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December 24, 2013

Peking lässt die Muskeln spielen

Peking lässt die Muskeln spielen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Peking lässt die Muskeln spielen

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Veröffentlicht: 10:08, 24. Dez. 2013 (CET)
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Liaoning (chinesisch 辽宁号航空母舰, Pinyin Liáo​níng​ Hào​ háng​kōng​mǔ​jiàn​) ist der erste Flugzeugträger der Volksrepublik China

Peking (China), 24.12.2013 – Dass bei Militärparaden neue Waffen – vor allem Mittelstrecken- aber auch Langstreckenraketen – gezeigt wurden, war etwa in Moskau zur Zeit der Sowjetunion ein sehr beliebtes Ritual um die eigene Macht im Kalten Krieg zu demonstrieren. Der Kalte Krieg ist zu Ende, die Militärparaden in Moskau weniger spektakulär, aber das heißt nicht, dass es nicht noch Länder gibt, die gegenüber den Vereinigten Staaten gerne ihre Macht demonstrieren möchten.

Die chinesische Marine übernahm im September 2012 ihren ersten Flugzeugträger, das an sich war bereits eine Schlagzeile wert. Das Schiff befindet sich noch im Trainingsbetrieb und gilt nicht als voll einsatzfähig, trotzdem ist es bereits für eine Machtdemonstration zu gebrauchen. Der betreffende Vorfall ereignete sich bereits am 5. Dezember 2013, aber noch am Freitag den 20. Dezember kommentierte der US-Verteidigungsminister Chuck Hagel den Vorgang als „unverantwortlich“, nachdem zuvor die chinesische Regierung die Vorgehensweise als „allen Regeln entsprechend“ bezeichnet hatte. Der Flugzeugträger „Liaoning“ hatte auf seiner ersten Trainingsfahrt auf hoher See die Route des amerikanischen Kreuzers USS Cowpens nur knapp 100 m vor diesem gekreuzt. Der Vorfall, der sich im südchinesischen Meer ereignete, ist ein weiterer Vorgang im Machtkampf um die Ansprüche Chinas auf verschiedene Inselgruppen in dieser Region, die ebenso von anderen Ländern beansprucht werden. Von besonderer Bedeutung ist hier der Streit um die Senkaku oder Diaoyu Inseln (jenachdem wem man die Inseln zuspricht) mit Japan. Dort hatte China vor wenigen Wochen seine Air Defence Identification Zone einseitig ausgeweitet, so dass sich diese nun mit der Zone Japans weiter überlappt, was dieses nicht akzeptiert. Die chinesische Regierung möchte so deutlich machen, dass sie sich nach außen hin jedem Gegner gewachsen sieht.

Militärische Ehrenwache auf dem „Platz des Himmlischen Friedens“

Aber auch nach innen zeigt die Regierung in Peking gerade einmal wieder, dass sie Kritik an der eigenen Macht von niemandem einfach toleriert. Über den Umgang mit den Medien in China ist auf Wikinews in letzter Zeit des öfteren berichtet worden, und chinesische Bürger sind vorsichtig mit Äußerungen über die eigene Politik gegenüber Fremden, denn sie fürchten eine „Einladung zum Tee“ von den Behörden. Ausländische Medienvertreter sind von derartigen Drohungen nicht so einfach zu beeindrucken, denn ihr offizieller Journalistenstatus gewährt ihnen viele Freiheiten, wenn auch unter Auflagen wie der Tatsache, dass etwa Genehmigungen zu Filmaufnahmen etwa auf dem Platz des Himmlischen Friedens jedesmal vorher beantragt werden müssen und zunehmend von Spezialgenehmigungen mit völlig undurchsichtigen Regeln erschwert werden. Zeitungsreporter haben es da etwas einfacher mit ihrer Berichterstattung, sind sie doch nicht so auf das Bildmaterial angewiesen. Doch jeder Journalist wird, gerade wenn er die großen Städte wie Peking oder Shanghai verläßt und aus dem Land berichtet, von den lokalen Behörden sehr genau beobachtet. Zu ungewohnt ist das Auftreten des Journalisten, der sich Informationen oder Bilder selber sucht, anstatt sich auf die offiziellen Angaben und Materialien zu verlassen. Dies schränkt Journalisten ein, wenn es etwa um Berichte über Umweltprobleme oder Vorfälle in tibetischen Siedlungsgebieten oder im Autonomen Uigurischen Gebiet Xinjiang geht, doch lang wäre die Liste dessen was es hier zu berichten gäbe, das aber nationale sowie lokale offizielle Stellen in ein, wie diese durchaus auch zur Recht fürchten und beklagen, sehr negatives Licht rücken würde.

Jeder Ausländer, der in China arbeitet, braucht eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung, die jährlich zu erneuern ist, und Journalisten müssen sich ihre Anerkennung als Berichterstatter für ausländische Medien jährlich erneuern lassen. Auch wenn die chinesische Regierung gerne sagt, wie sehr sie ausländische Fachkräfte in der Wirtschaft schätzt und deren Zuwanderung gerne verstärken möchte, in dem sie bürokratische Hemmnisse abbaut, die jährliche Genehmigung der Arbeitsgenehmigung möchte man sich doch ungerne aus der Hand nehmen lassen, und für ausländische Medienvertreter gilt nun mal besonders, dass sie nicht für die chinesische Wirtschaft tätig sind. In Arbeitsverträgen für Ausländer steht die Klausel, man dürfe nichts tun, was gegen die chinesischen Sitten und Gebräuche verstoße. Ein ziemliche Gummiklausel, muss man dazu feststellen, denn der Hinweis auf Fehlverhalten und damit auch Kritik an der Regierung und offiziellen Stellen ist nicht verboten, aber trotzdem nicht erwünscht. Von der augenblicklichen Kampagne gegen die Korruption und Machtmissbrauch in der staatlichen Verwaltung ist nur betroffen, wer von den Behörden als offiziell als verdächtig eingestuft wird. Das bekommen gerade die Reporter der New York Times und der Bloomberg Gruppe zu spüren, denn sie warten wenige Tage vor dem Ablauf ihrer Aufenthaltsgenehmigung noch immer auf die Verlängerung ihrer Papiere. Vor allem die New York Times hat seit einem Bericht von 2012 über die finanziell sehr einträglichen aber hinter sehr komplexen Netzen verschleierten Geschäftsbeteiligungen chinesicher Spitzenpolitiker, der das Missfallen der staatlichen Zensur erregte, einen schweren Stand in China und ist im chinesischen Internet nicht mehr zugänglich. Ähnliches gilt für die Berichte von Bloomberg, die aus den gleichen Gründen ebenfalls von Zensurmaßnahmen betroffen sind. Beide Medien berichten aber noch immer kritisch über die chinesische Elite, wie etwa die New York Times, die am 13.November 2013 Verbindungen der Tochter des ehemaligen Premierminister Wen Jiabao zur Investmentbank JPMorgan Chase in New York aufdeckte. Einige dieser Journalisten haben ihre Anerkennung als ausländische Berichterstatter bereits erneuert bekommen, aber auf die Arbeitsgenehmigung für 2014 müssen sie noch immer warten und die Uhr läuft unerbittlich ab, auch wenn US-Vizepräsident Joe Biden sich bei seinem Besuch in Peking Anfang Dezember 2013 bereits für die Journalisten eingesetzt hatte. US-amerikanische Zeitungsjournalisten bekommen damit eben jetzt gerade die ganze Macht der staatlichen Kontrolle über die Medien in China zu spüren. Dieser Vorgang illustriert warum China laut Reporter ohne Grenzen auf Platz 173 von 179 der Rangliste für die Freiheit der Medien rangiert.

Das Magazin The New Yorker zitiert einen ungenannten chinesichen Diplomaten, der die New York Times und Bloomberg offen eines Umsturzversuches in China beschuldigt. Zu den olymipischen Spielen 2008 hatte sich China ein neues Image verordnet, man wollte der Welt ein neues, freundliches und offenes China zeigen und fährt mit dieser Kampagne vor allem in Afrika noch fort, wo zahlreiche Investitionen in z.B in Infrastrukturprojekte der Wirtschaft der afrikanischen Länder helfen sollen. Doch während man nach Außen ein sehr freundliches Bild verbreitet, wird nach Innen sehr deutlich gemacht, dass man seine Macht in keiner Weise einzuschränken bereit ist. Zuckerbrot und Peitsche, wirtschaftlicher Aufbau, neuerdings auch Umweltschutz und damit bessere Lebensbedingungen für die Massen, aber keine freie Gesellschaft sind die Leitlinien auch der gegenwärtigen chinesischen Regierung.

Das man aber keineswegs nur gegen Staaten, die man als „feindlich“ gegenüber China betrachten mag, seine Macht demonstriert, zeigt die nur schwach als Einladung verkleidete Aufforderung an den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un zu einem Besuch in Peking. Ende 2012 kurz nach dem letzten Parteitag der chinesichen KP hatte man einen Besuch von Kim noch für unpassend angesehen. Nach der Hinrichtung von Chang Sung-taek, den man als sehr chinafreundlich und dahin gehend gleichermaßen einflussreich in seiner Heimat ansah, scheint eine deutliche Erinnerung daran, dass Nord-Korea nur durch die Hilfe Chinas am Leben gehalten wird, den Machthabern in Peking augenblicklich dringend geboten.

China möchte sich nicht mehr nur als Produktionsstätte der Welt verstanden wissen, es möchte auch als politische und militärische Weltmacht anerkannt werden und dazu gehört auch die Herausstellung als führende regionale Macht. Gleichzeitig soll dabei aber auch niemand Zweifel daran haben, wer in China die Politik bestimmt und dass Kritik daran in jeder Form unerwünscht ist.

Am 25. Dezember ist der Jahrestag der Verurteilung von Liu Xiaobo, der den Friedensnobelpreis 2010 erhielt. Er hatte sich zusammen mit anderen Intellektuellen für die Charta 08 eingesetzt, in der die Demokratisierung und Menschenrechte in China gefordert wurden. Er wurde dafür 2009 wegen „Untergrabung der Staatsmacht“ zu 11 Jahren Haft verurteilt. Kritische ausländische Journalisten können (oder müssen) China verlassen, sie werden an anderer Stelle in Freiheit weiter arbeiten können, Chinesen werden für ihre Kritik hingegen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

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December 14, 2005

Laos: Priesterweihe durch Behörden verhindert

Laos: Priesterweihe durch Behörden verhindert

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Artikelstatus: Fertig 20:53, 14. Dez. 2005 (CET)
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Vientiane (Laos), 14.12.2005 – Seit 30 Jahren hat in Laos keine Priesterweihe mehr stattgefunden. Am 8. Dezember wäre der Termin für eine neue Weihe gewesen. Daraus wurde nichts, die Behörden in Laos hatten die Feier im letzten Moment verhindert.

Für die Priesterweihe, auch „Hochfest der Unbefleckten Empfängnis“ genannt, lag eine Weiheerlaubnis der Behörden vor. Das Fest war vorbereitet und sollte stattfinden. Ein Missionar der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI), der 32-jährige Sophone Vilavongsy, stand zur Weihe an. Im letzten Moment wurden die Feierlichkeiten von den Behörden untersagt. Damit der Missionarsorden die Weihe nicht trotz des Verbots durchführen konnte, versperrten Soldaten nach Angaben des Apostolischen Vikars von Laos den Eingang der Kirche.

Dem Vikar wurde seitens der Behörden keine Begründung für die Rücknahme der Weiheerlaubnis in letzter Minute mitgeteilt.

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  • Themenportal Religion

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December 7, 2005

Teheran: Maschine war vor Absturz defekt

Teheran: Maschine war vor Absturz defekt

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Artikelstatus: Fertig 22:52, 7. Dez. 2005 (CET)
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Teheran (Iran), 07.12.2005 – Das Flugzeug, das gestern in der iranischen Hauptstadt Teheran in ein Wohnhaus stürzte, war bereits vor dem Start defekt. Die Maschine des Typs „Hercules C-130“ wurde unmittelbar vor dem Abflug repariert und flog dadurch mit Verspätung ab.

Der Absturz ereignete sich genau über einem mehrstöckigen Haus auf Grund des Ausfalls eines Triebwerks. Zwar bemerkte der Pilot die Probleme direkt nach dem Start, zum Flughafen zurückkehren konnte er jedoch nicht mehr. Durch ein Ausweichmanöver in letzter Sekunde verhinderte er einen noch schlimmeren Aufprall auf das zehnstöckige Wohnhaus.

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December 6, 2005

Absturz einer Militärmaschine über Teheran

Absturz einer Militärmaschine über Teheran

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Artikelstatus: Fertig 23:51, 6. Dez. 2005 (CET)
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C-130 Hercules der United States Air Force

Teheran (Iran), 06.12.2005 – Über Teheran ist heute Vormittag um 11:45 Uhr Ortszeit eine Militärmaschine des Typs „Hercules C-130“ abgestürzt. Alle 106 Insassen des Flugzeugs kamen dabei ums Leben. Die Maschine stürzte in ein zehnstöckiges Wohnhaus, das sofort in Flammen aufging. Zuvor hatte der Pilot der Maschine aufgrund technischer Probleme eine Notlandung auf dem Flughafen in Mehrabad versucht.

Bei den Passagieren der Frachtmaschine handelte es sich größtenteils um iranische Reporter und Fotografen, so dass sich bei der Berichterstattung selber teilweise dramatische Szenen abspielte, da Kollegen und Freunde unter den Opfern waren.

Die letzte große Katastrophe im Iran ereignete sich am 19. Februar 2003 im Süden des Landes, bei der ein Truppentransporter vom Typ „Iljushin-76“ im Südosten des Landes abstürzte. Damals kamen 276 Passagiere und die Besatzung ums Leben.

Themenverwandte Artikel

  • Teheran: Maschine war vor Absturz defekt (07.12.2005)
  • Portal:Luftfahrt

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July 21, 2005

USA in Sorge um Chinas Aufrüstungspläne

USA in Sorge um Chinas Aufrüstungspläne

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Peking (China) / Washington D.C. (USA), 21.07.2005 – Das Pentagon ist besorgt über die militärische Stabilität in Asien, die durch die Aufrüstung Chinas verlorenzugehen droht.

Das Pentagon teilte mit, dass China sein Atomwaffenarsenal ausbaue und damit Indien, Russland und „praktisch die gesamten USA“ bedrohe. Auch sehen die USA die Stellung ihres Militärs in der Pazifikregion gefährdet.

China wies diese Anschuldigen als grundlos die Modernisierung der chinesischen Verteidigung angreifend zurück. Auch die vom Pentagon angegebenen 90 Milliarden US-Dollar Rüstungsausgaben würden jedweder Grundlage entbehren, hieß es aus Peking.

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June 29, 2005

Indien und die USA unterzeichnen Verteidigungsabkommen

Indien und die USA unterzeichnen Verteidigungsabkommen

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Neu-Delhi (Indien) / Washington, D.C. (Vereinigte Staaten), 29.06.2005 – Indien und die USA haben ein Verteidigungsabkommen unterzeichnet, das für zehn Jahre das strategische Verhältnis beider Staaten regeln soll.

Die Staaten wollen künftig verstärkt beim Austausch von Technologie, bei der Produktion von Waffen sowie der Raketenabwehr zusammenarbeiten. Das Abkommen wurde von Pranab Mukherjee, dem indischen Verteidigungsminister und US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld während Mukherjees dreitägigem Aufenthalt in Washington unterzeichnet. Indien hat sich zu einem der wichtigsten Handelspartner der USA entwickelt. Durch das Abkommen wollen Indien und die USA ihre Sicherheit verbessern.

Nach indischen Atomwaffentests hatte die US-Regierung 1998 Sanktionen gegen Indien verhängt. Auf einer Pressekonferenz sagte Mukherjee, dass es keine Beschränkungen beim Export von Technologie nach Indien geben sollte, alle Einschränkungen sollten aufgehoben werden. Der Minister betonte, dass das Abkommen nicht gegen Russland gerichtet sei. Beobachter sehen im Abkommen einen weiteren Schritt, der Indien helfen soll eine der Weltmächte des 21. Jahrhunderts zu werden.

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June 24, 2005

Dramatische Lage für Minderheiten im ehemaligen Burma

Dramatische Lage für Minderheiten im ehemaligen Burma

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Rangun (Myanmar (ehemals Burma)) / Den Haag (Niederlande), 24.06.2005 – Für das südostasiatische Land Myanmar, ehemals Burma, ist kürzlich ein Menschenrechts-Bericht erschienen.

Der 600 Seiten lange Bericht, erstellt von dem Menschenrechts-Experten Guy Horton, stellt dem Land sehr schlechte Noten in Bezug auf die Einhaltung der Menschenrechte aus. Die momentane Lage für Minderheiten ist sehr dramatisch und besorgniserregend. Die Vorwürfe Hortons richten sich an die Militärmachthaber in dem Land. Sie üben systematische Gewalt gegen ethnische Minderheiten aus. Anführer der Truppe ist General Than Shwe. So sind zum Beispiel die Rekrutierung von Kindersoldaten, Massenmord und Zwangsarbeit an der Tagesordnung. Ganze Dörfer werden zerstört und Frauen systematisch vergewaltigt. Shwe wird für den Tod von jährlich rund 10.000 Menschen verantwortlich gemacht.

Horton erhält für seine Nachforschungen in Burma seit Jahren von der niederländischen Regierung sowie einer Hilfsorganisation finanzielle Unterstützung. Für die Erstellung seines Berichtes reiste er fünf Jahre lang verdeckt durch das Land. Er hat sich nach seinem Bericht an die internationale Staatengemeinschaft gewandt, speziell an das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, mit der Bitte, Burma zu einem wichtigen Thema zu machen.

Die Chancen, dass Horton erhört wird, stehen gut. Burma soll im Jahr 2006 den Vorsitz der Vereinigung Südostasiatischer Nationen (Asean) übernehmen. Die übrigen neun Mitgliedsnationen wollen diesen Vorsitz jedoch nicht zulassen.

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June 20, 2005

Kambodscha: Überfall auf Kindergarten war ein Racheakt

Kambodscha: Überfall auf Kindergarten war ein Racheakt

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Phnom Penh / Siem Reap (Kambodscha), 20.06.2005 – Der blutige Überfall auf den Internationalen Kindergarten in der kambodschanischen Stadt Siem Reap geschah aus Rache.

Der Anführer der Gruppe, ein 23-jähriger Gangster, wollte die Kinder seines ehemaligen Arbeitgebers, einen koreanischen Restaurantbesitzer, als Geisel nehmen. Er war für ihn als Fahrer tätig gewesen und fühlte sich von ihm schlecht behandelt.

Die Polizei hat mittlerweile einen fünften Beteiligten verhaftet.

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  • Kambodscha: Überfall auf internationalen Kindergarten (16.06.2005)
  • Portal:Zur Lage der Kinder der Welt

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June 16, 2005

Kambodscha: Überfall auf internationalen Kindergarten

Kambodscha: Überfall auf internationalen Kindergarten

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Phnom Penh / Siem Reap (Kambodscha), 16.06.2005 – Eine Geiselnahme in einem internationalen Kindergarten in der Stadt Siem Reap im Nordwesten Kambodschas ist heute Morgen blutig beendet worden.

Nach Polizeiangaben wurde bei der Befreiung ein dreijähriger kanadischer Junge getötet. Das Kind wurde von den insgesamt sechs Geiselnehmern im Moment der Erstürmung erschossen. Die Kriminellen waren mit Kalaschnikows bewaffnet.

Des Weiteren wurden bei der Aktion auch zwei Geiselnehmer getötet. Es befanden sich insgesamt etwa 40 Kinder, darunter auch aus den USA, Australien, Großbritannien, Japan, Korea und Deutschland in der Tagesstätte.

Die Geiselnahme dauerte insgesamt sechs Stunden. Dann beendeten kambodschanische Soldaten die Besetzung des internationalen Kindergartens. Die Besetzer hatten von der kambodschanischen Regierung Geld, Waffen und einen Fluchtwagen gefordert.

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March 26, 2005

USA liefern F-16-Kampfflugzeuge an Pakistan

USA liefern F-16-Kampfflugzeuge an Pakistan

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Washington D.C. (Vereinigte Staaten) / Islamabad (Pakistan), 26.03.2005 – US-Präsident George W. Bush hat sich dazu entschlossen, die Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen an Pakistan zu genehmigen.

Obwohl sich der Konflikt zwischen Indien und Pakistan um die Grenzregion Kaschmir in den letzten Monaten entspannt hat, blieb Indien ein strikter Gegner dieses Waffengeschäfts. Bush hat den indischen Regierungschef Manmohan Singh bereits telefonisch über die Waffenlieferung informiert. Die indische Regierung zeigte sich merklich enttäuscht und befürchtet negative Auswirkungen auf die Machtbalance in der Region.

Die F-16-Kampfjets, die vom US-Rüstungskonzern Lockheed Martin gebaut werden, können auch mit Atomwaffen bestückt werden.

Vor etwa 15 Jahren wurde die Lieferung vertraglich zugesagt. Wegen der nuklearen Aufrüstung Pakistans verhängten die USA in den 1990er Jahren Sanktionen gegen Pakistan, weshalb die Lieferung nicht zustande kam. Nun begründet die US-Regierung ihre Entscheidung damit, dass die Flugzeuge wichtig für das pakistanische Engagement im Antiterrorkampf seien. Gleichzeitig erneuerte die US-Regierung einem Bericht vom Samstag zufolge die Warnung an US-Bürger, keine „nicht notwendigen“ Reisen nach Pakistan zu unternehmen.

US-Ermittler vermuten, dass Pakistan sein Nuklearprogramm auf dem Schwarzmarkt runderneuern will. Unterdessen meldete die „Los Angeles Times“ am Samstag, dass das FBI Beweise für geheime Einkäufe von High-Tech-Komponenten Pakistans in USA gefunden habe, durch die US-Gesetze verletzt worden seien. Die Komponenten seien für das pakistanische Nuklearprogramm gedacht. US-Bundesbehörden hätten zudem erklärt, dass der verbotene Handel mit den Hochtechnologie-Ausrüstungen über Humayun Khan abgewickelt worden sei. Den Geschäftsmann aus Islamabad verdächtigen US-Strafverfolger, mit militanten Islamisten in Verbindung zu stehen, so die kalifornische Zeitung.

Obgleich Präsident Bush darauf dränge, der illegalen Handel mit Nuklearmaterial und -ausrüstungen auf internationaler Ebene zu bekämpfen, seien die Bemühungen zweier US-Behörden, Ermittler nach Pakistan zu entsenden, durch Kreise in Washington selbst unterbunden worden, schrieb die „Los Angeles Times“ unter Berufung auf Kenner des Falls.

Die „Pattsituation“ sei Folge eines länger schon anhaltenden Tauziehens zwischen US-Behörden, die die Gesetze zur Nichtweiterverbreitung von Nukleartechnologie durchsetzen wollen und Politikern, die Pakistan für zu wichtig halten, um es zu verärgern. Der untersuchte illegale Handel soll Anfang 2003 stattgefunden haben.

„Dies ist das uralte Problem zwischen Pakistan und den USA. Andere Prioritäten halten die Vereinigten Staaten immer davon ab, mit Pakistans Weiterbreitung von Nukleartechnologie härter ins Gericht zu gehen. Und das reicht 15 oder 20 Jahre zurück“, zitiert das Blatt David Albright, den Direktor des Institute For Science and International Security (ISIS) in Washington. Der frühere UN-Waffeninspektor befürwortet demnach einen härteren Kurs gegenüber Pakistan.

US-amerikanische und europäische Beamte, die mit Fragen der Nichtweiterverbreitung beschäftigt sind, hätten unlängst Beweise dafür gefunden, das Pakistan wieder vermehrte Anstrengungen unternehme, im Zuge der beabsichtigten Erneuerung seines jahrzehntealten Waffenprogramms auf dem Schwarzmarkt an Nuklearkomponenten zu gelangen, heißt es weiter.

Die Ermittler verdächtigen dem Bericht zufolge jene Kreise des pakistanischen Militärs, den Deal einfädelt zu haben, die auch mit Kadir Khan in Verbindung gestanden haben könnten, dem „Vater“ des pakistanischen Atomprogramms. Khan – der mit Humayun Khan nicht verwandt ist – hatte eingeräumt, Iran, Nordkorea und Libyen mit waffentauglichem Material und Know-How beliefert zu haben.

US-Ermittler seien zunehmend frustriert über die mangelnde Unterstützung von Seiten des US-Außenministeriums, weil sie eine vermehrte Verstrickung Pakistans in den Schwarzhandel mit Nuklearmaterial feststellten. Ihnen zufolge hat Pakistan sein ohnehin schon umfangreiches Agentennetz ausgebaut, um an Nuklearkomponenten und Raketenteile zu gelangen. Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien seien zu demselben Schluss gekommen, heißt es.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Iranisches Atomprogramm
  • Portal:Luftfahrt

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