WikiNews de

July 25, 2012

Lufthansa: Keine Flüge mehr von München nach Singapur

Lufthansa: Keine Flüge mehr von München nach Singapur

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 02:10, 25. Jul. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.
Airport Munich aussen 2009 PD 20090404 034.JPG

München (Deutschland), 25.07.2012 – Die Lufthansa will die Flugverbindung zwischen München und Singapur einstellen. Ab dem kommenden Winterflugplan 2012/13 können Fluggäste der Lufthansa die südostasiatische Stadt nicht mehr direkt von München anfliegen. Auch der Weiterflug von Singapur nach Jakarta in Indonesien wird gestrichen. Momentan werden die beiden Städte noch fünf Mal in der Woche von einem Airbus A340-300 ab München angeflogen.

Während der Hauptverkehrszeiten stößt der Münchener Flughafen mit seinen beiden Flugbahnen bereits oft an die Kapazitätsgrenze. Eine dritte Bahn, die rund 1,2 Milliarden Euro gekostet hätte, wurde Mitte Juni in einem Bürgerentscheid abgelehnt. 54,3 Prozent hatten sich gegen das Projekt ausgesprochen; die Entscheidung gilt für ein Jahr.

Laut Thomas Klühr, Vorstandsmitglied und verantwortlich für das Ressort „München & Direkt Services“, sind mangelnde Kapazitäten am Münchener Flughafen schuld an der Einstellung. „Wir bedauern, dass Lufthansa zwei große asiatische Metropolen künftig nicht mehr mit München verbinden wird. Mit dem derzeitigen Zwei-Bahn-System wird die weitere Flugplanentwicklung am Standort an ihre Grenzen stoßen“. Das Reisemagazin BizTravel nennt als weiteren Grund die Konkurrenz: Von München fliegt täglich Singapore Airlines (SIA) in die asiatische Stadt.

Der letzte Flug von München nach Singapur und anschließend Jakarta wird am 14. Oktober 2012 starten. Wer für danach schon Flüge nach Singapur gebucht hat, soll in den kommenden Tagen kostenfrei auf die Verbindung ab Frankfurt am Main umgebucht werden. Fluggäste für Jakarta werden auf Weiterflüge von Star Alliance umgebucht. In Frankfurt soll weiterhin täglich ein Flug nach Singapur starten, die indonesische Hauptstadt Jakarta wird nicht mehr von der Lufthansa angeflogen.

Weitere Änderungen am Münchener Flughafen

Laut der Branchenwebsite airliners.de sollen im Winterflugplan neben den Streichungen auch zwei neue Verbindungen nach München kommen. Fünfmal wöchentlich soll Mexico-City angeflogen werden. Außerdem wird der Flug nach Kapstadt von Frankfurt nach München verlagert. Die Verbindung soll laut BizTravel abends um 22 Uhr starten; am Frankfurter Flughafen gibt es ein Nachtflugverbot von 23 bis 5 Uhr. Dort habe der Flug nicht mehr gepasst, in München gäbe es dafür noch freie Slots. Eine Sprecherin von Lufthansa bestätigte die neuen Verbindungen allerdings gegenüber airliners.de nicht, da der Winterflugplan noch nicht finalisiert sei.

Zusätzlich zu den gestrichenen und ergänzten Flügen soll das Langstreckenangebot von München im kommenden Winterflugplan reduziert werden. Die Flüge nach Chicago und San Francisco werden um eine Verbindung (Hin und zurück) pro Woche gekürzt. Die Flugverbindungen nach Los Angeles, Hongkong, Charlotte in North Carolina, Washington, Montreal, New York und Tokio sollen auf fünf pro Woche gesenkt werden; bislang fliegen sie täglich. Außerdem sollen auf weiteren Strecken kleinere Flugzeuge eingesetzt werden. Immerhin fliegt die Lufthansa dafür fortan täglich von München nach Peking.

Der Flughafen München ist nach Frankfurt der zweitgrößte in Deutschland; etwa 90 Prozent der Interkontinentalflüge, sowohl von als auch nach Deutschland, fliegen über die beiden Airports.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal: Luftfahrt

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 15, 2011

Vulkanasche behindert Luftverkehr in Ostafrika, Australien und Südamerika

Vulkanasche behindert Luftverkehr in Ostafrika, Australien und Südamerika

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 09:29, 15. Jun. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Asche des Vulkans Nabro (rechte untere Bildecke) zieht nach Nordwesten über Äthiopien in den Sudan (links oben)

Foto: NASA MODIS

Toulouse (Frankreich) / Addis Abeba (Äthiopien) / Melbourne (Australien), 15.06.2011 – Vulkanische Asche durch den Ausbruch des eritreischen Vulkans Nabro – manche Meldungen schrieben den Ausbruch irrtümlich dem benachbarten Stratovulkan Dubbi zu – hat zu Behinderungen im Flugverkehr in Ostafrika geführt. Wie das für Europa und Afrika zuständige Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) von Météo-France in Toulouse mitteilte, wurde durch den Ausbruch des Vulkans Asche des Vulkans bis zu 15 Kilometer hoch in die Luft gestoßen. Zunächst war zwar nur der Luftverkehr in Äthiopien und Eritrea direkt betroffen, doch seien Behinderungen in anderen Staaten wahrscheinlich.

Der Vulkan war am Sonntagabend (12. Juni) um 23:00 MESZ ausgebrochen, und dies dauerte den ganzen Montag an. Die Aschewolke zog zwischen Nordwest und Südwest überwiegend nach Westen. Jean Nicolau von Météo-France schloss jedoch aus, dass es zu einer ähnlich kritischen Situation wie bei dem kürzlichen Ausbruch des isländischen Vulkans Grimsvötn kommen werde, dazu sei der Luftverkehr in der betroffen Region zu unbedeutend. „Falls die Wolke jedoch Ägypten, Israel oder die Arabische Halbinsel erreicht, wären die Auswirkungen auf den Luftverkehr deutlich“, erklärte Nicolau. Derzeit könne man dies jedoch noch nicht abschätzen.

Hillary Clinton brach Staatsbesuch ab

Durch die Aschewolke war die US-Außenministerin Hillary Clinton gezwungen, einen Staatsbesuch in Addis Abeba abzubrechen. Ein Regierungsvertreter erklärte, die Delegation habe die äthiopische Hauptstadt vorzeitig verlassen, „weil die Aschewolke in Richtung Addis zieht und die Stadt bedecken könnte… auf unbestimmte Dauer“. Man habe sich deswegen auf die Empfehlung der US-Luftwaffe verlassen und sei abgereist. Hilton hielt sich in Addis Abeba auf, um mit Premierminister Meles Zenawi zu sprechen und um vor den 53 Mitgliedern der Afrikanischen Union eine Rede zu halten.

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa gab bekannt, dass sie zwei Flüge in die Region abgesagt habe. Nach Angaben eines Lufthansa-Pressesprechers in Berlin betraf dies die Verbindungen Frankfurt–Addis Abeba und Frankfurt–Dschidda–Asmara, wobei letzterer nur zwischen Dschidda und Asmara ausfiel.

Es ist unbekannt, wann der 2218 Meter hohe Vulkan das letzte Mal ausgebrochen war. Innerhalb der letzten 150 Jahre ist kein Ausbruch dokumentiert.

Dieses Satellitenbild der NASA vom 13. Juni zeigt weite Teile Argentiniens und Uruguays unter der Aschewolke

Foto: NASA MODIS
Auch Ban Ki-moon musste Reisepläne ändern

Unterdessen musste auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon seine Reiseroute ändern. Seine Pläne wurden durch die Eruption des Puyehue durchkreuzt. Ban war auf dem Weg in die argentinische Hauptstadt Buenos Aires, musste jedoch in Córdoba im Norden des Landes landen und zu seinem Treffen mit Staatspräsidentin Cristina Kirchner rund 650 Kilometer mit dem Auto weiterreisen. Auch in Uruguay fielen zahlreiche Flüge aus.

Der Puyehue war bereits Anfang Juni ausgebrochen, doch eine Aschewolke war westwärts über den südlichen Pazifik gezogen und hat auch in Australien und Neuseeland zu einem Chaos geführt. Der neuseeländische Luftraum war zwar nicht direkt betroffen, aber zahlreiche Flüge von und nach Australien mussten gestrichen werden. Qantas annullierte während des vergangenen Wochenendes mehr als 110 Flüge, etwa 30.000 Reisende saßen fest. Betroffen waren vor allem die Verbindungen von und nach Tasmanien und Neuseeland sowie alle Flüge von und nach Melbourne. Ähnliche Maßnahmen ergriffen auch die Tochtergesellschaft Jetstar und die Fluggesellschaft Virgin Australia.

In Australien lagen Tasmanien, Victoria und der Süden von New South Wales unter der Aschewolke, in Neuseeland vor allem die Südinsel. Der Luftverkehr von und nach Australien werde von Zeit zu Zeit durch Vulkanausbrüche im Pazifikraum gestört, doch dies sei das erste Mal seit zwei Jahrzehnten, dass vulkanische Asche direkt auf den australischen Kontinent gelange, teilte Andrew Tuppe, der Direktor des zuständigen VAAC beim Bureau of Meteorology in Darwin der Presse mit.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 1, 2011

Größter Münzskandal seit Einführung des Euro – Metallschrott in Euro-Scheine verwandelt

Größter Münzskandal seit Einführung des Euro – Metallschrott in Euro-Scheine verwandelt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 06:20, 1. Apr. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Frankfurt am Main (Deutschland), 01.04.2011 – Eine kriminelle Bande kaufte tonnenweise verschrottete Euromünzen auf und schaffte diese nach China, dort wurden sie aufbereitet und von Flugbegleitern der Lufthansa nach Deutschland zurückgebracht. Es folgte der Umtausch in Scheine bei der Deutschen Bundesbank. Jetzt schlugen die Ermittler zu. Zehn Objekte (Wohnungen, Firmen und Büros im Rhein-Main-Gebiet) wurden durchsucht, sechs Personen wurden festgenommen, vier davon sind Chinesen.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt gegen 25 Personen wegen des Inverkehrbringens von Falschgeld. Bandenmitglieder ersteigerten den Münzschrott. Die entkernten Münzen wurden nach China gebracht und dort wieder zusammengesetzt. Flugbegleiter der Lufthansa brachten sie auf ihren Flügen wieder nach Deutschland, immer in Beträgen unter 10.000 Euro. Damit war die Einfuhr des Geldes nicht anzeigepflichtig.

Anfang 2010 hatte eine Stewardess ein Problem mit ihrer Tasche, sie war zu schwer für sie. Es fiel auf, dass sie tausende Euro Kleingeld bei sich hatte. Das Kommissariat 65 in Frankfurt am Main nahm die Ermittlungen auf. Ein Jahr dauerte es, bis der Modus und die Strukturen der Bande aufgedeckt waren. Mindestens sechs Millionen Euro kriminelle Gewinne wurden erzielt. Jetzt drohen den Tätern empfindliche Freiheitsstrafen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 23, 2010

Pilotenstreik bei der Deutschen Lufthansa AG ausgesetzt

Pilotenstreik bei der Deutschen Lufthansa AG ausgesetzt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 02:00, 23. Feb. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Frankfurt am Main (Deutschland), 23.02.2010 – Die Vereinigung Cockpit e.V. (VC) wird den Streik am Dienstag nicht fortsetzen. Darauf einigten sich Gewerkschaften und die Unternehmensleitung der Deutschen Lufthansa AG am Montagabend, nachdem die Richterin Silke Kohlschitter am Arbeitsgericht Frankfurt am Main beide Parteien dazu aufgefordert hatte, im Gespräch Möglichkeiten zu einer außergerichtlichen Einigung zu prüfen. Die Einigung zwischen den Tarifparteien gilt auch für die Lufthansa-Tochtergesellschaften Germanwings und Lufthansa Cargo. Ursprünglich wollte die Gewerkschaft den Flugbetrieb bis einschließlich Donnerstag bestreiken.

Dem Streikaufruf der Gewerkschaft waren am Montag rund 4.000 Piloten gefolgt. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) fielen rund 900 Flüge der Lufthansa, etwa die Hälfte des normalen Flugaufkommens, heute aus. Die Lufthansa selbst nannte keine Zahlen dazu. Wie die Lufthansa-Tochter Germanwings mitteilte, fielen in ihrem Bereich ungefähr 20 von insgesamt geplanten 160 Flügen aus. Das befürchtete Chaos auf den Flughäfen blieb indes aus. Viele Passagiere hatten sich auf den Arbeitskampf eingestellt und ihre Flüge auf andere Fluggesellschaften umgebucht oder storniert.

Die Deutsche Lufthansa hatte eine einstweilige Verfügung gegen den Pilotenstreik eingereicht, weil sie die Position vertritt, der Streik sei rechtswidrig und unverhältnismäßig. Lufthansa-Vorstand Christoph Franz erklärte: „Vier Tage werden bei uns ungefähr mit 100 Millionen Euro zu Buche schlagen.“ Die Kernforderung der Pilotengewerkschaft, ein Mitspracherecht über den Piloteneinsatz und die Routenplanung zu bekommen, lehnt die Lufthansa kategorisch ab. Die Gewerkschaft beanstandet die Vergabe von traditionellen Lufthansa-Fluglinien an ausländische Tochtergesellschaften wie Brussels Airlines oder Austrian Airlines. Dadurch kämen Piloten zum Einsatz, deren Gehalt wesentlich niedriger sei als das der Lufthansa-Piloten. VC sieht durch diese Unternehmenspolitik die Arbeitsplätze der Piloten bei der Deutschen Lufthansa langfristig bedroht.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 21, 2010

Streik der Lufthansapiloten ab Mitternacht wird immer wahrscheinlicher

Streik der Lufthansapiloten ab Mitternacht wird immer wahrscheinlicher

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 22:15, 21. Feb. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Köln (Deutschland), 21.02.2010 – Die Positionen der Tarifparteien in der Tarifauseinandersetzung bei der deutschen Fluggesellschaft Lufthansa und ihrer Tochter Germanwings sind offenbar verhärtet. Ein telefonisches Spitzengespräch zwischen dem Lufthansa-Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Mayrhuber und Gewerkschaftsvertretern führte anscheinend nicht zu greifbaren Ergebnissen.

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat für Montag rund 4.000 Piloten zum Streik aufgerufen. Die Kernforderung der Gewerkschaft besteht darin, dass der Konzern von der Praxis abrückt, Strecken, die traditionell von der Lufthansa bedient wurden, an ausländische Tochtergesellschaften abzugeben, deren Piloten zu wesentlich geringeren Löhnen arbeiten müssten. Die Konzernleitung ist zu Verhandlungen zu diesem Thema jedoch nicht bereit.

Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) stellte sich gegen die gewerkschaftlichen Forderungen und bezeichnete sie als „realitätsfremd“.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 17, 2010

Deutschland: Lufthansa und Germanwings werden ab Montag bestreikt

Deutschland: Lufthansa und Germanwings werden ab Montag bestreikt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 23:06, 17. Feb. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.
Logo der Deutschen Lufthansa

Frankfurt am Main (Deutschland), 17.02.2010 – Die Flugzeuge der Lufthansa und ihrer deutschen Tochter Germanwings werden am kommenden Montag wahrscheinlich am Boden bleiben, wenn die Lufthansa nicht in letzter Sekunde ein für die Gewerkschaft verhandlungsfähiges Angebot vorlegt. 94 Prozent der bei der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) organisierten Piloten hatten in einer Urabstimmung für Streik gestimmt, weil die Gewerkschaft die Verhandlung für gescheitert erklärt hatte. Der Streik ist auf zunächst vier Tage terminiert. 4000 Piloten der Lufthansa, von Germanwings und von Lufthansa Cargo wurden zum Streik aufgerufen. Es wird mit massiven Beeinträchtigungen des Flugverkehrs gerechnet.

Im Rahmen der Tarifverhandlungen hatte die Gewerkschaft bereits auf ihre erste Forderung nach einer Erhöhung der Gehälter um 6,4 Prozent verzichtet, wenn die Arbeitgeber im Gegenzug die Sicherheit der Arbeitsplätze garantieren würden. Die Gewerkschaft wirft dem Lufthansa-Management außerdem vor, durch den Einsatz hinzugekaufter Fluglinien auf traditionellen Lufthansarouten den Einsatz der teureren Lufthansa-Piloten einzusparen. Die Piloten solcher Gesellschaften verdienten zum Teil bis zu einem Viertel weniger als die Lufthansapiloten. Ein Verhandlungsangebot der Lufthansa liegt bisher nicht vor.

Die Lufthansa kritisierte die Verhandlungsführung der Gewerkschaft mit scharfen Worten. Die Gewerkschaft habe ihre Forderung nach einer Bestandsgarantie für die Arbeitsplätze mit weitgehenden Forderungen nach mehr Mitbestimmung verquickt. Diese Forderungen bezeichnete die Lufthansa als nicht akzeptabel.

Die Lufthansa AG erklärte, sie habe sich auf den Streik mit Notfallplänen vorbereitet. Reisenden innerhalb Deutschlands wurde empfohlen auf die Bahn umzusteigen. Trotzdem würde ein Streik die Gesellschaft wahrscheinlich hart treffen. Der dreitägige Pilotenstreik 2001 kostete Lufthansa rund 200 Millionen Euro. Hunderte Flüge mussten damals gestrichen werden. Die VC ist gut organisiert und wird wahrscheinlich eine hohe Beteiligung an den Streikaktionen erreichen. Analysten rechnen damit, dass ein Streik die Lufthansa täglich bis zu zehn Millionen Euro kosten könnte.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 10, 2010

Gewerkschaft Vereinigung Cockpit: Vor Urabstimmung über Streik

Gewerkschaft Vereinigung Cockpit: Vor Urabstimmung über Streik

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:11, 10. Jan. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Deutschland, 10.01.2010 – Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit ruft ihre Mitglieder zur Urabstimmung. Die Gewerkschaft fordert für 4500 Piloten Gehaltserhöhungen von 6,4 Prozent von ihren Arbeitgebern Lufthansa, Lufthansa Cargo und bei der Lufthansa-Tochter Germanwings. Die Abstimmung läuft per Briefwahl und wird ungefähr vier Wochen dauern, da die Piloten weltweit unterwegs sind. Ende vergangenen Jahres waren die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und den Arbeitgebern von der Gewerkschaft für gescheitert erklärt worden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Arbeit und Soziales in Deutschland

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 21, 2008

Schweres Flugzeugunglück in Madrid

Schweres Flugzeugunglück in Madrid – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Schweres Flugzeugunglück in Madrid

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 22:07, 21. Aug. 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Madrid (Spanien), 21.08.2008 – Am Flughafen Madrid-Barajas ereignete sich gestern Nachmittag ein schwerer Flugunfall mit bisher 153 bestätigten Toten und 19 Verletzten. Ein Flugzeug der Gesellschaft Spanair, die mit 162 Passagieren und zehn Besatzungsmitgliedern auf dem Weg nach Las Palmas de Gran Canaria war, ist bei dem zweiten Startversuch über die Landebahn hinausgeschossen und in Brand geraten.

Als mögliche Ursache wird eine Explosion des linken Triebwerks vermutet, wodurch die Maschine Augenzeugen zufolge in zwei Teile zerrissen worden sein soll. Andere Quellen berichten von einem Strömungsabriss nach dem Startvorgang, was ein Zerschellen in einem hinter der Landebahn liegenden Wall verursachte. Die Piloten der über 15 Jahre alte Maschine vom Typ McDonnell Douglas MD-80 mussten einen ersten Startversuch gegen 13 Uhr aufgrund technischer Probleme abbrechen. In einer Stellungnahme sprach die Gesellschaft von erfahrenen Piloten und einem gewarteten Fluggerät.

Unglücksmaschine (Archivbild vom März 2008)

Nach Angaben der Muttergesellschaft von Spanair, der schwedischen SAS, ereignete sich das Unglück um 14:23 Uhr. Der Flug wurde zusammen mit der Deutschen Lufthansa mit den Flugnummern JK 5022 beziehungsweise LH 2554 durchgeführt. Wie das ZDF berichtete, hat die Deutsche Botschaft in Madrid einen Krisenstab eingerichtet. Ob vier eingecheckte Deutsche tatsächlich in der Maschine waren, ist noch nicht geklärt, da die Passagierlisten noch nicht freigegeben worden sein sollen. Außerdem gilt die eiserne Regel, dass zuerst die Angehörigen Nachricht über den Zustand der Angehörigen bekommen sollten, bevor die Öffentlichkeit in Kenntnis gesetzt werden würde. Das Auswärtige Amt hat sich in die Ermittlungen eingeschaltet. An Bord der Maschine befanden sich außer Spaniern auch Bürger anderer Staaten. Unter den 14 nicht-spanischen Opfern des Absturzes sind fünf Deutsche und zwei Franzosen sowie jeweils eine Person aus Brasilien, Mauretanien, der Türkei, Bulgarien, Gambia, Italien und Indonesien.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Spanair-Flug 5022“.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 28, 2008

Streik bei Lufthansa ab Montag 0 Uhr

Im Entstehen
Dieser Artikel wird gerade gemeinschaftlich erstellt. Beteilige dich und beachte die Artikeldiskussionsseite.

Möglichkeiten der Beteiligung: Inhaltlich erweitern – Kategorisieren – Themenverwandte Artikel/Portale verlinken – Formate prüfen – Rechtschreibung prüfen


Wenn dieser Artikel aus deiner Sicht fertig ist und es schon seit mehr als zwei Stunden keine größeren inhaltlichen Änderungen gab, kann er veröffentlicht werden.

Hamburg (Deutschland), 28.07.2008 – Ab Montag, 0 Uhr, hat die Gewerkschaft ver.di unbefristete Streiks bei der Lufthansa angekündigt. Es werden 9,8 Prozent mehr Gehalt gefördert. Die Lufthansa hatte in den für gescheitert erklärten Tarifverhandlungen 6,7 Prozent in zwei Stufen angeboten. Dies hatte die Gewerkschaft als zu niedrig abgelehnt. Durvch den Streik des Kabinenpersonals ist der Geschäftsbereich Passage des Unternehmens betroffen, zusätzlich werden noch die Bereiche Catering, Technik, Cargo (Luftfrachtverkehr) und Systems (der konzerneigene IT-Dienstleister) bestreikt. Bei den Urabstimmungen hatten 90,7 Prozent für den Streik gestimmt. Die Anzahl der Abgebenden Stimmen hat ver.di nicht veröffentlicht. Der ver.di-Vorstand Erhard Ott begründete das harte Vorgehen mit den Worten: „Wir wissen, dass ein Arbeitskampf im Luftverkehr zu Beeinträchtigungen führt, aber wir wollen und müssen das Unternehmen wirtschaftlich treffen.“ Denn gerade jetzt in der Feriensaison sind die Flieger ausgebucht. Unabhängige Beobachter warnen bereits vor den wirtschaftlichen Folgen des Streiks. Die Lufthansa sieht dies gelassen und rechnet mit einer geringen Streikbeteiligung. Außerdem hat die Lufthansa laut Berichten der „Rheinischen Post“ bereits einen Notfallplan aufgestellt, mit dem 75 Prozent der Flüge aufrechterhalten werden können.

Auch von der Pilotenvereinigung Cockpit wurden diese Woche Warnstreiks bei den Lufthansa-Töchtern Eurowings und Cityline organisiert.

Bearbeiten Quellen

  • Spiegel Online: „Lufthansa-Streik beginnt Montag 0 Uhr“ (25.07.2008)
  • tagesschau.de: „Unbefristeteter Streik bei Lufthansa“ (25.07.2008)
This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later version published by the Free Software Foundation; with no Invariant Sections, no Front-Cover Texts, and no Back-Cover Texts. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 20, 2008

Frankfurter Flughafen investiert für den Airbus A380

Frankfurter Flughafen investiert für den Airbus A380

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 11:04, 20. Mär. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Flughafen Frankfurt am Main

Frankfurt am Main (Deutschland), 20.03.2008 – Der Frankfurter Flughafen soll fit gemacht werden für den Airbus A380: Seit Herbst 2006 wird ein Terminal (Halle C) um 25.000 Quadratmeter erweitert und ein neuer 320 Meter langer Verbindungsgang gebaut. Investiert wurde auch in neue Gepäckausgabebänder. So soll in Zukunft Gedränge bei der Ankunft vermieden werden. Der Flughafenbetreiber Fraport setzt für den Umbau insgesamt 330 Millionen Euro ein.

Zukünftig können dann drei Airbus A380 parallel bedient werden. Die jährliche Abfertigungskapazität steigt um vier Millionen Passagiere, da in der Halle 40 neue Check-In-Schalter vorgesehen sind. Die Inbetriebnahme ist für den 30. März 2008 geplant. Die Fluggesellschaft Lufthansa will im Sommer 2009 den Linienbetrieb mit dem Großraumflugzeug aufnehmen. Erstmals soll dann die Abfertigung auf zwei Ebenen erfolgen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt
  • Portal:Airbus

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »