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December 15, 2005

Michelin verlässt die Formel 1

Michelin verlässt die Formel 1 – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Michelin verlässt die Formel 1

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Artikelstatus: Fertig 19:25, 15. Dez. 2005 (CET)
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Ab 2007 wird es nur noch einen Reifenhersteller in der Formel 1 geben.

Clermont-Ferrand (Frankreich), 15.12.2005 – Der französische Reifenhersteller Michelin wird die Formel 1 zum Jahresende 2006 verlassen, wie das Unternehmen mitteilte. Anlass seien Unstimmigkeiten mit dem Automobilsportweltverband FIA um das neue Reglement. „Die Position der FIA ändert sich je nach Situation und spiegelt offensichtlich fehlende Transparenz hinsichtlich der Begründung einiger Entscheidungen wider”, sagte Konzernchef Edouard Michelin der italienischen Zeitung „Gazzetta dello Sport“. „Nachdem sie eine Kostensenkung unterstützt haben, erhöht das neue Reglement der FIA die Kosten wieder um 15 Prozent – durch mehr Entwicklung, mehr Tests und mehr Logistik.“ Dass diese Pläne von den Teams unterstützt wurden, kommentierte Michelin folgendermaßen: „Wenn einige Teams das getan haben, dann nur, weil sie einen Vorteil wittern – also vor allem die Teams, die mit den Reifen unseres Konkurrenten gefahren sind, denn die konnten sich nie ganz auf die Umstände von 2005 einstellen.“

Damit wird Bridgestone ab 2007, wie schon 1999 und 2000, alleiniger Reifenhersteller der Formel 1 sein.

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October 22, 2005

Winterreifen bisher nicht Pflicht, aber empfehlenswert

Winterreifen bisher nicht Pflicht, aber empfehlenswert

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Artikelstatus: Fertig 22:07, 22. Okt. 2005 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 22.10.2005 – Mit Beginn der kalten Jahreszeit in Deutschland appellieren Experten an die Autofahrer, Winterreifen aufzuziehen. Die Abstimmung im Bundesrat zu einer Winterreifenpflicht fand wegen der Neuwahlen zwar nicht statt, dürfte aber bis zum nächsten Winter nachgeholt werden.

Dann werden bei Eis und Schnee Winterreifen vorgeschrieben, die als Qualitätsmerkmal mit einem Schneekristall markiert sind. Außerdem soll die Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern auf vier Millimeter angehoben werden. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von 20 Euro, bei Behinderung Anderer 40 Euro sowie ein Punkt in Flensburg.

Es war auch bisher schon Pflicht, sein Fahrzeug den Witterungsverhältnissen entsprechen auszurüsten. Bei Unfällen auf winterlichen Straßen wurde Fahrern mit Sommerreifen mitunter alleine deswegen eine Mitschuld angerechnet.

Winterreifen sind ab Temperaturen unter sieben Grad Celsius zu empfehlen. Ihre Gummimischung bleibt gegenüber der von Sommerreifen auch dann noch weich und bietet dadurch allgemein eine bessere Traktion. Durch spezielle Lamellen, die sich in die Fahrbahn verkrallen können, wird sie zusätzlich erhöht.

Wer die Kosten scheut, sollte sich die möglichen Kosten eines Unfalls vor Augen halten. Außerdem verschleißen die Sommerreifen entsprechend weniger, was die Kosten wieder reduziert. Eine separater Satz Felgen für die Winterreifen spart zusätzlich Kosten beim Reifenwechsel.

Der ADAC gibt Tipps zum Umgang mit den unbenutzen Reifen. Sie sollten markiert werden, damit sie beim nächsten Wechsel wieder an die richtige Stelle montiert werden. Bei unterschiedlichem Verschleiß können aber auch die hinteren mit den vorderen Reifen (paarweise) getauscht werden. Nachdem etwaige Fremdkörper aus dem Profil entfernt sind, sollten die Reifen bei einem um 0,5 bar erhöhten Luftdruck kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Reifen ohne Felgen müssen aufrecht stehen, mit Felgen können sie wahlweise aufgehängt oder gestapelt aufbewahrt werden.

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October 20, 2005

Bridgestone ist optimistisch für 2006

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Bridgestone ist optimistisch für 2006

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Artikelstatus: Fertig 21:27, 20. Okt. 2005 (CEST)
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Werden die neuen Bridgestone-Reifen Ferrari wieder auf die Siegerstraße führen?

Tōkyō (Japan), 20.10.2005 – In den vergangenen acht Jahren gewann Bridgestone alle Weltmeisterschaften, zwar war man 1999 und 2000 Alleinausrüster, aber sowohl gegen GoodYear als auch gegen Michelin war man bislang deutlich überlegen. Auch für die Saison 2005 zeigte man sich optimistisch, als Technikchef Hisao Suganuma beim letzten Wintertest im Februar in Barcelona glaubte, „einen Durchbruch geschafft zu haben, der uns sowohl eine gute Zuverlässigkeit als auch eine gute Performance erlaubt.“

Doch die Realität sah anders aus: Nur einen Sieg konnten die Japaner heuer verbuchen und das auch noch beim fragwürdigen US-Grand Prix. Auch in Japan sieht man den Ernst der Lage. Entwicklungschef Hirohide Hamashima sagte der italienischen Fachzeitschrift La Gazetta dello Sport: „Sollte es so weiter gehen, dann wäre das schlecht für unsere Zukunft. Es würde großen Schaden verursachen.“ Aber man ist optimistisch, dass es 2006 wieder bergauf gehen kann. „Wir besitzen alles um wieder an die Spitze zu gelangen.“ „Mit Williams und Toyota wird sich alles verbessern. Michelin und wir werden 2006 mit einem weißen Papier beginnen. Wir müssen uns rehabilitieren.“

Dass aber der tiefe Fall in der Saison 2005 nicht nur durch Bridgestone zu verantworten ist, weiß man ebenfalls. Hamashima sagte weiter zum Thema Aerodynamikschwäche des Reifentyps „F2005“: „Ich möchte Ferrari nicht die Schuld in die Schuhe schieben, aber im Vergleich zu 2004 war es mit dem F2005 sicherlich schwieriger die richtige Balance zu finden.“ „Ferrari hat ebenfalls zugegeben, dass ihr Paket nicht konkurrenzfähig genug war.“

Dass die Reifen, auch für andere Kunden, ausschließlich mit Ferrari entwickelt werden, hält Hamashima für richtig. „Wenn man die richtige Richtung gefunden hat, dann ist es perfekt, exklusiv mit nur einem Team zu arbeiten.“ „Dann kann man alle Ressourcen auf dieses Team konzentrieren. Aber wenn es Schwierigkeiten gibt, dann braucht man mehr Fingerzeige für die Entwicklung.“

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October 18, 2005

Formel 1: Wichtiger Michelin-Mann wechselt zu Ferrari

Formel 1: Wichtiger Michelin-Mann wechselt zu Ferrari

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Artikelstatus: Fertig 21:22, 18. Okt. 2005 (CEST)
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Wird Ferrari nächste Saison wieder das Feld anführen?

Maranello (Italien) / Clermont-Ferrand (Frankreich), 18.10.2005 – Für die Scuderia Ferrari war die abgelaufene Saison das schlechteste Jahr seit über zehn Jahren. Experten erklären das mit der Schwäche der Bridgestone-Reifen im Vergleich zur Konkurrenz von Michelin.

Jetzt hat Ferrari Gérald Brussoz ins Team geholt. Der Franzose war seit 1993 Mitarbeiter bei Michelin. Seit 2000 war er in leitender Position in der Formel-1-Abteilung. Nachdem Pascal Vasselon im März 2005 zu Toyota gewechselt ist, wurde sein Betätigungsfeld ausgeweitet. Ein Michelin-Sprecher bestätigte den Weggang des langjährigen Mitarbeiters: „Er hat im September das Unternehmen verlassen. Wir wünschen ihm für seine Zukunft natürlich alles Gute.“

Ein übermäßiger Wissenstransfer ist allerdings nicht zu befürchten. Das Reifenreglement wird sich in der Saison 2006 komplett ändern, weswegen die Technologie der Saison 2005 wertlos sein wird. Aufgrund dessen wird man vor Saisonbeginn auch keine seriöse Vorhersage über das Kräfteverhältnis der Reifenhersteller treffen können.

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August 6, 2005

Fréjus-Tunnel wieder geöffnet

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Fréjus-Tunnel wieder geöffnet

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Lyon (Frankreich) / Turin (Italien), 06.08.2005 – Fast auf den Tag genau zwei Monate nach dem Großbrand wurde der Fréjus-Grenztunnel wieder für den Verkehr freigegeben.

Die wichtige Verkehrsverbindung zwischen Italien und Frankreich ist ab sofort für Autos, Motorräder und Kleinlaster ohne Einschränkung wieder befahrbar. Anders hingegen bei Lastwagen: Ab 3,5 Tonnen Gewicht dürfen sie den Tunnel im stündlichen Wechsel nur jeweils in eine Richtung passieren.

Im Juni waren bei dem Feuer im Tunnel zwei Menschen ums Leben gekommen, als ein mit Reifen beladener Lastwagen in Brand geriet.

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June 19, 2005

Formel 1: Sechs Autos in Indianapolis am Start

Formel 1: Sechs Autos in Indianapolis am Start

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Indianapolis (USA), 19.06.2005 – Nachdem im Training am Freitag Ralf Schumacher unerklärlicherweise durch plötzlichen Druckverlust im Reifen einen schweren Unfall erlitt, bat der Hersteller, Michelin, darum, neue Reifen für die von ihm belieferten Teams anbieten zu dürfen, was jedoch von der FIA abgelehnt wurde. Auch den Vorschlag einiger Teams, eine zusätzliche Schikane vor der Unfallkurve einzubauen, lehnte die Rennleitung trotz fehlenden Einspruchs ab.

Im Resultat verweigerten alle sieben Michelin-Teams den Start, so dass nur die Bridgestone-Kunden, Ferrari, Minardi und Jordan zum Rennen antraten.

Am Ende kam Michael Schumacher vor Rubens Barrichelo ins Ziel, weit abgeschlagen die Jordan-Piloten Tiago Monteiro und Narain Karthikeyan auf drei und vier und schließlich Minardi mit Christijan Albers und Patrick Friesacher.

Der Sieg Schumachers war zu diesem Zeitpunkt kaum noch von Interesse. Der Großteil der Zuschauer hatte den Motor Speedway zu Beginn des Rennens aus Protest verlassen. Das Ereignis bedeutet einen herben Rückschlag für die Formel 1 in den USA, womöglich das endgültige Aus dort.

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Indianapolis: Start des Formel-1-Laufs wegen Reifenproblemen unklar

Indianapolis: Start des Formel-1-Laufs wegen Reifenproblemen unklar

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Indianapolis (USA), 19.06.2005 – Noch ist unklar, ob der heutige Formel-1-Lauf in Indianapolis stattfinden kann.

Die Reifenprobleme des französischen Reifenherstellers Michelin begannen nach dem schweren Trainingsunfall von Ralf Schumacher am Freitag. Trotz Untersuchungen konnte Michelin lange nicht genau erklären, wieso ein Reifen plötzlich starken Druckverlust hatte und den Unfall bei Tempo 300 verursachte.

Michelin erklärte darauf hin, dass die Teams mit diesen Reifen nicht ins Rennen starten sollten und bat den Automobil-Weltverband FIA darum, neue Reifen anbieten zu dürfen. Dies lehnte die FIA mit Rücksicht auf den anderen Hersteller Bridgestone ab.

Weiterhin ist unklar, ob der Grand-Prix heute Abend ausgetragen wird und wenn, ob dann nur sechs Fahrzeuge (die übrigen Bridgestone-Teams, darunter Ferrari) starten werden.

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June 16, 2005

München: Großalarm wegen Airbus

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München: Großalarm wegen Airbus

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München (Deutschland) / Peking (China), 16.06.2005 – Heute Morgen gab es in München wegen der Landung eines Airbus A340 der Lufthansa Großalarm.

Während des Fluges hatten die Piloten eine elektronische Warnung erhalten, dass einer der Vorderreifen am Bugfahrwerk einen Platten hatte. Da der Pilot erhebliche Probleme bei der Landung befürchtete, wurde am Franz-Josef-Strauß-Flughafen der Alarm ausgelöst. Ein Großaufgebot an rund 100 Polizisten, Feuerwehren, Rettungsdiensten und Technischem Hilfswerk stand bereit. Der Einsatz wurde jedoch nicht notwendig, die Maschine setzte problemlos auf der Landebahn auf und kam sicher zum Stehen. Es kam niemand zu Schaden.

Der Airbus mit 250 Personen an Bord kam aus der chinesischen Hauptstadt Peking. Nach der Landung stellten Flugzeugexperten fest, dass der defekte Reifen zu wenig Luft hatte.

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Flugzeug verliert während der Landung zwei Reifen

Flugzeug verliert während der Landung zwei Reifen

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Tōkyō / Sapporo (Japan), 16.06.2005 – Auf dem Tōkyōter Flughafen Mega-Airport Haneda ist es zu einem ernsten Zwischenfall gekommen.

Die Maschine war auf der japanischen Insel Hokkaidō gestartet. Bei der Landung in Tōkyō hat die Boeing 767 der Japan Airlines mit 210 Passagieren und zwölf Besatzungsmitgliedern an Bord zwei Vorderreifen verloren. Die Reifen hatten sich ohne ersichtlichen Grund von der Maschine gelöst.

Nach Angaben der Fluggesellschaft wurden bei dem Unfall drei Menschen leicht verletzt. Die Flughafenleitung sperrte während der Bergungsarbeiten rund fünf Stunden lang eine der drei Landebahnen. Dadurch kam es zu Verspätungen im Flugverkehr, einige Flüge mussten ganz gestrichen werden. Bisher ist die Ursache für den Defekt an der Maschine noch nicht bekannt.

Dieser neue gefährliche Zwischenfall ist nur einer in einer ganzen Reihe von spektakulären Unfällen auf dem Flughafen Haneda. Ende April wäre beinahe eine Katastrophe passiert, als Fluglotsen zuerst eine Boeing 777 und unmittelbar darauf einen Airbus auf eine Piste schickten, die wegen Bauarbeiten nicht passierbar war.

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June 5, 2005

Brand im Alpentunnel fordert zwei Tote

Brand im Alpentunnel fordert zwei Tote – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Brand im Alpentunnel fordert zwei Tote

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Lyon (Frankreich) / Turin (Italien), 05.06.2005 – Erneut hat ein Brand in einem Autotunnel Menschenleben gefordert. Am Samstag Nachmittag fing im Fréjus-Tunnel ein Lastwagen Feuer, der Tunnel besteht aus nur einer Röhre mit zwei Fahrspuren.

Der Wagen befand sich etwa in der Mitte des dreizehn Kilometer langen Tunnels zwischen dem französischen Lyon und der italienischen Stadt Turin, als offenbar der Motor des LKW durch ausgelaufenen Treibstoff in Brand geriet. Auf seiner Ladefläche waren Reifen gelagert. Das Feuer griff anschließend sehr schnell auf andere Fahrzeuge über. Fünf weitere LKW sind ausgebrannt. Der Fahrer des Unglückswagens, ein 23-jähriger Serbe, konnte sich zu Fuß in Richtung Italien retten, zwei weitere Lastwagenfahrer aus der Slowakei und aus Slowenien wurden ein Opfer der Flammen. Etwa zwölf Personen erlitten Rauchvergiftungen. Die Feuerwehr benötigte rund sieben Stunden für die Löscharbeiten. Der Tunnel wurde am Samstag um 18:45 Uhr geschlossen. Bei Temperaturen um 600 Grad Celsius konnte der Brand erst gegen Mitternacht gelöscht werden. Wegen der großen Hitze und der starken Rauchentwicklung konnte der Tunnel bis zum frühen Morgen weitestgehend nicht betreten werden.

In den italienische Medien wurden heute die Sicherheitsvorkehrungen im Tunnel bemängelt, es wird eine zweite Fahrtröhre gefordert. Betrieben wird der Tunnel gemeinsam durch Italien und Frankreich. Nach dem Brand steht nach Angaben der italienischen Behörden fest, dass die Anzahl der Toten nicht angestiegen ist. Bei Aufräumarbeiten und Durchsicht aller Nischen wurden keine weiteren Leichen gefunden. Der Tunnel, der zu den wichtigsten Straßenverbindungen zwischen Frankreich und Italien zählt, muss nun mehrere Monate lang bis auf weiteres geschlossen bleiben. Die Schäden sind so stark, dass befürchtet wird, Teile der Decke oder der Wände könnten einstürzen.

Der Frejus-Tunnel gehört zu den wichtigste Straßenverbindung zwischen Italien und Frankreich. Jährlich fahren rund zwei Millionen Fahrzeugen hindurch. Nicht weit davon entfernt befinden sich die Sportstätten, in denen im Jahr 2006 auf italienischer Seite die Olympischen Winterspiele stattfinden.

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