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July 18, 2014

Malaysia-Airlines-Flug 17 über dem Osten der Ukraine offenbar abgeschossen

Malaysia-Airlines-Flug 17 über dem Osten der Ukraine offenbar abgeschossen

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Veröffentlicht: 19:30, 18. Jul. 2014 (CEST)
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Die abgeschossene Maschine 2010 in Perth, West-Australien

Kiew / Donezk (Ukraine), 18.07.2014 – Bei Grabowo, östlich der Millionenstadt Donezk ist ein Flugzeug der Malaysian Airlies vom Typ Boeing 777-200ER, das auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur in Malaysia war, mit ca. 300 Menschen an Bord abgestürzt. Nach Angaben des amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden handele es sich „offensichtlich“ bei dem Zwischenfall um „keinen Unfall“, sondern das Flugzeug wurde „vom Himmel geholt“. Ukrainische Regierung und prorussische Separatisten werfen sich gegenseitig vor, das Flugzeug abgeschossen zu haben. Die Separatisten beschuldigten die ukrainische Armee einer „Provokation“, während es nicht unbedingt eine Erklärung dafür gibt, warum die ukrainische Armee Flugabwehrraketen gegen die Separatisten einsetzen sollte, wenn diese gar nicht über Flugzeuge verfügen. Nach Angaben der Separatisten seien sie selbst nicht in der Lage, Flugzeuge in solcher Höhe abzuschießen, da ihnen entsprechende Waffen fehlen würden. Die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS hatte allerdings bereits im Juni gemeldet, dass die Separatisten über Raketen des russischen Systems Buk verfügen. Die Seperatisten dementieren jedoch weiterhin heftig, sie hätten die Maschine abgeschossen und wollen internationale Experten die Ursache untersuchen lassen.

Der amerikanische Präsident Barack Obama telefonierte inzwischen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und dem malaysischen Premierminister Najib Razak. Dieser hatte in einer Pressekonferenz gefordert, dass alle Trümmer an Ort und Stelle zu verbleiben hätten, bis eine internationale Ermittlergruppe Beweise gesammelt hätte. Zuvor war gemeldet worden, dass die Flugschreiber gefunden und von den Separatisten sichergestellt wurden. Über den Verbleib der Geräte gibt es keine näheren Angaben. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton verlangte ungehinderten Zugang in das Gebiet, in dem die Trümmer des Flugzeuges verteilt sind.

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Augenzeugen gaben an, es habe eine Explosion in der Luft gegeben. Prorussische Separatisten sagen, ebenfalls unter Berufung auf Augenzeugen, dass das Flugzeug von einem ukrainischen Kampfflugzeug abgeschossen wurde und dann in zwei Teile zerbrochen sei. Danach habe man das ukrainische Kampfflugzeug ebenfalls abgeschossen.

Beide Seiten im ukrainischen Bürgerkrieg beschuldigten sich gegenseitig und verdächtigten die jeweils andere Seite, das Flugzeug abgeschossen zu haben: Die Signale des Flugzeugs endeten Angaben von Flighttrackingseiten zufolge gegen 13:20 Uhr UTC(15:20 MESZ), die Fluglinie sprach hingegen von Kontaktverlust um „1415 (GMT)“. Die Verkehrsmaschine war in etwa 10.000 Metern Flughöhe unterwegs. An Bord waren nach letzten Meldungen 283 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder. Bei einer Pressekonferenz in Amsterdam gab die Fluggesellschaft bekannt, unter den Reisenden seien 154 Niederländer, 27 Australier, 23 Malaysier, elf Indonesier, sechs Briten, vier Belgier und vier Deutsche sowie drei Philippiner und ein Kanadier gewesen. Damit handelt es sich um die tödlichste Flugzeugkatastrophe seit dem 11. September 2001.

Der Luftraum in der Ostukraine, der vor dem Zwischenfall nur unterhalb von 8.000 Metern gesperrt war, wird üblicherweise täglich von mehreren hundert Flugzeugen überflogen. Inzwischen wurde der Luftraum in der Oblast Donezk vollständig geschlossen und Flüge entsprechend umgeleitet.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Malaysia-Airlines-Flug 17“.

Quellen[Bearbeiten]

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October 20, 2013

Asiana Flug 214: Strafverfolgung gegen Feuerwehrmann eingestellt

Asiana Flug 214: Strafverfolgung gegen Feuerwehrmann eingestellt

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Veröffentlicht: 02:39, 20. Oktober 2013 (CEST)
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San Francisco (USA), 20.10.2013 – Wie die BBC berichtet, wird gegen den Feuerwehrmann, der eines der drei Opfer der Bruchlandung des Asiana-Fluges 214 am 6. Juli auf dem Flughafen von San Francisco überfuhr und dadurch tötete, die Strafverfolgung eingestellt. Das Mädchen war noch lebend aus dem Flugzeug geschleudert worden, als dieses bei der Landung zerbrach, und lag von Feuerlöschschaum bedeckt auf der Landebahn, als ein Feuerwehrfahrzeug es überfuhr. Als Todesursache wurde nun offiziell ein Unfall und keine Straftat festgestellt und die Strafverfolgung dementsprechend eingestellt. Die Familie des Kindes behält sich nun eine zivilrechtliche Klage vor. Die offizielle Untersuchung zu den Ursachen der Bruchlandung geht unterdessen weiter.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Bruchlandung eines südkoreanischen Verkehrsflugzeuges in San Francisco (07.07.2013)
  • Suche nach den Ursachen des Flugzeugunglücks in San Francisco (09.07.2013)

Quellen[Bearbeiten]

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July 9, 2013

Suche nach den Ursachen des Flugzeugunglücks in San Francisco

Suche nach den Ursachen des Flugzeugunglücks in San Francisco

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Veröffentlicht: 10:28, 09. Jul. 2013 (CEST)
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Wrack der verunglückten Maschine

Ein Wrackteil vom Heck

Innenraum der verunglückten Maschine

Flugschreiber der Maschine

San Francisco (Vereinigte Staaten), 09.07.2013 – In den USA hat einen Tag nach dem Unglück einer koreanischen Verkehrsmaschine auf dem internationalen Flughafen von San Francisco, bei dem zwei Personen getötet und zehn schwer verletzt wurden, die Suche nach den Ursachen begonnen.

Schon kurz nach dem Unglück waren mechanisches Versagen und das Wetter als Ursache ausgeschlossen worden. Die Leiterin des National Transportation Safety Board (NTSB), Deborah Hersman, gab inzwischen erste Ergebnisse der Auswertung der technischen Daten des Flugdatenschreibers und der Aufzeichnungen der Gespräche aus dem Cockpit bekannt. So verlangte eines der Besatzungsmitglieder sieben Sekunden vor dem Unglück, die Geschwindigkeit zu erhöhen, und 1,5 Sekunden vor dem Unglück wurde versucht durchzustarten. Erste Auswertungen der Flugdaten haben ergeben, dass das Flugzeug deutlich langsamer war als die zu diesem Zeitpunkt zu erwartenden 245 km/h (137 Knoten).

Als Ablauf des Unfalls geht man bisher davon aus, dass das Flugzeug die Uferbefestigung am Anfang der Landebahn berührt hat; dabei brach das Heck des Flugzeugs mit dem Seitenruder ab und das Flugzeug rutschte, bis es neben der Landebahn zum Stillstand kam und wahrscheinlich durch ein abgerissenes Triebwerk Feuer fing. Der genaue Ablauf der Ereignisse wird aber weiter untersucht.

Auch wurde inzwischen bekannt, dass der verantwortliche Pilot erst 43 Stunden Flugerfahrung auf einem Flugzeug des verunglückten Typs Boeing 777-200ER hatte, er aber eigentlich ein erfahrener Pilot mit über 10.000 Flugstunden vor allem auf Maschinen des Typs Boeing 747 ist und auch den Flughafen San Francisco schon öfter angeflogen hat. An Bord waren zwei Pilotenteams, die sich während des Fluges abwechselten, und ein auf der Boeing 777-200ER erfahrener Pilot war während der Landung als Co-Pilot zur Unterstützung ebenfalls im Cockpit.

Auf dem internationalen Flughafen von San Francisco stehen zurzeit verschiedene Unterstützungssysteme nicht zur Verfügung. So gibt es keine Gleitweganzeige, und die Anflugbefeuerung war ausgeschaltet, der Precision Approach Path Indicator und der Localizer waren verfügbar, betonte das NTSB und widersprach damit anderslautenden Meldungen. Diese Systeme helfen dem Piloten, den richtigen Winkel und die richtige Geschwindigkeit für die Landung zu finden. Eine visuelle Eigenkontrolle der Höhe durch den Piloten wird in San Francisco durch den Anflug über das Wasser extrem erschwert. Deutsche Piloten klagten zudem über die amerikanischen Fluglotsen, die extreme Sinkgeschwindigkeiten anordneten, und wiesen auf die dichte Reihenfolge der Landungen hin, die die Landung in San Francisco sehr stressig für Piloten machte. Für ein sehr schweres Flugzeug, wie es die verunglückte Maschine war, können schon kleine Abweichungen von den Idealwerten schwerwiegende Folgen haben. Die Leiterin des NTSB kündigte an, dass die Rolle, die die nicht vorhandenen Unterstützungsysteme bei dem Unfallhergang möglicherweise spielten, genau untersucht würde.

Zu den Opfern wurde inzwischen bekannt, dass am Sonntag (Ortszeit) noch sechs Personen in kritischem und 13 in ernstem Zustand im San Francisco General Hospital behandelt würden. Mindestens fünf weitere Personen wurden noch in anderen Krankenhäusern behandelt. Bei den beiden getöteten Passagieren handelt es sich um zwei 16 Jahre alte Mädchen aus Jiangshan in der chinesischen Provinz Zhejiang, die mit einer Gruppe von 30 Schülern und mehreren Lehrern zu einem Sommercamp in die USA reisen wollten. Bisher unbestätigten Meldungen zufolge wurde eines der Mädchen von einem zur Unglücksstelle eilenden Rettungsfahrzeug überfahren. Mitglieder einer zweiten chinesischen Schülergruppe aus Taiyuan in der chinesischen Provinz Shanxi blieben unverletzt.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Asiana-Airlines-Flug 214“.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

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July 8, 2013

Bruchlandung eines südkoreanischen Verkehrsflugzeuges in San Francisco

Bruchlandung eines südkoreanischen Verkehrsflugzeuges in San Francisco

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Veröffentlicht: 01:18, 08. Jul. 2013 (CEST)
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Eine Boeing 777-200 der Asiana Airlines (Bild von 2006 im alten Farbschema)

Die Unglücksstelle am Flughafen

San Francisco International Airport

San Francisco (Vereinigte Staaten), 08.07.2013 – Eine aus Seoul in Südkorea kommende Boeing 777-200ER der Asiana Airlines ist bei der Landung auf dem internationalen Flughafen von San Francisco verunglückt. Die Maschine war offenbar bei der Landung mit dem Heck aufgeschlagen und ist dann teilweise in Flammen aufgegangen. Erste Informationen, nach denen keine Menschen ums Leben gekommen seien, mussten inzwischen berichtigt werden, denn es sind mindestens zwei Menschen gestorben. Nach dem Unglück waren neben dem Flugzeug zwei chinesische Teenager tot auf der Landebahn gefunden worden. Acht Erwachsene und zwei Kinder wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, eine Reihe weiterer Passagiere erlitt leichte Verletzungen, insgesamt 181 Menschen wurden verletzt. An Bord des Flugzeuges befanden sich 291 Passagiere (141 Chinesen, 77 Südkoreaner und 61 US-Amerikaner) und 16 Besatzungsmitglieder.

Das Flugzeug war am Sonnabend den 06. Juli um kurz nach 17:00 Uhr (Ortszeit) in Seoul gestartet und erreichte nach etwas mehr als 10 Stunden Flugzeit kurz vor 11:30 Uhr (Ortszeit) den Flughafen von San Francisco. Die Ursache des Unglücks ist unklar. Das Wetter in San Francisco war zum Unglückszeitpunkt gut, es wehte nur ein ganz leichter Wind. Ein Sprecher des FBI sagte, es gebe keine Hinweise auf einen Terroranschlag. Erste Vermutungen deuten darauf hin, dass das Flugzeug die Landebahn verfehlte und den Befestigungswall der in das Wasser ragenden Landebahn berührte. Aber eine Sprecherin der amerikanischen Bundesluftfahrtbehörde sagte, auch wenn der Ablauf noch unklar sei, sehe es aus, als wenn das Flugzeug gelandet und dann außer Kontrolle geraten sei. Ein Sprecher der Fluglinie schloss Triebwerksversagen oder ein anderes mechanisches Versagen als Ursache aus. Der Flugzeughersteller Boeing sicherte seine Unterstüzung bei der Suche nach der Ursache zu.

Asiana Airlines ist die zweitgrößte koreanische Fluglinie und betreibt zwölf Maschinen des Typs Boeing 777-200ER. Dieser Flugzeugtyp hat eine gute Sicherheitsbilanz und ist regelmäßig auf Langstreckenflügen mit zwölf Stunden und mehr Flugzeit im Einsatz. Der Flughafen von San Francisco wurde nach dem Unglück zunächst bis auf Weiteres für den Flugverkehr gesperrt, er ist inzwischen aber wieder geöffnet worden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Folgeartikel: Suche nach den Ursachen des Flugzeugunglücks in San Francisco
  • Portal:Luftfahrt

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April 13, 2013

Bali: Flugzeug schießt über das Ende der Landebahn hinaus

Bali: Flugzeug schießt über das Ende der Landebahn hinaus

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Veröffentlicht: 19:39, 13. Apr. 2013 (CEST)
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Boeing 737-900ER Lion Air Spijkers.jpg

Denpasar (Indonesien), 13.04.2013 – Ein Flugzeug der indonesischen Fluggesellschaft Lion Air ist am Samstag um 15:35 Uhr Ortszeit in der Nähe von Denpasar bei der Landung über das Ende der Landebahn hinausgeschossen und ins angrenzende Meer gestürzt. Es ist noch unklar, wieviele Menschen in der Maschine saßen, doch gehen die Behörden davon aus, dass mindestens 100 Passagiere an Bord waren. Nach ersten Berichten gab es keine Todesopfer, doch wurden mehrere Personen verletzt. Fischer waren mit ihren Booten zur Unglücksstelle geeilt und zogen Menschen aus dem Meer.

Über Twitter verbreitete Bilder von der Unglücksstelle zeigen, dass das Flugzeug zwischen den Flügeln und der Heckflosse entzwei gebrochen ist. Der Rumpf des Flugzeuges liegt auf einem Riff und ist teilweise vom Wasser bedeckt. Den ersten Berichten zufolge handelt es sich bei der verunglückten Maschine um eine Boeing 737-900. Der Pilot der Maschine, die sich auf einem Inlandsflug von Bandung kommend befand, hatte einige Minuten vor der planmäßigen Landung den Kontrollturm informiert, dass er eine Notlandung durchführen werde.

Die betroffene Fluggesellschaft hat wegen Sicherheitsmängeln EU-weit ein Flugverbot. Die Billigfluggesellschaft expandiert derzeit stark und hat vor einigen Wochen 234 Airbus-Flugzeuge bestellt. 2011 hatte Lion Air, die 70 Ziele in südostasiatischen Staaten anfliegt, bereits 230 Flugzeuge bei Boeing gekauft.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Luftfahrt

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April 18, 2012

Venus für Flugzeug gehalten: Kopilot lenkt Passagierflugzeug in den Sturzflug

Venus für Flugzeug gehalten: Kopilot lenkt Passagierflugzeug in den Sturzflug

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Veröffentlicht: 00:37, 18. Apr. 2012 (CEST)
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Boeing 767 von Air Canada

Toronto (Kanada), 18.04.2012 – Eine am Montag veröffentlichte Untersuchung zu einem Zwischenfall gibt die Erklärung, warum ein Kopilot der kanadischen Fluggesellschaft Air Canada seine Boeing 767 in einen Sturzflug steuerte. Der unausgeschlafene Flugzeugführer hatte den Planet Venus mit einem anderen Flugzeug verwechselt, das sich auf vermeintlichem Kollisionskurs befand. Bei seinem Ausweichmanöver zog er seine Maschine ab­rupt nach unten.

Der Flug ging im Januar 2011 von Toronto nach Zürich. Über dem Atlantik hatte der Kopilot ein Nickerchen gemacht. Offensichtlich war er noch nicht ganz wach, als er den Planeten Venus entdeckte. Die Geräte warnten in diesem Moment vor einer Militärmaschine, die 300 Meter tiefer flog. Der erste Offizier hielt die Venus für diese Maschine und vollführte mit der Boeing das Manöver, das für einen Teil der Mitfliegenden nicht ohne Folgen blieb. Nach 46 Sekunden gelang es dem Piloten die Boeing abzufangen und in eine stabile Lage zu bringen. Passagiere und Flugbegleiter wurden herumgewirbelt. 16 Personen verletzten sich, sieben davon mussten nach der Landung in einem Krankenhaus behandelt werden. Besetzt war das Passagierflugzeug mit 95 Personen.

Der Untersuchungsbericht kommt zu dem Ergebnis, dass Sicherheitsregeln nicht beachtet wurden, demnach darf auf langen Flügen maximal 40 Minuten geschlafen werden und nach dem Erwachen haben 15 Minuten zu vergehen, bis ein Pilot wieder die Führung des Flugzeugs übernehmen darf.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Luftfahrt

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June 14, 2011

Hessentag: Luftschiff stürzt brennend ab – Pilot kommt ums Leben

Hessentag: Luftschiff stürzt brennend ab – Pilot kommt ums Leben

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Veröffentlicht: 07:18, 14. Jun. 2011 (CEST)
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Ein sehr ähnliches Luftschiff von Goodyear (Aufnahme ca. 2010)

Reichelsheim (Deutschland), 14.06.2011 – Am Pfingstsonntag geriet am Rande des Hessentags das Luftschiff „Spirit of Safety I“ (Kennung G-TLEL) der Firma Goodyear, das unter anderem von der Deutschen Verkehrswacht gesponsert war, nach einer missglückten Landung in Brand und stürzte ab.

Das Luftschiff vom Typ Lightship A60, ein sog. Blimp, dessen Form durch den Druck des Füllgases aufrechterhalten wird, war auf dem Rückflug von einer Berichterstattung im Rahmen des Hessentags in Oberursel (Taunus), wo zwei RTL-Reporter und ein „Bild“-Fotograf unter anderem Bilder vom Auftritt der Popgruppe Roxette machen sollten. Gegen 20.15 Uhr brach nach dem Aufsetzen auf dem Landeplatz bei Reichelsheim das einachsige Fahrwerk unter dem Landekorb des Zeppelins. Im Bereich der Motoren brach in der Folge ein Feuer aus. Der Pilot befahl den Fahrgästen, aus einer Höhe von etwa zwei Metern abzuspringen. Durch den Gewichtsverlust stieg das brennende Luftschiff anschliessend in die Höhe, während sich das Feuer über das Luftschiff ausbreitete. Anschliessend stürzte das noch brennende Fluggerät auf eine Wiese, wo es ausbrannte. Der Pilot kam dabei ums Leben. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat die Ermittlungen aufgenommen.

Im Gegensatz zu frühen, mit Wasserstoff gefüllten Zeppelinen, sind heutige Luftschiffe mit Helium gefüllt, welches selbst nicht brennbar ist.

Alle Termine des Reifen- und Luftschiffherstellers Goodyear auf dem Hessentag wurden abgesagt. Ein baugleiches Luftschiff darf bis zur endgültigen Klärung des Flugunfalls nicht starten.

Nach Meinung eines Experten hat sich der 52-jährige Pilot für seine Passagiere „geopfert“. Ihm sei klar gewesen, dass das Luftschiff nach dem Abspringen der Passagiere wieder aufsteigen würde. Außerdem habe er einem Passagier noch beim Ausstieg geholfen. Der Australier soll einer der weltweit erfahrensten Piloten gewesen sein.

Themenverwandte Artikel

  • München: Großalarm wegen vermeintlichen Zeppelinbrandes (14.10.2005)

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August 26, 2010

Tote und Überlebende bei Bruchlandung in Nordost-China

Filed under: Flugunfall,Peking,Themenportal China,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Tote und Überlebende bei Bruchlandung in Nordost-China

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Veröffentlicht: 12:36, 26. Aug. 2010 (CEST)
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Lage der Provinz Heilongjiang.

Peking (China), 26.08.2010 – Die Bruchlandung eines Verkehrsflugzeuges in Yichun in der Provinz Heilongjiang im Nordosten Chinas haben 54 Menschen überlebt, darunter der Flugkapitän. 42 Personen, die sich an Bord der verunglückten Maschine befanden, kamen ums Leben. Die Nachrichtenagentur Xinhua hatte berichtet, dass das Flugzeug vom Typ Embraer 190 bei der Landung das Ende der Landebahn überschossen habe, dann entzweigebrochen und in Brand geraten sei. Das Flugzeug war in Harbin gestartet.

Der Grund für die Bruchlandung ist noch nicht ermittelt. Zum Zeitpunkt des Unglücks soll am Zielflughafen dichter Nebel geherrscht haben. Ein überlebender Passagier berichtete, dass das Flugzeug schon gebrannt habe, als es zum Stillstand gekommen sei. Viele Personen an Bord hätten sich dann nach vorne gedrängt, statt die Notausgänge zu nehmen. Es habe eine starke Rauchentwicklung gegeben, die das Atmen schwer gemacht habe.

An Bord waren 91 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Der Flugunfall war der erste in China seit dem Absturz eines Verkehrsflugzeuges im Jahre 2005. Damals kamen 55 Passagiere ums Leben.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:China

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May 21, 2009

Flugzeug stürzte in Java in ein Wohngebiet

Flugzeug stürzte in Java in ein Wohngebiet

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Veröffentlicht: 23:16, 21. Mai 2009 (CEST)
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Indonesien, 21.05.2009 – Ein Transportflugzeug des Militärs vom Typ Hercules C 130 mit Soldaten und ihren Angehörigen auf dem Rückflug aus dem gemeinsamen Urlaub, darunter zehn Kinder, ist im Osten der indonesischen Ferieninsel Java in ein Wohngebiet gestürzt. Nicht bestätigten Medienberichten zufolge soll unmittelbar vor dem Absturz das Flugzeug in der Luft zweimal explodiert und anschließend auf die Ortschaft Madlun gestürzt sein, so berichteten Augenzeugen. Wieder andere ergänzten, die rechte Tragfläche solle sich vom Flieger gelöst haben.

Es sollen ungefähr 20 Menschen das Unglück überlebt haben. 97 Tote sind bislang bestätigt. Über das Wetter gibt es widersprüchliche Angaben: Militärkreise sprechen von schlechten Sichtverhältnissen, auf den Aufnahmen, welche auch in der Tagesschau ausgestrahlt wurden, konnte das jedoch nicht bestätigt werden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt

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April 26, 2008

Flugzeugunglück in Eisenach

Flugzeugunglück in Eisenach – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Flugzeugunglück in Eisenach

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Veröffentlicht: 22:42, 26. Apr. 2008 (CEST)
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Flugzeug vom Typ Z 37 (Hans-Grade-Museum in Borkheide)

Eisenach (Deutschland), 26.04.2008 – Am Nachmittag des 26. April kam es in Eisenach während eines Flugfestes zu einem Flugzeugunglück. Eine Agrarmaschine älterer Bauart vom Typ Z 37 kam nach bisherigen Informationen beim Start zu einer Vorführung von der Piste ab und raste in eine Gruppe von Zuschauern, die sich an einem Imbissstand aufhielt. Dabei wurde eine 45-jährige Imbiss-Verkäuferin getötet, mindestens acht Personen wurden verletzt, vier davon schwer. Unter den Verletzten waren auch zwei Kinder. Die Zahl der Opfer könnte sich noch erhöhen. Der Pilot musste aus der Propellermaschine herausgeschnitten werden.

Nach dem Unfall wurde die auf zwei Tage angesetzte Flugschau abgebrochen.

Zur Untersuchung des Unfallhergangs wurde das Luftfahrtbundesamt eingeschaltet. Die Gothaer Polizei hat ebenfalls Ermittlungen aufgenommen. Bei dem Flugzeug handelt es sich um ein ehemaliges Agrarflugzeug, wie sie früher in der DDR zum Aufbringen von Dünger eingesetzt wurden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt

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