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May 3, 2012

Athen: Bilder von HIV-positiven Prostituierten veröffentlicht

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Veröffentlicht: 18:53, 3. Mai 2012 (CEST)
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In Griechenland veröffentlichte Bilder von Prostituierten die HIV-positiv getestet wurden (Fotos: griechische Polizei)

Athen (Griechenland), 03.05.2012 – Die griechischen Gesundheitsbehörden hatten bei einer Aktion gegen die illegale Prostitution 100 Damen des ältesten Gewerbes der Welt festnehmen und auf den HI-Virus testen lassen, bei elf der Frauen mit positivem Ergebnis. Nachdem diese eingeräumt hatten, mit Freiern ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt zu haben, ordnete die Staatsanwaltschaft die Veröffentlichung von Bildern im Internet an, die die Gesichter der Frauen zeigen.

Hintergrund der Veröffentlichung: Man will die Männer erreichen, die sich möglicherweise infiziert haben, um die weitere Ausbreitung des Virus zu vermeiden. Seitdem melden sich zahlreiche bei den Gesundheitszentren der griechischen Hauptstadt und lassen sich auf das Humane-Immundefizienz-Virus testen, bei dreien der Männer wurde das Virus im Blut gefunden.

Laut Polizeiangaben sind in der Innenstadt von Athen 3.000 illegale Prostituierte tätig. Oft sind sie drogenabhängig und wurden von skrupellosen Menschenhändlern nach Griechenland gebracht. Der griechische Gesundheitsminister Andreas Loverdos sagte, nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer hätten verantwortungslos gehandelt. „Man müsste eigentlich auch ihre Fotos veröffentlichen, damit man sieht, welche Idioten in diesem Land nicht verhüten.“

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April 8, 2011

WHO: Die Welt steuert auf ein post-antibiotisches Zeitalter zu

WHO: Die Welt steuert auf ein post-antibiotisches Zeitalter zu

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Veröffentlicht: 18:32, 8. Apr. 2011 (CEST)
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Genf (Schweiz), 08.04.2011 – Am gestrigen Weltgesundheitstag sprach Margaret Chan, die WHO-Generaldirektorin, eine deutliche Warnung aus. Wegen des sorg- und verantwortungslosen Umgangs mit Antibiotika drohen immer mehr dieser Mittel ihre Wirkung zu verlieren. Mehr und mehr Keime und Bakterien entwickeln Resistenzen und sprechen nicht mehr auf eine Behandlung an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet, dass schon bald einfache Infektionen nicht mehr geheilt werden können und bei den Erkrankten zum Tod führen.

Die WHO-Europazentrale in Kopenhagen gab bekannt, dass in den EU-Ländern im Jahr 2010 etwa 25.000 Menschen durch Infektionen starben. Die Infektionen finden dabei häufig in Krankenhäusern statt. Werden Behandlungen nicht fachgerecht durchgeführt, so überleben die hartnäckigsten Bakterien und vermehren sich. So entstehen Bakterienstämme, die gegen ein oder mehrere Antibiotikapräparate Resistenzen entwickelt haben. Bei den Klinikinfektionen besonders gefürchtet ist der Keim „Methicillin-resistentes Staphylococcus aureus (MRSA)“.

Die 2010 gemeldeten 440.000 neuen Tuberkuloseerkrankungen (TBC) stellen ein besonderes Problem dar. Hier dauert eine fachgerechte Behandlung sechs Monate. Besonders in Entwicklungsländern werden solche Behandlungen immer wieder unterbrochen, beispielsweise weil das Antibiotikum nicht vorrätig ist: genau das Szenario, bei dem es zu Resistenzbildungen kommt. Diese besonders gefährlichen Bakterienstämme verbreiten sich schnell weltweit. Ähnliche Probleme gibt es bei dem AIDS-Erreger HIV und bei der Malaria.

Besorgniserregend sei insbesondere, dass Antibiotika in 14 von 21 osteuropäischen Ländern ohne ärztliches Rezept frei verkäuflich sind. Dies kommen beispielsweise in Tiermastbetrieben zum Einsatz, wo es vorbeugend verabreicht wird.

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December 17, 2008

Studie: HIV durchdringt auch gesundes Vaginalgewebe

Studie: HIV durchdringt auch gesundes Vaginalgewebe

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Veröffentlicht: 23:55, 17. Dez. 2008 (CET)
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HIV

San Francisco (Vereinigte Staaten), 17.12.2008 – Das Ergebnis einer Studie des Forscherteams der Northwestern University in Chicago ist die Entdeckung eines neuen Übertragungswegs für HIV, der bisher für ausgeschlossen gehalten wurde: Direkt über die gesunde Vaginalschleimhaut können die Viren in den Körper von Frauen eindringen. Bisher waren Forscher davon ausgegangen, dass die Erreger zu groß seien, um durch die Schleimhautwände zu gelangen, und eine Ansteckung mit HIV nur bei Verletzungen oder erst im Bereich des Gebärmutterhalses möglich sei. Das Virus bewegt sich, wie die Forscher mit Hilfe von leuchtenden Markern feststellen konnten, sehr rasch zwischen den Hautzellen selbst. Werden nun die Hautzellen abgebaut, sind sie nicht mehr so eng miteinander verbunden und das Virus kann in den Körper der Frau gelangen. Für ihre Forschungen nutzten die Wissenschaftler Gewebeproben vom Menschen und von Rhesusaffen. Die nächste Frage, die die Forscher nun klären möchten, ist, ob die Viren, die auf Höhe der Immunzellen angelangt sind, diese auch tatsächlich infizieren.

Ihre Resultate präsentierten die federführenden Wissenschaftler der Studie um Thomas Hope auf der 48. Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für Zellbiologie in San Francisco.

Die neuen Ergebnisse führen zu einer veränderten Einschätzung des Schutzes vor HIV mit dem Diaphragma. Da es nur den Gebärmutterhals verschließt, bietet es im Gegensatz zu Kondomen vermutlich keinen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung.

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December 1, 2008

AIDS: Rund 3.000 Neuinfektionen im Jahr 2008 in Deutschland

AIDS: Rund 3.000 Neuinfektionen im Jahr 2008 in Deutschland

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Veröffentlicht: 21:08, 1. Dez. 2008 (CET)
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Red Ribbon, das rote Band des Welt-Aids-Tages

Berlin (Deutschland), 01.12.2008 – Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember informieren die Massenmedien in aller Welt ausführlich zum Stand der Ausbreitung der tödlichen Immunschwächekrankheit, die durch das HI-Virus ausgelöst wird. In Deutschland leben im Jahr 2008 zwischen 60.000 und 67.000 Menschen, die entweder mit HIV infiziert oder bereits an AIDS erkrankt sind. Im laufenden Jahr kamen in Deutschland rund 3.000 Neuinfizierte hinzu. Diese Zahlen legte das Robert Koch-Institut in Berlin anlässlich des Welt-Aids-Tages vor. In Deutschland steigt die Gesamtzahl der lebenden HIV-Infizierten seit 1995 durch die Einführung der erfolgreichen antiretroviralen Kombinationstherapien wieder an; der Gleichgewichtszustand zwischen der Zahl an Neuinfizierten und den an AIDS gestorbenen Patienten, der sich zuvor herausgebildet hatte, wurde damit beendet. Die verbesserten therapeutischen Möglichkeiten führten zu einer Verringerung der Zahl von AIDS-Todesfällen (AIDS-Mortalität), wodurch die Zahl der insgesamt lebenden HIV-positiven und an AIDS erkrankten Menschen zunahm. Trotz der (oder gerade wegen der) steigenden Zahl der HIV-Infizierten in Deutschland lassen sich also Erfolge des medizinischen Kampfes gegen die Immunschwächekrankheit nachweisen. Trotzdem bleibt die Tatsache, dass in Deutschland seit dem Ausbruch der Seuche (etwa Ende der 1970-er Jahre) rund 27.500 Menschen an AIDS starben. Im Jahr 2008 starben in Deutschland 650 Infizierte an AIDS.

Für Europa fällt die Bilanz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) deutlich negativ aus. Seit dem Jahr 2000 stieg die Zahl der in Europa erfassten Neuinfektionen von 21.787 (im Jahr 2000) auf 41.949 (2007) jährlich an. Die niedrigsten Infektionsraten weisen Ungarn und Tschechien auf (11,8 pro einer Million Einwohner). Das Schlusslicht bilden drei Länder: Estland (472), die Ukraine (185) und Portugal (217). Deutschland liegt mit 20,5 Fällen pro einer Million Einwohner im Mittelfeld dieser Tabelle. Als besonders schwierig ist die Entwicklung in der Ukraine einzuschätzen, wo sich die Epidemie nahezu ungebremst ausbreitet. Nach Angaben der WHO beträgt die Zahl der HIV-Infizierten in der Ukraine 440.000, darunter sind 190.000 Frauen. Der Fernsehjournalist Karsten Hein beschreibt die Ursachen dafür in einem Interview mit „Zeit online“ so: „Man kann die Aids-Epidemie nicht den Spezialisten der Medizin und Entwicklungshilfe überlassen, falls ich die Ursachenkette der Epidemie halbwegs richtig herleite: Gleichgültigkeit, Armut, Tuberkulose, Verwahrlosung und eine epidemische Drogensucht sind zu nennen.“

Vergleicht man die Verteilung der HIV-Infizierten nach anderen Gesichtspunkten, wie dem Geschlecht, so sind nach wie vor Männer die Hauptbetroffenen. Aber auch Frauen sehen sich in wachsendem Maße mit dem Risiko, an AIDS zu erkranken beziehungsweise sich mit dem HI-Virus zu infizieren, konfrontiert. In Deutschland sind rund ein Fünftel der Infizierten Frauen. Eine weitere Risikogruppe sind inzwischen auch Kinder unter 15 Jahren, von denen laut WHO und UNAIDS etwa zwei Millionen mit HIV infiziert sind. Im Jahr 2007 infizierten sich etwa 370.000 Kinder neu mit dem HI-Virus.

Hauptgrund für die Ausbreitung von AIDS aus medizinischer Sicht ist nach wie vor der ungeschützte Geschlechtsverkehr zwischen Männern. Fast drei Viertel der Neuinfizierten infizieren sich auf diese Weise mit dem Erreger. Für diese Ursachenanalyse spricht auch das parallel beobachtete Ansteigen solcher sexuell übertragbarer Krankheiten wie Syphilis oder Gonorrhoe.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:AIDS
  • Welt-Aids-Tag 2006 – Die Situation in Deutschland (02.12.2006)

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January 3, 2008

HIV durch körpereigene Peptide der Samenflüssigkeit bis zu hunderttausendmal ansteckender

HIV durch körpereigene Peptide der Samenflüssigkeit bis zu hunderttausendmal ansteckender

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Veröffentlicht: 18:21, 3. Jan. 2008 (CET)
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Hannover / Ulm (Deutschland), 03.01.2008 – „Semen-derived Enhancer of Virus Infection“ (SEVI) – so heißen die körpereigenen Moleküle, die sich in der Samenflüssigkeit in langen Fäden, sogenannten Fibrillen, um den HI-Virus legen und dem Virus den Befall neuer Zellen bis zu hunderttausendmal erleichtern. Veröffentlicht wurde dieses Forschungsergebnis in der Zeitschrift „Cell“ schon 2007.

Mediziner um Wolf-Georg Forssmann von der Medizinischen Hochschule Hannover und Frank Kirchhoff und Jan Münch von der Universität Ulm haben die Übertragung des HI-Virus durch Geschlechtsverkehr mit dem Ziel untersucht, Infektionshemmer ausfindig zu machen. Dabei stießen sie auf einen extremen Infektionsverstärker, der erklärt, warum sich der Virus vor allem über infizierte Männer weiter verbreitet. Haben sich die körpereigenen Peptide der Samenflüssigkeit erst einmal in Fibrillen an den HI-Virus angelagert, transportieren sie den Aidserreger zu infizierbaren Zellen und helfen dem HI-Virus entscheidend dabei, mit dieser Zelle zu verschmelzen. Die bisherige Versuchsreihe an Ratten bestätigte eine deutlich höhere Viruslast bei denjenigen Tieren, denen neben dem Erreger auch SEVI injiziert wurde.

Die Forscher hoffen, dass diese Nebenerkenntis ihrer Forschungsarbeit zur Infektionsprävention genutzt werden kann. Wirkstoffe, die die Anlagerung der SEVI an den Erreger hemmen oder unterbinden, könnten dann als Gel eingesetzt werden, um das Infektionsrisiko drastisch zu senken. Eine Versuchsreihe an Primaten soll diese Versuchsergebnisse nun bestätigen.

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  • Portal:Medizinforschung

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December 11, 2007

Sarkozy und Gaddafi schließen Milliardengeschäfte ab

Sarkozy und Gaddafi schließen Milliardengeschäfte ab

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Veröffentlicht: 23:15, 11. Dez. 2007 (CET)
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Paris (Frankreich), 11.12.2007 – Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy ist in die Kritik geraten. Am Internationalen Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember, hat er ein Milliardengeschäft mit dem libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi abgeschlossen.

In dem Abkommen im Wert von zehn Milliarden Euro geht es um den Bau eines Kernkraftwerks, einer Entsalzungsanlage und mehrere Flugzeuge von Airbus.

Zum ersten Mal seit 34 Jahren hatte Gaddafi Frankreich besucht. Die Einladung war erfolgt, nachdem Gaddafi die Aufhebung der Todesstrafe für fünf bulgarische Krankenschwestern und einen palästinensischen Arzt erreicht hatte. Diesen war vorgeworfen worden, Kinder absichtlich mit HIV infiziert zu haben.

Rama Yade, Staatssekretärin für Menschenrechtsfragen, bezeichnete den Besuch als „Skandal“. Gaddafi müsse verstehen, dass Frankreich kein Fußabtreter sei, „auf der ein politischer Führer – sei er Terrorist oder nicht – das Blut seiner Verbrechen abwischen kann.“

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November 27, 2007

Zahl der HIV-Infektionen in Deutschland wieder steigend

Zahl der HIV-Infektionen in Deutschland wieder steigend

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Veröffentlicht: 21:02, 27. Nov. 2007 (CET)
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Die Rote Schleife als Symbol der Solidarität mit HIV-positiven und AIDS-kranken Menschen

Berlin (Deutschland), 27.11.2007 – Trotz erhöhter Bemühungen der Gesundheitsbehörden zur Aufklärung über die Krankheit ist die Anzahl der Neuinfektionen in Deutschland in diesem Jahr angestiegen. Etwa 3.000 Menschen haben sich Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge in den vergangenen elf Monaten mit dem Virus infiziert. Das sind etwa fünf Prozent mehr als im Jahr 2006.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt warnte davor, die Krankheit auf die leichte Schulter zu nehmen. „AIDS ist immer noch tödlich. AIDS ist nicht heilbar“, äußerte sich Schmidt am gestrigen Montag in Berlin. Bei der Verhinderung von HIV-Infektionen müssten „Aufklärung, Schutz und Verantwortung für sich selber und andere“ oberste Priorität haben. Auch der Präsident des RKI, Reinhard Kurth, wies darauf hin, dass es bislang keine Heilungsmöglichkeiten für HIV-positive Menschen gebe. Auch die Impfstoffentwicklung bleibe schwierig.

Susanne Glasmacher, Sprecherin des RKI, erklärte, dass etwa 15 Prozent aller HIV-Infizierten erst mit dem Auftreten der ersten AIDS-Symptome von ihrer Krankheit erführen. Die Zahl der mit dem Virus infizierten Menschen in Deutschland wird auf 59.000 geschätzt. Die Anzahl der HIV-Neuinfektionen, die in Deutschland registriert wurde, stieg von 1.443 im Jahr 2001 auf 2.638 in 2006. Wie vom RKI mitgeteilt wurde, geht aber etwa die Hälfte des Anstiegs auf verbesserte Erstdiagnosen zurück. Auch gehe ein Teil der gestiegenen Zahl von Fällen auf eine höhere Testbereitschaft zurück.

Die Anzahl der Todesfälle durch HIV bis zum Jahresende schätzt das RKI auf etwa 650.

Während Jugendliche inzwischen bei zwei Dritteln der sexuellen Kontakte Kondome benutzen – so die Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Elisabeth Pott –, ist die Risikobereitschaft unter homosexuellen Männern laut Ministerin Schmidt gestiegen. Laut Angaben des RKI sind 72 Prozent der in diesem Jahr Neuinfizierten (etwa 2.400) der letzteren Gruppe zuzuordnen. Dagegen hätten sich nur etwa 600 Frauen und 25 Kinder mit HIV angesteckt.

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September 14, 2007

Peru: Infektionen durch HIV-verseuchte Blutkonserven

Peru: Infektionen durch HIV-verseuchte Blutkonserven

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Veröffentlicht: 19:39, 14. Sep. 2007 (CEST)
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Lima (Peru), 14.09.2007 – In der peruanischen Hafenstadt Callao haben sich mindestens vier Personen durch eine Bluttransfusion mit dem HI-Virus infiziert. Unter den Betroffenen befindet sich auch ein elf Monate altes Baby. Eine 44-jährige Frau, die ebenfalls eine Transfusion mit verseuchtem Blut erhielt und sich infizierte, ging an die Öffentlichkeit und leitete rechtliche Schritte ein.

Nachdem die Regierung in Lima gründliche Kontrollen eingeleitet hatte, wurden bereits mehrere der 240 peruanischen Blutbanken geschlossen.

Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation, die ihren Sitz in Washington hat, kritisierte, dass ein großer Teil der Blutkonserven in Peru nicht gründlich genug untersucht würde. Gesundheitsminister Carlos Vallejos weist diese Kritik zurück. Perus Blutbanken entsprächen internationalen Standards, sagte er.

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September 12, 2007

Rückrufaktionen für Stiefel in den USA und 20 Millionen Kondome in Südafrika

Rückrufaktionen für Stiefel in den USA und 20 Millionen Kondome in Südafrika

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Veröffentlicht: 23:36, 12. Sep. 2007 (CEST)
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Kapstadt (Südafrika) / New York (Vereinigte Staaten), 12.09.2007 – Die Regierung in Südafrika hat vorsorglich mehr als 20 Millionen Kondome zurückgerufen, weil bei sieben Millionen Kondomen des Lieferanten Schäden festgestellt wurden. Der Schuhhersteller „Wolverine World Wide“ hat sein Stiefelmodell der Marke „Caterpillar“ in den Vereinigten Staaten zurückbeordert, weil die Stahlkappe nicht gegen Stromstöße geschützt ist.

Bei den Kondomen handelt es sich um eine Marge, die vom Gesundheitsministerium bestellt worden ist und kostenlos verteilt werden sollte. Vermutlich hat die Herstellerfirma einen Mitarbeiter des Sicherheitsprüfungsamtes bestochen. Es wurden sieben Firmen von der Regierung beauftragt, bis Ende Februar kommenden Jahres 850 Millionen Präservative kostenlos auszuliefern, um die Bevölkerung zu Safer Sex zu animieren, da Südafrika eine hohe Rate mit HIV-infizierten Menschen aufweist.

Die Stiefel wurden in China hergestellt und sind seit September 2006 verkauft worden.

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March 16, 2007

Polnisches Bildungsministerium will „homosexuelle Propaganda“ verbieten

Polnisches Bildungsministerium will „homosexuelle Propaganda“ verbieten

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Artikelstatus: Fertig 21:53, 16. Mär. 2007 (CET)
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Warschau (Polen), 16.03.2007 – Ein am vergangen Dienstag vorgestellter Gesetzentwurf des polnischen Bildungsministeriums sieht vor, jede Art „homosexueller Propaganda“ zum Schutz der Jugendlichen zu verbieten. Der Entwurf, der hauptsächlich aus der Feder des Bildungsministers Roman Giertych stammt, gleichzeitiger Parteichef der ultrakonservativen Liga Polnischer Familien, stieß dabei auf Kritik seitens polnischer Bürgerrechtler.

Nach den Plänen der Regierung müssen Lehrer zukünftig mit Bestrafung oder der sofortigen Entlassung rechnen, wenn sie die Schülerinnen und Schüler über gleichgeschlechtliche Partnerschaften aufklären. Auch Aufklärungsmaterialen über HIV und mögliche Präventionsstrategien sowie Publikationen, in denen Homosexualität thematisiert wird, sollen zukünftig gesetzlich unter Strafe gestellt werden, falls die Gesetzesvorlage vom polnischen Parlament ratifiziert werden sollte. Als Begründung für die rigiden Maßnahmen beruft sich das Bildungsministerium auf die polnische Verfassung, in welcher der besondere Schutz der Familie verankert ist. Miroslaw Orzechowski, der stellvertretende Bildungsminister, sagte wörtlich: „Wir müssen Einfluss ausüben, wenn wir noch können, und nicht erst, wenn es zu spät ist.“ Der polnische Ministerpräsident Jarosław Kaczyński zeigte sich optimistisch, dass sich eine Mehrheit der Abgeordneten der Regierungskoalition für den Entwurf aussprechen werde, der dem Parlament im nächsten Monat vorgelegt werden soll.

Volker Beck (Bündnis90/Die Grünen) übt scharfe Kritik am Vorhaben des polnischen Bildungsministeriums

Ob die Regierung in Warschau mit Widerstand aus Brüssel rechnen muss, ist bislang noch unklar. Nach Informationen der Tageszeitung TAZ ist die derzeitige Gesetzesvorlage nicht mit den Bestimmungen der EU-Antidiskriminierungsgesetze vereinbar. Auch ein Vertreter der polnischen Bürgerrechtsbewegung, Tomasz Baczkowski, macht gravierende Vorbehalte geltend und ist sich sicher, dass das polnische Verfassunsgericht das Gesetz stoppen werde. Baczkowski rief die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu auf, das Thema bei ihrem in Kürze anstehenden Besuches in Polen auf die Tagesordnung zu setzen, und verglich die Gesetzesvorlage mit der Gesetzgebung der Nazionalsozialisten: „Giertych attackiert eine große Bevölkerungsgruppe, und zwar nicht nur in Polen. Dieser Gesetzesentwurf ist ein Skandal. Er entspricht zudem exakt dem Wortlaut der Nürnberger Gesetze – man muss nur das Wort Juden durch Homosexuelle austauschen.“ Die Bundestagsfraktion der Grünen schloss sich in einer Stellungnahme der Kritik an dem Gesetzentwurf an und bezeichnete die Entwicklung in Polen als „besorgniserregend“. Volker Beck, parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen, und Rainder Steenblock als europapolitischer Sprecher fordern von Angela Merkel eine klare Distanzierung von dem Gesetzesvorhaben des polnischen Nachbarn: „Gerade im Europäischen Jahr der Chancengleichheit muss Frau Merkel in Polen klare Worte finden und sich gegen die Verunglimpfung von Homosexuellen, gegen Einschränkung der Meinungsfreiheit und gegen Berufsverbote engagieren.“

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