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October 15, 2006

Bundesmarine übernimmt Kommando für den UNIFIL-Einsatz vor der libanesischen Küste

Bundesmarine übernimmt Kommando für den UNIFIL-Einsatz vor der libanesischen Küste

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Artikelstatus: Fertig 23:06, 15. Okt. 2006 (CEST)
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Limassol (Zypern), 15.10.2006 – Die deutschen Kriegsschiffe vor der Küste des Libanons übernahmen heute in einer feierlichen Zeremonie auf dem italienischen Flugzeugträger Giuseppe Garibaldi das Kommando über den Teil der UNIFIL-Mission, der vor der libanesischen Küste stattfindet. Die rund 1.500 deutschen Soldaten sind auf zwei Fregatten, vier Schnellbooten und zwei Versorgungsschiffen stationiert. Aufgabe der Flotille ist die Unterbindung von Waffenschmuggel für die Hisbollah-Miliz; hierfür ist auch die Anwendung von Waffengewalt freigegeben.

Die UNIFIL-Mission findet aber nicht nur vor der Küste statt, sondern auch im Süden des Libanon auf dem Land. Die nördliche Grenze ist dabei der Litani-Fluss. Die Mission läuft bereits seit 1978.

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October 6, 2006

Einsatz der Deutschen Marine im Rahmen der UNIFIL beginnt am 18. Oktober

Einsatz der Deutschen Marine im Rahmen der UNIFIL beginnt am 18. Oktober

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Lage Zyperns

Berlin (Deutschland) / Limassol (Zypern), 06.10.2006 – Der deutsche Verteidigungsminister, Franz Josef Jung (CDU), teilte gestern in Berlin mit, der UNIFIL-Einsatz der Deutschen Marine vor den Küsten des Libanon beginne am 18. Oktober. Deutsche Schiffe waren am Mittwoch in ihrem Stützpunkthafen Limassol auf Zypern eingetroffen, nachdem sie am 21. September aus Wilhelmshaven ausgelaufen waren. Das Führungsschiff des deutschen UNIFIL-Kontingents ist die „Mecklenburg-Vorpommern“. Der Auftrag der acht deutschen Schiffe, unter denen sich zwei Fregatten (neben der „Mecklenburg-Vorpommern“ die Fregatte „Karlsruhe“), vier Schnellboote („Hyäne“, „Dachs“, „Ozelot“ und „Nerz“) und zwei Versorgungsschiffe befinden, lautet: „Unterbindung des Waffenschmuggels der Hisbollah-Miliz auf dem Seewege in den Libanon“. Im Einsatzbefehl der UNO heißt es wörtlich: „Die UNO-Truppen im Südlibanon sind befugt, Gewalt gegen feindliche Aktionen jeder Art anzuwenden.“ Die konkrete Beschlagnahme von Waffenlieferungen obliegt jedoch den libanesischen Streitkräften.

Zurzeit liegen die deutschen Kriegsschiffe noch im Hafen Limassol. Vor dem Beginn ihres Einsatzes müssen noch kleinere Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Neben der deutschen Bundesmarine sind Seestreitkräfte aus den Niederlanden, Norwegen, der Türkei, Bulgarien, Griechenland und Dänemark an dem Einsatz beteiligt, insgesamt rund 2.200 Soldaten. Das vom Bundestag beschlossene UNIFIL-Mandat dauert bis August 2007. Der israelische Ministerpräsident Schimon Peres sagte am Mittwoch, der Einsatz der Bundesmarine könne möglicherweise früher abgeschlossen werden als erwartet, wenn die libanesische Armee die Sicherung der libanesischen Küste selbst übernehmen könne. Peres brachte erneut seine Wertschätzung für den Einsatz der Bundesmarine zum Ausdruck.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hatte in einem Interview mit dem Spiegel bestritten, dass die Mission der UNIFIL vor der Küste eine realistische Chance auf Erfolg habe. Die Hisbollah habe das Recht auf Bewaffnung und besitze gegenwärtig schon mehr Waffen als genug. Syrien gilt als Hauptunterstützer der radikal-islamischen Hisbollah.

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