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December 9, 2012

Rumänien: Parlamentswahlen haben begonnen

Rumänien: Parlamentswahlen haben begonnen

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Veröffentlicht: 18:33, 9. Dez. 2012 (CET)
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Bukarest (Rumänien), 09.12.2012 – Heute hat in Rumänien die Parlamentswahl begonnen. Etwa 18,3 Millionen Staatsbürger sind aufgefordert ihre Stimme abzugeben.

Analysten sagen einen klaren Sieg der Sozialliberalen Union (USL) von Ministerpräsident Victor Ponta voraus, mit bis zu 60 Prozent der Stimmen kann die USL zusammen mit dem Koalitionspartner Partidul Național Liberal (PNL) rechnen. Erste Ergebnisse werden am Montag erwartet. Staatspräsident Traian Basescu und Vicort Ponta ziehen in dem verarmten Land schon lange nicht mehr an einem Strang. Die Auseinandersetzungen mündeten im Juli 2012 in einen Amtsenthebungsverfahren gegen Basescu, das keine Mehrheit in der Bevölkerung fand. EU und USA äußerten damals Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit des Vorgehens.

Fernsehmoderator und Millionär Dan Diaconescu könnte mit seiner Partei, Partidul Poporului (PP-DD) auf 15 Prozent der Stimmen kommen. Die Wahlbeteiligung dürfte bei etwa 40 Prozent liegen. Präsident Traian Basescu hat angekündigt, im Falle eines Sieges von Victor Ponta, diesen nicht als Ministerpräsident zu nominieren. Andere Kandidaten dürften keine Mehrheit im Parlament finden. Nach zwei gescheiterten Regierungsbildungen muss eine Neuwahl stattfinden.

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  • Portal:Rumänien

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July 7, 2012

Rumänen: Präsident Traian Basescu droht Amtsenthebung

Rumänen: Präsident Traian Basescu droht Amtsenthebung

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Veröffentlicht: 14:16, 7. Jul. 2012 (CEST)
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Traian Băsescu (2008)

Victor Ponta (2010)

Bukarest (Rumänien), 07.07.2012 – Am Freitagabend hat sich das rumänische Parlament mit 256 zu 114 Stimmen dafür ausgesprochen, den Präsidenten Traian Basecu seines Amtes zu entheben. Innerhalb von 30 Tagen ist nun eine Volksabstimmung durchzuführen. Dabei wird das Volk mit einfacher Mehrheit die Entscheidung treffen, ob Basescu im Amt bleibt oder dieses räumen muss.

Bis zur Volksabstimmung, die spätestens am 29. Juli 2012 abgehalten werden muss, fungiert Senatssprecher Crin Antonescu als Übergangspräsident. Schwere Vorwürde erhebt die Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Victor Ponta gegen den bürgerlichen Traian Basescu, sie wirft ihm Anmaßung von Regierungsbefugnissen und politische Einflussnahme auf das Justizwesen des Landes vor. Das Verfassungsgerichts hatte in einem Urteil festgelegt, dass Basescu das Land beim EU-Gipfel vertreten sollte. Ministerpräsident Victor Ponta ignorierte das Urteil.

Erst vor kurzem, schon mit Hinblick auf das laufende Amtsenthebungsverfahren und die zu erwartende Volksabstimmung, wurde die Notverordnung Rumäniens geändert. So ist es jetzt nicht mehr nötig, dass die Hälfte der Wahlberechtigten an der Abstimmung teilnimmt, für die Entscheidung reicht die Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

In Kommentaren in Medien schlagen sich zwei Motive Pontas für die jetzt angestrebte Amtsenthebung nieder: Ponta nimmt an, Basecu habe zu viel Einfluss auf die Justiz. Ex-Ministerpräsident Adrian Nastase (2000-2004), sitzt seit kurzem wegen illegaler Parteienfinanzierung im Gefängnis. Das zweite ist Rache als Motiv, Ponta nimmt an, dass Basescu die vor kurzem aufgekommenen Plagiatsvorwürfe gegen ihn ins Rollen gebracht habe. Ponta soll 85 von insgesamt 400 Seiten seiner juristischen Doktorarbeit abgeschrieben haben.

Die EU-Kommission gab eine offizielle Stellungnahme zu den Vorkommnissen in Rumänien ab. Darin wurde die rumänische Regierung daran erinnert, dass Rechtsstaatlichkeit, demokratische Kontrolle und die Unabhängigkeit der Justiz „Eckwerte“ der europäischen Demokratie seien, die bei jedem politischen Handeln beachtet werden müssten. Besonders besorgt sei man über die schnelle Folge der Vorkommnisse.

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March 15, 2012

Bukarest: Oberschule bietet Unterricht in der Sprache Romani an

Bukarest: Oberschule bietet Unterricht in der Sprache Romani an

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Veröffentlicht: 18:28, 15. Mär. 2012 (CET)
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Roma-Mädchen

Bukarest (Rumänien), 15.03.2012 – Der rumänische Premier Mihai Ungureanu kündigte am Dienstag die Einrichtung einer Abteilung mit Unterricht in der Sprache Romani in einer Oberschule in Bukarest an.

In der Zukunft sollen in dem Gymnasium Kinder der Roma-Minderheit in ihrer Muttersprache unterrichtet werden und so zum Abitur gelangen. Die Initiative der Abgeordneten Varujan Pambuccian (Verband der in Rumänien lebenden Armenier) und Nicolae Paun (Partei der Roma) wird mit dem in der Regierungssitzung gefassten Beschluss umgesetzt. Mit Beginn des neuen Schuljahres im Herbst 2012 ist mit der Einrichtung der Klassen zu rechnen. Scheitern könnte das Vorhaben nur noch an der Finanzierung, 4 bis 5 Millionen Euro dürften die Kosten betragen. Von einigen Roma-Organisationen kam Kritik, die Einrichtung der Schule würde zu einer Zentralisierung des Unterrichts für Roma-Kinder führen.

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  • Portal:Rumänien

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March 2, 2012

Serbien wird EU-Beitrittskandidat

Serbien wird EU-Beitrittskandidat – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Serbien wird EU-Beitrittskandidat

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Veröffentlicht: 12:46, 2. Mär. 2012 (CET)
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Fahne der Europäischen Union

Brüssel (Belgien), 02.03.2012 – Die EU-Regierungschefs einigten sich darauf, Serbien den Status zum offiziellen Beitrittskandidaten zu verleihen. Zuletzt hatte sich Rumänien gegen eine Verleihung des Status verwahrt. Offiziell ging es um den Schutz der rumänischsprachigen Minderheit in Serbien, der Walachen. Zu Beitrittsverhandlungen wird es dennoch voraussichtlich vorerst nicht kommen, da der völkerrechtliche Status des Kosovo umstritten ist. Das Kosovo ist seinerseits potenzieller Beitrittskandidat. Serbien betrachtet das Kosovo als seine Provinz, während die Kosovo-Albaner es am 17. Februar 2008 für unabhängig erklärten und eine Regierung gebildet haben. Selbst von der Aufnahme der Beitrittsverhandlungen bis zum eigentlichen Beitritt kann es noch ein langer Weg sein: Kroatien benötigte neun Jahre von der Aufnahme der Verhandlungen bis zum voraussichtlichen Beitritt im Juni 2013, und die Türkei verhandelt bereits seit mehr als sechs Jahren.

Die Beitrittsverhandlungen mit Island sollen noch im März fortgesetzt werden. Über die Mitgliedschaft von Bulgarien und Rumänien in den Schengenraum wollen die EU-Regierungschefs im September erneut beraten.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Serbien wird den Status eines EU-Beitrittskandidaten erhalten (25.02.2012)

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December 9, 2009

Băsescu gewinnt Präsidentschafts-Stichwahl in Rumänien

Băsescu gewinnt Präsidentschafts-Stichwahl in Rumänien

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Veröffentlicht: 21:43, 9. Dez. 2009 (CET)
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Bukarest (Rumänien), 09.12.2009 –

Bei den Präsidentschaftswahlen in Rumänien traten am 6. Dezember der bürgerliche Amtsinhaber Traian Băsescu und der Sozialdemokrat Mircea Geoană in einer Stichwahl gegeneinander an. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis konnte sich Băsescu dabei mit 50,33 % der Stimmen äußerst knapp gegen Geoană durchsetzen. Damit ist Traian Băsescu der erste rumänische Präsident seit Ion Iliescu 1992, dem die direkte Wiederwahl gelang.

Die Sozialdemokraten werfen Băsescu und seinen Anhängern Wahlbetrug vor und wollen das Ergebnis gerichtlich anfechten.

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Băsescu gewinnt Präsidentschafts-Stichwahl in Rumänien

Veröffentlicht: 21:43, 9. Dez. 2009 (CET)
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Die Sozialdemokraten werfen Băsescu und seinen Anhängern Wahlbetrug vor und wollen das Ergebnis gerichtlich anfechten.

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November 23, 2009

Rumänien: Zweiter Wahlgang bei den Präsidentschaftswahlen erforderlich.

Rumänien: Zweiter Wahlgang bei den Präsidentschaftswahlen erforderlich.

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Veröffentlicht: 08:32, 23. Nov. 2009 (CET)
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Bukarest (Rumänien), 23.11.2009 – Bei den Präsidentschaftswahlen in Rumänien erreichten nach ersten Hochrechnungen Amtsinhaber Traian Băsescu von der bürgerlich orientierten PD-L etwa 33 Prozent und der Sozialdemokrat Mircea Geoană ca. 29 Prozent. Damit verfehlten sie die notwendige absolute Mehrheit deutlich. Beide werden sich am 6. Dezember 2009 in einer Stichwahl gegenüberstehen. Crin Antonescu von der Nationalliberalen Partei, der sich ebenfalls Hoffnungen gemacht hatte, die zweite Runde zu erreichen, liegt mit 22 Prozent deutlich abgeschlagen auf dem dritten Platz. Alle anderen der insgesamt zwölf Kandidaten erreichten jeweils weniger als fünf Prozent, darunter auch die als extremistisch angesehenen Politiker Corneliu Vadim Tudor von der Großrumänienpartei und George Becali von der Partei der Neuen Generation.

Die Parteien der beiden stimmenstärksten Kandidaten werfen sich gegenseitig Wahlbetrug vor, der durch mehrfache Stimmabgabe von Anhängern vonstatten gegangen sein soll.

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January 1, 2007

EU-Osterweiterung schreitet voran

EU-Osterweiterung schreitet voran – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

EU-Osterweiterung schreitet voran

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Artikelstatus: Fertig 21:19, 1. Jan. 2007 (CET)
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Brüssel (Belgien) / Sofia (Bulgarien) / Bukarest (Rumänien) / Ljubljana (Slowenien), 01.01.2007 – Bulgarien und Rumänien sind in der Nacht von Silvester 2006 auf Neujahr 2007 um Mitternacht Ortszeit (23:00 Uhr MEZ) der Europäischen Union beigetreten. Diese umfasst somit 27 Staaten. Währenddessen wird in Slowenien der Euro eingeführt.

Europäische Union relativ zur Welt

Beitritt Bulgariens und Rumäniens

Rumänien

Bereits Stunden vor der Aufnahme Rumäniens in die Europäische Union begannen in Bukarest am 31. Dezember 2006 die Feiern, wobei auch die Europaflagge vor dem Regierungssitz gehisst wurde. Dies wurde vom rumänischen Premier Calin Tariceanu als „historischer Moment“ bezeichnet. Präsident Traian Basescu sprach von einem „Augenblick großer Freiheit“. Er führte weiter aus, durch den EU-Beitritt erhalte Rumänien „Frieden und Wohlstand“. Während unter anderem EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn und der Präsident des Europarates Josep Borrell anwesend waren, wurde die Europahymne „Ode an die Freude“ gesungen.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sprach im rumänischen Sibiu (Hermannstadt) in Siebenbürgen von einem für Europa bedeutsamen Ereignis, das „eine immer noch offene Wunde des Kalten Krieges“ schließe und einen Prozess, „der mit der deutschen Wiedervereinigung“ angefangen habe, beende. Olli Rehn meinte, dass mit dem Beitritt „die letzten Reste der Berliner Mauer beseitigt“ würden. Sibiu ist eine europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2007.

Der deutsche Außenminister Steinmeier merkte an, das Land habe für den Beitritt einen langen und schwierigen Weg zurückgelegt.

Das Volk wurde von 1974 bis 1989 vom 1965 gewählten brutalen Diktator Nicolae Ceausescu, der in den 1980-ern die Wirtschaft ruinierte, unterdrückt. Dieser wurde 1989 zusammen mit seiner Frau bei einem Volksaufstand zum Tode verurteilt und hingerichtet. Nach der Einführung der Demokratie 1991 wurde Rumänien 1993 Vollmitglied des Europarats und beantragte 1995 die Aufnahme in die EU. Die Beitrittsverhandlungen begannen 2000. Am 26. Oktober 2006 wurde der EU-Beitritt von der EU-Kommission beschlossen.

Mehrere zehntausend Menschen feierten in der rumänischen Hauptstadt die Aufnahme in die Europäische Union mit einem großen Feuerwerk und Open-Air-Konzerten.

Europäische Union (politisch)

Bulgarien

In Bulgarien wurden auf öffentlichen Gebäuden Europaflaggen gehisst. Vor dem Beitritt wurden zusätzlich zu den bereits im Dezember 2002 stillgelegten Blöcken im Kernkraftwerk Koslodoui die beiden Kernreaktoren mit den Nummern 3 und 4 abgestellt, die als unsicher und technisch veraltet gelten. Nach Angaben des Energieversorgers NEC wird Bulgarien den Stromexport beenden, da der in den Reaktoren 5 und 6 erzeugte Strom nur für den Eigenbedarf ausreiche.

Mit dem EU-Beitritt müssen sich Bulgaren in Sfantu Gheorghe von einem alten Brauch verabschieden. Bisher wurden dort traditionell Schweine auf dem Dorfplatz geopfert. Nach EU-Vorschriften darf eine Schlachtung nur nach einer Einschläferung in einem Schlachthof stattfinden. Ein Dorfbewohner findet es „schade, dass die EU uns zwingt, diese Tradition aufzugeben, die von Generation zu Generation übertragen wurde“.

Tausende Menschen feierten in der Hauptstadt Sofia den Beitritt mit einer großen Party, Musik und Lichteffekten.

Vorbereitungen und Reaktionen

Für Bulgarien und Rumänien wurden Übergangsregelungen in Kraft gesetzt, die die Auswirkungen des Beitritts für andere Mitglieder der Europäischen Union abfangen sollen. Mit dem Beitritt der beiden Länder wuchs die EU um 30 Millionen Menschen auf 493 Millionen an.

Die beiden Länder hätten eigentlich bereits mit anderen Staaten am 1. Mai 2004 der Europäischen Union beitreten sollen. Damals scheiterte der Beitritt jedoch an Defiziten in der Kriminalitätsbekämpfung, besonders bei der Korruption und dem organisierten Verbrechen. Die Union reicht nun geografisch vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer.

Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage in Deutschland, die von der Tageszeitung „Die Welt“ in Auftrag gegeben und vom Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap durchgeführt wurde, lehnten von 1.000 telefonisch Befragten 530 die Erweiterung ab. Hingegen wurde von 39 Prozent die Erweiterung begrüßt. 48 Prozent meinten, dass die Osterweiterung für Deutschland langfristig von Nutzen sein werde. 42 Prozent der Befragten vermuten jedoch, dass die Vergrößerung der EU für Deutschland eher schädlich sei.

Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber warnte in einer Befragung zum Türkeibeitritt, dass die Bevölkerung der Europäischen Union bereits der Erweiterung um Bulgarien und Rumänien skeptisch gegenüberstehe und es auch eine psychologische, nicht nur wirtschaftliche und kulturelle, Frage sei, ob Kulturen und Länder zusammenpassten und die EU erweiterungsfähig sei. Es könne, so Stoiber, kein integriertes Europa geben, falls die Werte der Gesellschaft keinen inneren Zusammenhang hätten.

Euro-Einführung in Slowenien

Symbol des Euro

Slowenien hat unterdessen den Euro eingeführt. Die alte Währung Tolar wird bereits in zwei Wochen ihre Gültigkeit verlieren. Ab dem 15. Januar wird somit der Euro das alleinige gesetzliche Zahlungsmittel sein. Dies ist das erste Mal, dass die Umstellung in so kurzer Zeit geschieht. Für den Umtausch wurden 2,3 Milliarden Euro als Bargeld vorbereitet. Der Gouverneur der slowenischen Zentralbank, Mitja Gaspari, tauschte kurz nach Mitternacht die ersten Tolar in Euro um. Slowenien ist der 13. Mitgliedstaat der Europäischen Union, der den Euro einführt.

Insgesamt sind nun laut der Europäischen Zentralbank mehr als 610 Milliarden Euro als gesetzliches Zahlungsmittel im Umlauf. Die Österreichische Nationalbank gab sogar 630 Millarden Euro an. Zwischen zehn und 20 Prozent davon befinden sich außerhalb der Eurozone. In dieser ist der Euro für 312 Millionen Menschen gesetzliches Zahlungsmittel. Laut der Europäischen Zentralbank handelt es sich bei dem Geld um beinahe 11 Milliarden Banknoten im Gesamtwert von 595 Milliarden Euro sowie über 68 Milliarden Münzen im Wert von 18 Millarden Euro.

Themenverwandte Artikel

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June 29, 2006

Rumänien kündigt Abzug der Truppen aus dem Irak an

Rumänien kündigt Abzug der Truppen aus dem Irak an

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Artikelstatus: Fertig 21:28, 29. Jun. 2006 (CEST)
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Bukarest (Rumänien), 29.06.2006 – Nun hat – nach Italien und Japan – auch Rumänien den Abzug aus dem Irak angekündigt. Calin Tariceanu, der Regierungschef des Landes gab dies heute bekannt und begründete den Schritt mit den menschlichen und finanziellen Kosten. Die Basler Zeitung beschreibt in ihrem Artikel die Entscheidung für den Rückzug von gegenwärtig 890 rumänischen Soldaten als überraschenden Vorstoß, da der Präsident Traian Basescu den USA mehrfach versichert habe, die rumänischen Soldaten würden so lange wie nötig im Irak bleiben.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Irak

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January 1, 2006

Großbritannien gab EU-Ratspräsidentschaft an Österreich ab

Großbritannien gab EU-Ratspräsidentschaft an Österreich ab

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London (Vereinigtes Königreich) / Wien (Österreich), 01.01.2006 – Österreich hat heute die EU-Ratspräsidentschaft von Großbritannien übernommen. Der österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel fungiert dabei als Ratspräsident. In die sechsmonatige Präsidentschaft fallen folgende wichtige Entscheidungen: Die Verabschiedung des Finanzhaushaltes bis 2013 durch das Europaparlament, die Wiederbelebung der Diskussion über die Europäischen Verfassung und die Entscheidung über die Frage, ob Rumänien und Bulgarien der EU – wie vorgesehen – schon 2007 oder erst ein Jahr später beitreten können.

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