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June 4, 2011

Neuseeland wird Gastland der Frankfurter Buchmesse 2012

Neuseeland wird Gastland der Frankfurter Buchmesse 2012

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Veröffentlicht: 10:52, 4. Jun. 2011 (CEST)
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Maorische Skulptur

Frankfurt am Main (Deutschland), 04.06.2011 – Neuseeland wird Gastland der Frankfurter Buchmesse 2012. Das wurde am 2. Juni 2011 in einem Vertrag vereinbart, den der Direktor der Buchmesse Juergen Boos und der Staatssekretär im neuseeländischen Kulturministerium Lewis Holden in Auckland geschlossen haben. Die Unterzeichnung, an der auch der neuseeländische Kulturminister Christopher Finlayson teilgenommen hatte, fand während eines Staatsbesuchs von Bundesaußenminister Guido Westerwelle statt, in dessen Begleitung Boos gereist war.

Die neuseeländische Literatur ist in Deutschland bisher nur wenig bekannt geworden. Beherrschend sind Schriften in englischer Sprache, daneben gibt es aber auch Werke in der Sprache der Maori, den polynesischen Ureinwohnern der Insel, die südöstlich von Australien im Pazifischen Ozean gelegen ist. Bekannte neuseeländische Autoren sind insbesondere Katherine Mansfield (The Garden Party and other short stories, 1922) und Keri Hulme, die für ihren Roman The Bone People (Unter dem Tagmond, 1984) im Jahr 1985 den Booker Prize, den wichtigsten britischen Literaturpreis, erhalten hatte. Als bedeutendster Autor, dessen Bücher in der Maori-Sprache verfasst sind, gilt Witi Ihimaera.

Boos wies bei der Vertragsunterzeichnung darauf hin, dass multimediale Formen typisch für die neuseeländische Kultur seien. Er erwarte deshalb, dass sich dies auch auf die Präsentation der neuseeländischen Literatur auf der Buchmesse auswirke.

Die Messe wird vom 10. bis 14. Oktober 2012 stattfinden.

Die Einladung an die neuseeländischen Verlage wurde vergleichsweise spät ausgesprochen. Bereits vor einem Jahr stand fest, dass Island im Jahr 2011, Brasilien 2013 und Finnland im Jahr 2014 Gastländer sein würden. Neuseeland ist nach Indien (1986 und 2006) und Irland (1996) das dritte englischsprachige Gastland der Frankfurter Buchmesse.

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November 2, 2009

Philosophie-Salon in Bremen feiert 10-jähriges Bestehen

Philosophie-Salon in Bremen feiert 10-jähriges Bestehen

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Veröffentlicht: 15:36, 2. Nov. 2009 (CET)
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Bremen (Deutschland), 02.11.2009 – Am Sonntag, den 1. November 2009, feierte der Philosphie-Salon in Bremen sein 10-jähriges Bestehen. Bernd Oei, Gründer und Leiter des Salons, bringt auf verständliche Weise die sonst als sehr abgehoben geltenden Gedanken von Friedrich Nietzsche und anderen Philosophen jedermann nahe. In seinen Vorträgen bezieht er das jeweilige Umfeld von Literatur und Bildender Kunst mit ein, so etwa den Einfluss Nietzsches auf Hermann Hesse und Rainer Maria Rilke.

Bernd Oei wurde 1966 geboren und studierte in Bordeaux, Bremen und Hamburg. Im Laufe der Jahre sind über 500 Vortragsmanuskripte entstanden, die die Grundlage für zahlreiche Veranstaltungen bilden. Er ist Gastdozent für Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universität Marburg. Seine Bücher über Hölderlin und die Rezeption Friedrich Nietzsches im deutschen und französischen Sprachraum wurden auf der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt vorgestellt.

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September 16, 2009

Deutscher Buchpreis 2009: Jury gibt Finalisten bekannt

Deutscher Buchpreis 2009: Jury gibt Finalisten bekannt

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Veröffentlicht: 22:43, 16. Sep. 2009 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 16.09.2009 – Die Jury des Deutschen Buchpreises 2009 hat heute sechs Romane für die Shortlist nominiert. Einer der Romane aus der Reihe dieser Finalisten wird am 12. Oktober 2009 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse mit dem Preis ausgezeichnet. Der Deutsche Buchpreis ist mit 25.000 Euro dotiert. Die Autoren der Titel, die für die Shortlist ausgewählt wurden, erhalten 2.500 Euro.

Die siebenköpfige Jury, der vornehmlich Literaturkritiker angehören, hat laut einer heute veröffentlichten Pressemitteilung einen ganzen Tag lang über die Werke diskutiert und sich letztlich auf folgende Romane geeinigt (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Rainer Merkel: Lichtjahre entfernt (S. Fischer, März 2009)
  • Herta Müller: Atemschaukel (Hanser, August 2009)
  • Norbert Scheuer: Überm Rauschen (C. H. Beck, Juni 2009)
  • Kathrin Schmidt: Du stirbst nicht (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2009)
  • Clemens J. Setz: Die Frequenzen (Residenz, Februar 2009)
  • Stephan Thome: Grenzgang (Suhrkamp, August 2009)

Zuvor hatte die Jurymitglieder in den letzten fünf Monaten insgesamt 154 Titel gesichtet, die zwischen dem 1. Oktober 2008 und dem 16. September 2009 erschienen sind. Hieraus wurde zunächst eine Longlist erstellt, aus der wiederum die heutige präsentierten sechs Finalisten ausgewählt wurden. In den Medien wird Herta Müllers Roman „Atemschaukel“ als Favorit gehandelt. In einer dpa-Meldung wird dies damit begründet, dass sie die namhafteste Autorin auf der Shortlist sei. Außerdem habe es in den vergangenen Monaten überschwängliche Kritiken für ihren Roman gegeben. Nicht desto weniger gab es in den vergangenen Jahren immer wieder überraschende Entscheidungen bei der Preisvergabe.

Die nicht in der Jury vertretene Literaturkritikerin Sigrid Löffler kritisierte im Deutschlandradio Kultur die aus ihrer Sicht zu kommerzielle Ausrichtung des Deutschen Buchpreises. Ihrer Meinung nach wird nicht der beste deutschsprachige Roman des Jahres ausgezeichnet, sondern der bestverkäufliche Roman.

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October 13, 2007

Deutscher Jugendliteraturpreis verliehen – Kirsten Boie für das Lebenswerk geehrt

Deutscher Jugendliteraturpreis verliehen – Kirsten Boie für das Lebenswerk geehrt

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Veröffentlicht: 10:16, 13. Okt. 2007 (CEST)
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Kirsten Boie 2007 bei der Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises für ihr Lebenswerk. Bild: Wettach.

Frankfurt am Main (Deutschland), 13.10.2007 – Im Rahmen der diesjährigen Frankfurter Buchmesse wurde am Abend des Donnerstag, 12. Oktober, der Deutsche Jugendliteraturpreis verliehen. Für ihr Lebenswerk als Deutsche Autorin ausgezeichnet wurde dabei die Hamburgerin Kirsten Boie, die in einer ausführlichen Dankesrede auf die Bedeutung des Lesens für Kinder hinwies und die Buchmesseteilnehmer aufforderte, einander zu gratulieren für ihren Einsatz in der Leseförderung.

Moderatorin Petra Gerster. Bild: Wettach.

Der Deutsche Jugendliteraturpreis ist der einzige Staatspreis für Literatur in Deutschland, mit insgesamt über 50.000 Euro dotiert und wurde 2007 bereits zum 52. Mal vergeben. Durch den Abend führte als Moderatorin Petra Gerster, die es sich trotz eines Unfalls nicht nehmen ließ, mit Krücke zu moderieren. In ihrer Begrüßungsrede stieß sie bei dem mehr als 1.000 Personen umfassenden Publikum, in dem viele Schüler und Schülerinnen der Jugendjury saßen, auf wenig Gegenliebe als sie Kinder- und Jugendliteratur vor allem deshalb wichtig nannte, weil „Kinder noch keine fertigen Menschen“ seien. Regina Pantos, die Vorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur e.V., wies in ihrer Ansprache darauf hin, dass schon ganz banale finanzielle Gründe gegen ein eifriges Lesen in ärmeren Gesellschaftsschichten sprächen: Etwa zwei Millionen Kinder lebten von Hartz 4, dabei seien im Jahr statistisch 9,10 Euro für Spielwaren und Bücher vorgesehen. Nur ein einziges der für den Jugendliteraturpreis nominierten Bücher liege überhaupt innerhalb dieses Rahmens – weshalb Schulbibliotheken eine große Bedeutung zukäme und mehr Unterstützung zukommen müßte. Bücher, so Pantos und Gerster, seien kein Luxus sondern „Lebensmittel der besonderen Art“.

Preisträger von links nach rechts: Künstler Aljoscha Blau, Autor Nikolaus Heidelbach und Übersetzer Wolfgang J. Fuchs. Bild: Wettach.

Neben dem „Sonderpreis für das Lebenswerk“ einer Autorin für Kirsten Boie ging der Deutsche Jugendliteraturpreis 2007 in den Kategorien

  • „Bilderbuch“ an Nikolaus Heidelbach für „Königin Gisela“
  • „Kinderbuch“ an „Schwester“ von Jon Fosse, übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel, illustriert von Aljoscha Blau
  • „Jugendbuch“ an Do van Ranst und seine Übersetzerin Andrea Kluitmann für „Wir retten Leben, sagt mein Vater“
  • „Sachbuch“ an „Mutter hat Krebs“, übersetzt von Wolfgang J. Fuchs, das der Autor Brian Fies zunächst anonym als Webcomic veröffentlicht hatte
  • Der „Preis der Jugendjury“ ging an den australischen Autor Markus Zusak und seine Übersetzerin Alexandra Ernst für „Der Joker“.

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October 12, 2007

Buchmesse 2.0 – von Bloggern, eBooks und Piraten

Buchmesse 2.0 – von Bloggern, eBooks und Piraten

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Veröffentlicht: 23:35, 12. Okt. 2007 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 12.10.2007 – Das Internet ist angekommen auf der Frankfurter Buchmesse 2007. Nicht nur, wie lange schon, als Werkzeug etwa für die Journalisten, die im Pressezentrum an etwa 80 Arbeitsplätzen mit eigenen Laptop-Computern über die diesjährige Messe berichten, sondern auch erneut als Chance – und natürlich als Bedrohung.

Blogger im Messe-Wohnzimmer 2.0

Nachdem bereits im Vorjahr Blogger live von der Frankfurter Buchmesse berichtet haben, hat man ihnen 2007 beim Forum Innovation gleich ein ganzes „Web 2.0 Wohnzimmer“ eingerichtet, für Blogs und Podcasting von der Messe. Jeden Tag vom 10. bis 14. Oktober berichten sie mehr oder weniger live von der Buchmesse, von den großen Namen, den erinnerungswürdigen Events und natürlich ganz persönlichen Eindrücken und Erfahrungen. Drei der Blogger schreiben dabei in englischer Sprache, auch ein englischer Podcast wird angeboten, um die Reichweite der Buchmesse 2.0 zu erhöhen. Die Blogbeiträge sind unter http://www.book-fair.com/blog abrufbar und sollen das auch nach der Messe selbst bleiben. In Halle 4.2 Reihe Q 411 können Besucher auch an den Publikumstagen noch selbst beim Bloggen und Podcasten zusehen. Nach ersten Erfahrungen der Blogger klagen diese aber darüber, viel Aufmerksamkeit der klassischen Medien, aber zu wenig Kontakt zu Messebesuchern zu bekommen.

EBooks und Digitalisierung

Fluch und Segen für das Verlagswesen: CDs als Medienträger

Digitalisierung und digitale Medien, auch und vor allem digital angebotene Bücher und Zeitschriften, sind ein wichtiges Thema dieser Messe, da immer mehr Verlage auch mit eBooks nicht nur vertreten sein, sondern auch Geld verdienen wollen. Im Fachbuchbereich ist das längst gelungen: Der wissenschaftliche Springer-Verlag etwa, der über 40.000 Bücher und 1.700 Zeitschriften (darunter 1200 aktuell noch bei Springer fortgesetzte) im digitalen Angebot hat, macht längst kein Fachbuch mehr ohne eBook-Variante – und macht bereits den Großteil seines Umsatzes im digitalen Bereich.

Schwieriger ist das für Belletristik-Verlage wie die hier früh aktiv gewordene Verlagsgruppe Pabel Möwig (VPM). Hier werden zwar neue Abenteuer etwa des Weltraumhelden Perry Rhodan automatisch auch in digitaler Form angeboten, der damit erzielte Umsatz spielt neben der Druckfassung und anderen Medienformen aber eine noch kleine Nebenrolle. Die Bereitschaft der Leser, an einem Bildschirm zu lesen, wächst, aber noch wächst sie langsam. Da eine neue Generation von Lesern aber damit aufwächst, das Internet – vor allem Google und die Wikipedia – als Nachschlagewerk zu benutzen, wird das in Zukunft immer selbstverständlicher werden.

Eine wachsende Anzahl von Verlagsdienstleistern bietet darum neben immer effektiveren Content-Management-Systemen, mit denen aus dem Inhalt einer Datenbank leicht immer neue Medienformen zusammengestellt werden können, auch die Redigitalisierung an. Dabei werden auch ältere Werke deren Rechte beim Verlag liegen, für die ein Nachdruck sich aber vielleicht nicht lohnt, eingescannt, in inhaltliche Abschnitte geteilt und verschlagwortet. Wo die Vorlage ein gutes Schriftbild nicht hergibt, werden Bücher in Drittländern abgetippt, zwei- oder dreimal, und dann zu einer Endfassung zusammen korrigiert. Einmal im System können digitalisierte Bücher auch als Print On Demand (POD) zur Verfügung gestellt werden und bleiben, etwa mit Hilfe des BookSurge-Programmes von Amazon, als normale Bücher lieferbar, unter Umständen sogar innerhalb von 24 Stunden.

Roland Lange, Manager bei Google, erklärt Google Book Search beim Forum Innovation. Bild: Wettach.

Als Marketing-Instrument lässt sich digitaler Inhalt auch für das „Search-Inside“-Programm von amazon nutzen, bei dem der Volltext eines Buches durchsuchbar ist, aber nur kleine Ausschnitte ohne einen Kauf angezeigt werden.

Neben Amazon präsentierte auch Google das eigene Programm zur Digitalisierung von Büchern, bei dem Verlage auch einfach eine Kiste mit ihren Büchern in Papierform abliefern und Google die Arbeit der Redigitalisierung überlassen können, wobei die Inhalte dann über Google BookSearch zur Verfügung stehen. Der Unterschied aber zwischen beiden Anbietern wurde deutlich: Amazon will mit Büchern Geld verdienen, Googles Geschäft dagegen ist die Werbung mit AdSense und AdWords, die bei Volltextsuchen zielgerichtet erfolgen kann. Beide Anbieter mussten sich fragen lassen, wie sie die Inhalte vor kostenloser Ausnutzung schützen, da damit womöglich noch weniger Menschen etwas zahlen wollen würden, um ein Buch als eBook zu lesen, wenn man es 20-Seiten-weise kostenlos lesen kann. Die „Alles-kostenlos“-Mentalität vieler Internet-Nutzer wird da als Bedrohung empfunden.

„Piraten“ bedrohen das Hörbuch

Oliver Rohrbeck (links) und Johannes Stricker beim Forum Hörbuch zur Piraterie. Bild: Wettach.

In besonderer Weise bedroht von den Tauschbörsen im Internet sieht sich das Hörbuch. Aufwendig produziert kostet eine Hörbuchproduktion auf fünf CDs etwa 80.000 Euro, erklärte Johannes Stricker vom Unternehmen „Der Hörverlag“. Damit es sich rechne, müsse ein solches Werk sich etwa 30.000-mal verkaufen. Wenn aber nur noch 10.000 Hörbücher verkauft und dafür 20.000 illegal im Internet heruntergeladen werden, werden aufwändige Produktionen bald nicht mehr kostentragend, und die derzeit so aufblühende Hörbuchszene wird schrittweise wieder eingehen. Nebenrechnungsmodelle wie im Musikgeschäft, so Stricker, seien für Hörbücher kaum machbar, weil das Modell der Musikindustrie, die auch an Konzerten und Klingeltönen verdient, für das Medium Hörbuch nicht übertragbar seien. Dazu kommt der notwendigerweise höhere Preis einzelner Titel: Wer ein ganzes Werk erwirbt, ist oft mit 49, 79 oder 99 Euro dabei. Da fällt vor allem jüngeren Hörern der Gang zur Tauschbörse leicht, zumal ein Unrechtsbewusstsein weitgehend fehlt, wie auch Oliver Rohrbeck, bekannt als Sprecher etwa des Justus von den Dr3i Fragezeichen, beklagte. Er bekannte früher selbst für Freunde manchmal Kassetten mit Musikaufnahmen aus dem Radio zusammengestellt zu haben – als „Liebesbeweis“, wie er sagte. Wer für solche Liebesbeweise heute auf illegale Tauschbörsen als Quellen zugreift, müsste damit rechnen, empfindliche Strafen zu zahlen, wenn die Strafverfolgung nicht so schwer wäre.

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October 10, 2007

Internationale Frankfurter Buchmesse eröffnet

Internationale Frankfurter Buchmesse eröffnet

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Veröffentlicht: 13:23, 10. Okt. 2007 (CEST)
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Buchmesse Frankfurt (Archivbild)

Frankfurt am Main (Deutschland), 10.10.2007 – Am Dienstag, dem 9. Oktober 2007, wurde im Beisein vieler Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Verlagswirtschaft die Internationale Frankfurter Buchmesse eröffnet, wo dieses Jahr auch Literatur aus Katalonien im Mittelpunkt stehen soll.

Thematisch widmet sich die diesjährige Buchmesse vor allem der Bildung und den im Bereich wissenschaftlicher Publikationen immer wichtiger werdenden elektronischen Medien und E-Books.

Der Leiter der Buchmesse, Juergen Boos, sprach von einer „Erholung“ des Buchmarktes, die sich auch in neuen Rekorden der diesjährigen Messe ausdrücken ließe: 7.448 Aussteller zeigen sich mit 391.652 Büchern, darunter 121.267 Neuerscheinungen.

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October 8, 2006

Frankfurt am Main: Deutscher Jugendliteraturpreis 2006 verliehen

Frankfurt am Main: Deutscher Jugendliteraturpreis 2006 verliehen

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Artikelstatus: Fertig 19:30, 8. Okt. 2006 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 08.10.2006 – Am Freitag, den 6. Oktober 2006 wurde auf der Frankfurter Buchmesse der Deutsche Jugendliteraturpreis 2006 verliehen.

Gestiftet wird der Preis alljährlich vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Es gibt insgesamt vier Kategorien, in denen Preise verliehen werden. In der Kategorie „Bilderbuch“ wurde das Buch „Gehört das so??! Die Geschichte von Elvis“ von Peter Schössow ausgezeichnet. Es handelt sich um eine Bildergeschichte, in der der Kanarienvogel Elvis, der einem kleinen Mädchen gehört, stirbt. Das Buch „Lilis Leben eben“ von Valérie Dayre wurde aus dem Französischen übersetzt und schaffte dieses Jahr den ersten Platz in der Kategorie „Kinderbuch“. In der Kategorie „Jugendbuch“ machte „Wie schön weiß ich bin“ von Dolf Verroen, eine Übersetzung aus dem Niederländischen, das Rennen. Und schließlich kam in der Kategorie „Sachbuch“ das Buch „‚Denk nicht, wir bleiben hier!‘ Die Lebensgeschichte des Sinto Hugo Höllenreiner“ von Anja Tuckermann auf den ersten Platz.

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Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht 2006 an Wolf Lepenies

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht 2006 an Wolf Lepenies

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Artikelstatus: Fertig 21:03, 8. Okt. 2006 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 08.10.2006 – Alljährlich verleiht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der auch die Frankfurter Buchmesse veranstaltet, den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. In diesem Jahr geht dieser hochangesehene Preis an den deutschen Soziologen Wolf Lepenies für seinen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis und zum Austausch zwischen den Kulturen. Bei der Preisverleihung am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche setzte sich der Preisträger für die Unterstützung eines aufgeklärten Islam ein: „Es gilt für den Westen, mit aller Kraft die Leitidee eines mit der Moderne kompatiblen Islam zu stärken.“

Einerseits setzte sich Lepenies für die kritische Auseinandersetzung mit dem Islam und dem Islamismus ein: „Nicht nur die Abwehr des Islamismus, auch die Kritik des Islam ist – wie jede Religionskritik – legitim.“ Andererseits erinnerte er daran, dass weder der Islam noch das Christentum monolithische, sondern „gebrochene Kulturen“ seien. Von einer solchen Position unterscheide sich die wissenschaftliche Sicht grundlegend vom Fundamentalismus christlicher oder islamischer Prägung. Daraus leitete er die Forderung nach der Stärkung solcher Gruppen ab, die „zwischen Islam und Moderne keinen Gegensatz sehen und von der Demokratiefähigkeit muslimischer Gesellschaften überzeugt sind“. In der Begründung des Stiftungsrats für die Preisvergabe heißt es: „An die Stelle des Drohbildes vom ‚Zusammenprall der Kulturen‘ hat er das Hoffnungsbild kultureller Lerngemeinschaften gesetzt und solche Gemeinschaften in seinem Umkreis beispielhaft begründet. Er hat dem Frieden unter den Völkern einen Wurzelgrund gegeben.“

Von 1986 bis 2001 leitete Lepenies das Berliner Wissenschaftskolleg, wo er 1994 den Forschungsschwerpunkt „Moderne und Islam“ einführte. Ähnliche Einrichtungen wurden in den folgenden Jahren auch in osteuropäischen Ländern gegründet: das „Collegium Budapest“, das „New Europe College“ in Bukarest, die „Bibliotheca Classica“ in St. Petersburg sowie das „Centre for Advanced Study“ in Sofia. An diesen Gründungen hatte das Berliner Wissenschaftskolleg unter der Leitung Lepenies’ wesentlichen Anteil. Weitere Einrichtungen wurden in Afrika und im Nahen Osten gegründet. Im gleichen Jahr (1994) wurde auf Initiative des Wissenschaftskollegs der internationale Arbeitskreis „Moderne und Islam“ ins Leben gerufen. Dieser Arbeitskreis veranstaltet jährliche Sommerschulen in Ländern des Nahen Ostens, an denen ein reger Gedankenaustausch mit Islamwissenschaftlern aus aller Welt stattfindet. Eine große Zahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen begründeten den Ruf Lepenies’ als wissenschaftlichem Autor. Als sein soziologisches Hauptwerk gilt die 1985 erschienene Studie „Die drei Kulturen. Soziologie zwischen Literatur und Wissenschaft“. Zuletzt war der 1941 geborene Wolf Lepenies Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin.

Die Laudatio bei der Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche hielt der rumänische Philosoph Andrei Plesu. Er würdigte vor allem Lepenies’ Einsatz für den Frieden zwischen den Kulturen: „Der Frieden, den Lepenies möglich macht, ist nicht der Frieden eines engelhaften Redners, sondern der Frieden eines gut informierten und pragmatischen Experten“ und lobte dessen auf Wissen gegründetes Verständnis für die Probleme Osteuropas: „Nur sehr wenige unter den abendländischen Forschern haben solch ein exaktes und nuanciertes Verständnis des Ostens wie er.“

Bekannte vorherige Preisträger des Friedenspreises waren 2001 der deutsche Soziologe Jürgen Habermas und 2003 die US-amerikanische Schriftstellerin Susan Sontag.

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March 20, 2005

Die Leipziger Buchmesse 2005 wird eröffnet

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Messebesucher warten auf Einlass

Leipzig (Deutschland), 20.03.2005 – Am Donnerstag eröffnete unter dem Werbespruch „Vielseitig, nicht einseitig.“ die Leipziger Buchmesse für vier Besuchertage ihre Tore. In den Hallen 2-5 der Leipziger Messe stellten über 2.100 Aussteller aus 31 Ländern auf einer Gesamtfläche von 49.000 Quadratmetern ihre Frühjahrslektüre bis Sonntag aus. Mit 1.500 Veranstaltungen und über 1.000 mitwirkenden Personen ist sie die umfangreichste Leipziger Buchmesse, die jemals stattgefunden hat. Die vielen Stände reichten vom einfachen Stand mit Einheitsbande für den Verlagsnamen bis hin zu verzauberndem Einrichtungsambiente, welches an ein gemütliches Bücherstübchen erinnerte. Lesezeichen, bunte Werbebeutel und makelloses Corporate Design an aller Ware sollten den Besucher an den Lieblingsverlag erinnern oder zur Orientierung helfen, wo der regionale Fernsehsender zu finden ist, der Verein aus der Nachbarstadt für Fragen zur Verfügung steht.

interessierte Leser beim Aufbau-Verlag

Die Leipziger Buchmesse 2005 war ein buntes werbendes Schauspiel, ähnlich einer großen Werbelandschaft. Es ging für Besucher im Schwerpunkt darum zu flanieren, für die Verlage galt es, sich dem werbemittelhaschenden Kunden von morgen zu präsentieren, ihn zu beeindrucken – an den Kern des Verlagsziels oder inneren Denkens der Besucher kam man selten. Ein Teil der Besucher war mit einer kleinen Gabe unabhängig vom Absender völlig zu befriedigen.

Doch bei der Ansammlung einer so großen Zahl von Verlagen haben Interessierte auch einmal die Chance, sich als zukünftiger Autor den idealistischeren Vermarktungspartnern zu nähern, um ins Gespräch über Wünsche und Hürden zu kommen, als Leser sich in die tausende von Büchern sinken und den Kopf träumen zu lassen. Viele der interessiert suchenden Gesichter schienen trotz des großen Rummels zufrieden, die Stimmung war familiär. Für jeden Geschmack und Lebensabschnitt war etwas dabei.

Vom Programm her hatte die Messe sehr viel zu bieten. Neben dem seit 14 Jahren stattfindenden „Leipzig liest“ fand man ein Fachprogramm bestehend aus Lesungen und Podiumsdiskussionen, viele Fortbildungsmöglichkeiten, ein Programm für Kinder und Jugendliche sowie Hörbuch- und Reiseprogramme. Alle Veranstaltungen waren zeitlich strukturiert und übersichtlich und einfach über die Internetseite zu erreichen. Auch die Orientierung auf dem Messegelände war Dank übersichtlicher Karten, guter Beschilderung, vereinzelter elektronischer Standsuchmaschinen und freundlicher Informationsmitarbeiter einfach.

moderne Infrastruktur

Die Buchmesse Leipzig kam wie die letzten Jahre solide, umfangreich und international daher und war professionell in jeder Hinsicht – ob der Be„suchende“ am Rande der Menschenbäche immer fündig wurde, hängt zunehmend von der Ausprägung des so genannten Scheuklappenblicks ab.

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