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December 15, 2008

Mordanklage gegen George W. Bush nach Beendigung seiner Amtszeit möglich

Mordanklage gegen George W. Bush nach Beendigung seiner Amtszeit möglich

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Veröffentlicht: 15:01, 15. Dez. 2008 (CET)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 15.12.2008 – Weil George W. Bush den Irakkrieg unter falschem Vorwand angezettelt haben soll, hat Staranwalt Vincent Bugliosi darüber nachgedacht, den US-Präsidenten nach Ende seiner Amtszeit und der damit verbundenen Aufhebung der politischen Immunität wegen Mordes anzuklagen. Der Anwalt begründete dies wie folgt: Wenn die Anklage beweisen könne, dass der Irak-Krieg unter einem falschen Vorwand begonnen worden sei, dann wäre der Tod all der gefallenen Soldaten nicht gerechtfertigt und deshalb Mord.

Der 74-Jährige hatte bereits zuvor ein Buch veröffentlicht, in dem er seine Argumente darlegt und das in den Vereinigten Staaten zum Bestseller avancierte. Er fordert, dass die Vereinigten Staaten wieder die „großartige Nation [werden], die sie einst waren und wieder werden können“. Die Anklage soll der erste Schritt in diese Richtung sein.

Dick Cheney und Donald Rumsfeld werden sich voraussichtlich wegen Folter verantworten müssen. In einem aktuellen Senatsbericht wird die direkte Verantwortung von Rumsfeld für die Folterungen in den Gefängnissen in Afghanistan und im Irak genannt.

Von politischen Beobachtern werden die Erfolgsaussichten eines solchen Versuchs, den dann ehemaligen US-Präsidenten strafrechtlich für die im Irakkrieg gefallenen US-Soldaten zur Verantwortung zu ziehen, als gering eingeschätzt.

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April 15, 2007

Einkommen: Cheney verdient mehr als Bush

Einkommen: Cheney verdient mehr als Bush

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Artikelstatus: Fertig 22:21, 15. Apr. 2007 (CEST)
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Washington, D. C. (Vereinigte Staaten), 15.04.2007 – Heute legten US-Präsident George W. Bush und sein Vize Richard Cheney ihre Einkünfte offen. Demnach kommen Bush und seine Frau Laura auf umgerechnet 475.000 Euro zu versteuernde Einkünfte; das Ehepaar Cheney auf rund 1.200.000 Euro.

Im Gegensatz zu Bush bekommt Cheney noch eine Rente, die aus seiner Zeit in der Wirtschaft stammt. Auch seine Frau Lynne verdient mit: Sie arbeitet in einem Forschungsinstitut für Politik und erhält zusätzlich Tantiemen aus der Veröffentlichung eines Buches.

Nach dem amerikanischen Gesetz müssen einige Politiker nicht nur Teile ihrer Einkünfte offenlegen, sondern auch die des Ehepartners. Der „Ethics in Government Act“ wurde 1978 verabschiedet als Folge des Watergate-Skandals.

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February 28, 2007

Explosion bei Truppenbesuch von US-Vizepräsident

Explosion bei Truppenbesuch von US-Vizepräsident

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Artikelstatus: Fertig 23:18, 28. Feb. 2007 (CET)
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U.S.-Vizepräsident Dick Cheney

Bagram (Afghanistan), 28.02.2007 – Ein Selbstmordanschlag am afghanischen Flughafen von Bagram hat nach Medienberichten am 27. Februar 2007 um 10:30 Uhr Ortszeit mindestens 19 Menschen das Leben gekostet. Das Büro von Hamid Karzai sagte, dass es 23 Tote und 20 Verletzte gegeben habe.

Qary Yousef Ahmadi, der behauptet, ein Taliban-Anführer zu sein, sagte, dass US-Vizepräsident Dick Cheney das Ziel des Angriffs gewesen sei. Cheney hatte der Basis von Bagram einen Überraschungsbesuch abgestattet und saß gerade mit US-Generälen beim Frühstück, als der Sprengsatz am Eingang der Basis gezündet wurde. Kurze Zeit nach der Explosion wurde er in einen Luftschutzbunker gebracht, in dem er wartete, bis die Situation sich entschärft hatte. Nach Berichten des Radiosenders Inforadio (rbb) bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für den US-Vizepräsidenten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Afghanistan

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September 9, 2006

Geheimdienstausschuss des US-Senats: Keine Verbindung Saddams zu al-Qaida

Geheimdienstausschuss des US-Senats: Keine Verbindung Saddams zu al-Qaida

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Artikelstatus: Fertig 22:12, 9. Sep. 2006 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 09.09.2006 – Die Argumentationsgrundlage, mit der die US-Regierung den Krieg gegen den Irak als „Krieg gegen den Terror“ rechtfertigte, ist hinfällig. Diese Ansicht vertreten führende Politiker der Demokratischen Partei nach der Veröffentlichung eines Berichts einer Untersuchungskommission des US-Senats über die geheimdienstliche Absicherung der von der Bush-Regierung vertretenen Argumentation im Vorfeld des Irakkrieges, die den Weg zu dem Eingreifen der USA im Irak ebnete.

Nachdem die US-Regierung bereits im Januar 2005 die Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak offiziell aufgegeben hatte, ist nun auch das zweite wesentliche Argument, das den Krieg gegen den Irak rechtfertigen sollte, gefallen. Der Senatsausschuss kommt in seinem gestern veröffentlichten Untersuchungsbericht zu dem Schluss, eine Verbindung zwischen dem ehemaligen irakischen Diktator Saddam Hussein und der Terrororganisation al-Qaida, die unter anderem für den Anschlag auf das World-Trade-Center verantwortlich gemacht wird, habe es nie gegeben. Tatsächlich habe Saddam dem al-Qaida-Netzwerk misstraut und die islamistischen Terroristen als Gefahr für sein Regime angesehen. Versuche des Terrornetzwerks, gemeinsame Treffen zu arrangieren, seien von der irakischen Führung zurückgewiesen worden. Auch eine Verbindung zwischen dem irakischen Regime und dem jordanischen Terroristen Abu Musab az-Zarqawi, wie von Vizepräsident Richard Cheney behauptet, habe es nicht gegeben. Vielmehr habe Saddam Hussein versucht, den Jordanier gefangen zu nehmen, das sei ihm jedoch nicht gelungen.

Der Bericht ist eine Fortsetzung einer Untersuchung der Arbeit der US-amerikanischen Geheimdienste bezüglich ihrer Einschätzung des Saddam-Regimes, in der die Kommission im Juli 2004 zu dem Schluss gekommen war, die wesentlichen geheimdienstlichen Beurteilungen des irakischen Programms zur Produktion von Massenvernichtungswaffen (wie sie in dem Bericht „Iraq’s Continuing Programs for Weapons of Mass Destruction“ vom Oktober 2002 zu Ausdruck gebracht worden waren) entweder übertrieben waren oder nicht mit den ermittelten Fakten in Einklang standen. Auch in dem jetzt veröffentlichten zweiten Teil des Berichts, heißt es, der Irak habe sein Atomprogramm nicht wieder aufgenommen noch habe er Biowaffen besessen oder produziert.

Der Bericht des Senatsausschusses kommt für Präsident George W. Bush zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da der fünfte Jahrestag des Angriffs auf das World-Trade-Centers im Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit steht. Präsident Bush hatte stets den Zusammenhang des Irakkrieges mit dem „Krieg gegen den Terror“ in den Mittelpunkt seiner Argumentation gerückt, wie der BBC-Korrespondent Justin Webb in New York betont. Während Bush die uneingeschränkte Unterstützung der Bevölkerung für seinen Antiterrorkampf besitzt, wächst die kritische Einstellung gegenüber dem andauernden Engagement im Irak.

Demokratische Senatoren vertraten die Ansicht, die in dem Senatsbericht enthaltenen Enthüllungen bewiesen, dass die US-Administration unter Präsident George W. Bush die Ängste der US-Bevölkerung nach den Angriffen vom 11. September 2001 ausgenutzt habe, um den Irak-Krieg zu rechtfertigen. Sie werfen dem Präsidenten vorsätzliche Irreführung der Öffentlichkeit vor. Der demokratische Senator Carl Levin sagte, die wiederholten Stellungnahmen des Präsidenten, „die den irreführenden Eindruck erweckten, dass Saddam Husseins Regime mit den Terroristen paktierte, die uns am 11. September angegriffen haben, kosten ihn nun jegliche Glaubwürdigkeit, die er bei diesem Thema gehabt haben mag“.

Themenverwandte Artikel

  • Powell: Rede vor dem UN-Sicherheitsrat 2003 – ein Schandfleck (09.09.2005)
  • USA geben Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak auf (13.01.2005)
  • Portal:Vereinigte Staaten

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February 13, 2006

Jagdunfall: US-Vizepräsident Cheney schoss auf Jäger

Jagdunfall: US-Vizepräsident Cheney schoss auf Jäger

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Artikelstatus: Fertig 23:10, 13. Feb. 2006 (CET)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 13.02.2006 – Am Samstag, dem 11. Februar 2006, ereignete sich in den USA ein Jagdunfall.

Der US-Vizepräsident Richard Cheney hatte während einer Wachteljagd in Texas auf einen Jäger geschossen. Es handelte sich um einen Freund des Vizepräsidenten, Harry Whittington. Der Texaner, ein 78-jähriger Rechtsanwalt, wurde leicht verletzt. Ihn hatte eine Ladung Schrot getroffen. Die Jagdgruppe war zu dritt unterwegs; sie trugen alle orangefarbene Westen. Trotzdem hatte Cheney den anderen Jäger nicht gesehen.

Ärzte, die mit Cheney auf dem Ausflug waren, haben sich sofort um den Mann gekümmert. Für Cheney steht auf Ausflügen immer ein Krankenwagen bereit. Mit diesem Wagen wurde Whittington ins Krankenhaus gebracht.

Am Sonntag hat Cheney Whittington im Krankenhaus besucht.

Quellen

  • N24.de: „Cheney schießt Mann bei Jagd an“ (12.02.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Finanzen.de: „Vizepräsident Cheney schießt Mann bei Jagdausflug an“ (12.02.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Spiegel Online: „US-Vizepräsident Cheney schießt Mann an“ (12.02.2006)

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January 9, 2006

Cheney wegen Kurzatmigkeit in George-Washington Hospital eingeliefert

Cheney wegen Kurzatmigkeit in George-Washington Hospital eingeliefert

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Artikelstatus: Fertig 15:28, 9. Jan. 2006 (CET)
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Richard Cheney

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 09.01.2006 – U.S.-Vizepräsident Richard Cheney wurde gegen 9:00 Uhr MEZ wegen Kurzatmigkeit in das George-Washington-Klinikum in Washington D.C. eingeliefert. Der Vizepräsident litt in der Vergangenheit an Herzproblemen, jedoch war dies nach einem EKG am heutigen Morgen gleich ausgeschlossen worden. Später stellt sich heraus, dass die Kurzatmigkeit von einem Medikament, das Cheney wegen eines Problems mit seinem Fuß eingenommen hatte, ausgelöst worden war. Kurz darauf wurde er wieder entlassen.

Quellen

  • Reuters.com: „Cheney wegen Atemnot in Klinik eingeliefert“ (09.01.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Spiegel Online: „Cheney wegen Atemnot im Krankenhaus“ (09.01.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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December 19, 2005

Afghanistan: Frei gewähltes Parlament konstituierte sich

Afghanistan: Frei gewähltes Parlament konstituierte sich

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Artikelstatus: Fertig 09:20, 20. Dez. 2005 (CET)
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Kabul (Afghanistan), 19.12.2005 – Heute konstituierte sich unter starker internationaler Beachtung das erste freigewählte Parlament in der jüngeren Geschichte Afghanistans seit dem Sturz des Königs im Jahre 1973.

Das Parlament war unter strengen Sicherheitsvorkehrungen am 18. September 2005 gewählt worden. Mit der heutigen konstituierenden Sitzung wurde der auf der Petersberger Konferenz beschlossene Zeitplan für den Wiederaufbau des Landes und die Schaffung einer parlamentarischen Demokratie nach dem Sturz der Taliban erfüllt. Bisher war das Land von einer provisorischen Regierung geführt worden, die die Ausarbeitung einer Verfassung vorantreiben sollte. Als zunächst nur amtierender Präsident fungierte Hamid Karzai, der am 7. Dezember 2004 auch offiziell als gewählter Präsident bestätigt wurde.

In Anwesenheit des amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney und anderer Repräsentanten ausländischer Regierungen wurden die 351 neu gewählten Abgeordneten der beiden Häuser (Ober- und Unterhaus) auf den Islam, die Verfassung und die Gesetze des Landes vereidigt, nachdem zuvor Auszüge aus dem Koran verlesen worden waren.

Die Zusammensetzung des Parlaments spiegelt deutlich den historischen Prozess wider, der nach dem Sturz der Taliban schließlich zur Errichtung einer Nachkriegsordnung geführt hatte. Ehemalige Taliban gehören dem Parlament ebenso an wie Kriegsherren aus der Zeit der sowjetischen Afghanistanbesetzung und der Nach-Taliban-Ära. Neben 283 Männern sitzen jedoch auch 68 Frauen im Parlament. Für die wiedergewonnene Freiheit der Frauen nach der Zeit der Rechtlosigkeit unter der Talibanherrschaft ist der relativ hohe Frauenanteil ein politisches Signal. Der Anteil von Frauen überschreitet damit sogar die in der Verfassung vorgeschriebenen Quote.

Als Hintergrund dieser Parlamentszusammensetzung ist die Tatsache in Rechung zu stellen, dass die Wahlen nicht von politischen Parteien bestritten wurden, sondern dass sich alle Kandidaten als Einzelkandidaten durchsetzen mussten. Diese Besonderheit des Wahlvorgangs war vom Präsidenten Karzai gegen den Widerstand der UNO durchgesetzt worden. Beobachter vermuten, dass er sich auf diese Weise eine Machtbasis unabhängig von Parteizwängen sichern wollte. Er kann dann mit wechselnden Mehrheiten regieren.

Nach Ansicht Karzais markiert die heutige Parlamentskonstituierung einen „bedeutende[n] Schritt in Richtung Demokratie“. Die Zusammensetzung der Parlaments stellt nach Ansicht von Beobachtern jedoch auch eine Gefahr für die künftige politische Entwicklung des Landes dar. Eine weibliche Abgeordnete, Malali Joya, ergriff zu diesem Thema auf der heutigen konstituierenden Sitzung das Wort. Sie sprach offen davon, dass die im Parlament vertretenen Kriegsherren ein Hindernis für die weitere demokratische Entwicklung des Landes darstellten: „Sie zerstörten unser Land und lehnen die Rechte der Frauen und die Menschenrechte ab. Ich werde mich dagegen stellen und niemals nachgeben.“

Konflikte sind auch durch die wirtschaftlichen Widersprüche des Landes vorprogrammiert. Während Präsident Karzai in seiner Rede gegen die Produktion und den Handel von Opium eintrat, liefert die afghanische Wirtschaft 80 Prozent der Weltproduktion an Opium. Die Erlöse des illegalen Opiumhandels fließen wiederum in die Taschen der im Parlament sitzenden ehemaligen so genannten Warlords und ihrer Gefolgsleute, deren Machtposition durch den Opiumhandel wesentlich gefestigt wird.

Themenverwandte Artikel

  • Trotz Terrordrohungen – In Afghanistan wurde heute gewählt (18.09.2005)
  • Hamid Karsai als afghanischer Präsident vereidigt (07.12.2004)

Quellen

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October 29, 2005

Bush-Administration unter Druck wegen Anklage gegen Stabschef

Bush-Administration unter Druck wegen Anklage gegen Stabschef

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Artikelstatus: Fertig 19:03, 15. Nov. 2005 (CET)
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Washington D.C. (USA), 29.10.2005 – Der amerikanische Präsident George W. Bush und seine Administration geraten durch die Anklageerhebung gegen einen der ranghöchsten Mitarbeiter des Weißen Hauses, den Stabschef von Vize-Präsident Richard „Dick“ Cheney, Lewis Libby, unter Druck.

Libby soll die CIA-Agentin Valerie Plame enttarnt haben. Laut US-Recht ist die Enttarnung einer Agentin ein Straftatbestand. Reporter, die diese Information in der Presse veröffentlichten, bezogen sich auf Libby als Quelle der Information, was Libby jedoch abstreitet. Der Ehemann der Agentin, der ehemalige Diplomat Joseph Wilson, hatte öffentlich erklärt, die Enttarnung seiner Frau als Agentin der CIA stehe in Zusammenhang mit dem Versuch, ihn als politisch missliebigen Kritiker des Irak-Krieges mundtot zu machen. Wilsons Kritik an der Bush-Administration hatte auf die Verwendung angeblich gefälschter Dossiers abgezielt, mit denen die Bush-Administration die Behauptung begründet hatte, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen. In der Verfechtung dieser Argumentationslinie, die wesentlich zur Rechtfertigung des Irak-Krieges diente, hatte Libby eine herausragende Rolle gespielt.

Die Anklageerhebung zielt nach den gegenwärtigen Informationen jedoch nicht auf die Enttarnung der Agentin durch Libby ab, sondern auf Falschaussagen, die Libby in diesem Zusammenhang vor Gericht gemacht haben soll.

Der 55jährige Libby ist angeklagt wegen Falschaussage, Behinderung der Justiz und Meineid im Zusammenhang mit der Enttarnung der CIA-Agentin Valerie Plame vor zwei Jahren. Im Falle einer Verurteilung hat der soeben zurückgetretene Stabschef des Vizepräsidenten eine Strafe von bis zu 30 Jahren Haft und eine Geldstrafe von 1,25 Millionen Dollar zu erwarten. Die Anklage ist deshalb von solch politischer Brisanz, weil damit gerechnet wird, dass auch der Vizepräsident von der Jury als Zeuge vorgeladen werden wird. Wenn der Vizepräsident vor Gericht in einer solchen Anklage aussagen muss, wird das zweifellos große publizistische Aufmerksamkeit erregen und die Regierungsarbeit möglicherweise lähmen.

Wie zuletzt beim Vorgänger des amtierenden Präsidenten geschehen, spielen Gerichtsverfahren gegen Mitarbeiter oder wie im Falle Bill Clinton gegen den Präsidenten selbst und die Presseberichterstattung darüber in der amerikanischen Öffentlichkeit eine gewaltige Rolle und können einen Präsidenten in seinen Handlungsmöglichkeiten erheblich einschränken. Diese Befürchtung äußern Beobachter der politischen Szene in Washington.

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July 28, 2005

USA: Repräsentantenhaus stimmt dem Freihandelsabkommen CAFTA zu

USA: Repräsentantenhaus stimmt dem Freihandelsabkommen CAFTA zu

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Washington D.C. (USA), 28.07.2005 – In einer äußerst knappen Abstimmung hat das US-Repräsentantenhaus dem „Central American Free Trade Agreement“ (CAFTA) zugestimmt. In der Abstimmung votierten 217 Abgeordnete für das Gesetz, 215 stimmten dagegen. Hätte ein Abgeordneter mehr gegen das Freihandelsabkommen zwischen den USA und den mittelamerikanischen Ländern Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua gestimmt, wäre das Abkommen im Repräsentantenhaus gescheitert.

25 republikanische Abgeordnete, mehrheitlich aus dem Mittleren Westen, aus dem Manufacturing Belt sowie aus dem Südosten der USA, wo die Textilindustrie angesiedelt ist, stimmten gegen das Abkommen. Zwei Republikaner waren bei der Abstimmung anwesend, nahmen aber nicht an der Abstimmung teil. Die Gegner des Abkommens sehen durch die Öffnung des Marktes Arbeitsplätze in den USA in Gefahr.

Alle außer 15 Abgeordneten der Demokratischen Partei stimmten gegen den Vertrag. Unabhängige Abgordnete, die sich im Normalfall dem Stimmverhalten der Demokraten anschließen, votierten ebenfalls gegen den Freihandelsvertrag.

Zu den Unterstützern des Vertrags zählen US-Präsident George W. Bush, Vizepräsident Dick Cheney und der Minister für Handel, Carlos Gutierrez. Zu den Gegnern zählt die Mehrheit der demokratischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus. Der Vertrag wurde bereits im Juni vom Senat verabschiedet. Präsident Bush hat angekündigt den Vertrag zu unterzeichnen.

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