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April 23, 2006

Brand in der Moskauer Lomonossow-Universität

Brand in der Moskauer Lomonossow-Universität

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Artikelstatus: Fertig 06:00, 23. Apr. 2006 (CEST)
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Hauptgebäude der Lomonossow-Universität in Moskau

Moskau (Russland), 23.04.2006 – Am Freitagmorgen, in den frühen Morgenstunden brach ein Brand in der Moskauer Lomonossow-Staatsuniversität aus. Bei dem Brand kamen zwei Studenten ums Leben, weitere sieben wurden verletzt. Rund 250 Quadratmeter Fläche gerieten in Brand. Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr könnte es sich um Brandstiftung gehandelt haben. Die betroffenen Räume des 26-stöckigen Hauptgebäudes der Moskauer Uni befinden sich im zwölften Stock eines Wolkenkratzers auf den Moskauer Sperlingsbergen. Die zwölfte Etage beherbergt unter anderem das Wohnheim der Physik- und Chemiestudenten.

Der Alarm ging bei der Feuerwehr um 05:26 Uhr Ortszeit ein. Über die Rettung der im Haus befindlichen 600 Studenten gab es unterschiedliche Aussagen. Der Universitätsrektor zeigte sich zufrieden über die Evakuierungsaktion. Im Gegensatz dazu äußerten sich betroffene Studenten über einen nicht erfolgten Alarm. Sie wurden über das Feuer nicht informiert. Die anschließende Flucht aus dem Haus lief nach ihren Angaben chaotisch ab. Insgesamt befanden sich rund 1.500 Menschen im Wolkenkratzer. Die Löscharbeiten wurden gegen 07:00 Uhr Ortszeit beendet.

Zur Brandursache sagte ein Sprecher der Feuerwehr: „Es gab mindestens zwei Brandherde, deshalb verbreitete sich das Feuer so schnell über die zwölfte Etage. Ein Brandherd befand sich in der Halle der Etage. Das lässt auf Brandstiftung schließen.“ Von den verletzten Personen wurden vier ins Krankenhaus gebracht.

Da es sich bei einem Brandherd um ein Chemielabor gehandelt hatte, werden in die Ermittlungen zur Brandursache Labormitarbeiter eingeschaltet. Auch die Moskauer Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. Feststeht mittlerweile, dass die Feuerwarnanlage nicht in Betrieb war. Auch hier muss der Grund für den Ausfall ermittelt werden.

Innerhalb von drei Jahren war dies der zweite Brand in einer Moskauer Universität. 2003 starben im Wohnheim der Lumumba-Universität in Moskau 38 Studenten.

Quellen

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February 10, 2005

Nachfolger für georgischen Premier benannt

Nachfolger für georgischen Premier benannt

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Tiflis (Georgien), 10.02.2005 – Der georgische Präsident Micheil Saakaschwili hat Finanzminister Surab Nogaideli als Nachfolger für den verstorbenen Premierminister Surab Schwania benannt. Der 41-jährige parteilose Physiker, der als Gefolgsmann Schwanias gilt, muss innerhalb der nächsten zwei Tage eine neue Kabinettsliste vorlegen und vom Parlament bestätigt werden.

Nogaideli hat ein Physikstudium an der Moskauer Lomonossow-Universität abgeschlossen. Seit 1992 gehört er ununterbrochen dem georgischen Parlament an, zunächst als Mitglied der Grünen-Fraktion, ab 1995 als Mitglied der Georgischen Bürgerunion Eduard Schewardnadses. Seit 2001 ist er parteilos. Von 2000 bis 2002 und erneut seit November 2003 ist er Finanzminister.

Parlamentspräsidentin Nino Burdschanadse zeigte sich überrascht von der Nominierung Nogaidelis. Noch vor wenigen Tagen habe sie sich mit Präsident Saakaschwili auf einen anderen Kandidaten geeinigt. Sie bezeichnete Nogaidelis Charakter als „unkommunikativ und eigensinnig“. Diese Eigenschaften müsse er unbedingt ablegen, wenn er Konflikte mit dem Parlament vermeiden wolle.

Quellen

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