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October 8, 2005

ESA-Satellit „Cryosat“ am Nordpol abgestürzt

ESA-Satellit „Cryosat“ am Nordpol abgestürzt

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Moskau (Russland), 08.10.2005 – Der Forschungssatellit „Cryosat“ der europäischen Raumfahrtagentur ESA ist kurz nach dem Start abgestürzt.

Wie die russische Raumfahrtagentur mitteilte, wird angenommen, dass der 650 Kilogramm schwere Satellit in den Lincolnsee in der Nähe des Nordpols gestürzt ist, nachdem das Abschalten der zweiten Stufe und die Trennung der zweiten und der dritten Stufe der russischen Trägerrakete des Typs Rockot nicht ordnungsgemäß funktionierten. Die ESA bestätigte den Absturz, da es nicht gelungen sei mit dem Satelliten zu kommunizieren. Ein Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos hat erklärt, bis auf weiteres würden bis zur Klärung der Fehlfunktion Starts des verwendeten Raketentyps ausgesetzt.

Es war geplant, den Satelliten eineinhalb Stunden nach dem planmäßigen Start um 17:02 Uhr vom russischen Weltraumbahnhof Plessezk in seiner Zielumlaufbahn auszusetzen. Der Klimasatellit sollte drei Jahre lang aus 720 Kilometern Höhe die Dicke der polaren Eisschilde vermessen. Die Forschungen sollten Aufschlüsse über die Theorie der globalen Klimaerwärmung geben und Anhaltspunkte liefern, ob die Klimaveränderungen zum Abschmelzen der Pole führen könnten.

Durch den Fehlschlag der Satellitenmission entstand ein Schaden von rund 140 Millionen Euro. Dazu gehörten die Herstellung des Satelliten durch den europäischen Raumfahrtkonzern EADS, die Kosten für den Start der russischen Trägerrakete sowie weitere Projektinvestitionen.

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August 27, 2005

Russischer Erdbeobachtungssatellit Monitor E1 auf Forschungsmission

Filed under: Artikelstatus: Fertig,Monitor E1,Plessezk,Rockot — admin @ 5:00 am

Russischer Erdbeobachtungssatellit Monitor E1 auf Forschungsmission

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Rockot Trägerrakete

Plessezk (Russland), 27.08.2005 – Am 26. August um 20:34 Uhr MESZ startete der 750 Kilogramm schwere russische Erdbeobachtungssatellit „Monitor E1“ zu einer Forschungsmission in den Weltraum. Er ist der erste einer geplanten Reihe von „Monitor“-Erdbeobachtungssatelliten, die von dem Unternehmen „Khrunichev Space Center“ in der Nähe von Moskau gebaut werden. Der Satellit wurde mit einer Rockot-Trägerrakete in eine 550 Kilometer hohe polare sonnensynchrone Umlaufbahn vom Kosmodrom Plessezk in Russland gestartet. Die Lebensdauer des Satelliten soll fünf Jahre betragen. Nachdem der Satellit ausgesetzt wurde, verlor das Kontrollzentrum zuerst den Kontakt, später konnte er aber wieder unter Kontrolle gebracht werden.

Der Satellit verwendet eine von Khrunichev entwickelte „Jachta“-Satellitenplattform, die aus zwei Modulen – einem universellen Funktionsmodul und einem Nutzlastmodul – besteht. Es ist der erste Einsatz der „Jachta“, die in der Zukunft für verschiedenartige Satelliten verwendet werden könnte. Die Nutzlast des „Monitor E1“ Satelliten besteht aus einer panchromatischen und einer multispektralen optoelektronischen Kamera mit Auflösungen von acht Metern und 20 Metern.

Eigens zur Kontrolle des Satelliten sowie der Auswertung und Archivierung der erhaltenen Daten wurden von „Khrunichev Space Center“ entsprechende Einrichtungen gebaut.

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June 29, 2005

Bremer Raumfahrtunternehmen Eurockot Launch Services verzeichnet Auftragsboom

Bremer Raumfahrtunternehmen Eurockot Launch Services verzeichnet Auftragsboom

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Bremen (Deutschland), 29.06.2005 – Das Bremer Unternehmen Eurockot Launch Services GmbH verzeichnet momentan einen regelrechten Auftragsboom. Wie die Verlagsgruppe Kreiszeitung titelt, steht dem Unternehmen ein spannender Herbst bevor. Das Unternehmen ist ein Joint-Venture aus ASTRIUM und dem „Khrunichev State Research and Production Space Center“. Es vermarktet die Rakete Rockot, eine umgebaute Interkontinentalrakete, die vom eigenen Startplatz in Plessezk in den Weltraum aufbricht. Dort erfolgte der erste Start am 16.05.2000. Auch in russischen Raumfahrtzentren Baikonur und Swobodny sind Startmöglichkeiten der Rakete vorhanden.

Mittlerweile hat das Unternehmen vier Starts für die Europäische Raumfahrtagentur ESA in seinen Auftragsbüchern stehen. Neu hinzugekommen sind im ersten Halbjahr 2005 die Startkampagnen für die Missionen „Smos“ und „Proba-2“, beide sind für das Jahr 2007 geplant. „Smos“ soll hochauflösende Bilder liefern, die die Bodenfeuchtigkeit und den Salzgehalt der Meere sowie ihre Veränderungen unter Berücksichtigung des ständigen Wasseraustausches zwischen Meeren, Atmosphäre und Land aufzeigen. Der 130 Kilogramm schwere „Proba-2“ ist ein Testsatellit, der Hard- und Softwarekomponenten testen soll, außerdem werden Instrumente zur Sonnenbeobachtung erprobt. Sein Vorgänger „Proba“ wurde am 22.10.2001 in Indien als Sekundärnutzlast einer PSLV-Rakete gestartet und arbeitet seitdem sehr erfolgreich.

Im zweiten Halbjahr dieses Jahres stehen nun noch drei Starts auf dem Programm. Zuerst erfolgt im August der Start des Satelliten „Monitor E1“ (siehe geplanter Wikinews-Bericht „Russischer Erdbeobachtungssatellit Monitor E1 auf Forschungsmission“), im September wird der ESA-Satellit „CryoSat“ starten. Dabei handelt es sich um einen Satelliten aus dem „Earth-Explorer“-Programm der europäischen Agentur. Seine Aufgabe ist die Ermittlung der Dicke der kontinentalen Eisschichten und der Polarmeere. Für Südkorea wird im Dezember dann noch der Satellit „Kompsat 2“ in den Weltraum befördert.

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