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November 15, 2011

Nach Schüssen: Sechs Jahre Haft für Adoptivvater von Boxerin El-Halabi

Nach Schüssen: Sechs Jahre Haft für Adoptivvater von Boxerin El-Halabi

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Veröffentlicht: 13:09, 15. Nov. 2011 (CET)
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El-Halabi im Jahr 2008

Berlin (Deutschland), 15.11.2011 – Der 44-jährige Adoptivvater der Boxerin El-Halabi wurde vom Landgericht Berlin zu sechs Jahren Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchter schwerer Körperverletzung verurteilt. Hicham E. hatte seine Adoptivtochter trainiert und, als sie sich einen neuen Trainer gesucht hatte, in ihrer Kabine kurz vor einem Weltmeisterschaftskampf in Berlin zehn Schüsse auf sie abgegeben. Er hatte Hand, Knie und beide Füße getroffen und wollte verhindern, dass sie jemals wieder in den Boxring steigen kann. El-Halabi wurde bei dem Angriff schwer verletzt.

Im Urteil wurde ausgeführt, dass Hicham E. über Monate geplant hatte El-Halabi zum Krüppel zu schießen. Bei der Tatausführung wurden auch zwei Männer vom Sicherheitsdienst angeschossen. Im Urteil schlug sich auch nieder, dass der Täter im Jahr 2010 den Freund seiner Adoptivtochter verprügelt hatte. Die Boxerin war im Gerichtssaal anwesend und hatte Tränen in den Augen. Ihr Anwalt: „Es ist die Buße für eine feige Tat.“ Ob El-Halabi nach den Verletzungen wieder boxen wird können, ist noch nicht klar.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Rola El-Halabi“.

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November 8, 2011

Boxlegende Joe Frazier unterliegt in der letzten Runde gegen den Tod

Boxlegende Joe Frazier unterliegt in der letzten Runde gegen den Tod

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Veröffentlicht: 13:20, 8. Nov. 2011 (CET)
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Joe Frazier (Archivbild)

Philadelphia (Vereinigte Staaten), 08.11.2011 – Am Montag, dem 7. November 2011, verstarb der Schwergewichtsboxer Joe Frazier an einer Krebserkrankung in Philadelphia. Der Leberkrebs war erst vor wenigen Wochen diagnostiziert worden.

Unter dem Kampfnamen „Smokin’ Joe“ (Volldampf-Joe) hat er Boxgeschichte geschrieben. Gegen Hans Huber aus Regensburg gewann er 1964 im Schwergewicht die Goldmedaille und den WM-Titel. Er hatte elf Geschwister und war das jüngste Kind der Familie. 1990 wurde er in die International Boxing Hall of Fame aufgenommen.

Ein sportlicher Höhepunkt seines Lebens war 1971 der Kampf gegen Muhammad Ali im New Yorker Madison Square Garden, wo er in der 15. Runde siegreich war.

Von seinen 37 Profikämpfen gewann er 32, davon 27 durch K.O. Vier mal wurde er geschlagen, einmal lautete das Urteil der Kampfrichter unentschieden.

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  • Portal:Sport

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July 3, 2011

Schwergewichtsboxkampf in Hamburg: Wladimir Klitschko vs David Haye

Schwergewichtsboxkampf in Hamburg: Wladimir Klitschko vs David Haye

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Veröffentlicht: 09:22, 3. Jul. 2011 (CEST)
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Wladimir Klitschko

Hamburg (Deutschland), 03.07.2011 – Im Schwergewichtsboxkampf in Hamburg in der Imtech-Arena gewann Wladimir Klitschko gegen den Briten David Haye. Die Familie Klitschko ist damit im Besitz aller Weltmeistertitel. Klitschko siegte nach Punkten; alle drei Punktrichter sahen ihn nach dem Kampf vorne.

David Haye ließ die Zuschauer und Lennox Lewis zehn Minuten warten. Als er dann endlich Richtung Ring ging, hatte er deshalb viel Sympathie beim Publikum verspielt.

Im Kampf fiel Haye durch seine Schnelligkeit im Oberkörper auf. Immer wieder gelang es ihm, den Schlägen von Klitschko alias Dr. Steelhammer auszuweichen. Wenn Haye in Bedrängnis kam, ließ er sich zu Boden fallen; dies führte dazu, dass Klitschko einen Punktabzug bekam, weil er angeblich Haye mehrmals zu Boden gedrückt hätte. In den zwölf Runden gelang keinem der Boxer ein KO-Sieg. Haye wurde ein Mal angezählt, wobei er sich jedes mal leichtfüßig wieder aufrichten konnte.

Nach dem Kampf gaben sich die Boxer versöhnlich entgegen der vor dem Kampf an den Tag gelegten Kommunikation, die von tiefer Abneigung geprägt war. Haye äußerte in einem Interview, dass er sich am Fuß im Training eine Verletzung zugezogen habe und deshalb nicht schnell genug im Kampf hätte agieren können. Humpelnd verließ er anschließend die Halle.

Die einzelnen Runden wurden von den Ringrichtern wie folgt gewertet: 117:109, 118:108 und 116:110.

Klitschko ist jetzt Weltmeister der Verbände IBF, WBO, IBO und WBA. Die Titel IBF, WBO und IBO hat er verteidigt, den Titel des Verbandes WBA hinzugewonnen.

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April 11, 2011

Magdeburg: Profiboxer droht nach Ausraster weltweites Berufsverbot

Magdeburg: Profiboxer droht nach Ausraster weltweites Berufsverbot

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Veröffentlicht: 15:55, 11. Apr. 2011 (CEST)
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Magdeburg (Deutschland), 11.04.2011 – Zu einem Eklat kam es am 10. April 2011 im Rahmen eines Boxkampfes um den Weltmeisterschafttitel nach WBO-Version in der Bördelandhalle in Magdeburg. Nachdem Box-Profi Khoren Gevor im Weltmeisterschaftskampf gegen den 29 Jahre alten Titelverteidiger Robert Stieglitz zurücklag, versetzte er diesem in der zehnten Runde einen Kopfstoß. Die Disqualifikation war die Folge. Jetzt rastete Gevor völlig aus und schlug auf den Ringrichter Manfred Küchler ein[1]. Mehr als zehn Männer waren nötig, um Gevor von weiteren Angriffen auf den Ringrichter abzuhalten[2].

In der zehnten Runde versetzte der Herausforderer Gevor seinem Gegner Stieglitz einen Kopfstoß. Dieser wurde vom Ringrichter als absichtliches Foul gewertet, was zur Disqualifikation Gevors führte. Gevor war außer sich. Er ging gegen den Trainer Dirk Dzemski und einen Betreuer von Stieglitz vor, und beim Verlassen des Rings griff er unvermittelt den Ringrichter an. Der 61-jährige Küchler: „Plötzlich stand Gevor vor mir, schlug los. Doch ich war früher selbst Boxer, drehte mich blitzschnell ab. So landeten die Schläge auf meinem Rücken.“ Gevor rechtfertigte sich gegenüber der Bildzeitung: „Stieglitz hat ständig gehalten, ich konnte gar nicht boxen. Küchler hätte ihn verwarnen müssen. Ich jedenfalls boxe nie wieder in Deutschland.“ Jean Marcel Nartz war als Supervisor des Bundes Deutscher Berufsboxer am Ring: „Es wird eine lebenslange Sperre für Khoren Gevor vom Weltverband WBO geben.“ Damit könnte das Ende der Karriere von Gevor gekommen sein; er dürfte dann weltweit nicht mehr als Boxer antreten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Boxsport

Quellen

Fußnote

  1. http://www.youtube.com/watch?v=aA5K63ZSYNc
  2. http://www.youtube.com/watch?v=n7bL_-XI7P8

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April 3, 2011

Berlin: Ex-Manager schießt Boxerin nieder

Berlin: Ex-Manager schießt Boxerin nieder

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Veröffentlicht: 09:38, 3. Apr. 2011 (CEST)
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Rola El-Halabi

Berlin (Deutschland), 03.04.2011 – Der Stiefvater und Ex-Manager (44) der Profiboxerin Rola El-Halabi (25) verletzte diese durch Schüsse zehn Minuten vor einem Kampf schwer. Offenbar wollte er die Karriere der hoffnungsvollen Boxerin beenden. Im anstehenden Kampf hatte sie den Weltmeistertitel holen wollen.

El-Halabi bereitete sich mit ihrem Team auf den Kampf vor. In wenigen Minuten wäre sie im Ring auf Irma Adler getroffen. Da stürmte ihr Stiefvater, den sie Anfang des Jahres als Manager entlassen hatte, in den VIP-Bereich. Er schoss sich den Weg frei und traf dabei zwei Männer der Security (34 und 36). Bei der Boxerin angekommen, schoss er dieser in Hände und Beine.

Die Veranstaltung und die Liveübertragung des Senders Eurosport wurden abgebrochen. Die Polizei nahm den Schützen fest. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Es ist Haftbefehl wegen versuchten Totschlags ergangen.

Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht und sind nicht in Lebensgefahr.

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  • Portal:Tötungsdelikte
  • Portal:Boxsport

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March 20, 2011

Boxen: Weltmeisterschaftskampf Klitschko gegen Solis in der ersten Runde entschieden

Boxen: Weltmeisterschaftskampf Klitschko gegen Solis in der ersten Runde entschieden

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Veröffentlicht: 15:13, 20. Mär. 2011 (CET)
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Köln (Deutschland), 20.03.2011 – Gestern Abend trafen der in Deutschland trainierende Ukrainer Vitali Klitschko und der Kubaner Oblanier Solis in Köln vor 19.000 Zuschauern zu einem Weltmeisterschaftskampf im Schwergewichtsboxen in der ausverkauften Lanxess Arena aufeinander. Zum Ende der ersten Runde traf Klitschko die Schläfe von Solis, der daraufhin die Augen verdrehte und nach hinten einknickte. Beim Fallen verdrehte er sein rechtes Knie. An den Seilen richtete er sich nochmals auf, war jedoch nicht mehr in der Lage richtig zu stehen. Der Ringrichter entschied auf Technischen Knockout (TKO).

Die Zuschauer in der Halle waren enttäuscht, lang anhaltend Pfiffe waren zu hören. Klitschkos erstes Interview im Ring war kaum zu verstehen. Manche der Zuschauer vermuteten wohl ein abgekartetes Spiel. Dem widersprach, dass Solis in der ersten Runde gut mithalten konnte und die Zeitlupe des Geschehens, in der deutlich zu sehen ist, wie Solis sich das Knie beim Fallen verdreht. In der Kölner Uniklinik wurde ein Riss des vorderen Kreuzbandes und des äußeren Meniskus sowie ein Knorpelschaden festgestellt.

Bei der Pressekonferenz lieferten sich die Promoter von Klitschko und Solis einen verbalen Schlagabtausch. Öner gönnte Klitschko den Sieg nicht: „Gönnen tue ich Dir das nicht, denn das war kein schöner Sieg, er hat einen faden Beigeschmack“. Klitschko-Manager Bönte: „billige Ausrede, das war ein ganz klarer Treffer. Der Junge wackelt, dabei verdreht er sich das Knie. Der hätte so oder so nicht weitermachen können. Der Öner dreht die Sache natürlich um und tut so, als ob er deshalb nicht weitermachen konnte.“ Das wollte Öner nicht auf sich sitzen lassen und konterte nun deutlich unter der Gürtellinie: „Bernd, hör auf! Halt einfach die Fresse“. Weitere Kraftausdrücke und Vorwürfe folgten in der kurzen „Pressekonferenz“

Fazit: Klitscho kam als WBC-Weltmeister und blieb es auch. Solis wird einige Zeit brauchen, um sich von der Niederlage zu erholen.

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May 29, 2010

Klitschko, Maske und Seeler enthüllten Max-Schmeling-Denkmal

Klitschko, Maske und Seeler enthüllten Max-Schmeling-Denkmal

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Veröffentlicht: 08:36, 29. Mai 2010 (CEST)
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Fußball-Ikone Uwe Seeler konnte sich an dem Max-Schmeling-Denkmal gar nicht satt sehen

Hollenstedt (Deutschland), 29.05.2010 – Rund 2500 Zuschauer applaudierten, als Box-Weltmeister Wladimir Klitschko, Fußball-Legende Uwe Seeler und Ex-Champion Henry Maske das bronzene Max-Schmeling-Denkmal unter strahlend blauem Himmel in Hollenstedt enthüllten. Auch das Promi-Trio war sichtlich beeindruckt von der Bronze-Skulptur des Bildhauers Carsten Eggers: „Maxe ist prima getroffen, seine Entschlossenheit und Zielstrebigkeit kommt gut rüber!“ Anerkennung und Applaus für den „Maxe in seinen Glanzzeiten“ erntete der Künstler auch von den Box-Größen Luan Krasniqi, Jürgen Blin, Alexander Dimitrenko und Alexander Alekseev. Die Festansprache hielt Innenminister Uwe Schünemann. Bereits Stunden vor dem großen Ereignis hatten sich Fans aus ganz Deutschland die besten Plätze hinter der Absperrung gesichert. Der Promi-Bereich wurde zusätzlich von breitschultrigen Bodyguards abgeschirmt. Das Gelände rund um die Max-Schmeling-Hallen war eine einzige Festmeile, glich einem Volksfest. Zahlreiche bekannte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Box-Welt gingen in dem Trubel förmlich unter. Bier, Wein und Gegrilltes versüßten das lange Warten auf den großen Moment. So ziemlich alle bekannten Fernsehsender, Foto-Agenturen und Pressevertreter aus ganz Deutschland haben in der VIP-Lounge um die besten Plätze gekämpft. Als endlich das weinrot schimmernde Tuch bei feierlichen Klängen von der Bronze glitt, ertönte tosender Beifall. Vielen Zuschauern kullerten Tränen über das Gesicht. „Das ist der größte Tag in der Geschichte Hollenstedts“, war Samtgemeindebürgermeister Uwe Rennwald von der Resonanz überwältigt.

Vielen Zuschauern kullerten Tränen über das Gesicht

Das Max-Schmeling-Denkmal kurz nach Enthüllung: Ex-Boxer Henry Maske, Bildhauer Carsten Eggers und Box-Weltmeister Wladimir Klitschko stellten sich geduldig den Fotografen

Fünf Jahre lang dauerte die Debatte um ein ehrwürdiges Denkmal in Hollenstedt, der Wahlheimat Schmelings. Parallel wurde bundesweit nach einem Bildhauer gesucht. Für den auserwählten Künstler Carsten Eggers aus Nottensdorf bei Hamburg (er modellierte schon Rudi Carrell) kam nur der junge Max Schmeling in Frage. Doch selbst für den routinierten Porträtisten und Boxfan war diese Aufgabe nach alten, vergilbten Fotos eine echte Herausforderung: „Mal hat Schmeling ein Killergesicht, das nächste Bild zeigt ihn nach dem Kampf mit Veilchen oder als Sonnyboy mit Colgate-Lächeln“, seufzte der Künstler. Monatelang hat er die Tonskulptur mit Klopf- und Modellierhölzern bearbeitet. „Von mir hat Maxe die meisten Schwinger hinnehmen müssen“, amüsierte sich der Bildhauer, „allerdings kamen wir nicht mit zwölf Runden a drei Minuten aus.“ Nach einem dreiviertel Jahr hatte er es geschafft, den Mythos Schmeling aus einem Klumpen Ton zu formen: „Ich habe quasi eine Collage aus mehreren Jahrzehnten geschaffen.“ Die überdimensionale Büste (mit Sockel rund 2,30 Meter groß) zeigt den jungen Schmeling mit Handtuch um die Schultern. Warum eine Büste? „Weil der Box-Kampf mit dem Kopf gewonnen wird“, erklärte Eggers, „das Handtuch steht für den Fleiß und den Schweiß.“ Von dem Ergebnis zeigte sich Kultur-Wissenschaftler und Kunst-Kritiker Dr. Klaus Frerichs nach der Enthüllung des Denkmals fasziniert: „Dieses Kunstwerk ist ein Meisterwerk von dem zur Zeit besten Porträtisten.“ Das Max-Schmeling-Denkmal neben den gleichnamigen Sporthallen in Hollenstedt wurde für rund 63.000 Euro realisiert. Die Samtgemeinde veranlasste obendrein eine aufwendige Platzgestaltung für die Bronze.

Max Schmeling war schon zu Lebzeiten eine Legende

Rund 2500 Besucher aus ganz Deutschland haben die Enthüllung des Max-Schmeling-Denkmals verfolgt. Mittendrin gab Box-Weltmeister Wladimir Klitschko ein Interview

Max Schmeling war schon zu Lebzeiten eine Legende, gilt als einer der populärsten Sportler Deutschlands. 1936 ging er als Jahrhundertheld in die Box-Geschichte ein. Nach dem spektakulären k.o.-Sieg gegen den amerikanischen Box-Champion Joe Louis im New Yorker „Yankee Stadium“ stand die Welt Kopf, feierte einen neuen Helden. Fans aus aller Welt verehren ihn als Boxer, Vorbild und Idol. Auch als Schmeling in einem Rückkampf gegen Joe Luis verlor, blieb der Mythos ungebrochen. Bis heute hat es kein deutscher Boxer geschafft, als Weltmeister aller Klassen in seine Fußstapfen zu treten. Der Mann mit der Eisenfaust kannte weder Starallüren noch Skandale, war das Synonym für Anständigkeit, Bescheidenheit und menschliche Größe. All das wollte der Künstler in seinem Werk widerspiegeln. Für den engsten Vertrauten Max Schmelings, Hollenstedts Ex-Samtgemeindedirektor Herbert Woltmann, war der Anblick der überlebensgroßen Büste eine Reise in die Vergangenheit: „Das haut mich glatt um.“ Woltmann war dem Box-Idol und dessen Ehefrau, Film-Diva und UFA-Star Anni Ondra, in jahrzehntelanger Freundschaft verbunden. Er kämpfte unaufhörlich für sein Ehrenmal, setzte es schließlich mit Hilfe von großzügigen Sponsoren durch. Neben ihm gibt es weltweit nur noch wenige lebende Verehrer, die den Weltmeister aller Klassen in seiner Blütezeit kennen gelernt hatten. Die hatten es sich aber nicht nehmen lassen, an der Enthüllung des Kunstwerks teil zu nehmen, nahmen sehr weite Wege in Kauf. Und alle waren sich einig: „Das ist unser Maxe!“

Quellen

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March 21, 2010

Boxen: Wladimir Klitschko schlägt Chambers in der 12. Runde K.o.

Boxen: Wladimir Klitschko schlägt Chambers in der 12. Runde K.o.

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Veröffentlicht: 11:30, 21. Mär. 2010 (CET)
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Düsseldorf (Deutschland), 21.03.2010 – In einem Weltmeisterschaftskampf, den Wladimir Klitschko nach Punkten von der ersten Runde an klar dominierte, gelang dem Weltmeister nach Version der IBF, WBO und IBO erst wenige Sekunden vor dem Ende der 12. Runde der entscheidende Schlag, der zum Knockout seines US-amerikanischen Herausforderers, Eddie Chambers, führte. Es war der 48. K.o.-Sieg des Ukrainers. Der Boxkampf fand am Samstag in der Düsseldorfer Esprit-Arena statt, wo 50.000 Zuschauer das Boxereignis verfolgten.

Chambers, der die Weltrangliste der WBO anführt, hatte sich durch einen Sieg über Alexander Dimitrenko am 4. Juli 2009 für diesen Weltmeisterschaftskampf qualifiziert. Chambers bewegte sich sehr schnell im Ring und wich den Schlägen Klitschkos immer wieder geschickt aus, wie der Sieger nach dem Kampf anerkennen musste: „Eddie war sauschnell, ich musste lange abwarten, um das richtige Tempo zu bekommen.“ Trotz seiner Überlegenheit gelang es Klitschko nur selten, Chambers entscheidend zu treffen. Einmal in der 2. Runde brachte Klitschko seinen Gegner durch einen Kopftreffer kurz ins Wanken. Erst in den letzten beiden Runden boxte Klitschko aggressiver und setzte Chambers zusehends stärker unter Druck. Fünf Sekunden vor dem Rundenende der 12. Runde gelang Klitschko schließlich ein harter Wirkungstreffer mit seiner Linken an die Schläfe seines Herausforderers, der den Kampf beendete.

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January 28, 2010

Promi-Treff um Max-Schmeling-Denkmal: Klitschkos und Maske kommen

Promi-Treff um Max-Schmeling-Denkmal: Klitschkos und Maske kommen

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Veröffentlicht: 21:24, 28. Jan. 2010 (CET)
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Max Schmeling wird mit einem Denkmal geehrt

Bildhauer Carsten Eggers, hier mit der Skulptur „Skuld“, verewigt Box-Legende Max Schmeling in Bronze

Hollenstedt (Deutschland), 28.01.2010 – Millionen Max-Schmeling-Fans haben seit Jahrzehnten darauf gewartet: Jetzt bekommt Deutschlands größte Box-Legende († 2005) endlich ein würdiges Denkmal. Bildhauer Carsten Eggers (52) aus Nottensdorf (schuf die Rudi-Carrell-Büste) verewigt Deutschlands einzigen Profi-Box-Weltmeister aller Klassen in Bronze im Auftrag der Samtgemeinde Hollenstedt (Landkreis Harburg), der Wahlheimat Schmelings. Dort hat der weltbekannte Jahrhundert-Sportler fast 55 Jahre gelebt. Die überlebensgroße Skulptur soll am 21. Mai dieses Jahres einen Ehrenplatz neben der Hollenstedter Max-Schmeling-Halle bekommen. Die feierliche Zeremonie beginnt um 17 Uhr.

Die Gästeliste zur Enthüllung des Max-Schmeling-Denkmals liest sich wie das People Lexicons Who’s Who: Prominente, wie die beiden Schwergewichts-Weltmeister Wladimir und Vitali Klitschko, Fußball-Legende Uwe Seeler oder TV-Moderator Johannes B. Kerner haben ihr Kommen bereits zugesagt. Die Laudatio hält Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann und Ex-Boxer Henry Maske wird ein Grußwort an die Menge richten. Samtgemeindebürgermeister Uwe Rennwald rechnet mit mehreren hundert Besuchern.

Das Kunstwerk selbst bleibt ein großes Geheimnis

Fünf Jahre lang dauerte die Debatte um ein ehrwürdiges Denkmal in Hollenstedt. Wie soll ein Ausnahme-Sportler, der heute noch weltweit unter den „Top Ten“ aller Zeiten geführt wird, dargestellt werden? Jung oder alt, als Boxer oder so, wie ihn alle zuletzt kannten? Die Hollenstedter haben sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. „Wir haben bundesweit lange nach einem Künstler gesucht, der dieser schwierigen Aufgabe gewachsen ist“, erklärt Uwe Rennwald. Mit Bildhauer Carsten Eggers ist obendrein ein Box- und Max-Schmeling–Fan gefunden: „Dass ich mein Idol in Bronze verewigen soll, sehe ich als ganz besondere Ehre.“

Um das Kunstwerk selbst machen alle Beteiligten ein großes Geheimnis. Bislang ist kein Foto von der Skulptur veröffentlicht. Das fertige Tonmodell steht derzeit in der Bildhauerwerkstatt des Künstlers, es wird zurzeit in Bronze gegossen.

Max Schmeling war schon zu Lebzeiten eine Legende und gilt als einer der populärsten Sportler Deutschlands. 1936 ging er als Jahrhundertheld in die Box-Geschichte ein. Nach dem spektakulären K. o.-Sieg gegen den amerikanischen Box-Champion Joe Louis im New Yorker „Yankee Stadium“ stand die Welt Kopf, feierte einen neuen Helden. Millionen Fans aus aller Welt verehrten ihn als Boxer, Vorbild und Idol. Auch als Schmeling in einem Rückkampf gegen Joe Luis verlor, blieb der Mythos ungebrochen. Bis heute hat es kein deutscher Boxer geschafft, als Weltmeister aller Klassen in seine Fußstapfen zu treten. Der Mann mit der Eisenfaust kannte weder Starallüren noch Skandale, er war das Synonym für Anständigkeit, Bescheidenheit und menschliche Größe. All das will der Künstler in seinem Werk widerspiegeln.

Carsten Eggers ist ein renommierter Bildhauer und Maler aus Nottensdorf bei Hamburg, der unter anderem bekannte Persönlichkeiten portraitiert (zuletzt Rudi Carrell). Seine lebensgroßen und überlebensgroßen Bronze-Skulpturen sind im gesamten norddeutschen Raum sowie in den Niederlanden vertreten.

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October 14, 2008

Boxen: Samuel Peter gab nach der achten Runde gegen Vitali Klitschko auf

Boxen: Samuel Peter gab nach der achten Runde gegen Vitali Klitschko auf

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Veröffentlicht: 16:53, 14. Okt. 2008 (CEST)
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Vitali Klitschko

Berlin (Deutschland), 14.10.2008 – In der Nacht von Samstag auf Sonntag boxte Vitali Klitschko gegen Samuel Peter vor 12.000 Zuschauern in Berlin. Für Klitschko war es der 36. Sieg im 38. Profikampf. Er ist Schwergewichtsweltmeister des Weltverbandes WBC. Der Nigerianer Peter musste seine zweite Niederlage im 32. Profikampf einstecken. Vitali Klitschko hatte vor 1.400 Tagen seinen letzten Kampf bestritten.

Von Beginn an bestimmte Klitschko den Kampf. Ab Runde drei ließ Peter oft seine Deckung hängen und musste harte Schläge vom Gegner einstecken. Er zog sich an den Augen schwere Schwellungen zu, und seine Lippe blutete. Als nach der achten Runde alle drei Punktrichter urteilten, dass Klitschko nach Punkten vorne liege, gab Samuel Peter auf. Samuel Peters Trainer Sacey McKinley gestand ein, dass Klitschko der bessere Boxer im Kampf gewesen sei. Für die Klitschko-Brüder ging ein großer Traum in Erfüllung, denn sie sind nun beide Schwergewichtsweltmeister.

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