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May 31, 2006

US-Finanzminister John Snow ist zurückgetreten

US-Finanzminister John Snow ist zurückgetreten

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Artikelstatus: Fertig 16:16, 31. Mai 2006 (CEST)
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John Snow

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 31.05.2006 – Der US-Finanzminister John Snow ist zurückgetreten. Sein Nachfolger soll Henry Paulson, Chef der US-Bank Goldman Sachs, werden. Snow selber hatte kürzlich angekündigt, bis Anfang Juli zurücktreten zu wollen. Die Rheinische Post berichtete von Spekulationen in den US-Medien, nachdem er nach dem G8-Gipfel in Russland, der im Juli stattfinden soll, zurücktreten wolle.

Die Entscheidung, die US-Präsident George W. Bush heute nachmittag bekannt gab, muss nun noch vom Senat bestätigt werden.

Quellen

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March 29, 2005

Brasilien will auf neue IWF-Kredite verzichten

Brasilien will auf neue IWF-Kredite verzichten

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Artikelstatus: Fertig
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Brasilien will auf neue IWF-Kredite verzichten

Brasília (Brasilien) / New York (Vereinigte Staaten), 29.03.2005 – Brasilien will aufgrund seiner guten wirtschaftlichen Situation keine neue Kreditvereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) anstreben.

Der IWF vergibt unter Auflagen befristete Kredite zur Überbrückung von Finanzkrisen an Regierungen. Der brasilianische Finanzminister Antonio Palocci erklärte, dass Brasilien eine derartige Hilfe in der jetzigen Situation nicht nötig habe. Im Januar 1999 war das Land in eine schwere Währungskrise geraten, die zu einer starken Abwertung des Reals führte. Dies hatte eine allgemeine Wirtschaftskrise zur Folge. Die derzeitige Kreditvereinbarung mit dem IWF, die zur Überbrückung der Finanzkrise von 1999 aufgenommen wurde, endet an diesem Donnerstag. Insgesamt bezog die brasilianische Regierung seit 2002 IWF-Kredite in Höhe von 26,2 Milliarden US-Dollar. Jedoch schuldet Brasilien dem IWF noch 23,2 Milliarden Dollar.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die brasilianische Wirtschaft mit 5,2 Prozent Wachstum das größte Plus seit zehn Jahren. Auch die Außenhandelsbilanz des Landes wies 2004 einen deutlichen Überschuss von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf. Die brasilianische Regierung erklärt die wirtschaftliche Stabilisierung mit dem Hinweis auf die bessere Kontrolle der Außenhandelsbilanz.

In der Führungsebene des IWF wurde die Entscheidung der brasilianischen Regierung als Konsequenz ihrer Reformpolitik eingeordnet. Der amerikanische Finanzminister John W. Snow übermittelte dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva seine Gratulation und würdigte den Reformprozess, der Brasilien aus der Krise geführt habe.

Quellen

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December 7, 2004

EU-Finanzminister fordern USA zur Bekämpfung ihres Defizits auf

EU-Finanzminister fordern USA zur Bekämpfung ihres Defizits auf

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Artikelstatus: Fertig 7. Dez. 2004 (CET)
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EU-Flagge

Brüssel (Belgien), 07.12.2004 – Der kritische US-Haushalt ist momentan der Hauptgrund für den Höhenflug des Euro. Jedoch hat dies nicht nur positive Auswirkungen, sondern zur Folge, dass sich die weltwirtschaftliche Lage kontinuierlich verschlechtert.

US-Flagge

Aus diesem Grund fordern die EU-Finanzminister von der US-Administration, ihr Haushaltsdefizit von voraussichtlich zirka 521 Milliarden US-Dollar für 2005 zu senken, um diesem Problem entgegenzuwirken und ein stabiles Verhältnis zwischen Euro und US-Dollar zu gewährleisten.

Gleichzeitig fordert der Vorsitzende der Finanzminister der Eurozone, dass die USA ihre Sparqoute erhöhen und Europa im Gegenzug die Wirtschaft ankurbeln müsse. Auch der Vorsitzende der US-amerikanischen Notenbank (Fed), Alan Greenspan, hat schon Anfang des Jahres eindringlich vor den langfristig drohenden Ungleichgewichten im US-Haushalt gewarnt. Im Jahr 2003 lag das Haushaltsdefitzit noch bei 375 Milliarden US-Dollar. 2004 ist es auf 413 Milliarden US-Dollar angestiegen. Während der Ära von Bill Clinton in den 1990er-Jahren wuchs der Bundeshaushalt im Schnitt um rund 3,2 Prozent pro Jahr. Seit George W. Bush im Weißen Haus regiert, ist der Etat um durchschnittlich 8,5 Prozent pro Jahr angeschwollen, Tendenz stark steigend.

China und der US-Haushalt: Nach einer Analyse von Michael Hill in der US-amerikanischen Zeitung „Baltimore Sun“ vom 5. Dezember 2004 werden zwei Ursachen für den schwachen Dollar diskutiert: Die eine Ursache liegt im Wirtschaftsboom in China. Die USA leihen Geld in China und importieren billige Ware. Da China den Kurs seiner Währung Yuan an den US-Dollar gekoppelt hat, spüren die Konsumenten in den USA den Verfall der eigenen Währung noch nicht. Deutsche Autos und Mode aus Paris machen sich bei den Lebenshaltungskosten weniger bemerkbar als die Massenware der Supermärkte. Dies ist jedenfalls die Ansicht eines Professors der University of Maryland, Peter Morici. Dagegen meint Steve H. Hanke von der Johns Hopkins University, Baltimore, dass die Dollarschwäche inzwischen in einen „Panik-Markt“ geraten ist: „Die Leute verkaufen ihre Dollar und denken erst später nach.“ Da die Regierung Bush (und besonders Schatzminister John W. Snow „der vom Geldmarkt nichts versteht“, so Hanke) die Parole ausgebe, dass die Dollarschwäche das Problem der anderen sei, verschärfe sich die Panik noch. Was die gegenwärtige Regierung nicht sehe, sei die Gefahr, die den USA vom schwachen Dollar drohe, auch und gerade für Bushs Lieblingsprojekte, die Steuererleichterungen und die Privatisierung der Sozialhilfe. Am Ende laufe alles auf eine Einschränkung des Wohlstands in den USA hinaus, so der Autor des Artikels.

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