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February 16, 2009

Bezahlsender Premiere fährt Rekordverlust ein

Bezahlsender Premiere fährt Rekordverlust ein

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Veröffentlicht: 21:30, 16. Feb. 2009 (CET)
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München (Deutschland), 16.02.2009 – Die Verluste des Medienkonzerns Premiere AG, der in Deutschland und Österreich[1] ein Pay-TV-Unternehmen betreibt, stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr von 51,6 Millionen Euro auf 269,4 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr davor. Als Ursache der hohen Verluste gab ein Konzernsprecher Probleme mit der Verschlüsselung und die hohen internen Programmkosten an. Der Umsatz lag mit einer Steigerung von 937,2 auf 941,1 Millionen Euro zwar leicht im Plus, die Zahl der Abonennten ging jedoch von 2,534 Millionen im Vorjahr auf 2,399 Millionen zurück. Allein im 4. Quartal des Jahres 2008 verlor der Sender nach eigenen Angaben 12.000 Kunden. Dieser Rückgang wird ursächlich mit den Verschlüsselungsproblemen in Zusammenhang gebracht, die erst zum 10. November 2008 behoben werden konnten, wie aus einer Pressemitteilung des Senders hervorgeht. Die Aufwendungen des Konzerns stiegen auf 998,1 Millionen Euro gegenüber 853,6 Millionen Euro im Jahr 2007. Für das Jahr 2009 rechnet Premiere mit einem negativen Cashflow (Abfluss liquider Mittel) in Höhe von 250 bis 275 Millionen Euro. Insbesondere erwartete Mehraufwendungen für die Übertragungsrechte von Sportveranstaltungen stellt der Sender hier in Rechnung.

Im Dezember war der Medienkonzern nur knapp einer Insolvenz entgangen. Es gelang dem Vorstand des Konzerns jedoch mit dem Hauptinvestor Rupert Murdoch, dem 29 Prozent der Premiere-Aktien gehören, und den Banken eine neue Finanzierung auszuhandeln. Außerdem stehen offenbar laut Focus auch zwei zum Konzern gehörende Dokumentationskanäle (Discovery und Animal Planet) zur Disposition. Für das laufende Halbjahr rechnet der Sender mit einer Stabilisierung der Kundenzahl.

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  1. info.premiere.de

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Bezahlsender Premiere fährt Rekordverlust ein

Veröffentlicht: 21:30, 16. Feb. 2009 (CET)
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München (Deutschland), 16.02.2009 – Die Verluste des Medienkonzerns Premiere AG, der in Deutschland und Österreich[1] ein Pay-TV-Unternehmen betreibt, stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr von 51,6 Millionen Euro auf 269,4 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr davor. Als Ursache der hohen Verluste gab ein Konzernsprecher Probleme mit der Verschlüsselung und die hohen internen Programmkosten an. Der Umsatz lag mit einer Steigerung von 937,2 auf 941,1 Millionen Euro zwar leicht im Plus, die Zahl der Abonennten ging jedoch von 2,534 Millionen im Vorjahr auf 2,399 Millionen zurück. Allein im 4. Quartal des Jahres 2008 verlor der Sender nach eigenen Angaben 12.000 Kunden. Dieser Rückgang wird ursächlich mit den Verschlüsselungsproblemen in Zusammenhang gebracht, die erst zum 10. November 2008 behoben werden konnten, wie aus einer Pressemitteilung des Senders hervorgeht. Die Aufwendungen des Konzerns stiegen auf 998,1 Millionen Euro gegenüber 853,6 Millionen Euro im Jahr 2007. Für das Jahr 2009 rechnet Premiere mit einem negativen Cashflow (Abfluss liquider Mittel) in Höhe von 250 bis 275 Millionen Euro. Insbesondere erwartete Mehraufwendungen für die Übertragungsrechte von Sportveranstaltungen stellt der Sender hier in Rechnung.

Im Dezember war der Medienkonzern nur knapp einer Insolvenz entgangen. Es gelang dem Vorstand des Konzerns jedoch mit dem Hauptinvestor Rupert Murdoch, dem 29 Prozent der Premiere-Aktien gehören, und den Banken eine neue Finanzierung auszuhandeln. Außerdem stehen offenbar laut Focus auch zwei zum Konzern gehörende Dokumentationskanäle (Discovery und Animal Planet) zur Disposition. Für das laufende Halbjahr rechnet der Sender mit einer Stabilisierung der Kundenzahl.

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Quellen

  • focus.de: „Premiere stellt sich auf Durststrecke ein“ (16.02.2009)
  • faz.net: „Bezahlfernsehen: Rekordverlust bei Premiere“ (16.02.2009)
  • info.premiere.de: „Premiere veröffentlicht Jahresabschluss 2008 und Ergebnisse des 4. Quartals 2008“ (anonyme Anmeldung mit Ortsangabe erforderlich) (Aufruf der Seite am 16.02.2009)

Referenzen

  1. info.premiere.de
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January 30, 2008

Poker um Übertragungsrechte der deutschen Fußball-Bundesligen

Poker um Übertragungsrechte der deutschen Fußball-Bundesligen

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Veröffentlicht: 23:12, 30. Jan. 2008 (CET)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 30.01.2008 – Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat die Rechte zur Übertragung von Spielen der 1. Fußball-Bundesliga und der 2. Fußball-Bundesliga im Oktober 2007 an die Agentur Sirius des Medienunternehmers Leo Kirch verkauft. Die Agentur Sirius soll dabei sowohl für die Vermarktung der Bundesligarechte wie auch für die Produktion der Beiträge verantwortlich sein.

Der Bezahlfernsehsender Premiere besteht aber darauf, eigene Berichte über die Bundesliga zu produzieren. DFL und Sirius bestehen auf eine Zulieferung fertiger Fernsehbeiträge für den Bezahlsender Premiere. DFL-Geschäftsführer Seifert wies das zurück: „Premiere wird eine unternehmerische Entscheidung zu treffen haben.“

Sirius möchte mit seinem Vermarktungs- und Produktionsmodell vor allem Kabelnetzbetreiber gewinnen, denen eine eigene Produktion zu aufwändig wäre. Die großen Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) und Unitymedia haben wohl wenig Interesse am DFL-Angebot. Im Januar 2008 soll ein Treffen mit dem Kabelnetzbetreiber Orion stattgefunden haben.

Für die ARD-Sportschau ist entscheidend, ob die Bundesligaberichte schon vor der Tagesschau um 20:00 Uhr gezeigt werden können, weil nur so Werbeerlöse zur Refinanzierung der Bundesligarechte eingesetzt werden können. Auch dürften die Bundesligarechte nicht zu teuer werden. Ansonsten wolle die ARD auf ihr Recht zur Kurzberichterstattung über die Bundesliga zurückgreifen.

Die Deutsche Telekom will für die Internetrechte für T-Home Entertain maximal 40 Millionen bis 60 Millionen Euro zahlen.

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April 20, 2007

Premiere setzt die Vermarktung des Konkurrenzangebots „arena“ vorerst nicht fort

Premiere setzt die Vermarktung des Konkurrenzangebots „arena“ vorerst nicht fort

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Artikelstatus: Fertig 09:47, 20. Apr. 2007 (CEST)
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München (Deutschland), 20.04.2007 – Wie heute bekannt gegeben wurde, setzt der Pay-TV-Sender Premiere die Vermarktung der Bundesliga-Übertragungen seines Konkurrenten Arena via Satellit vorerst aus. Arena und Premiere hatten sich vor ungefähr zwei Monaten auf eine Zusammenarbeit verständigt. Man einigte sich darauf, dass sich Premiere um die Vermarktung der Satellitenübertragung des Arena-Programms kümmern soll.

Die nun vorerst eingestellte Zusammenarbeit sei die Folge einer Prüfung der Kartellbehörden, die länger dauere als erwartet, hieß es. Diese soll jedoch bis Ende Mai beendet sein. Zudem soll sich die Entwicklung nicht auf bereits abgeschlossene Verträge auswirken.

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December 22, 2005

Bundesliga: Keine Pay-TV-Rechte für „Premiere“

Bundesliga: Keine Pay-TV-Rechte für „Premiere“

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Frankfurt am Main (Deutschland), 22.12.2005 – Die TV-Rechte der Fußball-Bundesliga für die nächsten drei Jahre sind vergeben. Die ARD erhält wieder die Free-TV-Rechte für die Zusammenfassung am Samstag, die in der „Sportschau“ gezeigt wird.

Der Bezahl-Sender „Premiere“ hingegen verlor das Rennen um die Pay-TV-Rechte. Diese gingen an die Arena Sport Rechte und Marketing GmbH. Als direkte Folge dieser Entscheidung verlor die „Premiere“-Aktie bis zu 44 Prozent an Wert. Bereits am Montag verlor das Papier an Wert, nachdem mehrfach übereinstimmend berichtet wurde, dass die Chancen des Konsortiums gut ständen, die Pay-TV Rechte zu bekommen.

Quellen

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November 29, 2005

Premiere-Verschlüsselung wahrscheinlich geknackt

Premiere-Verschlüsselung wahrscheinlich geknackt

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Artikelstatus: Fertig 21:26, 29. Nov. 2005 (CET)
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Unterföhring (Deutschland), 29.11.2005 – Die seit 2003 vom Fernsehsender Premiere genutzte Verschlüsselung „Nagravision“, die von dem Schweizer Softwarehaus Kudelski entwickelt wurde, ist angeblich geknackt. Der Grund für die Spekulation ist ein Bericht der Internetplattform „Digitalfernsehen.de“, nach dem ungefähr 5.000 Karten im Umlauf seien, die die Verschlüsselung unwirksam machten.

Die Karten werden im Fachjargon „Smartcard“ genannt. Unter dem Produktnahmen „Cerebro“ werden sie zurzeit für 80 bis 100 Euro über diverse Händler verkauft. Über den Hersteller der Karten sowie, wann und wo der Code geknackt wurde, werden in dem Bericht keine Angaben gemacht. Die technischen Hintergründe sind noch nicht bekannt.

Quellen

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April 3, 2005

Formel 1 in der Wüste: Großer Preis von Bahrain 2005

Formel 1 in der Wüste: Großer Preis von Bahrain 2005

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Steckenverlauf in Bahrain

Sakhir (Bahrain), 03.04.2005 – An diesem Wochenende war es soweit: Die Formel 1 gibt ihr zweites Gastspiel in der Wüste von Bahrain, der dritte von 19 WM-Läufen der Saison 2005 findet in Sakhir in Bahrain statt. Im Vorjahr konnten die beiden Ferraripiloten Michael Schumacher und Rubens Barrichello einen Doppelsieg für das italienische Traditionsteam erringen, Jenson Button auf BAR-Honda komplettierte das Siegertreppchen.

Ausgangslage für 2005: Nachdem Dauerweltmeister Michael Schumacher, der zuletzt fünfmal in Folge die Fahrerweltmeisterschaft für sich entscheiden konnte, und sein Ferrariteam, das sechsmal in Folge die Konstrukteursweltmeisterschaft gewinnen konnte, mit Problemen in die Saison gestartet sind, konnten die ersten beiden Rennen von den Renault-Piloten Giancarlo Fisichella (Melbourne) und Fernando Alonso (Sepang) gewonnen werden. Ferrari ist lediglich auf Platz vier der Konstrukteurswertung, Michael Schumacher steht auf Platz elf der Fahrerwertung.

Ferrari mit neuem Auto: Aufgrund des schlechten Saisonstartes will Ferrari das Debüt des neuen F2005 um zwei Rennen vorziehen. Bereits in Sakhir werden Michael Schumacher und Rubens Barrichello mit ihrem neuen Auto unterwegs sein, als Ersatzauto steht erneut ein überarbeiteter F2004 bereit. Ein Nachteil ist allerdings, dass das neue Auto von den Einsatzfahrern nur sehr wenig getestet worden ist. Zudem steht ein mittelgroßes Fragezeichen hinter der Zuverlässigkeit der Boliden. Allerdings blieb dem Rennstall nach dem schlechten Saisonstart keine andere Wahl: Ferrari musste handeln, um den Anschluß an die WM-Spitze nicht völlig zu verlieren.

McLaren-Mercedes ohne Montoya: Weil er sich beim Tennisspielen einen Haarriss im Schulterblatt zugezogen hat, muss der Kolumbianer Juan Pablo Montoya pausieren. Er wird durch durch Pedro de la Rosa ersetzt. Der eigentliche Ersatzfahrer, Alexander Wurz, wird nur am Freitag ins Geschehen eingreifen, weil für den 1,86 Meter großen ehemalige Benetton-Pilot eine extralange Version des MP 4-20 gebaut werden muss. Da dieses Auto erst in der Woche vor dem Grand Prix fertiggestellt wurde, erhält Pedro de la Rosa den Vorzug, der bereits über 2.000 Kilometer mit dem Auto gefahren ist.

Renault in der Favoritenrolle: Nach einem hervorragenden Saisonstart gilt es für die Mannschaft um den schillernden Teamchef Flavio Briatore nun, diese Leistung zu bestätigen. Diese 56. Formel 1 Weltmeisterschaft ist mit 19 Rennen länger als jede andere der Vergangenheit, weswegen es besonders wichtig ist, seine Leistung zu konservieren. Vor dem Hintergrund des neuen Ferraris könnte es besonders schwer werden. Doch wer den Anspruch hat, Weltmeister zu werden, der muss alle anderen Teams regelmäßig besiegen.

Reifenkrieg: Aufgrund der neuen Reifenregelungen, wonach ein Satz Reifen das ganze Rennen halten muss und nicht mehr gewechselt werden darf, es sei denn, es liegt nachweislich ein Reifenschaden vor, hat Ferrari-Ausrüster Bridgestone zur Zeit wesentlich mehr Probleme als Konkurrent Michelin, die mit der geforderten längeren Haltbarkeitsdauer wesentlich besser zurechtzukommen scheinen. Hintergrund ist vermutlich, dass Michelin wesentlich mehr Teams unter Vertrag und damit mehr Testmöglichkeiten hat. Das ist allerdings aufgrund der Tatsache, dass Ferrari bei Bridgestone die unumstrittene Nummer Eins ist und alle anderen Teams sehen müssen, wie sie mit den Reifen klarkommen, nur allzu verständlich. Wenn Bridgestone seine Leistung nicht massiv steigern wird, ist es für Ferrari so gut wie unmöglich, Weltmeister zu werden. Wenn Bridgestone allerdings einen starken Reifen herstellt und der F2005 gut funktioniert, haben sie 17 Rennen vor Schluß noch alle Chancen.

Zeitplan: Am Freitag finden die ersten beiden freien Trainingssitzungen statt, die um 10:00 Uhr beziehungsweise 13:00 Uhr live auf Premiere und N-TV übertragen werden. Das zweite freie Training wird zusätzlich im ORF live übertragen.

Am Samstag wird es nach den beiden freien Trainings, die um 08:00 Uhr beziehungsweise 09:15 Uhr MESZ beginnen und live auf Premiere übertragen, um 12:00 Uhr erstmals richtig ernst: Die erste Qualifikationssitzung beginnt, die Fahrer gehen jeweils auf eine schnelle Runde. Neu in dieser Saison ist, dass die Zeiten aus der ersten Sitzung am Samstagmittag und aus der zweiten Sitzung am Sonntagmorgen addiert werden. Die Qualifikation wird live auf Premiere, RTL und im ORF übertragen.

Am Sonntag steigt schließlich das große Finale: Um 09:30 Uhr MESZ beginnt die zweite Qualifikation, die wie das Rennen, das um 13:30 Uhr beginnt, live auf Premiere, RTL und im ORF übertragen wird.

Freies Training am Freitag: Seit dieser Saison muss ein Rennmotor zwei komplette Rennwochenenden halten, weswegen der Freitag an Aussagekräftigkeit noch einmal verloren hat. Die Wichtigkeit des dritten Autos, das von den Teams, die im Vorjahr nicht auf den ersten vier Plätzen der Konstrukteurswertung landeten, eingesetzt werden darf, ist besonders wichtig. Die Bestzeit fuhr daher auch Toyota-Testfahrer Ricardo Zonta. Auf Platz zwei mit sechs Zehntelsekunden Rückstand kam allerdings schon Vorjahresweltmeister Michael Schumacher mit seinem neuen Ferrari F2005.

Das zweite freie Training stand ganz im Zeichen des McLaren-Mercedes-Testfahrers Alexander Wurz, der sich keine Sorgen um die Haltbarkeit seines Motors machen musste. Mit 1:30,695 Minuten fuhr er die schnellste Runde des Freitags. Damit hat er die Vormittagszeit um zirka 0,8 Sekunden unterboten. Ansonsten bestätigten die Renaults ihre Favoritenrolle mit den Plätzen zwei und sieben. Für Ferrari war nur Platz fünf für Michael Schumacher drin. Rubens Barrichello hatte Getriebeprobleme und konnte nicht teilnehmen. Erneut scheinen also die Renaults in der Favoritenrolle, während Ferrari mit Problemen zu kämpfen hat. Ein großes Fragezeichen steht hinter McLaren-Mercedes, die zwar die Geschwindigkeit haben, diese allerdings bislang nur schwer umsetzen konnten. Im ersten freien Training hatte Alexander Wurz einen Elektronikschaden, der ihn zu einem Abflug zwang. Am Samstag findet die erste Qualifikation statt.

Vielen Fans ist negativ aufgefallen, dass die Live-Übertragung bei N-TV fast vollständig ausfiel. Stattdessen wurden Berichte über den Gesundheitszustand von Papst Johannes Paul II. in einer Endlosschleife wiederholt. Für die Sessions am Samstag und am Sonntag, die im deutschen Free-TV auf RTL gezeigt werden, ist das allerdings nicht zu erwarten.

Erste Qualifikation am Samstag: Am Samstagmittag fand die erste Qualifikationssession statt. Die vorläufige Pole-Position sicherte sich Fernando Alonso auf Renault mit einer Bestzeit von 1,29,848 Minuten. Zweiter wurde zunächst Jarno Trulli auf Toyota mit 0,145 Sekunden Rückstand. Michael Schumacher wurde im neuen Ferrari Dritter, er hat 0,389 Sekunden Rückstand.

Nick Heidfeld auf Williams-BMW wurde Vierter, Giancarlo Fisichella im zweiten Renault ist auf Platz fünf. Der zweite Williams-BMW Pilot, Mark Webber, wurde Sechster vor Silberpfeil-Pilot Kimi Räikkönen, dessen Ersatzteamkollege Pedro de la Rosa auf Platz neun steht. Christian Klien auf Red-Bull steht damit auf Platz acht im Silberpfeil-Sandwich. Felipe Massa auf Sauber komplettiert die Top Ten. Ralf Schumacher auf Toyota ist elfter, Patrick Friesacher auf Minardi ist zwanzigster.

Ergebnis Qualifikation Samstag:

Pos. No. Fahrer Team Zeit
1 5 Fernando Alonso Renault 1:29.848
2 16 Jarno Trulli Toyota 1:29.993
3 1 Michael Schumacher Ferrari 1:30.237
4 8 Nick Heidfeld Williams-BMW 1:30.390
5 6 Giancarlo Fisichella Renault 1:30.445
6 7 Mark Webber Williams-BMW 1:30.592
7 9 Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes 1:30.594
8 15 Christian Klien Red Bull Racing 1:30.646
9 10 Pedro de la Rosa McLaren-Mercedes 1:30.725
10 12 Felipe Massa Sauber-Petronas 1:30.933
11 17 Ralf Schumacher Toyota 1:30.952
12 3 Jenson Button BAR-Honda 1:30.957
13 4 Takuma Sato BAR-Honda 1:31.113
14 14 David Coulthard Red Bull Racing 1:31.211
15 2 Rubens Barrichello Ferrari 1:31.826
16 11 Jacques Villeneuve Sauber-Petronas 1:32.318
17 19 Narain Karthikeyan Jordan-Toyota 1:33.190
18 18 Tiago Monteiro Jordan-Toyota 1:33.424
19 21 Christijan Albers Minardi-Cosworth 1:34.005
20 20 Patrick Friesacher Minardi-Cosworth 1:34.848

Trulli mit Sympathiebekundung für den Papst: Am Rande fiel auf, dass der italienische Toyota-Pilot Jarno Trulli an diesem Wochenende ein ganz besonderes Helmdesign hat: Er hat sich „G.P. II“ und ein Herz auf seinen Helm malen lassen. „G.P.II“ steht für Giovanni Paulus II., den italienischen Papstnamen Karol Wojtylas, der am Samstagabend gestorben ist.

Zweite Qualifikationseinheit am Sonntagmorgen: Erneut steht ein Renault auf der Pole-Position: Der Spanier Fernando Alonso konnte sich vor Michael Schumacher auf Ferrari den ersten Startplatz sichern. Jarno Trulli auf Toyota und Nick Heidfeld auf Williams-BMW stehen in der zweiten Reihe. Mark Webber im zweiten Williams-BMW steht gemeinsam mit Ralf Schumacher auf Toyota in der dritten Startreihe. Die beiden Silberpfeile von Pedro de la Rosa und Kimi Räikkönen stehen auf den Plätzen acht und neun. Vor ihnen steht Christian Klien auf Red Bull. Aufgrund eines Fahrfehlers in seiner schnellen Runde muss sich Giancarlo Fisichella im zweiten Renault mit dem zehnten Startplatz zufriedengeben.

Ergebnis Qualifikation Sonntag:

Pos. No. Fahrer Team Gesamtzeit
1 5 Fernando Alonso Renault 3:01.902
2 1 Michael Schumacher Ferrari 3:02.357
3 16 Jarno Trulli Toyota 3:02.660
4 8 Nick Heidfeld Williams-BMW 3:03.217
5 7 Mark Webber Williams-BMW 3:03.262
6 17 Ralf Schumacher Toyota 3:03.271
7 15 Christian Klien Red Bull Racing 3:03.369
8 8 Pedro de la Rosa McLaren-Mercedes 3:03.373
9 7 Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes 3:03.524
10 6 Giancarlo Fisichella Renault 3:03.765
11 3 Jenson Button BAR-Honda 3:04.348
12 12 Felipe Massa Sauber-Petronas 3:05.202
13 4 Takuma Sato BAR-Honda 3:05.563
14 14 David Coulthard Red Bull Racing 3:05.844
15 2 Rubens Barrichello Ferrari 3:07.693
16 11 Jacques Villeneuve Sauber-Petronas 3:07.983
18 18 Tiago Monteiro Jordan-Toyota 3:09.428
17 19 Narain Karthikeyan Jordan-Toyota 3:10.143
19 21 Christijan Albers Minardi-Cosworth 3:10.422
20 20 Patrick Friesacher Minardi-Cosworth 3:11.261

Das Rennen: Auch beim dritten WM-Lauf 2005 konnte ein Renault gewinnen, zum zweiten Mal der Spanier Fernando Alonso, der mit 26 Punkten nun mehr und mehr zum WM-Favoriten wird. Zweiter wurde, wie schon in Malayisa vor 14 Tagen, der Italiener Jarno Trulli auf Toyota. Dessen Teamkollege Ralf Schumacher wurde Vierter, was für Toyota das beste Ergebnis seiner Teamgeschichte bedeutet. Kimi Räikkönen auf McLaren-Mercedes wurde Dritter, sein Teamkollege Pedro de la Rosa, der den verletzten Juan Pablo Montoya ersetzt, errang auf Platz fünf vier WM-Punkte. Dass er in Imola erneut im Silberpfeil sitzen wird, ist unwahrscheinlich: Selbst wenn Montoya nicht wieder fit sein sollte, würde vermutlich Alexander Wurz einspringen, der mit 1,86 Meter zu groß für den MP 4-20 ist. Eine Longversion wurde in der vergangenen Woche fertiggestellt, beim nächsten Rennen in drei Wochen ist davon auszugehen, dass der Österreicher Montoya ersetzen könnte.

Mark Webber auf Williams-BMW, Felipe Massa auf Sauber-Petronas und David Coulthard auf Red Bull komplettieren die Punkteränge. Der kanadische Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve hatte bis kurz vor Schluss Ambitionen auf den achten Platz, bis er von David Coulthard touchiert wurde und nach einem Aufhängungsschaden aufgeben musste.

Ferrari im Pech: Für Ferrari ist es erneut ein schwarzes Wochenende. Obwohl der F2005 ein Schritt nach vorne zu sein scheint, war das Rennen für Michael Schumacher bereits nach 13 Runden mit einem Hydraulikschaden beendet, Rubens Barrichello fiel im Laufe des Rennens mehr und mehr zurück. Am Ende blieb nur Platz neun, außerhalb der Punkte.

Endergebnis:

Pos. Fahrer Team Zeit
1 5 Fernando Alonso Renault 1h29min18,531 sek
2 16 Jarno Trulli Toyota +13.4 sek
3 9 Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes +32.0 sek
4 17 Ralf Schumacher Toyota +53.2 sek
5 10 Pedro de la Rosa McLaren-Mercedes +64.9 sek
6 7 Mark Webber Williams-BMW +74.7 sek
7 12 Felipe Massa Sauber-Petronas +1 Runde
8 14 David Coulthard Red Bull Racing +1 Runde
9 2 Rubens Barrichello Ferrari +1 Runde
10 18 Tiago Monteiro Jordan-Toyota +2 Runden
11 11 Jacques Villeneuve Sauber-Petronas +3 Runden
12 20 Patrick Friesacher Minardi-Cosworth +3 Runden
13 21 Christijan Albers Minardi-Cosworth +4 Runden
ausgeschieden 3 Jenson Button BAR-Honda +11 Runden
ausgeschieden 4 Takuma Sato BAR-Honda +30 Runden
ausgeschieden 8 Nick Heidfeld Williams-BMW +32 Runden
ausgeschieden 1 Michael Schumacher Ferrari +45 Runden
ausgeschieden 6 Giancarlo Fisichella Renault +53 Runden
ausgeschieden 19 Narain Karthikeyan Jordan-Toyota +55 Runden
ausgeschieden 15 Christian Klien Red Bull Racing +57 Runden

Ausblick: Die Formel 1 hat jetzt drei Wochen Pause. Erst am 24. April wird der Europaauftakt, der Große Preis von San Marino im italienischen Imola stattfinden.

Fahrerwertung:

Fahrer Team Punkte AUS MAL BRN
1. Alonso Renault 26 6 10 10
2. Trulli Toyota 16 8 8
3. Fisichella Renault 10 10
4. R. Schumacher Toyota 9 4 5
4. Coulthard Red Bull Racing 9 5 3 1
6. Barrichelo Ferrari 8 8
6. Montoya McLaren 8 3 5
8. Webber Williams 7 4 3
8. Räikkönen McLaren 7 1 6
10. Heidfeld Williams 6 6
11. de la Rosa McLaren 4 4
12. Klien Red Bull Racing 3 2 1
13. M. Schumacher Ferrari 2 2
14. Massa Sauber 2 2

Konstrukteurswertung:

Team Punkte
1. Renault 36
2. Toyota 25
3. McLaren 19
4. Williams 13
5. Red Bull Racing 12
6. Ferrari 10
7. Sauber 2

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December 25, 2004

Wegen Programmzeitschrift: Heinrich Bauer Verlag klagt gegen Premiere

Wegen Programmzeitschrift: Heinrich Bauer Verlag klagt gegen Premiere

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Hamburg (Deutschland), 25.12.2004 – Der Heinrich Bauer Verlag hat gegen den Bezahlfernsehsender Premiere Klage eingereicht.

Der Verlag fordert Schadenersatz in Millionenhöhe, da Premiere seinen Kunden die im Axel Springer Verlag erscheinende Programmzeitschrift „TV Digital“ anbietet.

„Premiere missbraucht seine marktbeherrschende Stellung beim digitalen Bezahlfernsehen, um den Wettbewerb bei den Programmzeitschriften zu behindern.“, zitierte die „Financial Times Deutschland“ am Donnerstag Verlagsgeschäftsführer Andreas Schoo.

Mit der Klage möchte der Verlag erreichen, dass Premiere auch Programmzeitschriften anderer Verlage zusammen mit einem Premiere-Abo anbietet.

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