WikiNews de

November 24, 2013

Raketenstart in Plessezk: Swarm-Satelliten sollen Erdmagnetfeld untersuchen

Raketenstart in Plessezk: Swarm-Satelliten sollen Erdmagnetfeld untersuchen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:33, 24. Nov. 2013 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Raketenstart auf dem Weltraumbahnhof Plessezk (Archivbild, August 1991)

Plessezk (Russland) / Darmstadt (Deutschland), 24.11.2013 – Am Freitag (22.11.) hat die europäische Weltraumorganisation ESA drei Satelliten ins All schießen lassen. Die Rockot-Trägerrakete startete um 13.02 Uhr (MEZ) vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plessezk. Aufgabe der vom Raumfahrtunternehmen Astrium gebauten „Swarm“-Satelliten ist die Überwachung des Erdmagnetfeldes. Der Start verlief ohne Probleme.

Die Steuerung der drei jeweils fast eine halbe Tonne schweren Satelliten erfolgt im ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt. Acht Jahre lang wurde die Mission vorbereitet.

Die Untersuchung des Erdmagnetfeldes ist auf mindestens vier Jahre angelegt. Zwei der Satelliten werden auf einen Höhe von 460 Kilometern, der dritte auf einer Höhe von 530 Kilometern die Erde umrunden und dort unter Anderem mit einem Vektorfeld-Magnetometer die Magnetfeld-Richtung vermessen. Ebenfalls untersucht werden auch Stärke und Schwankungen des Magnetfeldes. In diesem Zusammenhang können auch die Ergebnisse der im Jahr 2000 gestarteten ESA-Mission „Cluster“ mit in Betracht gezogen werden, in deren Rahmen Bedingungen innerhalb des Erdmagnetfeldes und deren Wechselwirkungen mit geladenen Teilchen des Sonnenwindes untersucht werden. Die „Cluster“-Satelliten umkreisen die Erde in einer Entfernung von etwa 10.000 Kilometern.

Neben der Untersuchung des Erdmagnetfeldes selbst sollen die drei „Swarm“-Satelliten auch Vorhersagen zu Störungen durch Sonnenwind und Gefahren durch kosmische Strahlungen treffen können. Als Nebeneffekt können die hochauflösenden Magnetfeldmessungen auch bei der Kartierung von magnetischen Gesteinen und Sedimenten helfen, was zum Auffinden von neuen Erzlagerstätten führen könnte.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Raumfahrt

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 20, 2006

Deutscher Spionagesatellit ins Weltall gestartet

Deutscher Spionagesatellit ins Weltall gestartet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 18:13, 20. Dez. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Plessezk (Russland), 20.12.2006 – Die deutsche Bundeswehr hat gestern einen Spionagesatelliten mit Namen „SAR-Lupe“ ins Weltall transportieren lassen. Der 720 Kilogramm schwere Satellit wurde in einer Höhe von 500 Kilometern in der Umlaufbahn ausgesetzt. Der Start erfolgte am 19. Dezember 2006 um 19 Sekunden nach 15:00 Uhr mit einer Trägerrakete des Typs „Cosmos-3M“. Startort war der Weltraumbahnhof in Plessezk. Der Radarsatellit, der 300 Millionen Euro kostete, kann teilweise Gegenstände erkennen, die kleiner als ein Meter sind. Er ist der erste von insgesamt fünf Satelliten, die innerhalb der nächsten Monate und Jahre in der Umlaufbahn ausgesetzt werden sollen. Hergestellt wird der Spionagesatellit von der Bremer Firma OHB Technology im Auftrag des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB).

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unbemannte Raumfahrt
  • Portal:Bundeswehr

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 8, 2005

ESA-Satellit „Cryosat“ am Nordpol abgestürzt

ESA-Satellit „Cryosat“ am Nordpol abgestürzt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 15:46, 14. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen, sondern einen Folgeartikel schreiben.
Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Moskau (Russland), 08.10.2005 – Der Forschungssatellit „Cryosat“ der europäischen Raumfahrtagentur ESA ist kurz nach dem Start abgestürzt.

Wie die russische Raumfahrtagentur mitteilte, wird angenommen, dass der 650 Kilogramm schwere Satellit in den Lincolnsee in der Nähe des Nordpols gestürzt ist, nachdem das Abschalten der zweiten Stufe und die Trennung der zweiten und der dritten Stufe der russischen Trägerrakete des Typs Rockot nicht ordnungsgemäß funktionierten. Die ESA bestätigte den Absturz, da es nicht gelungen sei mit dem Satelliten zu kommunizieren. Ein Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos hat erklärt, bis auf weiteres würden bis zur Klärung der Fehlfunktion Starts des verwendeten Raketentyps ausgesetzt.

Es war geplant, den Satelliten eineinhalb Stunden nach dem planmäßigen Start um 17:02 Uhr vom russischen Weltraumbahnhof Plessezk in seiner Zielumlaufbahn auszusetzen. Der Klimasatellit sollte drei Jahre lang aus 720 Kilometern Höhe die Dicke der polaren Eisschilde vermessen. Die Forschungen sollten Aufschlüsse über die Theorie der globalen Klimaerwärmung geben und Anhaltspunkte liefern, ob die Klimaveränderungen zum Abschmelzen der Pole führen könnten.

Durch den Fehlschlag der Satellitenmission entstand ein Schaden von rund 140 Millionen Euro. Dazu gehörten die Herstellung des Satelliten durch den europäischen Raumfahrtkonzern EADS, die Kosten für den Start der russischen Trägerrakete sowie weitere Projektinvestitionen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unbemannte Raumfahrt

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 27, 2005

Russischer Erdbeobachtungssatellit Monitor E1 auf Forschungsmission

Filed under: Artikelstatus: Fertig,Monitor E1,Plessezk,Rockot — admin @ 5:00 am

Russischer Erdbeobachtungssatellit Monitor E1 auf Forschungsmission

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 08:14, 27. Aug 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Rockot Trägerrakete

Plessezk (Russland), 27.08.2005 – Am 26. August um 20:34 Uhr MESZ startete der 750 Kilogramm schwere russische Erdbeobachtungssatellit „Monitor E1“ zu einer Forschungsmission in den Weltraum. Er ist der erste einer geplanten Reihe von „Monitor“-Erdbeobachtungssatelliten, die von dem Unternehmen „Khrunichev Space Center“ in der Nähe von Moskau gebaut werden. Der Satellit wurde mit einer Rockot-Trägerrakete in eine 550 Kilometer hohe polare sonnensynchrone Umlaufbahn vom Kosmodrom Plessezk in Russland gestartet. Die Lebensdauer des Satelliten soll fünf Jahre betragen. Nachdem der Satellit ausgesetzt wurde, verlor das Kontrollzentrum zuerst den Kontakt, später konnte er aber wieder unter Kontrolle gebracht werden.

Der Satellit verwendet eine von Khrunichev entwickelte „Jachta“-Satellitenplattform, die aus zwei Modulen – einem universellen Funktionsmodul und einem Nutzlastmodul – besteht. Es ist der erste Einsatz der „Jachta“, die in der Zukunft für verschiedenartige Satelliten verwendet werden könnte. Die Nutzlast des „Monitor E1“ Satelliten besteht aus einer panchromatischen und einer multispektralen optoelektronischen Kamera mit Auflösungen von acht Metern und 20 Metern.

Eigens zur Kontrolle des Satelliten sowie der Auswertung und Archivierung der erhaltenen Daten wurden von „Khrunichev Space Center“ entsprechende Einrichtungen gebaut.

Themenverwandte Artikel

  • Themenportal Unbemannte Raumfahrt

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 26, 2005

Start des ersten deutschen Pico-Satelliten verzögert sich

Start des ersten deutschen Pico-Satelliten verzögert sich

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche

Würzburg (Deutschland), 26.08.2005 – Der Start des ersten deutschen Pico-Satelliten verzögert sich. Ursprünglich sollte der von der Universität Würzburg gebaute würfelförmige Kleinsatellit „UWE-1“ am 27. August vom russischen Weltraumbahnhof Plesetsk als Sekundärnutzlast einer Kosmos-3M-Rakete in seine Umlaufbahn geschossen werden.

Allerdings gibt es technische Probleme an einem anderen Satelliten, der mit dem gleichen Flug in den Weltraum starten soll. „UWE-1“ wird begleitet von einem japanischen und ein norwegischen Pico-Satelliten sowie dem Kleinsatelliten „SSETI-Express“. Der Start ist nun für den 27. September vorgesehen.

Der „Universität Würzburg Experimentalsatellit“, so der volle Name des Pico-Satelliten, ist gerade einmal ein Kilogramm schwer und hat die Form eines zehn Zentimeter großen Würfels. Federführend ist das Institut für Informatik, von der auch die Kontrollstation betrieben wird. Das Institut möchte mit Hilfe des Miniwürfels die Übertragung von Internetdaten im Weltraum verbessern. Während die Kommunikation auf der Erde problemlos läuft, gibt es im Weltall öfters Störungen, Verfahren, die Störungen zu minimieren sollen mit UWE-1 ausprobiert werden. Getestet werden soll weiter auch eine neue Solarzellenart bestehend aus dem Material Galliumarsenid, die einen sehr hohen Wirkungsgrad besitzt.

Befindet sich der Satellit nicht in Reichweite der Würzburger Station, kann mit ihm über das Internet von anderen Stationen aus in den USA oder Japan kommuniziert werden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unbemannte Raumfahrt

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 29, 2005

Bremer Raumfahrtunternehmen Eurockot Launch Services verzeichnet Auftragsboom

Bremer Raumfahrtunternehmen Eurockot Launch Services verzeichnet Auftragsboom

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Bremen (Deutschland), 29.06.2005 – Das Bremer Unternehmen Eurockot Launch Services GmbH verzeichnet momentan einen regelrechten Auftragsboom. Wie die Verlagsgruppe Kreiszeitung titelt, steht dem Unternehmen ein spannender Herbst bevor. Das Unternehmen ist ein Joint-Venture aus ASTRIUM und dem „Khrunichev State Research and Production Space Center“. Es vermarktet die Rakete Rockot, eine umgebaute Interkontinentalrakete, die vom eigenen Startplatz in Plessezk in den Weltraum aufbricht. Dort erfolgte der erste Start am 16.05.2000. Auch in russischen Raumfahrtzentren Baikonur und Swobodny sind Startmöglichkeiten der Rakete vorhanden.

Mittlerweile hat das Unternehmen vier Starts für die Europäische Raumfahrtagentur ESA in seinen Auftragsbüchern stehen. Neu hinzugekommen sind im ersten Halbjahr 2005 die Startkampagnen für die Missionen „Smos“ und „Proba-2“, beide sind für das Jahr 2007 geplant. „Smos“ soll hochauflösende Bilder liefern, die die Bodenfeuchtigkeit und den Salzgehalt der Meere sowie ihre Veränderungen unter Berücksichtigung des ständigen Wasseraustausches zwischen Meeren, Atmosphäre und Land aufzeigen. Der 130 Kilogramm schwere „Proba-2“ ist ein Testsatellit, der Hard- und Softwarekomponenten testen soll, außerdem werden Instrumente zur Sonnenbeobachtung erprobt. Sein Vorgänger „Proba“ wurde am 22.10.2001 in Indien als Sekundärnutzlast einer PSLV-Rakete gestartet und arbeitet seitdem sehr erfolgreich.

Im zweiten Halbjahr dieses Jahres stehen nun noch drei Starts auf dem Programm. Zuerst erfolgt im August der Start des Satelliten „Monitor E1“ (siehe geplanter Wikinews-Bericht „Russischer Erdbeobachtungssatellit Monitor E1 auf Forschungsmission“), im September wird der ESA-Satellit „CryoSat“ starten. Dabei handelt es sich um einen Satelliten aus dem „Earth-Explorer“-Programm der europäischen Agentur. Seine Aufgabe ist die Ermittlung der Dicke der kontinentalen Eisschichten und der Polarmeere. Für Südkorea wird im Dezember dann noch der Satellit „Kompsat 2“ in den Weltraum befördert.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unbemannte Raumfahrt

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.