wir einen kompetenten Trainer für diese Aufgabe gefunden.“

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