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October 14, 2010

US-Gericht verbietet Strafen für offen homosexuelle Soldaten

US-Gericht verbietet Strafen für offen homosexuelle Soldaten

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Veröffentlicht: 23:01, 14. Okt. 2010 (CEST)
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San Francisco (Vereinigte Staaten), 14.10.2010 – Das US-Distriktgericht für Zentralkalifornien[1] hat den Bundesstreitkräften per einstweiliger Verfügung untersagt, gegen bekennend homosexuelle Soldaten vorzugehen. Richterin Virginia Phillips begründete die Entscheidung damit, dass diese Praxis nicht mit dem ersten Verfassungszusatz vereinbar sei. Dieses 1st amendmend ist, obwohl es der Wortlaut vermuten ließe, nicht mit dem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung im deutschen Verfassungsrecht (Art. 5 I GG) identisch, sondern erstreckt sich auch auf viele andere Aspekte der freien Persönlichkeitsentfaltung (Art. 2 I GG).[2]

Bisher galt in der US-Armee die sogenannte „Don’t-ask, Don’t-tell-Regelung“, die es Soldaten verbietet, offen in einer homosexuellen Beziehung zu leben, während ihrer Dienstzeit ihre sexuelle Orientierung preiszugeben oder auch nur über „homosexuelle Themen“ zu sprechen. Im Gegenzug ist es Vorgesetzten untersagt, Untersuchungen über die sexuelle Orientierung ihrer Untergebenen anzustellen. Don’t ask, don’t tell war 1993 als Kompromisslösung unter Bill Clinton eingeführt worden. Homosexuelle sind in den US-Streitkräften nämlich eigentlich nicht zugelassen.[3] Dennoch gab es seit der Neuregelung ca. 14.000 Entlassungen.

Barack Obama hatte bereits im Wahlkampf versprochen, die Regelung abzuschaffen, scheiterte aber bisher am Widerstand im Senat, der nicht nur von den oppositionellen Republikanern, sondern auch von einigen Senatoren der Präsidentenpartei, der Demokraten, getragen wird. Auch in der US-amerikanischen Gesellschaft ist die Abschaffung der bisherigen Regelung umstritten. Umfragen zufolge sprechen sich aber etwa drei Viertel der US-Bürger für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Militär aus.

Gegen den Gerichtsbeschluss ist Berufung möglich.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Geschichte der Homosexualität in den Vereinigten Staaten“.

Anmerkungen

  1. Vgl. RTT News: Pentagon Warns Against Court-Ruling On Openly Gay Military Personnel
  2. Congress shall make no law respecting an establishment of religion, or prohibiting the free exercise thereof; or abridging the freedom of speech, or of the press; or the right of the people peaceably to assemble, and to petition the Government for a redress of grievances. Vgl. Wikipedia: First Amendment to the United States Constitution
  3. “The presence in the Armed Forces of persons who demonstrate a propensity or intent to engage in homosexual acts would create an unacceptable risk to the high standards of morale, good order and discipline, and unit cohesion that are the essence of military capability.“: U. S. Army Homosexual Conduct Policy

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April 1, 2010

Geberkonferenz gewährt Haiti 5,3 Milliarden US-Dollar Aufbauhilfe

Geberkonferenz gewährt Haiti 5,3 Milliarden US-Dollar Aufbauhilfe

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Veröffentlicht: 13:48, 1. Apr. 2010 (CEST)
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New York (Vereinigte Staaten), 01.04.2010 – Zwischen 217.000 und 230.000 Menschen hatten nach unterschiedlichen Schätzungen das Erdbeben vom 12. Januar 2010 in Haiti mit dem Leben bezahlt. Für die Überlebenden ist die Situation immer noch katastrophal: 1,2 Millionen Haitianer sind obdachlos und kampieren teilweise auf Straßen und Plätzen. Angesichts der bevorstehenden Regenzeit mit möglichen karibischen Stürmen und Überschwemmungen wird das koordinierte Handeln der internationalen Staatengemeinschaft immer dringlicher. Die Infrastruktur des Landes ist weitgehend zerstört. Die entstandenen Schäden werden auf rund 14 Milliarden US-Dollar geschätzt. Nun hat eine internationale Geberkonferenz in New York die finanzielle Hilfe für den Aufbau des Landes beraten und die Bereitschaft erklärt, insgesamt 5,3 Milliarden US-Dollar an Wiederaufbauhilfe zu leisten. Die Hälfte dieses Betrages soll in den nächsten zwei Jahren zur Verfügung gestellt werden. Langfristig sei sogar ein Finanzvolumen von knapp zehn Milliarden US-Dollar geplant, erklärte der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. Zum Abschluss der Geberkonferenz, an der 130 Staaten teilgenommen hatten, erklärte Ban: „Die Freunde Haitis haben unsere Erwartungen übertroffen.“

Der UN-Generalsekretär sprach von einer gewaltigen Aufgabe für die Weltgemeinschaft, wie sie in der Geschichte der Vereinten Nationen ohne Beispiel sei. Ziel müsse dabei ein qualitativ besserer Wiederaufbau sein, der dem Land, das zu den ärmsten Staaten der Welt gehört, aus der Armut heraushelfen könne.

1,15 Milliarden US-Dollar Hilfsgelder wollen die Vereinigten Staaten bereitstellen, wie die US-Außenministerin Hillary Clinton zusagte. Clinton erklärte: „Sie brauchen Hilfe und wir brauchen Haiti. Menschenschmuggel, ausufernder Drogenhandel, Tuberkulose, Aids – das betrifft zuerst die Menschen in Haiti, aber schnell uns alle.“ Die Interamerikanische Entwicklungsbank will 2,2 Milliarden US-Dollar bereitstellen. Venezuela sagte finanzielle Hilfen in Höhe von 2,12 Milliarden US-Dollar zu. Von der Europäischen Union kamen Zusagen in Höhe von 1,67 Milliarden US-Dollar.

Mit der Leitung der internationalen Koordination für den Wiederaufbau Haitis wurde der ehemalige US-Präsident Bill Clinton zusammen mit dem haitianischen Präsidenten Jean-Max Bellerive beauftragt.

Kritisch äußerte sich der Sprecher der Hilfsorganisation Oxfam, Philippe Mathieu, zu den gegebenen Hilfszusagen. Er erinnerte daran, dass nach dem Hurrikan Mitch (1998) Hilfszusagen von insgesamt neun Milliarden US-Dollar zugesichert worden waren. Davon seien jedoch nur ein Drittel tatsächlich in der betroffenen Region angekommen.

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January 15, 2010

Obama: „Eine der größten Hilfsoperationen unseres Landes ist auf dem Weg nach Haiti“

Obama: „Eine der größten Hilfsoperationen unseres Landes ist auf dem Weg nach Haiti“

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Veröffentlicht: 23:03, 15. Jan. 2010 (CET)
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Bemerkungen des Präsidenten über Rettungsmaßnahmen in Haiti

Die USS „Carl Vinson“ (Archivbild) ist auf dem Weg nach Haiti

Washington D.C. (Vereinigte Staaten) / Port-au-Prince (Haiti), 15.01.2010 – Unmittelbar nach dem katastrophalen Erdbeben in Haiti am Mittwoch erklärte US-Präsident Barack Obama, dies sei einer der historischen Momente, in dem geradezu die Fähigkeit der USA zur Führung herausgefordert werde. Die US-Außenministerin Hillary Clinton brach ebenso wie ihr Amtskollege im Verteidigungsministerium, Robert Gates, eine geplante Auslandsreise ab, um sich ganz dem neuen Topthema auf der politischen Agenda, der Hilfe für Haiti, widmen zu können.

US-Präsident Barack Obama bei einer Besprechung in einem Konferenzraum des Weißen Hauses am 13. Januar 2010

Im Weißen Haus wurde ein Krisenstab gebildet. Sofort wurden 100 Millionen US-Dollar Soforthilfe für die Bewältigung der Katastrophe in dem karibischen Inselstaat bewilligt. US-Marines sichern bereits den Flughafen in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince. Weitere 10.000 US-Soldaten wurden für die Haiti-Hilfe abkommandiert, die bis zum Wochenende im Zielgebiet eintreffen sollen. US-Bodentruppen sollen logistische Unterstützung bei der Verteilung von Hilfsgütern auf der Karibikinsel leisten. Der Militäreinsatz soll aber auch 45.000 US-Bürgern helfen, die sich zum Zeitpunkt des Erdbebens in Haiti aufhielten. Ein Flugzeugträger, die USS Carl Vinson, mit 19 Hubschraubern und einer Wasseraufbereitungsanlage an Bord wird in den nächsten Tagen in der Katastrophenregion erwartet. Am Donnerstag war bereits ein Lazarettschiff der US-Marine in der Region eingetroffen und mehrere Schiffe der US-Küstenwache sind unterwegs in die karibischen Gewässer bei Haiti. Politische Beobachter werten diese Aktivitäten als Versuch der Obama-Administration, Führungsstärke in einer Krisensituation zu demonstrieren. Das desaströse Krisenmanagement der Regierung Bush angesichts der durch den Hurrikan „Katrina“ ausgelösten Katastrophe in New Orleans im August 2005 sind den Menschen in den USA noch gut in Erinnerung. Obama ernannte nun die beiden Ex-Präsidenten George W. Bush und Bill Clinton zu den Koordinatoren der US-Regierung für die Organisierung der weiteren Hilfe der USA für Haiti.

Die USA rechnen auch mit der Möglichkeit einer riesigen Flüchtlingswelle von Haiti in die USA, analysieren Beobachter die Motive der US-Regierung. 400.000 gebürtige Haitianer leben inzwischen in den Vereinigten Staaten; viele kamen mit Booten über das Meer in das rund tausend Kilometer entfernte „gelobte Land“, als das es vielen Haitianern erscheinen mag – Haiti ist selbst eines der ärmsten Länder der Welt. Eine solches Szenario mit riesigen Flüchtlingsströmen in die USA soll auf jeden Fall verhindert werden.

Derweil ist die Situation der Überlebenden des Erdbebens in Haiti durch den Kampf ums Überleben bestimmt. Hilfsgüter kommen zwar ins Land, der kleine Flughafen ist mit der Bewältigung der vielen eintreffenden Maschinen jedoch so überfordert, dass die Hilfsgüter nur spärlich zu den Menschen gelangen, die aus Angst vor weiteren Nachbeben auf den Straßen campieren. Allein in der Hauptstadt Port-au-Prince harren rund 100.000 obdachlos Gewordene auf Hilfe. Die durch das Erdbeben weiter geschwächte Verkehrsinfrastruktur Haitis erschwert die Versorgung der Bevölkerung mit dringend benötigten Hilfsgütern wie Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten. Wegen des Wassermangels befürchten Hilfsorganisation die baldige Ausbreitung von ansteckenden bakteriellen Infektionen wie Typhus und Cholera, Malaria und dem Dengue-Fieber, die durch den Verzehr verseuchten Wassers verbreitet werden könnten, da die tausenden von Toten bis jetzt kaum beerdigt werden konnten, sondern oft an Straßenrändern provisorisch abgelegt werden und erst nach und nach per LKW aus der Stadt geschafft werden. Vielerorts versuchen die Überlebenden mit bloßen Händen ihre unter den Trümmern vermuteten Angehörigen und Freunde freizugraben, weil schweres Räumgerät aufgrund zerstörter Straßen und chaotischer Verkehrsverhältnisse nicht an ihre möglichen Einsatzorte gelangen kann.

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  • Portal:Haiti

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August 19, 2006

Heinz Fischer gratulierte Bill Clinton zum 60. Geburtstag

Heinz Fischer gratulierte Bill Clinton zum 60. Geburtstag

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Artikelstatus: Fertig 23:35, 19. Aug. 2006 (CEST)
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Washington D.C. / New York (Vereinigte Staaten), 19.08.2006 – Heute wurde der ehemalige US-Präsident Bill Clinton 60 Jahre alt. Geboren wurde er am 19. August 1946. Aus diesem Anlass meldete sich der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer bei Clinton und gratulierte ihm schriftlich zu dessen Ehrentag. Zuletzt sahen sich beide Politiker im September 2005. Zu seinem Geburtstag spielen unter anderem auch die Rolling Stones in New York.

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December 29, 2005

Neuer Job für Alt-Kanzler Schröder

Neuer Job für Alt-Kanzler Schröder – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Neuer Job für Alt-Kanzler Schröder

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Artikelstatus: Fertig 15:03, 29. Dez. 2005 (CET)
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Berlin (Deutschland), 29.12.2005 – Die Diskussionen um den geplanten Posten Gerhard Schröders bei der deutsch-russischen Pipeline-Gesellschaft sind noch nicht verstummt. Sein Vertrag mit dem Schweizer Ringier-Verlag ist noch taufrisch. Nun wurde sein nächster Arbeitgeber bekannt.

Nach Angaben seines Berliner Büros hat der Ex-Kanzler einen Vertrag mit der New Yorker Agentur Harry Walker abgeschlossen. Harry Walker ist eine Agentur, die Vorträge und Auftritte prominenter Zeitgenossen managt. Bei Walker sind bereits Jimmy Carter und Bill Clinton unter Vertrag. Pro Auftrag können diese Vortragsredner bis zu 400.000 US-Dollar erhalten.

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  • Neuer Job für Schröder: Aufsichtsrat bei North European Gas Pipeline (09.12.2005)

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December 26, 2005

US-Senat blockiert Alaska-Pläne von George W. Bush

US-Senat blockiert Alaska-Pläne von George W. Bush

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Ölbohrung in Alaska

Juneau / Washington D.C. (USA), 26.12.2005 – Im März berichtete Wikinews über die Pläne George W. Bushs, im Arctic National Wildlife Refuge, dem nördlichsten Naturschutzgebiet der USA, künftig Bohrungen nach Erdöl und Erdgas durchzuführen. Jetzt hat ihm der US-Senat einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Vorlage im Senat blockiert.

Das Projekt wird seit etwa 20 Jahren geplant und diskutiert. US-Präsident Bush wollte durch die Erdölgewinnung die Energieversorgung in den USA sicherstellen. Trotz der Blockade durch den Senat möchte die US-Regierung die Pläne weiter verfolgen und den Vorschlag dem Kongress vorlegen. Bereits 1995 war im Kongress mit republikanischer Mehrheit ein Gesetz verabschiedet worden, das Ölbohrungen im Nationalpark erlaubte. Der damalige Präsident Bill Clinton machte aber von seinem Einspruchsrecht Gebrauch, wodurch er Bohrungen im Alaska-Nationalpark vorerst verhinderte. Bei der Abstimmung am Mittwoch stimmten 42 demokratische Abgeordnete gegen die Gesetzesvorlage, die Ölbohrungen im Nationalpark erlauben würde. Weil sich zwei republikanische Senatoren dem Abstimmungsverhalten der Demokraten angeschlossen hatten, scheiterte die Gesetzesvorlage. Die republikanischen Abgeordneten Lincoln D. Chafee aus Rhode Island und Mike DeWine aus Ohio vertraten die Meinung, dass sich das nationale Energieproblem nicht mit Ölbohrungen in Alaska lösen lasse.

Erdölspezialisten vermuten in den Gewässern vor Alaska zwischen fünf Milliarden und zehn Milliarden Barrel Öl. Naturschützer freuen sich über diese Niederlage des Präsidenten. Lydia Weiss, eine Lobbyistin für die Umweltschutzorganisation „Defenders of Wildlife“, erklärte die Abstimmung im Senat zum größten Erfolg für den Umweltschutz in diesem Jahr. Umweltschützer hatten versucht, mit Telefonanrufen das Abstimmungsverhalten der Senatoren zu beeinflussen. Die amerikanische Mineralölindustrie missbilligte das Abstimmungsverhalten der Senatoren, das aus ihrer Sicht schädlich für die Verbraucher sei. Im nächsten Jahr wird eine erneute Abstimmung über Ölbohrungen im Arctic National Wildlife Refuge erwartet.

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October 29, 2005

Bush-Administration unter Druck wegen Anklage gegen Stabschef

Bush-Administration unter Druck wegen Anklage gegen Stabschef

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Artikelstatus: Fertig 19:03, 15. Nov. 2005 (CET)
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Washington D.C. (USA), 29.10.2005 – Der amerikanische Präsident George W. Bush und seine Administration geraten durch die Anklageerhebung gegen einen der ranghöchsten Mitarbeiter des Weißen Hauses, den Stabschef von Vize-Präsident Richard „Dick“ Cheney, Lewis Libby, unter Druck.

Libby soll die CIA-Agentin Valerie Plame enttarnt haben. Laut US-Recht ist die Enttarnung einer Agentin ein Straftatbestand. Reporter, die diese Information in der Presse veröffentlichten, bezogen sich auf Libby als Quelle der Information, was Libby jedoch abstreitet. Der Ehemann der Agentin, der ehemalige Diplomat Joseph Wilson, hatte öffentlich erklärt, die Enttarnung seiner Frau als Agentin der CIA stehe in Zusammenhang mit dem Versuch, ihn als politisch missliebigen Kritiker des Irak-Krieges mundtot zu machen. Wilsons Kritik an der Bush-Administration hatte auf die Verwendung angeblich gefälschter Dossiers abgezielt, mit denen die Bush-Administration die Behauptung begründet hatte, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen. In der Verfechtung dieser Argumentationslinie, die wesentlich zur Rechtfertigung des Irak-Krieges diente, hatte Libby eine herausragende Rolle gespielt.

Die Anklageerhebung zielt nach den gegenwärtigen Informationen jedoch nicht auf die Enttarnung der Agentin durch Libby ab, sondern auf Falschaussagen, die Libby in diesem Zusammenhang vor Gericht gemacht haben soll.

Der 55jährige Libby ist angeklagt wegen Falschaussage, Behinderung der Justiz und Meineid im Zusammenhang mit der Enttarnung der CIA-Agentin Valerie Plame vor zwei Jahren. Im Falle einer Verurteilung hat der soeben zurückgetretene Stabschef des Vizepräsidenten eine Strafe von bis zu 30 Jahren Haft und eine Geldstrafe von 1,25 Millionen Dollar zu erwarten. Die Anklage ist deshalb von solch politischer Brisanz, weil damit gerechnet wird, dass auch der Vizepräsident von der Jury als Zeuge vorgeladen werden wird. Wenn der Vizepräsident vor Gericht in einer solchen Anklage aussagen muss, wird das zweifellos große publizistische Aufmerksamkeit erregen und die Regierungsarbeit möglicherweise lähmen.

Wie zuletzt beim Vorgänger des amtierenden Präsidenten geschehen, spielen Gerichtsverfahren gegen Mitarbeiter oder wie im Falle Bill Clinton gegen den Präsidenten selbst und die Presseberichterstattung darüber in der amerikanischen Öffentlichkeit eine gewaltige Rolle und können einen Präsidenten in seinen Handlungsmöglichkeiten erheblich einschränken. Diese Befürchtung äußern Beobachter der politischen Szene in Washington.

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March 18, 2005

Knappe Niederlage für Naturschützer

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Knappe Niederlage für Naturschützer

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Ölbohrung in Alaska

Juneau (USA), 18.03.2005 – Im Arctic NationalWildlife Refuge, dem nördlichsten Naturschutzgebiet der USA, finden eventuell in Zukunft Bohrungen nach Erdöl und Erdgas statt.

Der US-Senat hat in einer Abstimmung Bohrungen inmitten dieses arktischen Naturschutzgebiets genehmigt. Die Abstimmung ist äußerst knapp ausgefallen. Mit 51 zu 49 Stimmen siegten die Republikaner von US-Präsident George W. Bush am Mittwochabend.

Das positive Ergebnis dieser Abstimmung stellt für Bush einen wichtigen Sieg für seine Energiepolitik dar. Nun kann die Bohrerlaubnis dem Haushaltsentwurf für das kommende Jahr hinzugefügt werden. Die Regierung Bush rechtfertigte die Zustimmung zu den Bohrungen, einerseits damit, dass durch neue Industrien ein Wachstum der US-Wirtschaft erfolgen wird, Arbeitsplätze geschaffen werden und eine Expansion der Erdölproduktionsunternehmen bewirkt werden kann, andererseits sie die USA von erdölreichen Ländern unabhängiger macht.

Seit Jahrzehnten werden in dem Naturschutzgebiet Erdölreserven vermutet. Unter der dortigen Erde werden fünf bis 16 Milliarden Barrel Öl vermutet. Pläne zur Ausbeutung der Öl- und Gasvorkommen existieren seit den 70-er Jahren. Umweltschützer kämpfen seitdem mit einem enormen Aufwand gegen die Bohrungen.

Der Arctic National Wildlife Refuge, ist eine Küstenebene im Nordosten Alaskas mit etwa 80.000 Quadratkilometer Fläche und bietet Millionen von Zugvögeln, Karibus, Moschusochsen, Bären, Wale und anderen Tiere eine Heimat.

US-Umweltschützer haben nach dieser Niederlage im Senat angekündigt, weiterhin für die Erhaltung des Naturschutzgebietes zu kämpfen. Die Entscheidung ist rechtlich nämlich noch nicht endgültig abgesegnet. Abgeordnete der Republikaner erklärten nach der Abstimmung, es könne noch viel Zeit vergehen, bis eine endgültige Entscheidung vorläge. Auch fehle noch eine Einigung der Kongressmitglieder im diesjährigen Haushaltsentwurf. Vorher müssten noch etliche Unklarheiten beseitigt werden.

1960 wurde das Gebiet vom damaligen Präsidenten Dwight D. Eisenhower unter Schutz gestellt. Pläne, die Öl- und Gasvorkommen auszubeuten, scheiterten wiederholt. In den 70-er Jahren erweiterte der damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter das Naturschutzgebiet. In den 90-er Jahren wurde das Naturschutzgebiet nochmals durch US-Präsident Bill Clinton vergrößert. Erst mit dem Amtsantritt Bushs änderte sich diese Strategie zum Nachteil des Naturschutzes.

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January 31, 2005

Hillary Clinton kollabiert

Hillary Clinton kollabiert – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

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Hillary Clinton

Buffalo (USA), 31.01.2005 – Die US-Senatorin und Ehefrau des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton, Hillary Clinton, ist während einer Rede vor der Handelskammer von Buffalo im Bundesstaat New York zusammengebrochen und musste ärztlich behandelt werden. Sie wurde jedoch nicht ins Krankenhaus gebracht. Zu Beginn der Rede hatte sich Clinton entschuldigt, dass sie an einem Magen-Darm-Virus leide.

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December 7, 2004

EU-Finanzminister fordern USA zur Bekämpfung ihres Defizits auf

EU-Finanzminister fordern USA zur Bekämpfung ihres Defizits auf

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EU-Flagge

Brüssel (Belgien), 07.12.2004 – Der kritische US-Haushalt ist momentan der Hauptgrund für den Höhenflug des Euro. Jedoch hat dies nicht nur positive Auswirkungen, sondern zur Folge, dass sich die weltwirtschaftliche Lage kontinuierlich verschlechtert.

US-Flagge

Aus diesem Grund fordern die EU-Finanzminister von der US-Administration, ihr Haushaltsdefizit von voraussichtlich zirka 521 Milliarden US-Dollar für 2005 zu senken, um diesem Problem entgegenzuwirken und ein stabiles Verhältnis zwischen Euro und US-Dollar zu gewährleisten.

Gleichzeitig fordert der Vorsitzende der Finanzminister der Eurozone, dass die USA ihre Sparqoute erhöhen und Europa im Gegenzug die Wirtschaft ankurbeln müsse. Auch der Vorsitzende der US-amerikanischen Notenbank (Fed), Alan Greenspan, hat schon Anfang des Jahres eindringlich vor den langfristig drohenden Ungleichgewichten im US-Haushalt gewarnt. Im Jahr 2003 lag das Haushaltsdefitzit noch bei 375 Milliarden US-Dollar. 2004 ist es auf 413 Milliarden US-Dollar angestiegen. Während der Ära von Bill Clinton in den 1990er-Jahren wuchs der Bundeshaushalt im Schnitt um rund 3,2 Prozent pro Jahr. Seit George W. Bush im Weißen Haus regiert, ist der Etat um durchschnittlich 8,5 Prozent pro Jahr angeschwollen, Tendenz stark steigend.

China und der US-Haushalt: Nach einer Analyse von Michael Hill in der US-amerikanischen Zeitung „Baltimore Sun“ vom 5. Dezember 2004 werden zwei Ursachen für den schwachen Dollar diskutiert: Die eine Ursache liegt im Wirtschaftsboom in China. Die USA leihen Geld in China und importieren billige Ware. Da China den Kurs seiner Währung Yuan an den US-Dollar gekoppelt hat, spüren die Konsumenten in den USA den Verfall der eigenen Währung noch nicht. Deutsche Autos und Mode aus Paris machen sich bei den Lebenshaltungskosten weniger bemerkbar als die Massenware der Supermärkte. Dies ist jedenfalls die Ansicht eines Professors der University of Maryland, Peter Morici. Dagegen meint Steve H. Hanke von der Johns Hopkins University, Baltimore, dass die Dollarschwäche inzwischen in einen „Panik-Markt“ geraten ist: „Die Leute verkaufen ihre Dollar und denken erst später nach.“ Da die Regierung Bush (und besonders Schatzminister John W. Snow „der vom Geldmarkt nichts versteht“, so Hanke) die Parole ausgebe, dass die Dollarschwäche das Problem der anderen sei, verschärfe sich die Panik noch. Was die gegenwärtige Regierung nicht sehe, sei die Gefahr, die den USA vom schwachen Dollar drohe, auch und gerade für Bushs Lieblingsprojekte, die Steuererleichterungen und die Privatisierung der Sozialhilfe. Am Ende laufe alles auf eine Einschränkung des Wohlstands in den USA hinaus, so der Autor des Artikels.

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