WikiNews de

March 28, 2016

Hoaxmap sammelt Falschmeldungen über Flüchtlinge

Hoaxmap sammelt Falschmeldungen über Flüchtlinge

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:11, 28. Mär. 2016 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Screenshot von Hoaxmap ( http://hoaxmap.org )

Leipzig (BRD), 28.03.2016 – Immer wieder gibt es in den letzten Monaten Falschmeldungen über von Flüchtlingen begangene Verbrechen. Karolin Schwarz aus Leipzig hat damit begonnen, diese Falschmeldungen auf einer Hoaxmap zu sammeln.

Untergliedert in verschiedene Kategorien und sortiert nach Ort und Bundesland werden dort Gerüchte über Flüchtlinge sowie deren Widerlegung in etablierten Medien veröffentlicht. Auch Gerüchte über Menschen mit “südländischem Aussehen” oder “nichtdeutschem Akzent” werden dort aufgenommen, da sie unweigerlich mit Flüchtlingen assoziiert werden. Genauso wie “Falschmeldungen über angebliche Straftaten oder Repressionsmaßnahmen gegen TeilnehmerInnen rassistischer Demonstrationen”, welche laut Betreibern der Seite “das Narrativ der Meinungsunterdrückung und das Weltbild der GerüchteerzählerInnen bestärken”.

Sogenannte Rechtspopulisten nutzen gezielt eine Vermischung von Falschmeldungen und realen Problemen um das Bild des kriminellen Fremden zu zeichnen, welches auf den fruchtbaren Boden des in Teilen der Gesellschaft latent vorhandenen Rassismus fällt. Missstände und soziale Probleme werden dadurch instrumentalisiert um mit Feindbildern und simplen Lösungen Anhänger zu gewinnen. Dabei werden Flüchtlinge nicht signifikant häufiger straffällig als andere Bevölkerungsgruppen.

Das geht aus dem Buch “Soko Asyl” des Leiters der Kriminalpolizei Braunschweig Ulf Küch hervor, der letztes Jahr eine Sonderkommission für Flüchtlingskriminalität gründete. “Der Anteil von Kriminellen unter den Flüchtlingen ist prozentual nicht höher als der Anteil von Kriminellen in der deutschen Bevölkerung”, so Küch.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Pogromstimmung in Deutschland: Gewalt gegen Flüchtlinge nimmt zu (09.03.2016)

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 9, 2016

Pogromstimmung in Deutschland: Gewalt gegen Flüchtlinge nimmt zu

Filed under: München,Rassismus,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Pogromstimmung in Deutschland: Gewalt gegen Flüchtlinge nimmt zu

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:13, 9. Mär. 2016 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

München (BRD), 09.03.2016 – Jugendliche versuchten am vergangenen Freitag in Milbertshofen eine Flüchtlingsunterkunft anzünden. Nachdem sie Molotowcocktails geworfen und einen Heizungsschlauch angezündet hatten, damit jedoch nicht das erwünschte Ergebnis erzielten, kamen sie abends mit Brandbeschleuniger und Feuerzeugen wieder, wobei sie von der Polizei aufgegriffen wurden. Als Motiv gaben sie später an, den Bau der Flüchtlingsunterkunft verzögern zu wollen.

Flankiert von rassistischer Hetze durch die Neue Rechte in sozialen Medien und von Politikern rechter Parteien wie AfD und CSU entwickelt sich in Deutschland seit Monaten eine pogromartige Stimmung, die auf der einen Seite zu Verschärfungen des Asylrechts und auf der anderen Seite zu einer rasant steigenden Anzahl von Übergriffen gegen Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte führt. Dabei steigt auch das Niveau der Gewalt: Neben Brandanschlägen auf bewohnte und unbewohnte Unterkünfte fallen auch vermehrt Schüsse.

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 21, 2012

Generalsekretär des Europarats kritisiert Diskriminierung von Roma

Generalsekretär des Europarats kritisiert Diskriminierung von Roma

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:55, 21. Okt. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Romni in Tschechien

Thorbjørn Jagland

Berlin (Deutschland), 21.10.2012 – Der Generalsekretär des Europarats, Thorbjørn Jagland, äußerte sich in einem Interview zur Lage der Roma in Europa. Die Diskriminierung der Minderheit sei eine der größten Herausforderungen für den Kontinent. Er forderte die Mitgliedstaaten des Europarates auf, den Menschenrechten oberste Priorität einzuräumen. Besonders Öl und Gas sowie geopolitische Interessen hätten oft einen höheren Stellenwert eingenommen.

Die Lebensbedingungen der Roma in vielen europäischen Ländern bezeichnete er als entsetzlich. Roma würden diskriminiert und hätten mit rassistischen Anfeindungen zu kämpfen. Sie erhalten schwerer als andere Zugang zu Bildung, Arbeit und Wohnungen.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat sich mit der Diskriminierung der Sinti und Roma in Europa bereits im Jahr 2009 detailliert auseinandergesetzt. Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlamentes bis 2009, äußert sich in dem Bericht und fordert politische Entscheidungen und einen gesellschaftlichen Wandel, um die Lage der Minderheit zu verbessern.


Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 1, 2012

Rabbiner von antisemitischen Jugendlichen krankenhausreif geschlagen

Rabbiner von antisemitischen Jugendlichen krankenhausreif geschlagen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 13:56, 1. Sep. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Berlin (Deutschland), 01.09.2012 – In Berlin sind nach Angaben der Polizei ein Rabbiner und seine sechsjährige Tochter auf offener Straße beleidigt und mißhandelt worden. Die Täter konnten unerkannt entfliehen.

Drei Jugendlichen verstellten dem Opfer den Weg, ein weiterer wollte wissen, ob er ein Jude sei. Möglicherweise hat ihn die Tatsache, dass der Mann eine Kippa trug, zu dieser Frage veranlasst. Einer der jungen Männer schlug auf den Mann ein. Der Rabbiner wurden dabei verletzt, er musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Die 6-jährige Tochter des Geistlichen wurde von den Tätern mit dem Tod bedroht. Nach Angaben der Polizei haben die Täter den Anschein erweckt, dem islamischen Kulturkreis zuzugehören („vermutlich arabischer Herkunft“).

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, das Jüdische Forum und der European Jewish Congress (EJC) verurteilten die Straftat. Der Präsident des EJC stellte einen Vergleich her mit einem Vorfall im vergangenen März in Toulouse, wo ein Mitbürger mit Migrationshintergrund, der dem islamischen Kulturkreis angehörte, einen Rabbiner und drei jüdische Kinder ermordete.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 21, 2012

Mordserie in Südfrankreich verbreitet Angst und Schrecken

Mordserie in Südfrankreich verbreitet Angst und Schrecken

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 23:55, 21. Mär. 2012 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Toulouse (Frankreich), 21.03.2012 – Zuerst sah es nach einem Schulamoklauf aus, doch inzwischen wird ein terroristischer Hintergrund vermutet. Am Montag (19. März 2012) wurden vor einer jüdischen Schule ein Religionslehrer, dessen beiden Kinder sowie ein weiteres Kind erschossen. Doch ergaben die Ermittlungen schon bald, dass mit derselben Waffe drei Soldaten ermordet wurden. Alle drei in Toulouse und Montauban erschossenen Soldaten waren nordafrikanischer Herkunft. Tausende von Beamten fahndeten nach dem Täter, der bei allen drei Verbrechen mit einem Motorroller vom Tatort geflohen war.

Möglicherweise haben Sondereinheiten den Täter in der Nacht gestellt. Es kam zu einer Schießerei, bei der drei Polizisten verletzt wurden. Der 24-jährige Verdächtige hat sich in einer Wohnung im Toulouser Stadtteil Côte Pavée verschanzt. Er gab an, zu al-Qaida zu gehören und mehrfach in Afghanistan gewesen zu sein. Er habe die Taten begangen, um palästinensische Kinder zu rächen und um die französische Armee anzugreifen, teilte Innenminister Claude Guéant vor der Presse mit. Die Polizei verhandelt mit dem Verdächtigen, der bereits nach den beiden Anschlägen auf Soldaten ins Visier der Direction centrale du renseignement intérieur (DCRI), des französischen Inlandsgeheimdienstes, geraten war, doch soll die Kriminalermittlung nach den Morden an der Schule stärkere Verdachtsmomente ergeben haben.

Die Fahnder prüfen allerdings auch, ob die Tat einen rechtsextremistischen Hintergrund hat. Bilder von Überwachungskameras zeigen, dass der Mörder eine digitale Kamera mit sich führte, teilte die Polizei mit. Es sei deswegen möglich, dass der Mann seine Taten gefilmt habe. Man überwache deswegen das Internet und befürchte weitere Anschläge.

Es wurden keine Fingerabdrücke oder DNA-Spuren gefunden, auch gibt es kein Phantombild des Täters, dessen Gesicht durch das Tragen eines Helmes für Augenzeugen nicht erkennbar war. Der Täter hat einen Colt vom Kaliber .45 verwendet.

An allen französischen Schulen wurde am Dienstag um 11.00 Uhr mit einer Schweigeminute an die Opfer gedacht. „Es ist in Toulouse passiert, in einer Konfessionsschule mit Kindern aus jüdischen Familien, doch es könnte hier passiert sein“, sagte Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy bei der Schweigeminute in einer weiterführenden Schule in Paris. „Der selbe Mörder hätte hierher kommen können, diese Kinder sind genau wie ihr.“

Einen solchen Yamaha-Motorroller soll der Täter gefahren haben. (Archivbild)

Zwei der drei erschossenen Soldaten waren Angehörige des 17. Fallschirmjägerregiments. Drei im Jahr 2008 aus dem Regiment wegen neonazistischer Aktivitäten entlassene Soldaten standen zwischenzeitlich unter Verdacht, doch wird eine Tatbeteiligung der drei inzwischen ausgeschlossen, sagte eine Quelle in der Polizei der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Polizei hat zusätzliche Beamte in die Region entsandt, um Gotteshäuser und Schulen zu schützen. Die Anschläge ereigneten sich fünf Wochen vor der französischen Präsidentschaftswahl. Die Parteien hatten sich nach dem Bekanntwerden des Attentats auf die Schule darauf geeinigt, den Wahlkampf für 48 Stunden zu unterbrechen. Politische Beobachter sind der Meinung, dass das Verbrechen den Wahlkampf beeinflusst. Amtsinhaber Sarkozy hatte Themen der Front National aufgegriffen, um potentielle Wähler von Marine Le Pen anzuziehen. „Es wird noch mehr darüber debattiert werden, vor allem darüber, ob die Spannungen in der Gesellschaft, die von Nicolas Sarkozy und der [regierenden] UMP geschaffen wurden, nicht irgendwie diese Art der Gewalt provoziert oder vereinfacht hat“, schrieb der Herausgeber des Magazins L’Express, Christophe Barbier. Doch Außenminister Alain Juppé ist der Auffassung, dass der Wahlkampf die Taten keinesfalls ausgelöst haben könne.

Die Leichname der vier jüdischen Opfer wurden am Dienstag nach Israel zur Bestattung geflogen. Die Tat hat in der jüdischen Gemeinschaft – rund eine halbe Million Juden leben in Frankreich, davon etwa 25.000 in Toulouse – erneut Fragen nach der Sicherheit jüdischer Bürger aufgeworfen. Etwa seit Ende 2000 kommt es immer wieder zu Anschlägen auf jüdische Einrichtungen und Bürger. Zu einem Höhepunkt an Straftaten gegen Juden und deren Eigentum in Frankreich kam es während der Operation Gegossenes Blei.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Frankreich
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Anschlagserie in Midi-Pyrénées“.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 9, 2011

Pieper bittet nach Entgleisung um Entschuldigung

Pieper bittet nach Entgleisung um Entschuldigung

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 09:55, 9. Dez. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

MdL Gudrun Pieper (CDU)

Hannover (Deutschland), 09.12.2011 – Nachdem die CDU-Abgeordnete im niedersächsischen Landtag Gudrun Pieper mit einem Zwischenruf für Aufsehen gesorgt hatte, hat sie im Plenum um Entschuldigung gebeten.

Bei einer Debatte um die Praxis des Vollzugs von Abschiebungen in Niedersachsen hatte sich Pieper während einer Rede der Abgeordneten Filiz Polat von den Grünen zu dem Zwischenruf hinreißen lassen: „Am besten hätte man Sie abschieben sollen.“

Der Ältestenrat des Landtags hatte sich ebenfalls mit dem Zwischenfall befasst und eine Erklärung abgegeben, die sich gegen „Rassismus“ positioniert.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Portal:Niedersachsen

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 23, 2011

Troy Davis durch Giftspritze hingerichtet

Troy Davis durch Giftspritze hingerichtet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 05:02, 23. Sep. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Injektionsraum von St. Quentin (Archivbild von 2010)

Atlanta (Vereinigte Staaten), 23.09.2011 – Die umstrittene Hinrichtung des angeblichen Polizistenmörders Troy Davis, eines 42-jährigen Schwarzen, ist im Bundesstaatsgefängnis von Jackson in Georgia am gestrigen Mittwoch um 23.08 Uhr Ortszeit (05.08 Uhr MESZ) durch die Giftspritze trotz massiver Proteste aus der Bevölkerung vollstreckt worden. Zwanzig Jahre lang saß er vermutlich völlig zu Unrecht in einer Todeszelle und hatte auch stets seine Unschuld beteuert.

Der Afroamerikaner soll 1989 in Savannah einen jungen weißen Polizeibeamten umgebracht haben, doch die tatsächliche Schuldfrage erscheint ungeklärt. Eine Tatwaffe, DNA-Spuren oder Fingerabdrücke, die auf ihn als Täter hingedeutet hätten, wurden nie gefunden.

Sieben von neun Zeugen, die ihn als Täter genannt hatten, zogen ihre Aussagen später zurück. Einige von ihnen sagten, sie seien von Polizisten zu den Aussagen gezwungen worden. Davis′ Anwalt Brian Kammer hatte in seinen Anträgen an die Gerichte geschrieben, dass neue Beweise zur Entlastung seines Mandanten vorlägen. Heinz Patzelt, Generalsekretär von Amnesty International Österreich, sprach in einem Interview mit dem ORF von einem „rassistischen Urteil“.

Zwei Versuche, durch die neuen Beweise eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen, wurden aus verfahrensrechtlichen Gründen von den zuständigen Bundesgerichten abgelehnt. 2009 wandte Davis sich direkt an das oberste Bundesgericht. Dieses genehmigte eine Anhörung vor dem zuständigen Bundesbezirksgericht. Angesichts der Beweislast, durch „klare und überzeugende Beweise nachzuweisen, dass kein vernünftiger Juror ihn unter Berücksichtigung der neuen Beweise verurteilen würde” scheiterte diese Berufung. Der Begnadigungsausschuss des Bundesstaates Georgia, der an diese Beweislast nicht gebunden ist, weigerte sich am Dienstag ebenfalls, Davis zu begnadigen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Vereinigte Staaten

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 2, 2011

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:12, 2. Apr. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Thilo Sarrazin bei einer Buchpräsentation (Aug. 2010)

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“
Man könnte ja auf die Idee kommen, dass auch Erbfaktoren für das Versagen von Teilen der türkischen Bevölkerung im deutschen Schulsystem verantwortlich sind.
Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

– Autor: Thilo Sarrazin, zitiert lt. Wikipedia

Berlin (Deutschland), 02.04.2011 – Als Befreiungsschlag für die Berliner FDP, um aus dem Umfragetief herauszukommen, servierte der Berliner Tagesspiegel seinen Lesern gestern die Meldung: „Sarrazin kandidiert für Berliner FDP“. Der FDP-Landesvorstand verspreche sich von der Kandidatur Sarrazins ein zweistelliges Ergebnis bei den nächsten Wahlen. Das war natürlich ein Aprilscherz. Jedenfalls löste die Veröffentlichung in dem Internetportal der Zeitung einen Ansturm von 800 Kommentaren aus, immerhin waren auch 600 dabei, die das Ganze sofort als Aprilscherz erkannten.

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“
Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden.
Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

– Autor: Thilo Sarrazin, zitiert lt. wirtschaftsblatt.at

Thilo Sarrazin (zurzeit noch SPD-Mitglied; gegen ihn läuft ein Ausschlussverfahren) war mit bizarren Thesen über Sozialleistungsempfänger und in Deutschland lebende Ausländer in Erscheinung getreten. Muslimischen Migranten hatte er erbliche Dummheit unterstellt und ein „jüdisches Gen“ postuliert. Sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ wurde in Deutschland in einer Auflage von 1,25 Millionen Exemplaren verkauft (Stand: Dezember 2010).

Die extreme Rechte in Deutschland hatte in dem Sarrazin-Buch eine Unterstützung für ihre nationalistischen Thesen gesehen. Bei den Kommunalwahlen in Hessen hatte die NPD auf einem Werbeplakat mit dem Buchcover von Sarrazins Buch und der Bildunterschrift „Sarrazin hat recht!“ geworben. Der Verlag Random House, der den Bestseller herausgebracht hatte, konnte sich dagegen jedoch gerichtlich erfolgreich wehren. Die NPD darf das Buchcover jetzt nicht mehr für Propagandazwecke benutzen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 7, 2008

Ludwigshafen: Übergriffe auf Feuerwehrleute

Ludwigshafen: Übergriffe auf Feuerwehrleute

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 11:37, 7. Feb. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Ludwigshafen am Rhein (Deutschland), 07.02.2008 – Drei Tage nach der Brandkatastrophe von Ludwigshafen muss einzelnen Feuerwehrleuten Polizeischutz gewährt werden. Begründet wird dies damit, dass ein am Einsatz beteiligter Feuerwehrmann am Dienstag in einer Gaststätte zusammengeschlagen wurde. Als Täter konnte ein 37-jähriger Türke ermittelt werden. Auch seien Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr bespuckt worden. Dies wurde von Polizeichef Wolfgang Fromm bestätigt. Diese Übergriffe stehen vermutlich in Zusammenhang mit Vorwürfen der türkischen Presse, wonach die Feuerwehr zu spät am Einsatzort eingetroffen zu sein. Dies wies der Ludwigshafener Bürgermeister Zeiser vehement zurück – die ersten Feuerwehrleute seien drei Minuten nach der Alarmierung vor Ort eingetroffen, was angesichts der 8 minütigen Hilfsfrist in Rheinland-Pfalz eine auffällig kurze Anrückzeit ist. Hierfür konnten Einsatzprotokolle als Belege vorgelegt werden.

Am Mittwochmorgen konnte das hochgradig einsturzgefährdete Gebäude von Experten betreten werden, was nun genauere Ermittlungen überhaupt erst ermöglicht. Bis Ergebnisse veröffentlicht werden können, werden aber nach Aussage einer Sprecherin der Polizei noch mehrere Tage vergehen. An den Ermittlungen waren sowohl Sachverständige des Landeskriminalamtes und des Bundeskriminalamtes als auch Spürhunde beteiligt. Sie sollen unter anderem ermitteln, ob es sich um Brandstiftung handeln könnte. Der Verdacht hierzu beruht vor allem auf Aussagen zweier Mädchen, die einen Mann beim Zündeln im Treppenhaus des Unglücksgebäudes beobachtet haben wollen. Den türkischen Medien zufolge soll es vor dem Brand jedoch auch rechtsradikale Drohungen gegen die türkischen Hausbesitzer gegeben haben. Die Sprecher der Polizei äußerten sich hierzu zunächst nicht. An der Fassade des Gebäudes fanden sich auch Nazischmierereien, die jedoch vor dem Brand angebracht wurden. In seinem Inneren beherbergte das Eckhaus zeitweilig einen Skinhead-Treffpunkt, der dann durch eine normale Gastwirtschaft abgelöst wurde, bevor der türkische Kulturverein die Räumlichkeiten anmietete. Ebenfalls den türkischen Medien zu entnehmen ist, dass in der Nähe des Brandortes ein türkenfeindlicher Spruch an eine Wand geschmiert wurde. Nach Auskunft der Polizei sei dies vor mehr als einem Jahr geschehen.

Die deutschen Ermittlungen der Brandursache werden durch die Türkei aufmerksam verfolgt. Am Mittwoch besuchte der türkische Staatsminister die Unglücksstelle, für heute hat sich der türkische Ministerpräsident angekündigt. Seit gestern begleiten zudem türkische Experten die Ermittlungen der Polizei. Die Gewerkschaft der Polizei stellte unterdessen klar, dass es für niemanden den geringsten Anlass gebe, der deutschen Polizei zu misstrauen. Die Gewerkschaft sieht die von der Türkei entsandten Experten als Beobachter, die sich vor Ort von der professionellen Arbeit der deutschen Strafverfolgungsbehörden überzeugen können.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck steht unterdessen in der Kritik durch islamische Organisationen, da er am Montag betonte, dass es nach dem damals aktuellen Stand der Ermittlungen keine Hinweise auf einen ausländerfeindlichen Hintergrund gebe. Der Generalsekretär des Islamrates kritisierte, dass es für eine solche Äußerung am Montag zu früh gewesen sei. Die Türkisch-Islamische Union kritisierte, dass es eine völlig falsche Botschaft an die Öffentlichkeit gewesen sei, beim damaligen Ermittlungsstand Brandstiftung auszuschließen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 25, 2007

Verdächtige nach Überfall auf Rentner gefasst

Verdächtige nach Überfall auf Rentner gefasst

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 23:10, 25. Dez. 2007 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

München (Deutschland), 25.12.2007 – Der Überfall auf den Rentner in einer Münchener U-Bahn (Wikinews berichtete) ist möglicherweise aufgeklärt. Bei der Tat schlugen und traten zwei Täter auf einen am Boden liegenden, wehrlosen 76-Jährigen ein. Einer der Täter soll den Rentner dabei mit den Worten „Scheiß Deutscher“ beschimpft haben. Während der Tat soll es ein Telefonat gegeben haben. Dabei soll der 17-jährige Verdächtige „Jetzt wirst Du gerade Zeuge, wie ich einen Deutschen umbringe“ gesagt haben. Die Täter nahmen anschließend den Rucksack des Opfers mit. Inzwischen befindet sich der 76-Jährige außer Lebensgefahr. Er erlitt Gehirneinblutungen und einen mehrfachen Schädelbruch.

Die Polizei hat zwei Tatverdächtige festgenommen, gegen die Haftbefehl wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung erlassen wurde. Es handelt sich um einen 17 Jahre alten Griechen und einen 20-jährigen Türken. Dem 20-Jährigen wurde zum Verhängnis, dass er mit einem kurz zuvor in der U-Bahn gestohlenen Handy telefoniert hatte. Durch ein Handy-Ortungsverfahren stellte die Polizei seinen Aufenthaltsort fest. In seiner Vernehmung nannte er den 17-Jährigen als Mittäter. Die beiden Verdächtigen haben nach Polizeiangaben ein Geständnis abgelegt, dabei jedoch keine Reue gezeigt. Sie hätten angegeben, betrunken gewesen zu sein und sich provoziert gefühlt zu haben. Ein Sprecher der Mordkommission gab an, dass der 17-Jährige bei seinem Geständnis sinngemäß folgendes gesagt haben soll: „Was labert mich der [Rentner] an, der muss doch gesehen haben, dass wir besoffen sind. Da sind doch alle aggressiv.“ Ebenso gab die Mordkommission an, dass es sich bei den beiden um Serientäter handele, die schon mehrere Dutzend Straftaten begangen hätten. Vor dem Überfall sollen die beiden Verdächtigen Alkohol und Drogen zu sich genommen haben.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) forderte, „die Bevölkerung künftig vor solchen Gewalttätern [zu] schützen“. Nachsicht, nur weil es sich um Jugendliche handele, sei unangebracht. Der Politiker forderte die Erhöhung der Höchstjugendstrafandrohung von zehn auf 15 Jahren und bemängelte, dass mit den beiden Verdächtigen in früheren Verfahren zu mild verfahren worden sei. Den türkischen Straftäter wolle er ausweisen lassen, falls dies rechtlich möglich sei. Der Grieche sei EU-Bürger, wodurch keine derartige Handhabe gegen ihn bestehe, so der bayerische Innenminister.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »