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November 22, 2011

Gesundheit: 2012 soll die bundeseinheitliche Rufnummer 116 117 für den ärztlichen Notdienst kommen

Gesundheit: 2012 soll die bundeseinheitliche Rufnummer 116 117 für den ärztlichen Notdienst kommen

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Veröffentlicht: 17:56, 22. Nov. 2011 (CET)
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Berlin (Deutschland), 22.11.2011 – Die Politik macht sich daran, eine EU-Vorgabe umzusetzen: Wer ab dem nächsten Jahr außerhalb der Praxiszeiten dringend einen Arzt braucht, kann sich an die bundeseinheitliche Notdienst-Nummer 116 117 wenden.

CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn am Montag: „Wir wollen es für die Menschen einfacher machen. Die umständliche Suche nach dem diensthabenden Arzt entfällt künftig.“ Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) soll die Rufnummer einrichten und bereitstellen. Hierzu kann sie den Kassenärztlichen Vereinigungen organisatorische Vorgaben machen.

Die Regelung ist Teil des Landärztegesetzes, das in den nächsten Wochen beschlossen werden soll und die ärztliche Versorgung auf dem Land verbessern soll.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Berlin: Versorgungsgesetz soll wohnortnahe medizinische Behandlung sicherstellen (03.08.2011)

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April 8, 2011

WHO: Die Welt steuert auf ein post-antibiotisches Zeitalter zu

WHO: Die Welt steuert auf ein post-antibiotisches Zeitalter zu

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Veröffentlicht: 18:32, 8. Apr. 2011 (CEST)
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Genf (Schweiz), 08.04.2011 – Am gestrigen Weltgesundheitstag sprach Margaret Chan, die WHO-Generaldirektorin, eine deutliche Warnung aus. Wegen des sorg- und verantwortungslosen Umgangs mit Antibiotika drohen immer mehr dieser Mittel ihre Wirkung zu verlieren. Mehr und mehr Keime und Bakterien entwickeln Resistenzen und sprechen nicht mehr auf eine Behandlung an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet, dass schon bald einfache Infektionen nicht mehr geheilt werden können und bei den Erkrankten zum Tod führen.

Die WHO-Europazentrale in Kopenhagen gab bekannt, dass in den EU-Ländern im Jahr 2010 etwa 25.000 Menschen durch Infektionen starben. Die Infektionen finden dabei häufig in Krankenhäusern statt. Werden Behandlungen nicht fachgerecht durchgeführt, so überleben die hartnäckigsten Bakterien und vermehren sich. So entstehen Bakterienstämme, die gegen ein oder mehrere Antibiotikapräparate Resistenzen entwickelt haben. Bei den Klinikinfektionen besonders gefürchtet ist der Keim „Methicillin-resistentes Staphylococcus aureus (MRSA)“.

Die 2010 gemeldeten 440.000 neuen Tuberkuloseerkrankungen (TBC) stellen ein besonderes Problem dar. Hier dauert eine fachgerechte Behandlung sechs Monate. Besonders in Entwicklungsländern werden solche Behandlungen immer wieder unterbrochen, beispielsweise weil das Antibiotikum nicht vorrätig ist: genau das Szenario, bei dem es zu Resistenzbildungen kommt. Diese besonders gefährlichen Bakterienstämme verbreiten sich schnell weltweit. Ähnliche Probleme gibt es bei dem AIDS-Erreger HIV und bei der Malaria.

Besorgniserregend sei insbesondere, dass Antibiotika in 14 von 21 osteuropäischen Ländern ohne ärztliches Rezept frei verkäuflich sind. Dies kommen beispielsweise in Tiermastbetrieben zum Einsatz, wo es vorbeugend verabreicht wird.

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January 29, 2008

Marburger Bund sieht positive Signale in Tarifrunde

Marburger Bund sieht positive Signale in Tarifrunde

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Veröffentlicht: 14:48, 29. Jan. 2008 (CET)
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Franziskushospital Bielefeld

Düsseldorf (Deutschland), 29.01.2008 – Bei den Tarifverhandlungen für die zirka 55.000 Klinikärzte an den etwa 700 kommunalen Kliniken forderte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund zum Auftakt der zweiten Runde in Düsseldorf ein konkretes Angebot der Arbeitgeber. Der Marburger Bund hatte deutliche Einkommensverbesserungen von durchschnittlich 10,2 Prozent gefordert.

Manfred Hoffmann, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), hält Entgeltsteigerungen von über zehn Prozent für nicht verkraftbar und hat auch in der zweiten Runde kein Angebot vorgelegt.

VKA-Verhandlungsführer Finklenburg äußerte sich, den Krankenhäusern seien durch die Vorgaben des Gesetzgebers die Hände gebunden. „Unsere Kosten dürfen in diesem Jahr nicht mehr als 0,64 Prozent steigen. Davon haben wir sowohl die Sanierungsabgabe für die Krankenkassen in Höhe von 0,5 Prozent als auch die sonstigen Kostensteigerungen wie Verbraucherpreise und Energiekosten zu tragen. Die Krankenhäuser sind beim wirtschaftlichen Aufschwung außen vor.“

Außerdem fordern die Arbeitgeber die Einführung eines Leistungsentgelts auch für Ärzte. Sie kündigten für die dritte Verhandlungsrunde am 20. und 21. Februar in Offenbach am Main ein konkretes Angebot an.

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October 8, 2007

Ärztemangel in Westdeutschland

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Ärztemangel in Westdeutschland

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Veröffentlicht: 10:15, 8. Okt. 2007 (CEST)
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Deutschland, 08.10.2007 – Vom Osten Deutschlands ist schon seit längerer Zeit bekannt, dass dort ein Mangel an Ärzten herrscht. Aber auch der Westen scheint gefährdet zu sein, insbesondere die ländlichen Regionen in Niedersachsen, Westfalen oder Oberfranken. Das geht aus unveröffentlichten Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hervor. Demnach kommt es voraussichtlich auch zu einem Mangel von Augenärzten, Gynäkologen, Hautärzten und Neurologen.

Den Grund sieht der Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe darin, dass die Mediziner in andere Bereiche oder ins Ausland wechseln, weil sie mit den Bedingungen in Deutschland (Sparzwang und Bürokratie) nicht zufrieden seien. Auch hat sich die Zahl der Studienabsolventen verringert.

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  • Portal:Gesundheit

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July 25, 2007

Fünf bulgarische Krankenschwestern und ein palästinensischer Arzt aus Libyen ausgewiesen

Fünf bulgarische Krankenschwestern und ein palästinensischer Arzt aus Libyen ausgewiesen

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Veröffentlicht: 13:34, 25. Jul. 2007 (CEST)
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Landkarte von Libyen

Tripolis (Libyen), 25.07.2007 – Nachdem ein am 6. Mai 2004 im so genannten HIV-Prozess gegen fünf bulgarische Krankenschwestern und einen palästinensischen Arzt gesprochenes Todesurteil aufgrund internationaler Proteste sowie der intensiven Bemühungen der Europäischen Union und zuletzt auch des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und seiner Ehefrau Cecilia Sarkozy in lebenslange Freiheitsstrafen umgewandelt worden war, hat Libyen am Dienstag, den 24. Juli die Verurteilten des Landes verwiesen und nach Bulgarien ausfliegen lassen. Dort wurden sie sofort vom bulgarischen Staatspräsidenten Georgi Parwanow begnadigt und auf freien Fuß gesetzt.

Die Überstellung des verurteilten Klinikpersonals an Bulgarien erfolgte offenbar nach einer Einigung bei Verhandlungen, die das Ziel hatten, Libyens Status gegenüber der Europäischen Union zu verbessern und den Weg zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Libyen und der EU zu ebnen. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichnete die EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner am Wochenende in Tripolis. Die Vereinbarung sieht auch eine lebenslange medizinische Betreuung und Unterstützung der AIDS-Opfer der libyschen Klinik vor.

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December 21, 2006

Todesurteil für absichtliche HIV-Infektion in Libyen bestätigt

Todesurteil für absichtliche HIV-Infektion in Libyen bestätigt

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Artikelstatus: Fertig 02:09, 21. Dez. 2006 (CET)
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Landkarte von Libyen

Tripolis (Libyen), 21.12.2006 – Ein am 6. Mai 2004 im sogenannten HIV-Prozess gegen fünf bulgarische Krankenschwestern und einen palästinensischen Arzt gesprochenes Todesurteil wurde am 19. Dezember 2006 bestätigt. Die Verurteilten haben nach Überzeugung des Gerichts Ende der 1990-er Jahre 426 Kinder in einem Krankenhaus in Banghazi absichtlich mit HIV infiziert. 50 Kinder sind seitdem an den Folgen gestorben. Studien entlasten jedoch die Angeklagten.

Nachdem im Februar 1999 bei einer Untersuchung wegen HIV-Infektionen insgesamt 19 Verdächtige festgenommen worden waren, begann ein Jahr später der Prozess gegen die fünf Krankenschwestern, einen bulgarischen Arzt, den palästinensischen Arzt und neun Libyer. Ihnen wurde vorgeworfen, mehr als 400 libysche Kinder absichtlich mittels Blutkonserven mit dem HI-Virus infiziert zu haben. Die ausländischen Mediziner bestritten dies. Am 6. Mai 2004 wurden sechs der Angeklagten zum Tode verurteilt, der bulgarische Arzt wurde freigesprochen. Die Lybier, die sich getrennt wegen Foltervorwürfen verantworten mussten, wurden am 7. Juni 2005 ebenfalls freigesprochen.

Das Todesurteil gegen die sechs Verurteilten wurde am 25. Dezember 2005 aufgehoben, da die Aussagen ausländischer AIDS-Experten nicht beachtet worden waren, und an ein anderes Gericht verwiesen. Nachdem die Angeklagten am 4. Juli 2006 erneut ihre Unschuld beteuert hatten, wurde am 19. Dezember 2006 das Todesurteil bestätigt.

Bereits am 3. September 2003 sagte der französische Arzt Luc Montagnier im ersten Strafverfahren aus, die AIDS-Epidemie sei bereits ein Jahr vor Ankunft der Bulgaren ausgebrochen. Internationale Mediziner wiesen am 6. Dezember 2006 nach, dass der betreffende Virus-Strang aufgrund mangelnder Hygiene tatsächlich bereits vor der Einreise der Mediziner im Krankenhaus verbreitet war.

Drei Angeklagte gaben an, durch Folter zu den Geständnissen erpresst worden zu sein. So gaben die Krankenschwestern im Alter von 40 bis 54 Jahren an, dass gegen sie Elektroschocks eingesetzt worden seien. Die wegen Folter angeklagten neun Polizisten waren jedoch in einem gesonderten Prozess in der libyschen Hauptstadt am 7. Juni 2005 freigesprochen worden. Der Fall verursachte starke internationale Proteste.

Laut dem libyschen Justizminister Ali Omar Hassnaui kann gegen das Urteil erneut vor das Oberste Gericht gegangen werden. Dieses hatte bereits das erste Todesurteil, damals durch Erschießen, aufgehoben.

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  • Portal:Recht

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December 5, 2006

Proteste gegen Gesundheitsreform: Bundesweit zehntausende Arztpraxen geschlossen

Proteste gegen Gesundheitsreform: Bundesweit zehntausende Arztpraxen geschlossen

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Artikelstatus: Fertig 07:20 Uhr 05.12.2006 (CET)
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Berlin (Deutschland), 05.12.2006 – In der bundesweiten konzertierten Aktion „Patient in Not – diese Reform schadet allen“ blieben am 4. Dezember 2006 zahlreiche Arztpraxen geschlossen. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte wollten mit dieser Aktion gegen die geplante Gesundheitsreform protestieren. Die Ärzte wurden von einer Allianz aus Zahnärzten, Apothekern, Kliniken und insgesamt 40 Berufsverbänden unterstützt.

Unterdessen warf die Bundesgesundheitsministerin den Ärzten vor, mit der Aktion Patienten in „Geiselhaft“ zu nehmen.

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September 17, 2006

Ärztestreik: Mediziner am Bergmannsheil fordern Tarifvertrag

Ärztestreik: Mediziner am Bergmannsheil fordern Tarifvertrag

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Artikelstatus: Fertig 15:01, 17. Sep. 2006 (CEST)
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Bochum (Deutschland), 17.09.2006 – Mehr als 100 Klinikärzte der traditionsreichen Kliniken Bergmannsheil haben am 14. September 2006 in einer aktiven Mittagspause die Rückkehr an den Verhandlungstisch gefordert. In einer Demonstration vor der Verwaltung der Bergbau-Berufsgenossenschaft, der Trägerin der ältesten Unfallklinik der Welt, forderten sie die Wiederaufnahme der seit einem Jahr stockenden Tarifverhandlungen.

BG Kliniken Bergmannsheil (nicht landeseigene Universitätsklinik)

Im Gegensatz zu den an landeseigenen Universitätskliniken und kommunalen Krankenhäusern beschäftigten Ärzten müssen die Mediziner an der nichtlandeseigenen Universitätsklinik Bergmannsheil mit der Einführung des TVÖD rechnen, die mit Einkommenskürzungen verbunden wäre.

Die von der Gewerkschaft Marburger Bund vertretenen Ärzte fordern jetzt einen eigenen ärztespezifischen Tarifvertrag, der den Tarifverträgen an den landeseigenen Universitätskliniken oder den kommunalen Krankenhäusern entsprechen würde.

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  • Portal:Ärztestreik

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August 17, 2006

Überraschende Einigung bei Ärzte-Tarifgesprächen

Überraschende Einigung bei Ärzte-Tarifgesprächen

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Artikelstatus: Fertig 23:51, 18. Aug. 2006 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 17.08.2006 – Die kommunalen Arbeitgeber und die Ärztegewerkschaft Marburger Bund haben sich auf einen Tarifvertrag für die an kommunalen Krankenhäusern beschäftigten Ärztinnen und Ärzte geeinigt.

Darin wird eine Erhöhung des durchschnittlichen Gehalts um 10 bis 13 Prozent und eine Begrenzung der Arbeitszeit festgelegt.

Der Marburger Bund hat mit diesem Kompromiss weder seine ursprüngliche Forderung nach einer Lohnerhöhung um 30 Prozent noch die Angleichung der Gehälter an die der landeseigenen Universitätskliniken erreicht. Auch die Begeisterung des Verhandlungsführers der Arbeitgeber, Otto Foit, hielt sich in Grenzen. Auf die Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft kommen durch den Abschluss Mehrkosten von rund 500 Millionen Euro zu. Die Vertreter der öffentlichen Arbeitgeber befürchten sogar, dass die steigenden Kosten zu Schließungen von Krankenhäusern führen könnten. Immerhin konnten die Arbeitgeber einen Teilerfolg für sich verbuchen, weil der Tarifkompromiss unterhalb des im Bereich der Universitätskliniken erzielten Abschlusses geblieben ist. Der Marburger Bund konnte es sich als Erfolg anrechnen, dass es gelang, den Vertrag der Gewerkschaft Ver.di zu überbieten.

Der Tarifabschluss beendet einen achtwöchigen Arbeitskampf der Mediziner an kommunalen Krankenhäusern, von dem 70.000 Ärzte betroffen sind. Am Donnerstag hatten sich noch 16.000 Ärzte an 164 Krankenhäusern an den Streikaktionen beteiligt. Bevor der abgeschlossene Kompromiss rechtskräftig werden kann, muss noch die Große Tarifkommission der Gewerkschaft zustimmen. Danach wird das Ergebnis den Mitgliedern zur Urabstimmung vorgelegt.

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Ärztestreik – Verhandlungen erneut im Stocken

Ärztestreik – Verhandlungen erneut im Stocken

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Artikelstatus: Fertig 14:46, 17. Aug. 2006 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 17.08.2006 – Nach anfänglich zielstrebig verlaufenen Gesprächen sind die Verhandlungen im Tarifkonflikt zwischen Arbeitgebern und Marburger Bund am 16. August 2006 erneut ins Stocken geraten.

Bei der Auseinandersetzung geht es um Bezahlung, Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen der Ärzte an kommunalen Krankenhäusern in der Bundesrepublik Deutschland.

Ziel des Marburger Bundes ist es laut Lutz Hammerschlag, dem Verhandlungsführer der Ärzte, „ein neues, eigenständiges Tarifwerk“ für die rund 70.000 Mediziner an städtischen Kliniken und Kreiskrankenhäusern in Deutschland zu schaffen.

Unterdessen sollen die seit acht Wochen laufenden Ärztestreiks laut Auskunft des Marburger Bundes mit 17.200 Ärzten, die in 185 Krankenhäusern die Arbeit niederlegten, einen vorläufigen Höhepunkt erreicht haben.

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