Brasilien: Zwölfjähriger Junge bei Polizeiübung erschossen

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Artikelstatus: Fertig 22:21, 28. Mai 2007 (CEST)
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Rondonópolis (Brasilien), 28.05.2007 – Bei einer Polizeiübung in der brasilianischen Stadt Rondonópolis im Bundesstaat Mato Grosso kam ein zwölfjähriger Junge ums Leben, weil die Polizei irrtümlicherweise mit scharfer Munition geschossen hat. Bei der Übung, die am Samstag durchgeführt wurde, wollte eine Spezialeinheit der Militärpolizei laut Nachrichtenagentur dpa öffentlich vorführen, wie Geiseln aus einem Bus befreit werden können. Brasilianische Medien berichten offenbar erst seit heute über den Vorfall.

Der zwölfjährige Luiz Henrique Dias Bulhões starb unmittelbar am Unglücksort an den Folgen eines Kopfschusses, neun weitere Personen wurden verletzt, einige befinden sich noch in einem kritischen Zustand. Die brasilianische Agentur „Agência O Globo“ berichtet, dass noch vier Personen im Krankenhaus behandelt werden, unter ihnen zwei Kinder, ein Polizist und ein Lehrer, den eine Kugel in der Nähe seines rechten Auges getroffen hat. Die Polizei kann sich dem dpa-Bericht zufolge nicht erklären, weshalb bei der Übung tödliche Munition verwendet wurde. Von einem „völlig inakzeptablen Vorfall“ sprach Sicherheits- und Justizminister Carlos Brito. Den Verantwortlichen der Fahrlässigkeit kündigte Carlos Brito harte Strafen an. Laut „Agência O Globo“ musste der Kommandant der Einheit noch heute eine Erklärung zum Vorfall abgeben. Die Ermittlungen der Zivilpolizei sollen innerhalb eines Monats abgeschlossen sein.

Quellen