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August 28, 2011

US-Behörden melden: Atijah Abd al Rahman – al-Qaidas Nummer zwei wurde getötet

US-Behörden melden: Atijah Abd al Rahman – al-Qaidas Nummer zwei wurde getötet

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Veröffentlicht: 13:55, 28. Aug. 2011 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigten Staaten), 28.08.2011 – Ein ranghoher Regierungsmitarbeiter teilte in Washington mit, dass bereits am Montag die Nummer zwei des Terrornetzwerkes al-Qaidas bei einem Drohnenangriff auf ein Dorf in Nord-Waziristan getötet worden sei.

Der Libyer Atiyah Abd al Rahman soll zum innersten Zirkel des Netzwerks gehört haben. „Seine Kombination aus Hintergrund, Erfahrung und Fähigkeiten waren einzigartig bei al-Kaida. Er wird ohne Frage nicht leicht zu ersetzen sein“, so aus US-Kreisen. Der Ägypter Aiman al-Sawahiri hat die Führung nach dem Tod von Osama bin Laden übernommen. Der Libyer galt seitdem als der Vize im Terrornetzwerk.

Al-Rahman, dessen Alter auf 40 Jahre geschätzt wurde, hatte sich schon als Jugendlicher dem Terror verschrieben. Er galt als Sprengstoffexperte, er war Beauftragter für den Iran und soll dem Terrornetzwerk neue Mitglieder zugeführt haben. Mit Osama bin Laden soll er an der Planung weiterer Anschläge gearbeitet haben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Pakistan
  • Portal:Terrorismus

Quellen[Bearbeiten]

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May 6, 2011

Merkel wegen umstrittener Äußerung zum Tod bin Ladens von Hamburger Richter angezeigt

Merkel wegen umstrittener Äußerung zum Tod bin Ladens von Hamburger Richter angezeigt

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Veröffentlicht: 17:37, 6. Mai 2011 (CEST)
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Merkel wegen umstrittener Äußerung zum Tod bin Ladens von Hamburger Richter angezeigt
Ich bin heute erst einmal hier, um zu sagen: Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten. Und ich glaube, dass es vor allen Dingen auch für die Menschen in Amerika, aber auch für uns in Deutschland doch eine Nachricht ist, dass einer der Köpfe des internationalen Terrorismus, der so viele Menschen auch schon das Leben gekostet hat, gefasst, also getötet wurde. Und damit auch nicht mehr weiter tätig sein kann. Und das ist das, was jetzt für mich zählt.
Merkel wegen umstrittener Äußerung zum Tod bin Ladens von Hamburger Richter angezeigt

– Angela Merkel auf einer Pressekonferenz am 02. Mai 2011 lt. abendblatt.de

Hamburg (Deutschland), 06.05.2011 – Ein Richter eines Hamburger Arbeitsgerichts erstattete heute Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Hamburg wegen einer Äußerung der deutschen Bundeskanzlerin zum Tod Osama bin Ladens, der am Montag von einer US-Spezialeinheit in Pakistan gestellt und getötet worden war. Der Richter begründet seine Anzeige damit, dass Merkel durch ihre Äußerung wegen „Billigung von Straftaten“[1] zur Rechenschaft zu ziehen sei. Merkel hatte am Montag wörtlich gesagt: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten.“[2]

Wörtlich heißt es in der Begründung des Richters: „Diese Äußerung – für die Tochter eines christlichen Geistlichen verwunderlich und abseits aller Werte wie Menschenwürde, Barmherzigkeit und Rechtsstaat – begründet den Anfangsverdacht einer Straftat nach § 140 des Strafgesetzbuches.“

An der Merkel-Äußerung hatten vor allem Kirchenvertreter sowohl der Evangelischen Kirche in Deutschland als auch der Katholischen Kirche Kritik geübt. Die Kritik kam dabei auch aus den Reihen der CDU/CSU (Wikinews berichtete).

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Quellen

Einzelnachweise

  1. dejure.org
  2. Zitat laut welt.de

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May 5, 2011

Pakistanischer Geheimdienst: Osama bin Laden wurde nach Aussagen seiner Tochter lebend gefasst

Pakistanischer Geheimdienst: Osama bin Laden wurde nach Aussagen seiner Tochter lebend gefasst

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Veröffentlicht: 09:58, 5. Mai 2011 (CEST)
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Islamabad (Pakistan), 05.05.2011 – Weitere Informationen über den Verlauf der Tötung Osama bin Ladens in Abbottabad (Pakistan) am Montag durch eine US-Spezialeinheit – gestern von dem pakistanischen Geheimdienst Inter-Services Intelligence (ISI) in Umlauf gebracht – ziehen die US-Darstellung der Militäraktion in Zweifel.

Demnach wurde bin Ladens 12 Jahre alte Tochter, die sich im Gewahrsam der pakistanischen Regierung befindet, Zeugin der Tötung ihres Vaters. Bin Laden sei nach Aussagen der Tochter getötet worden, nachdem dieser zunächst lebend gefasst worden war. 17 oder 18 Menschen hätten sich zum Zeitpunkt der US-Militäraktion auf dem Gelände befunden, darunter eine Ehefrau, eine Tochter und zwischen acht und neun Kinder anderer Familien. Diese sollen aus Saudi-Arabien und dem Jemen stammen.

Der ISI-Offizielle gab zu, der pakistanische Geheimdienst sei beschämt über sein Versagen hinsichtlich seiner Rolle bei der Ergreifung bin Ladens. Die Anlage, in der bin Laden von US-Einheiten gestellt wurde, habe man aktuell nicht „auf dem Schirm“ gehabt. Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass der pakistanische Geheimdienst die CIA schon 2009 auf das Gelände als möglichem Aufenthaltsort bin Ladens hingewiesen habe – neben vielen anderen möglichen Orten.

Die Regierung Pakistans hat inzwischen bestätigt, dass sie keinerlei Kenntnis der US-Militäraktion vom Montag gehabt habe. Die US-Hubschrauber hätten sich im Schutz des Geländes unterhalb des pakistanischen Radars bewegt.

Laut CNN wurden auf dem Gelände, auf dem bin Laden getötet wurde, eine Reihe elektronischer Speichermedien sichergestellt, darunter zehn Festplatten, fünf Computer und mehr als einhundert Disketten, DVDs und USB-Sticks. Diese würden zurzeit von den US-Geheimdiensten ausgewertet.

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May 3, 2011

Kritik an Merkel-Äußerung: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

Kritik an Merkel-Äußerung: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

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Veröffentlicht: 22:51, 3. Mai 2011 (CEST)
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Kritik an Merkel-Äußerung: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“
Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.
Kritik an Merkel-Äußerung: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

– Angela Merkel auf einer Pressekonferenz am 02. Mai 2011 lt. welt.de (Archivbild)

Berlin (Deutschland), 03.05.2011 – Die von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) öffentlich geäußerte Freude über den Tod des al-Qaida-Führers Osama bin Laden, der am Montag von einem Sonderkommando der US-Streitkräfte in einem Haus in Pakistan getötet worden war, hat vor allem unter Kirchenvertretern in Deutschland Befremden ausgelöst.

Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, sagte in einem Pressegespräch, der Tod des Terroristen könne kein Grund zur Freude sein. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, äußerte sich ähnlich. Er hält die Erleichterung über das Ende des Wirkens einer „Symbolfigur des internationalen Terrorismus“ zwar für nachvollziehbar, kritisierte jedoch, wenn der „Tod eines Menschen mit dem Gefühl der Freude“ verbunden werde. Dies sei „keine Kategorie, in der ich denke.“

Auch der Sprecher der CSU-nahen („ChristSoziale Katholiken“) (CSK), Thomas Goppel, zog eine Grenze: „Von Erleichterung darf man reden, eine Freude zu empfinden, geht mir ein bisschen weit.“ Ähnlich äußerten sich auch andere Politiker innerhalb der Union.

Auch international stieß die Merkel-Äußerung nicht überall auf Zustimmung. Vatikansprecher Federico Lombardi distanziert sich von einem Gefühl der Freude als Reaktion auf den Tod des Terroristen: „Angesichts des Todes eines Menschen freut sich ein Christ nie.“ Ein Richter am UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag äußerte sich anonym gegenüber der Berliner Zeitung. Er sagte, er sei über die Aussage Merkels „höchst befremdet“.

Die Frage nach der rechtlichen Beurteilung der Tötung des weltweit gesuchten Führers des Terrornetzwerks al-Qaida ist noch nicht eindeutig beantwortet. Die Beurteilung hängt davon, ob man die Kommandoaktion als „gescheiterten Festnahmeversuch“ oder als „Vollstreckung eines Todesurteils“ wertet, argumentiert ein Redakteur der Berliner Zeitung. Martin Wenning-Morgenthaler, der Sprecher der Neuen Richtervereinigung, warf Merkel vor diesem Hintergrund einen Mangel an rechtsstaatlichem Bewusstsein vor.

US-amerikanische Zeitungen waren in der Beurteilung der Bin-Laden-Tötung weniger zimperlich. „Verrotte in der Hölle“, titelt die New Yorker Tageszeitung „Daily News“ am Morgen danach. In einem Brief des Herausgebers heißt es weiter: „Das ist ein Moment höchster Freude und nationalen Stolzes.“ Die Tötung Osama bin Ladens sei „ein Moment süßer Rache“ und weiter: „Tot. Er ist tot. Gott schütze Amerika.“

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May 2, 2011

Pakistan: Osama bin Laden ist tot

Pakistan: Osama bin Laden ist tot – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Pakistan: Osama bin Laden ist tot

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Veröffentlicht: 23:10, 2. Mai 2011 (CEST)
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Osama

Abbottabad (Pakistan) / Washington D.C. (Vereinigten Staaten), 02.05.2011 – Al-Qaida-Führungsfigur Osama bin Laden wurde durch US-Sondereinheiten bei einer Kommandoaktion getötet. Dies gab US-Präsident Barack Obama in einer Rede an die Nation bekannt. In der Nacht zum heutigen Montag wurde die Aktion gestartet und erfolgreich beendet.

Kurz nach Mitternacht griffen 25 Mann der Navy-Seals die Bastion des Terroristen in Abbottabad, 60 Kilometer von Islamabad, mit zwei Hubschaubern an. Schon beim Anflug wurden sie von Wachen Osama bin Ladens beschossen. Zwei Explosionen waren zu hören, dann stand das von Mauern und Stacheldraht umgebene Gebäude in Flammen.

Das Versteck soll weder über einen Telefon- noch über einen Internetanschluss verfügt haben. Die Einwohner von Abbottabad waren ahnungslos, wussten nicht, wer sich unter ihnen niedergelassen hatte. 40 Minuten soll die gut vorbereitete Militäraktion gedauert haben. Laut US-Kongress wurde bin Laden mit einem Kopfschuss getötet. Vorher habe man ihm angeboten, sich zu ergeben. Bei der Aktion sollen drei weitere Männer und eine Frau getötet worden sein. Unter den Männern befand sich auch der mutmaßliche Sohn bin Ladens. Wegen eines technischen Defekts habe man einen Hubschrauber zurücklassen müssen, dieser sei zerstört worden. Die Spezialeinheit sei mit dem verbliebenen Hubschrauber ausgeflogen. Die Leiche Osamas habe man mitgenommen und im Meer beigesetzt. Eine DNA-Untersuchung laufe bereits.

Im August 2010 waren US-Agenten auf die Spur eines Boten gekommen, der Nachrichten an Osama bin Laden überbrachte. Seine Spur führte sie zu dem Gebäude, in dem Osama bin Laden Unterschlupf gefunden hatte. Anhand von Satellitenbildern war die CIA schließlich zu dem Auffassung gekommen, dass sich bin Laden hier aufhalten könnte. Die unmittelbare Vorbereitung des Zugriffs begann laut New York Times am 14. März.

Osama bin Laden gilt als geistiger Führer des Terrornetzwerks al-Qaida und soll für den Terroranschlag vom 11. September 2001 auf das World-Trade-Center und das Pentagon verantwortlich sein. Seitdem war bin Laden ständig auf der Flucht. Lediglich mit sporadischen Video- und Audiobotschaften wandte er sich an seine Anhänger weltweit. Seine letzte Botschaft stammt vom Oktober 2010. Obwohl bin Laden als meistgesuchter Terrorist der Welt galt, war er als Person mehr eine Art Identifikationsfigur und Leitbild für die Anwerbung weiterer Terroristen. Das operative Tagesgeschäft wurde von anderen geführt.

Das US-State Department, das Außenministerium der Vereinigten Staaten, rechnet nach der Tötung bin Ladens mit weiteren Terrorakten und anderen Formen des Protests in der Region, insbesondere in Afghanistan. Es warnt ausdrücklich vor antiamerikanischen Ausschreitungen. Pakistan war häufig Ziel von US-Drohnen-Angriffen. US-Politiker werfen der politischen Führung Pakistans schon seit längerem vor, zu wenig gegen den islamistischen Terrorismus zu unternehmen. US-Soldaten und CIA-Agenten operieren schon seit einigen Jahren auf pakistanischem Gebiet, um die dortigen Terrorlager zu bekämpfen. Die afghanischen Taliban organisieren ihren Kampf gegen die von den USA und westlichen Ländern unterstützte Regierung Afghanistans von pakistanischem Boden aus.

Ein Bericht der Neuen Züricher Zeitung wirft die Frage auf, wie es möglich war, dass Osama in einer 2005 erbauten Villa nahe der Hauptstadt wohnen konnte, ohne dass der pakistanische Geheimdienst Inter-Services Intelligence (ISI) Kenntnis davon erlangt. In Washington wird vermutet, dass die Terroristen nicht nur toleriert, sondern auch aktiv unterstützt werden. In der Vergangenheit waren Aktionen fehlgeschlagen, bei denen die pakistanische Seite mitwirken sollte. In Pakistan werden weitere Führer von al-Qaida vermutet. In der Bevölkerung gibt es Sympathien für das terroristische Netzwerk. In Pakistan ist die Meinung verbreitet, dass die Vereinigten Staaten den Anschlag vom 11. September selbst inszeniert haben, um Afghanistan angreifen zu können.

Reaktionen

Barack Obama: „Die Welt ist durch den Tod von Osama Bin Laden sicherer geworden und eine besserer Ort. Heute ist ein guter Tag für Amerika“.

Central Intelligence Agency (CIA) Chef Leon Panetta: „Die Terroristen werden so gut wie sicher versuchen, ihn zu rächen“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

Generalsekretär der NATO Anders Fogh Rasmussen: „Wir werden weiter für Werte wie Frieden, Demokratie und Humanität einstehen, die Osama Bin Laden besiegen wollte.“

Der 43. Präsident der Vereinigten Staaten George W. Bush: „Diese bedeutsame Errungenschaft ist ein Sieg für Amerika, für Menschen in der ganzen Welt, die nach Frieden streben, und für all diejenigen, die am 11. September 2001 Angehörige und Freunde verloren haben.“

Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD): „Zum einen ist es ganz eindeutig ein Verstoß gegen das geltende Völkerrecht, zum anderen kann die Aktion angesichts der Unruhen in der arabischen Welt zu Folgewirkungen führen, die man im Augenblick nicht wirklich übersehen kann“.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland Aiman Mazyek: „Mit einer Mischung aus Erleichterung und Überraschung, dass Bin Laden überhaupt noch lebte, haben viele Muslime seinen Tod aufgenommen. Die Seebestattung ist intelligent gewählt worden, so kann aus seiner Grabstätte später keine extremistische Kultstätte entstehen.“

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December 1, 2009

Osama bin Laden hätte 2001 durch einen Militäreinsatz festgenommen werden können

Osama bin Laden hätte 2001 durch einen Militäreinsatz festgenommen werden können

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Veröffentlicht: 08:52, 2. Dez. 2009 (CET)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 01.12.2009 – Der international gesuchte Topterrorist Osama bin Laden hätte offenbar 2001 in Afghanistan festgenommen werden können, wenn die Vereinigten Staaten einem massiven Militäreinsatz zugestimmt hätten. Dies geht aus einem Bericht des US-amerikanischen Senatsausschusses für internationale Beziehungen hervor.

In Tora Bora habe sich bin Laden in Reichweite der US Army befunden, so der Bericht, der den damaligen Präsidenten George W. Bush, Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und General Tommy Franks politisch verantwortlich macht.

Gegen Osama bin Laden wurde am 15. April 1998 in Libyen Haftbefehl erlassen, da er an den Morden an zwei deutschen Geheimdienstmitarbeitern in Libyen beteiligt gewesen sein soll. Die Vereinigten Staaten fahnden per am 16. Dezember 1998 von der New Yorker Justizbehörde im Zusammenhang mit Terroranschlägen gegen US-Botschaften in Afrika am 7. August 1998 erlassenen internationalen Haftbefehl wegen mindestens 200 Morden nach bin Laden. Seine dezentrale Terrororganisation al-Qaida gilt als verantwortlich für viele weitere Anschläge, darunter die Terroranschläge am 11. September 2001, bei denen ungefähr dreitausend Menschen ums Leben kamen.

Bin Laden gilt als bewaffnet und äußerst gefährlich. Er soll sich derzeit in Pakistan aufhalten.

Quellen

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October 23, 2007

Neue Audiobotschaft von bin Laden

Neue Audiobotschaft von bin Laden – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Neue Audiobotschaft von bin Laden

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Veröffentlicht: 18:58, 23. Okt. 2007 (CEST)
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Kairo (Ägypten) / Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 23.10.2007 – Osama bin Laden hat offenbar ein neues Tonband veröffentlichen lassen. Das Band wurde vom arabischen Sender al-Jazeera ausgestrahlt. Wie der Sender mitteilte, trug das Band den Titel „Botschaft an das irakische Volk“.

Der 50-Jährige mahnt darauf die Iraker zur Einheit „unter dem Banner des Islam“. Das Interesse einzelner Gruppen sei dem Interesse des Islam selbst unterzuordnen. Es sei „zu vermeiden, fanatisch einer Person oder einer Gruppe zu folgen“. Die Treue der Glaubensbrüder solle „nicht einem Stamm, einer Nation oder einer Organisation“ gelten, sondern dem islamischen Glauben. Bin Laden warnte vor Infiltratoren, die Aufruhr stiften und Spaltungsbemühungen anstrengen wollten.

Ein von der Netzeitung zitierter politischer Beobachter wertete die Botschaft bin Ladens als möglichen Versuch des al-Qaida-Führers die aufständischen Sunniten im Irak auf die Seite des Terrornetzwerks al-Qaida zu bringen. Irakischen und US-Angaben zufolge seien viele Sunniten dem Aufruf des sunnitischen Stammesführers Abdul Sattar Abu Rischa gefolgt, der alle Sunniten zum Kampf gegen das al-Qaida-Netzwerk aufgerufen hat.

Auf der Al-Dschasira-Homepage wird die Vermutung angestellt, die Anhänger bin Ladens hätten die sunnitischen Gruppierungen und Stämme durch eine abweichende Interpretation des Islam und das Töten unschuldiger Zivilisten gegen sich aufgebracht. Bin Laden führt auch aus, die Kämpfer im Irak sollten Fehler eingestehen und sie im Interesse der Einheit des Kampfes ausräumen.

Laut Al-Dschasira hat Osama bin Laden im September drei Botschaften veröffentlicht, darunter eine, die den Anschlag auf das World-Trade-Center vom 11. September 2001, bei dem mehr als 3.000 Menschen ums Leben gekommen waren, rechtfertigte.

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November 4, 2006

Briten halten George Bush für gefährlicher als Kim Jong-II

Briten halten George Bush für gefährlicher als Kim Jong-II

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Artikelstatus: Fertig 14:52, 4. Nov. 2006 (CET)
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London (Vereinigtes Königreich), 04.11.2006 – In einer Umfrage äußerten 69 Prozent der Briten, dass die Welt durch die US-Außenpolitik weniger sicher geworden sei. Nur sieben Prozent fanden, der Afghanistan- und Irakkrieg hätte die Welt sicherer gemacht. 75 Prozent gaben an, die Bush-Regierung sei eine Gefahr für den Weltfrieden. Den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-II hielten 69 Prozent für gefährlich. Gleiches meinten 62 Prozent vom iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Am gefährlichsten für den Weltfrieden ist nach Einschätzung der Briten al-Qaida-Chef Osama bin Laden, den 87 Prozent als Bedrohung einstuften.

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September 23, 2006

Französischer Geheimdienst: Saudi-Arabien hält Osama bin Laden für tot

Französischer Geheimdienst: Saudi-Arabien hält Osama bin Laden für tot

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Artikelstatus: Fertig 22:42, 23. Sep. 2006 (CEST)
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Heillecourt (Frankreich), 23.09.2006 – Laut einem Bericht des französischen Auslandsgeheimdienstes DGSE (Direction Générale de la Sécurité Extérieure) hält der Geheimdienst von Saudi-Arabien Osama bin Laden für tot. Demnach soll der Chef der Terrororganisation am 23. August 2006 in Pakistan an Typhus gestorben sein.

An die Öffentlichkeit gekommen ist der Bericht über die französische Regionalzeitung „L’Est Républicain“, die ihn heute abgedruckt hat. Die Zeitung beruft sich dabei auf einen vertraulichen Bericht des französischen Auslandsgeheimdienstes DGSE. Demnach wüssten die Saudis seit dem 4. September vom Tod des Terrorchefs. Der saudische Geheimdienst versuche jedoch zunächst den Tod Bin Ladens zu verifizieren, insbesondere den genauen Ort seiner Bestattung, bevor die Nachricht darüber offiziell bekannt gegeben werden solle.

Das französische Verteidigungsministerium sprach von einem „Leck“ im Geheimdienstsystem, das strafrechtlich relevant sei. Inhaltlich wollte man den Bericht jedoch weder bestätigen noch dementieren. Andere westliche und der pakistanische Geheimdienst schätzen das Dokument als „vage“ ein, so Spiegel-Online in seinem Bericht. Diese würden sich sehr zurückhaltend äußern.

Als zweite Zeitung berichtet nun auch das US-amerikanische Nachrichtenmagazin „Time“ über das Ableben des Terroristen. Es beruft sich auf saudische Quellen, die den Bericht der französischen Zeitung bestätigen. Demnach sei Osama bin Laden an einer durch Wasser verursachten Krankheit möglicherweise schon gestorben. Sowohl das Weiße Haus als auch das Außenministerium will nichts vom Tod des seit den Anschlägen vom 11. September Gesuchten wissen.

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April 24, 2006

Hamas distanziert sich von Bin Laden-Botschaft

Hamas distanziert sich von Bin Laden-Botschaft

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Artikelstatus: Fertig 21:42, 24. Apr. 2006 (CEST)
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Doha (Katar), 24.04.2006 – In einer Tonbandbotschaft des weltweit gesuchten Terroristen Osama bin Laden, die von dem arabischen Sender Aljazeera mit Sitz in Katar am Sonntag ausgestrahlt wurde, hatte der Al-Qaida-Führer die Entscheidung des Westens, die Hilfsgelder für die Autonomiebehörde der Palästinenser nach der Übernahme der Regierungsgeschäfte durch die Hamas zu streichen, als Beleg dafür zitiert, dass der Westen einen „Kreuzzug gegen den Islam“ führe. Diese Äußerung ist von der palästinensischen Organisation Hamas zurückgewiesen worden. Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri sagte, die Ideologie der Hamas sei eine vollständige andere als die Osama Bin Ladens.

Als weiteres Beispiel für den gegen den Islam gerichteten Kreuzzug des Westens nannte Bin Laden die in der sudanesischen Provinz Darfur entstandene Krise. Die Mudschahedin im Osten Afrikas und benachbarter arabischer Länder rief er dazu auf, sich auf einen langen Krieg gegen die „westlichen Kreuzzugsräuber“ im Westen Sudans einzustellen. Ahmed Hussein, Führer einer sudanesischen Rebellenarmee sagte: „Wir weisen diese Erklärungen kategorisch zurück.“ Bin Ladens Worte zeigten, dass er von den Realitäten in Darfur keine Kenntnis habe. Während Bin Laden seine amerikanisch-zionistischen Verschwörungstheorie verbreite, entstünden die wirklichen Probleme durch die Regierung in Khartoum, die eine moslemische Regierung ist, die andere Muslime tötet.

Auf die in Dänemark veröffentlichten Mohammed-Karikaturen ging Bin Laden ebenfalls ein. Er rief in seiner Ansprache zur Tötung der Zeichner auf. Ketzer und Atheisten, die gegen Gott und seinen Propheten vorgingen, könnten nur mit dem Tod gestoppt werden, sagte Bin Laden laut Reuters.

CNN zufolge sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, die neue Botschaft Bin Ladens sei als echt einzustufen. Der demokratische Herausforderer bei den Präsidentschaftswahlen der USA, John Kerry, nahm die neueste Bin-Laden-Botschaft zum Anlass, den in letzter Zeit wiederholt laut gewordenen Rücktrittsforderungen gegenüber dem amerikanischen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, eine erneute Rücktrittsforderung hinzufügen. Bei der Stürmung der Talibanfestung Tora Bora im Afghanistankrieg (Dezember 2001) habe eine zu geringe Anzahl von US-Soldaten dazu geführt, dass der meist gesuchte Terrorist der Welt entkommen konnte.

Die letzte Botschaft Bin Ladens liegt mehr als drei Monate zurück.

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