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August 29, 2013

Psychedelische Drogen könnten psychische Erkrankungen mindern

Psychedelische Drogen könnten psychische Erkrankungen mindern

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Veröffentlicht: 12:17, 29. Aug. 2013 (CEST)
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Trondheim (Norwegen), 29.08.2013 – Wissenschaftler der norwegischen Universität für Wissenschaft und Technik in Trondheim (NTNU) haben eine Studie veröffentlicht, die belegt, dass psychedelische Drogen psychische Krankheiten sogar mindern können. Es wurden Daten einer US-Gesundheitsbefragung von 2001 bis 2004 untersucht, um den Zusammenhang zwischen bewusstseinserweiternden Drogen (LSD, Peyote, Zauberpilze) und mentalen Störungen herauszufinden. Erstaunlicherweise wurden unter den Langzeitkonsumenten von LSD weniger mentale Störungen gefunden als bei Leuten, die auf solche Substanzen verzichten. Die Wissenschaftler betonen, sie könnten nicht ausschließen, dass diese Drogen einen negativen Einfluss auf die mentale Gesundheit mancher Personen haben, bei der Mehrzahl zeige sich aber ein positiver Effekt.

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October 7, 2011

Oberhausen: Drei Polizeibeamte nach wilder Schießerei durch Messer verletzt

Oberhausen: Drei Polizeibeamte nach wilder Schießerei durch Messer verletzt

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Veröffentlicht: 19:59, 7. Okt. 2011 (CEST)
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Oberhausen (Deutschland), 07.10.2011 – Am Donnerstag um 01.15 Uhr kam es im Rotlichtviertel von Oberhausen zu einem Schusswechsel zwischen der Polizei und einem 30-jährigen unter Drogen stehenden Mann. Bei der Festnahme zückte dieser ein Messer und verletzte damit drei Polizeibeamte.

Wie sich später herausstellte, hatte der psychisch labile Mann mit einer Gaspistole, die von einer scharfen Waffe äußerlich nicht zu unterscheiden war, geschossen. Polizeibeamte eröffneten das Feuer auf ihn und gaben mindestens zehn Schüsse ab. Dabei wurde der Mann, der sich hinter einer Litfaßsäule verschanzt hatte, in die Beine getroffen. Als die Beamten auf den zusammengesackten 30-Jährigen zugingen, kam es wieder zum Schusswechsel, dabei wurde der Mann in den Unterleib getroffen.

Bei der Festnahme gelang es dem Täter ein Messer zu ziehen, einen 32-jährigen Beamten trifft er an der Schulter, sein 38-jähriger Kollege wird in der Magengegend getroffen, eine Polizistin wird leicht verletzt. Einer der Beamten liegt noch am Freitag im Krankenhaus. Die Mordkommission berichtete inzwischen, dass bei dem Angreifer zwei Gaspistolen und zwei Messer gefunden wurden. Der Mann ist kein Unbekannter bei der Polizei.

Der 30-jährige Täter wurde in ein künstliches Koma versetzt. Sein Zustand ist kritisch. Es wird spekuliert, er könnte die Situation bewusst herbeigeführt haben, um von der Polizei erschossen zu werden.

Das Risiko von Polizeibeamten in Ausübung der Arbeit verletzt zu werden ist gestiegen, das zeigen Erhebungen in verschiedenen Bundesländern.

Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines versuchten Tötungsdelikts eingeleitet.

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April 14, 2011

München: Fahrraddieb überführt sich selbst

München: Fahrraddieb überführt sich selbst

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Veröffentlicht: 16:33, 14. Apr. 2011 (CEST)
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Msc 2009-Impressions Friday-Dett 006.jpg

München (Deutschland), 14.04.2011 – Am Dienstagmorgen (12. April 2011) um 04.15 Uhr radelte ein 21-jähriger betrunkener Fahrradfahrer aus Petershausen auf der Sonnenstraße in München. Etwas orientierungslos fragte er eine Polizeistreife nach dem Weg zur Trambahn Richtung Grünwald. Da schauten die Polizisten genauer hin und stellten eine absolute Fahruntüchtigkeit fest. Die Überprüfung des Fahrrades ergab außerdem, dass es gestohlen worden war. Bei der Durchsuchung des jungen Mannes fand sich in seinen Taschen ein Tütchen mit Drogen.

Der morgendliche Radfahrer muss sich wegen Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB), Diebstahl (§ 242 StGB) und einem Vergehen nach dem Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Ob und wann er die Trambahnline 25, die vom Max-Weber-Platz nach Grünwald fährt, noch gefunden hat, ist nicht bekannt.

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  • Portal:München

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April 12, 2011

Deutschland: Gefährliche Drogen in Kräutermischungen

Deutschland: Gefährliche Drogen in Kräutermischungen

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Veröffentlicht: 16:23, 12. Apr. 2011 (CEST)
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München (Deutschland), 12.04.2011 – Lava Red[1], Spice, Bonzai Winterboost[2], Bonzai Citrus[3], King Kong[4] sowie weitere fantasievolle Namen stehen für Kräutermischungen, denen synthetische Cannabinoide zugesetzt sind. Der Wirkungsgrad ist deutliche höher und unvorhersehbarer als bei Tetrahydrocannabinol (THC), dem berauschenden Wirkstoff aus der Cannabispflanze. Angeboten werden die Tütchen als Räucherzeug zur Meditation: entweder unter der Ladentheke oder offen im Internet.

Begonnen hat der Trend vor wenigen Jahren mit der „Kräutermischung“ Spice. Es dauerte Monate bis die berauschenden Wirkstoffe CP-47, 497, JWH-018 und HU-210 festgestellt waren und im Jahr 2009 als Betäubungsmittel eingestuft wurden.

Das Bayerische Landeskriminalamt warnt vor dem zunehmenden Missbrauch der schwer im Blut nachweisbaren Drogen. Stephan Prückner ist leitender Notarzt im Klinikum Großhadern in München. Er kennt die Auswirkungen der Droge aus der Notaufnahme: „In einigen Fällen hatten wir Patienten, die völlig orientierungslos waren, die bewusstlos wurden und erbrochen haben. Das kann lebensbedrohlich sein. Weitere Nebenwirkungen sind je nach Dosierung extremer Speichelfluss, Wahrnehmungsstörungen, Angstzustände und ein stark beschleunigter Herzschlag.“ Polizist Frank Grobecker erklärt: „Das Risiko ist so groß wie beim russischen Roulette. Welche Stoffe und welche Menge in einer Kräutermischung enthalten ist, weiß man nicht.“ Es gab bereits Fälle, in denen Konsumenten der Droge wiederbelebt werden mussten.

Die Drogenfahnder haben das übliche Problem, wie es bei Designerdrogen auftritt. Jürgen Harle, der Leiter des Kommissariats für Arzneimittelmissbrauch in München, sagte hierzu: „Kaum ist eine Mischung im Labor getestet, analysiert und verboten, verändern die Produzenten das Produkt geringfügig, die Jagd geht von vorne los. Wenn die Inhaltsstoffe gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen, kann es per Gesetz verboten werden.“ Die Hersteller hingegen legen Zertifikate vor, wonach in den Produkten keine Stoffe enthalten sind, die unter das Betäubungsmittelgesetz oder das Arzneimittelgesetz fallen.

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Quellen[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. http://www.legal-highs.info/lava-red/
  2. http://www.legal-highs.info/bonzai-winter-boost/
  3. http://www.herbal-discounter.de/product_info.php?info=p47_bonzai-3g.html&gclid=CNfUncvBlqgCFYu-zAod0VXdCg
  4. http://www.legal-highs.info/?s=king+kong

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August 11, 2010

Mexiko: Debatte über Legalisierung von Drogen

Mexiko: Debatte über Legalisierung von Drogen

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Veröffentlicht: 10:27, 11. Aug. 2010 (CEST)
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Grafik über die Intensität von Drogenkonflikten in Mexiko (rot: heftige Konflikte)

Mexiko-Stadt (Mexiko), 11.08.2010 – Der Ex-Präsident Vicente Fox forderte auf seinem Blog die Legalisierung von Produktion, Verkauf und Verteilung von Drogen in Mexiko. Damit soll die mit dem Drogenhandel einhergehende Kriminalität eingedämmt werden. Seit Amtsantritt des derzeitigen Präsidenten Felipe Calderón im Jahre 2006 sind 28.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Drogenhandel ermordet worden.

Vicente Fox sieht in der Legalisierung von Drogen die einzige Möglichkeit, die Macht der Drogenkartelle zu brechen und der Gewalt im Land ein Ende zu bereiten. Fox, der ebenso der konservativen Partei PAN angehört wie der amtierende Präsident Calderón, hat während seiner Amtszeit von 2000 bis 2006 ebenfalls eine restriktive Drogenpolitik verfolgt. Heute hingegen ist er der Meinung, dass der Preis für eine solche Politik zu hoch sei. Zwar war ein Großteil der 28.000 Opfer der letzten dreieinhalb Jahre selbst am Drogenhandel beteiligt, doch sind auch Unschuldige, Polizisten und Beamte umgekommen. Fox betont weiter, dass auch das Ansehen Mexikos im Ausland auf dem Spiel stehe, der Tourismus bereits unter der Situation im Land leide, Auslandsinvestitionen zurückgingen und die Kosten für die Bekämpfung des Drogenhandels enorm seien. Stattdessen solle der Staat die Drogen legalisieren und besteuern. Die zusätzlichen Einnahmen sollen wiederum in Programme für Drogensüchtige investiert werden.

Präsident Calderón hingegen lehnt die Legalisierung von Drogen strikt ab. Seiner Meinung nach würde das Millionen von Menschen in die Abhängigkeit treiben. Calderóns Vorbild ist Kolumbien, das den Kampf gegen den Drogenhandel durch entschiedenes Handeln gewonnen habe. Er bestätigt aber auch, dass in Mexiko der Verdacht auf Mittäterschaft und Korruption seitens der Polizei besteht. Er habe auch schon über eine Reform der Polizei nachgedacht.

Wouter Jan Lok von der holländischen Botschaft in Mexiko teilte mit, dass die Situation in Holland nicht mit den Gegebenheiten in Mexiko oder einem anderen Land verglichen werden könne. In seinem Heimatland sei seit der Legalisierung von Haschisch und Marihuana der Drogenkonsum der Inländer zurückgegangen, jedoch das neue Phänomen eines „Drogentourismus“ entstanden.

Quellen

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September 11, 2008

Synthetische Drogen befinden sich weiter auf dem Vormarsch

Synthetische Drogen befinden sich weiter auf dem Vormarsch

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Veröffentlicht: 20:50, 11. Sep. 2008 (CEST)
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Wien (Österreich), 11.09.2008 – In einem am vergangenen Dienstag veröffentlichten Bericht warnt die UN-Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) vor dem wachsenden Missbrauch synthetischer Drogen vor allem in den Entwicklungsländern.

Demnach meldete 2006 fast jedes zweite asiatische Land einen Anstieg. In Saudi-Arabien wurden 12 Tonnen sogenannter amphetamin-typische Stimulatoren (ATS) beschlagnahmt, was ein Viertel aller derartigen sichergestellten Drogen weltweit darstellt. Ein Jahr später erhöhte sich die Menge auf 14 Tonnen. Die Zahl der in Südafrika entdeckten Labore, die zur Herstellung solcher Drogen genutzt wurden, sei seit den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich gestiegen, ebenso der Konsum der dortigen Bevölkerung.

Der Markt solcher Drogen wird auf inzwischen 65 Milliarden US-Dollar jährlich geschätzt und habe die Ausmaße von Kokain und Heroin längst überschritten. Die Weltproduktion habe sich auf etwa 500 Tonnen pro Jahr eingependelt. Jedoch sei auch eine Verlagerung der Herstellung in die Nachbarländer von USA und Westeuropa zu verzeichnen gewesen.

Antonio Maria Costa, Direktor von UNODC, warnte vor den gesundheitlichen Folgen und davor, dass „synthetische Drogen fälschlicherweise als harmlose Pillen wahrgenommen werden, die weder Töten, noch HIV/AIDS verursachen.“

Im australischen Melbourne wurde Ende Juni des vergangenen Jahres mit 4,4 Tonnen Ecstasy sichergestellt, was die bisher größte gefundene Menge synthetischer Drogen auf einen Schlag war. Die 15 Millionen Pillen seien von Italien aus in mehr als 3000 Dosen verpackt als Tomaten deklariert worden.

Quellen

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March 14, 2006

Brasilianische Armee zieht sich aus Rio zurück

Brasilianische Armee zieht sich aus Rio zurück

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Artikelstatus: Fertig 21:23, 14. Mär. 2006 (CET)
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Favela in Rio de Janeiro

Rio de Janeiro (Brasilien), 14.03.2006 – Die brasilianische Armee hat sich nach neun Tagen aus den Slums Rio de Janeiros zurückgezogen. Die Armee suchte bei der Operation Waffen, die aus einem Militärstützpunkt gestohlen worden waren. An der Operation hatten sich 1.500 Soldaten beteiligt, die von Hubschraubern, gepanzerten Fahrzeugen und Panzern unterstützt wurden.

Obwohl die gesuchten Waffen nicht gefunden wurden, weigerte sich die Armee am Montag auf Nachfragen, die Operation als Scheitern zu bezeichnen. Der Rückzug der Soldaten soll nach Medienberichten von Mitgliedern von Gangs mit Schüssen und dem Abfeuern von Feuerwerkskörpern gefeiert worden sein. Bei den gesuchten Waffen handelt es sich um zehn Sturmgewehre und eine Pistole, die am dritten März aus einem Militärstützpunkt gestohlen wurden. Die Suche nach den Waffen soll nach Aussagen des Militärsprechers Paulo Meira nun mit zielgerichteten Durchsuchungen fortgesetzt werden. So gab es am heutigen Montag Durchsuchungen in zwei Favelas. Während der Belagerung war es in der Favela Providencia beinahe in jeder Nacht zu Schusswechseln zwischen Soldaten und Drogenhändlern gekommen. In Providencia hatten Bewohner gegen die Anwesenheit der Soldaten protestiert. Auf dem Höhepunkt der Operation waren neun Slums von der Armee belagert. Dabei wurden die Zufahrten blockiert und Kontrollposten errichtet. Bei der Operation sollen vier Menschen durch Streifschüsse verletzt worden sein. Nach Angaben von Marcelo Itagiba, einem hochrangigen Vertreter der Polizei von Rio de Janeiro wurden bei der Operation insgesamt 228 Waffen und große Mengen an Drogen beschlagnahmt. 13 Verdächtige sollen festgenommen worden sein. Einige der Waffen sollen aus Armeebeständen stammen, jedoch soll es sich dabei nicht um die gesuchten Sturmgewehre handeln.

Die Aktionen der Armee wurden von Bewohnern reicherer Stadtteile begrüßt. Menschenrechtsorganisationen kritisieren dagegen den Einsatz von Soldaten bei Polizeiaufgaben. Außerdem befürchten die Menschenrechtsorganisationen, dass es auch in der Zukunft ähnliche militärische Operationen in den Slums von Rio geben wird. Unter anderem hatte amnesty International einen Bericht veröffentlicht, in dem die militärische Strategie der brasilianischen Polizei heftig kritisiert wurde. Bewohner der Favelas haben sich darüber beschwert, dass ihr Alltag durch die Operation gestört worden sei. Die Operation in Rio war die erste mit Beteiligung der Armee seit drei Jahren. In den Favelas von Rio leben 20 Prozent der insgesamt sechs Millionen Einwohner der Stadt. Viele der Favelas werden laut Medienberichten von schwer bewaffneten Drogenbanden kontrolliert.

Quellen

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March 11, 2006

Studie: Erhebliche Unterschiede in der Strafverfolgungspraxis von Drogendelikten

Studie: Erhebliche Unterschiede in der Strafverfolgungspraxis von Drogendelikten

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Artikelstatus: Fertig 16:37, 11. Mrz. 2006 (CET)
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Freiburg im Breisgau (Deutschland), 11.03.2006 – Laut einer Studie des Freiburger Max-Planck-Instituts werden Drogenkonsumdelikte von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich bestraft.

In der Studie „Drogenkonsum und Strafverfolgungspraxis“, die das Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht zum Thema am Donnerstag in Freiburg vorgestellt hat, wurden deutliche Unterschiede hinsichtlich der juristischen Sanktionierung von Drogendelikten im Bereich des Kleinkonsums konstatiert, also in den Fällen, in denen es um geringe Mengen für den persönlichen Gebrauch geht. Die Studie wurde vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) in Auftrag gegeben und sollte die Praxis in Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein untersuchen.

Den Ergebnissen ist zu entnehmen, dass die Staatsanwälte bei Cannabisdelikten im nordrhein-westfälischen Paderborn nur 40 Prozent, im Freistaat Bayern zwischen 40 bis 60 Prozent und dem sächsischen Bautzen etwa 60 Prozent der Verfahren einstellen, hingegen in Nürnberg, im Norden Deutschlands, in Berlin, Teilen Hessens, Frankfurt und Fulda 80 bis 90 Prozent.

Das Bundesverfassungsgericht hat bereits 1994 verkündet, dass der Besitz kleiner Cannabismengen zum persönlichen Verbrauch nicht strafrechtlich verfolgt werden sollte und eine einheitliche Strafverfolgungspraxis in den einzelnen Bundesländern angemahnt. Die Studie zeigt, dass in dieser Hinsicht auch zwölf Jahre nach der Entscheidung der Karlsruher Richter kein deutlicher Fortschritt zu verzeichnen ist.

Auch die Richtlinien, die vorgeben, ab welcher Cannabismenge ein Verfahren eingestellt werden sollte, differieren beträchtlich. So werden Ermittlungsverfahren in Bayern und den meisten ostdeutschen Bundesländern bis zu einer Menge von sechs Gramm eingestellt, in Schleswig-Holstein ist der Richtwert fünfmal so hoch, nämlich 30 Gramm.

Noch gravierender sind die Unterschiede bei anderen Drogen: Während in Frankfurt, Fulda und einigen norddeutschen Landgerichtsbezirken höchstens zehn Prozent der Fälle vom Staatsanwalt an den Richter übergeben werden, sind es in Traunstein, Bamberg und Leipzig um die 80 Prozent.

Die Studie wurde bereits vor über einem Jahr fertiggestellt und dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) übergeben. Eine Stellungnahme des BMGS beziehungsweise der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing zu dieser Studie liegt derzeit noch nicht vor.

Quellen

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December 25, 2005

Menge der im Iran sichergestellten Drogen erreicht neue Dimension

Menge der im Iran sichergestellten Drogen erreicht neue Dimension

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Nord-östliche Provinz Razavi-Chorasan

Mashhad (Iran), 25.12.2005 – Wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA Sonntagmittag bekanntgab, haben Drogenfahnder innerhalb der letzen zwei Tage 8.777 Kilogramm Opium in der nord-östlich gelegenen Provinz Razavi-Chorasan beschlagnahmt. Der Iran, der selbst über zwei Millionen Abhängige im Land hat, bildet einen der Hauptwege der Droge auf dem Weg von Afghanistan nach Europa.

In einem Haus in Torbat-e Jam konnte die Polizei 8.520 Kilogramm Opium sicherstellen, weitere 252 Kilogramm befanden sich in einem Fahrzeug auf dem Grundstück, und in der Grenzstadt Taybad fand sie acht Kilogramm der Droge bei einem afghanischen Staatsangehörigen.

Erst vor zwei Wochen berichtete die Nachrichtenagentur von einem größeren Fund in der selben Provinz an der afghanischen Grenze. In der angrenzenden Provinz Süd-Chorasan beschlagnahmte die Polizei nur Tage zuvor auch fast eine halbe Tonne Opium, Bargeld und Munition. Zwischen März und Anfang Dezember 2005 wurden allein in der Provinz Kerman 14 Tonnen sichergestellt, 24 Schmuggler erschossen und 1145 Drogenhändler verhaftet.

Roberto Arbitrio, der Koordinator zuständigen UNO-Behörde United Nations Office on Drugs and Crime im Iran, meldete schon vor mehreren Wochen einen neuen Rekord bei beschlagnahmten Drogen. Die Dimension der Drogenabhängigkeit im Land kommentierte er mit: „Wir haben den Höhepunkt noch nicht erreicht.“ Laut UN-Weltdrogenreport 2005 hat der Iran mit 2,8 Prozent der Bevölkerung seit über 15 Jahren die höchste Rate für Opiumabhängigkeit weltweit, gefolgt von der Inselrepublik Mauritius und Kirgisistan. Täglich werden landesweit etwa vier Tonnen Opium verbraucht. Azarakhsh Mokri, Direktor des Nationalen Zentrums für Studien der Drogenabhängigkeit INCAS an der Iran University of Medical Sciences and Health Services in Teheran, schätzt, dass ungefähr 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung irgendwie mit Drogen in Verbindung stehen.

Als die Taliban ab dem Jahr 2000 die Schlafmohn-Produktion in Afghanistan einschränkten, stiegen die Opiumpreise, und viele jugendliche Konsumenten wechselten zum billigeren Heroin. Die geschätzte Anzahl der stark Abhängigen dieser Droge beträgt über 200.000 Menschen. Die Injektion dieser Droge mit einer Spritze ist die Hauptursache für die Verbreitung des HIV-Virus im Iran. In Persepolis, der einzigen Ausgabestelle in der Hauptstadt Teheran, die von einer NGO betrieben wird, werden etwa 300 Menschen in einem Modellprojekt Methadon verabreicht.

Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte am 6. November bei einem Treffen der nationalen Drogenkommission IDCH sinkende Zahlen von Drogensüchtigen verkündet. Andere Quellen sprachen hingegen von falschen Zahlen. Ab April 2005 starben laut IDCH 2299 Menschen an den Folgen von Drogenmissbrauch. Dies entspricht einer Steigerung von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Nur die Monate Juli und August betrachtet, liegt die Steigerungsrate sogar bei 48 Prozent.

Hauptquelle des Rauchgiftes ist das benachbarte Afghanistan, aus dem auch synthetische Drogen in das Land kommen. Am 24. November beschlagnahmte die Polizei 66 Kilogramm Amphetamine, die in der Klimaanlage eines Busses versteckt waren, der aus der benachbahrten afghanischen Herat-Provinz kam. Angaben der UNODC zufolge verlassen 60 Prozent der im Nachbarland produzierten Drogen das Gebiet Richtung Iran. Auf einem Treffen der Außenminister beider Länder im letzten Monat war das Thema Drogenschmuggel auf der Tagesordnung. Am 23. November unterzeichneten der iranische Außenminister Manutschehr Mottaki und sein afghanischer Kollege Abdullah Abdullah eine gemeinsame Absichtserklärung, die unter anderem eine verstärkte Kontrolle der Grenze vorsieht.

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Quellen

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November 15, 2005

Waffenlager in Altenburg ausgehoben

Waffenlager in Altenburg ausgehoben – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Waffenlager in Altenburg ausgehoben

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Altenburg / Böhlen / Leipzig / Rositz (Deutschland), 15.11.2005 – Zielfahnder haben am vergangenen Samstag in Böhlen einen 29-jährigen Dieb festgenommen. Der Dieb war polizeibekannt und gewaltbereit. Als danach Wohnungen und Garagen, die von dem Mann genutzt wurden, in Altenburg, dem benachbarten Rositz, Leipzig und Böhlen durchsucht wurden, wurden neben fünf gestohlenen Motorrädern und einem Audi A4 in Altenburg auch Plastiksprengstoff, hochexplosiver Sprengstoff und eine Rohrbombe sowie 19 Gewehre und Pistolen sichergestellt. In Sachsen wurden außerdem ein halbes Kilo Drogen und gestohlene Autoradios gefunden.

Der KFZ-Mechaniker hatte vor einigen Monaten, vermutlich unter Drogeneinfluss, eine Polizeikontrolle durchbrochen. Nun sitzt er in Untersuchungshaft. Woher er die Waffen bezogen hat, ist bisher ungeklärt.

Quellen

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