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April 25, 2015

Verfahren gegen argentinische Präsidentin eingestellt

Verfahren gegen argentinische Präsidentin eingestellt

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Veröffentlicht: 18:08, 6. Mai 2015 (CEST)
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Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner

Buenos Aires (Argentinien), 25.04.2015 – Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner wird sich nicht vor Gericht wegen eines Attentats in Buenos Aires im Jahr 1994 zu verantworten haben. Das entschied der Staatsanwalt Javier de Luca. „Es hat keine Straftat gegeben“, erklärte er.

Vorgeworfen wurde Kirchner, dass sie nach dem Bombenanschlag auf ein jüdisches Zentrum mit 85 Toten die iranischen Verdächtigen aus Rücksicht auf den Iran vor Strafverfolgung hatte schützen wollen. Dies wäre durch ein 2013 unterzeichnetes Memorandum geschehen. Beschuldigt worden war sie von dem Sonderstaatsanwalt Alberto Nisman, der im Januar auf noch ungeklärte Weise ums Leben kam. Man hatte ihn erschossen in seiner Wohnung gefunden. In Frage steht, ob es sich dabei um Selbstmord handelte.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Argentiniens Ex-Diktator Videla zu lebenslanger Haft verurteilt (23.12.2010)

Wikinews-logo.svg   Präsidentin Kirchner in Argentinien vor Wahlniederlage (26.06.2009)

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April 19, 2012

YPF-Verstaatlichung führt zu Streit zwischen Madrid und Buenos Aires

YPF-Verstaatlichung führt zu Streit zwischen Madrid und Buenos Aires

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Veröffentlicht: 19.04.2012
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Buenos Aires (Argentinien) / Madrid (Spanien), 19.04.2012 – Die Pläne der argentinischen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner, den größten Teil des durch das spanische Unternehmen Repsol YPF gehaltenen Anteil an dem argentinischen Mineralölunternehmen YPF zu verstaatlichen, hat zu scharfer Rhetorik durch die spanische Regierung geführt. Argentinien habe „sich selbst in den Fuß geschossen“ und die Beziehungen beider Staaten beschädigt, verkündete der spanische Außenminister José Manuel García-Margallo. Ministerpräsident Mariano Rajoy bezeichnete die argentinischen Maßnahmen bei einem Staatsbesuch im mexikanischen Puerto Vallerta als „feindselig“ und „ohne Rechtfertigung, ohne jeglichen wirtschaftlichen Grund“ vorgenommen, kündigte „Vergeltung“ an und beschuldigte Argentinien, für „vergiftete Beziehungen“ der beiden Staaten verantwortlich zu sein.

In den Streit hat sich auch EU-Kommissionspräsident Jośe Barroso eingeschaltet, der sich von der argentinischen Regierung „ernsthaft enttäuscht“ zeigte. Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, erklärte, die argentinischen Pläne würden ein „sehr schlechtes Signal“ an ausländische Investoren senden. „Die Maßnahme schafft rechtliche Unsicherheit für alle Unternehmen aus der Europäischen Union und dem Ausland in dem Land“ und die Europäische Union würde alle möglichen Reaktionen prüfen. Der britische Außenminister William Hague sagte, dass Argentinien die Verpflichtungen verletze, die es gegenüber den G-20-Staaten eingegangen sei, insbesondere hinsichtlich der Verstärkung der Transparenz und der Verringerung des Protektionismus.

Argentiniens Staatspräsidentin hat die Kritik scharf zurückgewiesen. „Diese Präsidentin wird nicht auf irgendwelche Drohungen antworten… weil ich das argentinische Volk repräsentiere“, sagte sie. „Ich bin das Staatsoberhaupt, kein Halunke.“ Zwar muß der argentinische Kongress der Enteignung noch zustimmen, doch die argentinische Regierung hat bereits mit sofortiger Wirkung die Kontrolle von YPF übernommen. Die Geschäftsführung übernahm der stellvertretende Wirtschaftsminister Axel Kicillof. Die spanischen Manager des Konzerns hat die Regierung des Landes verwiesen.

Die argentinische Regierung hatte ihren Schritt damit begründet, YPF Repsol habe zuwenig in Argentinien investiert und zu wenig zur Erschließung der nationalen Ressourcen Argentiniens getan. Deswegen müsse das Land teuren Treibstoff aus dem Ausland einführen. Die Verstaatlichung diene dazu, die eigene Souveränität über Naturresourcen zurückzuerlangen. Ungeachtet der Aussagen der argentinischen Staatspräsidentin hatte Repsol unlängst in der Region Vaca Muerta im Westen des Landes die größten bisher weltweit bekannten Ölschiefervorkommen entdeckt.

Repsol YPF besaß bislang einen Anteil von 57,4 Prozent an dem früheren staatlichen Mineralunternehmen YPF, das während der Regierungszeit von Präsident Carlos Menem 1999 privatisiert worden war. Der Rest der Anteile befindet sich im Besitz der argentinischen Grupo Petersen (25,5 Prozent), der argentinischen Regierung (0,02 Prozent) sowie im börsengehandelten Streubesitz. Nach den Plänen der Regierung in Buenos Aires sollen 51 Prozent des Unternehmens so enteignet werden, dass der Anteil des spanischen Unternehmens Repsol YPF an dem argentinischen Unternehmen nur noch 6,4 Prozent beträgt. Die verstaatlichten Anteile sollen zwischen der argentinischen Bundesregierung und den Provinzregierungen aufgeteilt werden. Petersen und die börsengehandelten Anteile sollen von der Enteignung nicht betroffen sein.

Nach der Ankündigung der Verstaatlichung sind die Aktien von Repsol YPF (ISIN: ES0173516115) im Börsenhandel am Dienstag am Dienstag um sieben Prozent gefallen. Repsol YPF macht etwa ein Viertel seines Umsatze mit YPF. Rund 21 Prozent des Nettogewinns und 33,7 Prozent der Investitionen des Unternehmens werden nach Angaben von Repsol-Vorstand Antonio Brufau in Argentinien getätigt. Kirchner wolle mit der Verstaatlichung von den wirtschaftlichen und sozialen Problemen ihres Landes ablenken, sagte Brufau. Repsol hat angekündigt, eine Entschädigung in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar zu verlangen. Mach Angaben von Kicillof werden Argentinien Repsol nicht in dieser Höhe entschädigen.

Spanien und Argentinien haben traditionell gute Wirtschaftsbeziehungen. Unter anderem sind die beiden nach Marktkapitalisierung größten spanischen Unternehmen, Mobilfunkbetreiber Telefónica (ISIN: ES0178430E18) und die Großbank Santander (ISIN: ES0113900J37) stark in Argentinien engagiert. Präsidentin Kirchner hatte Investoren in dem südamerikanischen Land schon früher geschockt, etwa mit der Verstaatlichung privater Pensionsversicherungen und der Fluggesellschaft Aerolíneas Argentinas.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Argentinien
  • Portal:Spanien
  • Portal:Wirtschaft

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September 17, 2011

Zwei Zug- und Busunglücke in Argentinien: Elf Tote und über 300 Verletzte

Zwei Zug- und Busunglücke in Argentinien: Elf Tote und über 300 Verletzte

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Veröffentlicht: 17:30, 17. Sep. 2011 (CEST)
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Buenos Aires (Argentinien), 17.09.2011 – In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ist es am Dienstag zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen, an dem ein Bus und zwei Züge beteiligt waren. Dabei kamen neun Menschen am Unfallort im Stadtteil Flores zu Tode, weitere zwei starben noch am Unfalltag im Krankenhaus, es wird von 214 Verletzten berichtet, die in Krankenhäusern behandelt wurden. 20 bis 30 davon sind nach Angaben des Sprechers der Rettungskräfte schwer verletzt. Bei einem weiteren Unfall am Donnerstag gab es ebenfalls Verletzte.

Am Dienstag hat aus bislang ungeklärten Umständen ein Busfahrer offenbar ein Signal an einem Bahnübergang missachtet und passierte diesen trotz bereits heruntergelassener Schranken. Eine der Schranken soll sich nicht vollständig geschlossen haben. Die Polizei wollte diese Angaben zunächst nicht bestätigen. Da in Buenos Aires zahlreiche Gebäude nahe an die ebenerdigen Schienen heranreichen, können Autofahrer herannahende Züge oftmals erst spät sehen. Die Zuglinie Sarmiento verbindet den Bahnhof Once im Stadtzentrum von Buenos Aires mit den westlichen Vororten der Metropole. Nach Angaben eines staatlichen Bahnsprechers kollidierte ein vom Bahnhof Flores abfahrender Zug mit einem Linienbus und drückte ihn gegen einen Bahnsteig.

Die argentinische Verkehrsbehörde veröffentlichte Videoaufzeichnungen von Überwachungskameras. Dort ist zu sehen, dass der Zug durch die Kollision mit dem Bus entgleiste, fast auf die Seite kippte und auf das Gleis der Gegenrichtung geriet. Ein in diesem Moment entgegenkommender Zug fuhr frontal auf den noch rutschenden Zug auf. Die meisten der Todesopfer hatten im Bus gesessen.

Zwei Tage später ereignete sich kaum zwanzig Straßenblocks entfernt schon wieder ein Unfall, bei dem diesmal ein Linienbus erst mit einem Zementtransporter zusammengestoßen sei und die Straßenbahn dann gegen den Bus gefahren sei, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Glücklicherweise fuhr die Bahn vergleichsweise langsam, dennoch wurden 90 Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer jedoch nicht lebensgefährlich.

Vorbereitungen zur unterirdischen Verlegung der Trasse, die viele teils unübersichtliche Übergänge hat, liefen bereits vor den jüngsten Unglücken. Der Tunnelbau soll noch in diesem Jahr beginnen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Unfälle

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August 6, 2010

Überraschende Einigung von Mercosur

Überraschende Einigung von Mercosur – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Überraschende Einigung von Mercosur

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Veröffentlicht: 09:00, 6. Aug. 2010 (CEST)
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Buenos Aires (Argentinien), 06.08.2010 – Die Mitgliedsstaaten von Mercosur, dem gemeinsamen Markt Südamerikas, haben beim 39. Gipfeltreffen letzten Dienstag in San Juan, Argentinien, entgegen aller Erwartungen ein Zollabkommen vereinbart. Es wird erwartet, dass nun auch die Freihandelsgespräche mit der Europäischen Union zügiger als bisher vorangehen werden. Ein Freihandelsabkommen mit Ägypten wurde ebenfalls angekündigt.

Vor allem die Einigung zur Abschaffung des doppelten Zolls, der bisher erhoben wurde, wenn Waren von außerhalb des gemeinsamen Marktes in ein Mitgliedsland eingeführt und anschließend in ein weiteres Mitgliedsland weiterverkauft wurden, bedeutete den Durchbruch bei den Verhandlungen.

Der demnächst aus seinem Amt scheidende brasilianische Präsident Lula da Silva ist davon überzeugt, dass in Zukunft vor allem eine Erweiterung der Handelsgemeinschaft notwendig sein wird. Derzeit besteht der gemeinsame Markt Südamerikas aus den Mitgliedsländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay, den assoziierten Ländern Chile, Kolumbien, Peru und Ecuador sowie den beiden Beitrittskandidaten Venezuela und Bolivien. Aber auch ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union hat für den brasilianischen Präsidenten hohe Priorität. Die Gespräche zwischen den Mitgliedsstaaten von EU und Mercosur dauern mit Unterbrechungen bereits seit 1999, und eine Einigung würde eine der größten Freihandelszonen der Welt mit 700 Millionen Menschen und einem Handelsvolumen von 100 Milliarden Euro schaffen. Bisher scheiterte das Abkommen aber vor allem an der Furcht europäischer Landwirte und Agrarpolitiker vor billigen Fleischimporten aus den Mercosur-Staaten.

Sowohl die Präsidentin von Argentinien, Cristina Fernández de Kirchner, wie auch der uruguayische Präsident José Mujica zeigten sich hocherfreut über den positiven Abschluss der Verhandlungen.

Überschattet wurde der Gipfel allerdings vom Konflikt zwischen Venezuela und Kolumbien. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez ließ sich aus Krankheitsgründen entschuldigen und blieb dem Gipfel fern. Quellen aus Venezuela zufolge könnte ein Zusammenhang mit der Abwesenheit des Argentiniers Néstor Kirchner beim Treffen der Außenminister der Mitgliedsstaaten von UNASUR, der Union Südamerikanischer Nationen, am 29. Juli in Quito, Ecuador, bestehen. Néstor Kirchner wurde erst kürzlich zum ersten Generalsekretär von UNASUR gewählt, einer Organisationen die sich bei Konflikten zwischen ihren Mitgliedsstaaten einschalten sollte.

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April 27, 2010

Colonia-Dignidad-Gründer Paul Schäfer ist tot

Colonia-Dignidad-Gründer Paul Schäfer ist tot

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Veröffentlicht: 22:36, 27. Apr. 2010 (CEST)
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Buenos Aires (Chile), 27.04.2010 – Bei der Beisetzung des Colonia-Dignidad-Gründers Paul Schäfer ist es zu heftigen Protesten der Anwohner in unmittelbarer Nähe des Friedhofs gekommen. Der 88-Jährige verstarb an einer Herzkrankheit im Gefängnishospital in Santiago de Chile, wo er zu insgesamt 33 Jahren Haft – eine 20-jährige Freiheitsstrafe wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in 27 Fällen aus dem November 2004, weiterhin eine dreijährige Haftverlängerung wegen Folter von Kindern und Jugendlichen in 25 Fällen (Urteil vom 24. Mai 2006) sowie eine siebenjährige Gefängnisstrafenverlängerung (im November 2008) wegen Mordes und schließlich weitere drei Jahre wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und auch wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz (Urteil: 14. Mai 2009), verurteilt wurde. Er war dort seit dem Juli 2009 in stationärer Behandlung.

Bereits vor seiner Auswanderung nach Chile 1961 wurden gegen den ehemaligen Nazi-Korporal Vorwürfe des sexuellen Kindesmissbrauchs laut. Schäfers 1961 in Chile gegründete Colonia Dignidad war eine sektenartige Enklave, die der Geheimpolizei DINA des Militärdiktators Augusto Pinochet, der von 1973 bis 1990 in Chile herrschte, als Folter- und Konzentrationslager diente. Seine Einwohner behandelte Schäfer wie Zwangsarbeiter. Schäfer vergewaltigte viele Kinder und misshandelte seine Opfer körperlich und psychisch, unter anderem mit Elektroschocks. Auf dem Gelände der Colonia Dignidad wurden mindestens 120 Oppositionelle Pinochets ermordet. Schäfer tauchte unter, als seine Verbrechen nach dem Ende der Pinochet-Diktatur bekannt wurden, wurde jedoch 2005 festgenommen. Inzwischen wurde die Siedlung in „Villa Baviera“ umbenannt.

Quellen

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June 26, 2009

Präsidentin Kirchner in Argentinien vor Wahlniederlage

Präsidentin Kirchner in Argentinien vor Wahlniederlage

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Veröffentlicht: 13:55, 26. Jun. 2009 (CEST)
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Cristina Fernández de Kirchner bei Ihrer Amtseinführung am 10. Dezember 2007

Buenos Aires (Argentinien), 26.06.2009 – In Argentinien droht bei den am 28. Juni 2009 stattfindenden Teilwahlen des Kongresses dem Wahlbündnis „Frente Justicialista para la Victoria“ (FPV, dt. etwa „Gerechtigkeitsfront für den Sieg“) der amtierenden Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner eine Niederlage, die zum Verlust der absoluten Mehrheit im Parlament führen könnte. Nach letzten Umfragen liegt die FPV, ein Wahlbündnis rund um die dominierende peronistische Partei PJ, zwischen 30 und 35 Prozent. Ein solcher Wahlausgang würde den Verlust der absoluten Mehrheit der Regierungspartei im Parlament bedeuten. Nach dem argentinischen Politologen Rosendo Fraga ist die Wahl für Kirchner ein Stimmungstest zur Präsidentschaftswahl 2011.

Seit ihrer Amtsübernahme im Dezember 2007 sanken Kirchners Popularitätswerte deutlich. Ursachen sind die dramatische Inflation und Abwertung des Pesos gegenüber dem Dollar, die Erinnerungen an die Argentinienkrise 2001 aufkommen lassen, und Konlikte um die Besteuerung wichtiger landwirtschaftlicher Exportgüter wie Soja und Mais.

Neben dem Wahlbündnis „Acuerdo Civico y Social“ (ACyS) um Oppositionsführerin Elisa Carrió bekommt Kirchner zunehmend Konkurrenz aus den eigenen Reihen. Insbesondere der rechte Flügel der PJ geht auf Konfrontationskurs zur Präsidentin. Eine Gruppe von Abgeordneten um Francisco de Narváez sagte sich von der PJ los und tritt als eigene Partei Union-Pro an. In der Provinz Santa Fé tritt der ehemalige Rennfahrer Carlos Reutemann auf einer unabhängigen Liste der Peronisten an. Er gilt als möglicher parteiinterner Rivale Kirchner bei der Präsidentschaftswahl 2011. Die abtrünnigen Parteigänger der PJ eint der Protest gegen die linkspopulistische Amtsführung Kirchners, deren Politik an die Regierungszeit ihres Mannes und Amtsvorgängers Néstor Kirchner anknüpft. Dieser spielt bei der aktuellen Wahl eine wichtige Rolle. Er soll als Spitzenkandidat die besonders umkämpfte Provinz Buenos Aires, die mehr als ein Viertel der Abgeordneten stellt, für die FPV erobern.

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Quellen

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March 27, 2009

Argentinien: Kongress beschließt Vorverlegung der Parlamentswahlen

Argentinien: Kongress beschließt Vorverlegung der Parlamentswahlen

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Veröffentlicht: 16:43, 27. Mär. 2009 (CET)
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Buenos Aires (Argentinien), 27.03.2009 – Die Parlamentswahlen in Argentinien, die eigentlich im Oktober stattfinden sollten, werden auf den 28. Juni vorverlegt. Der argentinische Senat nahm am Abend des 26. März mit 42 Ja-Stimmen (37 waren notwendig) gegenüber 26 Nein-Stimmen den Gesetzesentwurf der regierungsnahen Wahlallianz Frente para la Victoria (FPV) an. Die Abgeordnetenkammer hatte dem Vorhaben bereits am 18. März mit deutlicher Mehrheit zugestimmt.

Bei den Wahlen wird die Hälfte der Sitze der Abgeordnetenkammer und ein Drittel der Senatorensitze erneuert. Sie gelten als wichtiger Stimmungstest für die Regierung Cristina Fernández de Kirchner. Es waren sogar Gerüchte aufgekommen, Fernández könne ihr Amt im Falle einer deutlichen Niederlage niederlegen. Der Plan für die Vorverlegung war von der Präsidentin bereits am 13. März angekündigt worden; die Zustimmung im Kongress galt wegen der großen regierungstreuen Mehrheit in beiden Kammern als Formsache.

Begründet wurde die Vorverlegung mit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die auch für das südamerikanische Land getroffen hat; insbesondere exportorientierte Branchen wie die Automobilindustrie hatten bereits starke Einbußen hinnehmen müssen. Vertreter des FPV argumentierten, angesichts dieser Umstände müsse eine „Wahlkampf-Rallye“ im Rest des Jahres vermieden werden. Zudem ist das Verhältnis der Regierung zu den mit der Opposition verbündeten Agrarverbänden, die die Senkung der Exportsteuern unter anderem für Sojabohnen fordern, weiterhin sehr angespannt. Am 26. März war ein siebentägiger Bauernstreik zu Ende gegangen.

Die Opposition hatte die Änderung scharf kritisiert, da damit in die Spielregeln der Demokratie eingegriffen werde. Ein Abgeordneter der sozialistischen Partei Proyecto Sur, Claudio Lozano, hatte die Verlegung als „von Opportunismus gekennzeichnetes Vorhaben“ bezeichnet, mit dem „das Schicksal der Argentinier dem Schicksal seiner Regierenden untergeordnet“ werde. Ansonsten waren die Abstimmungen in beiden Kammern jedoch weitgehend ruhig verlaufen.

Quellen

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February 21, 2009

Pius-Bruder und Holocaust-Leugner Williamson muss Argentinien verlassen

Pius-Bruder und Holocaust-Leugner Williamson muss Argentinien verlassen

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Veröffentlicht: 18:32, 21. Feb. 2009 (CET)
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Buenos Aires (Argentinien), 21.02.2009 – Der wegen seiner Holocaustleugnung international in die Kritik geratene Bischof Richard Williamson muss Argentinien verlassen. Der Bischof, der der erzkonservativen Priesterbruderschaft St. Pius X. angehört, leitete in der argentinischen Kleinstadt La Reja, in der Nähe von Buenos Aires, ein Priesterseminar der Bruderschaft. Nach dem aufsehenerregenden Interview, das Williamson am 1. November 2008 bei einem Aufenthalt in Deutschland einem schwedischen Fernsehsender gewährte, hatte die Priesterschaft dem Bischof allerdings die Leitung der Einrichtung entzogen. Williamson hatte in dem Interview die Zahl der in Nazi-Deutschland ermordeten Juden mit lediglich 200.000 bis 300.000 angegeben und die Existenz von Gaskammern zur Durchführung des Massenmordes an den Juden abgestritten. In Argentinien gilt die Leugnung des Holocaust nicht als Straftat. Die Behörden fanden nun einen legalen Grund, um die Androhung einer Ausweisung des Bischofs zu begründen. Seine Einreisepapiere seien nicht in Ordnung gewesen, als er 2003 nach Argentinien eingereist war, hieß es. Er hatte sich als Angestellter ausgegeben, während er in Wirklichkeit Priester war. Die argentinischen Behörden forderten Williamson auf, das Land bis spätestens Ende nächster Woche zu verlassen. Andernfalls würde eine Ausweisung erfolgen. Heute wurde bekannt, dass Williamson dem Verlangen der argentinischen Behörden nachkommen wird. Die argentinische Zeitung La Nación brachte eine entsprechende Meldung, in der sie sich auf die Leitung der Pius-Bruderschaft in Argentinien beruft. In welches Land er ausreisen wird, ist noch nicht bekannt. Wie verlautet, entscheidet darüber die Leitung der Pius-Bruderschaft in Europa.

Themenverwandte Artikel

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February 10, 2009

Pius-Bruderschaft setzt Williamson wegen Holocaustleugnung als Seminarleiter ab

Pius-Bruderschaft setzt Williamson wegen Holocaustleugnung als Seminarleiter ab

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Veröffentlicht: 08:09, 10. Feb. 2009 (CET)
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Buenos Aires (Argentinien), 10.02.2009 – Nach den Turbulenzen um die Äußerungen des britischen Bischofs Richard Williamson von der Priesterbruderschaft St. Pius X. gegenüber einem schwedischen Fernsehsender, in denen er den Holocaust relativiert und die Existenz von Gaskammern im „Dritten Reich“ bestritten hatte, zog die Pius-Bruderschaft nun Konsequenzen. Der Obere der Pius-Bruderschaft Argentiniens, Christian Bouchacourt, entzog dem umstrittenen Bischof die Leitung des Seminars der Priesterbruderschaft im argentinischen La Reja, wo Williamson tätig war. Laut der Homepage der Bruderschaft hat Williamson die Entscheidung zur Abberufung von der Leitung des Priesterseminars bereits am 31. Januar akzeptiert. Zur Begründung der Gemeinschaft erklärte die Bruderschaft, Williamsons Äußerungen zum Holocaust gäben „in keiner Weise die Position unserer Gemeinschaft wieder“.

Auch die deutsche Sektion der Piusbruderschaft zeigt sich inzwischen besorgt wegen Vorwürfen, die Bruderschaft vertrete antisemitische Positionen. Auf ihrer Homepage veröffentlichte die Bruderschaft eine Erklärung ihres Distriktoberen, Pater Franz Schmidberger, in der er sich vom Antisemitismus distanziert. Der Vorwurf des Antisemitismus verband sich vor allem mit dem Stichwort des Gottesmordes, den die Priesterbruderschaft gegenüber den Juden erhebt, weil diese die Kreuzigung Jesu Christi zuließen. Schmidberger schränkt den Vorwurf des Gottesmordes jedoch lediglich ein: „Die Aussage, die heutigen Juden trügen die Schuld ihrer Väter, muss auf jene Juden eingeschränkt werden, welche die Tötung Jesu Christi gutheißen. Ob heutige Juden dies tun, entzieht sich meiner Kenntnis.“ Vom Antisemitismus distanziert sich Schmidberger dann mit den Worten: „Unser Herr Jesus Christus ist seiner menschlichen Natur nach Jude, seine hochheilige Mutter ist Jüdin, alle Apostel sind Juden. Schon deshalb kann kein aufrechter Christ Antisemit sein.“

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Römisch-katholische Kirche

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July 23, 2007

Erdbeben erschüttern Argentinien und Brasilien

Erdbeben erschüttern Argentinien und Brasilien

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Veröffentlicht: 20:34, 23. Jul. 2007 (CEST)
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Epizentrum des Erdbebens, das den Norden Argentiniens erschütterte

Buenos Aires (Argentinien) / Brasília (Brasilien), 23.07.2007 – Zwei starke Erdbeben haben gestern den Norden Argentiniens sowie eine entlegene Region des Amazonas in Brasilien erschüttert.

Der Geologische Dienst der Vereinigten Staaten (USGS) meldete, dass das erste Beben um 9:27 Uhr Ortszeit (-3 UTC) 165 Kilometer von der Stadt Cruzeiro do Sul entfernt im Amazonas-Staat Acre stattgefunden und eine Stärke von 6,1 auf der Richter-Skala aufgewiesen habe.

Nach Aussage von Elio Murilo, einem Sergeant der Feuerwehr von Cruzeiro do Sul, war das Ereignis nicht zu spüren, und es wurden keine Opfer oder Sachschäden gemeldet. Die Erdbewegung fand in einer Tiefe von 632,9 Kilometern statt.

Um 12:34 Uhr Ortszeit (-3 UTC) erschütterte ein weiteres Erdbeben mit einer Stärke von 6,2 auf der Richter-Skala den Norden Argentiniens, was auch in einigen Städten Boliviens zu spüren war. Nach Aussage der USGS lag das Epizentrum in der Provinz Jujuy, 140 Kilometer östlich von Tarija (Bolivien) in einer Tiefe von 247 Kilometern. Die Behörden haben keine Opfer oder Sachschäden gemeldet.

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 21.07.2007.

Spanischsprachige Quelle Der englischsprachige Artikel, der Grundlage der Übersetzung ins Deutsche ist, ist eine Übersetzung des spanischsprachigen Artikels vom 21.07.2007.

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